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Die Lage

18.02.2019, 09.30 Uhr

DaxDaxDer Dax starte fast unverändert in den neuen Handelstag und lässt sich damit eher nicht von guten Vorgaben aus China inspirieren. Dort wurde nochmal die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China gefeiert. Charttechnisch ist der Stundenchart überkauft und wie schon im Video (Link unten) erwähnt ist also durchaus eine Korrektur bis 11.182 (Kijun/Orange) möglich. Oben steht das Jahreshoch bei 11.386 im Raum, darüber ein Bereich bei 11:570 der Hoffnung auf einen bullischen Februar machen würde. Spätestens unter 11.125 dürfte es für die Bullen eng werden. 

 

EURUSDEURUSD

EURUSD startet bullisch in die Nacht, schaffte es aber nicht an die 1,1340/60 und gab inzwischen die Gewinne wieder ab. Aktuell bleibt der Kurs über der Wolke. Unter 1,1280 (Kijun/Orange) könnte es für die Unterstützung 1,1250 kritisch werden und neue Jahrestiefs dürften die Folge sein. Weitere Supports wären 1,1210 und 1,1105.

 

Ansonsten ist heute ein akuter Mangel an neuen Impulsen zu erwarten. Es gibt keine neue Termine. In den USA bleibt der Handel wegen eines Feiertages geschlossen. 

Video-Ausblick auf den 18. Februar (vom Vorabend)

Wirtschaftsdaten aktuell

Montag, 18. Februar 2019

Presidents´ Day USA

00:50    Kernrate Maschinenbestellungen Japan

Die Kernrate ist im Januar um nur 0,1 % zurückgegangen, was über den Erwartungen (-1,1 %)lag. Auf Jahressicht ergibt sich ein Plus von 0,9 %, was allerdings deutlich unter den Erwartungen (4,8 %) lag. Tja, was wollen uns diese Daten sagen? Grenzenloses Wachstum gibt es in Japan schon mal nicht. 

Am Nachmittag soll es in Brüssel ein Gespräch zwischen Brexit-Minister Stephen Barcley und EU-Unterhänder Michel 

 

Dienstag. 19. Februar

01:30    Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der Reserve Bank of Australia

10:30    Arbeitsmarktdaten Großbritannen

11:00    ZEW Konjunkturerwartungen Deutschland und Eurozone

16:00    Rede von Peter Praet (EZB)

Berichtssaison:   

HSBC (05:00)

BHP Billiton Group (06:45)

Heidelbergcement (07:00)

Danone (07:30)

Walmart (13:00)

Wirtschaftsnews

Stand 18.02.2019, 16.00 Uhr

Die deutsche Bundesbank sieht für das 1, Halbjahr 2019 nur ein verhaltenes Wachstumstempo für Deutschland. Anzeichen für einen Abschwung sehen die Währungshüter aber nicht. 

WirecardWirecard

Die deutsche Finanzdiensteistungsaufsicht Bafin hat per sofort Netto-Leerverkäufe in Wirecard-Aktien verboten. Zuletzt pendelte die Aktie nach schwerem Absturz um 100 €. Nach mehreren Berichten der "Financial Times" über angeblich illegale Geschäfte des Unternehmens verlor die Aktie bis zu 50 % an Wert. heute steht zum Handelsauftakt ein sattes Plus. Inzwischen wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft gegen Journalisten der "Financial Times" ermittelt. Die Zeitung hält die Vorwürfe für falsch und gegenstandlos.

Klöckner enttäuschte die Anleger mit einem schwachen Ausblick für Q1/2019. Mit 20 bis 30 Milionen Euro soll das operative Ergebnis deutlich unter dem Vorjahresergebnis liegen. Die Aktie bricht um über 5 % ein. 

Nachdem Neuseeland beim Aufbau seines 5G-Mobilfunknetztes den chinesischen Telekomausrüster Huawei wegen Spionageverdacht ausgeschlossen hat, soll China keine Touristen mehr ins Land schicken. 

Neuseeland will zukünftig mit einer Digitalsteuer Internetriesen wie Facebook oder Google zur Kasse bitten. Finanzminister Grant Robertson schoss dabei nicht aus, dass das Land dieses Steuer auch im Alleingang einführt.

Der jüngste Hacker-Angriff auf das australische Parlament soll von einer ausländischen Regierung gesteuert worden sind. Dies behauptet zumindest Australiens Premier Scott Morrisson

Stand 18.02.2019, 23.55 Uhr

Wie erwartet hat der Kongress-Ausschuss angekündigt, den von US-Präsident Donald Trump ausgerufenen Notstand an der Grenze zu Mexiko. In einer Erklärung des Ausschusses an US-Präsident Trump ist von einer "rücksichtslosen Missachtung der Gewaltenteilung" sowie Trumps Verantwortung für das US-Verfassungssystem die Rede. 

Der chinesische Mischkonzern HNA hat laut einer Mitteilung der US-Börsenaufsicht SEC überraschend seine Beteiligung an der Deutschen Bank von 7,64 auf 6,3 % reduziert, 

Laut einer Mitteilung des Büros der Premierministerin, will sich die britische Regierungschefin Theresa May in dieser Woche mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker treffen, um über den Brexit zu verhandeln.

Der finnische Notenbankchef Olli Rhen hat an die Regierungen der Eurozone appelliert, bei einem weiteren Abschwung der Wirtschaft ihre Verantwortung wahrzunehmen. Die EZB hätte zwar alle ihre Instrumente zur Verfügung, könne aber allein mit Geldpolitk nicht alles richten.

Japanischen Medienberichten zufolge hat Japans Premier Shinzo Abe den US-Präsidenten Donald Trump für den Friedensnobelpreis nominiert. Damit sollen Trumps Verdienste um den Dialog mit Nordkorea geehrt werden. 

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die Bereitschaft Russlands betont, über die Rettung der INF-Vertrages zu verhandeln. Leider hat Russland bisher von niemandem Angebote für Konsultationen erhalten.

Stand 15.02.2019, 17.50 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat wie erwartet die Ausrufung des nationalen Notstandes an der Südgrenze angekündigt. Damit wäre der Weg für den Präsidenten frei, die Mauer zu Mexiko gegen den Willen des Kongress zu bauen. Die Maßnahme dürfte die demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus zu einer Gegenreaktion veranlassen. Die Märkte sehen die Abschaffung der Demokratie in den USA eher gelassen. Für sie war wichtig, dass es keinen neuen Regierungs-Shutdown gibt. Sollte Trump mit seinem Alleingang durchkommen, ist die Demokratie in den USA schwer beschädigt.

Bis zum Sonntag will das US-Handelsministerium dem Weißen Haus Zollvorschläge für die Einfuhr von Autos und Fahrzeugteilen vorlegen. Die spannende Frage ist, ob das Weiße Haus die Einfuhr von Autos  als Risiko für die nationale Sicherheit einstuft. 

In Spanien wird es am 28. April vorgezogene Neuwahlen geben. Die Minderheitsregierung des Sozialisten Pedro Sanchez scheiterte gestern im Parlament mit den Haushaltsgesetz 2019. 

Medienberichten zufolge wollen VISA und Mastercard in den USA die Gebühren für Händler anheben. 

Auf Facebook kommt offenbar eine Milliardenstrafe wegen der Weitergabe von 87 Mio. kundendaten an die inzwischen aufgelöste britische Beraterfirma Cambridge Analytica zu. Darüber berichtete die Washington Post. Die Handelsaufsicht und Facebook seien aktuell in Verhandlungen über eine Einigung.

Der Bundesrat hat die Bundesregierung aufgefordert, den verpflichtenden Meisterbrief wieder in allen Handwerken einzuführen, in denen dies fachlich geboten und europarechtlich möglich ist. 

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat zu einem Dialog mit Russland aufgerufen. Gerade in Zeiten starker Spannungen sei ein Dialog wichtig. 

Asien wird von einer großen Werftpleite gebeutelt. Getroffen hat es den größten Schiffsbauer der Philippinen, die Hanjin Heavy Industries, die mit gut 400 Mio. $ bei philippinschen und mit 900 Mio. $ bei südkoreanischen Banken in der Kreide steht. 

Mit Spannung wartet der Markt auf das Treffen von Finanzminister Steven Mnuchin sowie dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer mit Chinas Präsident Xi Jinping. Die Handelsgespräche sollen aktuell festgefahren sein. 

Stand 14.02.2019, 23.00 Uhr

CNBC meldet, dass US-Präsident den Haushaltskompromiss unterschreiben wird. Damit ist ein neuer Regierungs-Shutdown vom Tisch. Gleichzeitig hebelt der Präsident im Stile eines Autokraten den Kongress aus und ruft den nationalen Notstand an der Grenze zu Mexiko aus. Damit kann er am Parlament vorbei seine Mauer bauen, von der an der Grenze nicht wirklich jeder Amerikaner überzeugt ist. Die demokratische Mehrheitsführerin Nancy Pelosi kündigte an, die Optionen des Repräsentantenhaus gegen den Alleingang Trumps zu prüfen. Das Vorgehen des Präsidenten gilt als rechtlich umstritten.

Die britische Premierministerin Theresa May hat im Unterhaus eine weitere Niederlage hinnehmen müssen. Ein Antrag für ein Mandat für Nachverhandlungen mit der EU und gleichzeitig eine Absage an einen Brexit ohne Deal scheiterte mit 258:303 Stimmen. Wie Großbritannien noch rechtzeitig den Brexit hinbekommen will, wird immer fraglicher. So gibt es rund 100 Handelsverträge der EU mit Drittstaaten, bei denen Großbritannien keine Nachfolgeverträge abgeschlossen hat. Bei einem harten Brexit verlieren diese Vereinbarungen die Gültigkeit für Großbritannien. Auf die Exportwirtschaft könnten immense kosten durch Zölle und zusätzliche bürokratische Hürden warten. Auch Versorgungsengpässe infolge unklarer rechtlicher Rahmenbedingungen sind möglich. 

Barclays hat die US-Wachstumsprognose für Q4/2018 drastisch von 2,8 auf 2,1 % gesenkt. Goldman Sachs korrigiert ebenfalls drastisch: von 2,5 auf 2,0 %. Im Vergleich zu einem stagnierenden BIP in Deutschland ist das freilich noch recht ordentlich, aber auch in den USA scheint sich damit immer mehr ein Trend zu einer flacheren Wachstumskurvve zu erhärten. 

Chinas Präsident Xi Jinping empfängt am Freitag  in Peking US-Finanzminister Steven Mnuchin und den Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. In die Verhandlungen kommt aktuell deutlich Bewegung. US-Präsident Donald Trump scheint von den Gesprächen ein wenig Druck nehmen zu wollen und erwägt die Verschiebung der angedrohten nächsten Zollrunde um 60 Tage. 

Gut informierte Kreise wollen erfahren haben, dass die Handelsgespräche zwischen den USA und China bisher keine wesentlichen Fortschritte gemacht haben. Dies ist dann so ziemlich das Gegenteil von dem, was es gestern als Signale an den Markt gab. 

Die Fed-Gouverneurin Lael Brainard hat sich heute für ein Ende des Abschmelzens der Bilanz noch in idesem Jahr ausgesprochen. 

Die Leerverkäufe bei Wirecard könnten Insiderhandel gewesen sein. Laut "F.A.Z" soll ein Leerverkäufer gegenüber der Staatsanwaltschaft München zugegeben haben, vom Zeitpunkt der Online-Veröffentlichungen der "Financial Times" vorab informiert gewesen zu sein. 

Die Deutsche Bank will bis 2020 rund 750 Stellen im Privatkundengeschäft abbauen. 

Die Geschäftszahlen für 2018 von Puma weisen ein solides Wachstum aus. Die Erwartungen wurden weitgehend getroffen. Die Dividende wird mit 3,50 € deutlich niedriger ausfallen als im Vorahr (12 €), aber liegt auch über den Erwartungen (3 €)- Trotzdem steht die Aktie deutlich unter Druck. 

Die Gruppe von Lungenärzten, welche die Grenzwerte für Stickoxide in die Kritik brachten, hat für die Berechnungen ihre Studie offenbar falsche zahlen verwendet und auch noch falsch gerechnet. Dieter Köhler, einer der Hauptautoren der wohl fehlerhaften Studie, hat dies Medienberichten zufolge zugegeben. Unter den Kritikern der EU-Grenzwerte befand sich auch Verkehrsminister Andreas Scheuer. Man darf schon mal gespannt sein, wie sich der Politiker aus dieser peinlichen Lage laviert.

US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan hat die Verteidigungsausgaben Deutschlands kritisiert. Dass das Land 2024 nur 1,5 % des BIP für Verteidigung ausgeben will, sei zu wenig. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen meinte. die US-Forderungen seien berechtigt. Deutschland bleibe dem 2-%-Ziel verpflichtet. 

Nach einem Bericht von CNBC soll Facebook Nutzer seiner Apps, die Drohungen gegen das Netzwerk äußern und ehemalige Mitarbeiter ausspionieren, Beispielsweise wird deren Aufenthaltsort überwacht. Der fernsehsender bezieht sich auf Aussagen von mehr als einem Dutzend ehemaliger Facebook-Sicherheitsmitarbeiter.

Eine neuerliche US-Forderung an die EU, aus dem Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen, wurde vom deutschen Außenministerium zurückgewiesen.