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Grasse - Welthauptstadt des Parfüms

1. März 2019

Grasse, Parfumerie Molinard - Foto: Christof Halbe / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)Grasse, Parfumerie Molinard - Foto: Christof Halbe / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)Grasse liegt 20 km nördlich von Canne an der Cote d´Azur und ist vor allem Parfüm-Liebhabern ein Begriff. Nicht zufällig spielte auch der Roman "Das Parfüm" von Patrick Süskind hier. 

Die Destillation von Duftstoffen wird hier seit dem 17. Jahrhundert betrieben. Damals war in Grasse das Gerberhandwerk zuhause. So um 1600 kam die Parfümierung von Handschuhen in Mode. Bald spezialisierten sich Parfümeure auf die Extraktion von Blütensaft. Sowurde aus den einstigen Nebengeschäft ein Haupterwerb. 

In der Moderne sind die früher das Landschaftsbild prägenden Bumenplantagen rar geworden. Die Blüten werden heute meist aus Ländern importiert, in denen der Anbau billiger ist. Trotzdem bleibt die Parfümindustrie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Grasse. Rund 4.000 verdienen hier ihren Lebensunterhalt. Zuletzt haben vorrangig junge Menschen auch wieder begonnen, Blüten anzubauen.

Die große Tradition der Parfümherstellung, die auch für Schminke, Seife und Kosmetika eine wichtige Rolle spielt, wird seit über 100 Jahren im internationalen Parfümmuseum dargestellt. Nach den Umbaumaßnahmen im Jahr 2006 hat sich die Ausstellungsfläche verdoppelt und bietet Besuchern auf 3.500 m² Fläche vieles, was mit den feinen Düften, die aus verschiedensten Blüten gewonnen werden, zusammenhängt. Das Museum ist im Sommer von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Dazu gehört auch ein Garten, der aber im Winter geschlossen ist. Das Museum hat von Oktober bis April von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet. In dieser Zeit ist der Eintritt immer sonntags frei.

Im Sommer kostet es moderate 4 bis 6 Euro. Die Gärten koten zusätzlich 4 Euro. Wer beides besucht, bekommt auf ein Ticket 50 % Ermäßigung.