Unvergessliche Malediven: Die nächtliche Unterwasserwelt beim Schnorcheln entdecken
Glasklares Wasser, bunte Korallen und unzählige Fische machen die Malediven zu einem beliebten Ferienort für Schnorchler. Die Unterwasserwelt fasziniert jedoch nicht nur am Tag. Kein Wunder, dass immer mehr Resorts Ausflüge zum Nachtschnorcheln anbieten. (Bild. Mathias Apitz)
Abwechslungsreiches Schnorchelerlebnis
Die meisten Urlauber reisen nicht auf die Malediven, um sich mit dem Inselstaat und seiner Kultur zu beschäftigen. Stattdessen suchen sie Stranderlebnisse, Wellness und Sport. Das klare Wasser und die häufig ohne Boot erreichbaren Korallenriffe locken zahlreiche Schnorchler auf die Resortinseln. Neben den bunten Tropenfischen, bevölkern Haie und Schildkröten das Meer.
Neben der Tierwelt locken insbesondere am Nord-Malé-Atoll Schiffswracks, die Entdecker anziehen. Weitere ideale Orte für Schnorchler findest Du auf dem Ari- und dem Vaavu-Atoll. Die Ausrüstung bieten die meisten Ausflugsanbieter auf den Resortinseln zur Leihe an. Eine Schnorchelweste sorgt mit ihrem Auftrieb für mehr Sicherheit, ein kurzer Neoprenanzug schützt vor dem Auskühlen. Wichtiger ist bei den hohen Wassertemperaturen jedoch die Schutzfunktion gegen Nesseltiere. Badeschuhe schützen vor scharfen Kanten, wie sie bei Koralleninseln überall anzutreffen sind. Die Malediven liegen in der Nähe des Äquators, was die Sonneneinstrahlung begünstigt. Vor einem Sonnenbrand schützen UV-Shirts und Schwmmshirts.
Wenn nachts vor den Stränden der Malediven die Post abgeht
Ein Blick unter die Wasseroberfläche lohnt sich jedoch nicht nur am Tag. Nach dem Sonnenuntergang kommen die Jäger aus ihrem Unterschlupf und suchen nach Beute. Schnorchler müssen keine Angst vor ihnen haben, denn die Haie in der Inselwelt der Malediven sind für den Menschen ungefährlich. Auch Muränen, Oktopusse und Krebse sind jetzt aktiv und sorgen für einen gänzlich neuen Eindruck von der Wasserwelt. Mit etwas Glück zieht in der Tiefe ein Hammerhai seine Bahnen. Oder Du „erwischst“ einen Mantarochen beim Abendmahl.
Sichtbar werden die Aktivitäten der Meeresbewohner durch das klare Wasser und die Unterwasserlampe, die zum nächtlichen Ausflug gehört. Der Lichtkegel zieht Kalmare und andere größere Fische an, die sich die kleinen, bunten Fische schnappen. Zudem sorgt die Lampe für einen beeindruckenden Kontrast zum umgebenden Dunkel. Sie lässt die Farben der Korallen und der Bewohner des Riffs besonders intensiv strahlen. Noch schöner sind die Effekte mit UV-Licht.
Wenn es dunkel wird
Ein besonderes Erlebnis heben sich die Guides des Ausfluges normalerweise für das Ende auf. Wenn alle Tauchlampen ausgehen, entsteht keine grenzenlose Dunkelheit. Im Gegenteil: Die Natur zeigt eines ihrer ungeahnten Talente. Unzählige smaragdgrüne Lichter funkeln unter der Wasseroberfläche. Erzeugt werden sie von natürlich lumineszentem Plankton. Dieses Schauspiel wird Dich nicht weniger in seinen Bann ziehen als die nächtlichen Aktivitäten der unzähligen Meeresbewohner. Es scheint, als ob ein ganzer Sternenhimmel im Wasser liegt.
Hier kannst Du das Nachtschnorcheln auf den Malediven am besten genießen
Die Aktivität wird mittlerweile auf vielen Resortinseln angeboten. Ich möchte Dir drei Orte vorstellen, die sich besonders gut für das Nachtschnorcheln eignen.
Baa-Atoll
Das UNESCO-Biosphärenreservat ist für ein besonderes Event berühmt. In Luxusresorts wie dem Soneva Fushi sorgen die Betreiber für eine professionelle Tauchbeleuchtung. Während die meisten Anbieter die Zeit um den Sonnenuntergang (meistens zwischen 19 und 20 Uhr) nutzen, erlauben die ins Wasser gerichteten Flutlichter einen späteren Start. Das starke Licht zieht große Menschen an Plankton an, dem die majestätischen Mantarochen nicht widerstehen können.
Aufgrund seines besonderen Status ist das Schnorcheln auf dem Baa-Atoll ein unvergessliches Erlebnis. Um den Lebensraum im Meer zu schützen, achten die Resortbetreiber darauf, dass nicht zu viele Schnorchler auf einmal im Wasser sind. Dadurch entsteht bei den Teilnehmern ein exklusives Gefühl. Aufgrund der geschützten Meeresfauna und -flora ist das im Norden gelegene Atoll bei Naturliebhabern ein beliebtes Reiseziel.
Vaavu-Atoll
Tiere sind lernfähig! Früher wurden hier die großen Meeresbewohner angefüttert. Dies haben die Tiere bis heute nicht vergessen und kommen gern an diesen Ort. Wer ein wenig Abenteuer verspüren möchte, wird einen nächtlichen Schnorchelausflug in diesem Atoll genießen. Es gibt wohl nirgends eine so große Dichte an Haien und Rochen.
Sie versammeln sich am Bootssteg des Resorts Alimatha. Ammenhaie können bis zu drei Meter lang werden und sind im künstlichen Licht beeindruckende Tiere. Glücklicherweise interessieren sie sich nicht für Menschen. Mit diesen Geschöpfen baden zu gehen, ist dennoch ein spannendes Erlebnis. Das Spektakel bieten auch die Resorts der umliegenden Inseln an, sodass das Schnorcheln nie zum exklusiven Ereignis wird.
Dhiffushi
Dieser Ort gehört zu den „lokalen Inseln“. Hier wohnen also Einheimische. Es ist ein beliebter Ort für Backpacker und Urlauber, die einen authentischen Urlaub bevorzugen. Hinzukommt, dass die Übernachtungen und Ausflüge auf diesem Eiland nur einen Bruchteil des Preises in den Luxusresorts kosten. Gut ausgebildete Tauchguides führen Dich zu nahen Riffkanälen. Beim Fluo-Schnorcheln führst Du eine UV-Lampe mit Dir, die das ansonsten schwarze Riff in grünen und pinkfarbenen Tönen leuchten lässt. Neben Tintenfischen beobachtest Du unter Dir schlafende Schildkröten.
Bereite Dich auf Dein Erlebnis gut vor
Für dieses Erlebnis solltest Du schwimmen können und Erfahrung beim Schnorcheln im Hellen haben. Auch wenn die Malediven sehr friedlich ausschauen, solltest Du nie ohne einen erfahrenen, ortskundigen Guide schnorcheln. Bedenke zudem, dass Korallen sehr empfindlich sind. Fasse sie nicht an, denn sie brechen leicht ab.
Damit zerstörst Du, was die Natur über Jahre aufgebaut hat. Indem Du Dich daran erfreust und nichts anfasst, zeigst Du Respekt vor der Schöpfung. Zudem solltest Du einen respektvollen Abstand zu den Tieren halten. Sie tun Dir zwar normalerweise nicht. Wenn sie sich gestört fühlen, flüchten sie und Dein Erlebnis wird zu einer Enttäuschung. Folge am besten den Anweisungen Deines Guides.
Achte auf die richtige Wahl der Kamera. Normale Actioncams erzeugen über die externe Videolampe häufig kein ausreichendes Licht. Es entstehen nur grobkörnige Fotos, die das nächtliche Farbspektakel nicht einfangen können. Spezielle Filter und starke Videolampen gibt es bei spezialisierten Fotoausrüstern auch zur Leihe. Das Ergebnis rechtfertigt die Investition.
Einreisebestimmungen für die Malediven
Für die Reise auf die Malediven benötigst Du einen Reisepass, der bei der Einreise nach der aktuellen Regelung nur einen Monat gültig sein muss. Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen ein Visum, das bei der Einreise für 30 Tage erteilt wird. Die Verlängerung auf 90 Tage vor Ort stellen. Dafür benötigst Du ein Empfehlungsschreiben der Betreiber Deines Resorts. Weitere Informationen findest Du auf Maldives Immigration.
Reisende dürfen keine Tabakprodukte und E-Zigaretten mitbringen. Die Einfuhr von Alkohol ist ebenfalls tabu. Zeitschriften mit freizügigen Bildern von Frauen dürfen ebenfalls nicht mitgebracht werden. Wenn Du auf verschreibungspflichtige Medikamente angewiesen bist, musst Du eine ärztliche Bescheinigung Deines Arztes mitführen. Sie wird nur akzeptiert, wenn sie in englischer Sprache ausgestellt wurde. Nicht verschreibungspflichtige Medikamente dürfen uneingeschränkt eingeführt werden.
Die Malediven sind ein streng muslimischer Staat (sunnitisch). Außerhalb der Resorts solltest Du Dich strikt an die Gesetze des Landes halten. Die Gesetzgebung lehnt sich an die Scharia an.
Für den Artikel wurde keine KI verwendet.
Das Titelbild stammt von Mathias Apitz und wurde unter CC BY-ND 2.0 lizensiert.
Journalismus und Reisen – meine Passion In der Schulzeit begann ich, Gedichte zu verfassen. Später interessierte mich der Journalismus, der mich zu einem regionalen Radiosender führte. Hier lernte ich, kurze, prägnante Sätze zu bilden. Die längste Zeit meines Lebens habe ich mich mit dem Tourismus beschäftigt. Reisekaufleute sehen nicht nur viel von der Welt. Das Gesehene muss in einen zum Reisen motivierenden Text gegossen werden. Nach der letztendlich erfolglosen Beteiligung an der Entwicklung eines Reiseportals bin ich seit 2019 freiberuflicher Autor.



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