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Reiserecht: Einzelne Terroranschläge rechtfertigen keinen kostenfreien Reisetrücktritt

2. Januar

NairobiNairobiWer ein Reise gebucht hat, kann nicht kostenfrei von der Buchung zurücktreten, wenn im Reiseland einzelne Terroranschläge drohen oder bereits stattgefunden haben. Dies urteilte das Amtsgericht Köln (142 C 625/14). Demnach gehören Terroranschläge zum allgemeinen Lebensrisiko.

Im vorliegenden Fall hatte eine Mutter für sich und ihre Tochter eine Reise nach Kenia gebucht. Nachdem sie die Reisehinweise des Auswärtigen Amts gelesen hatte, das terroristische Anschlägen auf Regierungsgebäude, Hotels, Bars, Restaurants, Einkaufszentren und Flughäfen in der Hauptstadt für möglich hielt, stornierte sie die Reise. Sie verlangte den vollen Reisepreis vom Reiseveranstalter zurück. Zu unrecht, wie das Gericht entschied. Anders würde die Lage bei flächendeckenden terroristischen Aktivitäten aussehen. Nur da gibt das Auswärtige Amt ja in der Regel auch eine klare Reisewarnung heraus.

So bleibt nur, die Sicherheitshinweise vor der Reisebuchung zu lesen.