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Winterreifen-Pflicht: keine einheitliche Regelung in Europa

Veröffentlicht am 02.11.2018

Während in Deutschland die Wahl der Autoreifen den Witterungsbedingungen angepasst werden muss, ist dies in anderen EU-Ländern zum Teil strikter, aber auch gar nicht geregelt. So gibt es in Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, Kroatien und Bulgarien eine Winterreifen-Pflicht.

In Frankreich, Italien und Spanien herrscht diese Plicht nur auf einigen speziell ausgeschilderten Straßen.

In Norwegen, Luxemburg, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Rumänien muss man wie in Deutschland Winterreifen aufziehen, wenn dies die Witterung verlangt. In allen anderen EU-Ländern, also auch in Island und Polen, gibt es keine Regelung. Allerdings dürfte man Ärger mit seiner Versicherung bekommen, wenn man im Ausland ohne Winterreifen auf winterlichen Straßen einen Unfall baut. 

Ausführliche Hinweise zu den Reifenregeln auf winterlichen Straßen bietet das Europäische Verbraucherzentrum

Die Schweiz kennt übrigens trotz ihrer Alpenlage keine Winterreifen-Pflicht. Man sollte sich aber nicht darauf verlassen, dass man bei einem Unfall wirklich keinen Ärger mit den dortigen Behörden bekommt. So regelt das Straßenverkehrsgesetz, dass Autos nur in einem betriebssicheren Zustand benutzt werden dürfen. Außerdem muss sich jeder so verhalten , dass niemand behindert wird. Verstößt man dagegen, kann man sogar einen Gefängnisaufenthalt riskieren. Klar geregelt ist in der Schweiz übrigens die Profiltiefe der Reifen. Sie muss mindestens 1,6 mm betragen, egal ob im Winter oder im Sommer.