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Neues aus der Welt der Börse

Stand: 22.07.2019, 19.55 Uhr

Aktuelle Impulse waren heute eher Mangelware und die schlechten Nachrichten kamen erst nach dem Handelsschluss in Frankfurt. Klöckner und Dürr sorgten für die tägliche Ration Gewinnwarnungen. So standen heute vor allem gute Zahlen von Philips im Mittelpunkt. Dazu hofft der Markt weiter auf Zinsschritte, auch bei der EZB. Dort gehen die Erwartungen von einer Senkung des Einlagensatzes noch in dieser Woche bis zu einer "richtigen" Leitzinssenkung im September. Anfangs steigende Ölpreise wegen der Irankrise gaben später wieder nach, nachdem es Meldungen gab, dass Russland die Förderung ausgeweitet hat. 

Die Deutsche Bundesbank rechnet für das 2. Quartal mit einer leichten Abkühlung der Konjunktur in Deutschland. 

US-Präsident Donald Trump scheint heute morgen (US-Zeit) schon wieder viel Langeweile haben und setzt deshalb ohne Pause Tweets ab. So rückt er uns in Erinnerung, dass die Federal Reserve "fehlgeleitet" ist, weil sie die Zinsen nicht senkt. Die Fed verhindert damit angeblich ein stärkeres Wachstum und die Vermögensbildung (ich wusste gar nicht, dass exzessives Schulden machen Vermögensbildung ist). Unfair ist auch, dass andere Länder ihre Währung manipulieren und Geld einpumpen. Der Präsident unterstellt der Fed, verpasst zu haben, die Zinsen zu senken, nachdem sie zu stark angehoben worden und droht: "Verpassen Sie es nicht noch einmal!". Zur Erinnerung: Die Fed ist unabhängig, zumindest auf dem Papier. Wenn man ehrlich ist, muss sagen, dass Recep Tayyip Erdogan mit der Türkischen Notenbank, im Vergleich zu dem was Donald Trump veranstaltet, fast freundlich umgeht. Ansonsten wütet der Präsident noch gegen linksradikale Demokraten und böse Mainstream-Medien.

Gute Nachrichten im Handelsstreit USA-China: Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Finanzminister Steve Mnuchin reisen in der kommenden Woche nach China.

Ein in den letzten Tagen schon bekanntes Bild: Gewinn ok, Umsatz mäßig. Heute gab es bei Halliburton nur 5,93 Mrd. $ Umsatz (erwartet 5,98 Mrd. $). Der Gewinn toppte mit 35 Cent je Aktie die Erwartungen (30 Cent). Ansonsten gab es aber heute vor allem erfreuliche Unternehmensberichte, auch wenn sie nicht aus der ersten Reihe waren.

Goldman Sachs hat sich positiv für die Aussichten der Chipsparte geäußert. u. a. Micron profitiert davon. 

Netflix kommt unter Druck. Die Plattform verliert Inhalte von Disney. Die Eigenproduktionen waren zuletzt nicht wirklich aufregend und die letzte Preiserhöhung kam in den USA gar nicht gut an, monieren Analysten.

Fitch hat den Ausblick für Boeing auf negativ gesenkt. Das Rating bleibt auf "A"

Rheinmetall darf sich über einen Rüstungsauftrag der Bundeswehr freuen. Die deutsche Armee bestellte 41 Schützenpanzer von Typ Puma und lässt die Ausrüstung der Panzergrenadiere modernisieren.

Die tägliche Gewinnwarnung aus Deutschland kam heute von Klöckner. Die Prognose für das Gesamtjahr 2019 kann nicht gehalten werden. Grund sind mangelnde Nachfrage aus der europäischen Automobil- und Maschinenbaubranche sowie überraschend negative Preiseffekte in den USA.

Auch Dürr wird das Jahresziel nicht erreichen. Hier ist unter anderem ein Rückgang im Möbelmarkt der Grund für sinkende Margen.

Die Iran-Krise spitzt sich zu. Der Iran hat angeblich ein CIA-Netzwerk aufgespürt und 17 Agenten verhaftet. Laut Donald Trump ist diese Meldung falsch. Großbritannien fordert hingegen vom UNO-Sicherheitsrat Vergeltungsmaßnahmen für den gekidnappten britischen Tanker. 

Der chinesische Ölhändler Zhuhai Zhenrong wurde von den USA wegen des Transports von iranischem Erdöl mit Sanktionen belegt. Die Chinesen preisen sich selbst als Spezialisten für iranisches Öl an. Außerdem betreibt der Staatsbetrieb in China Raffinerien. 

Rohöl ist heute erst gestiegen, kam aber dann wieder zurück: Russland soll seine Produktion ausgeweitet haben. 

Die Türkei hat den USA mit Gegenmaßnahmen gedroht, sollten die USA der Türkei Sanktionen auferlegen, weil sich das Land für den Kauf vom russischen Flugabwehrsystem S-400 entschieden hat. 

Stand: 22.07.2019, 09.20 Uhr

Bild: Gerd Altmann / PixabayBild: Gerd Altmann / PixabayDie Märkte in Asien haben sich am Freitagshandel an der Wall Street  orientiert und einen großen Zinsschritt der Fed wieder ausgepreist. Außerdem gab es Sorgen um die Eskalation der Situation mit dem Iran und den weiterhin nicht gelösten Handelsstreit zwischen den USA und China. Besonders deutlich im Minus startete der Shanghai Composite.

Impulse werden auch dem europäischen Handel heute fehlen. 14.30 Uhr wird in den USA der Chicago Fed National Activity Index veröffentlicht. Ansonsten ist der Wirtschaftskalender weitgehend leer. Der Dax startet im Future über 12.200 Punkten. Besonders ein Bruch der 12.165 könnte für die Bullen gefährlich sein und den deutschen Leitindex bei 11.850 zurückführen. Auf der Oberseite dürfte es zunächst um die 12.300/20 gehen. Darüber lässt die 12.460 hartnäckigen Widerstand erkennen.

Medienberichten zufolge plant die EZB die Neuauflage ihrer Anleihekäufe. Das Programm soll angeblich noch in der Amtszeit von Mario Draghi und damit vor November starten. EURUSD hält sich knapp über 1,12.

Fitch hat die Top-Bonität AAA für Deutschland bestätigt. Der Ausblick bleibt stabil.

China führt morgen wie schon im Frühjahr angedroht Importzölle auf Edelstahl aus der EU, Indonesien, Japan und Südkorea ein. Angeblich handelt es sich dabei um Dumpingware. Dies habe eine Untersuchung verschiedener Lieferanten ergeben. Die Zolle verteuern die Produkte um 18,1 bis 103,1 % und sollen zunächst 5 Jahre gelten.

Im Handelsstreit mit den USA hat die EU laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier weitreichende Zugeständnisse gemacht. Man wolle für viele Industrieprodukte die Zölle ganz senken. Allerdings dürfte die EU weiterhin nicht bereit sein, über die Zölle im Agrarsektor zu sprechen. Dies scheint aber eine wichtiges Anliegen der Administration im Weißen Haus zu sein. 

Der neue griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotkis hat Sorgen ausgeräumt, Griechenland könne die Haushaltsauflagen der Gläubiger missachten. Der Regierungschef sagte nun einen Haushalt für 2020 zu, der alle Forderungen der Gläubiger berücksichtigt.

"Avatar" wurde als Kassenschöager an den Kinokassen abgelöst. Die Walt Disney-Produktion "Avengers: Endgame" spielte 2,789 Mrd. Dollar ein, so viel wie kein Film zuvor. 

Lufthansa und Britisch Airways haben am Wochenende ihre Flüge nach Kairo gestrichen. Lufthansa fliegt inzwischen wieder. Offenbar gab es bei beiden Airlines Sicherheitsbedenken. Sie wurden allerdings nicht weiter konkretisiert. Ägypten versichert indes, dass alle Flughäfen sehr gut gesichert seien.

Philips hat die Umsatzerwartungen im 2. Quartal mit 4,67 Mrd. Euro knapp übertoffen. Die Ebita-Marge konnte die Erwartungen mit 11,8 % nur bestätigen. 

US-Verteidigungsminister Mark Esper hat die Verlegung von US-Truppen nach Saudi Arabien genehmigt. 

China hat ein Militärabkommen mit Kambodscha geschlossen, berichten US-Medien. Es soll auch die Nutzung einer Militärbasis am Golf von Thailand beinhalten, die von den USA finanziert wurde.

In Japan hat es am Wochenende Oberhauswahlen gegeben, bei denen die Liberaldemokratische Partei von Shinzo Abe Sitze hinzugewonnen hat, Mit Koalitionspartnern hat der Premier jetzt die nötige Zweidrittelmehrheit für eine Änderung der seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges pazifistischen Verfassung. Die Wahl litt unter einer geringen Wahlbeteiligung von unter 50 %.