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Optimismus der Wall Street trägt auch den Dax

Veröffentlicht am 08.11.2018

Der gestrige freundliche Handel an der Wall Street hat auch den Dax gestützt. Am Morgen startet der deutsche Leitindex leicht unter dem Schlusskurs des Future. Schon im asiatischen Handel war keine Fortsetzung der Rally zu sehen. Nach guten Start dominierten meist leichte Gewinn mitnahmen.Die Unternehmensdaten waren durchwachsen.

Chinas Handelsbilanz wies für den September eine deutlich gestiegene Handelstätigkeit auf, was den Märkten aber keinen Schub gab.

Nach dem Rücktritt von US-Jusitzminister Jeff Sessions, der auf Betreiben von Donald Trump zustande gekommen sein soll, darf man gespannt sein, welche Nachrichten heute aus dem Weißen Haus kommen. 

Der deutsche Handelsüberschuss schrumpfte im September etwas auf 17,6 Mrd. Euro. Dabei gingen die Exporte um 0,8 und die Importe um 0,4 % zurück und könnten ein weiteres Zeichen dafür sein, dass der Aufschwung in Deutschland über seinen Zenit hinausgelaufen ist. 

Der Dax hat es verhindert im Future zum Handelsauftakt einen Umkehrstab zu bilden, präsentiert sich aer mit leichten Abschlgen zu gestern Abend. Erster Support wäre die 11.430. Oben müssten 11.690 überwunden werden, um die wichtige 11.800 angreifen zu können. Die Richtungsentscheidung könnte zum Handelsstart in Frankfurt, um 9 Uhr, fallen. 

Nicht gut ankommen dürften einige Quartalszahlen, so von ProIebenSat1 oder von Siemens. Auch die Commerzbank musste einen herben Gewinneinbruch verbuchen, der allerdings weniger dramatisch ausfiel als befürchtet. 

EURUSD kommt wieder deutlich von seinem Hoch zurück und fielt unter die 1,1430. Aktuell hat das Paar die wichtige Marke zurückerobert. Damit bleibt EURUSD zunächst über der Wolke des Stundencharts.  Der Tenkan (blau)ist über deutlich unter den Kijun (orange) gerutscht, was den Ichimoku neutral erscheinen lässt. Die Euro-Bullen dürften es angesichts der hohen Zinsen der  10-jährigen US-Anleihe eher schwer haben. Vor der Fed-Zinsentscheidung heute Abend liegt der Zinssatz bei deutlich über 3,2 %. 

Bei der Zinsentscheidung am Abend erwartet der Markt keine Zinserhöhung, aber eine Aussage zum weiteren Tempo der Zinssteigerungen. Zuletzt legten Äußerungen aus der Fed, aber auch die US-Konjunkturdaten, nahe, dass die Fed den Zins vielleicht auch über den neutralen Zins, der bei 3 % angenommen wird, erhöhen könnte. Aktuell steht der Leitzins bei 2,25 %. Im Dezember wird der nächste Zinsschritt erwartet. 

Der chinesische Handelsbilanzüberschuss ist im Oktober auf 34,01  Mrd. US-Dollar gestiegen, blieb damit aber leicht unter den Erwartungen (35 Mrd. Dollar). Damit legte aber die Handelstätigkeit deutlich zu. Die Exporte stiegen um 15,6 % zum Vorjahr, die Importe sogar um 21,4 %. Die Strafzölle der Trump-Administration scheinen bisher recht wirkungslos auf den chinesischen Außenhandel wirken. 

Der Shanghai Composite gab leicht nach. Die 2.650 bleibt damit weiter als hartnäckiger Widerstand bestehen. Unterstützung ist bei 2.600/522/460 zu erwarten. 

Die Reservebank of New Zealand hat die Zinsen wie erwartet unverändert bei 1,75 % gelassen. Die Notenbänker äußerten im Statement die Erwartung, dass das Zinsniveau 2019 und 2020 stabil bleiben werde. Die zwischenzeitliche Belebung des Wirtschaftswachstums sei auf vorübergehende Faktoren zurückzuführen. Die Kerninflation bleibe weiterhin unter dem 2 %-Ziel. Im kommenden Jahr rechnen die Währungshüter mit einer Beschleunigung des Wachstums durch Bevölkerungswachstum und monetäre Anreize, welche die Privatausgaben unterstützen. Wie andernorts sieht die RBNZ die größten Risiken durch Handelsstreitigkeiten und damit verbundene neue Handelsbarrieren. Aufwärtsrisiken für die Inflation gibt es durch höhere Treibstoffpreise, die für eine kurzfristige Inflation sorgen könnten. Allerdings stellt die Notenbank fest, dass die Unternehmen die Kostensteigerungen nicht komplett an die Verbraucher weitergibt. NZDUSD bewegte sich kaum, verteidigt aber bisher seine Gewinne. Im Zuge der wieder mehr zu sehenden Dollarstärke ist aber eine Topbildung bei 0,68 nicht auszuschließen. Erster Support ist bei 0,6720/690 zu finden. Im 4-Stunden-Chart sieht man, dass auf der Oberseite eigentlich noch die 0,6850 als lohnenswertes Ziel wartet. 

In Japan brach im September die Kernrate der Maschinenbestellungen  um 18,3 % ein. Auf Jahresbasis steht ein Minus von 7 % zu Buche. USDJPY legt weiter zu und bricht erneut die 113,50. Allerdings ist nicht sicher, ob die Rally weitergeht, denn der Ichimoku des Stundencharts ist aktuell nicht von besonders günstiger Dynamik geprägt. Unten ist die 112,60 wichtiger Support. Sollten die Bullen doch die Kraft zur Fortsetzung der Erholung finden, wären 114,55 ein Ziel. 

Der Nikkei profitierte vom schwachen Yen und erholte sich an den Widerstand 22.550, den die Bullen bisher aber nicht überwinden konnten. 

Noch keine Rolle spielte scheinbar Donald Trumps Klage, die Japaner behandelten die USA unfair. Der US-Präsident kritisierte, dass Japan unzählige Autos in die USA exportiere, aber zu wenige aus den USA importiere. 

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz verharrte saisonbereinigt im Oktober wie erwartet bei 2,5 %. EURCHF lief zuletzt seitwärts, ist aber noch im korrektiven Aufwärtstend. Ein Bruch der 1,1550 würde den Trend brechen und gleichzeitig die Wolke des Stundencharts dies könnte bärisch sein und das Paar Richtung 1,14 oder 1,1355/40 zurückwerfen. Oben wäre Patz bis 1,15.

Rohöl (WTI) versucht sich um 61,80 zu stabilisieren. Es müsste aber die 62,70 überwinden, dass die Gefahr des Tests der runden 60 $-Marke etwas gebannt wird. 

Gold ist auf Korrekturkurs. 1.211 könnte erneut getestet werden. Vor der Zinsentscheidung der Fed scheinen die Marktteilnehmer eher von einer strafferen Geldpolitik auszugehen. 

Gute Quartalszahlen lieferte Qualcomm. Allerdings blieb die Umsatzprognose für das nächste Quartal deutlich unter den Erwartungen. 

Gemischte Zahlen gab´s von News Corp. Der Umsatz blieb mit 2,52 Mrd. Dollar knapp unter den Erwartungen (2,54 Mrd. Dollar). Dafür verdiente der Konzern mit 17 Cent je Aktie aber deutlich mehr als erwartet (2 Cent). 

Die Commerzbank hat im 3. Quartal einen Gewinneinbruch vor Steuern um 47 % erlitten. Analysten erwartete jedoch sogar -49 %. Die Erträge gingen um 12 % zurück (erwartet -14 %). 

Die Deutsche Telekom konnte ihren Umsatz um 5 % steigern und verbuchte eine Verdopplung des Ertrages pro Aktie. 

Die Hannover Rück konnte ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahr mehr als verzehnfachen. Nach 13,9 Mio gab es im 3. Qartal 2018 170 Mio Euro Nettogewinn. 

Auch HeidelbergCement lieferte ein weitgehend ordentliches Zahlenwerk.

ProSiebenSat1 enttäuschte die Analysten mit einem Ergebnis von 33 Cent je Aktie (erwartet 35 Cent). Ein Investitionsprogramm wird au die Dividende drücken, was bei den Anlegern nicht gtut ankommen dürfte. Allerdings wurde auch ein Aktien-Rückkaufprogramm angekündigt. Dazu hat der Konzern die Umsatzprognose nach unten revidiert. 

Auch Siemens lieferte schwache Zahlen. Das Ergebnis halbierte sich auf 69 Cent je Aktie. 

Continental hat mit einem weltweiten Rückgang der Fahrzeugproduktion zu kämpfen. Das gab es seit 10 Jahren nicht mehr, meinte Finanzchef Wolfgang Schäfer. Er rechnet damit, dass auch im 4. Quartal weniger Autos bebaut werden. 

Nach einem Startup aus China hat nun auch Samsung ein Handy mit faltbarem Display vorgestellt. 

US-Justizminister Jeff Sessions ist gestern Abend zurückgetreten. Seinen Schritt begründete er mit einer Bitte von US-Präsident Donald Trump. Trump hatte während einer Pressekonferenz angekündigt, sein Kabinett umzubilden. 

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