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Börse im Überblick, 25. April

Die Bundesregierung hat das Wachstum des BIP für 2018 von 2,4 auf 2,3 % gesenkt. 

Das deutsche Bauwesen floriert weiter. Im Februar legten die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe um 9,9 % zum Vormonat zu. Zum Vorjahr errechnete das Statistische Bundesamt einen Zuwachs von 13 %.

Die Rohöl-Lagerbestände sind in den USA überraschend um 2,17 Mio Barrel gestiegen. Die Auswirkungen auf den Ölpreis hielten sich aber in Grenzen.

Aus der Berichtssaison kommen erneut überwiegend gute Quartalszahlen. So konnte beispielsweise Boeing die Analystenschätzungen deutlich übertreffen und hat die Prognose erhöht. Comcast schaffte ein kleines Plus.  Am Abend berichten weitere wichtige Unternehmen, darunter Facebook, Visa, AT&T, Qualcomm und PayPal.

Nicht so gut lief es bei Glaxosmithkline, Der Konzern musste im 1. Quartal einen Gewinneinbruch von fast 50 % hinnehmen, hält aber überraschend an seiner Jahresprognose fest. Für die Anleger war dies wohl eher nicht überzeugend. Die Aktie gerät ordentlich unter Druck.

Ein Bieter-Wettstreit zwischen Comcast und 21st Century Fox treibt heute die Sky-Aktie an. Sie gewinnt gut 3 1/2 %.

Der Erfolg deutscher Unternehmen geht weiterhin weitgehend am deutschen Anleger vorbei. 53.7 % der Anteile an den 30 Dax-Unternehmen gehörten Ende letzten Jahres ausländischen Anlegern, meldet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Damit hat sich der Anteil im Vergleich zum Vorjahr sogar noch um 1,3 % erhöht. Ausländische Aktionäre strichen 2017 19,4 Mrd. Euro Dividenden ein (+18 %). Inländische Anleger mussten sich mit 12,9 Mrd. Euro (+9 %) zufriedengeben. 

Im Kampf gegen die Inflation hat die Türkische Zentralbank den Late Liquidity Window Satz überraschend deutlich von 12,75 auf 13,5 % erhöht. Was gut gegen die Inflation und die schwache Lira ist, erzürnt aber den Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Hohe Zinsen gefährden schließlich das türkische Wirtschaftswachstum.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich für einen Dialog mit Russland inklusive wechselseitigem Abbau von Sanktionen ausgesprochen. 

Eine Neuverhandlung des Iran-Atomdeals, wie ihn Emmanuel Macron in Washington vorgeschlagen hat, ist offenbar nicht mit den anderen EU-Staaten abgestimmt gewesen, wie Bloomberg heute berichtet. Der Iran und auch Russland wiesen dieses Ansinnen inzwischen zurück.

Bekommt Italien doch bald eine Regierung? Die Sozialdemokraten signalisierten ihre Bereitschaft zu Verhandlungen mit dem Wahlsieger, der Fünf-Sterne-Bewegung. Bedingung wäre die Beendigung aller Sondierungen mit der rechtsextremen Lega, sagte der amtierende Chaf der Sozialdemokraten, Maurizio Martina.

08.40 Uhr

Nach den starken Abverkäufen an der Wall Street haben die asiatischen Märkte uneinheitlich agiert. Gute Quartalszahlen der US-Konzerne wurden teilweise von enttäuschenden Ausblicken begleitet. Außerdem macht den Anlegern der Rentenmarkt Sorgen. Auch in der Nacht zeigten sich die US-Futures angeschlagen, auch wenn der Druck erst einmal nachließ. Der Nikkei profitierte vom schwachen Yen. In Australien und Neuseeland war Feiertag.

Der Dax konnte sich gestern in der letzten Stunde etwas erholen und startet in etwa auf dem Niveau des Schlusskurses von gestern Abend. So hält aktuell der Support bei 12.390. Ein Bruch könnte den Dax Richtung 12.160/060 führen. Weitere Supports sind bei 12.335/290/255 zu erkennen. Auf der Oberseite gibt es bei 12.470/500/555 Widerstand. 

Aus dem Wirtschaftskalender gibt es keine Impulse. Aber die Berichtssaison in den USA läuft auf Hochtouren.

Weiter Stärke zeigt der US-Dollar. EURUSD fällt wieder unter die 1,2215 und ist damit auf dem Weg auf 1,2130. Allerdings hat der Tenkan (blau) im Stunden-Ichimoku den Kijun (orange) noch nicht gekreuzt, was den Bären noch etwas  Vorsicht abverlangt. Insgesamt bleibt der Chart aber in einem bärischen Muster. Aus fundamentaler Sicht könnte die geldpolitische Entscheidung der EZB  eine Rolle spielen. Die Frage ist, ob der Markt wirklich glaubt, dass Mario Draghi morgen den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik verkündet. Die Wahrscheinlichkeit ist wohl recht gering. 

Amgen und Texas Instruments legten gestern Abend gute Quartalszahlen vor. 

Die Linde AG blieb im 1. Quartal mit 4,04 Mrd. Euro knapp unter dem Umsatz vom Vorjahr. Das Konzernergebnis stieg mit 1,081 Mrd. Euro trotzdem deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 1,017 Mrd. Euro gerechnet. Die Marge stieg von 23,7 auf 26,7 %. Eventuell könnten den Marktteilnehmer nicht gefallen, dass der Ausblick unverändert blieb. 

Einen deutlichen Gewinnsprung legte die Credit Suisse hin. Der Nettogewinn stieg im 1. Quartal um 16 %, der Gewinn vor Steuern legt um 57 % zu. Die Analystenschätzungen wurden klar übertroffen. 

ExDividende werden heute die Deutsche Post und Innogy gehandelt.

Zur Beilegung des Handelskonflikts mit China wird Donald Trump eine Delegation unter Führung von Finanzminister Steven Mnuchin nach Peking entsenden. 

In China hat die Polizei mehrere hundert Computer beschlagt nahmt, mit denen illegal Bitcoins geschürft wurden. Für die Aktion soll fremder, geraubter Strom genutzt worden sein. Kryptowährungen kamen in der Nacht deutlich unter Druck. 

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat sich für einen Dialog mit den Golfstaaten ausgesprochen. Dazu soll ein regionales Dialogforum geschaffen werden. Man müsse die hegemonischen Illusionen überwinden, die zu fürchterlichen Kriegen geführt hätten. 

Börse im Überblick, 24. April

Der ifo Geschäftsklimaindex enttäuscht mit 102,1 Punkten. Erwartet wurden 102,8. Die Berechtnungsgrundlage des ifo wurde verändert. Die Basis ist nun 2015 (statt 2005) und das Dienstleistungsgewerbe wird in den Index integriert. Deshalb dürfte es etwas Unsicherheit über die Bewertung der Zahlen geben. Wenn man den Vormonat auf die neue Rechenmethode umrechnet (103,3), ist der Index im April gesunken.

Der CBI-Index für die Auftragstrends in der britischen Industrie verharrt im April bei 4 Punkt. Dies wurde so auch erwartet.

Der Case/Shiller-Hauspreisindex legte im Februar mit 6,8 % zum Vorjahr deutlich zu. Erwartet wurden nur 6,3 %

Das CB Verbrauchervertrauen war im April mit 128,7 noch etwas stärker als im Vormonat - zweithöchster Wert seit Anfang 2001.

Die Neubauverkäufe überzeugten im März mit 694k (erwartet 625k). Das ist ein 10-Jahres-Hoch.

Der Richmond-Herstellungsindex ist mit -3 unterirdisch, aber wen interessiert schon Richmond?

Keine Entwarnung kommt von den US-Anleihen. Die 10-Jahres-Anleihe legt am Nachmittag wieder auf knapp 3 % zu. Das bremst dann auch die Aktienmärkte aus, die sich am Vormittag erholten. 

Gute Quartalszahlen kommen von Eli Lilly. Das Unternehmen verdiente mit 1,34 $ / Aktie mehr als erwartet (1,13 $). Auch der Umsatz lag mit 5,7 Mrd. $ deutlich über den Prognosen (5,51 Mrd. $). Auch Verizon, Coca Cola, 3M, United Technologies, Lockheed Martin und Caterpillar überzeugten. Nur bei Biogen und NextEra Energy enttäuschten die Umsätze. 3M kommt unter Druck, weil der Ausblick zurückhaltend ausfällt.

Fresenius Medical Care profitiert heute von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank. Das Kursziel wurde deutlich angehoben 

08.40 Uhr

Der Dax startet auch heute freundlich, ohne, dass er charttechnisch viel erreicht hat. Weiter bleibt die Hürde 12.647/60. Ein Bruch würde dem Dax Potential bis 12.750 einräumen. 

Am Vormittag könnte der ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland (10 Uhr) einen entscheidenden Impuls geben. Dabei kann es zu einiger Konfusion kommen. Das ifo-Institut hat die Berechnungsgrundlage geändert. Es wurden die Dienstleistungen in den Index integriert. Außerdem wurde die Basis von 2005 auf 2015 verschoben. Dadurch wurde der Wert für März auf 103,2 Punkte revidiert (vorher 114,7). Konsens ist 104,7. Einige ausländische Analysten haben aber auch noch Prognosen von über 114 Punkten herausgegeben. Es könnte also um 10 Uhr einige Konfusion geben. In der Mittagszeit berichten dann mehrere große US-Konzerne über das 1. Quartal. In den USA dürften 16 Uhr das CB-Verbrauchervertrauen und die Neubauverkäufe zu beachten sein. Außerdem dürften die Anleihe-Renditen im Fokus stehen. 

EURUSD handelte in der Nacht schon unter 1,22. Die aktuell läufende Stabilisierung wird wohl nicht nachhaltig werden. Der US-Dollar dürfte weiter zu Stärke neigen. Erstes Ziel dürfte 1,2130 sein.

Gestern Abend konnte Alphabet die hohen Erwartungen des Marktes noch übertreffen und schob sich nachbörslich ins Plus.

Der australische Verbraucherpreisindex blieb im 1. Quartal mit +0,4 % unter den Erwartungen des Marktes (0,5 %). 

In Shanghai und Hongkong profitierten die Börsen davon, dass die chinesische Regierung an ihrer poraktiven Steuer- und Geldpolitik festhalten will. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wünschte das Politbüro der Kommunistischen Partei mutige Reformschritte und eine weitere Öffnung des chinesischen Marktes.

Die Börse in Tokio profitierte vom schwachen Yen. 

Nachdem die USA die Frist zur Beendung der Beziehungen zum russischen Aluminium-Konzern Rusal bis Oktober verlängert haben, viel der Aluminiumpreis deutlich. Rusal steht auf der jüngsten Sanktionsliste der USA. Der Konzern gehört dem Oligarchen Oleg Deripaska. Der Aktienmarkt in Asien regierte freundlich auf die Nachricht.

Trotz erschwerender Währungseffekte konnte SAP die operative Mage von 22,7 auf 23,5 % erhöhen. Der Konzernumsatz ging zwar von 5,285 auf 5,262 Mio. Euro  zurück, dafür legte das Betriebsergebnis um 3 % auf 1,235 Mio Euro. Die Jahresprognose wurde nach oben korrigiert. Gleichzeit erwartet man aber stärkere Herausforderungen durch den starken Euro.

Der Chef von Swatch Nick Hayek hat Amazon vorgeworfen, nicht genug gegen den Handel von Produktfälschungen zu tun. Der chinesische Konkurrent Alibaba sei da besser.

Börse im Überblick, 23. April

Die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland konnten die Erwartungen übertreffen. Dabei bleibt das verarbeitende Gewerbe mit 58,1 Punkten knapp unter dem Vormonat. Dienstleistungen mit 54,1 knapp drüber. Der Gesamtindex mit 55,3 knapp über dem Vormonat (55,1)

In der Eurozone gab es einen ziemlich enttäuschenden Index für das Verarbeitende Gewerbe. 56,0 bleiben deutlich unter den Erwartungen (56,6) und dem Vormonat (56,6), Dank einer guten Stimmung im Dienstleistungsbereich (55,0 - erwartet 54,8) konnte der Gesamtindex die Erwartungen (54,9) mit 55,2 übertreffen. Damit ergibt sich keine Änderung gegenüber dem Vormonat.

Zusammenfassend bedeutet das, in Deutschland und der Eurozone glauben die Manager weiter an ein solides Wachstum

Trotzdem bleibt die Stimmung am Markt gedämpft. Besonders machen die steigenden Renditen am Anleihemarkt Sorgen. Gegen Mittag geben die Renditen aber nach, dies könnte zu einer Entspannung am Aktienmark führen. 

Die Deutsche Bundesbank rechnet für das erste Quartal mit einem verlangsamten Wachstum der deutschen Wirtschaft. trotzdem halte die Hochkonjunktur an. Begründet wird diese Einschätzung mit den besonders im Februar deutlich gestiegenen Aufragseingängen. Die Bundesbank glaubt weiter, dass sich der Lohndruck erhöhen wird. Die zunehmenden Knappheiten am Arbeitsmarkt würden sich in den kommenden Jahren stärker in der Lohnentwicklung niederschlagen. 

Chicago Fed National Activity Index im März mit 0,1 Puntken ziemlich schwach. Erwartet wurden 0,27 nach 0,98 Punkten. Auf die Historie betrachtet, besorgt das Ergebnis aber eher nicht. Immerhin gab es zum siebten Mal in Folge einen positiven Wert. Das gelingt eher selten.  

Die Markit-Einkaufsmanagerindizes aus den USA präsentieren sich stark:
Verarbeitendes Gewerbe 56,5 (erwartet 55,2)
Dienstleistungen: 54,4 (erwartet 54,3)

Die Verkäufe bestehender Häuser im März mit 5,6 Mio auch knapp über den Erwartungen (5,55M). Da kann man nicht meckern.

Die starken Wirtschaftsdaten aus den USA nutzen den Indizes allerdings nichts. In den  Zinsfutures beginnen die Marktteilnehmer inzwischen eine vierte Zinserhöhung für dieses Jahr einzupreisen.

Kanadas Großhandelsumsätze enttäuschten im Februar mit -0,8 % (erwartet +0,3 %).

US-Präsident Donald Trump hat per Twitter ein Zustandekommen des Freihandelsabkommens NAFTA davon abhängig gemacht, ob es gelingt, die Grenze zwischen Mexiko und den USA wirksam zu sichern. Der Peso gibt deutlich nach. 

Fresenius SE profitierte von der abgesagten Akron-Übernahme und gewann am Morgen 2 %. Später kündigte Akron eine Klage an, um Fresenius zur Übernahme zu zwingen. Alle Voraussetzungen seinen erfüllt. Nur die Freigabe durch die FTC sei noch ausstehend. Dies sieht Fresenius freilich ganz anders. Akron verliert heute über 25 %. 

Fresenius Medical Care geriet wegen eines zurückgenommenen Umsatzausblicks unter Druck.

Gute Zahlen lieferte Philips. Der Konzern bestätigte gleichzeitig für 2018 einen Umsatzanstieg um 4 bis 6 %.

Nach der Gewinnwarnung vom Freitag setzt sich der Abverkauf der METRO-Aktie fort. 

Mäßige Zahlen gibt es von Halliburton. Der Gewinn lag mit 41 Cent ja Aktie zwar über den Erwartungen (40 Cent). Der Umsatz enttäuschte aber mit 5,7 Mrd $ 8erwartet 5,75 Mrd. $). Nimmt man die bisher sehr hohen Erwartungen des Marktes, dürfte das Ergebnis eher nicht gefallen. 

Der Rechtsprofessor der Heidelberger Universität, Hanno Kube, stellt in einem Rechtsgutachten fest, dass die geplante gestaffelte Abschaffung des Solidaritätszuschlages grundgesetzwidrig ist. 

08.10 Uhr

Der Dax startet etwas stärker als zum Schluss am Freitag, ohne charttechnisch entscheidend Boden zu gewinnen. Weiterhin bleibt aber der Ausbruch nach oben möglich. Widerstand gibt es bei 12.647/60. Darüber könnte der Dax die 12.750 anvisieren. Sollte der Dax den korrektiven Abwärtstrend nach unten verlassen, also den Bereich 12.500/480 brechen, wären 12.390/290/55 als Unterstützungen zu sehen. Der Ichimoku im Stundenchart verhält sich neutral.

Weiter unter Druck bleibt EURUSD. Ein Bruch der 1,2265 könnte bevor stehen. Weiterer Support ist bei 1,2215/130 zu erwarten. 

Nach den schwachen Vorgaben aus den USA vom Freitag zeigte sich der asiatische Aktienmarkt kaum verändert. Die Wall Street geriet am Freitag unter Druck, nachdem die US-Staatsanleihen deutlich gestiegen sind. Weitere Tendenzen der politischen Entspannung auf der koreanischen Halbinsel spielten offenbar keine Rolle. 

Gute Quartalszahlen kamen von der UBS, die aber für das zweite Quartal mit niedrigeren erträgen aufgrund saisonaler Effekte rechnet. Der Erfolg im ersten Quartal rührte vor allem von Sondereffekten her.

Wichtigste Termine sind heute die vorläufigen Veröffentlichungen der Einkaufsmanagerindizes für Deutschland (9.30 Uhr), Eurozone (10 Uhr) und USA (15.45 Uhr). 16 Uhr stehen außerdem die Verkäufe bestehender Häuser in den USA auf dem Programm. 

Börse im Überblick, 20. April

Auch heute kam lange Zeit kaum Bewegung an den Märkten auf, bis die Wall Street doch ein wenig tiefer driftete. Die Erholung folgte aber auf dem Fuße. Die News vom Tage:

In der Eurozone hat sich im April überraschend das Verbrauchervertrauen aufgehellt. Es stieg von 0,1 auf 0,4 Punkte. Erwartet wurden 0. 

Der deutsche Erzeugerpreisindex stieg im März nur um 0,1 %. Erwartet wurden 0,2 %

Kanadas Einzelhandelsumsätze stiegen im Februar um gute 0,4 % (erwartet 0,3 %). Allerdings enttäuschte gleichzeitig die wichtigere Kernrate, Sie stagnierte.  Der Verbraucherpreisindex blieb im März mit 2,3 % zum Vorjahr unter den Erwartungen (2,4 %). Die Kernrate zeigte sich mit 1,4 % sehr mager. Eine Zinserhöhung dürfte damit nicht so schnell kommen. Der Loonie gibt nach. 

Der Gouverneur der Bank of England. Mark Carney, sieht es nicht als zwingend notwendig, schon bei der Sitzung im Mai die Zinsen zu erhöhung. Es wäre zwar möglich, aber es gäbe noch weitere Zinssitzungen in diesem Jahr, meinte der Kanadier in britischen Diensten.  GBP beeinflusste diese Aussage heute allerdings kaum. 

Weiter schwach bleibt der japanische Verbraucherpreisindex. Er stieg im März um 1,1 % zum Vorjahr. Die Kernrate lag wie erwartet bei 0,9 %. Der industrieaktivitätsindex für den Tertiärsektor stagierte im letzten Monat. Erwartet wurden +0,1 %.

US-Präsident Donald Trump hat sich via Twitter heute über angeblich künstlich erhöhte Rohöl-Preise beklagt. Die Ölpreise geben aber nur wenig nach.

Gute Zahlen gab es von General Electric. Der Gewinn lag mit 16 Cent je Aktie deutlich über den Erwartungen (12 Cent). Auch der Umsatz überzeugte mit 28,7 Mrd. US-Dollar. Der Konsens lag bei 27,52 Mrd. Die Aktie Gewinnt mehr als 4 %.

Auch Honeywell International ist nach guten Quartalszahlen gefragt. 

Nicht so gut lief es für Schlumberger. Der Umsatz blieb im 1. Quartal mit 7,8 Mrd. $ knapp unter den Erwartungen (7,81 Mrd.). Der Gewinn mit 38 Cent je Aktie knapp drüber (37 Cent). Die Aktie verliert über 1 1/2 %. 

Der schwache Ausblick von Taiwan Semiconductor Manifacturing  drückt auch auf Halbleiterwerte in Europa. So verliert heute Infineon in einem insgesamt wenig volatilen Handel über 1%. An der Nasdaq kommt Apple unter Druck.

Nach einer deutlichen Korrektur der Jahresprognose gerät die Aktie der METRO AG unter Druck und verliert fast 4,5 %. Auslöser für die vorsichtigere Prognose ist ein unter den Erwartungen liegendes Russland.-Geschäft.

Eine Hand wäscht die andere: Russland hat der Übernahme von Monsanto durch Bayer genehmigt. Im Gegenzug eröffnen die Leverkusener in Russland ein Forschungszentrum. Ausstehen tut noch die Genehmigung aus den USA.

Weiterer Schritt auf dem Weg zur politischen Entspannung auf der koreanischen Halbinsel. Die Staatsführungen beider Länder sind nun über eine telefonische Hotline verbunden. 

 8.15 Uhr

Der Dax startet heut nahezu unverändert in den Handel. Die erste wichtigere Unterstützung bei 12.535 konnte damit bisher verteidigt werden. Unter dem Supportbereich, der bis 12.510, also unter die Wolke im Stundenchart, geht, könnte eine Korrektur bis 12.310 einsetzen.  Vorher könnte es nochmal um 12.460 Unterstützung geben. Auf der Oberseite findet der Dax knapp über dem Hoch dieser Woche (12.646) bei 12.660 weiteren Widerstand. Darüber wären 12.750 möglich. Der Markt sieht sich weiter unterschiedlichen Signalen ausgesetzt. Zum einen sind da weiter die Bestrebungen der USA, das Verhältnis zu Nordkorea zu normalisieren, sowie eine insgesamt bisher positiv verlaufende Berichtssaion, zum anderen könnte Zeichen  anziehender Inflation, die Zinssorgen erhöhen. Heute Mittag verfallen an der Eurex die Optionen auf Aktienindizes (kleiner Verfall).

EURUSD verteidigt aktuell weiter den Support bei 1,2335. Darunter könnte die 1,23 eine wichtige Marke werden, an der auch der langfristige Aufwärtstrend brechen könnte. Das Ziel könnte dann schnell die 1,2215 sein. Auf der Oberseite gibt es bei 1,2400/15 Widerstand.

Termine gibt es heute kaum. 12.30 gibt es Quartalszahlen von General Electric.

Die USA wollen ihre Technologiebranche  vor Einflüssen aus China schützen, indem sie Investitionen von dort unterbinden.  Dies führte gestern zu Verlusten vor allem in den Technologiewerten. Dazu gab Taiwan Semiconductor Manifacturing, nachbörslich einer der großen Halbleiterhersteller, eine Umsatzwarnung heraus. Die Umsätze könnten im zweiten Quartal 10 % unter den Analystenschätzungen liegen. 

Der Philly Fed Herstellungsindex zeigte ein mögliches Anziehen der Inflation an, was die Zinskurv e steiler werden ließ. und ebenfalls moderat auf die Märkte drückte und den US-Dollar stärkte.

In Asien und Australien gab es kein einheitliches Bild. Besonders in China dominierten die Minuszeichen, während an vielen anderen Marktplätzen kaum große Kurssprünge zu registrieren waren. 

Trotz der augenblicklichen Schwäche des Schweizer Franken will die Schweizer Nationalbank an ihrem Leitzins von -0,75 % festhalten. Es sei immer noch nötig, erklärte der SNB-Vorsitzende Thomas Jordan bei Bloomberg.

Nach den Worten des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Casper prüft die Behörde aktuell wegen des Datenskandals bei Facebook. die Einleitung eines Bußgeldverfahrens.

Börse im Überblick, 19. April

Ziemlich schlechte Einzelhandelsumsätze hatte das Vereinigte Königreich zu vermelden. Die Umsätze sanken im März um 1,2 %, die Kernrate um 0,5 %. Erwartet wurden -0,5 bzw. -0,4 %. 

Der Philly Fed Herstellungsindex hat mit 23,2 Punkten die Erwartungen (20,8) übertroffen und zeugt von weiterhin stabilem Wachstum. 

Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft wurde für den letzten Monat von der Organisation ADP für Kanada mit  42.800 angegeben. Vor einem Monat waren es 32.700 neue Stellen.

Gute Quartalszahlen haben die Aktie des Schweizer Konzerns ABB heute um fast 5 % steigen lassen. Dass Nettoergebnis legte um 20 % zum Vorjahr zu. 

Danaher übertraf mit einem Gewinn von 99 Cent und einem Umsatz von 4,7 Mrd. Dollar die Erwartungen der Analysten. Auch die Bank of New York MellonCorp. und die Blackstone Group konnten mit den Quartalszahlen überzeugen. 

Philip Morris enttäuschte mit einem Umsatz von 6,9 Mrd. $ (erwartet 7,04 Mrd. $). Der Gewinn ja Aktie mit 1 $ über den Erwartungen (90 Cent.). Die Aktie bricht um über 14 % ein.

Procter & Gamble konnte mit 16,3 Mrd. $ Umsatz und 1 $ je Aktie Gewinn die Erwatungen erfüllen. Mehr aber eben auch nicht. 

Die Rating-Agentur Moody´s sieht Russland für die neusten Sanktionen der USA gut gerüstet und behält das Rating für die Kreditwürdigkeit unverändert. bei Ba1. Das Ausblick ist positiv.

Russland hat wegen der US-Stahlzölle bei der WTO Beschwerde eingelegt.

Gerade hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg die neuen EU-Datenschutzrichtlinien begrüßt. Wie ernst es dem Unternehmen mit dem Datenschutz ist, sieht man nun. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte der Konzern, dass die strengen EU-Datenschutzrichtlinien künftig nur noch für EU-Bürger gelten. Bisher galten die irischen Gesetze für ziemlich alle Nutzer weltweit, außerhalb der USA und Kanadas. . Zukünftig stehen die rund 1,5 Mrd. Nutzer in Afrika, Lateinamerika, Asien, und Australien schlechter da als ihre "Freunde" in Europa. Im Prinzip beweist Facebook damit nochmal, dass Facebooks Wert nicht in Werbeeinnahmen, sondern in der möglichst ungezügelten kommerziellen Ausnutzung der Userdaten liegt. Überraschend ist diese Erkenntnis aber eigentlich nicht. Zuckerberg ist halt nicht der nette Mann von nebenan.

Der Vorstandsvorsitzende der DZ-Bank, hat die ausufernde Praxis von Bonuszahlungen im Bankenwesen kritisiert. Wie passt ein Bonus für überdurchschnittliche Leistungen zu einer unterdurchschnittichen Performance, fragte der Banker.

Die Baskische Separatistenorganisation ETA will sich am ersten Maiwochenende auflösen.

Kuba hat einen neuen Präsidenten. Nachfolger von Raul Castro wird Miguel Diaz-Canel. Der 57-jährige war lange im kubanischen Jugendverband aktiv. Zuletzt war er seit Anfang 2013 Erster Vizepräsident des Staatsrates. Es dürfte also ein ziemlich reibungsloser Übergang werden. Auf jeden Fall repräsentiert der Neue eine jüngere Generation. Ob dies auch zu weiteren Reformen im Land führt, wird man abwarten müssen. 

Medienberichten zufolge steht in Syrien die nächste Katastrophe kurz bevor. Das Regime von Baschar al-Assad soll islamistischen Rebellen in der Nähe von Damaskus mit einer Militäroffensive gedroht haben, wenn sie nicht innerhalb von 48 Stunden abziehen. Wie meist werden diese "Freiheitskämpfer" wohl die Zivilbevölkerung als Schutzschild nehmen, was Assad wahrscheinlich nicht davon abhalten wird, äußerst brutal und Menschen verachtend vorzugehen.  Es bleibt dabei: Im Syrienkonflikt gibt es keine Guten...

 8.45 Uhr

Insgesamt freundliche Vorgaben aus Asien haben den Dax knapp über 12.600 Punkten starten lassen. Damit bleibt die Chance auf einen Test der 12.660 und 12.750 bestehen. auf der Unterseite bieten 12.550/30/00 Support.

EURUSD bleibt weiter seitwärtsgerichtet und handelt unter 1,24. Das sollte dem Dax etwas Druck nehmen.

Als gutes Zeichen für die Konjunktur wurde am asiatischen Markt der steigende Ölpreis gesehen. Die US-Produktion hat ihre Ausweitung gedrosselt, so dass steigende Nachfrage nun direkt auf den Ölpreis durchschlägt. Anleger sehen dies als positives Zeichen.

Ebenfalls stützend wirken weiter die guten Zahlen aus der US-Berichtssaison. Auch die Zahlen von American Express und Alcoa lagen gestern Abend über den Erwartungen. American Express verzeichnete dabei einen Gewinnsprung von gut 30 %.

Das Beige Book der Fed bot keine grundlegend neuen Erkenntnisse und beeinflusste den Markt daher kaum. Weiterhin wuchsen die Wirtschaft und Beschäftigung, wobei der Arbeitsmarkt angespannt ist. Die Preissteigerungen fallen moderat aus.

Auch New York Fed-Chef William Dudley sieht keine Dynamisierung der Inflation, weshalb eine aggressivere Straffung der Geldpolitik nicht notwendig sein.

In Neuseeland sind die Verbraucherpreise um 0,5 % und damit knapp über den Erwartungen gestiegen.

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im März nur um 4,800 gestiegen. Es wurden +20.300 erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 5,5 %

Den wichtigsten Termin gibt es heute, 14.30 Uhr. Dann wird in den USA der Philly Fed Herstellungsindex veröffentlicht. Außerdem gibt es 10.30 Uhr die Einzelhandelsumsätze aus Großbritannien.. In den USA steht eine Reihe an Quartalszahlen an.

Außerdem könnte heute Merck KGaA im Fokus stehen. Das Unternehmen verkauft seine Consumer Health-Sparte an Procter & Gamble. Der Deal spühlt 3,4 Mrd. Euro in die Kassen uns soll vor allem zum Schuldenabbau genutzt werden. Die Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen.

Im US-Bundesstaat Kalifornien gibt es Untersuchungen gegen Tesla. Das Unternehmen soll Unfallstatistiken geschönt haben. 

Strafzölle werden nicht nur in den USA ein Thema. China spricht zwar gern vom freien Handel, schotte seine eigene Wirtschaft aber gern ab. Neue Zölle von 25 % werden ab 20. April auf synthetischen Gummi erhoben. 

Börse im Überblick, 18. April

Der Verbraucherpreisindex in der Eurozone stieg im März noch etwas weniger als in der ersten Schätzung erwartet, nämlich um 1,3 % zum Voejhar (erste Lesung 1,4 %). 

Auch der britische Verbraucherpreisindex blieb mit 2,5 % unter den Erwartungen (2,7 %). Der Erzeugerpreis input fiel im März um 0,1 % zum Vormonat. Da scheint die Inflation im Vereinigten Königreich also doch etwas weniger Dynamik haben, als es zuletzt den Anschein hatte. 

EURGBP schießt über die 0,87 und dreht in den Bullen-Modus. Widerstände dürfte es bei 0,8750/90 geben. Auf GBP dürfte drücken, dass nach den heutigen Daten eine baldige weitere Zinserhöhung durch die Bank of England unwahrscheinlicher geworden ist.

Die Bank of Canada hat den Leitzins wie erwartet unverändert bis 1,25 % gelassen. USDCAD zieht deutlich an und testet erneut die 1,2625.
Erstaunlich ist dies, weil die Bank of Canada im Statement eher hawkish klingt. So glaubt man, dass sich die temporären Gründe für die niedrige Inflation fast aufgelöst haben und das Inflationsziel 2 % fast erreicht ist.

Südafrikas Verbraucherpreisindex blieb im März mit 3,8 % zum Vorjahr unter den Erwartungen (4,1 %). Auch die Kernrate enttäuschte mit 4,1 %. Trotzdem geriet USDZAR unter Druck. Positiv fielen die EInzelhandelsumsätze aus, die im Februar um 4,9 % zum Vorjahr stiegen.

Die Rohöl-Lagerbestände sind in den USA um 1,071 Mio Barrel gesunken. Erwartetn wurden -0,5 Mio. WTI schießt über die 68-$-Marke

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat ein Entgegenkommen der EU im Handelsstreit mit den USA ausgeschlossen. Angesichts der Protektionistischen Bestrebungen in den USA scheint die EU eher auf die Belebung anderer Handelsbeziehungen zu setzen. So hat die EU Handelsabkommen mit Japan und Singapur unterzeichnet.

Die US Bancorp konnte nicht an die bisher guten Daten aus der Berichtssaison anknüpfen. zwar konnte die Bank die Gewinnprognose (95 ct.) mit 96 ct. je Aktie knapp übertreffen. Der Umsatz enttäuschte mit 5,47 Mrd $ aber. Erwartet wurden 5,53 Mrd. $

Besser lief es bei Morgan Stanley, die mit 1,45 $ je Aktie die Prognose (1,25 $) deutlich übertraf. Auch der Umsatz überzeugte mit 11,1 Mrd. Dollar.

Abbot Laboratories konnte die Erwartungen mit einem Gewinn von 59 Cent je Aktie und einem Umsatz von 7,4 Mrd. Dollar knapp übertreffen. 

Das Vertrauen der Deutschen in selbstfahrende Autos ist sehr überschaubar, wie eine Umfrage Bitkom und TÜV herausfand. Zwar glauben 60 % der Befragten, dass selbstfahrende Autos mehr Sicherheit bringen, gleichzeitig befürchten aber 68 % technische Probleme. 63 % haben Angst vor einem Hackerangriff.

Angela Merkel wird den US-Präsidenten Donald Trump am 27. April treffen. Ein Thema sollen die neuen Sanktionen gegen Russland sein, die Deutschland für kontraproduktiv hält. Sie könnte erhebliche konjunkturelle Auswirkungen haben. Am Freitag will schon Olaf Scholz für Ausnahmen werben. 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat überraschend vorgezogene Neuwahlen für den 24. Juni 2018 gefordert. Das Land benötige stabile Verhältnisse argumentierte Erdogan. Mit den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen soll gleichzeitig ein Einführung des Präsidialsystems in der Türkei abgeschlossen werden. Mit Spannung warten politische Beobachter auf die Entscheidung zum immer noch geltenden Ausnahmezustand. Sollte dieser um drei weitere Monate verlängert werden, würden die Wahlen im Notstand abgehalten werden. Ob so freie Wahlen mit gleichen Chancen für alle politischen Kräfte gewährleistet werden können, dürfte zumindest nicht sicher sein. Aber das ist wohl auch nicht so wichtig. Mit den Neuwahlen fällt die Position des Regierungschefs auf den Präsidenten, was die Machtfülle für Erdogan deutlich ausweitet. Wie der türkische Präsident der EU erklären will, dass diese Quasi-Diktatur mit den Werten der EU vereinbar sein könnte, bleibt schleierhaft.

 8.25 Uhr

Gute Vorgaben aus den USA und Asien lassen heute auch den Dax freundlich starten. Der deutsche Leitindex beginnt den Tag über 12.600 Punkten und könnte damit die Wolkenoberkante im Dailychart bei 12.660 attackierten. Ein weiteres Ziel ist die 12.750, die ein wichtiger Widerstand werden könnte. Auf der Unterseite wartet bei 12.530/00 erster Support. Gestützt wird der Markt durch die bisher sehr positiv verlaufende Berichtssaison in den USA

EURUSD hat sich in der Nacht stabilisiert und handelt um 1,2375. Ein erneuter Ausbruchsversuch über die 1,24 könnte die Dax-Bullen behindern. Widerstände sind außerdem bei 1,2425/75 zu erwarten. Support dürfte bei 1,2345/00 zu erwarten sein. 

Am Vormittag stehen die Verbraucherpreise in Großbritannien (10.30 Uhr) und der Eurozone (11 Uhr9 im Wirtschaftskalender. 16 Uhr verkündet die Bank of Canada das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung und 16.30 Uhr veröffentlicht die US-Regierung die Erdöl-Lagerbestände. Außerdem geht die US-Berichtssaison weiter:

12:55 Morgan Stanley Q1
??:?? US Bancorp Q1
13:45 Abbott Laboratories Q1
22:00 American Express Q1
22:10 Alcoa Q1

Deutlich zurückgegangen sind mit -1,047 Mio. Barrel die API-Rohöl-Lagerbestände in den USA, was den Preis für WTI wieder über die 67-$-Marke hob. 

IBM lieferte gestern Abend leicht über den Erwartungen Quartalszahlen, wurde aber nachbörslich trotzdem abverkauft. Der Gewinn lag bei 2,45 $ je Aktie, der Umsatz bei 19,1 Mrd. Dollar. Die Anlager könnten sich am wenig inspirierenden Ausblick gestört haben, der einen Gewinn von 13,80 $ für 2018 vorsieht, 4 Cent unter den Erwartungen. 

Einen Verlust von 50 Cent je Aktie musste Unitied Continental ausweisen. Die Analysten erwartten einen Gewinn von 38 Cent. 

Japans Handelsbilanzüberschuss lag im März mit 797 Mrd. Yen deutlich über den Erwartungen. Hauptursache waren leicht rückläufige Importe. Die Exporte stiegen mit 2,1 % weniger als erwartet (4,7 %). Um deutliche 10,8 % ist der Handelsüberschuss mit China gestiegen.

Nach Aussagen von Präsident Donald Trump haben die USA direkte Gespräche mit Nordkorea auf sehr hoher Ebene gestartet. Die Washington Post will erfahren haben, dass sich der designierte Außenminister Mike Pompeo am Wochenende heimlich mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un getroffen haben soll. Dieser Bericht wurde inzwischen von Donald Trump bestätigt (14.30 Uhr). 

Börse im Überblick, 17. April

Die ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland waren mit -8,2 Punkten richtig schlecht. Erwartet wurden -0,8 %. Schlechter war der Index zuletzt im November 2012. Auch die aktuelle Lage blieb mit immer noch guten 87,9 unter den Erwartungen (88,0).
Wenn man mal davon ausgeht, dass die Konjunkturdaten ja bisher eher gut sind, kann man in etwa messen, wie viel Angst die Anleger haben, dass sich die Hochkonjunktur langsam dem Ende nähern könnte. Genügend belastende Elemente werden ja auch aus Washington geliefert. 
Die Konjunturerwartungen für die Eurozone blieben mit 1,9 Punkten auch deutlich unter den Erwartungen. 
Nichts desto trotz haben die Marktteilnehmer den Dax nicht aufgegeben und kauften ihn zum Mittag knapp über die 12.500, aber nicht ganz bis zum hoch vom Freitag (12.531). Damit bleibt es erstmal bei der Hängepartie. Entscheidung könnte durch die Quartalszahlen nahen, die gleich aus den USA zu erwarten sind. Sinnvoll wird da aber sein, dass man die Reaktion der Wall Street abwartet, denn bei den guten Zahlen anderer Großbanken nahmen die Anleger am Freitag trotzdem Gewinne mit. Gestern Abend hatte sich allerdings die Stimmung nach den guten Zahlen von Netflix aufgehellt. Es ist also ein Würfelspiel, wenn man schon jetzt vorhersagen will, die die Märkte auf welche Daten reagieren werden. Es bleibt dabei: Der Markt ist nervös und das zu recht, wenn man an die Unberechenbarkeit des US-Präsidenten denkt. I
Auf der Oberseite würde bei nachhaltiger Überwindung der 12.531 Widerstand bei 12.603 warten. Unten gibt´s Support um 12.385 und 260. Darunter wären die Bären am Zug,

Unterstützung für den Dax kommt sicher auch von einem schwächeren Euro.

Die US-Baugenehmigungen lagen im März mit 1,354M über den Erwartungen (1,330M). Auch die Baubeginne mit 1,319M über den Prognosen (1,27M). Die Industrieproduktion wuchs im März um 0,5 %. Analysten erwarteten +0,3 %.

Gute Daten auch aus Kanada. Die Industrieumsätze legen im Februar um beachtliche 1,9 % zu.

Die britischen Arbeitsmarktdaten gaben durchaus Grund zur Freude. Die Zahl der Arbeitslosen legte zwar um 11.600 zu, blieb damit aber knapp unter den Befürchtungen (13.330). Die Arbeitslosenquote sank von 4,3 auf 4,2 %. Nicht so erfreulich ist die Lohnentwicklung, die inkl. Bonuszahlungen im Februar nur um 2,8 % zum Vorjahr stieg. Erwartet wurden 3,0 %.

Der IWF hat seine weltweite Wachstumsprognose für die nächsten beiden Jahre unverändert gelassen. Für einige Industrieländer wurde die Institution aber optimistischer. So erwartet der IWF für die USA jetzt für 2018 ein Wachstum von 2,9 % (bisher 2,8) und für 2019 von 2,7 % (2,5). In der Eurozone soll die Wirtschaft 2018 um 2,4 statt um 2,2 % wachsen, in Deutschland um 2,5 statt 2,3 %. Für 2019 werden jeweils unverändert 2 % Wachstum erwartet.

Schwächster SDAX-Wert ist am Mittag die Deutsche Beteiligungs AG, die nach einer Gewinnwarnung mit -4,5 % abgestraft wurde. 

Noch schlimmer erwischt es Drägerwerk. Der TecDax-Wert schmiert bis zum Mittag um fast 10 % ab, nachdem die DZ Bank das Kursziel von 72 auf 55 € absenkte. Auch die NordLB senkt den Daumen und kassiert das Kursziel 92 €. Nun wird das Ziel 72 € ausgerufen. Gleichzeitig erfolgt die Abstufung von Buy auf Hold.

UnitedHealth liegt mit 3,04 $ je Aktie Gewinn über den Erwartungen. Auch der Umsatz überzeugt mit 55,2 Mrd. $ überzeugte. Das unternehmen hob den Ausblick an. 

Auch Johnson&Johnson konnte die Erwartungen mit 2,06 $ je Aktie Gewinn und 20 Mrd. $ Umsatz übertreffen.

Sehr stark waren die Zahlen von Goldman Sachs. Der Gewinn lag mit 6,95 $ je Aktie deutlich über den Erwartungen (5,58 $). Auch der Umsatz (10,04 Mrd. $) weit über den Prognosen (8,74 Mrd.)

Bei Netflix wurde nach den guten Daten von mehreren Analysten das Kursziel angehoben. Die Aktie legt vorbörslich deutlich zu.

China öffnet seine Wirtschaft weiter. Zukünftig ist es ausländischen Autobauern erlabt, sich an mehr als zwei Unternehmen im Reich der Mitte zu beteiligen. 

US-Finanzmiister Steven Mnuchin wird heute zitiert, die gestrigen Twitter-Äußerungen von US.Präsident Donald Trump zu angeblichen Währungsmanipulationen Chinas und Russlands seien als Warnung zu verstehen. Und ich rätsel immer noch, um welche Währungsmanipulation es sich eigentlich handelt. Der Yuan hat seit Anfang 2017 deutlich zugelegt und der Rubel ist ein Opfer US-amerikanischer Politik. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angekündigt. Ein Termin wurde jedoch noch nicht vereinbart.

Der britische Kriegs-Reporter Robert Fisk ist als erster westlicher Journalist für den angesehenen "Independent" in der syrischen Stadt Duma gewesen und hegt Zweifel an dem angeblichen Giftgasangriff der Syrer. Dieser mutmaßlich Angriff führte am Wochenende zu einem Militärschlag der USA, Großbritanniens und Frankreichs gegen angebliche Einrichtungen, in denen chemische Waffen entwickelt oder gelagert werden sollen. 

 8.25 Uhr

Uneinheitliche Vorgaben kommen aus dem nächtlichen Handel. Während der Nikkei und der australische S&P/ASX auf der Stelle traten, zeigten sich die US-Futures positiv.

Gestern Abend hat Netflix bei den Neuabonnenten überraschend gute Zahlen geliefert, was die Aktie nachbörslich deutlich beflügelte. 7,4 Mio neue Abonnenten kamen hinzu. Der Gewinn legte um 63 % auf 64 Cent je Aktie zu. Der Umsatz stieg um 40 % auf 3,7 Mrd. US-Dollar.

Aus China kamen hingegen eher mäßige Zahlen, die aber offensichtlich vom Markt unproblematisch gesehen wurden. Das BIP stieg im März um 6,8 % zum Vorjahr, was den Erwartungen entsprach. Dabei zeigte die Industrieproduktion mit +6 % ein abgekühltes Wachstum. Auch die Anlageinvestitionen enttäuschten mit +7,5 %. Positiv kamen die EInzelhandelsumsätze mit +10,1 % an. Der Shanghai Composite  litt wohl auch unter der Zinserhöhung um 5 basispunkte bei der einjährigen Kreditfaszilität. Auch die USA dürften eher zu Skepsis beitragen. Dort wird über weitere Handelsbeschränkungen für chinesische Produkte nachgedacht.

Der Dax startet mit einigen Punkten im Plus innerhalb der gestrigen Range. Ob es heute für einen nachhaltigen Sprung über die 12.500 reicht oder eine Korrektur unter die 12.380 ansteht, muss der Markt noch beantworten. 

Bei EURUSD bleiben wohl die Bullen in Vorhand. Allerdings hat das Paar die 1,2395 noch nicht überwunden.  Darüber warten weitere Widerstände bei 1,2425 und 1,2475/80. Auch der Ichimoku im Stundenchart zeigt nicht an, dass die Bullen in den nächsten Stunden sehr viel Dynamik entwickeln könnten. 

Neue Impulse gibt es am ehesten von den ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone, die 11 Uhr veröffentlicht werden. Aus den USA gibt es 14.30 Uhr die Baugenehmigungen und -beginne. 15.15 Uhr wird die Industrieprodution veröffentlicht. Außerdem geht die Berichtssaison weiter:

11:55 UnitedHealth 
12:40 Johnson & Johnson 
13:30 Goldman Sachs 

22:00 IBM Q1
22:05 United Continental Q1

In Großbritannien werden 10.30 Uhr die Arbeitsmarktdaten gemeldet.

In Japan stagnierte die Industrieproduktion im Februar. Erwartet wurde ein kräftiges Wachstum von 4,0 %. Im Januar musste noch ein Einbruch um 6,8 % vermeldet werden. 

Bayer erhöht das Kapital. Die Investmentgesellschaft Temasek zeichnet dafür 31 Mio. neue Aktien im Bruttoemissionswert von 3 Mio Euro. 

China hat sich mit US-Staatsanleihen eingedeckt. Der größte Gläubiger der USA hält so viele Anleihen wie seit sechs Monaten nicht mehr. 

Nach Erkenntnissen der USA und Großbritanniens soll Russland eine großflächige Cyberattacke verübt haben. Betroffen sollen auch Privat-Rechner gewesen sein. 

Börse im Überblick, 16. April

Die US-Einzelhandelsumsätze sind im März um gute 0,6 % gestiegen. Die Kernrate (ohne Autos) legte allerdings nur um die prognostizierten 0,2 % zu.

Der NY Empire State Herstellungsindex schaffte es nur auf 15,8 Punkte. Erwartet wurden 18,8 Punkte nach 22,5.  Die Expansion der Wirtschaft hat also nicht ganz das erwartete Tempo.

Die US-Lagerbestände wuchsen im Februar wie erwartet um 0.6 %

Erstaunlich schwach präsentierte sich der Schweizer Erzeugerpreisindex, der im März um 0,2 % sank. Erwartet wurden +0,4 %.

New York Fed-Chef William Dudley ist sich noch unklar, wie viele Zinsanhebungen in diesem Jahr richtig sind. Der bald scheidende Gouverneur der mächtigen Regional-Fed glaubt, dass drei bis vier Zinsschritte angemessen sein. 

Die Bank of Amerika übertraf mit einem Gewinn von 62 ct. je Aktie und einem Umsatz von 23,1 Mrd. US$ die Analystenerwartungen. Beim Umsatz war es aber sehr knapp (23,06 Mrd. $). Mit Blick auf die Reaktion der Märkte in der letzten Woche könnte das den Marktteilnehmern nicht reichen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich für einen zügigen Aufbau einer Batteriezellen-Fertigung für E-Autos in Europa ausgesprochen. Schon bis zur Sommerpause soll es erkennbare Fortschritte geben. Die Produltion soll in mehreren EU-Staaten stattfinden. 

Die Opel-Mitarbeiter bekommen aktuell zu spüren, wie die neue Mutter PSA zu Arbeitnehmer-Rechten steht. Eine Investitionsentscheidung für das Werk in Eisenach hat man zurückgestellt, weil es einen Tarifstreit mit der IG Metall gibt. Na ja, wir wollen doch mal nicht von Erpressung reden. Aber ein bisschen kling das schon danach...

Deutlich unter Druck geriet Netflix. Das Unternehmen liefert heute Abend Quartalszahlen. 

Die US-Sanktionen gegen Russland könnten die europäische Aluminium-Produktion schwer treffen. In Russland drohen nach Ansicht des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft die Abschaltung ganzer Produktionsstandorte und ein Produktionsausfall in der weiterverarbeitenden Industrie. Besonders heikel könnte es für Rusal, der für 40 % der europäischen Aluminium-Importe steht. Man rechnet damit, dass die EU-Unternehmen aus Angst vor Verstößen gegen die Sanktionsauflagen Aluminium aus anderen Ländern importieren werden., beispielsweise aus den USA Dies könnte die Preise steigen lassen und würde vor allem der US-Wirtschaft helfen. US-Sanktionen gelten grundsätzlich auch für alle Unternehmen und Institutionen, die in den USA Geschäfte machen wollen. Wie kritisch es ist, wenn man mit den "falschen Partnern" Geschäfte macht, musste gerade die chinesische Telekom-Firma ZTE erfahren, die auch Geschäfte mit dem Iran macht und so gegen US-Sanktionen verstoßen hat. Das Unternehmen wurde von einem texanischen Gericht zu einer Strafe von mehr als einer Mrd. Dollar verdonnert, weil dieses chinesische Unternehmen, die US-Gesetze in China nicht eingehalten hat. US-Regierungssprecherin Sanders hat heute erklärt, die USA würden weitere Sanktionen erwägen.

Die Hans-Böckler-Stiftung warnt für Deutschland vor einer Rezession in den kommenden drei Monaten. Auslöser könnte die Verunsicherung der Wirtschaft bezüglich der US-Handelspolitik sein.  Die mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit wird vom stiftungseigenen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung für den Zeitraum bis Ende Juni mit 32,4 % angegeben. Einen Momnat vorher waren es noch 6,8 %.

Das Institut der deutschen Wirtschaft sieht das Wachstum für dieses und nächstes Jahr dagegen bei jeweils gut 2 %. Das Wachstum  wird vor allem vom starken Konsum getragen.

Der IWF erwartet für 2018 und 2019 eine breitangelegte Expansion der globalen Wirtschaft. Morgen, 15 Uhr wird die Organisation ihren ökonomischen Ausblick veröffentlichen. 

Jeden Tag eine Hass-Mail gib uns: Heute behauptet Donald Trump via Twitter: Russland und China würden ausnutzen, dass die Fed die Zinsenanhebt und ein "Währungsabwertungsspiel" spielen. Komisch, der Yuan  hat seit Jahresbeginn 4,2 % an Wert verloren. Auch die Verluste des Rubels sind wohl eher hausgemacht: Die zahlreichen Sanktionen gegen Russland leiteten in den letzten Tagen eine Kapitalflucht aus Russland ein. Aber das interessiert die Trump-Fans wahrscheinlich nicht so sehr. Und so reitet Trump weiter die Wut-Welle: Schuld sind immer die anderen.

Langsam scheint sich im Westen die Einsicht durchzusetzen, dass man für eine Lösung im Konflikt in Syrien auch mit dem amtierenden Präsidenten Bashar al-Assad sprechen muss. Zumindest erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert für die Bundesrepublik, dass man bereit sei, mit  Assad zu sprechen. Ob die Haltung, dass eine langfristige Zukunftslösung nur ohne Assad denkbar sei, sehr hilfreich ist, muss sich zeigen. Normalerweise sollten das die Syrer in einer Wahl entscheiden. 

 8.45 Uhr

Oft ist es ja so, dass nach einem befürchtete Ereignis Erleichterung eintritt und die Märkte mit einer Rally antworten. Am Wochenende schossen die USA gemeinsam mit ihren Verbündeten Großbritannien und Frankreich Raketen auf drei Ziele in Syrien. Eine Eskalation der Krise blieb aus. 

Die Märkte in Asien reagierten auch nicht unfreundlich, die ganz große Rally blieb aber aus. Grund dürfte China sein. Der Hongkong-Dollar zeigte sich ziemlich schwach, was Anleger mit einer Abwanderung von Liquidität aus dem Markt begründeten. Dazu macht die schwache Handelsbilanz Chinas Sorgen. Trotz des Defizits stieg nämlich der Überschuss beim Handel mit den USA. Plötzlich belastet die Angst vor einem Handelskrieg wieder. So ging es in Japan und Australien leicht nach oben, während die Börsen in Shanghai und Hongkong dicke Minuszeichen tragen

Der Dax startet freundlich um 12.500 Punkte. Schafft er den Ausbruch über diese runde Marke, wären 12.610 ein mögliches nächstes Ziel. Wie stark China den europäischen Markt belastet, muss man abwarten. In den USA könnte außerdem dein TV-Auftritt von FBI-Chef James Comey belasten. Er hatte am Wochenende Donald Trump als moralisch ungeeignet für das Amt des US-Präsidenten bezeichnet. Auf der Unterseite gibt es unter der 12.435 im Bereich 12.300/260 Support.

An Daten gibt es heute erst am Nachmittag Impulse. In den USA werden 14.30 Uhr die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Der deutsche Großhandelsumsatz stagnierte im März. Erwartet wurden +0,4 %.

EURUSD startet seitwärts unter dem Widerstand 1,2445 in die Woche. Auf der Oberweite gibt es bei 1,2385/95 und 1,2425/75 Widerstand. Support findet das Paar bei 1,2285/15.

Covestro (2,20 je Aktie) und Airbus (1,50 € je Aktie) werden heute Ex-Dividende gehandelt. 

Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettunger hat der Bundesregierung Zögerlichkeit bei der Unterstützung der Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa vorgeworfen. Man benötige möglichst schon beim EU-Gipfel im Juni erste Beschlüsse um die Versäumnisse der Vergangenheit bis zur Europawahl im Frühjahr 2019 nachzuholen. Die Bundesregierung sieht vor allem die Bankenunion und die Reform der Eurozone kritisch.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, die Beiträge über den gesetzlichen Rahmen hinaus zu senken. Die Krankenkassen hätte zu große Rücklagen. 

Sowohl die USA als auch Mexiko sehen gute Fortschritte bei den Neuverhandlungen des Handelsabkommens NAFTA. Positiv äußerten sich unter anderem US-Handelsminister Wilbur Ross und Mexikos Präsident Einrique Peña Nieto.

Die USA wollen heute neue Sanktionen gegen Russland verkünden. Die sollen wegen Russlands Unterstützung des Assad-Regimes verhängt werden. 

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian warnt vor einem Erstarken des IS im Osten Syrien. man solle nicht vergessen, dass die eigentlichen Feinde die Islamisten seinen, so der Chefdiplomat.

Börse im Überblick, 13. April

 Die Amis gehen mit überraschend schwachen Daten ins Wochenende. Das Konsumklima der Uni Michigan bleibt mit 97,8 Punkten recht deutlich unter den Erwartungen (100,6). Trotzdem darf man immer noch von einem hohen Niveau sprechen. 

Der JOLTS-Report weist für den Februar 6,052M freie Stellen aus, rund 58.000 weniger als erwartet. Auch das sind jetzt nicht wirklich schlechte Zahlen.
Die Wall Street nimmt Gewinne mit, wobei die Korrektur bisher nicht dramatisch ist. 2.655 könnte im SPX500 ein wichtiger Support sein.

 Der Handelsbilanzüberschuss der Eurozone blieb im Februar mit 18,9 Mrd. Euro unter den Erwartungen (20,2 Mrd. Euro)

Deutlich unter den Erwartungen blieb der polnische Verbraucherpreisindex, der im März nur um 1,3 % zum Vorjahr stieg. 

Für Bundesumweltministerin Svenja Schulze sind technische Nachrüstungen für Dieselfahrzeuge nicht vom Tisch. Die SPD-Politikerin glaubt, dass man sich der Debatte um Nachrüstungen nicht verweigern darf, wenn man Fahrverbote in den am stärksten von Feinstaub belasteten Städten verhindern will. 

Deutz gehört heute zu den großen Gewinnern, nachdem das Unternehmen sehr gute Quartalszahlen veröffentlichte.

JPMorgan Chase überzeute mit einem Gewinn von 2,37 $ je Aktie (erwartet 2,28 $) Der Umsatz lag mit 27,9 Mrd. Euro ebenfalls besser als gedacht (27,63 Mrd. $). Auch die Citigroup und Wells Fargo überzeugten mit ihren Quartalszahlen. 

Die Deutsche Bank stuft Netflix von Halten auf Kaufen hoch und erhöht das Kursziel von 240 auf 350 $. Auch Wells Fargo hebt das Kursziel deutlich an: Von 285 auf 340 $

Roll Royce muss eine Reihe Triebwerke am Boeing 787 Dreamliner überprüfen. Es betrifft ein Viertel der weltweiten Dreamliner-Flotte. Einige Teile seinen nicht so haltbar wie erwartet. Rolls Royce-Chef Warren East bedauerte die damit einhergehenden Einschränkungen im Flugplan und die Unanehmlichkeiten für die Passagiere. Die Überprüfung der Triebwerke wird Kosten über die bisher kalkulierten 340 Mio Pfund hinaus verursachen. Die Aktie des Unternehmens kommt dementsprechend unter Druck. 

Goldman Sachs glaubt nicht an Tesla und prognostiziert, das der Aktie ein Wertverlust von bis zu einem Drittel bevorstehen könnte. Die Anleger interessiert dies freilich nicht. 

Als Gegenmaßnahme gegen die Sanktionen der USA gegen Russland will Moskau die Arbeitsgenehmigungen für Amerikaner beschränken und  Sanktionen in den Bereichen Atomenergie und Luftfahrt verhängen.

 8.45 Uhr

Keine neuen Impulse gab es in der Nacht. Überraschend war das Handelsdefizit der Chinesen. Die Exporte gingen im März überraschend um 2,7 % zurück, während die Importe um 14,4 % zum Vorjahr stiegen. Macht im März ein Defizit von 4,98 Mrd. $. Mit den USA ergibt sich allerdings wieder ein Handelsüberschuss von 58,3 Mrd. $ und ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen 

Der Dax startet etwas über dem gestrigen Tageshoch, bleibt aber unter den Widerständen 12.460/500. Drüber wäre 12.600/660/750 ein mögliches Ziel. Die Frage ist, ob der Ausbruch heute gelingt. Entspannung im Syrien-Konflikt gibt es nicht und so dürfte der Markt auch auf die Entwicklung rund um einen möglichen Angriff des Westens (neben den USA wollen auch Großbritannien und Frankreich teilnehmen) schauen. 

Von der Konjunkturseite dürfte heute der Auftakt der Berichtssaison im Vordergrund stehen:

12.50 Uhr JP Morgan

14.00 Uhr Citigroup und Well Fargo.

Ex-Dividende wird heute Puma gehandelt (12,50 €)

Der Verbraucherpreisindex aus Deutschland bestätigt die erste Veröffentlichung für März. Er legt 1,6 % zum Vorjahr zu. EURUSD beginnt unverändert bei 1,2330. Der Ichimoku im Stundenchart ist eher bärisch, aber insgesamt ist das Bild doch eher neutral zu werten. Auch hier wird man wohl auf einen neuen Impuls warten müssen. Unterstützt wird das Paar von der 1,2285, wo auch der langfristige Aufwärtstrend liegt. und bei 1,2215. Widerstand gibt es bei 1,2345/50 und 1,2385/95.

An Entspannung glauben die Marktteilnehmer beim möglichen Militärschlag auf Syrien. Die Anlegen gehen inzwischen nur noch von einem symbolischen Schlag gegen wenige Ziele aus. Die Russen dürften vorab informiert worden sein. Aus dem US-Verteidigungsministerium wurde bekannt, dass es sich um bis zu acht Ziele handeln könnte. Eine finale Entscheidung steht weiter aus. Nach Deutschland hat auch Japan eine Teilnahme an einem Militärschlag gegen Syrien ausgeschlossen. 

Börse im Überblick, 12. April

Die Eurozonen-Industrieproduktion ist im Februar um 0,8 % geschrumpft. Das lag unter den Erwartungen der Analysten (0,1 %) und ist irgendwie trotzdem keine Überraschung, wenn man die Daten der letzten Wochen aus den Mitgliedsstaaten berücksichtigt.

 Der Dax, der sich nach den Daten kaum bewegte, legte zu, als Donald Trump einen neuen Tweet verfasste. Niemand hätte einen Zeitpunkt für einen Angriff genannt. Es könne bald geschehen oder eben nicht so bald. Der Präsident beklagte, dass sich noch niemand dafür bedankt habe, dass die USA die Region vom IS befreit hätten. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat inzwischen eine deutsche Beteiligung an einem möglichen Angriff auf Syrien ausgeschlossen. 

Die EZB hat im Protokoll der letzten Zinssitzung angemerkt, dass die jüngste Aufwertung des Euro bisher noch keine Auswirkungen auf die Güterpreisinflation hatte. Sie könnte die Inflation zukünftig aber negativ beeinflussen. Eine Ausweitung der Anleihekäufe ist vom Tisch, aber die Kommunikation eines Endes des Programms APP sei noch zu früh, so die EZB. Sollte es erforderlich sein, ist die EZB bereit, andere Maßnahmen zu ergreifen, um das Inflationsziel zu erreichen.

Unterschiedliche Signale gibt es von den Import- und Exportpreisen in den USA. Der Importpreisindex stagniert, während der Exportpreisindex um 0,3 % zulegt. Erwartet wurden jeweils 0,2 %

Deutlich unter den Erwartungen blieben die brasilianischen Einzelhandelsumsätze. Sie fielen im Februar um 0,2 %. Erwartet wurden +0,8 %.

Gute Zahlen lieferte Puma für´s erste Quartal. Der Ausblick für 2018 wurde leicht angehoben. Die Aktie handelte mittags rund 1,7 % im Plus.

Blackrock bleibt im 1. Quartal deutlich über den Erwartungen.

Dagegen bietet Delta Air Lines mäßige Umsatzzahlen. Mit 9,8 Mrd $ bleiben sie unter den Erwartungen (9,83 Mrd. $). Der Gewinn lag im ersten Quartal mit 74 ct./Aktie knapp über den Erwartungen (73 ct.). Dafür prognostiziert die Airline für 2018 ein EPS von 6,35 - 6,70 $, Der Markt erwartete lediglich 6,25 $ je Aktie. Die Aktie legt dynamisch zu.

Das EU-Parlament sieht Demokratie und Rechtsstaat in Ungarn gefährdet. Die für den Bericht zuständige Grünen-Abgeordnete Judith Sargentini fordert wegen der Gefährdung von Grundwerten der EU Sanktionen gegen Ungarn.

Die EU hat die Sanktionen gegen den Iran um ein Jahr verlängert.

IWF-Chefin Christine Lagarde sieht das chinesische Mammutprojekt "Neue Seidenstraße" kritisch. Armen Ländern könnten durch das Infrastrukturprojekt zu hohe Schulden aufgebürdet werden. 

China ist mit den Verhandlungen über einen faireren Handel mit den USA unzufrieden. Die Gesprächsversuche mit der US-Administraion seien bisher dürftig, schätzt das chinesische Handelsministerium ein. 

In Neuseeland wird die Regierung nach Angaben der Premierministerin Jacinda Ardern zukünftig keine neuen Genehmigungen für die küstennahe Erdöl- und Gasförderung vergeben. 

 8.45 Uhr

Das Weiße Haus versuchte gestern den Tweet von Donald Trump wieder einzufangen. Regierungssprecherin Sarah Sanders meinte, alle Optionen liegen auf dem Tisch, was heißen sollte, ein Raketenangriff auf Syrien sei nur eine Option von vielen. Die Märkte in Asien schoben dann seitwärts. Auch der Dax startet nahezu unverändert zu gestern. Charttechnisch ungünstig für die Bullen ist, dass der Start unter 12.310 erfolgt. So bleibt die Option für eine Fortsetzung der Korrektur auf dem Tisch.. Ziele sind 12.206 und 12.160. Über etwa 12.350 hätte der Dax die Chance Richtung 12.460/500 auszubrechen.

Das FOMC-Sitzungsprotokoll bewegte den Markt kaum. Die Notenbänker der Fed sind weiter von ihrer Politik der graduellen Zinserhöhungen überzeugt. Einige denken darüber nach, den Markt darauf vorzubereiten, dass die Fed auch bereit ist, die Zinsen so anzuheben, dass eine Abkühlung der Konjunktur stattfinden würde. Besonders die Fiskalpolitik könnte zu Überhitzungserscheinungen führen. So rechnet die Fed mit einem verlängertem überdurchschnittlichen Wachstum. Ein Abwärtsrisiko ist für viele ein Handelskrieg. Zölle auf Stahl und Alu wird hingegen für den Ausblick als unterheblich angesehen. 

EURUSD brach den Aufwärtstrend dieser Woche und könnte nun aus charttechnischer Sicht Richtung 1,2285 und 1,2215 korrigieren. Auf der Unterseite wären bei 1,2385/395/425/475 zahlreiche Widerstände zu berücksichtigen.

Der gestern deutlich gestiegene Ölpreis hält sich auf hohem Niveau um 67 $.

In Australien sind die Inflationserwartungen für die kommenden 12 Monate im März von 3,7 % im Vormonat auf 3,6 % gefallen. Die Wohnungsbaukredite fielen mit -0,2 % etwas weniger als vom Markt befürchtet.

Die Volkswagen-Truck- und Bussparte möchte mit dem LKW- und Bushersteller Hino Motors aus Japan zusammenarbeiten. Mehrheitseigner dort ist Toyota. Ein langjähriger Kooperationsvertrag, der viele Themenfelder umfasst wurde unterzeichnet.

Gerresheimer hat insgesamt überzeugende Zahlen für das 1. Quartal veröffentlicht. Das EBITDA lag allerdings mit 54,9 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr (59,9 Mio.) Analysten rechneten allerdings nur mit 54,3 Miod. Der Umsatz stieg um 10 Mio auf 299,2 Mio Euro. Das bereinigte Konzernergebnis wurde mit 58,1 Mio. Euro mehr als verdreifacht. Der Ausblick für 2018 wurde bestätigt. Dies könnte den Anlegern zu wenig sein. 

Das US-Finanzministerium hat die Sanktionen gegen die Schweizer Sulzer AG aufgehoben und eine Lizenz erteilt, die erlaubt, dass der von den Sanktionen gegen Russland betroffene  Hauptaktionär Viktor Vekselberg seine Beteilung auf unter 50 % abbaut. 

Großbritannien wird sich mit U-Booten an einem möglichen Raketenangriff auf Syrien beteiligen. Nach wie vor gibt es keinen Beweis, dass die Assad-Armee wirklich Chlorgas auf Duma geworfen hat. Auch hier werden erstaunlich voreilig Schlüsse gezogen, die zwar auf der Hand liegen, aber eben eigentlich noch bewiesen werden müssen. Möglich, dass es diese Beweise gibt, aber warum legt man sie dann der Öffentlichkeit nicht vor? In einer Demokratie sollte doch der Wähler wissen, warum seine Regierung so handelt wie sie handelt, oder nicht?

Börse im Überblick, 11. April

Die US-Verbraucherpreis verhalten sich im Rahmen der Erwartungen. Verbraucherpreisindex im März wie erwartet 2,4 % zum Vorjahr, Kernrate 2,1 %. Vor einem Monat waren es 2,2 und 1,8 %.
Das Real-Einkommen stieg mit 0,4 % zum Vormonat deutlicher als erwartet (0,2 %)

Auf EURUSD hat dies eher keine Auswirkungen. Das Paar bleibt auf Erholungskurs. Auch der irre Tweet von Donald Trump an Russland hat das Paar nicht bewegt. Darin hat der US-Präsident einen Raketenangriff auf Syrien angekündigt und bezweifelt, dass die Russen alle Raketen von Himmel holen werden. 

EZB-Präsident Mario Draghi sieht die Inflation in der Eurozone auf gutem Weg. Der EZB-Rat sei sicher, dass die Effekte, welche zur aktuell weiter niedrigen Inflation beitragen temporär sind. Die Inflation wrde zum Ziel knapp unter 2 % zurückkehren. In gewissem Maße geschehe dies schon. Sorgen machen den Notenbänken drohende Zölle. Sie könnten das Vertrauen der Anleger  belasten, denn wer würde schon in Unternehmen investieren, die von Zöllen bedroht sein könnten. Die Zentralbank wolle mögliche Auswirkungen genau beobachten. 

Großbritanniens Produktion des verarbeitenden Gewerbes enttäuscht im Februar mit einem Rückgang von 0,2 %. Erwartet wurden +0,2 %. Zum Vorjahr ergibt sich statt 3,3 % nur ein Plus von 2,5 %, Den FTSE 100 störte dies aber nicht. Der Aktienindex aus London zeigt sich am Vormittag freundlich. EURGBP zeigt gar keine Reaktion.

Das britische Handelsbilanzdefizit bleibt mit -10,2 Mrd. GBP unter den Befprchtungen (-12 Mrd. GBP)

Italiens Einzelhandelsumsätze sind im Februar um 0,4 % gestiegen. Erwartet wurden nur 0,3 %.

Weiter unter Druck bleibt heute die Türkische Lira. Als Hauptbelastungsgrund sehen die Anleger die explosive Lage in Syrien. 

Weiter gefragt bleibt in diesem Zusammenhang Gold, das sich mittags dem Widerstand 1.348 nähert.

In China scheint sich der Markt für ausländische Investoren weiter zu öffnen. nach den Worten von Notenbankchef Yi Gang ist eine Handelsverbindung zwischen den Börsen von Shanghai und London geplant.

Öl-Lagerbestände in den USA nehmen um 3,306 Mio. Barrel zu. Auch die Benzinvorräte steigen. Die Korrektur im WTI bleibt gering, denn es gibt aktuell doch mehr Gründe mit einer Verknappung des Öl-Angebotes zu rechnen. Stichworte bleiben Russland und der Iran.  Russland ist schon von Sanktionen schwer getroffen. Der Iran könnte bald folgen, wenn ich die Zeichen aus Washington richtig interpretiere. Über 67,10 könnte sich der Preis in den Bereich 74,75/76,72 bewegen. Ein Preis, den auch Saudi Arabien gern sehen würde. Ironie des Schicksals: Über Riad wurden mehrere Raketen abgefangen. Auch das soll den Öl-Preis beflügelt haben. 

Auch der Russische Rubel bleibt unter Druck. Hier scheinen die neuen US-Sanktionen zu wirken und Kapital aus dem größten Land der Erde flüchten lassen.

Bei den Einzelwerten gibt heute die Aktie der Sulzer AG aus der Schweiz deutlich nach. Das Unternehmen meldete, dass die US-Banken die Konten aufgrund der neuen Sanktionen gegen Russland eingefroren haben. Grund sollen Geschäftsbeziehungen zwischen Sulzer und Viktor Vekselberg sein, Der Russe gehört zu den neu auf der Sanktionsliste aufgetauchten.

An der Wall Street profitiert heute Lockheed Martin von der geopolitischen Lage.

Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen warnt vor einer neuen Form der Wirtschaftsspionage. Durch den Kauf von Unternehmen müsse man heute nicht mal mehr einen Spionageangriff starten. Technologieklau auf legal sozusagen. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel will bis 2025 in Deutschland Vollbeschäftigung erreichten. Die Frage ist allerdings weiterhin, was eigentlich Vollbeschäftigung bedeutet. 

IWF-Chefin Christie Lagarde sieht der Gefahr, dass das weltweite Handelssystem auseinander brechen könnte. Es wäre ein "unentschuldbares, kollektives Politikversagen".

 8.55 Uhr

Nahezu unverändert startet der Dax in den Handelstag. Aus Asien gab es keine einheitlichen Vorgaben. In Japan, Korea und Australien gab es leichte Gewinnmitnahmen, während in Shanghai und Hongkong noch die Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA gefeiert wurde.
Der Dax sieht weiter bei 12.460/500 ersten Widerstand. Darüber dürften die 12.603/660/750 für weiteren Widerstand sorgen.

Auf der Unterseite spielen die 12.310/210 und die 12.160 eine Rolle.

An Terminen gibt es auch heute nicht viel. 14.30 Uhr wird in den USA der Verbraucherpreisindex veröffentlicht. 20 Uhr erscheint dann bei der Fed das FOMC-Sitzungsprotokoll.
EURUSD bleibt auf Erholungskurs. Der Weg der Bullen bleibt aber mit einigen Widerständen gepflastert: 1,2385/425/75. Untern gibt´s bei 1,2345/300/285/215 Support.

In der Nacht enttäuschte das Westpac-Konsumklima in Australien mit -0,6 %. In China blieb der Verbraucherpreisindex mit 2,1 % zum Vorjahr deutlich unter den Erwartungen (2,6 %). 

Chinas Notenbankchef Yi Gang hat eine Abwertung des Yuan ausgeschlossen. Darüber wurde zuletzt am Mart spekuliert. USDCNH gab nach den Aussagen leicht nach, erholte sich aber später wieder.

Die API Roh-Lagerbestände stiegen um 1,756M Bärrel. Der Ölpreis gab leicht nach.

Bei den Einzelwerten dürfte der Blick auf die Telekom gehen, nachdem in den USA über die Wideraufnahme von Fusionsgesprächen zwischen T Mobile US und Sprint berichtet wurde. 

Japanische Wissenschaftler haben am Meeresboden vor der Insel Minami-Torishima große Vorkommen Seltener Erden entdeckt, die angeblich den Weltbedarf für rund 100 Jahre decken sollen. 

Weiter belastend bleibt die Zuspitzung im Syrien-Konflikt, wo sich die USA wohl schon intensiv auf einen Militärschlag gegen das Assad-Regime vorbereiten. Gestern Abend wurden Berichte öffentlich, nach denen in Großbritannien eine große Zahl strategischer Bomber aus den USA gelandet wären. 

Börse im Überblick, 10. April

Der US-Erzeugerpreisindex legt im März um 0,3 % zu. Erwartet wurden nur 0,1 %. Auch die Kernrate legt um 0,3 % zu. 

Vorher hatte der österreichische EZB-Rat Ewald Nowotny überraschend eine Erhöhung des Einlagenzinssatzes von -0,4 auf -0,2 % ins Spiel gebracht. EURUSD legte daraufhin deutlich zu. Die Frage ist allerdings, ob Nowotnys Meinung auch nur annähernd eine Mehrheit findet. Ich denke mal, aktuell eher nicht.

Kanada meldete für den März 225.200 Baubeginne, was über den Erwartungen (219k) lag. Dafür enttäuschten die Baugenehmigungen im Februar mit -2,6 % zum Vormonat.

Frankreichs Industrieproduktion legte im Februar um 1,2 % zu. Analysten erwarteten jedoch 1,5 %.

Auch in Italien enttäuschte die Industrie und schrumpfte im Februar um 0,5 %. Auf Jahressicht stand ein Plus von 2,5 %, was deutlich unter den erhofften +4,8 % lag.

In Norwegen bleibt besonders die Kerninflation schwach. Der Kernverbraucherpreisindex stieg im März um 1,2 % zum Vorjahr und blieb deutlich unter den Erwartungen (1,5 %), Der Verbraucherpreisindex verharrte bei 2,2 % (erwartet 2,5 %).

Der OECD-Frühindikator zeugt von einem stabilen Wachstum. Er verharrt bei 100,1 Punkten. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. So sank der Indikator für die Eurozone von 100,5 von 100,4 Punkte. Auch Großbritannien und Deutschland müssen mit einem etwas abgeschwächten Wachstum rechnen. Etwas mehr Dynamik wird dagegen in Brasilien, Indien und Russland erwartet.

Deutlichen Preisauftrieb gab es heute beim Rohöl. Anleger glaube, dass die neue Sanktionspolitik der USA das Öl-Angebot verknappen wird. Neben den Maßnahmen gegen russische Oligarchen und Konzerne könnte bald auch wieder der Iran betroffen sein. US-Präsident Donald Trump könnte hier bald das Atomabkommen kündigen.

Bayer legt heute deutlich zu, nachdem es Nachrichten gibt, dass die US-Behörden die Übernahme von Monsanto genehmigt haben. Dies will das Wall Street Journal erfahren haben. Die EU-Kommission hatte bereits zugestimmt.

Volkswagen legte deutlich zu, nachdem der Konzern personelle Veränderungen im Vorstand nicht ausschloss. Auch der Vorstandsvorsitzende Müller sei von solchen Überlegungen nicht ausgenommen. Auch bei Porsche könnte es Veränderungen in der Führung geben. Das Ghandelsblatt will erfahren haben, dass die Ablösung Matthias Müllers schon beschlossene Sache sein. Nachfolger soll VW-Markenchef Herbert Diess werden. Der erfahrene Manager kam vor drei Jahren von BMW. Auch Personalchef Blessing soll vor der Ablösung stehen.

Weiterhin große Angst vor einer massiven Kapitalflucht aus Russland belastet den Rubel. So richtig klar ist nicht, wohin die Kapitalflucht geht. Der gestern massiv unter Druck gestandene russische Aktienindex MOEX kann sich heute leicht erholen, ohne dass man aktuell den Eindruck hat, dass die Korrektur schon abgeschlossen ist. Weiterer Druck ist hier wohl durchaus einzuplanen. Der RTS fiel hingegen weiter, wenn auch moderat.

Medienberichten zufolge soll China bereit sein, die Einfuhrzölle auf Autos zu halbieren.

US-Handelsdirektor Peter Navarro sieht "offen Türen" für Verhandlungen zwischen China und den USA.

US-Präsident Donald Trump hat eine Reise nach Peru und Kolumbien abgesagt. Das Weiße haus begründete dies mit der Lage in Syrien. 

Ein US-Entwurf zu einer Resolution über die Lage in Syrien wird von Russland im UNO-Sicherheitsrat wie erwartet blockiert.

 8.40 Uhr

Versöhnliches gab es in der Nacht vom Asien-Gipfel, wo Chinas Staatspräsident Xi Jingping geringere Zölle auf Autos sowie verbesserten Markt- und Investitionszugang versprach. Dies kam an den asiatischen Märkten gut an. was auch den Dax freundlich starten lässt.

Nachdem der Dax gestern im Tagesverlauf in volatilem Handel einen Teil der Gewinne wieder abgegeben hat, startet der deutsche Leitindex heute knapp über dem gestrigen Tageshoch. Ein Test der 12.460 bleibt damit weiterhin möglich.

Aber auch heute kann es volatil bleiben. Zum einen verschlechtert sich das Verhältnis zwischen den USA und Russland immer stärker. Donald Trump hat nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien nicht nur dem Assad-Regime, sondern auch Russland mit Konsequenzen gedroht.  Was dies genau bedeutet, bleibt zunächst unklar. Mit Sorge dürften die Anlager auch schauen, wie sich die russische Börse weiterentwickelt, nachdem es gestern dort einen herben Einbruch gegeben hatte.

Belastet wurden die Märkte gestern Abend auch von den Durchsuchungen der Büroräume von Donald Trumps Anwalts Cohen. Es wurden Dokumente beschlagnahmt, die im Zusammenhang mit einer angeblichen Affäre zwischen Donald Trump und der Pornodarstellerin Stormy Daniels stehen. 

Der Wirtschaftskalender bietet dagegen kaum Impulse. 14.30 Uhr wird in den USA der Erzeugerpreisindex veröffentlicht.

Die könnte EURUSD bewegen. Das Paar schiebt aktuell seitwärts. Wichtiger Support dürfte um 1,2300/285 sowie bei 1,2215 liegen. Auf der Oberseite werden die Bullen bei 1,2345/85 und 1,2425 konfrontiert.

Der Warnstreik der Gewerkschaft verdi betrifft heute morgen nicht nur die gestern genannten Flughäfen in Frankfurt, München, Köln und Bremen. Auch in Berlin-Tegel wird gestreikt. An anderen Flughäfen, wie z. B. in Hamburg, soll es auch zu Unregelmäßigkeiten kommen. In Sachen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird die Deutsche Telekom bestreikt. 

Ex-Dividende wird heute Henkel gehandelt. Die Dividende beträgt 1,79 €

Dass sich die Wirtschaftsstimmung abschwächt, war zuletzt  in einigen Wirtschaftsregionen zu sehen. In Neuseeland und Australien trübt sich das Unternehmensvertrauen ein. In Neuseeland wurde das NZIER Unternehmensvertauen für  Q1 mit -11 % angegeben.  Es war das zweite Quartal in Folge, in dem geringere Investitionen in die Unternehmen flossen. Das australische NAB Unternehmensvertrauen sank von 9 auf 7 Punkte.

In Japan sind die Werkzeugmaschinenbestellungen um 28,1 % zum Vorjahr gestiegen. Vor einem Monat waren es allerdings noch 39,5 %. Schwächt sich auch in Japan das Wachstum ab? Eine Frage, die man erst nach mehreren Monaten zuverlässig beantworten kann. 

China hat bei der Welthandelsorganisation WTO Beschwerde gegen US-Zölle auf Metalle eingelegt.

Den Sinkflug fortgesetzt hat an der Börse in Hongkong die Aktie des russischen Aluminium-Herstellers Ruasal. Die Schwäche am russischen Markt rührt von den neusten Sanktionen der USA gegen russische Oligarchen und Firmen, die dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahe stehen sollen,

China will offenbar seine militärische Präsenz im Pazifik ausbauen. Das Reich der Mitte soll deshalb  bereits erste Gespräche mit Vanuatu wegen des Aufbaus einer Militärbasis geführt haben, melden Medien.

Derweil wird unter Berufung auf "informierte Kreise" darüber berichtet, dass Unterhändler aus Nordkorea und den USA geheime Gespräche geführt haben. Nordkorea soll dabei eine Bereitschaft zur Abrüstung gezeigt haben. 

Börse im Überblick, 9. April

Sentix-investorenvertrauen für die Eurozone sinkt überraschend deutlich von 24 auf 19,6 Punkte. Erwartet wurden 21,2.

Der britische Halifax Hauspreisindex ist im März um 2,7 % zum Vorjahr gestiegen. Das liegt deutlich über den Erwartungen, bleibt aber weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2014 bis 16. Erst letzten Monat gab es mit 1,8 % ein neues 5-Jahres-Tief

Bloomberg meldet, das China aktuell die Abwertung des Yuan prüft, um im Handelsstreit mit den USA Druck zu erzeugen, Damit würde China seine Wettbewerbsfähigkeit nicht nur gegen die USA, sondern global verbessern. Diese Währungsmanipulstionen sind deshalb eigentlich nicht erlaubt. Das Problem ist, dass sich die USA ja auch nicht unbedingt an Regeln halten. auch wenn die Kritik der USA an den Handelspraktiken Chinas als auch derer in Europa nicht völlig aus der Luft gegriffen sind. USDCNY erholte sich am Morgen sichtbar

Die Türkische LIra bleibt im Sinkflug. Für einen Euro gab es heute erstmal 5 Lira.

Die EZB moniert in ihrem Jahresbericht, dass nicht alle nationalen Notenbanken der Eurozone ihren Staaten Zinsen für deren Einlagen abverlangen. Für die EZB offenbar ein Fall von monetärer Staatsfinanzierung und daher nicht erlaubt. 

Wegen Streiks auf den Flughäfen Frankfurt, München, Köln und Bremen muss Lufthansa für morgen rund die Hälfte aller Flüge streichen. 

US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow glaubt nicht, dass der Handelssteit mit China negativ auf die Märkte wirkt. Er geht davon aus, dass die Chinesen der Vernunft folgen werden. Außerdem sieht Kudlow gute Fortschritte bei den NAFTA-Verhandlungen

Donald Trump trifft sich am Abend (Ortszeit) mit seinen Militärberatern, um über eine Antwort auf den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien zu diskutieren. Spät am Abend, also in der europäischen Nacht, ist eine Kabinettssitzung angesetzt. Der republikanische Senator Lindsey Graham sieht in Syriens Machthaber Assad einen Kriegsverbrecher, den man gemeinsam mit seinen engsten Mitstreitern als legitimes militärisches Ziel einstufen und täten dürfe.

 8.10 Uhr

Die Sorgen um einen Handelskrieg zwischen den USA und China treten weiter in den Hintergrund. Und so starten die Märkte freundlich in die neue Woche. Der Dax schiebt sich wieder nah an die 12.310/30 und könnte sich bei einem Bruch der Widerstandsregion Richtung 12.460/500 erholen. Die plötzliche Korrektur des US-Markts am Freitagabend bleibt somit etwas rätselhaft, scheint aber zumindest im europäischen Handel keine große Wirkung zu entfalten. Sie erinnert und aber daran, dass die Märkte weiter sehr nervös und volatil bleiben. Auf der Unterseite finden wir bei 12.160 und 12.070 ersten Support.

EURUSD agiert weiter knapp unter dem Widerstand 1.2285. Weitere Widerstände liegen bei 1,2300/15/45/85. Support gibt es bei 1,2250/15. Darunter könnte sich die Dollarstärke der letzten Woche manifestieren.

Deutschlands Handelstätigkeit hat im Februar überraschend nachgelassen. Die Exporte schrumpften um 3,2, die Importe um 1,3 %. Analysten erwarteten kalender- und saisonbereinigt +0,2 bzw. +0,3 %. Der Handelsüberschuss schrumpfte auf 19,2 Mrd. Euro. 

Die Schweizer Arbeitslosenquote sank von 3,2 % auf 2,9 %. Saisonbereinigt verharrte sie auf 2,9 %.

Der Wirtschaftskalender bietet heute keine Highlights. Es ist gut möglich, dass der Handel zunächst dem FOMC-Sitzungsprotokoll der Fed entgegenfiebert. Es wird am Mittwochabend veröffentlicht.

Bei den Einzelwerten dürfte die Deutsche-Bank-Aktie im Fokus stehen, nachdem Christian Sewing zum neuen Vorstandschef aufrückte. Der bisherige Chef John Cryan trat a, Wochenende zurück.

Nach Ansicht der Internationalen Handelskaummer (ICC) sollte die EU in Sachen Zölle den USA entgegenkommen. Der Generalsekretär in Deutschland meinte, Trump gehe es wohl weniger um Stahl und Aluminium als viel mehr um der EU viel höheren Zölle auf Autos.

Derweil hat US-Präsident Trump die Hoffnung geäußert, dass China seine Handelsbarrieren letztendlich abbauen wird und ein Abkommen zum Schutz geistigen Eigentums erreicht werden kann. China hat hingegen angekündigt, mit allen Mitteln und bis zum bitteren Ende gegen die drohenden US-Handelsbeschränkungen kämpfen zu wollen. 

In Indien und Pakistan sieht die Politik Kryptowährungen weiter skeptisch. In Indien warnte die Regierung die Bevölkerung vor der Spekulation mit Bitcoin & Co. In Pakistan erinnerte die Regierung daran, dass die Spekulation mit Kryptowährungen dort verboten ist.

Börse im Überblick, 6. April

Die Zahl der Beschäftigten ist nach der Statistik des US-Bureau of Labor Statistics nur um 102.000 Stellen gestiegen. Erwartet wurden +190.000.  Die Arbeitslosenquote verharrt bei 4,1 %. Erwartet wurde hier , dass sie auf 4,ß % fällt. Die durchschnittlichen Lohnsteigerungen bewegten sich mit 0,3 % im Rahmen der Erwartungen.

Besser als erwartet viel der Stellenaufbau in Kanada aus, wo im März 32.300 neue Stellen geschaffen wurden. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 5,8 %. Der kanadische Ivey Einkaufsmanagerindex lag mit 59,8 Punkten knapp unter den Erwartungen. 

Die Lufthansa-Aktie profitierte heute von einer Kaufempfehlung der UBS. Wacker Chemie wurde von Kepler Cheuvreux zum Kauf empfohlen. 

Bei Daimler bleibt der Wachstrumsmarkt Nummer 1 China. Der Absatz stieg dort um 17,2 % zum Vorjahr. Im Rest der Welt waren es lediglich 1,3%. 

Samsung hat nach dem vorläufigen Ergebnis im vergangenen Jahr den Umsatz um 18,7 und den Gewinn um 57,6 % gesteigert.

Auch LG Electronics meldet überraschend gut Zahlen. Der Betriebsgewinn ist im ersten Quartal um 20 % gestiegen.

Facebook hat nach Angaben der Europäischen Kommission bestätigt, dass vom Datenskandal rund um die britische Firma Cambridge Analytica 2,7 Mio. europäische Nutzer betroffen waren. Facebook hat unterdessen angekündigt, dass ab Montag weltweit alle User informiert werden, deren Daten von Cambridge Analytica missbräuchlich verwendet worden sein könnten. 

Die "BILD" will aus der Bundesagentur für Arbeit erfahren haben, dass jeder zehnte Hartz IV-Empfänger ein Syrer ist.

 8.40 Uhr

Der Markt bleibt einigermaßen unberechenbar. Nachdem die Wall Street über den Tag ihre Gewinne vom Vortag halten konnte, kam es nachbörslich zu Gewinnmitnahmen. Der Markt bleibt also ziemlich unberechenbar. Besser gesagt, Donald Trump ist halt immer für eine Überraschung gut: Nachdem das Weiße Haus die schärfe aus dem Handelskonflikt mit China gerade herausgenommen hatte, legte Donald Trump am Abend nach und erklärte, weitere Strafzölle gegen China im Umfang von 100 Mrd. Dollar zu prüfen. 

Chinas Medien reagierten promt und  werteten die Nachricht als "lächerlichen Einschüchterungsversuch". Der Ton bleibt also rau und eine echte Deeskalation, wie gestern am Markt noch erhofft und eingepreist, ist nicht wirklich in Sicht. 

Generell hätten die Handelsstreitigkeiten auch Auswirkungen auf andere Regionen der Welt. So zeigte sich auch der Deutsche Bauernverband besorgt. Die amerikanische Wirtschaft müsste sich bei einem Ausfall des chinesischen andere Märkte suchen, was dort das Angebot steigern und damit die Preise fallen lassen würde. 

Der Dax startet daraufhin heute deutlich unter dem gestrigen Future-Schluss bei rund 12.200 Punkten, also immerhin über 12.160. Wichtiger Widerstand bleibt bei 12.310. Die Markt konnte gestern letztendlich nicht nachhaltig überwunden werden. 

EURUSD gab die abendliche Erholung in der Nacht wieder ab und handelt unter 1.2240. Das Ziel 1,2155/25 bleibt damit intakt.

Erneut enttäuschend sind die Zahlen aus der deutschen Industrie. Die Produktion legte im Februar wieder den Rückwärtsgang ein und schrumpfte um 1,6 % zum Vormonat. Klar, der Februar hatte weniger tage als der Januar, aber der Markt erwartete trotzdem ein Wachstum von 0,2 %. Immerhin wurde der Januar von .0,1 auf +0,1 % revidiert. 

Auch heute könnte es einen nervösen, volatilen Handelsverlauf geben. Um 14.30 Uhr werden die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Zwar deuteten die ADP-Daten vom Mittwoch auf robuste Daten hin, aber die überraschend gestiegenen Anträge auf Arbeitslosenhilfe gestern sorgten für leichte Zweifel, dass die Daten heute sehr stark ausfallen. Schwächere Daten als die erwarteten 193.000 neuen Stellen könnten den Markt annehmen lassen, dass sich das Konjunktur-Wachstum verlangsamen könnte.

Aus Japan wurden uneinheitliche Daten veröffentlicht. Die Ausgaben der privaten Haushalte sanken überraschend deutlich um 1,5 % zum Vormonat,. während die Durchschnittseinkommen um 1,3 % zum Vorjahr stiegen, was über den Erwartungen lag (0,5 %). Trotzdem dürften die Lohnsteigerungen in Japan zu gering sein um eine höhere Inflation zu entfachen. 

Die Daimler-Aktie wird heute exDividende gehandelt. 3,65 € ja Aktiewerden ausgeschüttet.

Nachdem Daimler-Chef Zetsche gestern Erklärte, dass die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China keine Auswirkungen auf sein Unternehmen hätten, kommt die Investmentgesellschaft Aliiance Bernstein zu einem anderen Untersuchungsergebnis. Daimler und auch BMW produzieren in den USA auch Autos für den chinesischen Markt und wären von chinesischen Gegenmaßnahmen sehr wohl betroffen. 

Morphosys hat in Japan die Zuslassung für ein Mittel gegen mittelschwere bis schwere Formen der Schuppenflechte zugelassen bekommen. 

Eine Facebook-Managerin gab gestern Einblick in die Welt des sozialen Netzwerkes und damit in die Sicherheit der Daten der Facebook-Nutzer. Sie scheint nicht existent zu sein, denn laut  Sheryl Sandberg ist dem Unternehmen nicht bekannt, welche persönlichen Informationen Cambridge Analytica genutzt hat. Facebook legt zu jedem Nutzer genaue Profile an, um ihn mit den individuell passenden Informationen und vor allem die passende Werbung zu platzieren. Dass diese Profile mit Dritten geteilt werden, sollte jeden Facebook-Nutzer alarmieren. Auf der anderen Seite, ein Leben ohne Facebook, Instagram und What´s App? Aber genau das zeigt auch die Macht des Netzwerkes von Mark Zuckerberg.  Es ist nicht damit zu rechnen, dass andere Internetgiganten anders mit den persönlichen Daten umgehen. Schließlich ist der eigentliche Wert dieser Firmen der riesige Schatz an persönlichen Daten. Eigentlich keine neue Erkenntnis, weshalb es doch einigermaßen erstaunlich ist, dass die Politik erst jetzt ein wenig aufgeschreckt ist. Der deutsche Kartellamtspräsident Andreas Mundt wirft Facebook vor, seine Marktmacht ausgenutzt zu haben. 

In Berlin spitzt sich der Streit um den Familiennachzug bei Flüchtlingen zu. Uniion und SPD interpretieren den Koalitionsvertrag unterschiedlich. Einige Beobachter sehen hier Zündstoff, der die GroKo scheitern lassen könnte. 

Börse im Überblick, 5. April

Gemischtes gibt es von den Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone. Der deutsche Index blieb mit 53,9 unter der Vorablesung (54,2). auch der italienische blieb mit 52,6 Punkten deutlich unter den Erwartungen (53,9). In Spanien gab es eine Punktlandung bei sehr guten, wenn auch zum Vormonat etwas niedrigen 56,2. Frankreich übertrifft mit 56,9 Punkten die Erwartungen (56,8) knapp. Macht in der Eurozone 54,9 - knapp unter der Vorabschätzung (55,0). Der Dax legt einen dynamischen Start hin und versucht sich über der 12.160 zu etablieren. Ziele sind 12.310 und 12.460/500

Bezüglich der Einzelhandelsumsätze der Eurozone war ich ja eher skeptisch. Ich sollte recht behalten. +0,1 % im Februar - erwartet wurden 0,6 %. 

Vorher gab es in der Schweiz den Verbraucherpreisindex, der im März um 0,8 % zum Vorjahr zulegte. Sehr inflationär ist die Preisentwicklung in der Schweiz also weiterhin nicht, aber immerhin gewann die Teuerung gegenüber dem Vormonat (0,6 %) etwas an Dynamik, was aber mit Ostern zusammenhängen könnte.
EURCHF schafft es bisher erneut nicht nachhaltig über die 1.18

Der britische Einkaufsmangerindex für den Dienstleistungssektor enttäuschte mit 51,7 Punkte. Analysten rechneten mit 53,9 Punkten. Im Februar waren es sogar noch 54,5. Mal von einem Ausreißer im Juli 2016 abgesehen ist es der schlechteste Wert seit 5 Jahren.
GBPUSD ist in der Nacht erneut an der 1,41 gescheitert und verbleibt weiter in der Seitwärtsrange, die unten von der 1,4010 begrenzt ist.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen in den USA mit 242.000 deutlich über den Erwartungen (225.000) und über dem Vier-Wochen-Schnitt (228.250).

Das US-Handelsbilanzdefizit ist im Februar auf 57,6 Mrd. Dollar gestiegen. Größer war es nur einmal: Vor der Finanzkrise 2008. Der größte Posten für die gestiegenen Importe waren die Übertragungsrechte für die Olympischen Winterspiele. 

Deutlich aufwerten konnte der US-Dollar, nachdem Atlanta-Fed-Gouverneur Raphael Bostic prognostiziert hat, dass die US-Inflation schon in ein bis zwei Quartalen die 2-Prozent-Marke erreicht haben wird.

 Auch Kanadas Handelsdefizit ist im Februar deutlich gewachsen: Von 1,94 auf 2,69 Mrd. CAD,

Daimler-Chef Dieter Zetsche sieht die E-Mobilität als vorübergehende betriebswirtschaftliche Herausforderung. Außerdem bricht er eine Lanze für das autonome Fahren. Es werde die Zahl der Unfälle signifikant verringern.

Monsanto enttäuschte mit den Zahlen für das zweite Quartal. Der Umsatz lag bei 5,02 Mrd. $, der Gewinn bei 3,22 $ Ja Aktie. Erwartet wurden 5,34 Mrd. und 3,31 $

"BILD" will erfahren haben, dass Angela Merkel am 27. April den US-Präsidenten Donald Trump besuchen möchte. Das Kanzleramt wollte den Termin zum aktuellen Zeitpunkt nicht bestätigen.

Der türkische Geheimdienst hat nach Angaben ihres Regierungsspreches Bekir Bozdag seit dem Putsch 80 Anhänger der Gülen-Bewegung aus dem Ausland in die Türkei gebracht. Insgesamt soll der MIT in 18 Ländern aktiv gewesen sein. 

Die ehemalige Chefin der Fed, Janet Yellen, soll sich gestern mit 40 Wall Street-Bankern und Hedgefonds-Managern zu einem Essen getroffen haben. Dabei sollen für die Teilnahme hohe Summen gezahlt worden sein, Insiderinformationen sollen angeblich nicht geflossen sein. Yellen war noch Anfang des Jahres im Amt.

 8.10 Uhr

Nach der beeindruckenden Erholungsrally gestern Abend an der Wall Street zeigten sich auch die asiatischen Märkte freundlich. Als Grund moderatere Töne aus dem Weißen Haus im Handelskonflikt mit China genannt. Regierungssprecherin Sanders meinte, dass die neuen Handelsbeschränkungen im Umfang von rund 50 Mrd. Dollar frühestens in einigen Monaten inkrafttreten. Bis dahin sei Zeit für Verhandlungen. Handelsminister Wilbur Ross glaubt, dass sich beide Länder auf ein Handelsabkommen verständigen. 

Der Dax startet stark knapp unter dem 12.160er Widerstand. Ein Bruch könnte den Bullen neue Nahrung geben und die Erholung von gestern fortsetzen. Vor dem Bereich 12.460/500 wartet noch bei 12.310 markanter Widerstand. Erster Support dürfte bei 12.070 Punkten liegen. Generell sollte man aber nicht ganz vergessen, dass die Nervosität im Markt nur in den Hintergrund gerückt wurde. Kein einziges Problem ist gelöst. Es besteht aber immerhin Hoffung für Deeskalation. Solange sie aufrechterhalten werden kann, können die Märkte freundlich agieren. 

Die Auftragseingänge der deutschen Industrie enttäuschten wiedermal. Sie stiegen im Februar um magere 0,3 %. Erwartet wurden 1,6 %. Gleichzeitig wurde der Januar immerhin von -3,9 auf -3,5 % revidiert. Schlecht bleibt das Ergebnis aber trotzdem, nur wann hat das zuletzt den Markt interessiert?

EURUSD bog gestern dann doch noch nach Süden ab und könnte nun den Aufwärtstrendkanal bei 1,2250/40 testen. Wichtig würde der Support bei 1,2155/25 werden. Unter diesem Niveau drohen neue Jahrestiefs. Auf der Oberseite gibt es zahlreiche Widerstände: 1,2300/45/85/425.

Wichtige Termine heute:

09:15 Uhr Verbraucherpreisindex aus der Schweiz

09:55 Uhr Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex aus Deutschland

10:00 Uhr Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex aus der Eurozone

10:30 Uhr Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex aus Großbritannien

11:00 Uhr Einzelhandelsumsätze aus der Eurozone

14:30 Uhr Handelbilanzen USA und Kanada

An Daten gab es in der Nacht nur die Handelsbilanz in Australien. Sie weist für den Februar einen 825 Mio. AUD-Überschuss aus. Dies lag über den Prognosen jedoch unter den 0,95 Mrd. AUD im Vormonat.

Weiter unter Druck blieb gestern die Facebook-Aktie, nachdem CEO Mark Zuckerberg einräumen musste, dass vom Datenskandal 87 Mio. Nutzer betroffen waren. Bisher ging man von rund 50 Mio. Nutzern aus. Die Mehrheit der Betroffenen kommt aus den USA, aber auch 300.000 Deutsche sollen laut ARD-Angaben betroffen sein. Cambridge Analytica hat nach eigenen Angaben inzwischen alle Facebook-Daten gelöscht.

Außenpolitisch provoziert Russland mit Raketentests mit scharfen Sprengkörpern vor der Küste Lettlands. Der Flugverkehr musste über Teilen der Ostsee eingestellt werden. 

Börse im Überblick, 4. April

Der ISM Dienstleistungsindex fällt in den USA im März auf 58,8 Punkte. Das ist nicht schlecht, aber eben doch knapp unter den Erwartungen (59,0).

Starke ADP-Beschäftigungszahlen aus den USA. Im März sind 241.000 neue Stellen hinzugekommen. Entsprechend dürften nun auch die Erwartungen für die Non Farm Payrolls, die am Freitag veröffentlicht werden, steigen.

 Der Verbraucherpreisindex für die Eurozone zeigt in seiner vorläufigen Fassung eine anziehende Teuerung. Die Preise sind im März demnach um 1,4 % gestiegen. Gleichzeitig verharrt allerdings der Kern-VPI bei 1 %. Hier wurden 1,1 % erwartet. Generell gehen Analysten davon aus, dass die Preise im März wegen Osten etwas stärker gestiegen sind. Eine nachhaltige Trendwende ist also nicht in Sicht.

Die Arbeitslosenquote in der Eurozone ist im Februar wie erwartet von 8,6 auf 8,5 % gesunken. Wie schon öfter erwähnt werden bei Eurostat noch mehr Arbeitslose aus der Statistik gestrichen als bei der Bundesanstalt für Arbeit. Die Freude darf sich also durchaus in Grenzen halten. 

Die USA haben eine Liste mit chinesischen Waren veröffentlicht, auf die Strafzölle verhängt werden sollen. Es soll sich um einen Umfang von 50 Mrd. Dollar belaufen. Die Zölle dürften auch US-Unternehmen treffen. Auf der Liste befinden sich u. a. auch Flugzeugteile, was Boeing eher nicht gefallen dürfte. China will mit 25 % Zöllen u. a. auf Sojabohnen und Flugzeuge antworten. schön für Airbus...

In einem neuen Tweet erläutert der US-Präsident seine Logik: "Wenn Du ein Handelsdefizit von 500 Mrd. Dollar hast, hast Du nichts mehr zu verlieren. In der Industrie sieht man das scheinbar anders. U. a. sind heute Boeing, Caterpillar, United technologies und General Electric die großen Verlierer.

 Öl-Lagerbestände gehen drastisch um 4,617 Mio. Barrel zurück, was den Preisverfall bei WTI erst einmal bremst. Bei Widerstand gibt es bei 64,10. Hält sich das Schwarze Gold nicht über 62,80 könnte sich auch die Korrektur bis 61,45 fortsetzen. Aufgrund der Sorgen um einen Handelskrieg könnte der Ölpreis weiter unter Druck geraten. Zunächst wirken aber die Lagerdaten. 

Der Gouverneur der St. Louis Fed, James Bullard, hält die Inflationserwartungen weiter für recht niedrig. Aktuell sieht es keine Notwendigkeit für weitere Zinserhöhungen. Bullard ist alternatives FOMC-Mitglied, hat also kein Stimmrecht im geldpolitischen Ausschuss der Fed.

Der japanische Notenbankchef Haruhiko Kuroda hat vor dem japanischen Parlament erneut erklärt, dass die Inflation noch zu niedrig sei, um über eine Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik zu sprechen. Er deutete aber verschiedene Szenarien an, wie ein Ausstieg vonstatten gehen könnte. USDJPY bewegten die Aussagen nicht. 

Ein britisches Militärlabor konnte im Fall Skripal keine russische Verbindung nachweisen. 

US-Präsident Donald Trump hat wiedermal Berlin dafür kritisiert, dass man sein Geld falsch ausgäbe. Der Nord Stream 2, mit dem russisches Erdgas nach Deutschland gepumpt werden soll, ist dem US-Präsidenten ein Dorn im Auge. Statt Milliarden nach Russland zu pumpen, solle Deutschland besser mehr Geld in den Verteidigungsetat stecken, so der Präsident.

In Berlin ist man aber gerade mit ganz anderen Themen beschäftigt. Das Innenministerium  arbeitet gerade an einem Gesetzentwurf zum Familiennachzug von Flüchtlingen. Dieses geht nach Ansicht der SPD aber über die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages deutlich hinaus. Der erste richtige Koalitionskrach scheint unausweichlich. Horst Seehofer ist im Wahlkampf...

US-Sonderermittler Robert Muller sieht aktuell keine hinreichenden Anhaltspunkte um US-Präsident Donald Trump anzuklagen.

Mexiko hat einen Flüchtlingskonvoi gestoppt, der von Mittelamerika Richtung USA auf dem Weg war.

8.20 Uhr

Nach der Erholung am Ende der US-Session startet der Dax wieder unter der Marke von 12.040, wobei jetzt 12.070 zum Doppeltopp werden könnte. Wichtiger ist auf der Oberseite weiter 12.160. Darüber könnte man von einer bullischen Tendenz sprechen. Auf der Unterseite ist das gestrige Tief bei 11.910 und die Wolkenunterkante bei 11.875 erster Support. Unter 11.730/00 wird es bärisch mit Ziel 11.490. Aktuell befindet sich der Dax also wieder mal in einer trendlosen Phase.

EURUSD vollzog nach seinem Abverkauf gestern Nachmittag eine korrektive Erholung, die heute morgen gebrochen worden ist. Die Fortsetzung der Abwärtsbewegung ist also wahrscheinlich, jedoch wartet bei 1,2240 noch ein wichtiger Support.

Deutlich gesunken sind gestern die Öl-Lagerbestände, was WTI aber nicht beflügelte.

Aus Australien gab es gemischte Daten, wobei die guten Einzelhandelsumsätze AUDUSD stützten.

Der enttäuschende Caixin-Dienstleistungseinkaufsmanagerindex aus China hatte auf den Shanghai-Composite keine Auswirkung. Der Index bewegte sich seitwärts.

Heute stehen folgende Termine im Fokus:
11.00 Uhr Verbraucherpreisindex Eurozone (vorläufige Fassung)
14.15 Uhr ADP-Arbeitsmarktdaten USA
16.00 Uhr ISM Dienstleistungsindex USA
16.30 Uhr Rohöl-Lagerbericht der US-Regierung

Happy Trading

Börse im Überblick, 3. April

 Der deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe blieb mit 58,2 noch etwa unter der ersten Lesung vor 10 Tagen (58,4). Es war der schlechteste Wert seit 8 Monaten und der dritte Rückgang in Folge.

Der Einkaufsmanagerindex der Eurozone traf die erste Schätzung genau. Während Frankreich und Spanien etwas über den Erwartungen lagen, enttäuschte Italien. Am der insgesamt sinkenden Wachstumsdynamik hätten Kapazitätsengpässe in einigen Eurozonen-Ländern ihren Anteil.

Deutlich unter den Erwartungen blieb der Schweizer Einkaufsmanagerindex mit immer noch guten 60,3 Punkten (erwartet 64,3).

Die Schweizer Einzelhandelsumsätze sanken im Februar mit 0,2 % zum Vorjahr weniger als befürchtet (0,7 %)
Der Dax scheiterte mit dem Versuch, die 12.040 zu attackieren und sucht sich nun tiefere Ziele. 

Über den Erwartungen präsentierte sich dagegen der britische Einkaufsmanagerindex mit 55,1 Punkten (erwartet 54,8).

Wie Großbritanniens Statistikbehörde mitteilte, sollten künftig neben den Quartalszahlen zum BIP auch monatliche Daten erhoben werden. Erstmals soll es eine BIP-Schätzung für Mai geben, die im Juli erscheinen soll. Die Quartalszahlen sollen künftig zwei Wochen säter, also 6 Wochen nach dem Ende des Vorquartals veröffentlicht werden. 

Facebook-Gründer-Mark Zuckerberg überrascht die märkte heute mit der Aussage, dass die Behebung der Probleme von Facebook Jahre in Anspruch nehmen werden. Zeit, die das Unternehmen voraussichtlich weder in den USA noch in Europa bekommen dürfte, betreffen die Probleme doch den Datenschutz, der zumindest in Europa gerade nochmal nachjustiert wird. Dass Facebook hier Sonderrechte bekommt, ist eher unwahrscheinlich. Völlig unklar ist, ob das andere US-Internetkonzerne mit den Daten ihrer Kunden sensibler umgehen. So dürfte am Technologiemarkt weiter die Angst umgehen, dass Facebook nur der erste Stein im Dominospiel ist, der da fällt.

Auch Amazon könnte weiter im Blickpunkt bleiben, denn offenbar ist der Konzern dem Weißen Haus ein Dorn im Auge. Ohne Frage beherrscht das Unternehmen nicht nur in den USA, sondern auch in Europa mehr und mehr dem Markt und behindert offensichtlich den Wettbewerb. Amazon dürfte schon heute einen Einfluss haben, der den Wettbewerb zumindest einschränkt, was eigentlich auch die Kartellwächter auf den Plan rufen sollte. Deren Arbeit scheint nun US-Präsident Donald Trump zu übernehmen. Es könnte sein, dass auf die Internet-Giganten unruhige Zeiten zukommen. In einem heutigen Post hat Trump Amazon vorgeworfen, die US-Post als Botenjunge zu missbrauchen, was den Steuerzahler Milliarden koste. Wieso? bezahlt Amazon kein Porto? 

Auch General Motors überrascht die Anleger. Der Autokonzern will zukünftig für die USA, China und Brasilien keine monatlichen Absatzzahlen mehr veröffentlichen. In einer Wachstumsphase trifft man so eine Entscheidung bestimmt nicht oder? Na ja, im März lagen die 296.341 abgesetzten Autos immerhin 16 % über dem Vorjahr. 

Ford will ab 2023 in Deutschland elektrische Autos bauen (Handelsblatt)

Ziemlich Überraschendes kommt aus dem Königshaus der Saudis. Kronprinz Mohammad bin Salman sagte Medienvertretern aus den USA, dass Palästinenser und Israelis ein Recht auf ihr eigenes Land haben. Bisher hatte es Saudi Arabien vermieden, Israel ein Existenzrecht zuzugestehen. 

Die UNO prüft Berichte, nach denen die afghanische Luftwaffe bei einem Angriff ein Massaker unter der Zivilbevölkerung verübt haben soll. UNO-Experten seien vor Ort, um die Vorwürfe zu prüfen.

 08.25 Uhr

Die Vorgaben aus den USA waren alles andere als bullisch. Zum einen waren es die Technologiewerte, die unter Druck geraten. US-Präsident Donald Trump scheint zu glauben, die gute, alte Zeit zurückholen zu können und hat den Feind dieser Idee auch im eigenen Lande gefunden zu haben: Amazon. Generell sieht Trump kritisch, dass die global agierenden Technologieunternehmen sich der Steuer in den USA weitgehend entziehen können. am Markt herrscht diesbezüglich Alarmstimmung, auch weil sich wegen des Datenskandals bei Facebook, der das Geschäftsmodoell einer ganzen Branche infrage stellt, Angst vor strengeren Regulierungen breit macht. 

Und das war nicht alles; China hat auf die US-Handelssanktionen recht moderat regiert und über 100 US-Produkte, vornehmlich aus der Landwirtschaft, mit Zöllen belegt. Das Reich der Mitte ließ aber keinen Zweifel, dass es keine Angst vor einem Handelskrieg mit den USA hat und die nächste Antwort drastischer ausfallen wird.
Die US-Indizes gaben deutlich nach, was auch die Märkte in Asien nicht kalt ließ, auch wenn die Verluste hier recht moderat ausfielen.
Dies gilt auch für den Dax, der um 12.000 Punkte in den April und damit zunächst mal charttechnisch am Kijun (orange)des Stundencharts startet. Hier liegt also ein wichtiger Support, von dem aus die Bullen versuchen könnten, die 12.040 wieder zurückzuerobern. Gelingt dies, wäre ein erneuter Test der 12.160 durchaus möglich. rutscht der Dax tiefer, wartet unter 12.875 ein erneuter Test der 11.730/00.
Deutlich unter Druck geriet gestern auch EURUSD. Vorwochentief bei 1,2280 konnte geradeso verteidigt werden. Die Erholung ist aber eher korrektiv, so dass hier ein Test des übergeordneten Aufwärtstrends bei 1,2240 mindestens eingeplant werden muss. Darunter droht die 1,2160/25

An Daten gab es heute schon schwache Einzelhandelsumsätze aus Deutschland. 9.55/10 Uhr gibt es die Einkaufsmanagerindizes aus Deuschland und der Eurozone
Der ISM Einkaufsmanagerindex aus den USA enttäuschte gestern leicht.

In Austalien beließ die Reserve Bank of Australia die Zinsen wie erwartet bei 1,5 %. Notenbankchef Philip Lowe sieht die Inflation noch eine Weile auf dem aktuell niedrigen Niveau. Das Wirtschaftswachstum werde sich aber beschleunigen.  AUDUSD erholte sich ans Freitagshoch bei 0,7705. 

Der japanische Tenkan-Herstellungsindex präsentierte sich gestern  unter den Erwartungen. und fiel im 1. Quartal von 25 auf 24 Punkte. Der Dienstleistungsindex enttäuschte mit unveränderten 23 Punkten ebenfalls leicht. 

Pessimistischer sehen auch die chinesischen Manager die Konjunktur. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex, der Manager in den mittelständischen Privatunternehmen befragt, sank von 51,6 auf 51,0 Punkte, Analysten erwarteten 51,8 Punkte. 

 Deutlich abgeschwächt hat sich das russische Wachstum, dass im 4. Quartal nur noch um 0,9 % zum Vorjahr stieg. im Vorquartal waren es noch 2,2 %.

 Viel Optimismus versprüht Wirtschaftsminister Peter Altmaier, der gelaubt, dass es zwischen der EU und den USA schon im Sommer ein Handelsabkommen gibt. 

Deutlich unter Druck geriet gestern Intel, nachdem Meldungen kursierten, dass Apple ab 2020 eigene Chips produzieren will. 

Israel hat sich mit dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR über die Abschiebung von rund 16.000 afrikanischen Flüchlingen in westliche Staaten verständigt. Das Dumme: Die westlichen Staaten wissen davon gar nichts.

In Malaysia sind "Fake-News" nun per Gesetz strafbar. Wer falsche Nachrichten in Umlauf bringt, kann mit bis zu 100.000 $ und 6 Jahre Haft bestraft werden. Journalistenverbände kritisieren, dass nicht genau definiert ist, was überhaupt Fake-News sind. 

Börse im Überblick, 29. März

17 Uhr

Ein recht ruhiger, aber freundlicher Handelstag beendet den März. Der Dax konnte seine gestrige Erholung fortsetzen, ohne wirklich relevante Marken zu überspringen. Immerhin agierte er damit stärker als die US-Indizes, die auch zu Gewinnen kamen. dabei könnten die recht enttäuschenden US-Daten durchaus beigetragen haben. Ein Teil der Daten könnte die Marktteilnehmer glauben lassen, dass sich die Fed doch etwas mehr Zeit für die nächsten Zinserhöhungen nehmen könnte

EURUSD kämpft dem Support 1,23, An den Daten des heutigen Tages kann dies nicht gelegen haben.

Die deutschen Arbeitsmarktdaten präsentierten sich ordentlich. Die Zahl der Arbeitslosen fiel saisonbereinigt um 19.000 zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank auf  5,3 % (-0,1 %). Nicht saisonbereingt sehen die Zahlen noch beeindruckender aus: -88.000 bei einer Quote von 5,5 % nach 5,7 % 

Angezogen hat die Inflation in Deutschland. Mit 1,6 % zum Vorjahr blieb sie im März aber unter den Erwartungen (1,7 %). Im Februar legte der Verbraucherpreisindex nur um 1,4 % zu. Analysten glauben, dass die etwas stärkere Teuerung nur vorübergehender Natur ist. Der zusätzliche Preisdruck wird mit dem diesmal recht zeitig liegenden Ostern erklärt. So legten u. a. Pauschalreisen deutlich zu. Letztes Jahr schlugen die Saisontarife erst im April zu Buche. Der HVPI legte um 1,5 % zu.

Keine Überraschung gab es bei der PCE Kernrate Preisindex in den USA. Wie erwartet legte der Index im Februar um 1,6 % zum Vorjahr zu und zeigt, dass auch in den USA kein besonders hoher Inflationsdruck auszumachen ist. Die Privateinkommen stiegen im Februar um 0,4 %, die -ausgaben um 0,2 %. So hatte es der Markt auch erwartet. Schwach zeigte sich der reale Privatkonsum, der im Februar stagnierte. 

Enttäuschend zeigte sich der Chicago Einkaufsmanagerindex mit 57,4 statt der erwarteten 62,1 Punkte. Schlechter fiel der Index zuletzt vor einem Jahr aus.

Die Verbraucherstimmung der Uni Michigan präsentierte sich mit ebenfalls 101,4 ebenfalls schwächer als erhofft. 

Enttäuschend auch das kanadische BIP, das im Januar um 0,1 % schrumpfte.  Auch der Rohstoffpreisindex sorgte mit -0,3 % statt +2,8 % im Februar für lange Gesichter. Die Forexhändler blieben allerdings ziemlich gelassen. USDCAD zeigte sich leicht schwächer.

Unspektakulär präsentierte sich auch das britische BIP in der dritten und damit endgültigen Fassung. Für das 4. Quartal wurden 0,4 % Wachstum bestätigt. 

Ein beeindruckendes Wachstum legte 2017 die türkische Wirtschaft hin. Das BIP wuchs um 7,4 %

Bei den Einzelaktion legte heute Renault um über 7 % zu, nachdem der Markt über eine mögliche Fusion mit Nissan spekulierte. 

Weiter nach unten ging es für Amazon, nachdem Äußerungen des Weißen Hauses darauf hindeuten, dass man Online-Händler offenbar zukünftig stärker besteuern möchte. 

US-Präsident Donald Trump muss sich in Washington wegen der Annahme illegaler ausländischer Zahlungen an sein Unternehmen verantworten. Ein US-Bundesgericht ließ eine entsprechende Klage jetzt zu. 

Die Türkei hat die kurdische Miliz YPG aufgefordert, die nordsyrische Stadt Manbidsch zu verlassen. Andernfalls drohte der Nationale Sicherheitsrat der Türkei mit der Eroberung der Stadt.

Das Gipfeltreffen zwischen Südkoreas Präsidenten Moon Jae und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un soll am 27. April in der demilitarisierten Zone zwischen beiden Ländern stattfinden. Auch Japan hat Nordkorea ein Gipfeltreffen angeboten.

08.10 Uhr

Keine einheitlichen Vorgaben kommen aus Asien und Australien. Während der Nikkei trotzdes schwächeren Yen und auch der S&P/ASX erneut unter Druck gerieten, konnten sich die Bärsen in Hongkong und Shanghai etwas erholen.
Noch keine Reaktion gab es auf die Aussagen von Raphael Bostic, Gouverneur der Atlanta Fed, der feststellte, dass die Inflation stärker steigt, als dies einige Kennziffern vermuten lassen. So habe die Fed weiteren Spielraum, die Zinsen schrittweise anzuheben.
EURUSD fiel gestern genau auf die 1,23 und konnte isch in der Nacht ein wenig erholen.
Der Dax startet nahezu unverändert in den Tag. Die Volatilität könnte am letzten Handelstag vor Ostern deutlich nachlassen, denn morgen ist an vielen Märkten Feiertag,
Aus dem Wirtschaftskalender gibt es jedoch noch mal einige wichtige Termine:
09:55 Arbeitsmarkt Deutschland
10:30 BIP Großbritannien
14:00 Verbaucherpreisindex Deutschland
14:30 PCE Kernrate Preisindex, Privateinkommen und -ausgaben USA
14:30 BIP Kanada
15:45 Chicago Einkaufsmanagerindex
16:00 Verbraucherstimmung Uni Michigan

Börse im Überblick, 28. März

17 Uhr

Gute Daten aus den USA könnten am Markt die Angst vor einer bald weiter sinkenden Bereitstellung von Liquidität durch die Notenbanken weiter befeuern. Außerdem bleiben die Tec-Werte unter Druck.

Das BIP ist nach endgültiger Lesung im 4. Quartal um 2,9 % und damit noch stärker als erwartet (2,7 %) gestiegen. Auch die schwebenden Hausverkäufe überzeugten und legten im Februar um gute 3,1 % zu, 

EURUSD fiel daraufhin auf den ehemaligen Abwärtstrend, während sich die US-Indizes schwer tun, eine Erholungsbewegung zu initiieren. 

Die Rohöl-Lagerbestände sind in den USA um gut 1,5 Mio. Barrel gestiegen, was die Märkte eher nicht bewegen dürfte, weil dafür die Benzin-Lagerbestände deutlich gesunken sind. 

 In der Schweiz sind die Konjunkturerwartungen der Credit Suisse im Februar ziemlich deutlich von 25,8 auf 16,7 Punkte gesunken. 

Sehr schwach fiel auch der CBI-Index des britischen Einzelhandels aus. Nach +8 Punkten im Vormonat gab es im März -8 Punkte. Analysten hatten +7 Punkte erwartet. 

Die Zentralbank Südafrikas senkte den Leitzins wie erwartet von 6,75 un 6,5 %. USDZAR legte zu. 

Gute Quartalszahlen lieferte Blackberry. Mit einem Gewinn von 5ct. je Aktie und 239 Mio Umsatz übertraf das Unternehmen die Analystenschätzungen.  Auch von anderen Unternehmen kommen überweigend gute Quartalsergebnisse.

8.20 Uhr

Lange Zeit zeigten sich die Märkte am Dienstag freundlich, ehe die Wall Street die Märkte wieder zur Abkühlung schickte. Am Ende war es wie am Montag angenommen, wohl eher eine technische Erholung, welche die insgesamt angeschlagene Stimmung am Markt nicht beruhigte. 

Gestern kamen in den USA vor allem Technologiewerte unter Druck, nach dem bekannt wurde, dass sich die nächsten Strafaktionen des Weißen Hauses gegen Chinesische Investoren bei US-Technologiekonzernen richten könnten. Dies war aber wohl nur ein Grund von vielen, denn neben der Tatsache, dass die Technologiewerte zuletzt deutlich stärker performten als andere Sektoren und damit eine Korrektur durchaus gesund ist, gibt es auch einige sachliche Argumente, welche Anleger vorsichtig werden lassen. So wird durch den Datenskandal bei Facebook deutlich, wie stark jeder einzelne Nutzer von privaten, kaum zu kontrollierenden Strukturen ausspioniert werden kann. Mit dem Unfall eines autonomen Fahrzeuges in den USA kommen offensichtlich auch Zweifel an der Zukunftsfähigkeit aktueller Systeme. Nvidia hat zunächst alle Tests mit autonomen Fahrzeugen eingestellt. 

Auch nicht der Stimmung dienlich war das CB Verbrauchervertrauen in den USA, das ziemlich klar unter den Erwartungen blieb, auch wenn der nackte Wert 127,7 immer noch ein sehr hohes Niveau bedeutet. Trotzdem könnte sich der Markt langsam darauf vorbereiten, dass die Hochkonjunktur ihrem Ende entgegen geht.

Zur Abkühlung des Wachstums kämen dann noch die protektionistischen Maßnahmen der Trump-Regierung. Volkswirte warnen schon, dass die von den USA angestrebten neunen Handelsdeals setzen auf mehr Abschottung und behindern den freien Handel, was eine sich abkühlende Wirtschaft zur Folge haben dürfte. 

Ein Teil des Geldes, der gestern abgezogen wurde, wurde am Rentenmarkt angelegt. So zog der Kurs der US-10-Jahres-Anleihe deutlich an, was heißt, die Zinsen fielen deutlich. 

Gold konnte hingegen nicht profitieren, weil der US-Dollar plötzlich stark abverkauft wurde.. Das stabilisierte auch den USDJPY, ohne dass sich der Nikkei darüber in der Nacht freuen konnte. Denn auch in Tokio und an anderen asiatischen Handelsplätzen waren es vor allem Technologiewerte, die korrigierten. 

Der Dax hat gestern knapp über 12.000 Punkten seine Erholung abgebrochen und ist im Sog der Wall Street vor allem nachbörslich deutlich unter Druck gekommen. Auch hier dürfte sich die Angst vor drohendem Protektionismus bemerkbar gemacht haben.  Kommt der Dax nicht schnell wieder zurück über 12.880/900, dürfte ein erneuter Test der 11.730 anstehen. Ein Bruch könnte dann die Fortsetzung des Abverkaufs Richtung 11.470, wahrscheinlich sogar Richtung 11.150 fortsetzen. Die Zeit der immer neuen Rekordhochs scheint erst einmal vorbei zu seinen, auch wenn einige aus dem Kalender ablesen wollen, dass der April ja ein guter Börsenmonat ist. Na dann kann man ja nur hoffen, dass der Kalender wichtiger ist, als makroökonomische Fakten...

EURUSD scheiterte in der Nacht am Kijun bei 1,2420 und scheint seine Korrektur fortsetzen zu wollen. Unter 1,2380 findet das Paar bei 1,2300/1,2240 Support. Weiteren Widerstand gibt es bei 1,2445/75 und 1,2560.

Positive Daten kamen heute schon aus Deutschland. Das GfK Konsumklima lag mit 10,9 über dem Vormonat und den Erwartungen. 14.30 Uhr wird in den USA das BIP veröffentlicht. 16 Uhr gibt es die schwebenden Hausverkäufe und 16.30 Uhr die Rohöl-Lagerbestände. Nach dem API-Rohölbericht sind die Lagerbestände übrigens deutlich gestiegen, was den Ölpreis aber kaum bewegte. Der Abverkauf erfolgte schon vorher infolge der plötzlichen Dollarstärke.

Börse im Überblick, 27. März

8.30 Uhr

Guten Morgen, die Nachmittags-Session an der Wall Street brachte gestern eine starke Erholung, die den Dax auch am Morgen zunächst im Plus starten lässt. Wird die 12.000 gebrochen, dürften die Bullen eine Erholung bis 12.120/60 vollziehen. An diesem Widerstand sollte es eine deutliche Reaktion geben. Auf der Unterseite sind die Supports bei 11.880 und 11.730 auszumachen.
EURUSD schob sich gestern knapp über 1,2445 und könnte so die 1,2560 anvisieren. Doof wird es für den Dax, wenn das Paar noch deutlicher ansteigt und neue Jahreshochs bildet. (she dazu mein gestriges Video. Eine Korrektur auf den Kijun bei 1,2410/15 wäre kein Bruch der aktuellen Aufwärtsbewegung. Auch eine Korrektur auf 1,2380 würde das bullische Muster eher nicht gefährden. Darunter wird es für die Bullen kritisch.
Ich bin heute nicht da und werde am Abend auch kein Video machen. Wir lesen und morgen wieder. Happy Trading.

Börse im Überblick, 26. März

18.00 Uhr

Nach einer Zeit der Stabilisierung schickt die Wall Street die Aktienmärkte wieder in den Keller. Der Dax hat dabei mit 11.705 Punkten ein neues Jahrestief markiert. 

Einer der Gründe dürfte die Verschärfung der Reaktionen gegen Russland sein, dass nach Ansicht vieler westlicher Staaten verantwortlich für die Giftgas-Attacke im britischen Salisbury sein soll. So überbietet sich der Westen mit Russland mit immer neuen Drohungen, die den Markt besorgt zurücklassen: Neben einem Handelskrieg gibt es nun auch noch eine Neuauflage des kalten Krieges. Dazu gehört auch eine neue Kriegsrhetorik, bei der sich die USA und Russland nicht viel nehmen. 

Heute haben die USA 60 russische Diplomaten ausgewiesen und die Russen aufgefordert, das Konsulat in Seattle zu schließen. Der offizielle Grund ist die Nähe zu einer US-U-Boot-Basis. Nun, die ist wahrscheinlich nicht erst seit gestern dort vorhanden...

In der EU haben 14 Länder, darunter Deutschland, russische Diplomaten ausgewiesen. Außenminister Heiko Maas begründete die Maßnahme damit, dass Russland bisher nicht ausreichend zur Aufklärung der Giftgas-Attacke im britischen Salisbury beigetragen habe. Viele Indizien sprechen für den Verdacht die Attacke auf einen ehemaligen Doppelagenten und seine Tochter könnte vom Kreml gesteuert worden sein. Warum man aber nicht das Ergebnis der unabhängigen Untersuchung abgewartet hat, bleibt mir schleierhaft.

Russland hat entsprechende Antworten angekündigt. Auch die USA müssen mindestens 60 Diplomaten heimholen. Der russische Botschafter in Washington wird von verschiedenen Medien mit den Worten zitiert, die USA verstünden nur die Sprache von Gewalt. Auf der Twitterseite der russischen Botschaft in den USA kann man abstimmen, welches US-Konsulat in Russland geschlossen werden soll.  Zur Abstimmung stehen Wladiwostok, Jekaterinenburg und St. Petersburg.

Deutlich unter Druck gerät der Rubel

An Wirtschaftsdaten gab es heute nicht viel zu verarbeiten. Frankreichs BIP wusch im letzten Quartal um 0,7 %, was etwas über den Erwartungen (0,6 %) war.

Sehr stark zeigte sich der Chicago National Activity Index mit 0,88 Punkten im Februar. Höher war er zuletzt im November 2014. Erwartet wurden 0,15 Punkte.

In Mexiko sind die Einzelhandelsumsätze im Januar um 0,5 % zum Vorjahr gestiegen (erwartet -0,5 %).

Bei den Aktien legt Intel deutlich zu, nachdem Raymond James die Aktie auf "Market Perform" hochgestuft hat und Robert W. Baird das Kursziel auf 62 $ erhöhte.

Facebook steht auch heute unter Druck. Der Konzern muss mit einigen juristischen Nachspielen nach der Daten-Affäre rechnen.  Die deutsche Justizministerin Barley forderte Sanktionen auf EU-Ebene. Auch hier fällt auf, dass die Politik heute schon handelt, bevor Untersuchungen abgeschlossen sind. Die Populisten aller Länder haben schon viel mehr erreicht, als die meisten glauben. 

Deutlich nach unten geht es auch für Südzucker. Das Unternehmen rechnet für dieses Jahr mit einem deutlich sinkenden operativen Konzernergebnis.

Im Handelsstreit zwischen den USA und Südkorea wurde ein Kompromiss gefunden. 70 % der südkoreanischen Stahlexporte bleiben vom neuen Zoll ausgenommen, dafür dürfen die Amerikaner doppelt so viele Autos exportieren, die zwar amerikanische, aber nicht südkoreanische Sicherheitsbedingungen erfüllen. 

Auch im Handelsstreit zwischen den USA und China scheint es Bewegung zu geben. Die USA sind nach Aussagen ihres Finanzministers Steven Mnuchin optimistisch, eine Vereinbarung mit China zu erreichen. 

Nach 10 Jahren hat Frankreich 2017 erstmals wieder die Maastrichter Defizitgrenze von 3 % des BIP eingehalten. Die Neuverschuldung betrug nur 2.6 % der Wirtschaftsleistung. 

Die Afrikanische Union hat die größte Freihandelszone der Welt besiegelt. Damit soll der bisher bescheidene Handel in Afrika belebt werden. Eine Studie der UNO sieht die Möglichkeit, dass sich der Handel zwischen den afrikanischen Staaten binnen weniger Jahre verdoppelt. Insgesamt könnte dies zu mehr Wohlstand in der Region führen und damit auch eine der Fluchtursachen in Afrika bekämpfen.

Der Agentur Bloomberg zufolge ist Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit einem Sonderzug in Peking eingetroffen. Sinn macht das: Züge kann man nicht abschießen.

9.30 Uhr

Der Markt startet mit einem Stabilisierungsversuch in die neue Woche, die am Montag ganz ohne Wirtschaftstermine beginnt. Die Marktstimmung hat insgesamt kaum aufgehellt. Auf dem Parkett herrscht immer noch die Angst vor, der Handelskrieg mit den USA könnte sich auch noch auf andere Wirtschaftsräume als China ausweiten. So wurden die Importzölle auf europäischen Stahl und Aluminium nur vorübergehend ausgesetzt. Die EU hat nun vier Wochen Zeit, mit den USA neue Handelsvereinbarungen auf den Weg zu bringen. Viele meinen, dass dies kaum möglich sein wird.

Bewegt sich die Politik aber nicht, dürften neue Handelsschranken nicht nur Stahl und Aluminium treffen. Und so dürfte der Markt auf ein Zeichen aus der Politik warten, der Bewegung in der Sache signalisiert. 

So startet der Dax heute zwar leicht erholt in den Tag, aber eine nachhaltige Erholung dürfte es eher nicht werden. Es fehlen einfach Nachrichten, die als Hoffnungssignale gesehen werden könnten. Allerdings gibt es sowohl aus China als auch aus Europa Signale zu Gesprächsbereitschaft. Dies könnte die Stimmung durchaus freundlich beeinflussen. Erholungsziel könnte die 12.000 sein, erweitertes Ziel wäre die 12.120.  Auf der Unterseite sollten die Bullen die 11.730 verteidigen, sonst könnte das Blutbad der vergangenen Woche weitergehen.

Im EURUSD hat den Widerstand bei 1,2380 überwunden. Darüber warten mit 1,2412 und 1,2445 zwei weitere Marken. Erst darüber hätten die Euro-Bullen recht freie Bahn bis 1,2560. Nach dem Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends dürfte ein bullischer Ausbruch wahrscheinlicher sein, als  eine Korrektur. Werste Supports wären bei 1,23 und 1,2240 zu finden. 

Hohe Schulden, geringere Nachfrage nach Gewehren und Pistolen sowie die Stimmung der US-bevölkerung nach dem Amoklauf an einer Highschool in Florida haben den Waffenhersteller Remington veranlasst, Gläubigerschutz zu beantragen. 

Die USA haben seit Freitagabend einen Haushalt, der die Finanzierung des Staates für ein halbes Jahr sichert. Außerdem hat Donald Trump ein Gesetz ratifiziert, das den USA-Behörden erlaubt, auch auf E-Mails von Verdächtigen zuzugreifen, wenn diese Nachrichten auf ausländischen Servern liegen. So hatte ich in der Vergangenheit Microsoft geweigert Nachrichten eines mutmaßlichen Drogenhändlers herauszugeben, weil die E-Mails auf einem Server in Irland lagen. 

Der aktuelle Gouverneur der San Francisco Fed, John Williams, wird als heißer Kandidat auf das Amt des Chef bei der New York Fed gehandelt. Der aktuelle Gouverneur, William Dudley, wird den Posten im Sommer auf eigenen Wunsch räumen. 

Der ehemalige katalanische Präsident Carles Puigdemont wurde in Norddeutschland in Gewahrsam genommen. Gegen ihn liegt ein neuer internationaler Haftbefehl vor. Ob Puigdemont ausgeliefert wird, ist unsicher, weil die vorgeworfenen Straftaten in der deutschen Strafgesetzgebung so nicht vorhanden sind. Eine Auslieferung kann aber nur erfolgen, wenn die Puigdemont vorgeworfenen Straftaten auch in Deutschland strafbar sind. Offiziell soll der Katalane wegen "Rebellion" und "Aufwiegelung" angeklagt werden.

Die Spanier haben weitere ranghohe Befürworter der katalanischen Unabhängigkeit inhaftiert, was man als Signal verstehen kann, dass der Zentralstaat weiter auf die Justiz statt auf Dialog setzt. In Katalonien gab es Demonstrationen mit schweren Ausschreitungen

Börse im Überblick, 23. März

17 Uhr

Im Laufe de Handelstages konnten sich die Aktienmärkte nur zeitweise etwas stabilisieren, ohne dass eine wirklich nachhaltige Erholung sichtbar wäre. Die Sorgen über den gestern von US-Präsident Donald Trump gegen China eröffenten Handelskrieg besorgt nicht nur Händler in Asien.  Auch deutsche Wirtschaftsverbände befürchten negative Einflüsse für Europas Ökonomie. So werden Erholungen meist schnell wieder verkauft.

Dazu kommt, dass allen bewusst ist, dass die Verschonung der Stahl- und Aluminiumindustrie  von Strafzöllen u. a. der EU, nur ein Aufschub sein dürfte. Sorge besteht vor allem, weil keiner weiß, was Donald Trump als Gegenleistung verlangt. Japans Stahl- und Aluminiumindustrie wird von den Zöllen nicht ausgenommen. Warum Japan nicht, aber dafür Argentinien? Das Handeln der US-Administration bleibt rätselhaft. 

Mit dem neuen Sicherheitsberater John Bolton hat das Weiße Haus einen weiteren Hardliner hinzugewonnen. Beobachter fürchten, dass dadurch neue Sanktionen gegen den Iran wahrscheinlicher werden. 

Gute Daten gab es aus den USA: Die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter steigen im Februar um 3,1 %. Die Kernrate legt um 1,2 % zu. Erwartet wurden 1,5 bzw. 0,5 %

Neubauverkäufe im Februar: 618k - wirklich schlecht ist das nicht, aber es wurden 623k erwartet. Wenn man hinzurechnet, dass der Vormonat um 29k nach oben revidiert wurde, waren die Zahlen ziemlich gut. SPX500 stabilisiert sich, mehr aber auch nicht. Widerstände gibt es bei 2.645/55/80. Support bei 2.614

In Kanada steigt die Kernrate des Verbraucherpreisindex überraschend um 1,5 % zum Vorjahr (erwartet 1,4 %). Die Einzelhandelsumsätze stiegen allerdings im Januar nur um 0,3 %. Heir wurden +1,1 % erwartet. 

Die deutschen Reallöhne sind 2017 um durchschnittlich 0,8 % gestiegen, meldete das Statistische Bundesamt.

Zu den Gewinnern des Tages gehört heute der britische Pharmakonzern Glaxosmithkline, der heute von der EU die Zulassung für den Impfstoff Shingrix, der gegen Gürtelrose hilft, bekam. Außerdem wurde berichtet, dass der Konzern auf die Übernahme von Pfizer-Aktivitäten verzichten möchte. Pfizer sucht nach einem Käufer des Consumer-Health-Geschäftes.

Profiteur der Unsicherheit an den Märkten war der "sicherer Hafen" Gold

Auf dem EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs wurde beschlossen, Großbritannien  ein umfassendes Freihandelsabkommen ohne Zölle auf Waren anzubieren

Die USA haben Saudi Arabien Militärhilfen im Umfang von über einer Milliarde US-Dollar bewilligt. Amnesty International kritisiert Waffenlieferungen des Westens an die Saudis. Sie würden zu enormen Leid inm Jemen beitragen.

8.20 Uhr

Nachdem US-Präsident Donald Trump gestern China den Handelskrieg erklärt hat, kamen die US-Indizes richtig unter Druck. Der S&P 500 überrannte gleich mehrere Unterstützungen und dürfte unter 2.619 "Chancen" auf 2.530 haben. Kurzfristig könnte es dabei aufgrund eines überverkauften Status durchaus am Freitag zu einer Gegenbewegung kommen, die aber wohl die Grundtendenz nicht ändern wird. Im Dailychart hat der Ichimoku ein Verkaufssignal generiert, das durchaus neue Jahrestiefs zulässt. 

Die Vorgaben aus Asien sind teilweise verheerend. Der Nikkei jagte ohne Bremse durch das anvisierte Ziel bei 20.700 und notiert inzwischen nochmal fast 200 Punkte tiefer. Ein Grund dürfte sein, dass Japan von den Einfuhrzöllen auf Stahl und Aluminium in den USA anders als Südkorea und die EU nicht ausgenommen wurde. In Tokio äußerte die Regierung ihr Bedauern darüber. In Shanghai und Hongkong gab es Einbrüche von mehr als 3 %. Immerhin der Hang Seng stabilisierte sich im Handelsverlauf, ohne eine wirkliche Umkehr zu schaffen.

Im Dax sind im Stundenchart Tenkan (blau) und Kijun (orange) etwas auseinander gedriftet, aber bei weitem nicht so dramatisch wie im S&P500. Eine Fortsetzung des Abverkauf ist somit möglich. Nächstes Ziel wäre 11.730. Vorher ist um 12.800 noch etwas Support auszumachen. Nach dem heftigen Abverkauf sollten man aber damit rechnen, dass die im Handelsverlauf eine Pause einlegen dürften. Im Tageschart hat der Ichimoku bisher noch kein neues klares Verkaufssignal geliefert. Allerdings steht der Tenkan kurz vor der Kreuzung des Kijun nach unten. Unter der 11.730 könnte die 11.470 eine Rolle spielen. Auf der Oberseite dürfte der 12.120/60 Bedeutung zukommen. 

EURUSD erholte ich in der Nacht wieder leicht und visiert erneut 1,2360/80 an. Die Korrektur endete auf der Wolke bei 1,2300, was das Paar eher bullisch erscheinen lässt.

Aus den USA gibt es heute 13.30 Uhr die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter und 15 Uhr die Neubauverkäufe. Dass der Markt darauf angesichts der übergeordneten Stimmungslage reagiert, ist eher unwahrscheinlich. 

An Konjunkturdaten gab es in Japan den Verbaucherpreisindex, der mit +1,0 % zum Vorjahr den Erwartungen entspricht.

China hat im Gegenzug zu den US-Maßnahmen Zölle auf Schweinefleisch, Obst und Stahlrohre aus den USA ins Auge gefasst. 

An sich gute Quartalszahlen konnten Nike nicht stützen, weil das Unternehmen durch die Steuerreform als Einmaleffekt in die roten Zahlen rutschte. 

Die Deutsche Wohnen steigerte den operativen Gewinn 2017 von 383,2 auf 432,3 Mio. Euro.

Börse im Überblick, 22. März

16.40 Uhr

Auch die Market-Einkaufsmanagerindizes in den USA bleiben unter den Erwartungen. Das verarbeitende Gewerbe steigt aber immerhin von 55,3  auf 55,7. Der Dienstleistungs-Einkaufsmangerindex fällt dagegen von 55,9 auf 54,1 Punkte

Die Frühindikatoren legten Februar um 0,6 % zu - etwas mehr als erwartet (+0,5 %)

Das Wall Street Journal meldet, dass die USA nun China wegen illegaler Handelspraktiken vor der Welthandelsorganisation WTO verklagen wollen. 17.30 Uhr Will US-Präsident Donald Trump außerdem Maßnahmen gegen Chinas wirtschaftliche Aggression unterzeichnen.

Bessere Nachrichten gibt es da für die EU. Nach den Worten vom US-Handelsbeauftragten, haben die Europäer die Chance, zumindest vorläufig von den neuen Strafzöllen, die morgen inkrafttreten sollen, ausgenommen zu werden. Eine entsprechende offizielle Erklärung durch den Präsidenten wird für den Abend erwartet. 

Eine in den Medien auftauchende Meldung einer Fusion der Mobilitätssparten von Daimler und BMW wollen aktuell beide Unternehmen nicht kommentieren.

13.30 Uhr

Dass sich die Stimmung in den Chefetagen der Wirtschaft ein wenig eintrübt, konnte nicht wirklich überraschen und so vielen die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und der Eurozone sogar etwas deutlich er als erwartet. Generell bleiben die Werte aber auf deutlichem Wachstumsniveau. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe zeigte sich in Deutschland trotz Rückgang mit 58,4 Punkten im März weiter sehr robust. auch die 56,6 Punkte in der Eurozone sprechen eher nicht für eine Krise. Nicht ganz so robust zeigt sich der Dienstleistungssektor mit 54,2 bzw. 55 Punkten. 

Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland fiel wie erwartet auf 114,7 Punkte nach 115,4. Kein schlechter Wert, angesichts der Risiken beispielsweise durch Handelskriege. Auffällig ist weiter, dass die aktuelle Lage mit 125,9 Punkten hervorragend ist, während sich der Ausblick mit 104,4 nach 105,4 zum vierten Mal in Folge eintrübt.,

Der Dax korrigierte am Vormittag leicht, fand aber bei 12.160 bisher Unterstützung. Weiterhin dürfte die 12.120 Support bieten. Erst darunter könnte ein Kampf um die 12.000 entbrennen. 

Insgesamt scheint sich am Markt nun doch die Meinung durchzusetzen, dass die Fed gestern eher eine straffere Geldpolitik angekündigt hat. Diese Haltung  wird zwar erst 2019 mit nun drei Zinserhöhungen (bisher zwei)  erwartet, aber die Fed ließ gestern eben keinen Zweifel, dass der von Janet Yellen eingeschlagene Weg der Normalisierung der Geldpolitik fortgesetzt wird. Zwar gab sich die Fed alle Mühe, die Märkte nicht kurzfristig neuen Belastungen auszusetzen, aber das Herunterspielen von Risiken und die deutliche Korrektur der Wachstumsprognosen nach oben dürften deutlich machen, dass es der neue Mann an der Fed-Spitze eher eiliger mit der geldpolitischen Straffung hat als seine Vorgängerin. Wie dies zum Wunsch des US.Präsidenten Donald Trump passt, der zumindest noch für einen Übergang einen schwachen US-Dollar haben möchte, wird spannend zu sehen. Dass es in diesem Jahr keine vierte Zinserhöhung gibt, könnte ein Zugeständnis an Trump sein. 

Angesichts der Zeichen, dass die geldpolitischen Zügel aber weiter angezogen werden, wundert die Korrektur vom Vormittag im EURUSD nicht. 

Überraschend war das Abstimmungsverhalten der Mitglieder im MPC der Bank of England. Immerhin zwei der neun Ausschussmitglieder votierten heute für eine Zinserhöhung. Letztendlich blieb aber alles beim Alten: Der Leitzins verharrt bei 0,5 %. Die Notenbank kauft weiter für monatlich 435 Mrd. GBP Wertpapiere.  Trotzdem: Das Abstimmungsergebnis zeigt, dass eine weitere Zinserhöhung bald stattfinden könnte. Die BoE hat für Mai eine umfangreiche Bestandsaufnahme angekündigt. EURGBP gibt daraufhin nach, erholte sich aber schnell wieder. Risiken sieht die Bank of England weiter durch den Brexit.  Vorher wurden die Einzelhandelsumsätze gemeldet. Sie stiegen im Februar um gute 0,8 %.

Wegen der drohenden Schweinepest will Dänemark einen Grenzzaun zu Deutschland bauen.. Dies dürfte vielleicht bei der Bevölkerung symbolisch Wirkung zeigen, aber ob es einen praktischen Nutzen hat, darf man sicher bezweifeln. Besorgniserregend ist, wie viel Phantasie Populisten entwickeln, um  sich abzuschotten. Bisher ist in Deutschland noch gar keine Schweinepest ausgebrochen. Dass Zäune, Wildschweine dauerhaft von einem "Grenzübertritt" abhalten, ist eine sehr gewagte These.

08.40 Uhr

Am Ende hat es die Fed geschafft, in ihren geldpolitischen Entscheidungen jeden ein bisschen zu bedienen. So bleiben die US-Währungshüter für 2018 bei ihrem Ausblick die Zinsen dreimal anzuheben. Einmal davon gab es gestern. Die Leitzinsen stiegen um 0,25 % auf 1,5 bis 1,75 %. 

Für 2019 und 2020 kündigte die Notenbank allerdings eine etwas steilere Zinskurve an. Überdies hob sie die Wachstumsprognose für 2018 und 2019 deutlich an. 

Die Märkte reagierten unterschiedlich auf die Aussagen der Fed. Die Forexhändler sehen im Statement eher eine dovishe Haltung und gingen aus dem US-Dollar. EURUSD legte zügig zu und überwand am Morgen den kurzfristigen Abwärtstrend bei 1,2355/70. Über diesem Bereich sind nun 1,2445 und 1,2560 das Ziel,

Der Aktienmarkt sah das Statement eher hawkish und gab etwas nach. Die etwas schwächeren US-Indizes und der deutlich stärkere Euro sorgten dafür, dass der Dax stärker unter Druck geriet als die amerikanischen Indizes. Der Dax scheiterte damit an der Wolke bei 12.310, Die Überwindung des Widerstand war nicht nachhaltig. Interessant wird nun, ob der Markt heute noch eine einheitliche Sichtweise auf das Sitzungsergebnis der Fed findet. Immerhin wurde die befürchtete steilere Zinskurve auf nächstes Jahr verschoben. Fed-Chairman Jerome Powell nahm den Märkten zunächst die Angst vor einer rasch steigenden Inflation. Es gäbe keine Verengung des Arbeitsmarktes und selbst die Risiken durch einen Handelskrieg wurden eher heruntergespielt. Die Frage ist freilich, für wie glaubwürdig das die Märkte halten. Auf der Unterseite dürfte der deutsche Leitindex bei 12.160/120 sowie bei 12.000 Punkten ersten Support finden. Auf der Oberseite sind die 12.310/40/75 sowie die 12.460/500 zu beachten. Nach Ichimoku scheint sich der Dax im Stundenchart eher nach Süden zu orientieren

Heute stehen im Wirtschaftskalender vor allem die Einkaufsmanagerindizes. Außerdem könnte 10 Uhr der ifo Geschäftsklimaindex für neue Impulse sorgen. 13 Uhr entscheidet die Fed über ihre Geldpolitik. Außerdem wird heute erwartet, dass Donald Trump Schutzzölle gegen China einführt. Hintergrund ist der chinesische Diebstahl von geistigem Eigentum. Dies soll die US-Wirtschaft nach einer amerikanischen Studie einen Schaden von jährlich 600 Mrd. US-Dollar kosten.

Keine Änderung des Zinssatzes gab es bei der Reserve Bank of New Zealand, die den Leitzins bei 1,75 % ließ. NZDUSD legte bereits nach der Entscheidung der Fed an den Widerstand 0,7240 zu. 

In Brasilien wurde der Zins erwartungsgemäß von 6,75 auf 6,5 % gesenkt. USDBRL reagierte darauf sehr bärisch

Leichtes Enttäuschungspotential bot der australische Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 17.500 und damit um 2.300 weniger als erhofft.  Die Arbeitslosenquote stieg von 5,5 auf 5,6 %. Gleichzeitig stieg aber die Beteiligungsquote um 0,1 auf 65,7 %. Der S&P/ASX zeigte sich volatil und letzendlich im Minus. AUDUSD korrigierte den Anstieg nach der Fed-Entscheidung in der Nacht zum Teil wieder. Die Australischen Daten wurden also insgesamt bärisch aufgenommen. 

Von Unternehmensseite legte HeidelbergCement ein enttäuschendes Ergebnis,vor. Die Dividende wurde zwar auf 1,90 € je Aktie angehoben, blieb damit aber auch unter den Erwartungen. Im Ausblick wurden die bisherigen Ziele bestätigt.

Erdöl ist nicht mehr das was es mal war. Saudi Arabien muss sich Geld borgen und will in den kommenden Wochen Anleihen in US-Dollar auf den Markt bringen. 

Marktbeobachter haben wieder mal Zweifel an den chinesischen Wachstumszahlen geäußert. Grund ist diesmal, dass viele Provinzen für Q4 sinkende, zum Teil sogar negative Wachstumsraten meldeten. Darunter ist auch die Großstadt Shanghai. Dies wirft wieder einmal die Frage auf, wie verlässlich eigentlich die nationalen Zahlen aus China sind. Echte Beweise für eine Datenmanipulation gibt es allerdings nicht. 

Die chinesische Notenbank hat die kurzfristigen Zinsen um 5 Basispunkte angehoben. 

Börse im Überblick, 21. März

17.15 Uhr

Die Daten aus den USA kann man gemischt aufnehmen. Das Leistungsbilanzdefizit ist im 4. Quartal mit 128,2 Mrd. Dollar deutlich gestiegen. Die Verkäufe bestehender Häuser ist im legten etwas über den Erwartungen zu: 5,54 Mio. Einheiten wurden im Februar an die Frau oder den Mann gebracht.

Deutlich gesunken sind überraschend die Rohöl-Lagerbestände in den USA

Der deutsche Sachverständigenrat hat die Wachstumsprognose für 2018 von 2,2 auf 2,3 % erhöht und fpr 2019 bei 1,8 % gelassen. In der Eurozone wurde 2018 von 2,1 auf 2,3 % erhöht. 2019 sollen es +1,9 % werden. 

Ein paar Zahlen gab es heute auch aus Großbritannien. Die Zahlen vom Arbeitsmarkt kann ich nicht so recht deuten. Das liegt vor allem daran, dass es Daten vom Februar und vom Januar vermengt werden. So ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 9.200 gestiegen, die Arbeitslosenquote aber im Januar auf 4,3 % gefallen. In den vergangenen 3 Monaten ist die Beschäftigung um 168.000 gestiegen. Für mich ist das alles etwas verwirrend. Was man da etwas genauer beurteilen kann, sind die Löhne. Die sind im Januar inkl. Boni um 2,8 % zum Vorjahr gestiegen, was über den Erwartungen lag. 
Dass die Bank of England morgen die Zinsen anhebt ist wohl trotzdem sehr unwahrscheinlich. 

Der CBI-Index für die erwarteten Industrieaufträge fiel deutlich von 10 auf 4 Punkte. 

Nach den Worten des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer werden einige Länder nach verhandlungen von den neuen US-Importzöllen ausgenommen. Laut CNBC sollen neben den NAFTA-Ländern auch Südkorea, die EU, Argentinien und Brasilien von Zöllen ausgenommen werden. Lightizer erneuerte aber auch die Meinung, dass das Handelsdefizit mit der EU ein großes Problem für die USA ist. 

Die deutsche Autoindustrie hat noch an einer bisher kaum beleuchteten Stelle mit dem Diesel-Skandal zu kämpfen. Die Konzern eigenen Leasing-Gesellschaften schlagen sich wie die Privatbesitzer mit den gesunkenen Restwerten der Diesel-Flotte herum. Das thematisierte heute BMW auf einer ansonsten im Rahmen der Erwartungen ausgefallenen Bilanz-Pressekonferenz.

Die EU-Kommission hat heute Bayer die Übernahme von Monsanto unter Auflagen genehmigt.  Die EU wird allerdings die Verbindungen zwischen Bayer und BASF nochmal genau unter die Lupe nehmen. Erst wenn BASF als geeigneter Käufer für einige Unternehmensteile von Bayer (z. B. Saatgut) von der EU-Kommission bestätigt wurde, das Bayer die Übernahme von Monsanto vollziehen. Die EU sandte aber schon mal positive Signale aus.

Die Deutsche Bank leidet heute unter eine Nachricht von Bloomberg, nach der das gerade mit hohen Boni dekorierte Investmentbanking durch negative Währungseffekte und einen ebenfalls negativen Zinseffekt ein rund halbe Milliarde Dollar Verlust gemacht hat. 

Deutsches Rüstungsgut bleibt gefragt: Australien hat Rheinmetall mit einem Auftrag für Artilleriemunition bedacht und ich frage mich gerade, gegen wen Australien an Land damit kämpfen will. Na ja, vielleicht schreckt es den Weißen Hai ab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung hervorgehoben, dass es ein Ziel der EU sein muss, ein sehr tiefgreifendes Freihandelsabkommen mit Großbritannien anzustreben.  Außerdem betonte die Kanzlerin, dass für den Erhalt der Freizügigkeit in Europa gut geschützte Außengrenzen unverzichtbar sind. 

Verstörendes kommt heute aus dem deutschen Außenministerium. Außenminister Heiko Maas ließ die Welt wissen, dass Deutschland dem UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen nicht beitreten wird. 

08.28 Uhr

Der Future im Dax startet leicht im Minus in den Tag der geldpolitischen Entscheidungen in den USA (19 Uhr) und der Pressekonferenz von Chairman Jerome Powell (19.30 Uhr). Wahrscheinlich ist, dass der Markt heute vor dem großen Ereignis einen ruhigen Tag gestaltet. Die Range könnte zwischen 12.310 und 12.395 liegen. Nach der FOMC-Entscheidung, spätestens während der Pressekonferenz dürfte es dann zu einer hohen Volatilität kommen. Es ist möglich, dass es heftige Bewegungen in beide Richtungen gibt, wobei ich glaube, dass dem Markt noch nicht bewusst ist, wie ernst es der Fed ist, die Geldpolitik recht zügig in den Normalitätsbereich (interessantes Detail: wo der genau ist, konnte bisher nicht mal Janet Yellen sagen) zu rücken. So könnte sich der zu erwartende Kampf  von Bullen und Bären auf der Unterseite auflösen.. erste wichtige Supports wären dort 12.120 und 12.000. Auf der Oberseite stehen vor allem 12.500/650/750 im Fokus. Es ist natürlich auch möglich, dass sich die Fed auf Grund der Unsicherheit um einen möglichen Handelskrieg der USA gegen die ganze Welt vorsichtig zeigt und der Markt dies als Zeichen wertet, dass die Zinsen nicht so schnell angehoben werden. 

EURUSD erholte sich in der Nacht leicht und erkämpfte sich die 1,2255 zurück. Auch hier wird die Entscheidung über den weiteren Handelsverlauf erst nach 19 Uhr fallen. Wie gestern im Video gezeigt, sind interessante Ziele 1,2120 bzw. 1,2445.  Noch stärkere Ausschläge sind aber möglich. 

Die US-Future und die asiatischen Märkte wackelten in der Nacht seitwärts nur der indische Nifty 50 legte leicht zu. 

Rohöl bekam nochmal einen Schub durch deutliche Abgänge aus den API-Rohöl-Lagern.  Vorher hatten ja schon Nachrichten um mögliche neue Sanktionen gegen den Iran den Ölpreis getrieben.

Mehrere US-Einzelhändler haben um Ausnahmen bei den erwarteten Schutzzöllen auf chinesische Produkte gebeten. In einem offenen Brief an Donald Trump prognostizierten sie andernfalls höhere Kosten für die US-Bürger.

Chinas Antwort auf Sanktionen scheint auch schon zu stehen. Die chinesische "Global Times" berichtete, dass die US-Soja-Produktion hoch subventioniert sei, was einen unfairen Wettbewerbsvorteil darstelle. 

Beim G20-Gipfel in Buenos Aires zeigten sich die meisten Finanzminister besorgt, über die politischen Spannungen und die Gefahr eines globalen Handelskrieges. Finanzminister Steven Mnuchin sagte, die USA wollten keinen Handelskrieg, hätten davor aber keine Angst und konnte so die Angst vor Handelsschranken nicht abbauen

In Japan sollen 1,3 Mio. Rentner zu geringen Bez+ge erhalten haben. Die Datenverarbeitung wurde vorher an eine chinesische Firma ausgelagert. 

Börse im Überblick, 20. März

17.30 Uhr

Am Dienstag gehen die Gespräche über eine Ausnahmeregelung für die EU bei den geplanten US-Zöllen für Stahl und Alu weiter. Während Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier nach seinem gestrigen Gespräch mit Handelsminister Wilbur Ross in Washington vorsichtig optimistisch war, konnte der französische Finanzminister nach einem Gespräch mit seinem US-Kollegen Steven Mnuchin auf dem G20-Treffen in Buenos Aires keine Fortschritte melden. Heute versucht es die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in Washington bei Wilbur Ross, während Peter Altmeier sich mit anderen Vertretern der Trump-Administration trifft. Die Zölle sollen ab Freitag wirksam werden.  Auch Südkorea bemüht sich um eine Ausnahmeregelung. Neben Kanada und Mexiko gehören die EU und Südkorea zu den großen Lieferanten. Will die USA diese Partner alle aus den Zöllen ausschließen, bliebt als wichtiger Lieferant nur China übrig. Ob dies Donald Trums Doktrin entspricht, dürfte eher zu bezweifeln sein. Die Zeichen dürften als auf Einführung der Zölle und entsprechenden Gegenmaßnahmen stehen. 

Die Märkte zeigen sich zum Start an der Wall Street aber trotzdem durchaus freundlich. Nach einer Korrektur am Morgen attackiert der Dax am Nachmittag den Widerstand bei 12.310. Ein wirklicher Trend ist weiter nicht zu erkennen. Gut möglich, dass sich an dieser Hängepartie auch bis morgen Abend nicht viel ändert. Der nächste große Market-mover dürfte die Pressekonferenz von Fed-Chairman Jerome Powell sein. Dabei ist der Ausgang völlig offen. 

Nimmt man die Aussagen Powells vor dem Kongress zum Maßstab, könnte der neue Notenbankchef die Geldpolitik eventuell weniger am Aktienmarkt als an der Notwendigkeit, möglichst rasch zu einer normalen Geldpolitik zurückzukehren, um widerstandsfähig genug zu sein, wenn die nächste Krise hereinbricht. Der zunehmende Protektionismus der eigenen Regierung dürfte die Fed vielleicht eher fordern als bisher erwartet. Die Zöllen dürften auf der einen Seite die Inflation in den USA deutlich befeuern. Auf der anderen Seite ist es gut möglich, dass die Wettbewerbsfähigkeit in der Stahl und Aluminium verarbeitenden Industrie sinkt. 

Kanadas Großhandelsumsätze sind im Januar wie erwartet um 0,1 % gestiegen.

Obwohl die Quartalszahlen von Oracle die Analystenerwartungen weitgehend erreichten, gerät die Aktie deutlich unter Druck. Anleger begründeten dies mit der Tatsache, dass sich Oracle in einem konstruktiven Umfeld eher bieder entwickelt, was nichts anderes heißt, dass Anleger schon gern etwas mehr gesehen hätten. 

Facebook setzt seine Talfahrt fort. Das sogenannte Data-Mining beschäftigt in den USA nun auch den Kongress. Morgen soll sich der Technologiekonzern vor dem US-Parlament erklären. Auch das EU-Parlament hat Mark Zuckerberg eingeladen. Rund 50 Mio Nutzerprofile sollen ohne der Wissen ausspioniert worden sein. Ansonsten präsentieren sich die Technologieaktien nach der gestrigen Korrektur wieder freundlicher. 

Twitter gerät unter Druck, nachdem Israel Sanktionen gegen den Nachrichtendienst wegen "Online-Aufwiegelung" erwägt. Zensur und Druck auf Medien sowie die Meinung von Bürgern ist bei weitem nicht nur ein Problem in Autokratien.

Am Abend (21.30 Uhr) gibt es noch die API-Rohöldaten. Rohöl legte heute zu, nachdem die Commerzbank darüber berichtete, dass Deutschland, Großbritannien und Frankreich Sanktionen gegen Personen und Gruppierungen des iranischen Regimes verhängen wollen, weil sie eine dem Westen nicht genehme Rolle im Syrien-Krieg gespielt haben sollen. 

Donald Trump hat eine neue Idee, ein Wettrüsten mit den Russen und vielleicht auch mit den Chinesen zu befeuern. Die Alliierten und Partner sollen mit bewaffneten Drohnen ausgestattet werden. Das Perfide: Dann kann der Westen am Joystick Kriege führen, ohne eigene Opfer beklagen zu müssen. Ob Zivilisten durch diese Form der Kriegführung geschont werden, darf man eher bezweifeln, wenn man bisherige Drohneneinsätze der USA zum Beispiel im Irak als Maßstab nimmt

Aber es gibt auch kleine hoffnungsvolle Zeichen der Entspannung oder zumindest des Dialog. Der Kreml meldete, dass sich Wladimir Putin und Donald Trump in einem Telefonat für ein Gipfeltreffen ausgesprochen haben. 

11.40 Uhr

Die Konjunkturerwartungen der institutionellen Anleger haben sich im März deutlich eingetrübt. Dazu gab es ja auch einiges an Gründen. In Deutschland fiel der ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen von 17,8 auf magere 5,1 Punkte. Dies ist der schlechteste Wert seit September 2016. In der Eurozone fiel der Index von 29,3 auf ebenfalls enttäuschende 13,4 Punkte, so tief wie seit Oktober 2016 nicht mehr. 

Die aktuelle Lage wird weiter ziemlich positiv gesehen. Für Deutschland gibt es 90,7 Punkte nach 92,3. In der Eurozone sind es 56,2 nach 57,7 Punkte.
Wer sich für weitere Details interessiert: http://download.zew.de/03_2018_Tabelle.pdf

Vorher gab es den Verbraucherpreisindex aus Großbritannien, der mit 2,7 % zum Vorjahr unter den Erwartungen (2,8 %) blieb. Der Erzeugerpreisindex (input) geht im Februar um 1,1 % zurück. GBP gibt etwas nach.

Der Dax aktuell leicht im Minus, aber eigentlich ist das nicht der Rede wert. Am Ende sind der Support bei 12.120 und die 12.310/95 die entscheidenden Marken. Vorher dürfte sich eher kein Trend abzeichnen.
EURUSD scheitert an der 1,2355 und gibt deutlich nach, obwohl der ZEW-Index zeigt, das viele Anleger mit einem bullischen Euro rechnen.

Unter Druck steht den zweiten Tag in Folge Henkel unter Druck, nachdem mehrere Analysten die Kursziele für Aktie senkten.

Puma will bis 2022 jedes Jahr währungsbereinigt 10 % mehr Umsatz machen. Die EBIT-Marge soll bis zu diesem Termin auf mindestens 10 % steigen. Die Anleger greifen daraufhin zu. 

Wird aus Niki Laudas Laudamotion bald Ryanair? Die Iren sind mit 24,9 % bei der österreichischen Fluggesellschaft eingestiegen und wollen ihren Anteil später auf 75 % steigern. 

Der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wurde in Polizeigewahrsam genommen. Ihm wird vorgeworfen, seinen Präsidentschaftswahlkampf 2007 teilweise mit Geldern aus Libyen finanziert zu haben. 

08.15 Uhr

Angesichts der schwachen Vorgaben aus den USA hat sich der Markt in Asien und Australien ganz gut geschlagen. Der weiter drohende Handelskrieg und die morgen anstehenden geldpolitischen Entscheidungen der Fed lassen die Marktteilnehmer vorsichtig sein.

Der Dax startet leicht im Plus, ohne dass daraus ein Trend für die kommenden Tage abzulesen ist. Wichtige Widerstände dürften bei 12.310 und 12.395 liegen. Zu letzterer Marke stiegt gerade auch die Wolke des Ichimoku im Stundenchart an, was für einen recht starken Widerstand sprechen dürfte. 

EURUSD verteidigt die Gewinne von gestern und könnte bei einem Bruch der 1,2355 auch den kurzfristigen Abwärtstrend überwinden. Widerstand wartet dann bei 1,2445. Bei 1,2260 hat sich ein Doppelboden gebildet.

Deutschlands Erzeugerpreisindex deutet auf wenig Inflation hin. Er fiel im Februar um 0,1 %.

Wichtigster Termin im Wirtschaftskalender sind die ZEW Konjunkturerwartungen aus Deutschland und der Eurozone. 

In Australien kletterte der Hauspreisindex im 4. Quartal  um 1 %, was deutlich über den Erwartungen (0,1 %) lag. Die Börse in Sydney konnte sich stabilisieren, ohne, dass bisher eine nachhaltige Erholung stattgefunden hätte. AUDUSD löste die gestrige zarte Erholung schon wieder auf und droht endgültig unter die 0,77 zu fallen. Weitere Verluste bis 0,75 sind dann möglich. 

In Neuseeland ist das Konsumklima im 1. Quartal gestiegen.  Dies beflügelte NZDUSD aber nicht, das Paar tauchte nach kurzer Erholung schnell wieder unter die 0,7240.

In Tokio gab es nach schwachen Beginn leichte Gewinne, nachdem der Yen etwas korrigierte. Allerdings hat USD/JPY bisher keine wirklich relevante Widerstandsmarke überwunden, so dass die Erholung des Paares bisher auf wackligen Beinen steht. Die Frühindikatoren fielen auf 105,6 und damit nicht so deutlich als nach der ersten Schätzung (104, 8) erwartet, was sicher auch zur Stützung des Nikkei beitrug. 

Auch Shanghai und Hongkong schoben eher seitwärts und konnten ebenfalls keine wichtigen Marken überwinden.

Gute Quartalszahlen gab es gestern Abend von Oracle

Börse im Überblick, 19. März

16.20 Uhr

Kaum begann die neue Handelswoche, gab es die erste Bären-Attacke. Marktteilnehmer begründeten dies mit der immer noch großen Angst vor einem Handelskrieg, nur wurde diese Angst heute eigentlich nicht befördert. Auf der anderen Seite musste die jüngste Erholung an den Märkten nichts damit zu tun haben, dass die Angst vor Protektionismus in den Hintergrund gerückt war. Viel mehr ist die Erholung wohl technisch mit dem großen Verfall an den Optionsbörsen zu erklären.

Generell bleibt also die Angst vor einer Abkühlung der Wirtschaft durch neue Handelshemmnisse groß. Daran änderte auch nicht die Einigung zwischen EU und Großbritannien auf eine Übergangsphase nach dem offiziellen Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU am 29. März 2019.

Für den FTSE 100 war dies sogar eine sehr schlechte Nachricht, denn GBP legte gegen andere Währungen deutlich zu, was britische Exporte teurer macht. 

Die Handelsbilanzüberschüsse der Eurozone sind im Januar von 25,4 Mrd Euro im Vormonat auf 3,3 Mrd. Euro gefallen. Vor einem Jahr war es ein 1,4 Mrd Euro-Defizit. Schwache europäische Handelsergebnisse sind also im Januar nichts Ungewöhnliches.

In Sachen Protektionismus schaut man nun auf Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier, der in Washington versuchen will, einen Handelskrieg noch zu verhindern. Außerdem wartet der Markt gespannt auf die erste geldpolitische Sitzung unter dem neuen Fed-Chairman Jerome Powell, der nach Verkündung des Sitzungsergebnisse auch seine erste Pressekonferenz abhält. Man darf gespannt sein, wie sich der FOMC die geldpolitische Zukunft für 2018 und darüberhinaus vorstellt. 

In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" hat sich Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erneut für ein rasches Ende der Anleihekäufe durch die EZB ausgesprochen. Die Marktakteure erwarten dies bis Ende des Jahres, so der Notenbankchef.

Die Bundesbank veröffentlichte außerdem ihren Monatsbericht, in dem sie von einer Fortsetzung des deutschen Wirtschaftswachstums im 1. Quartal ausgeht. Allerdings gibt es auch Probleme: So wird die Baubranche durch beträchtliche Kapazitätsengpässe gebremst. 

Der tschechische Notenbankchef Jiri Rusnok sieht in seinem Land die Gefahr der Überhitzung der Wirtschaft. 2017 sei das tschechische BIP um 5,2 % gestiegen. Gesund wären nach Ansicht der Währungshüters 4,0 %. Die Tschechische Krone reagierte darauf nicht, weil Rusnok diese Mahnung schon vor einigen tagen äußerte.

Kryptowährungen profitieren heute von Aussagen des Gouverneurs der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda. Er spracht sich für ein Mindestmaß an Regulierung aus, die aber nicht die Entwicklung der neuen Technologien behindern dürfte.

Ein schwachen Jahresstarkt brachte heute Henkel unter Druck. Die Aktie verlor deutlich, obwohl der Konzern am Jahresausblick festhält. 

Für helle Aufregung nicht nur auf dem Parkett hat Facebook mit Nachrichten über die Art Das Unternehmen Nutzerdaten Dritten zugänglich macht. Eine Firma für Datenanalyse soll Millionen von Facebook-Profilen angezapft haben, ohne die Nutzer zu fragen oder zu informieren. Die betroffene Firma Cambridge Analytics soll mit dem Wahlkampfteam von Donald Trump zusammengearbeitet haben. Das Europäische Parlament reagiert auf die Nachricht empört und kündigt eine Untersuchung an.  Justiz-Kommissarin Vera Jurova will weitere Stellungnahmen von Facebook einfordern. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, wäre dies "entsetzlich". In den USA hat der demokratische Senator Richard Blumenthal von Mark Zuckerberg persönlich Aufklärung verlangt. 

Tesla leidet unter kritischen Aussagen von Goldman Sachs. Die Analysten bleiben wegen ihrer negativen Beurteilung von Produktion und Auslieferungen bei ihrem Sell-Rating. 

Die EU hat im Fall des Giftanschlags auf den Ex-Doppelagenten Skripal auf eine klare Schuldzuweisung verzichtet.

Die ukrainische Überlegung, den Alt-Kanzler Gerhard Schröder wegen seiner Nähe zu Russland mit Sanktionen zu belegen, erteilt Bundeskanzlerin Angela Merkel über Regierungssprecher Steffen Seibert eine Ansage.

Die CDU will isch in immerhin schon gut 2,5 Jahren ein neues Grundsatzprogramm geben. Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer kündigte es für den CDU-Parteitag im Dezember 2020 an. Im Herbst 2021 wird dann wieder der Bundestag gewählt.

Keine guten Nachrichten gibt es aus dem Kurdengebiet. Nachdem die türkische Armee die Stadt Afrin eingenommen hat, kündigte Präsident Erdogan an, die Operation bis in den Nordirak auszuweiten, um auch da "Terrorcamps der PKK" zu beseitigen. Die Kurden waren zuverlässige Partner der USA im Kampf gegen den IS. Sie dürften sich gerade ziemlich verraten vorkommen. 

08.15 Uhr

Während die Indizes in China trotz fallender Stahlpreise positiv in die Wache starteten, kamen aus Japan und Australien rote Vorzeichen. Auch die Future der US-Indizes starteten etwas schwächer, so dass es kein großes Wunder ist, dass auch der Dax im Minus eröffnet. Der Deutsche Leitindex startet genau auf der Kijun-Linie des Stundencharts bei 12.344 punkte und damit wieder unter 12.395. Wichtig könnte der Support bei 12.300 werden, wo auch die untere Begrenzung des kurzfristigen Aufwärtstrends verläuft. Ein Bruch inklusive des Sturzes unter die Wolke bis 12.250 könnte den Dax nochmal Richtung 12.120 führen. Auf der Oberseite gibt es über 12.395/400 Widerstand bei 12.460/500, bevor das Ziel 12.610/50 aktiviert werden könnte. 

EURUSD testet am Morgen ein weiteres Mal die 1,2255. Ein Bruch könnte das Paar Richtung 1,2150 führen. Der Stundenchart ist bärisch. Widerstand gibt´s bei 1,2355.

Der Wirtschaftskalender ist heute recht leer. 

Die Mitglieder des geldpolitischen Rates der Bank of Japan sehen laut Sitzungsprotokoll vom 8./9. März zunehmend unerwünschte Effekte der expansiven Geldpolitik. Dazu gehört eine sich verschlechternde Ertragslage der Geschäftsbanken. Trotzdem entschiedenen sich die Notenbänker für eine Fortsetzung der bisherigen ultralaxen Geldpolitik. USDJPY und Nikkei geban nach. 

Grund waren auch die sich deutlich verschlechternden Umfragewerte für den Ministerpräsidenten Shinzo Abe, dessen Sympathiewerte nicht nur in Japan bröckeln. In Südkorea ist er mittlerweile unbeliebter als US-Pärsident Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Yong Un. Die Umfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut Gallup veröffentlicht. Hintergrund ist ein Immobilienskandal, in den offenbar auch Regierungsmitglieder verwickelt sind. 

Nachdem die IEA eine steigende Nachfrage prognostizierte, sind die Rohölpreise am freitag deutlich gestiegen. Sie konnten in der Nacht das Niveau halten. 

Börse im Überblick, 16. März

17 Uhr

Sehr starker präsentierte sich in den USA der JOLTS-Report mit 6,312M offene Stellen im Januar. Auch die Verbraucherstimmung der Uni Michigan war mit 102,0 Punkten besser als erwartet. Die Inflationserwartungen für die kommenden 12 Monate steigen von 2,7 auf 2,9 %. Die US-Industrieproduktion stieg in Januar um 1,1 % und damit deutlicher als erwartet (0,3 %). Die US-Märkte blieben aber vor dem dortigen Verfall zurückhaltend. 

Derweil scheint das Stühlerücken im Weißen Haus weiterzugehen. Mehrere US-Medien berichten über eine bevorstehende Ablösung des Sicherheitsberaters Herbert McMaster. Diese Unruhe im Weißen Haus lässt die Marktteilnehmer eher lustlos ins Wochenende gehen. 

13.50 Uhr

So richtig gut sind die US-Daten nicht ausgefallen. Baugenehmigungen 1,298M, erwartet 1,32M

Die Baubeginne gehen ziemlich drastisch um 7 % auf 1,236M zurück. Erwartet wurden hier 1,29M). Auch Kanada meldet wieder mal nicht so gute Daten. Industrieumsätze im Januar -1 %.

Der Dax irrt ein wenig ziellos durch die Gegend. EURUSD hat sich am Vormittag leicht erholt, reagiert aber auf die Daten gar nicht. USDCAD gibt leicht nach - rund 25 Pips, also eigentlich auch eher bewegungslos. 

Vorher gab es schon einen ziemlich wenig aufregenden Verbraucherpreisindex in der Eurozone. Der Index blieb mit +1,1 % noch unter der ersten Lesung, allerdings bestätigte der wichtigere Kern-VPI mit +1,0 % die erste Schätzung. Dass die EZB in Kürze die Anleihekäufe einstellt, ist damit nicht zu erwarten.  Die größten Preissteigerungen gab es übrigens mit 3,8 % zum Vorjahr in Rumänien. Auf Zypern sanken die Preise um 0,4 %

Die Lohnentwicklung mit 1,7 % zum Vorjahr blieb im 4. Quartal unter den Erwartungen (1,8 %) und spricht auch nicht für ein baldiges Anziehen der Inflation. 

Ein chinesischer Außenamtssprecher hat US-Präsident vor protektionistischen Maßnahmen gewarnt. Es gäbe dabei keine Gewinner. Leider hat Lu Kang ganz vergessen zu sagen, wann die Chinesen ihre protektionistischen Maßnahmen beenden. Die Kritik Trumps an Handelsschranken in China, aber auch an der EU, ist nicht komplett aus der Luft gegriffen.

10.30 Uhr

Nach dem der XETRA-Handel heute mit deutlicher Verspätung infolge technischer Schwierigkeiten aufgenommen wurde, zeigt sich der Dax zunächst freundlich. Der ganz große Schub fehlt aber, was angesichts des Optionsverfalls um 13 Uhr nicht ganz überraschend ist. 13.30 Uhr gibt es dann auch einige Daten aus den USA, so dass man wohl erst danach sehen wird, ob es heute nochmal einen größeren Impuls gibt. 

Japans Industrieproduktion ist im Januar um 6,8 % gesunken. Erwartet wurden -6,6 %.  Auch die neuen Entwicklungen um die Russland-Affaire im Weißen Haus belastet den Nikkei, der den letzten Tag Woche im Minus beendete. 

Bei der Bank of Japan ist Kontinuität angesagt. Haruhiko Kuroda bleibt fünf weitere Jahre Gouverneur. 

Gute Quartalszahlen lieferte Broadcom, das Unternehmen, dass kürzlich Schlagzeilen machte, weil es den US-Chiphersteller Qualcomm übernehmen wollte. US-Präsident Donald Trump schaltete sich persönlich ein und unter dem Aspekt der "nationalen Sicherheit" verbot.  "Nationale Sicherheit" ist der neue Lieblingsbegriff des US-Präsidenten, denn alles, was die nationale Sicherheit betrifft, darf der Präsident auch ohne Kongress entscheiden. 

Nachdem die EU-Kommission noch einige Hürden für die Fusion von Linde und Praxair sieht, bereitet sich Linde trotz nach außen getragenen Optimismus auch auf ein Scheitern der Partnerschaft vor. Linde handelt am Vormittag im Minus.

Verschiedene Medien beschäftigen sich mit dem drohenden Handelskonflikt. Die EU-Kommission scheint demnach kaum Chancen zu sehen, diesen abzuwenden. Man rechnet sich nach einem internen Papier der EU-Kommission kaum Chancen bei der Welthandelsorganisation (WTO) aus und warnte die Mitgliedsstaaten schon mal vor zuviel Optimismus. 

Unter Druck kam am Abend Walmart, nachdem sich ein Whistleblower meledet und behauptete, dass Walmart seine Zahlen für den Online-Handel frisiert um gegen Amazon besser auszusehen. 

Das Bundesverfassungsgericht prüft in einem Verfahren, ob die hohen Zinsforderungen des Fiskus für Steuernachzahlungen berechtigt sind. 

Der Bundestag beschäftigt sich heute mit einem Antrag der AfD über einen umfassenden Grenzschutz. Mal davon abgesehen, dass der Bund dafür weder Ausrüstung noch Personal hat, dürfte eine solche Regelung gegen europäisches Recht verstoßen. Dass der Vorschlag eine Mehrheit findet ist also eher unwahrscheinlich. Rechtlich ist die Übertragung der hoheitlichen Aufgaben an die Staaten an der EU-Außengrenze vom Bundesverfassungsgericht bestätigt worden. Die Argumentation der AfD, die Aufgabe der Grenzkontrollen sei ein Verfassungsbruch, ist schlichter Populismus. Genau wie dieser Antrag, der den Anhängern sicher gefällt, von dem aber klar ist, dass er aus rechtlichen Gründen nicht umgesetzt werden kann. Wie so viele Anträge aus der AfD setzt auch dieser Antrag voraus, dass Deutschland aus der EU austritt.

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho ist zu einem zweitägigen Besuch in Schweden eingetroffen.  Schweden vertritt mit seiner Botschaft in Pjöngjang u. a. auch die USA diplomatisch. Schweden hatte die Ausrichtung eines Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Yong Un angeboten. 

Russland hat im Konflikt mit Großbritannien nun seinerseits britische Diplomaten ausgewiesen. Hintergrund ist ein Giftanschlag auf einen ehemaligen russischen Doppelagenten. Die Briten machen Russland dafür verantwortlich. Ein offizielles Ermittlungsergebnis zu dem Anschlag gibt es noch nicht.

Mauern sind gerade in: Thailand und Malaysia bauen eine Grenzmauer, um wirksamer gegen Waffen- und Drogenschmuggel sowie gegen Menschenhandel vorgehen zu können. 

08.15 Uhr

Ziemlich gute Vorgaben gab es gestern aus den USA, bis Sonderermittler Muller weitere Unterlagen aus dem Trump-Imperium anforderte und so die Russland-Affaire wieder in den Fordergrund schob.
Heute Mittag verfallen die Optionen u. a. im Dax. Die Open Interests liegen bei 12.000 und 12.500 Punkten, was den Bullen und Bären Raum gibt, noch ein wenig um den besten Kurs zu kämpfen. Wichtig für den weiteren Verlauf des Handels ist dann, dass auch in den USA der große Verfall ansteht. Überraschende Kursbewegungen sind das inklusive.
Der Dax-Future beginnt mit Verspätung, denn XETRA und EUREX haben am Morgen technische Schwierigkeiten. 
Generell sah der Dax gestern wieder freundlicher aus. Über 12.395 könnte der Dax die 12.480/500 anvisieren. Es ist wohl eher nicht damit zu rechnen, dass der deutsche Leitindex diesen Widerstand vor dem Verfall am Mittag überwinden kann. Ein Bruch würde Potential bis 12.650 eröffnetnAuf der Unterseite bieten 12.300/285 und 12.225 ersten Support. 
EURUSD unternimmt bei 1,23 einen Stabilisierungsversuch. Wie gestern im Video gezeigt bleibt das Paar im Dailychart durchaus bullisch. Erste Ziele sind 1,2445/60 und 1,2560. Setzt der Euro seine bärische Tendenz aus dem Stundenchart fort, findet er bei 1,2255 und 1,2155 Unterstützung. 
Termine:
11 Uhr Verbraucherpreisindex Eurozone (2. Lesung)
13.30 Uhr Bubeginne und -genehmigungen
15 Uhr JOLTS-Report
Happy Trading

Börse im Überblick, 15. März

17.15 Uhr

Daten satt aus den USA

Die Inflation bleibt in den USA auf moderaten Pfaden. Zwar zogen die Importpreise im Februar mit 0,4 % etwas über den Erwartungen an, dafür stiegen die Exportpreise aber nur um 0,2 %.

Auch ansonsten gab es eher ein gemischtes Bild. Der NY Empire State Herstellungsindex überzeugt mit 22,5 Punkten. Der Philly Fed Herstellungsindex bleibt dagegen mit 22,3 knapp unter den Erwartungen (23,2).
Alles nicht wirklich dramatisch. Da können sich die Märkte weiter dem großen Verfall widmen, der ja morgen auch an der Wall Street ansteht.

In Kanada wurden nach dem ADP-Bericht 32.700 neue Stellen geschaffen. Im Vormonat waren es nur 10.700.
USDCAD bleibt knapp unter der 1,3010, deren Überwindung einen weiteren Sprung Richtung 1,3190 auslösen könnte. Im Laufe des nachmittags erfolgte der Bruch des Widerstands.

Die Übernahme von Monsanto scheint für Bayer auch in den USA noch nicht in trockenen Tüchern sein. Bloomberg berichtet, das der US-Wettbewerbsbehörde die geplanten Verkäufe von Bayer-Unternehmensteilen nicht weit genug gehen. Aus der EU wird eine Entscheidung für Anfang April erwartet.

EU-Haushaltskommissar Günther Öttinger hat nach dem Brexit weniger zu verteilen. So müssen sich die deutschen Bundesländer darauf einstellen, weniger Fördermittel abrufen zu können. 

Die gesetzliche Pflegeversciherung in Deutschland hat das Jahr 2017 mit einem Defizit von 2,4 Mrd. Euro abgeschlossen. Die Reserve schrumpfte auf 6,9 Mrd Euro.

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico ist zurückgetreten. Präsident Andrej Kiska nahm das Rücktrittsgesuch an. Der neue Regierungschef wird erneut von den Sozialdemokraten gestellt. Außerdem soll eine Kabinettsumbildung geplant sein. 

10.45 Uhr

Die Schweizer Nationalbank hält an ihrem Rekord-Zinstief von -0,75 % fest. Der Schweizer Franken sei weiterhin  zu hoch bewertet. Der Erzeugerpreisindex legte im Februar immerhin auf 2,3 % zum Vorjahr zu. Erwartet wurden 0,9 %.

Auch die norwegische Notenbank sieht aktuell keinen Grund, das Zinsniveau zu ändern. Der aktuelle Leitzins von 0,5 % dürfte noch über den Sommer hinaus Bestand haben, kommunizierte die Notenbank. Anleger rechneten bisher mit frühstens im Dezember mit einer Zinshebung. Die Norwegerkrone legt deutlich zu. 

Das neuseeländische BIP präsentierte sich gestern Abend recht schwach. Im 4. Quartal wuchs es nur um  0,4 % erwartet wurden 0,7 %.

In Polen war die Verbraucherpreisinflation im Februar rückläufig. Der Verbraucherpreisindex ging  um 0,2 % zum Vormonat zurück. 

In Deutschland ist im vergangenen Jahr die Zahl der Baugenehmigungen um 7,3 % zum Vorjahr gesunken! Angesichts der akuten Not an bezahlbarem Wohnraum eine bittere Erkenntnis.

Frauen verdienen in Deutschland laut Statischem Bundesamt immer noch 21 % weniger als Männer. Kommen Männer durchschnittlich auf 21 Euro Bruttostundenlohn, sind es bei Frauen nur 16,59 Euro. In Ostdeutschland ist die Schere nicht so groß. Hier verdienen Männer "nur" 7 % mehr.

Der Brexit wirft immer mehr seine Schatten voraus. Unilever schließt seine Zentrale in London und wird die Geschäfte zukünftig nur noch von Rotterdam aus lenken. 

K+S bietet insgesamt ein eher enttäuschendes Zahlenwerk. Die Katie verliert aber nur wenig, weil die Dividende kräftig von 30 auf 35 ct. je Aktie steigt. Außerdem hat das Unternehmen ergeizige Ziele für 2018 formuliert. 

Einen kräftigen Gewinneinbruch musste Lanxess verbuchen. Nach 192 Mio Euro 2016 gab es im vergangenen Jahr nur 87 Mio Euro Nettogewinn. Da half dann der Aktie auch eine deutlich Anhebung der Dividende nicht mehr.

Die Münchner Rück erfreut ihre Anleger mit einem umfassenden Aktien-Rückkaufprogramm für 1 Mrd. Euro. Das Programm ist auf 12 Monate Laufzeit ausgelegt.

Lufthansa konnte die hochgesteckten Analystenerwartungen nicht ganz erfüllen und bleibt für 2018 vorsichtig. Der Markt ist trotzdem zufrieden. 

Gute Zahlen kamen von Sixt. Dazu will das Unternehmen  eine Dividende von 4 Euro je Stammaktie und 4,02 € je Vorzugsaktie bezahlen. Enthalten ist eine Sonderdividende von jeweils 2,05 €, Für 2018 will das Unternehmen den Wachstumskurs fortsetzen.

Ziemlich trübe Zahlen kamen von Gerry Weber. Offenbar hatten die Anleger aber noch schlimmeres erwartet. Trotz negativem EBIT (-3,5 Mio) greifen die Anleger heute zu.

Ein Kurssturz bei ProSiebenSat,1 im März beschäftigt die Staatsanwaltschaft. Es wird untersucht, ob das Analysehaus Viceroy Research in eine Kursmanipulation verwickelt ist. Die Aktie kam nach einer negativen Analyse unter Druck.

Tesla geriet deutlich unter Druck, weil mehrere Top-Manager das Unternehmen verlassen. 

Amazon steht in Japan unter Druck. Es steht im Raum, dass das Unternehmen  seine marktbeherrschende Position ausnutzte und von Partnern "Kooperationsgelder" verlangte. 

Verschiedene Medien meldeten gestern Abend, dass das Stühlerücken im Weißen Haus wohl weitergeht. Einer der Entlassungskandidaten soll Justizminister Sessions sein. 

Die japanische Regierung und der Betreiber des Kernkraftwerkes Fukoshima, TEPCO, wurden von einem Gericht zur Entschädigung der vom nach einem Tsunami erfolgten Atomunfall betroffenen  Bürger verurteilt.

08.20 Uhr

Guten Morgen, der US-Senat hat gestern den Weg für den Abbau eines Teils der Bankenregulierungen aus der Obamazeit freigemacht. Nun muss noch das Repräsentantenhaus zustimmen. Die Nachricht könnte auch die Wall Street stabilisieren, die gestern anders als der Dax noch unter Druck stand. Im Dax gibt es bei 12.395 und 12.481/500 wichtigen Widerstand. Nicht ganz außer Acht lassen sollte man, dass morgen Hexensabbat ist, was der Markt zu unvorhergesehenen technischen Anpassungen nutzen könnte. Supports gibt es bei 12.225, 12.180 und 12.120.

EURUSD bleibt im neutralen Bereich. Über 1,24 könnte das Jahreshoch bei 1,2560 in den Fokus rücken. Vorher ist aber nochmal bei 1,2450/60 mit Widerstand zu rechnen. Unten sollte unter 1,2350/40 Potential bis wenigstens 1,2260 liegen.

Der Wirtschaftskalender liefert heute u. a. folgende Termine:
09.30 Zinsentscheidung Schweizer Nationalbank
13:30 Export- und Importpreise, NY Empire Herstellungsindex, Philly Fed Herstellungsindex USA

Happy Trading

Börse im Überblick, 14. März

16.20 Uhr

Zu den Daten aus den USA. Die EInzelhandelsumsätze waren eher enttäuschend. Die Kernrate blieb im Februar mit +0,2 % unter den Erwartungen (0,3 %). 

Der Erzeugerpreisindex dürfte kaum ins Gewicht fallen. Die Kernrate stieg im Vergleich zum Vormonat um moderate 0,2 %. Im Vergleich zum Vorjahr waren es +2,5 %, wie erwartet. Dass die Marktteilnehmer hier einen starken Inflationsdruck sehen, ist kaum zu erwarten.

Aus dem Weißen Haus wurde bekannt, dass die US-Regierung das Handelsdefizit mit China um 100 Mrd. Dollar senken will. Wie das geschehen soll, bleibt erstmal im Dunkeln. Medienberichte hatten Strafzölle ins Spiel gebracht. Die Aktienmärkte reagieren mit Gewinnmitnahmen. Generell scheinen Experten eher skeptisch zu sein, dass die USA durch Handelsschranken ihr Handelsdefizit insgesamt abbauen können, wie die New York Times berichtet.

EU-Ratpräsident Donald Tusk rät, in den Handelsstreitigkeiten auf die USA zu zugehen. Er verstehe Donald Trump, der sich über zu hohe Zölle und Handelshemmnisse in der EU beklagt.

Die Industrieproduktion der Eurozone war enttäuschend. Sie schrumpfte im Januar um 1,0 % und damit noch mehr als befürchtet (-0,4 %)

Störfeuer kommt auch von politischer Ebene. Im Streit mit Russland um einen Giftanschlag hat die NATO den Briten jetzt Unterstützung zugesagt. Für die Öffentlichkeit bleibt die Lage schwierig zu beurteilen. Zwar gibt es durchaus schwere Verdachtsmomente, die auf eine Beteiligung Russlands an der Vergiftung eines Ex-Spions hindeuten, aber einen Beweis, der diesen Verdacht erhärtet legten die Briten bisher nicht vor. Die Entwicklung der Krise dürfte die Märkte zunächst Zurückhaltung üben lassen. 

Die PKW-Sparte von Volkswagen hat für 2018 eine Umsatzsteigerung von 10 % geplant. Die Rendite soll 4 bis 5 % betragen und isch auch in den kommenden Jahren in diesem Korridor bewegen. 

Adidas will den Marktanteil in Nordamerika auf 15 % steigern. Vor einem breiten Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland hat der Sportartikelhersteller wenig Angst. Dies würde nur eine kleine Delle in der Quartalsbilanz verursachen. Adidas legt heute zweistellig zu.

Angela Merkel ist wieder Bundeskanzlerin. Alles paletti ist damit aber nicht. Dass Merkel auch im eigenen Lager Widerspruch erntet, sieht man an mindestens 35 Abweichlern in der GroKo, die gegen die erneute Bundeskanzlerschaft Merkels votierten. Die 364 Stimmen blieben nur recht knapp über der erforderlichen Mehrheit von 355 Stimmen.

Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, hat sich gegen die Nominierung des bisherigen CIA-Chefs Mike Pompeo ausgesprochen. Damit wackelt die Bestätigung der Personalie im Kongress gewaltig.

Der EU-Rechnungshof hat die Zahlung von 9 Mrd. Euro Beitrittshilfen an die Türkei kritisiert, weil sich nicht genug an Bedingungen geknüpft waren.

10 Uhr

Deutschlands Verbraucherpreisindex wurde in der endgültigen Fassung bestätigt. Die Teuerung betrug  im Februar 1,4 % zum Vorjahr und bleibt damit unter dem Zielwert der EZB (knapp 2 %).

Dies nahm dann auch EZB-Chef Mario Draghi bei einer Veranstaltung in Frankfurt zum Anlass, nochmal klarzustellen, dass ein Ende von QE an das Erreichen des Inflationsziels gekoppelt sei.

Neben der Personalie Rex Tillerson, kam für die Märkte weitere Unruhe aus dem Weißen Haus: Es kursieren Meldungen, dass die USA möglicherweise schon bald umfassende Strafzölle gegen China verhängen wollen.  Insbesondere geht es um den Diebstahl geistigen Eigentums. Betroffen sein sollen Bekleidung, Elektronik und Finanzprodukte. 

Einen neuen Schlag für die Kryptojünger hat Google parat. Ab sofort sind Werbung für Kryptowährungen selbst, Trading-Beratung, ICO´s und Dienstleitungen für diese von Bundesbankchef Weidmann zurecht "Token" genannten Technologien verboten.

In Japan sind die Maschinenaufträge im Januar um 8,2 % gestiegen. Erwartet wurden lediglich 5,3 %. 

Chinas Industrieproduktion stieg im Februar um überzeugende 7,2 % zum Vorjahr, die Bauproduktion um 7,9 %. Die Einzelhandelsumsätze blieben mit +9,7 % unter den Erwartungen (10 %).

Adidas´ Ergebnis wurde im 4. Quartal von der US.Steuerreform beeinträchtigt. Den Anlegern gefiel aber, dass das Unternehmen sehr zuversichtlich in das aktuelle Geschäftsjahr geht. Auch in den USA laufe das Geschäft gut, wie es aus dem Unternehmen heißt. 

Angela Merkel ist erneut zur Bundekanzlerin gewählt worden. 

Blick in den Wirtschaftskalender: 11 Uhr gibt es heute die Industrieproduktion aus der Eurozone. 13.30 Uhr melden die USA Einzelhandelsumsätze und Erzeugerpreisindex. 

08.25 Uhr

Guten Morgen, Minuszeichen überwogen in der Nacht an den Aktienmärkten in Asien. Besonders Technologiewerte, die zuletzt stark performten, litten unter Gewinnmitnahmen. Ein Grund soll die von Donald Trump verbotene Übernahme von Qualcomm durch Broadcom sein. In China sorgten gute Daten aus der Industrie für Angst vor baldigen Zinserhöhungen. Auch in Japan gibt es Zeichen, dass die lockere Geldpolitik ein Auslaufmodell ist. Aus dem Sitzungsprotokoll der Bank of Japan geht hervor, dass einige Ratsmitglieder Sorgen über mögliche Nebenwirkungen der aktuellen Geldpolitik äußerten.
Der Dax  Future ging schon gestern Abend auf Tauchstation. Als Grund wird immer wieder auch die Entlassung vom bisherigen US-Außenminister Rex Tillerson genannt, der für Unsicherheit sorgt.
Am Morgen geht es im Future etwas nach oben, ohne sich wirklich nachhaltig von den Tiefs des gestrigen Abends abzusetzen. So dürfte ein Bruch der 12.120 mit Ziel 12.000 oder gar Jahrestief 11.730 im Bereich des Möglichen sein. Im Stundenchart liegt über dem Kurs viel Widerstand. Die Wolke reicht bei 12.395. Erst darüber dürfte es für die Bullen leichter werden.
EURUSD hat in der den Versuch, die obere Begrenzung des Keils zu brechen, nich erfolgreich gestalten können. Gelingt dies noch, könnten 1,2445/60, erweitert 1,2560, das Ziel sein. Unter 1,2355 wartet wieder die 1,2255. Eine nachhaltige Korrektur scheint aber wohl nicht anzustehen. Dank der Nachrichten aus dem Weißen Haus scheint das Vertrauen in die USA und ihre Währung deutlich geringer geworden zu sein.
Happy Trading

Börse im Überblick, 13. März

15.50 Uhr

Der Verbraucherpreisindex aus den USA zeigt keine Auffälligkeiten. Die Kernrate bleibt wie erwartet stabil bei 1,8 %. Das Realeinkommen ist im Februar um 0,3 % gestiegen. Dies wurde auch so erwartet. Der Vormonat wurde von -0,8 % auf -0,6 % revidiert. 

Der S&P 500 beginnt gar nicht mal unfreundlich und schafft knapp ein neues Allzeithoch bei 2.801. Dann fehlen aber erstmal die Anschlusskäufer.

Die OECD hat die Wachstumsprognosen der Weltwirtschaft für 2018 und 2019 angehoben. Nach 3,6 und 2,7 % im Dezember werden nun jeweils 3,9 % erwartet. Als Wachstumsmotoren wurden die Steuersenkungen und Ausgabensteigerungen in den USA sowie die lockerere deutsche FInanzpolitik genannt. Die Wachstumsprognose fürs deutsche BIP wurde von 2,3 auf 2,4 bzw. von 1,9 auf 2,2 % angehoben. Stark soll die US-Wirtschaft wachsen. Die Prognosen stiegen von 2,5 auf 2,9 % bzw. von 2,1 auf 2,9 % steigen. Ein Wachstumsrisiko sei der aufstrebende Protektionismus. Die OECD rief dazu auf, eine globale Lösung zu finden. 

China hat der Übernahme von Monsanto durch Bayer unter Auflagen zugestimmt. Der deutsche Konzern muss sich vom Saatgutgeschäft trennen und chinesischen Software-Entwicklern Zugang zu den digitalen Agrarplattformen beider Unternehmen gewähren. Die Forderungen entsprechen weitestgehend den Erwartungen. 

AMD kommt unter Druck. Aus dem Medienunternehmen CNET wird eine Meldung verbreitet, nach dem es bei den AMD-Chips Sicherheitslücken gibt. Der Ryzen- und EPYC-Chip 13  soll es Angreifern ermöglichen, Malware in hoch geschützte Teile des Prozessors einzuschleusen, meldet CNET unter Berufung auf Forscher des israelischen Sicherheitsunternehmens CTS-Labs

Der Iran benötigt Geld. um chinesische Investoren zu bezahlen und will daher die Erdöl-Produktion bis 2021 um 600.000 Mio. Barrel pro Tag erhöhen. Iran rechnet damit, dass die OPEC dem Vorhaben zustimmt. 

US-Präsident Donald Trump hat den Außenminister Rex Tillerson entlassen. Nachfolger wird CIA-Chef Mike Pompeo.  Bloomberg will erfahren haben, dass es zwischen Trump und Tillerson Meinungsverschiedenheiten im Umgang mit dem Iran gegeben haben soll. Laut CNN plant das Weiße haus schon seit Oktober Tillersons Absetzung. 

Positiv kommt eine andere Personalie an: Nachfolger von Ex-Wirtschaftsberater Gary Cohn soll Larry Kudlow werden. Er soll Verfechter des Freihandels sein. 

Diese Kehrtwende hatte sich bei der Italienischen 5-Sterne-Bewegung angedeutet. Aus der Partei heißt es jetzt, ein Austritt aus dem Eurosystem sei jetzt nicht mehr notwendig.

9.15 Uhr

Nach dem gestern an Nachrichten sehr armen Tag gibt es heute wieder einige Wirtschaftstermine, die durchaus von Bedeutung sein könnten. Besonders dürfte die Anleger interessieren, wie sich die Inflation und das Realeinkommen in den USA entwickelt haben. Daten, die höher als erwartet ausfallen, könnten die Sorge vor schnelleren Zinserhöhungen befeuern. Dies könnte die Indizes drücken und den US-Dollar stärken.

Vorher gibt es 11 Uhr die ZEW Konjunkturerwartungen aus Deutschland und der Eurozone, die eine Einschätzung der konjunkturellen Stimmung durch die institutionellen Anleger sind.

13.30 Uhr wird der britische Schatzkanzler Philip Hammond sein Frühjahrs-Statement abgeben. Es könnte GBP bewegen. 15.15 Uhr wird Der Chef der Bank of Canada, Steven Poloz, sprechen. 

In den USA gab es gestern ein sehr gemischtes Bild, Während der Technologiewerte-Index Nasdaq100 erneut Allzeithochs generierte, gerieten Industriewerte wie Boeing und Caterpillar im Dow Jones 30 unter Druck. Ihr Problem: Sie benötigen für ihre Produktion Stahl. Viel Stahl! Zu Teil auch guten Stahl, der in den USA so gar nicht gefertigt  

Während der Nikkei durchaus eine positive Tendenz zeigte, traten die Indizes in Shanghai und Hongkong auf der Stelle. Grund könnte sind, dass nun in China wie angekündigt die Kontrolle von Versicherungen und Banken in eine Hand gelegt werden und so besser durch die Zentralregierung kontrolliert werden können. Marktteilnehmer stehen ja meist mehr auf Deregulierung. 

In Japan zeigte sich der Industrieaktivitätsindex im Tertiärbereich schwach und gab in diesem Monat um 0,6 % nach. Erwartet wurden nur -0,2 %. Der Nikkei stieg trotzdem, weil USDJPY zulegte. Das Paar steht aktuell vor dem Widerstand bei 107,10.

Auch aus Australien gab es Daten, die nicht eindeutig zu interpretieren sind. Die Wohnungsbaukredite fielen um -1,1 % ziemlich deutlich, während die Konjunkturumfrage mit 21 Punkten etwas über dem Vormonat (19) lag. Das Unternehmensvertrauen fiel wie erwartet von 12 auf 9 Punkte. AUDUSD eher seitwärts.

Die Ankündigung der Umstrukturierung bei RWE und e.on sowie gute Quartalszahlen lassen die RWE-Aktie heute morgen weiter steigen. 

Die Zahlen von Wacker Chemie kommen dagegen am Markt gar nicht gut an. Auch die Dividende von insgesamt 4,50 € je Aktie (inkl. 2 € Sonderdividende) konnte da nichts retten. 

Japan hat ein Seemanöver im Südchinesischen Meer begonnen, an dem auch der US-Flugzeugträger "USS Carl Vinson" beteiligt ist. Beobachter befürchten, dass China darin eine Provokation sieht.

8.30 Uhr

Guten Morgen, im Dax bleiben die Marken von gestern aktiv. Über der 12500 ist das Ziel 12.600/50. Unter 12.395 sind 12.285 und 12.180 wichtige Ziele.
Im Stundenchart ist der Ichimoku immer noch eher bullisch, wobei Tenkan und Kijun neutral sind, Der Dailychart bleibt bärisch.
Da hilft auch nicht, dass der Auftakt heute ein paar Punkte über gestern Abend stattfindet.
EURUSD hängt in seiner Range 1,2255/1,2355. Darüber gibt es Widerstand bei 1,2450/60. Support ist bei 1,2155 zu erkennen.
In Asien zeigte sich der Nikkei durchaus freundlich, während der Hang Seng an der 31.705 Widerstand fand.
Die Wichtigsten Termine heute:
13.30 Uhr Verbraucherpreisindex, Realeinkommen USA
Happy Trading

Börse im Überblick, 12. März

14.25 Uhr

In den USA gilt seit gestern die Sommerzeit, weshalb die Wall Street schon 14.30 Uhr öffnet. Der S&P 500 sah am Vormittag im Future ziemlich freundlich aus, fiel aber wieder auf die Widerstandsmarke 2.788 zurück. Der große Abstand zwischen Tenkan (blau) und Kijun (orange) spricht für einen kurzfristig überkauften Status. Stört sich der Markt daran nicht, könnte auf der Oberseite eine Erholung bis 2.841 oder gar zum Allzeithoch bei 2.878 einsetzen. Allerdings lässt mich der Dailychart mit einem nach Süden zeigenden Kijun eher skeptisch zurück.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat eine für ihre Verhältnisse beeindruckende Breitseite gegen Protektionisten a la Donald Trump geschlagen. Einige machten den Handel zum Sündenbock für Probleme in der Globalisierung. Handel werde als "Waffe" eingesetzt, um "zu drohen und einzuschücjtern". Die EU werde sich gegen "Rabauken" im internationalen Handel wehren.

Die EU hat die Sanktionen gegen Russland wegen des Konflikts in der Ost-Ukraine bis 15. September verlängert. 

Aus der Umbenennung des rechtsextremen französischen Front National in Rassemblement National (Nationale Bewegung) wird wohl nichts. Der Name wurde vom Gaullisten Igor Kurek beim französischen Patentamt geschützt.

In Berlin haben CDU, CSU und SPD den Koalitionsvertrag unterschreiben. 

11.05 Uhr

Ich habe mir gerade mal den Dailychart im Dax angeschaut und der ist alles andere als bullisch. Mal davon abgesehen, dass der Kurs unter der Wolke agiert, zeigen Tenkan und Kijun nach unten (eingekreist). Das ist eher ein bärisches Muster. Sollte der Kurs in den kommenden Tagen unter den Kijun (orange) fallen, könnte eine neue Abverkaufswelle drohen. Die Erholung im Dax steht also weiter auf wackligen Beinen. Wahrscheinlich werden wir erst über 12.750 Punkten ein sehr bullisches Szenario bekpmmen: Dann sind Kurse deutlich über 13.000 Punkte möglich.

Die Umstrukturierungen bei RWE und e.on kommen an der Börse erwartungsgemäß gut an.  Im Rahmen dieser Maßnahmen könnte Innogy zerschlagen werden. Das scheint am Markt gut anzukommen. Die Aktie legt deutlich zu. Die am Morgen veröffentlichten Geschäftszahlen können es zumindest nicht gewesen sein,.. Sie fielen ziemlich mäßig aus.

9 Uhr

Der Dax startet freundlich in die neue Woche, obwohl die Sorgen vor einem weiter eskalierenden Handelskrieg mit den USA am Wochenende größer geworden sind. Trump hat es auf auf die deutsche Autoindustrie abgesehen und will Zölle auf Mercedes- und BMW-Fahrzeuge legen. Zuvor gab es in den Verhandlungen zwischen der EU-Handelsbeauftragten Cecilia Malmström und ihrem US-Kollegen Robert Lighthizer keine Annäherung. 
Positive Impulse dürften von RWE und e.on kommen. Die Konzerne wollen den Strommarkt neu ordnen. Beide Konzerne wollen zu künftig näher zusammen rücken. Dabei wäre RWE vor allem Stromproduzent und e.on würde das lukrative Stromnetz-Geschäft betreiben. Experten befürchten, dass dadurch langfristig die Preise für Verbraucher steigen würden. Ob das Geschäft von den europäischen Kartellbehörden durchgewunken werden würde ist unklar.
Der Dax startet deutlich im Plus und findet bei 12.500 den nächsten Widerstand. Support gibt es bei 12.395. Sollten die Bullen wirklich auch die 12.500 überrennen, könnte die Erholung bis 12.603/50 weitergehen. 
Aus dem Wirtschaftskalender gibt es dabei keine Impulse.
EURUSD zeigt sich leicht erholt, bleibt aber zunächst unter 1,2355. Darüber könnte das Paar wieder die 1,2446/60 anvisieren. Auf der Unterseite gibt es bei 1,2255 und 1,2155 Support. Die Kurs ist noch nicht über der Wolke, weshalb der heutige Handelstag für die Bullen kein Selbstläufer wird. 

Gute Vorgaben kamen am Freitag vom US-Arbeitsmarkt. Neben den überraschend starken Stellenaufbau dürfte bei den Marktteilnehmern aufgrund der rechten schwachen Lohnentwicklung die Angst vor einer drohenden vierten Zinserhöhung durch die Fed in diesem Jahr zurückgegangen sein. 

Auch die asiatischen Märkte zeigten sich freundlich. Hier kam weiter positiv hinzu, dass es ein Gipfeltreffen zwischen Nordkorea und den USA geben soll. Dass die USA nun doch Bedingungen daran knüpfen, störte dabei nicht. 

Bei den Rohstoffen passierte nicht viel. Schwierig dürfte vor allem der Ölhandel werden. Mit der Einigkeit der OPEC scheint es erst einmal vorbei zu sein. Während Saudi Arabien den Ölpreis auf 70 $ treiben möchte, ist der Iran nach Auskunft seines Ölministers auch mit 60 $ zufrieden. 

Bitcoin handelten am Wochenende volatil und konnten sich insgesamt etwas erholen. 

Um die Übernahme von Qualcomm bei den US-Behörden genehmigt zu bekommen, will Broadcom seinen Hauptsitz von Singapur in die USA verlegen. Intel hingegen soll kein Interesse an dem Deal haben und prüft Medienberichten zufolge verschiedene Optionen, u. a.  Broadcomm zu übernehmen. 

Börse im Überblick, 9. März

News mit Stand 17 Uhr

Einmal Gemischtes in den USA. 313.000 neu geschaffene Stellen sind richtig stark, gleichzeitig steig aber die Arbeitslosenquote von 4,0 auf 4,1 %, was allerdings auf die höhere Beteiligungsquote von 63 nach 62,7 % zurückzuführen dürfte. Enttäuschend entwickeln sich die Löhne. +0,1 % im Februar - da kommt eher kein Inflationsdruck auf. 

Chicago Fed-Chef Charles Evans sprach sich heute dafür aus, mit der nächsten Zinserhöhung noch etwas zu warten.  Evans ist alternative FOMC-Mitglied, also nicht stimmberechtigt.

Aus Kanada kommen Arbeitsmarktdaten, die unter den Erwartungen lagen, Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 15.400 (Prognose: 20.000). Die Arbeitslosenquote sank allerdings trotzdem von 5,9 auf 5,8 %.

Die EU wird zunächst keine Gegenmaßnahmen zu den Zöllen auf Stahl und Aluminium, die die USA zukünftig verhängen, umsetzen. Vize-Kommissionspräsident Jyrki Katainen sagte, man bereite Gegenmaßnahmen zwar technisch vor. wolle aber erst eine Treffen der EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. Es soll morgen in Brüssel stattfinden. 

Nachdem Großbritannien und die USA die Unternehmenssteuern gesenkt haben, will auch Angela Merkel dieses Thema auf die Agenda setzen. Ziel ist die Unternehmenssteuerreform gemeinsam mit Frankreich zu entwickeln. 

11.15 Uhr

Der Dax gibt am Vormittag nur moderat ab. Charttechnisch bleibt er unter der 12.395. Ein Bruch der 12.285 könnte die Korrektur beschleunigen und die Erholung  der letzten Tage beenden. Wahrscheinlich ist jedoch, dass sich der Markt diese Entscheidung für 14.30 Uhr und die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten aufhebt. Besonderes Augenmerk wird auf die Lohnentwicklung gelegt.

Dass die Märkte nicht vollends in Panik geraten, könnte daran liegen, dass Donald Trump gestern Verhandlungsbereitschaft signalisiert hat, um die Zölle auf Stahl und Aluminium wieder aufzuheben. Klar muss auch allen sein, dass die USA insgesamt sehr niedrige Einfuhrzölle verhängen und das Interesse, in anderen Wirtschaftsregionen fairer behandelt zu werden, durchaus nachvollziehbar ist. Nach dem Säbel rasseln, sollte man also Verhandlungen den Vorzug geben. 

Während ThyssenKrupp vergleichsweise wenig von der Stahlproduktion abhängt und fast unverändert zu gestern handelt, gibt die Aktie von Salzgitter deutlich nach. 

Deutschlands Handelsüberschuss lag im Januar mit 21,3 Mrd Euro nur knapp unter dem Vormonat (21,4 Mrd.). Exporte und Importe gingen um jeweils 0,5 % zurück. 

Großbritanniens Produktion des verarbeitenden Gewerbes wuchs im Januar nur um 0,1 %. Erwartet wurden 0,2 %. Sehr schwach fiel die Bautätigkeit aus, die im Januar um 3,4 % sank. Erwartet wurden hier -0,3 %. Ein Grund könnte aber ungünstige Witterung sein, weshalb man diese Zahlen vielleicht nicht überinterpretieren sollte. Das tut dann GBPUSD auch nicht

In Japan haben die Privathaushalte deutlich mehr Geld ausgegeben als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr steigen die privaten Haushaltsausgaben um 1,9 %. Analysten hatten um 1,1 % sinkende Ausgaben befürchtet.

Die Bank of Japan hat erwartungsgemäß ihre Geldpolitik unverändert gelassen. Die Entscheidung wurde mit 8:1 Stimmen gefällt. Ein Ratsmitglied, Goushi Kataoka, will die Geldpolitik weiter ausweiten, weil er glaubt, dass die bisherigen Mittel nicht ausreichen, das Inflationsziel zu erreichen. Über einen eventuell bevorstehenden Ausstieg aus dem aktuellen Maßnahmenkatalog machte die Notenbank keine Angaben.   USDJPY zeigt sich fester. Generell zeigt der Yen seit der Nacht Schwäche

Chinas Verbraucherpreisinflation nähert sich dem Zielwert der dortigen Notenbank (3 %) an. Für den Februar wurde eine Teuerung von 2,9 % zum Vorjahr festgestellt, was USDCNH etwas unter Druck brachte. 

In Norwegen ist der Verbraucherpreisindex im Februar überraschend um 2,2 % zum Vorjahr gestiegen. DIe Kernrate steigt von 1,1 auf 1,4 %. EURNOK gibt deutlich nach. Analysten hatten mit 1,8´bzw. 1,3 % gerechnet.

Kryptowährungen geben heute weiter nach. Grund sollen zunehmende Forderungen in den USA und Japan nach Regulierungen sein. 

Die SPD hat ihre Ministerriege vorgestellt. 

Die Frankfurter Rundschau berichtet, dass von den für den Breitbandausbau bereitgestellten 1,56 Mrd. Euro an Fördermitteln nur 22,7 Millionen abgerufen wurden. 

Das Handelsabkommen "Transpazifische Partnerschaft" (TPP) wurde in Chile unterzeichnet. Zur neuen Allianz gehören unter anderem Kanada, Mexiko und Japan. Die USA stiegen unter der Trump-Regierung aus den Verhandlungen aus. 

08.35 Uhr

Donald Trump hat gestern Abend die Anordnung über Zölle auf Stahl (25 %) und Aluminium (10 %) unterschrieben. Sie soll in 15 Tagen in Kraft treten.

Bei ähnlichen Versuchen durch George Bush 2002 und Barack Obama 2010 schossen sich die Amerikaner übrigens immer selbst ins Knie und vernichteten im eigenen Land mehrere Tausend Arbeitsplätze in Branchen, die vom Stahl leben. Problem: Die Preise steigen nicht nur für ausländischen Stahl, sondern durch mangelnden Angebotsdruck auch die auf amerikanischen Stahl. Das macht Produkte wie Flugzeuge oder Autos Made in USA teurer. Wenn Donald Trump also Pech hat, hat er gestern die positiven Effekte der Steuerreform, die ohnehin überschaubar sind, vollends verpuffen lassen.

Für Europa bedeutet dies, die Stahlpreise könnten wegen des neuen Überangebots durch Stahl, der den Weg in die USA nicht mehr findet, fallen, Darunter leidet die europäische Stahlindustrie. Vor allem aber könnte der Inflationsdruck wieder sinken. Aus dieser Sicht könnte EURUSD weiter fallen und der Dax ebenfalls, weil sinkende Preise meist auch die Margen drücken.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch positive Nachrichten. So scheint US-Präsident Donald Trump bereit zu sein, sich mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu treffen. Es werden zwar schon wieder mahnende Worte unter Beratern laut, aber wir wissen ja: Wenn sich der US-Präsident etwas in den Kopf gesetzt hat... Die asiatischen Märkte reagierten unentschlossen.

Die deutsche Industrieproduktion enttäuschte und sank im Januar um 0,1 %.

Der Dax startet nahezu unverändert in den Tag und handelt weiter unter der 12.395. Ein Bruch könnte den Dax weiter beflügeln und bis 12.500 führen. Der Ichimoku ist durchaus bullisch. Allerdings sollte man nicht übersehen, dass 14.30 Uhr die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden, was eine gewisse Zurückhaltung im Vorfeld wahrscheinlich macht. Auf der Unterseite Unterstützen 12.290/75, 12.180 und 12.120

EURUSD  versucht sich um 1,23 zu stabilsieren. Erster Widerstand wäre bei 1,2355. Aus fundamentaler Sicht ist aber auch eine Fortsetzung der Korrektur nicht ausgeschlossen. Erste Ziele wären 1,2255 und 1,2155

Börse im Überblick, 8. März

16.30 Uhr

EZB-Chef Mario Draghi hat  auf der Pressekonferenz nach der Zinsentscheidung ein sehr positives Bild der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone gezeichnet. Die Notenbank ist zuversichtlich, dass das Inflationsziel erreicht wird. Allerdings ist noch für längere Zeit eine akkommodierende Geldpolitik notwendig. Der Notenbank-Chef gab sich viel Mühe, keine Sorgen über eine baldige Geldpolitische Straffung aufkommen zu lassen. Als Abwärtsrisiko sieht Draghi den wachsenden Protektionismus. 

Von den Eurozonen-Staaten forderte Draghi eine wachstumsfreundlichere Haushaltspolitik.

Die Inflations- und Wachstumsprognosen wurden kaum verändert. Das BIP-Wachstum wurde für 2018 von 2,3 auf 2,4 % angehoben, die Inflationsrate für 2019 von 1,4 auf 1,5 %. Draghi erklärte, dass aus Sicht der EZB noch keine Entwarnung beim Inflationsthema gegeben werden könne. 

Die jüngsten Wahlergebnisse in Italien hätten das Vertrauen der Finanzmärkte in die Eurozone nicht untergraben, glaubt Mario Draghi. Außerdem wiederholte er seine These, vom unumkehrbaren Euro. 

Aus Kanada wurden im Januar 5,6 % mehr Baugenehmigungen als im Vormonat erteilt. USDCAD hält weiter die 1,30 im Blick. 

14.00 Uhr

Die EZB hat die Zinsen nicht verändert. Im Statement hat die Notenbank die Bereitschaft gestrichen, das Anleihekaufprogramm notfalls zu erhöhen. Dies wird als Zeichen gewertet, dass die EZB auf dem Weg zur Noprmalität der Geldpolitik weitergeht.

EURUSD legt zu. Ob das Paar sehr stark zulegt ist fraglich, denn eigentlich hatten Analysten mit dieser Maßnahme gerechnet.

14.30 Uhr beginnt die Pressekonferenz mit EZB-Chef Mario Draghi.

Die Wirtschaftswoche will erfahren haben, dass der spanischer Konzern Telefonica über einen Abschied aus Deutschland nachdenkt. Telefonica betreibt in Deutschland O2. 

BMW enttäuschte mit vorläufigen Zahlen für 2017 mit 98,68 Mrd Euro. Das Ergebnis mit einem Nettogewinn von 8,7 Mrd. Euro übersteigt aber die Analystenschätzungen. 

Laut Deutschem Reiseverband haben 2017 2,19 Mio Deutsche eine Kreuzfahrt unternommen, so viele wie noch nie. Die Kreuzfahrten gelten als ökologisch bedenklich. Kritisiert wird, dass die Studie in diesem jahr erstmals auf Umsatzzahlen verzichtet. 

Die SPD geht mit einer neuen Mannschaft in die GroKo. Sigmar Gabriel und Barbara Hendricks werden dem neuen Kabinett nicht mehr angehören. 

10.00 Uhr

Der Dax startet heute kaum verändert und hat damit den Widerstand bei 12275/90 noch nicht überwunden. Auch die Ankündigung aus dem Weißen Haus, heute die Zölle für Stahl und Aluminium einzuführen stört die Marktteilnehmer offenbar nicht. Kommt er über 12..290, sind 12.395 und 12.500 die nächsten Ziele. Auch aus Asien kamen positive Vorgaben. Schafft der Dax den Sprung über die 12,290 nicht, gibt es neben 12.200 vor allem bei 12.120 Support.

Zur Zeit sieht es so aus, als ob sich der Dax aus dem Dreieck nach oben herausschiebt und damit die Ziele auf der Oberseite Vorrang haben. 

Keine Rolle spielten am Morgen die erneut schwachen Auftragseingänge aus der Industrie.

Gefahr für ein bullisches Szenario könnte von der EZB drohen. Die Frage ist, ob und wenn ja wie sich EZB-Präsident Mario Draghi zu einem Ausstieg aus den Anleihekäufen äußert und wie stark dies den Euro beflügelt. Die EZB informiert 13.45 über ihre geldpolitischen Entscheidungen. Mario Draghi gibt 14.30 Uhr eine Pressekonferenz. Weitere wichtige Termine stehen nicht im Wirtschaftskalender.

EURUSD ist in der Nacht etwas zurückgekommen. Bisher reagiert das Paar auf die protektionistische Handelspolitik der USA kaum. Neben dem Widerstand bei 1,2435 ist die 1,2475 zu nennen. Darüber wäre mit 1,2555 das Jahreshoch zu nennen. Fundamental erscheint mir dieses Ziel aber etwas übertrieben zu sein. Sollte jedoch die EZB hawkisher als vom Markt erwartet agieren, könnte ein Ausbruch durchaus stattfinden. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht mal gering, denn irgendwann muss ja die EZB verkünden, wie sie sich die Geldpolitik über den Herbst 2018 hinaus vorstellt. Die Frage ist nur, ob das heute geschehen muss. Ich meine eher nein. Die Antwort gibt es ab 13.45/14.30 Uhr. Auf der Unterseite gibt es bei 1,2365/55 ersten relevanten Support

Einige interessante Aspekte, die auf eine Abkühlung des Wachstums in den USA deuten könnten, stehen im Beige Book. Die regionalen Feds sehen eine moderate Inflation bei sich verengendem Arbeitsmarkt. Trotzdem zeigen die Verbraucherausgaben ein gemischtes Bild. Besonders Autoverkäufe stagnieren. Im Baugewerbe fehlen Baustoffe, was die Bauproduktion behindert. Außerdem legen die Stahlpreise nach den Zollankündigungen in 4 Bezirken zu. Grund ist der zurückgehende Wettbewerbsdruck. Hier deutet sich also schon an, dass Trumps Protektionismus die Inflation anheizen wird. Interessant auch, dass die Darlehensvergabe bereits stagniert. 

Aus Asien kommen starke Vorgaben, was auch auf die guten Wirtschaftsdaten zurückzuführen ist. Die japanische Wirtschaft ist im 4. Quartal um 0,4 % gewachsen, was klar über den Erwartungen (0,2 %) lag.

In China sind die Exporte geradezu explodiert und stiegen um 44,5 % zum Vorjahr. So gab es dann doch kein Handelsdefizit, sondern einen Handelsüberschuss von 33,74 Mrd. Yuan. Für chinesische Verhältnisse ist dies eher moderat. 

Die Schweizer Arbeitslosenquote sank von 3,3 auf 3,2 %. Im Februar 2017 lag sie bei 3,6 %.

Merck hat die Analystenschätzungen bei Umsatz und Nettoergebnis übertroffen. Die Dividende steigt leicht von 1,20 auf 1,25 €, was so erwartet wurde. Der Ausblick wird durch ungünstige Wechselkursaussichten gedrückt.

Unipers Ergebnis wurde durch den Verkauf der Erdgasfeld-Beteiligung Yushno-Russkoje ins Minus gedrückt. Dass die Dividende erhöht wird, spielte da für die Anleger keine besondere Rolle. Die Aktie startet im Minus.

Ordentliche Zahlen kommen von Linde. Das Unternehmen profitiert ordentlich von der US_Steuerreform. Linde sieht sich bei der Fusion mit  Praxair auf Kurs. Die Dividende soll steigen. 

Gemischte Zahlen kommen von Axel Springer. Das unter den Erwartungen liegende Ergebnis kommt trotz ordentlicher Umsätze gar nicht gut an.  Springer verliert über 8 %.

Ein rundum ordentliches Zahlenwerk lieferte Continental. Nur bei der Dividende hatten sich Analysten etwas mehr erhofft. Die Aktie startet trotzdem positiv. 

Amazon musste einräumen, dass Alexa ein ziemliches Miststück sein kann und unvermittelt bizarr zu lachen beginnen kann. Warum versucht das Unternehmen noch zu klären. Ja, ja, wenn sich künstliche Intelligenz verselbstständigt...

Börse im Überblick, 7. März

16.45 Uhr

Der US-Arbeitsmarkt präsentiert sich weiter in guter Verfassung. ADP ermittelte 235.000 neu geschaffene Stellen außerhalb der Landschaft. Erwartet wurden lediglich 195.000. 

Auch ansonsten gab es erfreuliche Zahlen aus den USA. Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft stagnierte im 4. Quartal. Das klingt nicht wirklich gut, aber in der ersten Schätzung Anfang Februar ging man noch von -0,1 % aus. So gesehen also doch eher freundliche Zahlen, auch wenn man sich natürlich fragen kann, wie eine relativ geringe Produktivität die mit 2,5 % deutlich gestiegenen Lohnstückkosten rechtfertigen kann. Klar, der enge Arbeitsmarkt, der nach den Löhnen auch die Inflation steigen lassen könnte. Das wiederum würde die Fed auf den Plan rufen. Mit ein wenig Verzögerung erkennt das wohl auch der Dollar und legt zu.

20 Uhr veröffentlicht die Fed das Beige Book, in dem die regionalen Feds die konjunkturelle Situation in ihren Distrikten darstellen. 

Der Gouverneur der Atlanta Fed, Bostic, sieht die Rally am Aktienmarkt nicht durch Fundamentaldaten unterfüttert. Raphael Bostic ist in diesem Jahr im FOMC stimmberechtigt.

Das Weiße Haus hat gemeldet, dass die Papiere zur Umsetzung der Zölle auf Stahl und Aluminium noch in dieser Woche von Präsident Donald Trump unterschrieben werden können. Der Präsident forderte heute China auf, einen Plan zur Reduzierung des Handelsüberschusses gegenüber den USA vorzulegen. 

In Kanada hat die Notenbank den aktuellen Leitzins von 1,25 % wie erwartet unangetastet gelassen.  Überraschend gut präsentierte sich die Arbeitsproduktivität mit +0,2 % im 4. Quartal. 

Rohöl kann sich nach den Daten aus den USA nicht so recht entscheiden. Die Lagerbestände stiegen zwar nicht ganz so stark wie erwartet, dafür hatten Analysten aber mit einem größeren Rückgang der Bestände an Benzin gerechnet. 

Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat  gefordert, dass einzelne AfD-Mitglieder vom Verfassungsschutz überprüft werden sollten. Verfassungsschützer wollen eine Materialsammlung anlegen, mit deren Hilfe eine Entscheidung über eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz erfolgen soll. Aus dem innenministerium hieß es aber, der Partei könnten aktuell keine extremistischen Positionen zugerechnet werden. 

Aus China gibt es Berichte über den Ausbruch der Vogelgrippe.

13.28 Uhr

Nach dem ersten Schreck über den Abgang von Gary Cohn aus dem Beraterstab von US-Präsident Donald Trump stabilisierten sich die Europäischen Märkte schnell wieder. Alllerdings bleibt die Zukunft der Märkte angesichts eines wieder stärker in den Fokus rückenden möglichen Handelskrieges eher nicht rosig, Besonders für Europa, denn Trump adressierte inzwischen seine Attacke ziemlich klar Richtung der bisherigen Partner in Europa. Die EU würde sich unfair gegen US-Waren abschotten, so der Vorwurf

Wenn sich die USA nun ungerecht behandelt fühlen sollten, gibt es für solche Streitfälle das Schiedsgericht der WHO. Donald Trump hat einen anderen Weg gewählt, der die USA wahrscheinlich in eine Sackgasse führen wird. Gegenmaßnahmen sind weltweit angekündigt worden . Nichts destotrotz steht weltweit, auch in den USA das Wachstum auf dem Spiel. Außerhalb der USA könnte aufgrund der Abschottung zum Beispiel das Angebot an Stahl und Aluminium steigen und so die Preise fallen lassen. Dies würde die Ertragskraft der Unternehmen schmälern und Arbeitsplätze gefährden. In den USA dürften aufgrund knappem Angebot die Preise steigen, erst für Materialien und später eben für Produkte. Die Inflation müsste durch die Fed mittels schnelleren Zinsanpassungen gebremst werden. In einem hoch verschuldeten Land wie den USA eine schwierige Kiste. Wer in den USA studieren will, muss oft einen Kredit aufnehmen, um das Studium zu finanzieren. Di Zahl der Studentenkredite hält Fed-Chef Jerome Powell schon heute fdür besorgniserregend. Die nächste Krise in den USA könnten überschuldete Privathaushalte auslösen. Donald Trump beschleunigt diese Gefahr gerade noch. 

An Daten gab es am Vormittag nicht viel. Das EU-BIP stieg im 4. Quartal wie erwartet um 0,6 %. In Polen wurde der Leitzins bei 1,5 % bestätigt.

Der Dax brach mittags über die 12.140 aus und könnte nun die 12.275/290 erreichen. EURUSD hat es bisher nicht nachhaltig über die 1,2435/75 geschafft. 

Ex-Trump-Berater Steve Bennon sieht in Kryptowährungen eine effentive Waffe gegen das Establishment. Das hat das "Establishment" auch schon erkannt, weshalb es wohl nur eine Frage der Zeit ist, bis dieser Wahl reguliert wird. Kein vernünftig denken Mensch kann interesse daran haben, dass Kryptowährungen Steuerhinterziehung und andere Straftaten begünstigen könnten. Ein Anschlag auf die Staaten ist in erster Linie ein Anschlag auf seine Bürger.  Bei Bitcoin sorgten die Äußerungen Bennons für keine gute Stimmung.

14.15 Uhr werden in den USA die ADP-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. 16 Uhr entscheidet die Bank of Canada über die Geldpolitik.

09.25 Uhr

Donald Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn hat hingeworfen. Der ehemalige Goldman Sachs-Bänker lag mit dem Präsidenten zuletzt in Sachen Einfuhrzölle überkreuz und warf nun das Handtuch. Cohn war einer der Architekten der Steuerreform. Mit dem Abgang von Cohn sind aber die Ängste vor einem Handelskrieg wieder deutlich größer geworden. Was der Dow Jones im Future schon gestern Abend einpreiste, holte der Dax heute morgen nach. Auch in Asien gab es rote Vorzeichen. 

Wie immer bei politischen Börsen war die Reaktion zwar heftig, aber nur von kurzer Dauer. Somit ist aktuell nicht vorhersehbar, ob es nun zu einem massiven Ausverkauf an den Aktienmärkten kommt. Der Dax versucht sich gerade am Kijun des Stundencharts bei 12.000 Punkten zu stabilisieren. Ob es gelingt, wird am abwarten müssen. Ein Bruch gibt den Weg zu 11.900/875 und zum Jahrestief bei 11.730 Punkten frei. 
EURUSD reagierte auf die Nachricht aus dem Weißen Haus kaum und attackiert die Widerstandsregion bei 1,2435/75. Generell sollte der trumpsche Protektionismus die Preise in den USA eher schneller steigen lassen. Höhere Inflation dürfte aber auch mit einer entschlosseneren Fed einhergehen. Dies sollte auf Dauer eigentlich bärisch für EURUSD sein. Erster Support ist bei 1,2355 auszumachen. 

Auch die Aussagen von Fed-Gouverneurin Lael Brainard, die sich für eine Fortsetzung der schrittweisen Zinsanhebung ist und glaubt, dass die Inflation im kommenden oder übernächsten Jahr über den Fed-Zielwert steigen könnte, hatten keine Auswirkungen. 

Aus dem Wirtschaftskalender sind heute EU-BIP (11 Uhr) und ADP-Arbeitsmarktbericht (14.15 Uhr) hervorzuheben. 20 Uhr wird von der Fed das Beige Book veröffentlicht.

Medienberichten zufolge wird die EU-Kommission heute in einem Bericht die aggressive Steuerpolitik einiger Mitgliedsstaaten anprangern. Namentlich genannt werden sollen Belgien, Irland, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Ungarn und Zypern. Immer wieder interessant dabei ist, dass unter den  Staaten, die sich unfair Vorteile durch niedrige Steuern verschaffen, Länder sind, die gern die Solidarität der anderen Staaten in Anspruch nehmen. Besonders in Irland und auf Zypern scheint es mit Moral nicht so weit her zu sein. Die Sanierung beider Länder hat den EU-Steuerzahler ordentlich Geld gekostet. 

In Australien kam zu den schlechten Nachrichten aus Washington noch ein unter den Erwartungen liegendes Wirtschaftswachstum hinzu. Das BIP wuchs im 4. Quartal nur um 0,4 %. AUDUSD gab schon vorher wegen des Rücktritts von Gary Cohn etwas nach, hielt sich aber über 0,7780, Auch die Reaktion des S&P/ASX 200 war moderat, nachdem es vorher eine kräftige Abwärtsbewegung gab. 

Deutlich erholt zeigte sich der Yen. Nach dem Rücktritt von Gary Cohn diente die Währung als sicherer Hafen. Gold konnte hingegen nicht profitieren, legte aber schon im Laufe des europäischen Handels zu, was an der gestern sehr augenscheinlichen Dollar-Schwäche lag. Diese rührte von der vorsichtigen Annäherung der beiden koreanischen Staaten her.

Insgesamt fielen die Verluste in Asien relativ moderat aus, was Beobachter mit der Entspannung im Verhältnis zwischen Nord- und Südkorea erklären. Südkoreas Präsident Moon Jae In warnte aber vor zu großem Optimismus. Man stehe ganz am Anfang eines schwierigen Prozesses.

Bei den Einzelwerten kam gestern Abend Netflix nachbörslich deutlich unter Druck, nachdem Stiftel die Aktie von "Kaufen" auf "Halten" abstufte.

Schwache Zahlen gab es von der Deutschen Post. Umsatz (+5 %), EBIT (+6 %) und Ergebnis je Aktie (69 Cent) blieben unter den Erwartungen. Immerhin konnte die Post mit einer Dividende von 1,15 € punkten. Hier wurden nur 1,12 $ erwartet.

Die RTL Group präsentierte gemichte Zahlen. Während der Umsatz  (+2,2 %) enttäuschte, konnte das Ebitda mit einem Zuwachs von 3,8 % überzeugen. 

Mexikos Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo kündigte für den Fall von Strafzllen auf Stahl und Aluminium durch die USA, Gegenmaßnahmen an. Man wolle dann "politisch sensible" Waren mit Zöllen belegen. 

Börse im Überblick, 6. März

16.45 Uhr

Die US-Industrieaufträge sind im Januar etwas stärker als erwartet um 1,4 % zurückgegangen. Der IBD/TIPP Wirtschaftsoptimismus blieb mit 55,6 Punkten deutlich unter den Erwartungen. Die ganz große Euphorie ist also erstmal verflogen, was auch der Dow Jones zeigt, der seit der Startglocke an der Wall Street keine Anschlusskäufer findet und so unter die 24.900 fällt. Die gestrige Erholung steht auf wackligen Beinen. 

Dallas Fed-Chef Robert Kaplan glaubt, dass die Arbeitslosenquote in diesem Jahr unter 4 % fallen könnte. Unter Umständen befinde man sich bereits über der Vollbeschäftigung, weshalb die Fed die Zügel bald anziehen sollte. Kaplan gehört in diesem Jahr dem FOMC nicht an. 

14.20 Uhr

Insgesamt freundlich zeigten sich die europäischen Märkte. Der Dax fand dabei erwartungsgemäß einen starken Widerstand bei 12.275/290 Punkten und prallte dort zunächst ab. Charttechnisch ist der deutsche Leitindex am Mittag im Stundenchart überkauft, wie der Kijun (orange) zeigt, der bei 12.000 recht niedrig steht. Damit müssen die Bullen damit rechnen, dass eine technische Reaktion jederzeit möglich ist. Allerdings ist eine solche Korrektur kein zwingendes Muss. Gelingt die Überwindung des Widerstands, könnte die Erholung zunächst bis 12.395 weitergehen. 

Beim Dow Jones bleibt die Lage weiter freundlich. Zur Zeit konsolidiert der überkaufte Index seitwärts. Ein Ausbruch über 25.120 könnte das Paar aber durchaus bis 25.580 führen. 

EURUSD zog gegen Mittag deutlich an und überwand den Widerstand bei 1,2355. Aktuell befindet sich das Paar nahe des Widerstandsbereiches 1,2435/75.

In der Schweiz ist der Verbraucherpreisindex im Februar um 0,4 % gestiegen - etwas stärker als erwartet. Auf Jahresbasis bleibt die Inflation mit 0,6 % weiter sehr schwach. EURCHF profitiert von allgemeiner Eurostärke und attackiert den Widerstand bei 1,1635.

Stark präsentierte sich das südafrikanische BIP, das in Q4 um 3,1 % zulegte. USD/ZAR fiel nach Veröffentlichung der Daten wieder unter 11,7825

In Brasilien ist die Industrieproduktion im Januar mit -2,4 % noch deutlicher gesunken als befürchtet. USDBRL startet trotzdem schwächer in den Tag. 

16 Uhr gibt es noch die Industrieaufträge aus den USA und den Ivey Einkaufsmanagerindex aus Kanada.

Ziemlich gut läuft heute die Aktie der Deutschen Telekom, nach dem Morgan Stanley eine Kaufempfehlung gegeben hat. Die Aktie kam aber im Handelsverlauf wieder etwas zurück. Die Citygroup hatte das Kursziel von 15,50 auf 14.50 gesenkt. 

In Deutschland gibt es weiterhin sehr viele offene Stellen zu besetzen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ermittelte für das 4. Quartal 1,2 Mio. freie Stellen, 128.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Gegen die von Donald Trump beabsichtigte Verhängung von Strafzöllen regt sich immer breiterer Widerstand bei den Republikanern. Auch führende Mitglieder der Partei des US-Präsidenten befürchten ein gebremstes Wachstum und die Bestrafung von Verbündeten. Der Spreches des Repräsentantenhauses , Paul Ryan, ließ seine Sprecherin mitteilen,, dass die Republikaner sehr besorgt über die Folgen eines Handelkrieges seien. Aus Kreisen der Republikaner gibt es Bestrebungen die Strafzölle durch Gesetze zu blockieren. 

Sri Lankas Regierung hat wegen religiöser Auseinandersetzungen zwischen Buddhisten und Muslimen für 7 Tage den Ausnahmezustand ausrufen. Man will so die Ausbreitung des Konflikts über den Unruhe-Distrikt Kandy hinaus verhindern. 

Süd- und Nordkorea haben für April ein Gipfeltreffen vereinbart. 

09.10 Uhr

Der Dax startet freundlich in den Tag. Aus meiner Sicht bei 12.275/90 ein wichtiger Widerstand zu finden. Darüber könnte es bis knapp 12.400 gehen. Auf der Unterseite unterstützen die 12.215 und 12.140. Die Sorgen scheinen erst einmal in den Hintergrund getreten zu seine. Dies heißt aber nicht, dass sie nocht weiterhin vorhanden sind. Ich rechne weiter mit einem volatilen Handel. 

Gute Vorgaben gab es vom Dow Jones, der gestern Abend noch die 24.900 erreichte, seitdem allerdings seitwärts konsolidiert. Auch der Nikkei zeigte sich in der Nacht bei weitem nicht so dynamisch wie der Dax am Morgen.

Es könnte sein, dass politische Gründe den deutschen Leitindex. Der Spitzenkandidat der 5-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, äußerte sich zu Europa eher beruhigend, was Hoffnung gibt, dass eine wahrscheinliche Mitte-Rechts-Regierung nicht aus der EU strebt. 

EURUSD kämpft mit dem Widerstand bei 1,2360. Hier entscheidet sich nun, ob der Ausbruch aus der Range gelingt oder das Paar auf 1,2260 zurückfällt. 

In Australien hat die Notenbank die Zinsen unverändert gelassen, Die Einzelhandelsumsätze waren wie andernorts im Januar schwach. AUDUSD gab nach einem Test der 0,7780 wieder nach. 

Die Vonovia hat mit ihrem Ergebnis für 2017 von 5,06 € je Aktie die Prgnosen (6,22 €) deutlich verfehlt. Trotzdem wurde der Ausblick bestätigt. Und das, obwohl die Investitionen etwas stärker sein sollen. 

Auch Evonik blieb hinter den Erwartungen zurück. Das Ergebnis nach Steuern halbierte sich in Q4 im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen gelobt im Ausblick zwar Besserung, der Markt ist aber wenig begeistert. 

Für Toyota ist die Zeit des Diesels vorbei. Das will schon in diesem Jahr mit der Auslaufphase in Europa beginnen. Zukünftig will das Unternehmen auf Hybride setzen. 

PROSIEBENSAT1 fliegt am 19. März aus dem Dax. Neu im deutschen Leitindex ist dann der Kunststoffkonzern Covestro

Wichtige Impulse aus dem Wirtschaftskalender gibt es heute nicht. 

Börse im Überblick, 5. März

16.40 Uhr

Nach der kurzfristigen Talfahrt hat sich der Dax recht schnell wieder erholt und konnte alle schlechten Nachrichten des Wochenendes wieder abschütteln. Dabei hat der deutsche Leitindex aber noch kein nachhaltiges Niveau erreicht.

Mit ein bisschen Rückenwind der Wall Street könnte aber die Erholung auf ein stabileres Level geschoben werden, auch wenn die Nachrichtenlage eigentlich wenig Anlass dafür gibt, dass die Weltkonjunktur weiter ungebremst wachsen wird. Die Wall Street scheint zum Handelsstart sogar einigermaßen unsicher zu sein, ob "America First" wirklich gut für die US-Wirtschaft zu sein und startet deshalb recht zaghaft in den Tag. Der Dow Jones hat bisher nicht mal die erste relevante Widerstandsmarke bei 24.600 überwunden. So bleibt eine Fortsetzung der Korrektur aus der letzten Woche weiter möglich. Auch der gute ISM Dienstleistungsindex sorgte zunächst kaum für bessere Stimmung der Händler. 

Unter Druck gerät heute Qualcomm, nachdem laut Bloomberg die Aktionärsversammlung verschoben wurde. 

Die Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindizes aus Europa zeigten sich gemischt. Während Italien, Frankreich und der Eurozone enttäuschten, überzeugten die Daten aus Spanien. In Deutschland wurde die erste Lesung bestätigt. 

Erwartet schwach waren die Einzelhandelsumsätze aus der Eurozone, die mit -0,1 % im Januar noch unter den Prognosen der Analysten blieben. EURUSD handelte heute insgesamt seitwärts zwischen 1,2260 und 1,2360.

Das Sentix-Investorenvertrauen kommt im März mit 24,0 Punkten recht deutlich von seinen starken Werten der letzten Monate zurück und markiert ein 11-Monats-Tief. Im deutschen Index, der auf 29,1 Punkte fiel, war vor allem der Index der Geschäftserwartungen mit -2,5 Punkten eine herbe Enttäuschung. Neben dem "fehlenden Charme" der GroKo wurde vor allem der aufkommende Protektionismus in den USA als Ursache genannt. 

Regierungssprecher Steffen Seibert sieht durch die einseitige Verhängung von Einfuhrzöllen durch die USA das "austariertes Pakets" im Rahmen der Welthandelsorganisation gefährdet. 

Der britische Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen präsentierte sich im Februar mit 54,4 Punkten deutlich über den Erwartungen (53,3). Die Bullen im EURGBP machen heute eine Pause mit ihrer Rally und korrigierten unter die 0,8920. Ein Comeback der Bullen scheiterte. 

Das könnte Hoffnung für die deutsche Wirtschaft bedeuten: Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Russland ist 2017 trotz der Sanktionen der EU gegen das osteuropäische Land um 20 % zu 2016 gestiegen. Die Zahlen von vor den Sanktionen sind aber noch lange nicht erreicht. Ein pragmatischeres Verhältnis zwischen Russland und der EU könnte aber durchaus positive Effekte für beide Seiten haben. Ohne Frage wird dies aber wegen der vielen Streitpunkten, zum Beispiel in der Ukraine-Frage, noch eine langwierige diplomatische Herausforderung.

Der Spitzenkandidat der 5-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, hat nach dem Wahlerfolg in Italien das Recht seiner Bewegung beansprucht, die neue Regierung zu führen. Der französische Präsident Macron sieht den starken Migrationsdruck aus Ursache für den Rechtsruck in Italien. Man könne diesen Fakt nicht außer Acht lassen. 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat erwartungsgemäß Angela Merkel zur Wahl als Bundeskanzlerin vorgeschlagen. 

Die CSU-Ministerriege ist männlich: Horst Seehofer (Innen), Andreas Scheuer (Verkehr) und Gerd Müller (Entwicklung) sprechen nicht unbedingt für Erneuerung. EIn Staatsministeramt wird immerhin mit einer Frau besetzt. Dorothee Bär ist zukünftig für Digitales zuständig.

Nach einer Forsa-Umfrage für RTL und n-tv sind zwei Drittel der Deutschen froh, dass der Regierungsstillstand in Deutschland endlich beendet ist. 

Nach den USA will israelischen Angeben zufolge auch Guatemala die Botschaft nach Jerusalem verlegen. Die Stadt ist offiziell von der UNO nicht als Hauptstadt Israels anerkannt. 

08.55 Uhr

Die SPD hat sich bei der Abstimmung der Basis für die Fortsetzung einer Großen Koalition entschieden. Dagegen gibt es in Italien den erwarteten Rechtsruck und die Frage in welche Richtung sich der klare Wahlsieger, die 5-Sterne-Bewegung, bewegt. Sollte es zu einer Regierung mit dem zweiten Wahlsieger, dem Mitte-Rechts-Bündnis, in dem die rechtspopulistisch Lega die meisten Stimmen erhalten hat, kommen, dürfte dies keine gute Nachricht für Europa und damit auch für die Märkte sein.

Deutlich gravierender Könnte aber sein, dass Donald Trump am Wochenende den zweiten Teil seines Handelskrieges gegen die Welt eröffnet hat. Er kündigte Strafzölle auf importierte Autos an. Diese Tatsache sorgte in Japan allerdings nur zu moderaten Verlusten. 

Der Dax startet unter der 11.900 in den Tag und generierte ein neues Jahrestief. Erster Support ist die 11.710.  Weitere Unterstützungen sind bei 11.485 und 11.150 auszumachen. 

Ob angesichts der beschriebenen Lage heute die Dienstleistungs-Einkaufsmanager-Indizes aus Deutschland, der Eurozone und Großbritannien eine Rolle spielen, dürfte eher fraglich sein. Immer recht hohe Volatilität gibt es eigentlich beim ISM-Dienstleistungsindex aus den USA, der 16 Uhr veröffentlicht wird. Weitere Termine im Wirtschaftskalender.

Unter Druck gerät auch EURUSD. Das Paar startete in der Nacht fast unverändert, dreht aber am Morgen deutlich ins Minus. Neben der 1,2260 ist hier die 1,2160 sowie die 1.2125 zu beachten. 

In Japan kam zu den schlechten Nachrichten aus Europa und den USA auch noch ein stärkerer Yen hinzu. USDJPY rutscht wieder unter die 105,60. Mögliches nächstes Ziel ist 103,55.

In Shanghai konnte sich der Markt relativ stabil halten, obwohl China erstmals seit 2012 sein Defizitziel senkte. Das Haushaltsdefizit soll auf 2,6 % des BIP sinken. Das Wirtschaftswachstum soll weiter 6,5 % betragen. Der Caixin Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex blieb im Februar mit 54,2 Punkten knapp unter den Erwartungen. 

In Australien legten die  Baugenehmigungen im Januar mit 17,1 % deutlich zu, Auch die Bruttogewinne konnten im 4. Quartal mit +2,2 % überzeugen. Die hilft AUDUSD aber nicht. Das Paar bleibt unter Druck. 

Leicht profitieren konnte von der politischen Unsicherheit Golddas seine Erholung von Donnerstag und Freitag moderat fortsetzt. 

Dagegen tritt Rohöl (WTi) nach der Erholung am Freitag heute etwas auf der Stelle. Übergeordnet dürfte ein über der Nachfrage liegendes Angebot weiter belasten. 

Laut Premierministerin Theresa May wird Großbritannien der EU nach dem Brexit keine regularischen Eingriffe in den britischen Finanzmarkt erlauben. 

In der Schweiz wird es auch weiterhin einen unabhängigen öffentlichen Rundfunk geben. Überraschend deutliche 71 % der Schweizer votierten gegen eine Abschaffung der vergleichsweise hohen Rundfunkgebühren. 

In Deutschland wird gerade darüber diskutiert, ob es nicht sinnvoll ist, die Amtszeit des Bundeskanzlers zu beschränken. Das gibt es in vielen Ländern schon, wie zum Beispiel in den USA. Mit Blick auf China, wo die Beschränkung auf zwei Amtszeiten für den Präsidenten in dieser Woche abgeschafft wird, wünscht sich US-Präsident Donald Trump dies auch für die USA. 

Börse im Überblick, 2. März

17.15 Uhr

Am 8. März wird der EZB-Rat seine nächsten geldpolitischen Entscheidungen treffen. Keine einheitlichen Meinungen gibt es unter den Analysten, ob die EZB am 8. März den Passus QE notfalls zu erhöhen, aus dem Statement entfernen wird oder nicht. Der heutige Erholung im EURUSD könnte ein Hinweis darauf sein, dass viele Markteilnehmer damit rechnen, dass die EZB diese Möglichkeit streicht und so ein erstes Zeichen gibt, dass die Anleihekäufe langsam auslaufen.

US-Präsident Donald Trump hat bei Twitter noch einmal nachgelegt und Handelskriege als gut und leicht gewinnbar bewertet. Ob es so ist, wird die nächste Präsidentschaftswahl zeigen. Die Zeche dieser Aktion werden zwar nicht nur die US-Verbraucher bezahlen, aber eben auch die.

Die Verbraucher sind aber erstmal weiter sehr optimistisch. Das Konsumklima der Uni MIchigan stieg im Februar auf 99,7 Punkte. Die Inflationsprognose bleibt unverändert.

EURUSD verteidigt das hohe Niveau bei gut 1,23. Die Erholung setzte ein, als Donald Trump gestern die Einführung von Strafzöllen verkündete. Aus meiner Sicht eine nicht ganz nachvollziehbare Reaktion, denn die Zölle werden die Inflation treiben und damit auch die Zinsen in den USA. Dies wiederum sollte eigentlich den Dollar beflügeln. 

Kanadas BIP ist im Dezember wie erwartet um 0,1 % gewachsen. USDCAD hat das Ziel bei 1,2915 fast erreicht.

Die britische Premierministerin Theresa May lehnt eine Zollunion mit der EU ab, zeigt sich aber offen, assoziiertes Mitglied einiger EU-Regulierungsbehörden zu bleiben. Fragt sich nur, warum die EU über solche Rosinenpickerei freuen sollte. May wünscht sich alternative Zollpartnerschaftsabkommen. Die dürften dauern. Wahrscheinlich hat EU.Ratspräsident recht: Der Brexit wird ein Ende mit Schrecken. Der handel wird wohl ziemlich schwierig werden. May hat bis heute nicht begriffen, dass Sie mit der EU eine Organisation vor sich hat, welche die Bedingungen diktieren wird. May kann ja sagen oder sich andere Partner suchen. Donald Trump könnte bald sehr einsam sein... 

Gazprom soll beabsichtigen, den bis 2019 geltenden Liefervertrag mit der ukrainischen Naftogaz sofort zu aufzulösen.Zuvotr hatte in Stockholmer Schiedsgericht Gazprom zu einer Strafe von 4,6 Mrd Dollar zu zahlen, weil der russische Konzern mindestens 110 Mrd. Kubikmeter weniger Gas durch die Pipelines geleitet hat als vertraglich vereinbart.

In der Hauptstadt von Burkina Faso, Ouagadougou, sind die französische Botschaft und das Kulturinstitut angegriffen worden. Burkina Faso war früher französische Kolonie.

13.10 Uhr

Der britische Baugewerbe-Einkaufsmanager lag im Februar mit 51,4 Punkten über den Erwartungen (50,5)
GBPUSD interessiert das wenig. Das Paar versucht sich zwar an einer Stabilisierung, aber diese sieht noch recht wacklig aus. Erst über 1,3870 würde ich von einer gelungenen Umkehr sprechen. Solange könnte es auch jederzeit Richtung 1,3610 oder an die Aufwärtstrend-Linie bei aktuell 1,35 gehen.

Der Chef der Österreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, befürwortet die vom lsterreichischen Finanzministerium vorgeschlagene Regulierung der Kryptowährungen. Die Notenbank befürwortet eine entsprechende Novellierung der Geldwäsche-Richtlinien und eine Prospekt sowie FMA-Genehmigungspflicht für ICO´s.

Auch der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, ist gegen ein Verbot von Kyptowährungen, will sie jedoch regulieren. 

Haruhiko Kuroda hat angekündigt, dass sich die Bank of Japan im Fiskaljahr 2019/20, das am 1. April 2019 beginnt, einen Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik diskutieren möchte. 

Ansonsten nehmen die geplanten Strafzölle der USA auf Stahl und Aluminium viel Platz in der Nachrichtenwelt ein. Bundeswritschaftsministerin Brigitte Zypries glaubt, dass die US_ Maßnahme Verwerfungen im Welthandel auslösen könnte. Experten der Commerzbank glauben, dass von den neuen Zöllen vor allem Kanada betroffen sein wird, das 40 % des in die USA importierten Aluminiums und 18 % des Stahls produziert. Auch deutsche Ökonomen und Manager machen sich Sorgen um die heimische Industrie. Neben Millionenverlusten wird auch schon von einem möglichen Jobabbau gesprochen.

Der Dax fiel wegen der Sorgen um einen möglicherweise aufkommenden Handelskrieg bis auf die 11.900 zurück. Weitere Verluste durch die Wall Street dürften nicht ausgeschlossen sein. 

Der Eurozonen-Erzeugerpreisindex zog im Januar um 0,4 % an. Dass dies der Grund für die Eurostärke ist, ist nicht klar. Fakt ist, dass EURUSD auf dem Erholungsweg ist. Widerstand gibt es bei 1,2355

Stand: 9.05 Uhr

Mit der Ankündigung von Einfuhrzöllen auf Stahl und Aluminium, hat US-Präsident Donald Trump  alle Zutaten für einen veritablen Handelskrieg zusammengebraut. China, Kanada und die EU haben bereits angekündigt, dass sie diese unfairen Maßnahmen nicht unwidersprochen hinnehmen werden. 

Die Aussicht auf einen  Handelskrieg hat die Aktienmärkte gestern Abend deutlich unter Druck.

Der Dax fand knapp über 12.000 Unterstützung. Am Morgen startet der deutsche Index kaum verändert zum Schluss des Future gestern Abend. Auf der Oberseite gibt es nun bei 12.142 und bei 12.210/15. erste Widerstände. Dass es darüber hinausgehende Erholungsbewegungen gibt dürfte eher ausgeschlossen sein. 

Am Sonntag sind in Italien Parlamentswahlen, bei denen die Wahlprognosen einen Rechtsruck vermuten lassen. Außerdem geht die Mitgliederbefragung bei der SPD zum Großen Koalition zu Ende.  Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich der Markt angesichts dieser Tatsachen extrem optimistisch in das Wochenende verabschiedet. 

Nicht von der Hand zu weisen ist aber, dass die Amerikaner am Nachmittag natürlich andere Akzente setzen können. Dort dürfte aber der heraufziehende Handelskrieg wenig Platz für Optimismus lassen, denn auch für die USA selbst dürften die Zölle auf Aluminium und Stahl negative Auswirkungen haben: Die Preise für Stahl- und Aluminiumprodukte dürften steigen und damit auch die Inflation. Und dann sind wir wieder bei den Zinsen. William Dudley, einflussreicher New York-Fed-Gouverneur hat sich gestern schon mal zu bis zu vier Zinserhöhungen ausgesprochen. Und da waren die Strafzölle noch nicht ausgerufen worden. Der europäische Stahlverband Eurofer rechnet damit, dass bei Einführung der Zölle die Exporte in die USA um 50 % sinken werden. Salzgitter und ThyssenKrupp stehen vorbörslich deutlich unter Druck.

Auf der Unterseite dürfte der Dax  bei 11,900 nochmal Support finden.  Weitere größere Reaktionspunkte dürften auf der Unterseite bei 11.710 und 11.485 zu finden sein. Im Fibonacchi Restracement bietet sich die 10.870 an. Ob es so tief geht, hängt sicher  von der weiteren nachrichten- und datenseitigen Enwicklung ab, aber Händler, die solche Bewegungen gern aushalten sollten zumindest wissen, was möglich ist.

In Deutschland sind die Einzelhandelsumsätze im Januar um weitere 0,7 % eingebrochen. Immerhin konnte der Dezember von -1,9 auf -1,1 % revidiert werden. 

Die Importpreise stiegen im Januar wie erwartet um 0,5 %.

EURUSD stieg über die 1,2260 hat diesen Ausbruch und damit die Umkehr aber noch nicht vollends nachhaltig bestätigt. Ein weiterer Widerstand könnte bei 1,2355 zu finden sein. Die 1,2165 ist für mich eine etwas überraschende Unterstützung an der eine Umkehr stattfindet. Ich hätte die 1,2125 favorisiert.

Wichtige Termine aus EU und den USA gibt es heute nicht mehr. 

Heute ist allerdings auch eine Seitwärtsbewegung nicht unwahrscheinlich, denn auch in Asien reagierte die Börse vorbörsich heftig auf die US-Ankündigung von Zöllen auf Stahl und Aluminium. konnte sich aber über Nacht stabilisieren. Stellvertretend dafür hier der Nikkei.

Dazu gab es aus Japan eine überraschend stark gesunkene Arbeitslosenqoute. Nach 2,8 % fiel sie auf 2,4 %. Gleichzeitig stieg aber im Großraum Tokio der Kern-Verbraucherpreisindex von 0,7 auf 0,9 %, was wieder Ängste vor einem baldigen Ende der ultra laxen Geldpolitik fördern könnte. USDJPY ist in der Nacht weiter gefallen und handelt nur noch knapp über 105,55.

AUDUSD  konnte sich dagegen trotz mieser Neubauverkäufe (-2,1 % im Januar) stabilisieren.

Schlimme Drohungen kommen China. Nachdem die USA die Zusammenarbeit mit Taiwan intensivieren wollen, wurde in chinesischen Medien mit Krieg gedroht. Sollte die Unabhängigkeit Taiwans voranbgetrieben werden, so müsse China das "Anti-Abspaltungsgesetz" aktivieren, dass in solchen Fällen die Einmarsch in die abtrünnige Region vorsieht. China erkennt Taiwan als unabhängigen Staat nicht an. 

Derweil hat der philippinische Präsident Duterte mit Krieg gegen jene Länder gedroht, die in der Meeresregion "Benham Rise" Erkundungen und Rohstoffförderung durchführen. Gemeint war wohl China, dass in der Region regelmäßig Schiffe vorbeischickt. Die Welt gerät immer mehr in einen gefährlichen Strudel.

Die gestern von Russlands Präsident angekündigte Modernisierung des Atomarsenals wurde von den USA als Verstoß gegen Abrüstungsvereinbarungen kritisiert. Erst kürzlich hatte Donald Trump die Modernisierung des US-Atomarsenals angekündigt. Wozu der Aufwand nötig ist, wenn man diese Waffen wo doch sowieso niemans einsetzen kann, müssen sich beide Seiten fragen lassen. 

Börse im Überblick, 1. März

Stand: 17.10 Uhr

Viele Daten waren Vormittag zu verarbeiten. Den Dax interessierte dabei vor allem der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, dass in Deutschland überraschend gut ausfiel. Pessimisten könnten jetzt sagen, 60,6 sind der zwet Rückgang in Folge, aber 60,6 ist eben weiter ein verdammt guter Wert. 

Der Dax konnte davon nicht profitieren und suchte schnell den Support bei 12.275 Punkten, wo er allerdings keinen Boden fand und nun droht, sogar die 12.000 zu verlieren. Bei 12.140 Punkten stünde nochmal eine Unterstützung bereit. Der Dax gab deutlicher nach, als beispielsweise der Eurostoxx 50 oder der FSE 100.

Die Zurückhaltung an den Märkten begründen Händler damit, dass die Zahlen aus der Berichtssaison in Europa oft unter den Erwartungen geblieben sind (she. Video von gestern Abend). 

In den anderen ökonomisch starken europäischen Ländern, wie Frankreich, Italien und Spanien blieb der Einkaufsmanagerindex unter dern Erwartungen, während die Eurozone wohl am Ende von Deutschland profitierte und mit 58,6 Punkten gut dasteht. Die Eurozonen-Arbeitslosenquote stagniert bei 8,6 %. Wie glaubwürdig dieser Wert ist, erschließt sich, wenn man sich mal die deutsche Quote anschaut. die ohnehin geschönte offizielle Quote von 5,7 % wird bei Eurostat auf 3,6 % schön gerechnet. 

Sorgen könnte dem Markt auch der Brexit machen. Nach einem Gespräch mit der britischen Premierministerin May hat sich der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, skeptisch geäußert, dass es nach dem Brexit einen reibungslosen Handel zwischen EU und Großbritannien geben kann. 

Das BIP der Schweiz konnte mit 0,6 % für Q4 überzeugen. Erwartet wurden 0,5 %, Nicht so gut lief es beim Einzelhandel die Umsätze gingen im Januar um 1,4 % zum Vorjahr zurück. Dafür beeindruckter der Einkaufsmanagerindex mit starken 65,5 Punkten. Der Optimismus der Schweizer Wirtschaft ist also enorm. EURCHF bewegt dies kaum

Der britische Einkaufsmanagerindex für verarbeitende Gewerbe verteidigte mit 55,2 fast den Vormonatswert (55,3). Auch bei Cable brechen wichtige Unterstützungen weg. Die Dollar-Stärke bleibt weiter entscheidend. 

Ziemlich schwach endete der Februar für die Wall Street. Der Dow Jones beendete den Monat mit einem Minus. Beobachter waren am Mittwoch vor allem von der niedrigen Liquidität besorgt. die auf dem niedrigsten Stand seit 2008 lag. 

Der ISM Einkaufsmanagerindex ist mit 60,8 Punkten sehr stark. Erwartet wurden 58,7 Punkte. Besonders die Preise zeigen mit 74,2 eine starke Dynamik. Dies dürfte den Dollar weiter stützen.

Für den Dow Jones stellt sich nun die Frage, ob die Anleger die gute Konjunktur handeln oder doch eher die Angst vor schneller steigenden Zinsen. Aktuell versucht der Dow um 24.900 gegen weitere Abverkäufe zu wehren. Ob´s erfolgreich wird, kann man nicht vorhersagen.

Wirklich spannend waren die US-Daten um 14.30 Uhr nicht. Die Privateinkommen sind etwas stärker gestiegen als erwartet (0,4 %). Steigende Löhne sollen eigentlich den Konsum und damit die Inflation anheizen. Diese These ist allerdings zuletzt unter Ökonomen umstritten  gewesen. Da wundert es dann auch nicht, dass EURUSD keine Reaktion zeigt. Aktuell sieht es so aus, dass das Paar weiter das Ziel 1,2125/00 anvisiert und den Aufwärtstrend testet. Der 4H-Chart zeigt allerdings auch einen leicht überverkauften Status. 

Derweil arbeitet Donald Trump weiter an der Abschottung der USA vom Markt. Laut Bloomberg wollte der US-Präsident heute Strafzölle für Stahl (25 %) und Aluminium (10 %) verhängen. Inzwischen scheint der US-Präsident seinen Plan verschoben zu haben und will sich stattdessen zunächst mit Vertretern der betroffenen Industrien treffen. 

Fed-Chairman Jerome Powell hat Mühe, vor dem Senat einigermaßen logische Einschätzungen  anzugeben. So gäbe es keine Beweise für den Anstieg von Löhnen und der Arbeitsmarkt könne sich  weiter verbessern, ohne dabei zwingend Inflation zu erzeugen (das ließ die Wall Street jubeln). Später erklärte der Fed-Chef jedoch, in den USA herrsche Vollbeschäftigung, wobei die Fed gar nicht so genau weiß, was dies eigentlich ist. Außerdem rechnet Powell plötzlich doch mit Lohnzuwächsen, was die Wall Street-Bullen schnell bremsen ließ.  Wenn Herr Powell also ein wenig Action in den Markt bekommen wollte, ist ihm das gelungen. Auch ansonsten bleiben mehr Rätsel als Antworten. So kann die Fed weiter nicht sagen, wie sich die trumpsche Fiskalpolitik auf die Wirtschaft auswirken wird. Immerhin, ein scheint sicher: Sie wird sich auswirken. Die niedrige Inflation sieht Powell als  weltweites Phänomen, das die Fed ebenfalls nicht erklären kann. Ein Problem im Finanzsystem hat die Fed zumindest ausgemacht: Die Studenten-Darlehen haben zunehmend negative Effekte. Weiter steigenden Darlehen könnten negative Auswirkungen aufs Wachstum haben. Davor wernen Ökonomen schon länger, Weniger Darlehen bedeuten aber eben auch weniger Studenten und das dürfte die heutige Entwicklung im US-Bildungswesen noch beschleunigen. Die Fed hat nämlich beobachtet, dass die Erwerbsquote bei Männern im besten Alter seit 60 Jahren abnimmt. Diese schwächere Erwerbsquote gehe mit immer schlechteren Bildungsabschlüssen einher. Auf eine Frage eines Senators konnte der Fed-Chef dann erleichtert antworten: Der Klimawandel gehört nicht in den Kompetenzbereich de Fed. Na Gott sei Dank! Der Dow gibt seine Gewinn sehr schnell wieder ab. 

Der Gouverneur der Minneapolis Fed, Neel Kashkari, glaubt, das es aktuell keine eindeutigen Zeichen einer anziehenden Inflation in den USA gibt und die Fed sich deshalb mit dem nächsten Zinsschritt Zeit lassen kann. Kashkari sitzt in diesem Jahr nicht im FOMC. 

In Japan gab der Nikkei in der Nacht weiter nach, obwohl sich USDJPY stabilisieren konnte. Dabei überzeugte die Investitionstätigkeit in Japan mit +4,3 % im 4. Quartal. 

In Shanghai konnte sich der Markt stabilisieren, nachdem die Caixin Einkaufsmanagerindex besser als erwartet ausgefallen ist. Auch der Hang Seng konnte sich nach einem anfänglichen neuen Wochentief wieder etwas erholen. 

Schwach ist die Investitionstätigkeit im australischen Privatsektor. Sie ging im 4. Quartal um 0,.2 % zurück. Der S&P/ASX  stabilisierte sich trotzdem und verteidigte die 5.955. Unter Druck stand weiter AUDUSD. Das Paar macht einen sehr bärischen Eindruck und könnte bei anhaltender Dollar-Stärke bis 0,75 fallen. 

Zalando bleibt weiter auf klarem Wachstumskurs und will 2018 2.00 neue Stellen schafften. Der Umsatz stieg 2017 um 23,4 %. Der Nettogewinn ging dagegen von 120,5 Mio Euro 2016 auf 101,6 Mio Euro 2017 zurück.

Beiersdorf konnte zwar mit einem Umsatz von 7,05 Mrd. Euro überzeugen, enttäuschte aber beim Ebit aber ebenso wie beim Ausblick. 

Walmart setzt das Mindestalter für Waffenkäufer auf 21 Jahre hoch.Die Entscheidung fiel unter dem Eindruck des Massakers in einer Schule in Florida.

Verschiedene Automarken in den USA haben starke Absatzeinbüche gemeldet. So fiel der Absatz bei Ford um 6,9 % zum Vorjahr. Ebenso deutlich ging es bei GM nach unten. Verantwortlich werden ungewöhlich hohe absätze im Januar gemacht. Nur frage ich mich gerade, wie sich das auf den Jahresvergleich auswirken kann. Besonders GM steht dann auch ordentlich unter Druck. 

Der gestern gemeldete Cyber-Angriff auf die Netze der Bundesregierung scheint gravierender zu sein, als es zunächst den Anschein hatte. Das Parlamentarische Kontrollgremium meldet einen beträchtlichen Schaden. Man versuche das Geschehen unter Kontrolle zu halten. Die Herkunft das Ausmaß des Angriffs scheinen unbekannt zu sein.

Börse im Überblick, 28. Februar

Stand: 17.10 Uhr

Während der Dax die Diesel-Fahrverbote recht emotionslos wegsteckte, sorgte der erste Auftritt des neuen Fed-Chairman Jerome Powell vor dem Repräsentantenhaus im Laufe des Abends doch noch für Zurückhaltung an den Aktienmärkten. Der Notenbänker ließ keinen Zweifel daran, dass die Fed den eingeschlagenen Weg der Straffung der Geldpolitik weiter fortsetzen wird und auch Volatilität an den Märkten daran nichts ändern wird. So zog die Wall Street auch den Dax-Future mit nach unten. Ein schwächerer Euro konnte da nicht stützen. 

Der Verbraucherpreisindex aus der Eurozone zeigt keine besonderen Auffälligkeiten. Er steigt im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 %. Im Januar waren es noch 1,3 %. Analysten hatten dies genauso erwartet, wie die Kernrate, die bei 1,0 % verharrt. 

Keine Überraschung bot das GfK Konsumklima für Deutschland, dass mit erwarteten 10,8 Punkten zwar etwas schlechter ausgefallen ist als im Februar, aber immer noch auf hohem Niveau zu finden ist. 

Vorher gab es die Arbeitsmarktdaten aus Deutschland. Die Zahl der arbeitslosen ist im Februar um 24.000 auf 2,546 Mio. Menschen gefallen. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,8 auf 5,7 %
Saisonbereinigt fiel die Zahl der Arbeitslosen um 22.000. Die Arbeitslosenquote liegt saisonbereinigt bei 5,1 %, was immer noch ziemlich hoch ist, denn in er EU wird Deutschland mit unter 3 % geführt. da kann man mal wieder sehen: Statistiken sollte man nur glauben, wenn man sie selbst erstellt hat... Auf die Börse dürften die Zahlen insgesamt eher keine Wirkung haben. 

Der Dax hat sich am Vormittag über der 12.400 stabilisiert. Nun ist die Frage, ob die Wall Street weiter eine vierte Zinserhöhung einpreist oder sich schnell wieder beruhigt. 

Die Wall Street gab gestern zügig nach, konnte sich aber über Nacht etwas stabilisieren.

Das US-BIP bestätigt in der zweiten Lesung die erste Schätzung mit 2,5 % im 4. Quartal. Der Preisindex zeigte sich mit 2,3 % etwas schwächer (vorher 2,4 %). Dafür bestätigen die realen Konsumausgaben die 2,8 % Wachstum. Hier wurde eine Revision auf 2,6 % befürchtet. 

Die Amis geben also Geld aus. der Laden brummt. Der Dow Jones kämpft vorbörslich mit der Wolkenunterkante bei 24.415.

Später gab es keine schönen Nachrichten vom Immobilienmarkt. Die schwebenden Hausverkäufe brechen im Januar um 4,7 % ein. Schon bei anderen Immobiliendaten aus den USA waren schwache Zahlen zu beobachten. Begründet wurde dies mit fehlenden Angeboten im preiswerten Segment.

Deutlich unter den Erwartungen (64,2) blieb der Chicago Einkaufsmanagerindex mit 61,9 Punkten im Februar. Trotzdem zeigt der Index robustes Wachstum an.

Schwache Daten gab es aus Frankreich. Die Konsumausgaben sanken im Januar um 1,9 %. Der Kern-HVPI blieb mit 1,4 % zum, Vorjahr unter den Erwartungen und dem Vormonat (jeweils 1,5 %). 

Optimismus für die Schweizer Konjunktur sendet der KOF Frühindikator, der mit 108 Punkten deutlich über den Erwartungen lag (106.2). 

In Kanada ist der Rohstoffpreisindex im Januar überraschend um 3,3 % gestiegen. Der Preisindex für Industrieprodukte enttäuschte allerdings mit +0,3 %. Es wurden 0,5 % Wachstum erwartet. 

Schon im asiatischen Handel wurden die schwachen Vorgaben der Wall Street übernommen. Der Nikkei bekam dabei überraschend auch noch vom wieder stärkeren Yen Probleme. Neben einer entschlossenen Fed scheinen außerdem Ängste zu herrschen, andere Notenbanken könnten auch bald das Ende ihrer Niedrigzins-Politik verkünden. Dazu kamen schlechte Daten aus dem Land der aufgehenden Sonne. Die Industrieproduktion schrumpfte nach einer ersten Schätzung im Januar um 6,6 %, während die japanischen Einzelhandelsumsätze mit 1,6 % zum Vorjahr auch deutlich unter den Erwartungen blieben. Auf der anderen Seite: Dies spricht alles eher nicht dafür, dass die Bank of Japan bald ihre lockere Geldpolitik beenden kann. 

In China enttäuschte der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe mit 50,3 Punkten auf ganzer Linie. Es war der schwächste Wert seit September 2016. Auch der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor blieb mit 54,4 Punkten unter den Erwartungen.

Das chinesische Handelsministerium zeigt für die US-Strafzölle auf Aluminium keinerlei Verständnis. Es gäbe keine Beweise für ein Fehlverhalten Chinas.

Australiens Privatkredite sind im Januar um 0,3 % gesteigen und blieben damit knapp unter den Erwartungen (0,4 %)

Der Rohöl-Lagerbestände der Regierung sind um 3 Mio Barrel und damit über den Erwartungen gestiegen.  Auch die Benzinbestände haben deutlich zugelegt. 

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken uns Raiffeisenbanken ist gegen ein Verbot von Kryptowährungen. Der Verband befürchtet. dass Überregulierung den Erfolg der Blockchain-Technologie gefährden könnte.

Bayers Jahresbilanz blieb mit einem Umsatz von 35,02 Mrd Euro und einem bereinigten Gewinn von 5,9 Mrd. Euro deutlich unter den Erwartungen. Auch der Ausblick ist wenig ambitioniert, so dass die Aktie am Morgen deutlich nachgibt. 

Das deutsche Regierungsnetz wurde von ausländischen Hackern angegriffen. Ziele waren das Außen- und das Verteidigungsministerium. Der Angriff soll ein ganzes Jahr unbemerkt geblieben sein und im Dezember ans Licht gekommen sein, ist auch Sicherheitskreisen zu hören. Angeblich stecken russische Cyberspione hinter der Attacke.

Die New York Times berichtet über rund 40 Schiffsladungen mit Ausrüstungen und Materialien zum Bau von chemischen Waffen, die Nordkorea an Syrien geliefert haben soll. Die Zeitung beruft sich auf Informationen von UN-Experten.

Börse im Überblick, 27. Februar

Stand: 17.10 Uhr

Für den Dax stand heute vor allem die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zu Diesel-Fahrverboten im Fokus stehen. Fahrverbote sind zulässig, urteilte das Gericht und schickte den Dax unter die 12.500.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beruhigt die Autofahrer, dass Fahrverbote ja nur für einzelne Städte gelten würden und nicht für die Fläche. Das Blöde daran ist natürlich, dass sich ausgerechnet in den betroffenen Städten einfach mehr Menschen konzentrieren als in der Uckermark... Ob also die Kanzlerin mit solchen Sprüchen einen AfD-Wähler beeindrucken kann, ist eher unwahrscheinlich. generell dürften selbst CDU-Wähler angesichts solcher Ignoranz sauer werden. Einen Plan, wie Fahrverbote verhindert werden können, hat die Bundesregierung jedenfalls nicht, obwohl das Problem seit Jahren bekannt ist.

Hamburg hat schon gehandelt: Ab April 2018 gibt es in der Hansestadt Fahrverbote für ältere Diesel. Betroffen sind Diesel, die älter als Euro-Norm 6 sind. Die Fahrverbote gelten auf zwei Straßen. Es werden Ausweichstrecken ausgewiesen. 

Der Verbraucherpreisindex aus Deutschland blieb im Februar mit 1,4 % zum Vorjahr unter den Erwartungen.

Sehr schwach präsentierten sich die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA gingen im Januar um 3,7 % zurück. Bei der Kernrate waren es nur -0,3 %, aber erwartet wurden +0,4 %. Die Aufträge für Investitionsgüter nahm um 0,2 % ab, nach 0,6 % im Vormonat. Das klingt jetzt nicht unbedingt so, als ob die Manager in einen zukünftigen Aufschwung investieren wollen. Könnte heißen, die Unternehmen glauben nicht, dass die Steuerreform die Konjunktur deutlich ankurbeln könnte. Wie auch: Nach der Hochkonjunktur kommt nun mal nicht ein weitere Aufschwung, sondern die Sättigung und in diese Phase Steueranreize zu stecken, ist meist Verschwendung. Wenn dann die Rezession einsetzt, wird die US-Regierung kaum die Möglichkeit haben, den Abschwung steuerlich abzufedern. Auch dies ist ein Grund, weshalb die Fed wohl weiter aufs Gas-Pedal bei Zinserhöhungen treten wird, denn nur so kann sich die Notenbank Spielraum schaffen, um in einer Krisenzeit zu reagieren.

Jerome Powell hat sich zu schrittweisen Zinserhöhungen bekannt. Die Fed will unabhängig von Marktvolatilität handeln. Dass die Zinserhöhungen die Ökonomie des Landes belasten glaubt Powell nicht. Die Fed sieht eine starke Wirtschaft und ein anziehendes Lohnwachstum. In der Anhörung hat der Notenbankchef erklärt, er sähe keinen Grund für eine Veränderung des Frameworks der Bilanzverkleinerung. Der Ausblick für die Wirtschaft habe sich nach seiner Ansicht verbessert. Eine sich abflachende Zinskurve berge kein Rezessionsrisiko.

Das CB-Verbrauchervertrauen ist in den USA von 124,3 auf 130,8 Punkte gestiegen. Dies ist ein neues 17-Jahres-Hoch

EURUSD nach den Daten und Powells Redemanuskript unter Druck, was den Dax ein bisschen freut, ohne dass jetzt gleich die Bullen in den Galopp fallen würden.., .

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone liegt mit 114,1 Punkten knapp über den Erwartungen (114,0). Der Optimismus nahm zwar etwas ab (im Januar 114,9 Punkte) bleibt aber weiter hoch.

Spaniens Verbraucherpreisindex zog mit 1,1 % zum Vorjahr im Februar deutlicher an als erwartet (0,9 %).

Frankreichs Verbrauchervertrauen fällt von 104 auf 100 Punkte zurück. Dies liegt unter den Erwartungen 8103) und ist ein 4-Monats-Tief.

An den asiatischen Märkten gab es keine einheitliche Tendenz. Nachdem die Wall Street freundliche Vorgaben geliefert hat, konnten diese vor allem in Japan zu deutlichen Gewinnen genutzt werden. Der Yen schob seitwärts

In China reagierten die Anleger eher zurückhaltend auf die Aussicht eines ewigen Präsidenten Xi Jinping. 

In Neuseeland gab es im Januar ein Handelsdefizit, das vor allem durch enttäuschend ausfallende Exprote zustande kam. USDNZD gab nach.

Der Ölpreis bröckelte nach den Gewinnen gestern Nachmittag wieder leicht ab. In Libyen kommt es durch einen bewaffneten Konflikt rivalisierender Gruppen zu Produktionsausfällen. Deutlicher abwärts ging es, als die Internationale Energieagentur (IEA) zur Einschätzung kam, dass die USA den Markt regelrecht überschwemmen und Russland bald als größter Ölproduzent ablösen. Der Chef der Organisation, Fatih Birol, sprach in diesem Zusammenhang von einem "explosiven Wachstum" der Produktion in den USA.

Gold versucht im Vorfeld des Auftritts von jerome Powell vor dem Repräsentantenhaus die 1.336 zu überwinden. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Markt erst nach den Aussagen des neuen Fed-Chairman eine Entscheidung trifft.

Fresenius überraschte bei der Vorstellung seiner Bilanz mit Schwierigkeiten bei der Übernahme von Akron. Fresenius hat Untersuchungen in Auftrag gegeben, ob Akron gegen Vorgaben der US-Gesundheitsbehörde FDA verstoßen hat. Ein positives Ergebnis könnte die Übernahme platzen lassen. Akron fiel um 33 %.

Deutlich unter den Erwartungen lagen die Zahlen von Fresenius Medical Care.

BASF dämpfte die Erwartungen für 2018 Umsatz und operatives Ergebnis werden wohl im einstelligen Prozent-Bereich wachsen. Das Unternehmen will eine Dividende von 3,10 € je Aktie bezahlen, Analysten erwarteten  3,20 €

Erfreuliche Nachrichten gab es für Uniper-Anleger. Das Unternehmen bleib beim Ergebnis über den eigenen Erwartungen und wird mit 74 Cent je Aktie auch eine über den bisherigen Ankündigungen liegende Dividende zahlen. 

Amazon startete in Australien seinen eigenen Zustelldienst.

Gute Zahlen gibt es von Macy´s. 2,82 $ Gewinn je Aktie liegen deutlich über den Prognosen (2,68 $)

Die Bundeswehr steht weiter im Fokus. Nach einem Bericht für den Verteidungungsausschuss des Bundestages ist die Armee nicht mehr in der Lage einen größeren Auftrag umzusetzen. So sind mehr als die Hälfte wichtiger Ausrüstungen nicht einsatzbereit. beispielsweise sind nur 16 % aller U-Boote und 19 % der Kampfhubschrauber Tiger einsatzbereit. Auch der Anteil der  einsatzfähigen Kampfpanzer liegt mit 40 % wohl eher auf dem Niveau eines Drittweltlandes.

In Taiwan gab es Hamsterkäufe von Toilettenpapier, nachdem  bekannt wurde, dass die Waren um 30 % teurer werden soll.

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Börse im Überblick, 26. Februar

18.15 Uhr

Die US-Neubauverkäufe blieben im Januar mit 593k deutlich unter den Erwartungen (655k). Der Dow Jones legt trotzdem einen freundlichen Wochenauftakt hin und ist auf dem Weg zur 25.700. Als Hauptgrund machen die Analysten deutlich gestiegene Immobilienpreise aus.

Die mexikanischen Einzelhandelumsätze sind im Dezember um 0,5 % gefallen. Erwartet wurden +0,3 %. Das bremst die Bären bei USDMXN zunächst aus. Gibt´s einen neuen Versuch, über die 18,7430 zu kommen? Noch hält die Wolke stand.

EZB-Chef Mario Draghi hat sich heute ziemlich optimistisch geäußert. Die Eurozone wachse robust und der Arbeitsmarkt werde sich weiter verbessern. Die Inflation müsse allerdings erst noch einen nachhaltigen Aufwärtstrend beweisen. Dass heißt doch aber, es gibt aktuell einen Aufwärtstrend, oder? EURUSD hat die von mir am Morgen favorisierte Route genommen und so eine Seitwärtsrange zwischen 1,2360 und 1,2260 etabliert. Dass Mario Draghi daran "Schuld" hat, glaube ich nicht. 

Der Gouverneur der St. Louis Fed, James Bullard, glaubt nicht, dass die zehnjährige US-Anleihe direkt nach oben ausbrechen wird. Heute bleibt der Zinsdruck in den USA niedrig.

Der CDU-Parteitag hat den Vertrag zur Neuauflage der Großen Koalition gebilligt. Nun muss noch die SPD-Basis ihr ok geben.

Die EU plant wegen der massenhaften Vertreibung der Rohinya aus ihrem Siedlungsgebiet Sanktionen gegen das Militär Myanmars. Erstaunlich, dass sich die EU dazu immerhin schon 7 Monate nach dem Start der aktuellen Vertreibungswelle Gedanken macht. Vertreibungen gibt es übrigens schon seit den 1940ern. Rund 1,5 Millionen Rohinya leben im Exil.

09.45 Uhr

Der Dax startet am Montag über dem Widerstand 12.535 und hat nun die Möglichkeit, das nächste Doppeltopp bei 12.650 anzuvisieren. Der ichimou des Stundenchart favorisiert nun klar die Oberseite, auch wenn die bisherige Erholung doch eher wenig Dynamik ausgebildet hat. Die Vorgaben aus Asien sind von Vorsicht geprägt, Der Nikkei konnte seine Widerstände nicht überwinden, auch der S&P500 zeigt aktuell noch wenig Dynamik.

Der Nikkei ließ sich auch nicht vom Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, locken, der aktuell keinen Grund für ein Überdenken der Geldpolitik der Notenbank sieht. Allerdings hob er auch hervor, dass es Fortschritte beim Erreichen des Inflationsziels gibt. 

Das hat dann USD/JPY nach einem freundlichen Start schnell unter den Freitagsschluss gedrückt, was dann wohl auch auf japanische Aktien gedrückt hat. 

Auch gegen den Euro gibt der Dollar leicht nach und handelt über der Wolke bei 1,2310. Weiterer Widerstand könnte bei 1,2360 warten.  Aktuell könnte sich eine Seitwärtsrange zwischen 1,2260 und 1,2360 etablieren,

Auch die anderen Märkte im Osten zeigten sich am Montag freundlich. Marktteilnehmer rückten die robuste Konjunktur in den Vordergrund. Eine mögliche baldige Straffung der Geldpolitik durch die Notenbanken trat etwas in den Hintergrund. 

In Shanghai kam die Entscheidung der Kommunistischen Partei, die Regelung, die Amtszeit des Staatspräsidenten auf 2 Wahlperioden zu begrenzen, aufzuheben, gut an. Präsident Xi Jinping gilt als Architekt des aktuellen chinesischen Aufschwungs. In der Bevölkerung gibt es über soziale Netzwerke aber auch kritische Meinungen. 

Von der Dollarschwäche beflügelt wurde in der Nacht Gold, dass um über 10 Dollar zulegte und mit der Überwindung der 1.336 die Bodenbildung abgeschlossen haben dürfte. Sollte sich der Eindruck erhärten, dass die Einpreisung einer strafferen Geldpolitik abgeschlossen ist, könnten die Bullen nun Richtung 1.350 stürmen. 

Rohöl hat seine Gewinne aus dem frühen Handel in der Nacht schnell wieder abgegeben und tritt nach den Gewinnen vom Donnerstag auf der Stelle.

Kein Ende im Dieselskandal. BMW musste gegenüber dem Kraftfahrtbundesamt Manipulationen am Abgassystem einräumen. Das scheint den Markt aber nur kurz erschreckt zu haben. Die Handelswoche beginnt für BMW-Anleger ruhig.

Der Europarat hat die Parteienfinanzierung in Deutschland erneut kritisiert. Sie sei zu intransparent. Nur neun von  zwanzig Empfehlungen des für Korruption zuständigen Fachausschusses seinen bisher umgesetzt worden.

S&P hat die Bonität Russlands von BB+ auf BBB- angehoben. Der Ausblick ist stabil. 

Die UN-Forderung nach einer Waffenruhe in Syrien hat nach Ansicht der Türkei keine Auswiorkung auf ihre Offensive in Afrin.

An Terminen gibt es nicht viel zu vermelden. 15 Uhr hält Mario Draghi eine Rede.  16 Uhr werden die Neubauverkäufe in den USA gemeldet.

Börse im Überblick, 23. Februar

18.00 Uhr

Verbraucherpreisindex in der Eurozone +1,3 % zum Vorjahr - wie in der ersten Schätzung. Die Kerninflation bleibt mit 1,0 % niedrig, wurde aber im Vergleich zur ersten Schätzung leicht angehoben.

Überraschend starker Anstieg des Verbraucherpreisindex in Kanada: Im Januar zog die Inflation um 0,7 % an, auf Jahresbasis macht das 1,7 % statt der erwarteten 1,4 %. Die Kernrate liegt allerdings nur bei +1,2 % zum Vorjahr. 

Österreich will den Handel mit Kryptowährungen strenger regulieren. Vorbild soll der Gold- und Derivatehandel sein. Bei Transaktionen mit mehr als 10.000 Euro Wert sollen Meldungen an die Geldwäschestelle obligatorisch werden. 

Die Bank of America / Merril Lynch rechnen bis zum Jahresende mit 3,25 % Zinsen für US-Anleihe mit 10 Jahren Laufzeit. 

Fitch hat Brasiliens Kreditwürdigkeit von BB auf BB. abgestuft.

International Airlins Group (IAG) enttäuscht deutlich beim Umsatz.

Die Royal Bank of Scotland verbuchte 2017 erstmals seit mehreren Jahren wieder einen Gewinn. 752 Mio. GBP waren den Anlegern aber zu wenig. 

Nach Informationen der RBB sollen die Kosten für den Hauptstadt-Flughafen BER weiter steigen. Diesmal sollen 770 Mio. Euro obendrauf kommen. Gesamtkosten dann: 7,3 Mrd. Euro. 

Human Rights Watch will anhand von Satellitenbildern Beweise gefunden haben, dass die Armee Myanmars muslimische Dörfer einebnet. Die muslimischen Rohingya wurden zuvor systematisch aus ihrem Siedlungsgebiet nach Bangladesh vertrieben.

8.40 Uhr

Der Dax startet sehr freundlich in den Tag und steht vor dem Widerstand 12.535. Verantwortlich dürften gute Vorgaben aus Asien sein. Die erste Schätzung des deutschen BIP wurde in der zweiten Lesung mit 0,6 % bestätigt.

Die Wall Street zeigte sich gestern zunächst sehr freundlich gab aber später die Gewinne wieder komplett ab. Nachvollziehbare Gründe wurden von den Marktteilnehmern nicht genannt. Anleihezinsen waren nicht der Grund, denn die 10-Jahres-Anleihe in den USA konnte sich gestern stabilisieren. Auch der US-Dollar korrigierte. 

EURUSD erholte sich im Umkehrschluss etwas, fiel aber schon in der Nach wider in den ehemaligen Supportberiech um 1,2310. Die Wolke konnte im Stundenchart somit nicht überwunden werden und so droht hier eine Fortsetzung der Korrektur, wobei ein neues Verkaufssignal erst generiert wäre, wenn der Tenkan (blau) den Kijun (orange) nach unten gekreuzt hätte.

In Japan legte der Verbraucherpreisindex mit 1,4 % etwas stärker zu als erwartet. Auch die Kernrate stieg mit 0,9 % etwas dynamischer als prognostiziert. Trotzdem konnte auch USDJPY in der Nach von seinen Tiefs befreien. Wie gegen den Euro zeigt der US-Dollar auch gegen den Yen wieder Stärke. 

Das beflügelte den Nikkei, der wie auch Hang Seng und Shanghai Composite zulegte.

Nach der Veröffentlichung gesunkener Lagerbestände in den USA, konnte Rohöl seinen anschließenden Preisaufschlag in der Nacht verteidigen.

Bitcoin fielen in der Nacht bis 9.600 und versuchen sich aktuell zu stabilisieren. Das Chartbild bleibt aber angeschlagen, Ein Bruch der 9.500 und eine Fortsetzung der Korrektur bleibt nach Ichimoku ein mögliches Szenario. 

Wie man Wähler enttäuscht, scheint die neue GroKo schon zu zeigen, bevor sie überhaupt bestätigt wurde. So soll die Aussicht auf die Schaffung von 15.000 Polizistenstellen (beirund 12.000 Gemeinden in Deutschland sowieso eher ein schlechter Witz) eine Mogelpackung sein, berichtet das Handelsblatt. Offenbar sind in den 15.000 Stellen schon beschlossene Personalpläne der Bundesländer eingeflossen. 

Das Verwaltungsgerichtsurteil zu Diesel-Fahrverboten wurde auf Dienstag verschoben. Das Gericht hat noch einigen Klärungsbedarf, war zu hören.

Börse im Überblick, 22. Februar

15.30 Uhr

Das Geschäftklima hat sich in Deutschland leicht eingetrübt. Der ifo Geschöftklimaindex fällt von 117,6 auf 115,4. Erwartet wurden 117,4 Punkte. Der Dax nutzt dies zu einem Test der 12.275. Der Support hält zunächst

In Großbritannien ist die Wirtschaft im 4. Quartal nach der 2. Schätzung nur um 0,4 % gewachsen. Bei der ersten Lesung vor einem Monat war noch ein Plus von 0,5 % festgestellt worden. Schwach sind auch die Unternehmensinvestitionen, die im 4. Quartal stagnierten. EURGBP bricht über die 0,8850 aus. Könnte sich das Paar nachhaltig darüber etablieren, könnten die Bullen die 0,8890 anvisieren.

Kanadas Einzelhandelsumsätze fielen im Dezember um 0,8 %. Die Kernrate enttäuschte sogar mit 1,8 %. USDCAD schießt über die 1,27.

9.45 Uhr

Nachdem sich der Markt anfangs offenbar über die Interpretation des FOMC-Sitzungsprotolls nicht sicher war, sieht man darin am Ende doch eher eine Bestätigung der bisherigen Linie der Fed. Die Fed scheint sogar davon auszugehen, dass beispielsweise die Steuerreform weiter größere Auswirkungen auf die inflation haben könnte, als bisher angenommen. Insgesamt wurde das Protokoll nach einiger Unsicherheit falkenhaft gewertet. Der Markt rechnet als mit weiteren Zinserhöhungen.

Die Indizes kamen nach anfänglichen Gewinnen schnell wieder zurück. Auch in Asien schlossen die Märkte tief rot. Der Dax startet ebenfalls mit Abschlägen in den Tag. 

Für den Dax wird am Donnerstag neben dem ifo-Geschäftsklimaindex (10 Uhr) besonders die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes wichtig, in der über die Zulässigkeit von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge in deutschen Innenstädten entschieden wird. 

Nach einer anfänglichen Erholung sorgte das FOMC-Sitzungsprotokoll aufgrund steigender Anleihezinsen auch für Schwäche im EURUSD, was der Dax nicht nutzen konnte. Das Währungspaar fiel nachhaltig unter die 1,2310 und dürfte damit zunächst den Bereich 1,2210 anlaufen. Sollte sich am Markt die Meinung durchsetzen, dass die Fed auch einen steileren Zinspfad beschreiten könnte als bisher gedacht, dürften sich in die Dollar-Bullen weiter in den Vordergrund schieben. 1,2165/00 und unter der Wolke die 1,1915 könnten solche Ziele sein. Ob die Inflation schneller zulegt als aktuell von der Fed erwartet, muss sich noch zeigen. Zur Zeit geht die Fed davon aus, dass die Lohnsteigerungen die Inflation nur moderat beeinflussen.

Die Vorgaben aus den USA waren alles andere als Positiv. Der Dow Jones zeigte auf der Oberseite seiner korrektiven Abwärtsrange einen Fehlausbruch, um nun nachhaltig unter die Range zu fallen und Richtung 24.300 oder gar 24.050 zu fallen. Der Ichimoku ist allerdings aktuell nicht besonders dynamisch eingestellt, was auf eine Konsolidierung vor dem nächsten Schub hindeuten könnte.

Auch aus Asien gab es wenig Posiitives für die Bullen. Die Aktienmärkte fanden sich alle im Minus wieder. Beim Nikkei "half" dabei auch ein stabilier USDJPY.

Keine Auswirkungen hatten die API-Rohöldaten auf den Rohöl-Preis. Der stärkere US.Dollar verhinderte einen Preisanstieg, nachdem die Lagerbestände um gut 0,9 Mio. Barrel gefallen sind. 

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi zu ersten Warnstreiks aufgerufen. 

Über den Jahreszielen liegende Ergebnisse konnte die Deutsche Telekom vorlegen. Gleichzeitig wurde der Vertrag mit CEO Höttges um 5 Jahre verlängert. Die Analysten hatten insgesamt ein besseres Ergebnis erwartet, weshalb die Aktie unter Druck gerät

Knapp über den Analystenschätzungen lag das Ergebnis von Henkel. Das Unternehmen verdiente im 4. Quartal 1,35 € je Aktie und damit 6 % mehr als im Vorjahresquartal. Auch ProSiebenSat.1 konnte die Analysten überzeugen.

General Electric hält die Gewinn-Prognosen der Analysten  von 1 bis 1,07 $ offenbar für überzogen. Zumindest warnte Finanzvorstand Jamie Muller vor zu hohen Erwartungen. Das Ergebnis werde wohl eher am untern Ende der Prognose liegen. 

US-Präsident Donald Trump hat sich nach dem Schulmassaker in Florida dafür ausgesprochen, die Lehrer zu bewaffnen. Offensichtlich hat der Staat in Sachen Schutz seiner Bürger kapituliert. 

Moody´s hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands

Börse im Überblick, 21. Februar

News nach 9 Uhr

Das Wachstum in der deutschen und der Eurozonen-Wirtschaft hat sich leicht abgekühlt. Die Einkaufsmanagerindizes sind leicht gesunken und blieben unter den Erwartungen.  Mehr hier.

In den USA legte der Markit-Einkaufmanagerindex überraschend deutlich zu. Der Gesamtindex stieg auf 55,9 Punkte (Januar: 53,8). Nicht so gut läuft es in der Immobilien-Wirtschaft. Die Verkäufe bestehender Häuser enttäuschten mit 5,38 Mio. Es war der zweite Rückgang in Folge. Der Dow Jones sieht dies eher nicht skeptisch und verteidigt die frühen Gewinne.

Philly Fed-Gouverneur Patrick Harker glaubt, dass in diesem Jahr nur zwei Zinserhöhungen angemessen wären. Harker sitzt in diesem Jahr nicht im Open Market-Ausschuss der Fed. Der Markt geht davon aus, dass die Mehrheit der Notenbänker die Zinsen in diesem Jahr dreimal anheben möchte. Am Abend könnte zu diesem Thema das FOMC-Sitzungsprotokoll der letzten Zinssitzung Aufschluss geben. 

Die britischen Arbeitsmarktdatendaten fallen auf den ersten Blick nicht wirklich gut aus. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,3 auf 4,4 %. Die absoluten Zahlen sind aber nicht ganz so schlecht. So sank die Zahl der Arbeitslosen um 7.200 und die Löhne ohne Boni stiegen mit 2,5 % etwas mehr als erwartet (2,4 %). Wenn man aber bedenkt, dass die Inflation im Vereinigten Königreich zuletzt rund 3 % betrug, ist dies schon wieder eher keine gute Nachricht, denn die Reallöhne sinken demzufolge. Blick auf EURGBP hier.

Gute Zahlen konnte der Schweizer Bergbaukonzern Glencore vermelden. Das bereinigte orperative Ergebnis war mit 14,76 Mrd. US-Dollar das beste der Firmengeschichte.

Die Zahl der Existenzgründungen ist in Deutschland laut KfW-Bank im Jahr 2017 auf Rekordtief gefallen. Nur 557.000 mal wurde der Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. 115.000 Mal weniger als ein Jahr zuvor. Begründet wird dies mit der guten Lage am Arebitsmarkt.

09.00 Uhr

Der Dax bleibt auch am Mittwochmorgen in seiner Range zwischen 12.535 und 12.275. Der Stundenchart zeigt leicht bullische Tendenzen, der Dailychart ist überverkauft. Aber dies sind eher schwache Tendenzen, die von den Vorgaben in den USA und in Asien nicht gestützt werden. Chartanalyse hier.

Die Deutsche Börse konnte in Q4 etwas mehr Nettoerlöse erzielen als prognostiziert. der Gewinn je Aktie traf mit 1,04 € genau die Analystenschätzungen. Das Ziel des Unternehmens selbst wurde hingegen deutlich verfehlt. Dafür wurde der Ausblick angehoben. Die Deutsche Börse die Erlöse um 5 und den Konzernüberschuss um 10 % steigern.

Wichtige neue Impulse sind von den Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland (9,30 Uhr) und der Eurozone (10 Uhr) zu erwarten. 10.30 Uhr werden in Großbritannien die Arbeitsmarktdaten veröffentlicht.  Außerdem präsentiert die Bank of England den Inflationsbericht (15.15 Uhr). In den USA stehen die Verkäufe bestehender Höuser im Wirtschaftskalender (16 Uhr)

Die Vorgaben für den Mittwoch waren nicht gut. Die Wall Street litt gestern unter schwachen Zahlen von WalMart, was den Dow Jones deutlich unter Druck brachte. Auch der S&P 500 präsentierte sich nach 6 Tagen Gewinn in Folge wieder mal im Minus. Der Nikkei zeigte sich in der Nacht unentschlossen und wurde wohl vor allem von einem schwachen Yen gestützt. 

Als weiterer Grund für die erneute Risiko-Aversion wurden von den Händler steigende Anleihezinsen in den USA und der in diesem Zusammenhang erneut zulegende US-Dollar genannt. EURUSD zeigt weiter eine bärische Tendenz un testete am Morgen bereits die 1,2310. Der anhaltend schwächere Euro könnte für den Dax stützend wirken.

Auch Gold litt weiter unter steigenden Zinsen. 

Besser lief es in Hongkong, wo nach der Pause aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes die weltweiten Gewinne der letzten Tage nachgeholt wurden. 

Südkorea hat ein Freihandelsabkommen mit Costa Rica, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Panama unterzeichnet. Nach Ratifizierung fallen 95 % aller Zölle weg.

In Australien sehen die Anleger keine Straffung der Geldpolitik durch die Reserve Bank of Australia. Zwar seien die Löhne in Behörden deutlich gestiegen, aber in der Privatwirtschaft tut sich wenig. Der Lohn-Preis-Index ist zwar in Q4 mit 0,6 % etwas stärker gestiegen als erwartet, aber auf Jahressicht stehen nur 2,1 % zu Buche. Hier wurden 2,2 % prognostiziert. Dadurch bleibt der Inflationsdruck gering. AUSUSD gibt weiter nach. Dazu kam in Australien erneut eine schwache Bauproduktion, die im 4. Quartal um 19,4 % gesunken ist. 

Rohöl gibt unter dem Eindruck eines starken US-Dollars weiter nach. 

20. Februar

17.40 Uhr

ZEW Konjunkturerwartungen in Deutschland 17,8 Punkte (erwartet 16,5). Dafür bleibt mal die Einschätzung der aktuellen Lage mit 92,3 etwas unter der Prognose (93,9). Insgesamt nimmt die Zuversicht bei den institutionellen Anlegern leicht ab. 

Dies gilt auch für die Eurozone, wie die Konjunkturerwartungen von 31,8 auf 29,3 Punkte fallen. Befürchtet wurden 28,4.

Die Quartalszahlen aus den USA boten Gemischtes. Während Home Depot überzeugen konnte, blieb WalMart hinter den Erwartungen zurück und gehörte zu den Verlieren des Tages. 

Die CBI-Trends für die britischen Industrieaufträge blieben mit 10 Punkten unter den Erwartungen. Analyse zu EURGBP.

In Schweden ist kein gestiegener Inflationsdruck zu spüren. Der Verbraucherpreisindex fiel im Januar um 0,8 %. EURSEK legt danach deutlich zu.

Starkt präsentierten sich die polnischen Einzelhandelsumsätze im Januar. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 %. Analysten erwarteten 7,3 %. EURPLN erholte sich trotzdem, bleibt aber zunächst kurzfristig im Abwärtstrend.

Nachdem die USA Zölle auf ausländische Stahl- und Aluminiumprodukte erheben wollen, kündigt die EU schon mal den Gegenschlag im scheinbar nicht mehr zu verhindern zu seienden Handelskrieg an: Zölle auf US-Whiskey und Harley Davidsons.

Südkorea geht den Rechtweg und hat die USA bei der WTO verklagt.

Die Kryptowährungen konnten heute deutlich zulegen. Südkoreas Regierung bekennt sich zum Handel mit Kryptos. Die Regulierungsbehörde des Landes ermutigt Banken zu Transaktionen mit den Börsen.

In Neuseeland sind nach einem Zyklon zehntausende Menschen ohne Strom. 

Den Menschen in der nordsyrischen Stadt Afrin steht eine humanitäre Katastrophe bevor. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Belagerung der Stadt angekündigt. Die Türkei führt angeblich einen Krieg gegen den kurdischen Terrorismus. In Wahrheit ist die türkische Invasion nichts anderes als ein völkerrechtswidriger Anriffskrieg. Die Reaktion aus der NATO und besonders auch aus Deutschland ist aktuell so leise, dass man sie nicht vernimmt.

So etwas müssen deutsche Nachbarn nicht befürchten. Der Bundeswehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) attestierte eine dramatisch niedrige Einsatzbereitschaft der Waffensysteme. 

8.30 Uhr

Der Dax startet vorbörslich nahezu unverändert in den neuen Handelstag. Dabei ist unübersehbar, dass sich das Chartbild zuungunsten der Bullen dreht. 

Der deutsche Erzeugerpreisindex stieg im Januar wie erwartet um 0,5 %. Auf Jahressicht blieb er mit 2,1 % über den Prognosen (2,1 %). EURUSD handelt leicht im Minus, unter 1,24. Noch hält sich das Paar aber über dem kurzfristigen Auwärtstrend. Ein Bruch würde 1,2310 und 1,2210 als Ziele aktivieren. 

Am Vormittag werden noch die ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone veröffentlicht (11 Uhr). am Nachmittag greifen die Amerikaner nach einem Feiertag wieder ins Geschehen ein. 

In Asien lief der Nikkei aus seiner Erholungsrange heraus und schob leicht seitwärts. Eine mögliche erneute scharfe Korrektur blieb bisher aus.

Noch innerhalb der Range agiert USDJPY. Aber auch hier fehlt den Bullen die Kraft, einen überzeugenden Impuls zu setzen. 

Unter den Erwartungen blieb der Gewinn der HSBC. Obwohl CEO Stuart Gulliver mit den 17,17 Mrd. US-Dollar für 2017 zufrieden war, hätten die Analysten gern 19,5 Mrd. Dollar gesehen. Die Dividende soll stabil bleiben, Aktien-Rückkäufe sind offenbar aktuell nicht geplant. 

Ein über den Erwartungen liegendes Ergebnis lieferte HeidelbergCement. Allerdings blieb der Umsatz mit 17,266 Mrd. Euro unter den Erwartungen (17,317 Mrd. Euro). Für das aktuelle Geschäftsjahr ist man zuversichtlich.  Unter anderem wird bei Baustoffen mit erhöhter Nachfrage aus Nordamerika gerechnet. Auch die gute Verfassung der Eurozone sollte sich positiv auf die Tätigkeit des Konzerns auswirken.

An der Wall Street berichten heute Home Depot (12 Uhr) und WalMart (13 Uhr).

Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos wurde von den Eurogruppe-Finanzministern für den Vizeposten bei der EZB nominiert. Nach 2004 war Luis de Guindos Spanien.Chef der Pleitebank Lehman Brothers. Beobachter glaube, dass die Personalie die Chancen für Bundesbankchef Jens Weidmann vergrößert, EZB-Präsident Mario Draghi nachzufolgen. Die Amtszeit des Italieners endet im kommenden Jahr. Außerdem beschlossen die Minister, den Rettungsschirm ESM zu einem Europäischen Währungsfonds umzugestalten. 

19. Februar, 17.30 Uhr

Die Deutsche Bundesbank erwartet für das 1. Quartal ein etwas beschleunigtes Wirtschaftswachstum in Deutschland. Nach 0,6 % werden nun 0,7 % erwartet.

Auch das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung erwartet ein weiter kräftiges Wachstum, aber keine Überhitzung. Die Gefahr einer Rezession in Deutschland liege für den Zeitraum bis Ende April nahe null Prozent.

Daimler muss sich wohl auf neues Ungemach aus den USA einstellen. Medienberichten zufolge geht aus vertraulichen Unterlagen, die an die Öffentlichkeit gelangten hervor, dass in der Abgasaffäre beim schwäbischen Konzern eine weitere verdächtige Funktion im Fahrzeugkontrollsystem gefunden wurde. Analysten sehen darin allerdings keine Überraschung. Die Risiken wurden von Daimler bereits bei der Vorstellung des Jahresberichts berücksichtigt. Trotzdem versah die Aktie heute das Tabellenende im Dax.

Positiv wird heute die Aktie der Deutschen Bank gesehen. Das Geldhaus will weltweit 250 Stellen im Investmentbanking abbauen.

Der Stahlsektor zeigte hingegen trotz der Drohungen aus den USA, die Stahl- und Aluminum-Importe erschweren zu wollen, keine Schwäche.

In Russland blieben die Einzelhandelsumsätze mit 2,8 % Wachstum zum Vorjahr unter den Erwartungen. Die Arbeitslosenquote steigt wie erwartet von 5,1 auf  5,2 %

Auch wenn die USA heute Feiertag haben und die Börse geschlossen ist, gibt es Nachrichten von der Wall Street. Goldman Sachs sieht aktuell starke Aktivitäten der im S&P 500 gelisteten Unternehmen Aktien zurückzukaufen. Der Buyback-Desk der Bank war in der vergangenen Woche so aktiv wie nie zuvor. Dies zeigt vor allem eines: Die Liquidität der Unternehmen ist offenbar gut, die Lust Investitonen in Zukunftsprojekte zu tätigen, dagegen scheinbar eher gering.

Weiter auf Erholungskurs sind Digitalwährungen oder wie Bundesbankchef Jens Weidmann sagt: Krypto-Token. Wie auch immer: Bitcoin sind aktuell wieder auf dem Weg zum Wochenendhoch 11.300 $. Über 11.725/30 könnte die Reise bis gut 13.000 weitergehen. Der Ichimoku ist zwar im 4H-Chart noch ein bisschen zögerlich, aber nicht unfreundlich. 

Nach dem Rücktritt des bisherigen CDU-Generalsekretärs Peter Tauber, schlug CDU-Chefin Angela Merkel die bisherige saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kamp-Karrenbauer zu seiner Nachfolgerin vor. 

Der Krieg in Syrien, in den ja seit einiger Zeit auch die Türkei mit ganz eigenen Interessen involviert ist, könnte im Norden bald um eine Kriegspartei reicher werden. Syrische Regierungstruppen wollen den in der Region Afrin unter Druck geratenen Kurden zu Hilfe kommen, meldet die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Die kurdische YPG hat die Zentralregierung von Machthaber Baschar al Assad um Hilfe im Kampf gegen die Türkei gebeten. Ankara drohte dagegen, wenn die syrische Armee eingreife, könne niemand die Türkei stoppen. Die Türkei ist immer noch NATO-Mitglied und führt in Syrien aktuell einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg durch. Kritiker der Aktion werden in der Türkei offenbar massiv eingeschüchtert. So hat die Polizei laut Angaben des Innenministeriums seit Beginn der Invasion 786 Personen festgenommen.

19. Februar, 09.20 Uhr

Freundliche Vorgaben gibt es für den Dax zum Wochenauftakt. Japans Exporte sind deutlicher Gestiegen als erwartet. Außerdem profitierte der Nikkei von von einem schwächeren Yen. So startet der Dax freundlich und überwand den Widerstand bei 12.485. Ob der deutsche Leitindex sehr weit kommt, muss man mal abwarten, denn der Wirtschaftskalender ist heute leer gefegt und auch die USA fallen als Impulsgeber infolge eines Feiertages aus. 

Auch EURUSD stützten den Dax nach der Korrektur, die am Freitag startete. sie könnte heute weitergehen. Allerdings dürfte fehlendes Volumen heute die Korrektur eher an Dynamik verlieren lassen.

Rohöl legte zum Handelsstart leicht zu, fiel aber später zurück. In den USA wurden in der vergangenen Woche 7 aktive Bohrlöcher mehr gezählt, was aber wohl den Ölpreis eher nicht beeinflusst hat. 

Japans Handelsbilanzdefizit war im Januar mit 943 Mrd. Yen etwas geringer als befürchtet. Verantwortlich waren die mit 12.2 % zum Vorjahr gestiegenen Exporte. Mehr zu Yen und Nikkei hier.

US-Handelsminister Wilbur Ross will die US-Stahl und Aluminiumindustrie stützten und Importe erschweren. Eine der angedachten Maßnahmen sind generelle Einfuhrzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Dies verstößt zwar gegen die Regeln der Welthandelsorganisation, aber darum scheren sich die Amerikaner ja seit der Amtsübernahme von Donald Trump nicht mehr.  Das chinesische Handelsministerium hat schon mal mit Gegenmaß0nahmen gedroht.

Griechenlands Kreditwürdigkeit wurde von Fitch hochgestuft. Nach B- steht das Land nun bei B. Gleichzeitig wurde der Ausblick mit positiv angegeben. 

16. Februar, 16.45 Uhr

Eine Reihe von US-Wirtschaftsdaten zeigten erneut, dass die US-Konjunktur brummt. Die Import und Exportpreise weisen aber auch gleichzeitig auf eine anziehende Inflation hin. Dagegen blieben die Inflationsprognosen der Uni Michigan unverändert. Die Wall Street startet mit ruhigem Handel.

Schwache Einzelhandelsumsätze wurden heute auch Großbritannien gemeldet. Die Verluste im GBP hielten sich aber in engen Grenzen. EURGBP gab am Nachmittag sogar leicht nach.

Kanadas Industrie konnte nicht überzeugen. Die Umsätze sanken im Dezember um 0,3 %. USDCAD agierte volatil und testete auf der Oberseite schlussendlich die 1,2555. Der Widerstand hielt zunächst. 

Die Erholung war wohl eher der allgemeinen Dollar-Stärke zu verdanken. So gab auch EURUSD Verlauf des Handelstages auf die Wolke bei 1,2430 nach. Hier kam es zu einer Stabilisierung. 

EU-Wettbewerbskommissar Günther Öttinger fordert von Deutschland nach dem Brexit ein größeres finanzielles Engagement. 3 bis 3,5 Mrd. Euro mehr soll die größte Volkswirtschaft aufbringen, um den Ausfall des Vereinigten Königreiches zu kompensieren und zusätzliche EU-Ausgaben zu finanzieren. Öttinger ist übrigens Deutscher...

Die Funke Mediengruppe hat eine Umfrage unter der SPD-Basis veranstaltet. Demzufolge wollen 66 % der SPD-Mitglieder für eine Neuauflage der großen Koalition stimmen.

16. Februar, 9.50 Uhr

Die asiatischen Vorgaben waren heute dünn, denn in China und Korea wird das chinesische Neujahrsfest gefeiert. So gab es bei den größen östlichen Börsen nur in Japan und Australien Handel.

Der S&P/ASX aus Sydney konnte dabei kein neues Wochenhoch generieren und handelte leicht im Minus

Der Nikkei legte deutlich zu. Dies hatte allerdings mehr regionale Gründe, die wohl nicht auf den Dax übertagbar sind. Anders als zuletzt am Markt befürchtet, hat die japanische Regierung für zwei zu vergebende Posten als stellvertretende Gouverneure der Bank of Japan Fachleute nominiert, welche die ultralockere Geldpolitik der BoJ befürworten. Vorher war schon Gouverneur Haruhiko Kuroda für eine zweit Amtszeit nominiert worden. Damit dürfte die ultralockere Geldpolitik in Japan fortgesetzt werden, glaubt der Markt.

Interessant ist, dass USDJPY davon nicht profitieren konnte. She auch hier.

Der Dax startet mit einer leichten Erholung droht aber in eine Seitwärtsrange zwischen 12.272 und 12,481 zu geraten. Aktuell sieht das Chartbild ziemlich richtungslos aus. 

EURUSD war am Morgen schon bei 1,2550, hat bisher aber die 1,2540 als Widerstand noch nicht nachhaltig überwunden. Sollte dies gelingen, wären 1,2875 möglich.

Die Wall Street konnte am fünften tag in Folge Gewinne verbuchen. In der Nacht überwand der Dow Jones die 25.200 und könnte nun die 25.700 in Angriff nehmen

Der neuseeländische Einkaufsmanagerindex legte im Januar auf 55,6 Punkte zu, nachdem er im Dezember mit schwachen 51,2 Punkten festgestellt wurde. NZDUSD Hat das Jahreshoch fast erreicht. 

Die Dollarschwäche verteuert Rohöl weiter. Das Barrel kostet im WTI  nun fast 62 $ und könnte isch bis 63 $ erholen.

Die Allianz verdiente im vergangenen Jahr mehr als der Konzern selbst erwartete. Daran konnten auch die enormen Belastungen aus Naturkatastrophen, Wechselkurseffekten und der US-Steuerreform nichts ändern, die den Ertrag im 4. Quartal deutlich schrumpfen ließen. Aktionäre dürfen sich auf eine höhere Dividende von 8 Euro (nach 7,60 €) freuen. Beim Ausblick blieb das Unternehmen leicht unter den Prognosen. Die Aktie startet mit leichten Verlusten.

Gute Geschäftszahlen gab es von Renault. Außerdem hat Unternehmenschef Ghosn seinen Vertrag verlängert. 

Wichtigster Termin heute ist der Einzelhandelsumsatz aus Großbritannien (10.30 Uhr). Dazu gab es gestern Abend im Video eine ausführliche Einschätzung. Cable hat in der Nacht weiter zugelegt, ohne dass sich das Chartbild grundlegend geändert hat. 

12.55 Uhr liefert Coco Cola Quartalszahlen.

15. Februar, 17 Uhr

Der Philly Fed Herstellungsindex ist mit 25,8 Punkten sehr positiv ausgefallen. Die Preis- und Beschäftigungs-Komponente sind deutlich gestiegen. Nicht ganz so gut präsentierte sich die NY Empire State Herstellungsaktivität mit 13,1 nach 17,7 Punkten. Der Erzeugerpreisindex steigt im Januar wie erwartet um 0,4 %. Die Kernrate (außer Lebensmittel und Energie) legt aber mit 0,4 % doppelt so stark zu wie erwartet. Industrieproduktion im Januar richtig schlecht: -0,1 %. Auch der Vormonat wurde nach unten revidiert. Marktberichte weisen darauf hin, dass sich die Schwäche ausschließlich auf Minen-Outputs zurückzuführen ist. Die Märkte reagieren auf diese Datenflut nicht.

Die Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sind in Kanada im Januar um 10.700 gestiegen. USDCAD konnte sich am Nachmittag stabilisieren. Ob die Korrektur schon wieder vorbei ist, entscheidet sich am Kijun des Stundencharts bei 1,2555.

Die Fusion von Linde und Praxair geht nicht ganz so reibungslos über die Bühne wie erhofft, Die EU-Wettbewerbskommissare wollen, dass die Unternehmen Aktivitäten, die sie aus wettbewerbsrechtlichen Gründen veräußern müssen, an einen oder mehrere starke Wettbewerber verkaufen, zitiert das Handelsblatt Verhandlungskreise.

In Südafrika wurde Cyril Ramaphosa zum neuen Präsidenten gewählt. Der 65-jährige ist bereits seit Dezember neuer ANC-Vorsitzender. Ramaphosa will die Korruption bekämpfen und die Wirtschaft ankurbeln, Sie soll um 5 % pro Jahr wachsen. Dafür will er auch das Programm "Black Economic Empowerment", dass die schwarze Bevölkerungsmehrheit an Unternehmen besser beteiligen soll, lockern. Er selbst soll Medienberichten zufolge durch das Programm sehr reich geworden sein und rund 430 Mio. Euro Vermögen haben. Im Apartheidstaat war er Gewerkschaftsführer und Generalsekretär des ANC und damit ein treuer Weggefährte Nelson Mandelas. Der Rand freut es. USDZAR auf fast 3-Jahres-Tief

15. Februar, 12 Uhr

Der Dax ist heute morgen sehr freundlich gestartet und hat die guten Vorgaben aus den USA übernommen. 

Die Wall Street überraschte gestern mit steigenden Kursen, obwohl der Verbraucherpreisindex eine etwas dynamischere Inflationsentwicklung zeigte. Auch die schlechten Einzelhandelsumsätze spielten keine Meinung. Marktteilnehmer äußerten die Ansicht, dass eine etwas steilere Zinskurve den Aktien nicht schaden würde. Dies sahen die Märkte freilich noch wenige Tage vorher ganz anders. 

14.30 Uhr werden heute weitere wichtige Daten aus den USA gemeldet: Erzeugerpreisindex, NY Empire State Herstellungsaktivität und Philly Fed Herstellungsindex.

Der Handelsüberschuss in der Eurozone ging im Dezember leicht auf 25,4 Mrd. Euro zurück. Im November waren es 26,3 Mrd. Euro. 

Überraschend stark ist die Arbeitslosenquote in Frankreich zurückgegangen. Nach 9,6 % betrug sie im 4. Quartal nur noch 8.9 %

In Spanien ist der Verbraucherpreisindex auf Jahressicht um 0,6 % gestiegen, etwas mehr als erwartet (0,5 %). Von großem Inflationsdruck kann man da nicht sprechen. EURUSD schaute heute schon mal kurz über die 1,25. Bei 1,2525/40 ist mit Widerstand zu rechnen. Die scharfe Erholungsbewegung führte zu einem kurzfristig überkauften Status, wie der große Abstand von Tenkan (blau) und Kijun (orange) zeigt.

Der schwache US-Dollar sorgt weiter für deutlich steigende Rohstoffpreise. WTI hat sich am Ende aber noch nicht nachhaltig über die 61,15 gewagt. Ein Bruch würde Potential bis 63 $ bieten. Allerdings kommt Gegenwind von der fundamentalen Seiten. Die US-Fracker haben die Produktion über den Bedarf ausgeweitet. 

In Australien entsprechen die Arbeitsmarktdaten weitgehend den Erwartungen. 16.000 neue Stellen wurden geschaffen. Die Arbeitslosenquotefiel leicht auf 5,5 %. AUDUSD legte weiter zu, scheiterte aber zunächst am Widerstand 0,7965. Der Ichimoku im Stundenchart zeigt sich überkauft.

In Asien zeigten sich die Märkte, an denen gehandelt wurde, freunlich. Auch der Nikkei zeigte sich stärker, obwohl der Yen weiter Stärke zeigt. Neben dem schwachen US-Dollar wird der Yen von einem eher den Falken zugeordneten Kandidaten für den geldpolitischen Rat der Bank of Japan gestützt. Der markt ist nicht davon überzeugt, dass die Bank of Japan ihre ultralockere Geldpolitik ewig fortsetzt. Dabei bieten die Daten aus Japan kaum Anhaltspunkte für eine Änderung der Geldpolitik.

Während Shanghai und Seoul schon in den Neujahrsfeierlichkeiten sind, wurde in Hongkong nochmal halbtags gehandelt. Der Hang Seng  schaffte es dabei kraftvoll über die Wolke des Stundencharts bei 31.115.

Cisco Systems bot gestern ein nicht ganz einheitliches Bils. Während der Umsatz in Q2 die Erwartungen knapp verfehlte, lag der Gewinn mit 63 Cent je Aktie über den Erwartungen (59 Cent). Das Unternehmen gab einen ambitionierten Umsatzausblick, blieb aber bei der EPS-Schätzung am unteren Ende der Prognosen. Cisco will das Aktien-Rückkaufprogramm um 25 Mrd. US-Dollar ausweiten. Nachbörslich kamen die Zahlen gut an. 

Trotz der Belastungen durch den A400M, dessen Serienreife sich immer wieder verzögerte, hat Airbus im 4. Quartal prächtig verdient. Der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen legte von 1,55 Mrd. auf 2,46 Mrd. Euro zu. Netto blieben 1,02 Mrd. Euro übrig. Im Vorquartal wurden noch 816 Mio. Euro Verlust gebucht. Der Umsatz blieb mit 23,81 Mrd. Euro deutlich unter den Erwartungen. Die Dividende soll um 15 Cent auf 1,50 Euro je Aktie erhöht werden. 2018 soll das EBIT nochmal um 20 % steigen. Währen ddie Produktionsrate des A400M gesenkt werden soll, will Airbus den Ausstoß an A320 auf 70 erhöhen. Die Triebwerksprobleme des Neo sollen der vergangenheit angehören. Insgesamt waren die Anleger zufrieden. die Aktie legt deutlich zu. 

Auf der ganzen Linie enttäuschende Zahlen lieferte dagegen Nestlé.

Peugeot Citroen stärkt seine deutsche Tochter Opel und verlagert weitere Projekte in das Entwicklungszentrum nach Rüsselsheim. Opel scheint endlich wirklich eine neue Chance zu bekommen. Die Zahl der Kompetenzzentren im Stammsitz von Opel soll sich nach Angaben des Konzerns verdoppeln. 

Die von US-Präsident Donald Trump angedachten Importsteuern auf ausländische Waren verstießen nach Ansicht des DIHK-Präsidenten Eiric Schweitzer gegen die Regeln der Welthandelsorganisation WTO. Die Frage ist freilich, ob das den US-Präsidenten interessiert...

Bei einem Amoklauf an einer Schule im US-Bundesstaat Florida gab es mindestens 17 Tote.

In Südafrika ist endlich der mit Korruptionsvorwürfen konfrontierte Präsident Zuma zurückgetreten. USDZAR mit dem nächsten Korrekturschub.

14. Februar, 17.30 Uhr

Das BIP der Eurozone wurde in der 2. Lesung für Q4 mit 0,6 % bestätigt. Das stärkste Wachstum gab es übrigens in Litauen (1,5 %). Lettland und Italien lieferten nur 0,3 %. In Deutschland waren es 0,6 %. Die Industrieproduktion legte im Dezember um gute 0,4 % zu.

Mehr bewegten jedoch die Daten aus den USA. Der Kern-Verbraucherpreisindex bleib mit 1,8 % über den Erwartungen. Dazu sorgten die Einzelhandelsumsätze mit einer Stagnation der Kernrate im Januar für einen bärischen Ausschlag im EURUSD und Indizes. Später drehten beide Instrumente wieder ins Plus. Gewinner waren die Finanztitel, die von steigenden Zinsen profitieren würden. Die Analysten von Goldman Sachs glauben nicht, dass die heutigen Daten die Geldpolitik der Fed verändern. Evenutell ist dies der Grund, weshalb die Märkte die erste Bewegung zügig wieder auspreisten. Da EURUSD inzwischen wieder bei 1,24 handelt, tut sich der Dax weiter schwer

Die Wachstumsprognose der Fed ist im GDP-Tracker  von 4 auf 3,2 % für Q1 gefallen.

Die schwedische Riksbank hat den Leitzins unverändert bei -0,5 % gelassen, hat aber Zinserhöhungen für das zweite Halbjahr signalisiert. Im EURSEK verursachte dies eine kurze Zuckung nach unten. Insgesamt hatte die Entscheidung aber kaum Einfluss auf den heutigen Handelverlauf

Das ungarische BIP ist im 4. Quartal nach vorläufigen Zahlen um 4,4 % zum Vorjahr gewachsen. EURHUF legte heute trotzdem zunächst zu. Am Nachmittag kamen dann die Gewinnmitnahmen. Der Dailychart zeigt eine intakte Erholungsbewegung. 

Beim Bargeld-Symposium der Deutschen Bundesbank bekannten sich Notenbänker der Bundesbank, der EZB und der Schweizer Nationalbank zu Bargeld. Grundtenor war, dass Bargeld auch in Zukunft unverzichtbar bleibe. Videos der Reden und Diskussionen gibt es auf der YouTube-Seite der Deutschen Bundesbank.

EZB-Direktor Yves Mersch berichtete, dass im letzten Jahr ungewöhnlich viele Länder Anträge auf Einschränkung der Bargeldnutzung gestellt haben. Mersch erklärte, dass die EZB verpflichtet sei, den Status von Banknoten als gesetzliches Zahlungsmittel zu verteidigen. Die Länder aus denen, Anträge zur Einschränkung der Bargeldnutzung kam waren laut Mersch Belgien, Bulgarien, Dänemark, Portugal und Zypern. Komisch: Bulgarien und Dänemark sind doch gar keine Euroländer... Nach welchen Maßstäben die EZB Einschränkungen zulässt, erklärt Yves Mersch in seiner Rede, die ebenfalls auf der YouTube-Seite der Deutschen Bundesbank zu sehen ist.

Die Rohöl-Lagerbestände sind in den USA mit 1,841Mio Barrel weniger deutlich gestiegen als erwartet (2,825 Mio.). Gleichzeitig stiegen aber die Benzinvorräte mit 3,599 Mio Barrel dreimal so stark als erwartet. WTI legt trotzdem zu, was an der Schwäche des US-Dollar liegen könnte. Bullisch wirkt auch, dass es in Venezuela zu außerplanmäßigen Produktionsausfällen kommt.

Der ifo-Index für das Weltwirtschaftsklima ist im 1. Quartal von 17,1 auf 26 Punkte und damit auf ein 10-Jahres-Hoch gestiegen.

Die OECD hat die Staaten aufgefordert, Energie stärker zu besteuern, um so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Das Weiße Haus hat mit der Cleveland-Fed-Chefin Loretta Mester eine anerkannte Geldpolitikerin als Vizechair der Federal Reserve vorgeschlagen. Mester arbeitete vor ihrer heutigen Tätigkeit rund 30 Jahre als Ökonomin bei der Philadelphia Fed. 

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildrim hat den USA gedroht, notfalls auch gegen den NATO-Partner zu kämpfen, sollten die USA weiter die kurdische YPG in Syrien unterstützen. 

Am Donnerstag will das südafrikanische Parlament ein Misstrauensvotum gegen Präsident Jacob Zuma durchführen. Da bricht der Rand wirklich in Jubel aus! Ein Ende der Vetternwirtschaft des Zuma-Regimes wäre für den Markt offenbar eine große Erleichterung. 

Um fast 10 % brach die Groupon-Aktie nach enttäuschenden Quartalszahlen ein. Der Gewinn von 7 Cent je Aktie verfehlte die Erwartungen (9 ct.). 

14. Februar, 09.35 Uhr

Der Dax startet wenige Punkte im Plus. Zum einen dürfte heute Vorsicht am Markt herrschen. Um 14.30 Uhr werden die US-Verbraucherpreise veröffentlicht. Außerdem dürfte ein recht starker EURUSD den Dax ausbremsen. Aktuell kommt das Paar immerhin etwas zurück, nachdem in der Nacht schon 1,2392 notiert wurden. Dies lässt auch den Dax zulegen. Der Dax nach der ersten Stunde mit Gewinnen, die er aber bisher nicht nachhaltig bestätigen konnte

Die morgendlichen Daten aus Deutschland bieten keinen zusätzlichen Impuls. Der Verbraucherpreisindex fiel im Januar um 0,7 %. Auf Jahresbasis sind es aber weiter 1,6 %. Damit wurde die Vorabschätzung bestätigt. Fürs BIP gab es die erste Lesung für das 4. Quartal. 0,6 % entsprechen den Analysten-Erwartungen. Das Vorquartal wurde auf 0,7 % nach unten revidiert. 

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Beschäftigten in Deutschland im 4. Quartal um 1,5 % auf ca. 44,7 Mio. gestiegen. 

11 Uhr werden noch das BIP und die Industrieproduktion aus der Eurozone erwartet

Ein sehr schwaches Wachstum wurde aus Japan gemeldet. Das BIP wuchs hier in Q4 nur um 0,1 %. Auf Jahresbasis blieben nur 0,5 % Wachstum übrig. Im Vorquartal waren es noch 2,2 % zum Vorjahr. Trotzdem ist das BIP im Jahr 2017 insgesamt um 1,6 % gestiegen - so viel wie seit sieben Jahren nicht mehr. Der Nikkei leider unter einem schwachen USDJPY, was Exportchancen schmälert.

in Neuseeland wurden die Inflationserwartungen von 2,0 auf 2,1 % angehoben, was NZDUSD fast an den Widerstand bei 0,7340 führte. In der Spitze setzten jedoch Verkäufe ein, die das Paar wieder in seine Aufwärtsrange zurückwarfen. Erster Support ist an der Wolke bei 0,7270 zu erwarten.

In Australien ist das Westpac Konsumklima um 2,3 % gesunken. Den Aussie-Bullen fehlt weiter Dynamik. AUDUSD handelt zwar über der Wolke, schafft es aber nicht einen Impuls an die 0,7910 zu setzen. Tendenz eher neutral.

Deutlich erholt zeigt sich der Hang Seng. Besonders das Schwergewicht Tencent beflügelte den Markt. Kurz vor dem Neujahrsfest zeigt sich der chinesische Markt robust.

Dafür sorgten sicher auch die Vorgaben aus den USA, wo der Future des Dow Jones in der Nacht weiter gestiegen ist. 

US-Präsident Donald Trump erwägt weitere Strafzölle gegen China. Die US-Stahl- und Aluminiumindustrie werde durch chinesische Dumping-Importe Dezimiert.

Bundesbankchef Jens Weidmann warnt die Banken vor Engagements in Bitcoin. Nennenswerte Investitionen von Banken und Privatanlegern könnten ein Risiko für die Finanzstabilität darstellen und wären daher mit einem hohen Eigenkapital zu hinterlegen. Digitales Zentralbankgeld sieht der Präsident der Bundesbank skeptisch. 

Weiter schwach bleibt der Rohöl-Preis, nachdem die API-Daten gestern Abend deutlicher als erwartet gestiegene Öl-Lager in den USA zeigten. 

Ein enttäuschendes Ergebnis wies ThyssenKrupp für das vergangene Quartal aus. 0,12 € je Aktie lagen zwar über dem Vorjahresquartal (1 Ct), aber deutlich unter den Erwartungen (39 ct.). Auch der Umsatz enttäuschte auf ganzer Linie. Immerhin schrumpften die Auftragseingänge nicht ganz so stark wie befürchtet. Die Aktie kann sich nach einem schwachen Start schnell erholen. Sie Stand zuletzt sowieso stark unter Druck und verlor seit Ende Januar rund 15 %.

Credit Suisse musste im Zuge der US-Steuerreform im 4. Quartal einen Verlust nach Steuern verbuchen. Vor Steuern kam die Bank letztes Jahr immerhin aus den roten Zahlen. Sie verdiente lnapp 1,8 Mrd. CHF. Die Einnahmen der Großbank stagnierten im 4. Quartal. 

Bei Merck & Co musste eine klinische Studie  mit einem experimentellen Medikament gegen Alzheimer abgebrochen werden. Es sei unwahrscheinlich, dass ein positives Nutzen/Risiko-Verhältnis nachgewiesen werden kann. 

Baidu hat schwache Umsätze für das 4. Quartal gemeldet. Mit 3,62 Mrd. $ lagen sie knapp unter den Erwartungen. Der Gewinn fiel mit 2,29 $ trotzdem überraschend gut aus. 

13. Februar, 17.30 Uhr

Nach der gestrigen Erholung gibt es heute an der Wall Street zum Auftakt Zurückhaltung. Marktteilnehmer scheinen auf den Verbraucherpreisindex zu warten, der morgen in den USA veröffentlicht wird. Es herrscht Angst, dass die Inflation weiter anziehen könnte und so die Fed zu schnelleren Zinserhöhungen treiben könnte.

Die Internationale Energieagentur (IEA) bestätigt die Einschätzung der OPEC: Es gibt einen starken Anstieg der Ölproduktion außerhalb der OPEC. Die IEA vermutet, dass der schnelle Anstieg, der vor allem von den USA getrieben werde, stärker zulegen werde als die Nachfrage.  Dies findet der Rohölpreis nicht wirklich witzig und fällt wieder unter 59 $ (WTI)

Britischer Verbraucherpreisindex im januar: +3,0 % zum Vorjahr - erwartet +2,9 %
Erzeugerpreisindex input im Januar +0,7 % zum Vormonat - wie erwartet. Dies hatte auf GBPUSD überschaubare Auswirkungen.

Ein kleines Plus kann heute die Aktie von PepsiCo verbuchen, nachdem die Quartalszahlen über den Erwartungen der Analysten ausfielen. Die Gewinne werden aber schnell wieder vom nicht besonders konstruktiven Marktumfeld kassiert. 

Bloomberg berichtet unter Bezug auf einen Whistleblower, der bei einer großen Investmentfirma arbeiten soll, dass die jüngste Abverkaufswelle durch eine Manipulation des VIX möglich wurde. Mit ausgeklügelten Algorithmen könne man den Vix bewegen, ohne auch nur einen einzigen physikalischen Handel durchführen zu müssen. Investoren auf der ganzen Welt verloren in der vergangenen Woche Milliarden Dollar durch den Abverkauf der Indizes. Darüber informierte ein Anwalt aus Washington die wichtigsten Regulierungsbehörden in den USA: Hauptgrund für die Zurückhaltung am Aktienmarkt war die plätzlich deutlich gestiegene Volatilität. An der Chicagoer Börse hießes, man kenne die Vorwürfe und halte sie für unglaubwürdig. Der Brief soll ungenaue Aussagen, Missverständnisse und sachliche Fehler enthalten. 

Die Türken spielen heute mal wieder den Halbstarken. In der Ägäis rammt ein Küstenwachboot des NATO-Mitglieds Türkei ein Patrouillenboot vom NATO-Mitglied Griechenland, zumindest nach Darstellung der Griechen. Später droht Präsident Erdogan dem NATO-Partner USA in Sachen Nordsyrien mit einer "osmanischen Ohrfeige". Hoch lebe die NATO!

Der niederländische Außenminister Ziklstra ist zurückgetreten. Er hatte behauptet, Putin habe Pläne für ein "Groß-Russland". Inzwischen musste der nationalliberale Politiker zugeben, dass dies eine Lüge war.

13. Februar, 9.30 Uhr

Die asiatischen Märkte konnten die Gewinne der Wall Street nicht ausbauen. So startet auch der Dax-Future unter dem Schluss von gestern Abend. Der Ausbruch über die 12.360 blieb aus. Die Erholung steht auf tönernen Füßen. Mehr zum Dax hier.

Nicht wirklich hilfreich ist EURUSD. Die Marktteilnehmer fokussieren sich wieder mehr auf die extremen Schulden, die durch das Infrastrukturprogramm in den USA nochmal kräftig zu steigen drohen, wobei nicht mal sicher ist, ob die Republikaner diesen zusätzlichen Schulden in Höhe von 200 Mrd. US-Dollar zustimmen. EURUSD präsentiert sich am Morgen bullisch und hat die 1,23 überwunden. Über 1,2335/40 könnte das Paar die 1,24 anvisieren. Support gibt es von der Wolke bei 1,2250.

In der Schweiz hat der Erzeugerpreisindex die Bullen von EURCHF ausgebremst. Die Erzeugerpreise stiegen im Januar um 0,3 % und damit stärker als erwartet.

Auch der Yen legte deutlich zu und setzte den Nikkei unter Druck.  

In Shanghai gab es zwar einen freundlichen Tagesschluss, aber auch hier wurde der Handel deutlich unter Hochs geschlossen. 

In Australien lag das NAB Unternehmensvertrauen mit 12. Punkten leicht über den Erwartungen. AUDUSD setzt seine Aufwärtsbewegung fort. Sie ist sehr korrektiv und könnte jeder Zeit nach unten aufgelöst werden. nachhaltig wird die Erholung wohl erst über 0,7910. Für den Aussie spricht die aktuelle US-Dollar-Schwäche

Die US-10-Jahres-Anleihe präsentiert sich aktuell stabil, ohne dass die Abwärtsrisiken aus der Welt wären. Die aktuelle Bewegung ist sehr korrektiv und könnte sich nach unten auflösen. Dies würde neuen Druck auf die Aktienmärkte ausüben. 

Auch der Bund Future kann sich von seinen Tiefs nicht nachhaltig erholen (tiefere Kurse bedeuten steigende Zinsen).

Rohöl (WTI) fiel gestern nach dem Hoch bei 60,50 wieder zurück. Unter 59 $ droht eine weitere deutlich Korrektur bis 55 % (she. auch das Video von gestern).

Gold profitiert vom schwächeren US-Dollar.

Airbus hat sein Ergebnis in Q1 deutlich verbessert, blieb aber unter den Analystenschätzungen. Trotzdem startet die Aktie freundlich.

TUI steigerte die Umsatzerlöse in Q1 und konnte den Nettoverlust deutlich reduzieren. Das kommt am Markt durchaus an. 

Amazon will in seiner Konzernzentrale in Seattle mehrere 100 Stellen abbauen.  Diw gute Konjunkturelle Lage des Unternehmens scheint also den Angestellten nicht zugute zu kommen. Zumindest nicht allen. 

Im Wirtschaftskalender fällt heute vor allem der Verbraucherpreisindex aus Großbritannien auf (10.30 Uhr). Quartalszahlen gibt es von PepsiCo (12 Uhr).

Andrea Nahles bekommt als designierte Nachfolgerin von Martin Schulz. Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange bewirbt sich um den SPD-Vorsitz. 

Der ANC hat Präsident Zuma "abberufen". Sehr demokratisch klingt das jetzt nicht, wenn eine Partei einen Präsidenten abberuft, USDZAR bewegt dies jedoch nicht. 

 

12, Februar, 17 Uhr

Die Erholung an den Aktienbörsen steht aus wackligen Beinen. Der Dow Jones begann zwar nicht unfreundlich, schaffte es aber bisher nicht über 12.530 Punkte.

Nicht positiv konnte der Infrastrukturplan, den die US-Regierung heute vorgestellt hat, wirken. Die Ausführungen entsprechen etwa dem vom Markt erwarteten. Problem: Washington beteiligt sich an Projekten nur bis zu einem Fünftel (200 Mrd. $). Der Rest soll aus den Bundesstaaten und von privaten Investoren kommen. Man könnte auch sagen, Trump lässt für die Erfüllung seiner übertriebenen Wahlversprechen andere bluten.

Dazu  erholen sich aktuell die US-Anleihen leicht. Allerdings legt die Vola nach einer leichten Korrektur zum Wochenstart wieder leicht zu.

Im EURUSD blicken die Händler heute weniger auf steigende Zinsen als auf die immense Staatsverschuldung. Das Paar stabilisiert sich über 1,22.

Der Chef des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater, Ray Dalio, hat eine beeindruckende Kehrtwende in der Einschätzung der Märkte hingelegt. Sprach er noch vor knapp zwei Wochen in Davos von einer Goldilocks-Periode, in der es Wachstum ohne Inflation gäbe, warnt er nun vor anziehender Inflation und fallenden Märkten. Und so einem Mann vertrauen viele Ihr Geld an?

Streit zwischen der EU und der Türkei vor Zypern. Die Türken blockieren ein Gasbohrschiff mit Kriegschiffen. Wow - NATO-Schiffe bedrohen ein Schiff aus der EU. Grotesker geht es nicht mehr.

Die OPEC reagiert auf die gestiegene Öl-Produktion in den USA und hebt die tägliche Angebotsprognose um 1,4 Mrd. Barrel an. 1,3 Mrd. davon kommen aus den USA. Nach einer kurzen Erholung gibt Rohöl wieder nach

Die Marke Volkswagen hat den Absatz im Januar 2018 weltweit um 7,1 % zum Vormonat gesteigert.

 

Der Dax startete am Morgen freundlich in die Verfallswoche. Mehr hier

Freundliche Vorgaben gab es aus Asien. Während in Japan Feiertag war, legten alle Börsen zu. Allgemein waren die Händler aber von der schwachen Erholung eher enttäuscht. Nach der starken Erholung der US-Märkte im späten Freitagshandel hatte man mehr erwartet.

Nachdem Rohöl (WTI) am Freitagabend nochmal unter Druck kam, könnte isch das "schwarze Gold" wieder etwas erholen. Die neuen Tiefs entstanden, nachdem am Freitag die Zahl der Bohrlöcher ind en USA veröffentlicht wurde. Die Fracker haben demzufolge ihre Produktion deutlich ausgeweitet. 

Ein Grund für die Erholung am Montagmorgen könnte der etwas schwächere US-Dollar sein. Euro und Gold legen auch zu. 

Laut eines Haushaltsentwurfes aus dem Weißen Haus, der heute vorgestellt wird, rechnen die USA für die kommenden zehn Jahre mit einem Wachstum von jeweils rund 3 %. Das klingt schon fast ein bisschen nach Planwirtschaft. 

Aus der Schweiz kommen die einzigen relevanten Wirtschaftsdaten. Der Verbraucherpreisindex ging im Januar wie erwartet um 0,1 % zurück. Aufs Jahr beträgt die Teuerung nur noch 0,7 % nach 0,8 % im Dezember. EURCHF schafft es zunächst nicht über die Wolke bei 1,1535. 

Gut informierte Kreise haben berichtet, dass die japanische Regierung den Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, für eine weitere Amtszeit vorschlagen möchte. 

Carl Zeiss Meditec präsentierte im 1. Quartal weiter gestiegene Umsätze. Der Gewinn sank jedoch von 38 auf 32 Cent je Aktie. Die Aktie gerät anfangs unter Druck, lässt sich aber von Gesamtmarkt anstecken und kompensiert den Verlust schnell. 

Airbus gerät unter Druck, nachdem das Unternehmen erneut über Probleme mit den Pratt & Whitney-Triebwerken in den A320neo berichten musste. 30 % der Aggregate seien fehlerhaft.

Novartis soll in Griechenland Beamte bestochen haben. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen. 

9. Februar 

17 Uhr

Die Wall Street startet freundlich in den Handel. Trotzdem bleibt das Chartbild des Dow Jones angeschlagen. Die Flagge wurde bereits gebrochen, doch die Dynamik bleibt noch verhalten. Trotzdem ist ein erneuter Abverkauf nicht vom Tisch.

US-Präsident Donald Trump hat das Haushaltsgesetz unterschrieben. Eine längere Haushaltssperre ist damit vom Tisch. 

Sehr schwache Arbeitsmarktdaten aus Kanada. Die Zahl der Beschäftigten ging im Januar um 88.000 zurück. Die Arbeitslosenquote steig um 0,1 auf 5,9 %. Und das, obwohl auch Beteiligungsquote am Arbeitsmarkt von 65,8 auf 65,5 % fiel. Besonders Teilzeitkräfte verloren ihren Job. Bei den Vollzeitstellen fanden dagegen 49.000 Menschen mehr eine Anstellung. USDCAD zeigte sich volatil, ohne nachhaltig auszubrechen. Das Paar bleibt aber über der Wolke und über dem Widerstand 1,2555. Die Fortsetzung der Erholung bleibt also wahrscheinlich. 

Die britischen Industriedaten sind nicht wirklich gut ausgefallen. Zwar wuchs die Produktion des verarbeitenden Gewerbes (Miottelstand, der rund 80 % der Industrie ausmacht) wie erwartet um 0,3 %. Nimmt man aber den Rest hinzu, ergibt sich für die Industrieproduktion im Dezember ein Minus von 1,3 % Erwartet wurden nur -0,9 %. Aufs Jahr gesehen stagnierte die britische Industrieproduktion. Cable gibt im Verlaufe des Tages deutlich nach.

Dies lag vor allem an EU-Brexit-Chefunterhandler Michel Barnier, der große Differenzen zwischen EU und Großbritannien sieht, wenn es um eine Übergangsphase für die Briten beim Austritt aus der EU gibt. Ein Übergangsabkommen sei keine Selbstverständlichkeit. 

Der Vize der Bank of England, Ben Broadbent, sieht kein Problem, die Zinsen in einem Jahr mehrfach anzuheben.

Die britische NIESR-BIP-Schätzung liegt mit 0,5 % Wachtum unter dem Vormonat (0,6 %) 

Die russische Zentralbank hat wie erwartet den Leitzins von 7,75 auf 7,5 % gesenkt. USDRUB erhielt keinen neuen Impuls

Sehr schwach zeigten sich die brasilianischen Einzelhandelumsätze. USDBRL konsolidiert heute seitwärts. Die Chancen auf eine Fortsetzung der Erholung bleiben intakt. 

Amazon will in den USA laut Informationen des Wall Street Journal einen eigenen Paketdienst aufbauen und so den Etablierten Paketdiensten Konkurrenz machen. Die Amazon-Aktie kann dadurch nicht profitieren, aber UPS musste zum Handelsstart deutliche Verluste hinnehmen, die allerdings teilweise schnell wieder kompensiert wurden. 

Noch-SPD-Chef Martin Schulz verwirrt erneut alle. Wie über die SPD-Zentrale verlautbart wird, will er nun doch nicht Außenminister werden. 

9. Februar, 10 Uhr

Die Schweizer Arbeitslosenquote verharrte saisonbereinigt wie erwartet bei 3 %.  EURCHF bleibt unter Druck

In Deutschland ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im November um 5,6 % zu Vormonat auf 1.771 gestiegen.

Frankreichs Industrieproduktion stieg im Dezember um 0,5 %. Erwartet wurden lediglich 0,1 %.

In Italien wuchs die Industrie sogar um 1,6 % zum Vormonat. Die Konjunkturzahlen aus Europa bleiben also gut. 

Die neue GroKo will den Handel mit Kryptowährungen regulieren. Dafür soll eine Aufsicht über den Handel geschaffen werden. Nach der gestrigen Erholung taxieren Bitcoin heute wieder etwas schwächer. Support gibt es um 7.540/7.220

Das Norwegische BIP schrumpft in Q4 überraschend um 0,3 %. Erwartet wurden +0,5 %. EURNOK legt deutlich zu. 

Sell off hieß es gestern Abend an der Wall Street. Der Dow Jones verlor über 4 % und damit buchte damit einen Tagesverlust wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Dow Jones-Analyse hier. "Schuld" waren einmal mehr steigende Anleihe-Renditen und eine hohe Volatilität.

Dabei bleiben die Wirtschaftsdaten weiter gut. U. a. News Corp und Nvidia meldeten gestern überzeugende Quartalszahlen. 

Der scheidende Gouverneur der New York Fed, William Dudley, hat sich für eine weitere Zinserhöhung im März ausgesprochen. EURUSD verteidigte gestern die 1,2230 Ein Absturz Richtung 1,2160 bleibt möglich, denn eine dynamische Erholung blieb bisher aus. Der US-Dollar zeigt weiter Stärke,

Chinas Verbraucherpreisindex stieg im Januar um 1,5 % zum Vorjahr und traf damit die Analystenschätzungen. USDCHN zeigt aktuell keine klare Tendenz

Schwacher Industrieaktivitätsindex für den Tertiärsektor, der überraschend um 0,2 % fiel. Analysten hatten mit +0,2 % gerechnet. USDJPY verteidigt die Range zwischen 108,30 und 109,70

Die asiatischen Börsen konnten sich nach schwachem Start meist erholen. Der Nikkei wurde am Wochentief bei 21.061 aufgefangen

Australiens Wohnungsbaukredite gingen im Dezember um 2,3 % zurück. Es waren -0,9 % erwartet. AUSUSD konnte sich etwas stabilisieren, ohne, dass eine nachhaltige Erholung zu erkennen wäre. AUDUSD bleibt im Abwärtstrend

Mexikos Zentralbank hat die Zinsen wie erwarten von 7,25 auf 7,5 % angehoben. USDMXN gab nur leicht nach und stabilisiert sich bei 8,80. 

Weiter unter Drück bleiben Rohstoffe. Rohöl (WTI) schiebt bei 60,50 seitwärts. Eine Erholung ist aber noch nicht zu sehen. Die 59 $-Marke bleibt ein Thema

8. Februar, 17 Uhr

Bank of England ändert Geldpolitik nicht, gibt aber Zeichen, dass weitere Zinserhöhungen kurz bevor stehen könnten. Entscheidung einstimmig. Mehr zu EURGBP hier Gouverneur Mark Carney glaubt an einen sich verfestigenden Inflationsdruck und bevorstehenden Lohnanstieg sowie eine Steigerung der Produktivität.

Kanadas Baubeginne lagen mit 216,2k knapp über den Erwartungen. USDCAD bleibt eher auf bullischen Pfaden.

Gute Daten auch vom US-Arbeitsmarkt. Die Anträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf 221.000.

Aus Mexiko wurde der Verbraucherpreisindex veröffentlicht. Er stieg im Januar um 5,55 % (zum Vorjahr), knapp über den Erwartungen. Interessanter dürfte für die Marktteilnehmer die Zinsentscheidung um 20 Uhr sein. Es wird eine Zinserhöhung um 0,25 auf 7,5 % erwartet. USDMXN profitiert im Vorfeld aber von der US-Dollarstärke. she auch hier

Umsatz bei T-Mobile US mit 10,76 $ knapp unter der Erwartungen (10,8 Mrd $), Gewinn mit 0,48 $ je Aktie deutlich drüber (37 ct.), Aktie leicht im Minus

Twitter überrascht mit 0,19 $ Gewinn je Aktie in Q4 (erwartet 14 ct). Auch der Umsatz mit 731,6 Mio deutlich über den Erwartungen. Die Aktie legt deutlich zu. 

Der Chef der Banque de France, Francois Villeroy de Galhau, glaubt, dass die EZB im Falle einer Rezession in der Eurozone mit der Geldpolitik überfordert sei. Man müsse die Währungsunion stärken, damit die Risiken beherrscht werden können. 

Die französische Regierung hat ihre Freude über die erfolgreichen Koalitionsgespräche in Deutschland zum Ausdruck gebracht. Europa-Staatssekretär Lemoyne meinte, Frankreich brauche solide Partner, die erneut die Initiative ergreifen könnten. Europa stehe an einem Wendepunkt.

Griechenland hat eine 7-jährige Anleihe am Kapitalmarkt platziert. Medienberichten zufolge rechnet man in Athen mit einem Zinssatz von 3,75 %

Der Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, sieht die Zeit, um über eine Ausstiegsstrategie aus der lockeren Geldpolitik zu sprechen, für noch nicht gekommen. 

8. Februar , 11 Uhr 

Der deutsche Handelsüberschuss nahm im Dezember wieder etwas ab. Die 21,4 Mrd. Euro lagen über den Erwartungen. die Importe stiegen im Dezember um 1,4 %, Die Exporte lagen überraschend mit 0,3 % im Plus. Der Dax konnte sich bisher nicht befreien

Gute Quartalszahlen hat die Commerzbank vorgelegt. Die Aktie gehört zu den Gewinnern im Dax.

Auch die italienische Unicredit überzeugte und legte die beste Quartalsbilanz seit 10 Jahren vor.

Trotz eines unter dem Vorjahr gebliebenen Umsatzes und eines negativen Nettoergebnisses kamen auch die Zahlen der Heidelberger Druck gut an. Die Aktie legt fast 10 % zu. 

Spaniens Industrieproduktion ist im Dezember um 6,1 % zum Vorjahr gestiegen. Der IBEX hat an der 9.865 schwer zu kämpfen. 

Bundesbankchef Jens Weidmann hat erneut gefordert, die Anleihekäufe der EZB schnell zu beenden. Die aktuellen Lohnsteigerungen sollten für eine steigende Inflation sorgen. EURUSD bleibt bärisch und ist auf dem Weg zur 1,2160. Ein Bruch dieser Marke könnte zu einem Test der unteren Begrenzung des Aufwärtstrends führen (aktuell etwa 1,20).

Die Reallöhne sind 2017 in Deutschland um 0,8 % gestiegen, berechnete das Statistische Bundesamt.

Druck kam von der US-Notenbank FedJohn Williams, Gouverneur in San Francisco, sprach sich für weitere Zinserhöhungen aus. Aufgrund der guten Aussichten für die Wirtschaft sei dies notwendig, um eine Überhitzung zu verhindern. 

Chinas Handelsbilanzüberschuss hat sich im Vergleich zum Vormonat mehr als halbiert. Die Importe zogen um 36,9 % an, die Importe immerhin auch um 11,1 % zum Vorjahr. Das nutzte dem Shanghai Composite nichts. Er korrigierte auf den Widerstand bei 3.265/60. Ein nachhaltiger Buch hätte wohl die 3.155 zur Folge.

Der Rohölpreis konnte von den verstärkten chinesischen Importen nicht profitieren. Immerhin setzte im WTI eine Stabilisierung ein

In Australien ist das Geschäftsvertrauen leicht von nach oben revidierten 8 auf 6 Punkte gefallen. Der Aussie setzt seine Korrektur zum US-Dollar fort

Die Reserve Bank of New Zealand hat den Leitzins bei 1,75 % gelassen.  Die Entscheidung hatte keine Auswirkungen auf NZDUSD. Allerdings macht sich weiter die Dollarstärke bemerkbar. Der Kijun des Tageschart wurde gestern Abend noch gebrochen und könnte den Kiwi nun zur Wolkenunterkante bei 0,71 führen. 

Tesla fährt einen Rekordverlust ein und überzeugt die Anleger trotzdem. Es war noch schlimmeres befürchtet. Der Umsatz überzeugte. 

Der Dow Jones konnte gestern Abend seine Hochs nicht verteidigen. Nun droht sogar eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation die den Dow auch unter wieder unter die 24.000 drücken könnte.

Auch die Einigung im Senat auf einen Zwei-Jahres-Haushalt hat den Dow dann nicht mehr beflügelt