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Zurückhaltender Markt zu erwarten

Veröffentlicht am 06.11.2018

Er steht heute gar nicht zur Wahl. Aber die Wahl wird wichtig für die Politik Donald Trumps.Er steht heute gar nicht zur Wahl. Aber die Wahl wird wichtig für die Politik Donald Trumps.Vor dem am Abend und in der Nacht zu erwartenden Ergebnissen der Midterm Elections dürfte der Markt eher richtungslos bleiben. Die letzten Umfragen sagen ein enges Ergebnis voraus.

Der Dax beginnt entsprechend wenig verändert mit einigen Punkten im Plus, die er schnell wieder abgibt. Entscheidend bleibt die Unterstützung 11.430, Darunter könnte ein Wiedersehen mit der 11.250 oder 11.050 stattfinden. Widerstand vor allem bei 11.690/800.

EURUSD konnte sich gestern Abend etwas erholen, hat aber bisher die 1,1430 nicht überwunden. Darüber wartet Widerstand bei 1,1480/95. Neben der 1,1301 dürfte das gestrige Tief bei 1,1354 Support liefern.

Deutschland hat am Morgen überraschend für den September um 0,2 % gestiegene Industrie-Auftragseingänge gemeldet.

Im Streit der EU um den italienischen Haushalt bleiben die Fronten verhärtet. Italien ist nicht bereit seinen Etat zu überarbeiten. Die EU gibt dem Land dafür bis 13. November Zeit. Die italienischen 10-Jahres-Anleihen geraten bisher nicht weiter unter Druck. Der Markt schaut also noch recht entspannt auch die Entwicklung. 

Sehr zurückhaltend zeigten sich die japanischen Haushalte, deren Ausgaben im September um 1,6 % zum Vorjahr einbrachen. Erwartet wurden +1,6 %. USDJPY legt leicht zu, hat aber den Widerstand bei 113,55 noch vor der Brust, ehe die 114,55 in Angriff genommen werden kann. Trotz der starken Konsumzurückhaltung der Japaner konnte der Nikkei in der Nacht zulegen. Um 21.820 hat sich ein solider Support aufgebaut. 

Getrieben wurde der Markt von guten Geschäftszahlen bei Toyota und einer daraufhin angehobenen Jahresprognose. 

In China sorgt man sich weiter um den Handelskonflikt mit den USA. Der Shanghai Composite schaffte es bisher nicht den Widerstand bei 2.650 nachhaltig zu überwinden. Die Apple-Zulieferer blieben unter Druck, weil die Nachfrage nach dem iPhone XR unter den Erwartungen blieb und die Produktion nicht ausgeweitet wird.

Apple war dann auch ein Grund, weshalb gestern der Nasdaq 100 erneut unter Druck geriet. Im späteren Handel konnte der Technologiewerte-Index einen teil der Verluste aber wieder kompensieren. Über der Wolke bei 7.020 könnte es sogar wieder bullisch werden. 

Der S&P 500 erholte sich leicht und konnte die Gewinne in der Nacht verteidigen. Der Index sieht durchaus freundlich aus. Ob dies nach dem Wahlergebnis auch noch so ist, kann man nicht vorhersagen. Sollten die Republikaner den Kongress verteidigen, könnte es durchaus zu einer Rally kommen. 

Die Reserve Bank of Australia hat die Leitzinsen wie erwartet unverändert bei 1,5 % gelassen. Lohnwachstum und Inflation sind weiterhin nicht auf dem von der RBA gewünschten Niveau. AUDUSD verteidigt die 0,7160 und bleibt damit eher bullisch, wobei dies vor dem Ergebnis der US-Wahlen wenig zu sagen hat. Widerstand gibt es bei 0,7295

Bei der Deutschen Post brach der Gewinn vor Steuern um 55 % ein. Erwartet wurde ein noch schwächeres Ergebnis (-57 %). Der Gewinn pro Aktie schrumpfte unverwässert wie erwartet um 77 % von 53 auf 12 Cent. Der Umsatz stieg zwar um 1 % auf 14.85 Mrd. Euro, blieb damit aber unter den Erwartungen. 

Hugo Boss blieb mit 710 Mio. Euro Umsatz und einem bereinigten Gewinn von 126 Mio Euro unter den Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen kündigte an, seine Investitionen zurückzufahren. 

Zalando machte im 3. Quartal mit 1,2 Mrd. Euro etwas weniger Umsatz als vomMarkt erwartet (1,22 Mrd.) . Dafür blieb der bereinigte Verlust vor Steuern mit 38,9 Mio Euro kleiner als befürchtet (45 Mio.). Die Aktie startet tief rot.

Evonik lieferte dagegen ordentliche Quartalszahlen und übertraf die Prognosen. Der Ausblick wurde unangetastet gelassen. 

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