Edinburgh: Schottlands großartige Geschichte erleben

Edinburgh - Michelle Maria from Pixabay

Edinburgh ist die schottische Hauptstadt. Ihre Altstadt steht auf der Liste des UNESCO‑Weltkulturerbes. Sie lässt sich hervorragend zu Fuß entdecken.

Zwischen historischen Bauwerken und pulsierendem Großstadtleben

Edinburgh gehört zweifellos zu den schönsten Städten des Vereinigten Königreiches. Die Stadt bezaubert durch ihre historischen Bauwerke, die die beeindruckende Geschichte Schottlands erzählen. Fünf Orte sollten Besucher auf jeden Fall besuchen.

1. Dean Village 

Das historische Wohnviertel liegt nur 15 Minuten westlich der Innenstadt. Von der New Town ist es nur einen kurzen Spaziergang entfernt. Dabei kommt der Kontrast zur quirligen Metropole beeindruckend zum Vorschein. Dean Village ist ein ehemaliges Mühlendorf, das bereits vor 800 Jahren entstanden ist. In den 1970er-Jahren wurde es liebevoll restauriert und ist heute eine Oase der Ruhe am Rande der Stadt. 

Im Herzen liegt Well Court, das in den 1880er-Jahren für die Arbeiter in den großen Fabriken gebaut wurde. Es ist ein seltenes Beispiel für den Arts-and-Crafts-Stil in Edinburgh. Die Architekten berücksichtigten die Bebauung der Umgebung und fügten das Gebäude harmonisch ins Gesamtensemble ein. Sehenswert ist der große Innenhof. Hier beginnt die Miller Row, an der Du das Herzstück des Viertels findest: die alten Mühlen. Sie verläuft entlang des Water of Leith, über das am Ende die beeindruckende Dean Bridge führt. 

Kulturinteressierte sollten sich Zeit für einen Besuch der Scottish National Gallery of Modern Art nehmen. Das Museum präsentiert eine große Sammlung an Werken von Pablo Picasso, Andy Warhol, Roy Lichtenstein und anderen zeitgenössischen Künstlern. Sehenswert ist auch der Skulpturengarten. Nordöstlich befindet sich Dean Cemetery. Der historische Friedhof beeindruckt mit viktorianischen Grabmälern. 

2. New Town

Sie ist vom Tal des Dean Village in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar und bildet ein interessantes Kontrastprogramm. Das elegante Viertel stammt aus dem 18. Jahrhundert. Georgianische Stadthäuser säumen die breiten Straßen und offenen Plätze. Im Viertel Stockbridge die Circus Lane. Die Kopfsteinpflasterstraße wird von mit üppigem Blumenschmuck dekorierten flachen Häusern gesäumt. Nicht weit vom Ende der häufig als Fotomotiv dienenden Straße steht die St. Stephen’s Church, die heute für Veranstaltungen genutzt wird. 

Am Sonntag lohnt sich vor dem Spaziergang durch die Circus Lane der Besuch des Stockbridge Markets. Hier findest Du viele regionale Erzeugnisse und internationales Streetfood. Der Markt öffnet sonntags zwischen 10 und 16 Uhr.

Besuchenswert ist auch der St. Andrew Square, in dessen angrenzenden Gebäuden einst berühmte Schotten wohnten. Das 1772 bis 1774 erbaute Dundas House ist seit 1825 der Hauptsitz der Royal Bank of Scotland. Der Platz ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Edinburgh. In der Umgebung gibt es mehrere Restaurants.

Die Princes Street ist eine beliebte Einkaufsstraße. An ihr stehen die National Galleries of Scotland, deren Eintritt gratis ist. Neben der Dauerausstellung mit Werken schottischer und europäischer Künstler werden Sonderausstellungen gezeigt. 

3. Old Town

Hier schließt sich die eng bebaute Altstadt an. Über die Bank Street und die George IV. Bridge erreichst Du die National Library of Scotland. Hier beginnt die Victoria Street, die in die W Bow mündet. Sie ist für ihre bunten Häuser und guten Restaurants bekannt. Die verwinkelte Straße diente J. K. Rowling als Inspiration für die „Winkelgasse“ in „Harry Potter“.

4. Das historische Herz auf der Royal Mile

Entlang des Grassmarkets gelangst Du zur Kings Bridge, die zur Royal Mile führt. Am Eingang zum Burgberg steht die ehemalige Tolbooth-Kirche, die heute als Veranstaltungsort (The Hub) dient. Hier findet das Edinburgh International Festival statt. Der zum Gebäude gehörende Kirchturm ist der höchste Punkt der schottischen Hauptstadt. Von hieraus führt der Weg zum Burgberg, einem erloschenen Vulkan. 

Die Burg aus dem 11. Jahrhundert beherbergt die Kronjuwelen. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören der Königspalast  und das Kriegsmuseum mit der Ein-Uhr-Kanone. Eintrittskarten solltest Du am besten im Voraus bestellen. Die Besucherzahl ist begrenzt und im Sommer sind die Tickets schnell vergriffen. Edinburgh gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen europäischer Geschichte. Es ist ein magischer Ort, der Deine Fantasie beflügeln wird. 

5. Calton Hill

Der Weg führt durch die Altstadt zum Bahnhof Edinburgh Waverley. Nördlich davon geht es über die Waterloo Plane zum Calton Hill. Der Hügel ist ein würdiger Abschluss eines Spazierganges. Er bietet ein wundervolles Panorama der schottischen Hauptstadt. Ferner stehen hier einige imposante Denkmäler. Eines der beliebtesten Motive ist das Dugald-Stewart-Monument mit dem Castle im Hintergrund. Das National Monument of Scotland ehrt die in den Napoleonischen Kriegen gefallenen schottischen Soldaten und Matrosen. 

6. Holyrood Park

Südöstlich liegt das Palace of Holyroodhouse aus dem 16. Jahrhundert. Hier lebten einst die einflussreichsten Persönlichkeiten Schottlands, darunter Maria Stuart. Heute dient der Komplex als Residenz des britischen Königs. Er ist für die Besichtigung ganzjährig geöffnet. An die Anlage schließt sich der Holyrood Park an, der zahlreiche Wander- und Radwege aufweist. Bekannt ist der Berg Arthur’s Seat, der nicht nur eine atemberaubende Aussicht bietet. 

Die Hügelveste auf dem Gipfel zeugt von der langen Siedlungsgeschichte in der Region. Die ältesten Befestigungen stammen wahrscheinlich aus dem 7. Jahrhundert. In der Mythologie gilt der Berg als ein möglicher Standort der legendären Burg Camelot. Einen Nachweis über ihre tatsächliche Existenz konnte nie erbracht werden.

Anreise nach Edinburgh

Von mehreren Flughäfen in Deutschland existieren Direktverbindungen in die schottische Hauptstadt. Die Flugzeit beträgt weniger als zwei Stunden. Vom Flughafen fährt der Bus Airlink 100 in 35 Minuten bis zum Zentrum. Alternativ fahren die Edinburgh-Trams alle sieben Minuten zu den Sehenswürdigkeiten im Zentrum.

Großbritannien gehört nicht zur Europäischen Union. Seit dem Brexit ist für die Einreise ein gültiger Reisepass erforderlich. Zudem müssen sich Reisende eine elektronische Reisegenehmigung eTA besorgen. Dafür fallen 26,90 US$ Gebühren an. Die Beantragung nimmt bis zu drei Werktage in Anspruch. Kinder und Babys benötigen eine eigene eTA. 

Titelbild: Michelle Maria from Pixabay

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Journalismus und Reisen – meine Passion In der Schulzeit begann ich, Gedichte zu verfassen. Später interessierte mich der Journalismus, der mich zu einem regionalen Radiosender führte. Hier lernte ich, kurze, prägnante Sätze zu bilden. Die längste Zeit meines Lebens habe ich mich mit dem Tourismus beschäftigt. Reisekaufleute sehen nicht nur viel von der Welt. Das Gesehene muss in einen zum Reisen motivierenden Text gegossen werden. Nach der letztendlich erfolglosen Beteiligung an der Entwicklung eines Reiseportals bin ich seit 2019 freiberuflicher Autor.

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