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Die Lage an der Börse

22.03.2019, 18.50 Uhr

Die Hoffnung auf die Notenbanken tragen nicht mehr. Schwache Konjunkturdaten besonders aus Deutschland, wo der Einkaufsmanangerindex für das verarbeitende Gewerbe auf ein 6 1/2-Jahres-Tief fiel, sorgten heute für einen Abverkauf am Aktienmarkt.

Anders als an den Vortagen hatte heute auch die Wall Street kein Kaufinteresse und sorgte für einen weiteren Abwärtsschub. Die Angst vor einer Rezession hat den Markt erreicht.

Für die ohnehin nicht mehr so robuste Weltkonjunktur wird es langsam eng. Im Handelsstreit zwischen den USA und China hört man in den letzten Tagen immer wieder von Dissonanzen und Forderungen vom US-Präsidenten, bei denen zumindest mir die Phantasie fehlt, warum dem die Chinesen zustimmen sollten. Die USA bekämpfen China aktuell wirtschaftlich, aber auch politisch mit allen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Amerikaner damit selbst ins Knie schießen, den China ist ein wichtiger Handelspartner, dessen Ausfall oder Schwächung die heimische Wirtschaft wohl nicht ausgleichen könnte.

In Europa wird Deutschland immer mehr zum Sorgenkind. Die Industrie präsentierte nun im dritten Monat in Folge einen Einkaufsmanagerindex unter 50, das heißt, dass eine Expansion der Konjunktur nicht mehr vorhanden ist und die Hoffnung und dass die Wachstumsschwäche mehr nur eine vorübergehende Delle sein könnte. 

DaxDaxDazu kommt die Unsicherheit um den Brexit. Man kann eigentlich nur hoffen, dass das Parlament in London weiter seinen Job macht und dass am 12. April klar ist, wie es weitergeht. Aktuell kann dies eigentlich nur ein Brexit ohne Deal sein. Nachdem Premierministerin Theresa May die Schuld am Scheitern eines Deals dem Parlament zugeschoben hat, dürfte es für sie noch schwerer werden, einen Mehrheit für ihren Deal zu bekommen. Da May erfolgreich alle Möglichkeiten blockiert hat, einen anderen Deal zu erreichen, ist zu befürchten, dass der Chaos-Brexit eintritt. Ich rechne allerdings eher nicht damit, dass dadurch die Wirtschaft in der EU und wahrscheinlich auch nicht im Vereinigten Königreich kollabiert. das größte Problem dürfte wahrscheinlich die innerirische Grenze werden, die bei einem Brexit ohne Deal geschlossen werden würde.

Einigermaßen überraschend war für mich heute, dass auch die Wall Street den Optimismus komplett verloren hat  Auch hier fiel der Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe auf ein 21-Monatstief, was viele Anleger als Alarmzeichen gesehen haben. 

Generell könnte es sein, dass wir heute den Beginn einer größeren Korrektur gesehen haben. Der Dax hat heute sogar die 11.400 gebrochen und könnte sich nun einem Test der 11.240 unterziehen, sollte er bis heute Abend nicht mehr die 11.400 zurückerobern. Weitere Ziele dürften 11.060/20 und 10.875 sein. Nach Oben wird es wohl erst über 11.640 wieder bullisch. 

EURUSDEURUSDEURUSD litt heute auch unter den schwachen Daten aus Deutschland und der Eurozone  und setzte seine gestrige Korrektur unter die 1,13 fort. Die Bullen dürften unter 1,1360 nichts zu lachen haben. So könnte die Korrektur sich weiter ausweiten.markante Ziele könnten 1,1250 und 1,1175 sein. Darunter wartet die 1,1105. 

In der kommenden Woche wird in den USA das BIP veröffentlicht. Laut US-Präsident Donald Trump ist das BIP 2018 mit 3,1 % so stark gewachsen, wie seit 14 Jahren nicht mehr. Ob das dann stützt? Wir werden es erleben. Heute hat der Tweet von Trump schon mal nichts gebracht.

 

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