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Börse im Überblick, 23. Mai

Überblick am Nachmittag

Nach recht schwachen Einkaufsmanagerindizes aus Europa konnten die aus den USA zumindest teilweise positiv überraschen. Der Dienstleistungsindex stieg überraschend von 54,6 auf 55,7 Punkte. Analysten prognostizierten 54,9 Punkte. Das verarbeitende Gewerbe legte wie erwartet minimal von 56,5 auf 56,6 zu. Die Neubauverkäufe blieben mit 662k  knapp unter den Erwartungen (680k).

Überraschend stark zugenommen haben die Rohöl-Lagerbestände in den USA. Die Lager der Regierung füllten sich um 5,778 Mio Barrel. Auch die Benzinvorräte legten zu, um 1,883 Mio Barrel. Erwartet wurden sinkende Bestände.

Nachdem sich gestern Donald Trump kritisch zum Handelsdeal mit China äußerte, meinte er heute, dass die die Gespräche gut verliefen, der Dea aber anders strukturiert werden müsse, um die Ergebnisse besser zu verifizieren.

EZB-Rat Benoit Coeure sieht keinen Grund, die Anleihekäufe durch die EZB zu verlängern. Das Ende der ultralaxen Geldpolitik bei der EZB dürfte also ein Ende finden. Gleichzeitig müssen sich dann die Anleger wohl auf die erste Zinserhöhung im kommenden Jahr einstellen. 

Etwas besser als erwartet präsentierte sich im 1. Quartal das BIP aus Brasilien. Es legte um 1,1 % zu. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 1,3 %, was unter den Erwartungen lag (1,4 %).

Russlands BIP ist im April um 1,7 % zum Vorjahr gestiegen. Hier wurden nur 1,2 % erwartet. USDRUB steig trotzdem wieder knapp über die 61,45. Die Abwärtsbewegung dürfte trotzdem weiter trendgebend bleiben.

US-Außenminister Mike Pompeo hat Russland vorgeworfen, Versuche unternommen zu haben, die Kongresswahlen im November zu beeinflussen. Die USA wollen "angemessene Gegenmaßnahmen" ergreifen.

Überblick am Mittag

Deutscher Einkaufsmanagerindex fürs verarbeitende Gewerbe 56,8
Deutscher Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex 52,1
Beides ziemlich deutlich unter den Erwartungen (57,9/53,1). 
Beim verarbeitenden Gewerbe sprechen wir von einen 14-Monats-Tief. Bei den Dienstleistungen ist es ein 20-Monats-Tief,
Der Dax fällt inzwischen unter die 13.000

Auch die EInkaufsmanagerindizes aus der Eurozone blieben mit 55,5 und 53,9 deutlich unter den Prognosen.

In Großbritannien ist Verbraucherpreisindex im April um 2,4 % zum Vorjahr gestiegen. Dies ist etwas geringer als erwartet (2,5 %). Der Erzeugerpreisindex input legt um magere 0,4 % zum Vormonat (erwartet 1,0 %) zu. Cable bedient die Charttechnik sowie Daten und fällt dynamischer als EURUSD. Cable bleibt auf Kurs 1,3285.

Der FTSE100 hält sich dann auch besser als der Dax.

Überblick am Morgen

Nach freundlichem Beginn übernahmen im späteren Handel an der Wall Street die Bären das Zepter. Der Streit zwischen Europa und den USA um den Atomdeal mit dem Iran ist über den großen Teich geschwappt und hat die Stimmung gedämpft. So scheiterte der S&P500 am Ende am Widerstand 2.741 und könnte hier ein Doppeltopp gebildet haben. 

Hinzu kam, dass sich die Euphorie um den Handelsdeal mit China in Grenzen hält. US-Präsident zeigte sich mit dem Kompromiss "nicht wirklich" zufrieden. 

Der Dax startet unter der 13.140. Der gestrige Ausbruch über diesen Widerstand könnte damit ein Fehlausbruch gewesen sein. Wichtige Supports sind bei 13.045 und 12.920 auszumachen. 

Aus dem Wirtschaftskalender dürfte heute vor allem die Einkaufsmanagerindizes (9.30 Uhr Deutschland, 10 Uhr Eurozone, 15.45 Uhr USA) für Impulse sorgen könne. 16 Uhr gibt es in den USA die Neubauverkäufe. 20 Uhr wird das FOMC-Sitzungsprotokoll veröffentlicht.

EURUSD kämpft am Support 1,1755. Der Test der 1,17 und weitere Abgaben Richtung 1,1560 beleiben somit möglich. Eventuell gibt es noch einen ordentlich Impuls nach Süden, wenn Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella den von 5-Sterne-Bewegung und Lega vorgeschlagenen Guiseppe Conte mit der Regierungbildung beauftragt. Bei Conte scheint es Fragen zum Lebensauf zu geben. Er gab an, an der New York University gewirkt zu haben. Der Uni selbst liegen dazu aber keine Unterlagen vor. Er sei dort weder Student gewesen noch gehörte er einer Fakultät an. Sollte Conte von Mattarella nicht akzeptiert werden, könnte dies auf der Markt erleichternd wirken. Der italienische Staatspräsident würde dann wohl eine Expertenregierung nominieren. 

Der Rohölpreis ist nach seinem gestrigen neuen Verlaufshoch etwas zurückgekommen, obwohl die API-Rohöllagerdaten zeigen, dass die Bestände mit 1,3 Mio Barrel weniger stark gesunken sind als erhofft.

In Australien fiel die Bauleistung im 1. Quartal mit +0,2 % deutlich niedriger aus als erwartet (1,1 %). AUDUSD gab fast alle Gewinne vom Montag/Dienstag wieder ab. Im Dailychart reichte die Erholung des Paares genau bis zum Kijun (orange). Damit bleibt übergeordnet der Abwärtstrend bestehen. 

Insgesamt wurde der asiatische Markt von geopolitischen Sorgen gedrückt. Besonders die von US-Präsident Donald Trump angedeutete Möglichkeit einer Verschiebung der Gespräche mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un kamen bei den Marktteilnehmern nicht gut an. Der Shanghai Composite scheiterte an der 3.222 und könnte dort ein Doppeltopp bilden. Ein Bruch der Wolke bei 3.160 würde wohl den Bären Kraft verleihen.

Börse im Überblick, 22. Mai

Überblick am Nachmittag

Die Märkte präsentierten sich am Nachmittag freundlich, Risiken wurden weitgehend ausgeblendet. Hoffnung macht der Deal im Handelsstreit zwischen den USA und China. So kam der nächste bullische Impuls dann auch aus den USA. Daten gab es kaum. Der Richmond Fed Herstellungsindex konnte im Mai mit 16 Punkten überzeugen. Erwartet wurden nur 9 Punkte. Wasser in den Wein kippte aber US-Finanzminister Mnuchin, der trotz der Verhandlungsergebnisse mit China an Stahl- und Alu-Zöllen festhalten will.

Keine Rolle spielen die eher verheerenden Pläne der designierten italienischen Regierung. auch die zu erwartenden Sanktionen der USA gegen den Iran, welche wohl auch europäische Unternehmen betreffen werden, wurden nicht in den Fokus gerückt. Wohl zurecht, denn das Geschäft mit dem Iran ist für die europäischen Unternehmen eher eine kleine Nummer. 

Kanadas Großhandelsumsätze sind im März um 1,1 % gestiegen. Erwartet wurden nur +0,8 %. Gleichzeitig wurde der Vormonat wurde von -0,8 auf -0,4 % revidiert. USDCAD war schon auf dem Weg zum Monatstief 1,2729, bevor die USD-Bullen einen Konter starteten. Schaut man in den Dailychart, sieht man ein Dreieck, das nach oben oder unten gebrochen werden müsste, um einen neuen stabilen Trend starten zu können. Aktuell stehen die relevanten Marken bei 1,2675 und 1,2950. Die Bären scheinen aktuell etwas mehr Power zu haben. 

In Mexiko sind die Einzelhandelsumsätze im März um 0,9 % gestiegen. Erwartet wurden nur 0,7 %. Auch gegen den Peso gibt der US-Dollar heute ein paar Gewinne ab. Insgesamt dürfte es sich aber eher um eine korrektive Bewegung innerhalb einer intakten Aufwärtsbewegung handeln. Im Dailychart sieht man, dass der Aufwärtstrend aber wackeln könnte. im ersten Versuch scheiterten die Bullen ziemlich klar am Widerstnad bei knapp 20 MXN.

Auch USDRUB steht heute unter Druck. Die russischen Daten hatten daran wohl eher wenig Anteil. Zwar ging die Arbeitslosenquote von 5,0 auf 4,9 % zurück, aber gleichzeitig enttäuschten die Einzelhandelsumsätze mit 2,4 % zum Vorjahr leicht (erwartet (2,5 %). Trotzdem, das Paar dürfte die 61,45 nachhaltig gebrochen haben. Ziel der Bären könnte die Wolkenunterkante des Dailycharts bei 60,25 sein.

Die EU-Handelsbeauftragte Cecilia Malmström, glaubt nicht, dass das EU-Kompromiss-Angebot im Handelsstreit den USA reichen wird. Zölle dürften also weiter im Raum stehen, was die Märkte heute aber nicht interessierte.

Der Iran entwickelt gefährliche Raketen? Mag sein, Indien hat heute jedenfalls die schnellsten Marschflugkörper der Welt getestet. Sie sollen in der Zukunft bis zu 5 Mach schnell sein. Sanktionen hat die Demokratie auf dem Subkontinent wohl nicht zu befürchten.

Überblick am Mittag

Der Dax tritt heute ein wenig auf der Stelle. Nach dynamischem Start bei 13.140 schloss der deutsche Index schnell das Aufwärts-Gap und konnte erst gegen Mittag erneut die 13.140 attackieren. Die nachhaltige Überwindung ist wichtig, um weitere Ziele auf der Oberseite anzuvisieren. Übergeordnet wartet hier immer noch die 12.425 Auf der Unterseite unterstützt die 13.045 solide.

Ungemach könnte von EURUSD drohen. Das Paar legte zum Widerstand 1,1825 zu und könnte sich bei einem Bruch bis 1,1885 erholen.

Daten waren heute Mangelware. Nur aus Großbritannien gab es etwas zu vermelden. Der CBI-Index für die Auftragstrends in der Industrie fällt im Mai mit -3 alles andere als erfreunlich aus. Erwartet wurden +2 Punkte. Das britische Haushaltsdefizit blieb im April mit 6,23 Mrd. GBP deutlich unter den Befürchtungen (7,2 Mrd. GBP). Nachdem Cable gestern unter die Unterstützung 1,3450 gefallen ist, konnte sich das Paar heute Vormittag zurückkämpfen. der Nachweis der Nachhaltigkeit wurde aber noch nicht erbracht. Gelingt dies , hätte das Paar bei 1,3600/10 Widerstand zu erwarten. Auf der Unterseite steht die 1,3285 weiterhin im Fokus.

Die Deutsche Bundesbank glaubt, dass sich die Hochkonjunktur in Deutschland fortsetzen wird, obwohl sich das Wirtschaftswachstum im vergangenen Quartal verlangsamt hat.

Überraschend ist die Entwicklung in EURCZK. Obwohl dem Sitzungsprotokoll der tschechischen Notenbank zu entnehmen war, dass die CNB aufgrund der guten Konjunkturentwickung durchaus Spielraum für weitere Zinserhöhungen sieht, geriet die Krone zuletzt unter Druck. Die Frage ist freilich, wie weit die aktuelle Erholung aufgrund der Nachrichten trägt. Widerstand dürfte um 26,00 zu erwarten sein. 

Die Türkische Lira kämpft mit vielen Problemen. Da dürfte zunächst die geopolitisch instabile Lage im Nahen/Mittleren Ost, also vor der eigenen Haustür sein. Zum anderen aber gibt es auch überraschende Wahlprognosen, nach denen Recep Tayyip Erdogan und seiner Partei AKP mächtig Gegenwind bei den Wahlen am 24. Juni ins Gesicht blasen könnte. Nach aktuellen Umfragen habt die "Volksallianz" aus AP und MHP nur noch eine sehr knappe Mehrheit vor dem "Bündnis der Nation". Nach einer Umfrage von REMRES liegt das Erdogan-Lager mit 43,9 % nur knapp vor dem Oppositionsbündnis, das auf 43,5 % kommt. Dazu kommt die prokurdische HDP mit 12,2 %. Deren Spitzenkandidat organisiert seinen Wahlkampf aus dem Gefängnis heraus. Das geht, weil Selahhattin Demirtas noch nicht rechtskräftig verurteilt ist. Ihm werden "Terrorpropaganda" und die Mitgliedschaft in der als Terrororganisation eingestuften PKK vorgeworfen.  Ihm drohen 142 Jahre Haft. EURTRY stieg heute Mittag auf des Rekordhoch bis 5,2624

Die EU-Wirtschaftsminister haben die EU-Kommission beauftragt, mit Australien und Neuseeland Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zu beginnen. 

Überblick am Morgen

Die Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China ließ die US-Indizes mit deinem Puls in die Handelswoche starten. Auffällig war dabei allerdings, dass nach dem Aufwärts-Gap zum Handelsstart keine Anschlusskäufer zu finden waren. Der Handel an der Wall Street  bewegte sich seitwärts. 

Der Dax nimmt die guten Vorgaben aus den USA auf und startet am Widerstand bei 13.140 in die neue Handelswoche. Ob ein Angriff auf die 13.265 gelingen kann, muss man mal abwarten, denn nach dem starken Auftakt kam ja an der Wall Street gestern nicht viel. 

Deutlich unter Druck geriet gestern der US-Dollar. EURUSD legte vom Tief 1,1717 am Vormittag bis knapp 1,18 zu. Eine bullische Umkehr würde wohl über 1,1825 bestätigt werden. 

Heute gibt es kaum wichtige Konjunkturdaten. In Großbritannien, spricht der Chef der bank of England, Mark Carney (10.15 Uhr). 11 Uhr beginnen dann die Anhörungen zum Inflationsbericht vor dem britischen Parlament,

Scharfe Geschütze fährt der neue US-Außenminister Mike Pompeo gegen den Iran auf und kündigte scharfe Sanktionen an. Auch die Wiederwahl des venezuelanischen Präsidenten Nicolas Maduro kam am Markt nicht gut an. Der Ölpreis legte auf 72.50 $ (WTI) zu, Der Ölpreis könnte zu einem zunehmenden Belastungsfaktor für die Aktienmärkte werden.

Der Chicago National Activity Index präsentierte sich mit 0,34 Punkten über den Erwartungen (0,14). Zu den Gewinner unter den Einzelaktien gehörte Boeing, nach dem die USA und China ihre Handelsstreitigkeiten beilegten. China will zukünftig deutlich mehr Waren aus den USA importieren.

Keine großen Auswirkungen hatte die Kernrate der Inflation, die die Bank of Japan für den April nur auf 0,5 % taxierte. Im März waren es noch 0,7 %. USDJPY stieg gestern bis 111,40, kam aber in der Nacht wieder unter die 111 zurück. 

Etwas, worüber sich Deutschland wohl auch Gedanken machen muss: Japan rechnet mit einer Ausgaben-Explosion bei den Sozialkassen um 50 % bis 2040. Grund: Die Überalterung der Gesellschaft-

Börse im Überblick, 18. Mai

Überblick am Nachmittag

Ein gemischtes Bild bietet der Verbraucherpreisindex aus Kanada, der im April um 2,2 % zum Vorjahr steigt. Erwartet wurden 2,3 %. Die wichtigere Kernrate steig um 1,5 %, was über den Prognosen (1,4 %) lag. Der Loonie konnte davon aber nicht profitieren, weil gleichzeitig die Einzelhandelsumsätze im März um 0,2 % schrumpften. Hier wurden +0,5 % erwartet,
USDCAD verteidigte die 1,28 und erholt sich über die Wolke.  Pünktlich bei 1,2915 trafen die Bullen auf Widerstand.

Wegen illegaler Abschalteinrichtungen muss Porsche 60.000 Autos zurückrufen. Wenn man sich anschaut, welche Kreise dieser Skandal im VW-Konzern zieht, kann man kaum glauben, dass irgendjemand in Deutschland noch glaubt, dass Ex-Konzernboss Martin Winterkorn davon nichts gewusst haben will und die ganze Aktion nicht im Konzern gesteuert wurde. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in der kommenden Woche nach China reisen.

Für das Regierungsprogramm für Italien wollen sich die Koalitionspartner 5-Sterne-Bewegung und Lega vom bisherigen Sparkurs verabschieden. Außerdem soll die Koalition laut Reuters den Verkauf von Alitalia nicht weiterverfolgen. Ein Ausstieg aus dem Euro scheint nicht geplant zu sein. 

Die Ukraine darf weite mit einem Transit russischen Erdgases nach Europa rechnen. Das sagte Russlands Präsident Wladimir Putin zu. Nach dem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel warb Putin außerdem dafür, den Minsker Friedensplan weiter voranzutreiben. Die Kanzlerinhat den Iran aufgerufen, sich zum Atomdeal mit den großen westeuropäischen Ländern, Russland und China zu bekennen. 

Überblick am Mittag

Der Dax präsentierte sich am Vormittag ohne großen Impuls. Offenbar warteten die Marktteilnehmer nun doch den kleinen Verfall ab. Kommt am Nachmittag der Ausbruch? Neue Impulse gibt es nicht, aber das Umfeld zeigte sich ja schon gestern durchaus freundlich. Und so bleiben auf der Oberseite durchaus Ziele um 13.425 möglich, sollte der Ausbruch über die 13.135 gelingen. 

Durchaus stützend wirkt EURUSD. Das Paar gab am Vormittag leicht nach und handelt wieder unter 1,18, nach dem am Morgen ein Test der 1,1825 scheiterte.

An Daten ist der Tag arm. Der Handelsbilanzüberschuss stieg im März in der Eurozone von 18,9 auf 26,9 Mrd. Euro. Damit lag er knapp unter den Prognosen (27,9 Mrd. €). 

Die Deutsche Börse geriet nach einer Abstufung durch Berenberg unter Druck. Die Aktie wurde gleich von buy auf Sell gesenkt.

Mecklenburg-Vorpommern hat sich zur Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 bekannt. Es müsse Deutschland überlassen bleiben, wo und auf welchem Weg das Land seine dringend benötigten Rohstoffe bezieht, meinte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Unter Druck stehen wieder italienische Staatsanleihen, nachdem die 5-Sterne-Bewegung das Zustandekommen eines Regierungsabkommens mit der rechtsradikalen Lega vermeldete. Die Zinsen stiegen für die 10-Jahres-Anleihe auf fast 2,2 % und damit auf den höchsten Stand seit Oktboer 2017. Auch an der Börse in Mailand kommt dies nicht gut an. Der Index MIB verliert über 1 %.

In einer Umfrage des ZDF-Politbarometers meinten 82 % der Befragten, dass die USA für Deutschland kein verlässlicher politischer Partner mehr seien. 

Überblick am Morgen

Trotz de leichten Abgaben an den US-Märkten kommen am Tag des kleinen Verfalls im Dax verhalten gute Vorgaben aus Asien

Der Dax startet am Tag des kleinen Verfalls freundlich, knapp unter 13.135 Punkten. Über dieser Marke dürfte Platz bis 13.250 Punkte sein. Erster Support liegt bei 13.045 Punkten. Der Verfall selbst dürfte wohl eher keine Rolle mehr spielen. Das Open Interest lag bei rund 13.000 Punkten. Dass sich der Markt gestern Nachmittag von diesem Ziel langsam verabschiedete, könnte man so interpretieren, dass die Märkte dieses Thema bereits abgehakt haben. Wichtige Daten gibt es heute kaum. Die Kanadier liefern 14.30 Uhr Verbraucherpreisindex und Einzelhandelsumsätze. Trotz relativ positiver Vorgaben, könnte der Markt im späteren Handel vor dem langen Wochenende aber zu Gewinnmitnahmen neigen.

Der deutsche Erzeugerpreisindex legte m April um 0,5 % zu und blieb damit über den Erwartungen (0,3 %). EURUSD bleibt mit gut 1,18 weiter ziemlich schwach und stützt so den Dax.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird heute vom russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi empfangen.

Trotz der neuen Verstimmungen zwischen Nord- und Südkorea, nachdem der Süden mit den USA ein Militärmanöver abhält, konnten sich die meisten asiatischen Märkte mit einem Plus in das Wochenende verabschieden. US-Präsident Donald Trump sicherte Nordkorea starke Garantien zu, sollte sich das Land von seinen Atomwaffen trennen.

Dass das Plus nicht deutlicher ausfiel, lag wohl daran, dass die Marktteilnehmer Sorgen haben, dass der Handelsdeal zwischen den USA und China doch nicht zustande kommen könnte. Am Morgen gab es dann aber optimistischere Nachrichten aus China. Vize-Premier Liu He bekräftige die Bereitschaft seines Landes, die Differenzen mit den USA zu überwinden. Außerdem beendete China eine Prüfung wegen möglicher Dumpingpreise auf US.Weizen. Außerdem wolle China den Außenhandelsüberschuss durch mehr Importe aus den USA um 200 Mrd. Dollar reduzieren.

Der Hang Seng zeigte sich fast unverändert. Der Index dümpelt im charttechnischen Niemandsland der Wolke des Stundenchart herum. 

In Japan profitierte der Nikkei von einem schwachen Yen und konnte weiterhin die 61,8 %-Linie des Fibonacchi Retracement verteidigen. Theoretisch wäre nun auch das Jahreshoch bei knapp 24.200 Punkten möglich.  Allerdings waren die letzten Tage im Nikkei eher von einer sehr geringen Dynamik geprägt. Günstig für die Yen-Schwäche war der schwache Verbraucherpreisindex, der im April nur um 0,6 zum Vorjahr stieg. USDJPY testete erstmals seit 4 Monaten wieder die 111.

Börse im Überblick, 17. Mai

Überblick am Nachmittag

Der Philly Fed Herstellungsindex legte deutlich auf ein 12-Monats-Hoch zu: 34,4 nach 23,2 Punkten.

Fresenius Medical Care erhöht die Dividende von 0,96 auf 1,06 € je Aktie. Die Aktie könnte damit auf dem Kurs zum Jahreshoch sein. 

Britische Medien melden heute, dass Großbritannien eventuell noch über den Brexit hinaus in der Zollunion mit der EU bleiben will. Ob davon auch schon die EU weiß, ist nicht bekannt.

Nach dem französischen Mineralöl-Konzern Total will sich auch die dänische Großreederei Maersk aufgrund der US-Sanktionen aus dem Iran zurückziehen. 

Die EU-Bürgerbeauftragte Emily O´Reilly hat mangelnde Transparenz bei Gesetzgebungsverfahren in der EU beklagt. 

Überblick am Mittag

Der Dax hat am Vormittag ein paar Pünktchen hinzugewonnen. Die 13.045 wurde dabei aber nicht überwunden. So ist die Seitwärtsrange, die unten von der 12.920 begrenz wird, weiter intakt. Generell sieht der Ichimoku nicht unfreundlich aus, so dass ein Ausbruch Richtung 13.135 nicht ausgeschlossen ist. 

Gebremst werden dürften die Bullen vor allem vom Ölpreis, der weiter zulegt. Brent klopfte heute schon mal an der 80-$-Marke an.

Positiv wird die Aktie von Merck gehandelt, nachdem das Unternehmen eine positiv ausgefallene Studie für ein Krebsmedikament vorstellen konnte. Charttechnisch fehlt der Aktie allerdings noch der Sprung über die 85,15, um eine nachhaltigere Erholung zu signalisieren. 

Walmart konnte mit den Quartalszahlen die Erwartungen knapp übertreffen. Um 14.30 Uhr erscheint der Philly Fed-Herstellungsindex

US-Präsident Donald Trump soll während des Treffens mit Angela Merkel vor einem Monat von Deutschland die Aufgabe des deutsch/russischen Erdgas-Projekts Nord-Stream 2 verlangt haben. Dies sei der Preis, zur Vermeidung eines transatlantischen Handelskrieges. Die USA sehen durch die Trasse unter anderem Nachteile für die Ukraine. Wahrscheinlich dürften die USA aber auch eigene wirtschaftliche Interessen haben. Ob man gute Geschäftsbeziehungen durch Erpressung erzielt, wird man sehen. Aus dem US-Außenministerium wurden Sanktionen gegen das Projekt in Erwägung gezogen.

Die Europäische Kommission hat Deutschland und fünf weitere EU-Länder wegen schlechter Luft in den Städten verklagt. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht Deutschland bei der Luftreinhaltung hingegen auf einem guten Kurs.

Außerdem wurden Deutschland und drei andere Länder ermahnt, weil sie gegen europäische Bestimmungen für Fahrzeugzulassungen verstoßen sollen. 

Die 5-Sterne-Bewegung und die Lega haben sich in Italien endgültig auf ein Regierungsprogramm verständigt. Unter anderem will man die Schulden schönrechnen. Die von der EZB im Rahmen des QE gekauften Staatsanleihen will man nicht mehr als offizielle Schulden führen. Wir dürfen uns wohl schon auf die kommende Eurokrise "freuen".

In einem neuen Grundsatzpapier wirft der Vatikan der Welt vor, dass sich offenbar wieder oberflächlicher, kurzsichtiger Egoismus den Weg bahne, der das Gemeinwohl missachte und nicht daran interessiert sei, Wohlstand zu schaffen. Der Vatikan sieht darin "Unmoral".

Überblick am Morgen

 Gute Vorgaben aus den USA und Asien sollte auch die europäischen Börsen am Donnerstag stützen. Besonders stark zeigte sich der US-Nebenwerte-Index Russell 2000, der ein neues Allzeithoch generierte.

Stützend dürfte sich dabei auswirken das EURUSD  weiter schwach bleibt, auch wenn sich das par über der 1,1760 stabilisiert hat. Für eine wirklich nachhaltige Erholung wird das Paar wohl die 1,1885/910 überwinden müssen. Die Regierungsbildung in Italien könnte ein Belastungsfaktor bleiben.

Der Dax  startet knapp unter der 13.000 und hat damit noch keine Entscheidung über die weitere Richtung getroffen. Gut möglich, dass die Marktteilnehmer im Vorfeld des kleinen Verfalls morgen den Dax im Bereich der 13.000 halten wollen. Es könnte also durchaus sein. dass wir einen weiteren Seitwärts-Tag sehen. Über 13.045 hätte der Dax Potential bis 13.135. Unter 12.920 wartet die 12.840.

14.30 Uhr gibt es den Philly Fed Herstellungsindex aus den USA. 

Erstaunliche Zahlen angesichts des Wohnungsmangels in Deutschland:  Die Zahl der Baugenehmigungen ist im 1. Quartal um 1,7 % zum Vorjahr gesunken. Laut Statistischem Bundesamt wurde der Bau von 77.800 Wohnungen genehmigt. Auch nicht gut sind die Zahlen aus dem Gastgewerbe. Der bereinigte Umsatz sank im März um 2,9 % zum Vorjahr.

In Australien gab es im April 22.600 Erwerbstätige mehr als im Vormonat. Erwartet wurden 20.300. Die Abreitslosenquote stieg allerdings von 5,5 auf 5,6 %. Die Inflationserwartungen sind im April von 3,6 auf 3,7 % gestiegen. AUDUSD setzte seine Erholung in der Nacht fort, sieht sich aber noch einigen Widerständen gegenüber. 0,7560/85 dürfte die nächste Hürde sein. Darüber könnte es zu einer größeren Erholung bis 0,7730 kommen. 

Der neuseeländische Erzeugerpreisindex input legte im 1. Quartal überraschend deutlich um 0,6 % zu. Erwartet wurden nur 0,3 %. NZDUSD stabilisiert sich etwas, ohne dass man von einer nachhaltigen Umkehr sprechen kann. Support bietet nun das Tief bei 0,6850 liefern. Darunter wäre das Mehr-Jahres-Tief bei 0,6780 ein lohnenswertes Ziel. Widerstände gibt es bei 0,6990/7045. Der Ichimkoku im Dailychart zeigt einen überverkauften Status. 

In Asien bereitet man sich offenbar auf ein Scheitern der Handelsgespräche mit den USA vor. Den Chinesen ist plötzlich aufgefallen, dass die Qualität von US-Autos, Schweinefleisch und Recycling-Material Mängel aufweist und kontrolliert intensiver. Die Japaner planen Gegenmaßnahmen wegen der Strafzölle auf Stahl und Aluminium durch die USA.

Die Quartalszahlen von Cisco Systems waren solide, konnten den Markt aber nicht überzeugen. Die Aktie gab nachbörslich gut 3,5 % nach. 

RTL konnte im ersten Quartal die Umsatzerwartungen mit 1,416 Mrd. Euro nicht erfüllen. Der Nettogewinn schrumpfte von 137 auf 111 Mio. Euro.

Börse im Überblick, 16. Mai

Überblick am Nachmittag

Die US-Industrieproduktion legt um gute 0,7 % zu. Die Wall Street startet freundlich in den Handel. Grund dürften sinkende Renditen bei den Staatsanleihen sein. Die 10-jährige US-Anleihe fällt auf 3,05 %, nachdem sie gestern schon bei knapp 3,1 % stand.
S&P500 verteidigt die 2.700.

Baugenehmigungen in den USA mit 1,352M über den Erwartungen (1.347). Baubeginne mit 1,287M darunter (1,310M).
In Kanada sind die Industrieumsätze um 1,4 % gestiegen. Das war besser als erwartet (1,2 %).
USDCAD legt am Nachmittag zu, was aber auch an den etwas gefallenden Zinsen auf Staatsanleihen zu tun hat. Das Paar kämpft um die 1,28. Weiterer Support bei 1,2730

Noch ein Blick aufs Rohöl. Nachdem die API-Daten gestern Abend deutlich gestiegene Lagerbestände aufwiesen, sind die Lager der Regierung um 1,404M Barrel gesunken. 
WTI hält sich souverän über der 70 $-Marke. 74,80 wäre ein Ziel für die Bullen. Erster Support bei 70.24. Fundamental eher bullisch. Der Chart zeigt allerdings aktuell keine überzeugende Aufwärtsdynamik.

Laut Internationaler Energie-Agentur (IEA) sind die kommerziellen Öl-Lagerbestände auf ein 3-Jahres-Tief gefallen. 

Überraschend gute Daten gab es von Macy´s. Der Gewinn lag mit 48 ct je Aktie deutlich über den Prognosen (35 ct.). Auch der Umsatz überzeugte mit 5,54 Mrd. US$. Die Aktie explodierte förmlich. 

Die Aussicht auf eine europakritische Regierung in Italien kommt am Markt nicht gut an. Die Zinsen italienischer Staatsanleihen steigen heute gegen den Trend.

Facebook CEO Mark Zuckerberg hat sich bereiterklärt, vor dem Europäischen Parlament auszusagen. Dies bestätigte Parlamentspräsident Antonio Tajani.

US-Präsident Donald Trump hat heute zu den Handelsstreitigkeiten mit China getwittert. Demzufolge erwartet er, dass China den USA deutlich entgegenkommt, während er glaubt, Dass die USA den Chinesen gegenüber kein Entgegenkommen zeigen müssten, weil die USA dies ja schon seit Jahren tun. Da kann man nur hoffen, dass dies die Chinesen ähnlich sehen....

EU-Ratspräsident Donald Tusk fragte heute, wer noch Feinde braucht, wenn er Donad Trump als Freund hat...

Nach Angaben der EU-Kommission hat sich die Zahl illegaler Einreisen von der Türkei auf dem Landweg nach Griechenland gegenüber dem Vorjahreszeitraum verneunfacht. Nimmt man die illegale Einreise über den Seeweg hinzu, kamen seit Jahresbeginn über 15.000 Menschen illegal nach Euro - dreimal so viel wie vor einem Jahr.

Die Welt steht wohl vor einem neuen Wettrüsten. Nicht nur aus dem Westen gibt es Signale, mehr Geld in Rüstung zu investieren, auch Russland setzt auf militärische Stärke. Präsident Putin will das nukleare Abschreckungspotential der Marine ausbauen und mit Cruise Missiles bewaffente Schiffe ständig im Mittelmeer kreuzen lassen. 

Die israelische Armee greift heute Stellungen der Hamas im Gaza-Streifen an. Das Verteidigungsministerium wirft der Hamas vor, Frauen und Kinder mit Waffen und Raketen auszustatten und sie so für ihren Krieg gegen Israel zu missbrauchen.

Überblick am Mittag

Der Verbraucherpreisindex der Eurozone bestätigt mit 1,2 % zum Vorjahr die Vorabschätzung. Die Kernrate liegt bei mageren 0,7 % und irgendwann wird die EZB trotzdem die lockere Geldpolitik beenden müssen. Wenn man sich die aktuellen Wirtschaftsdaten anschaut, könnte es sein, dass die EZB schon zu lange gewartet hat. Stimulus für den nächsten Abschwung dürften aktuell zumindest kaum zur Verfügung stehen. 
EURUSD hat die 1,1820 gebrochen und steuert die 1,1755 an. Weiterer Support dürfte bei 1,1700 und 1,1555 zu erwarten sein. 

Auch Gold musste zwischenzeitliche Gewinn schnell wieder abgeben. Die 1.290 wackelt bedrohlich. Um 1.271 zeigt der Ichimoku des Dailycharts Support an. 

Nicht sehr hilfreich dürfte die US-10-Jahres-Anleihe sein, deren Zinssatz sich gestern zwischenzeitlich auf ein 7-Jahres-Hoch bei knapp 3,1 % aufschwang.

Deutschlands Arbeitskosten betrugen 2017 34,50 € pro Stunde. Enthalten sind Bruttolöhne und Lohnnebenkosten. Damit liegt Deutschland auf Platz 6 in der EU. Am teuersten ist eine Arbeitsstunde in Dänemark (43,60 €).

Airbus ist noch gestern Abend ordentlich unter Druck gekommen, nachdem die Welthandelsorganisation WTO festgestellt hat, dass Airbus durch die EU illegal subventioniert wurde. Die könnte nun Zölle durch die USA nach sich ziehen. Boeing dürfte dieses Urteil helfen. Allerdings liegt auch eine Klage der EU gegen den US-Flugzeugbauer zu Verhandlung. Auch hier geht es um illegale Subentionen.

Nachdem die Commerzbank gestern noch von guten Quartalszahlen profitieren konnte, gerät sie heute wieder unter Druck. Fundamentale Gründe sind nicht auszumachen. Chartechnisch könnte sich mit der heutigen Tageskerze ein Umkehrstab und damit ein bärisches Muster herausbilden. 

Skepsis scheint es am Markt gegenüber der möglichen neuen italienschen Regierung aus linkspopulistischer 5-Sterne-Bewegung und rechtsextremer Lega zu geben. Der FTSE MIB gerät heute deutlich unter Druck. Sollte die 23.875 nachhaltig brechen, dürfte bei 23.615 weiterer wichtiger Support liegen. Darunter könnte sich die Korrektur schnell bis 22.705 ausweiten. Der MIB damit deutlich schwächer als beispielsweise der Eurostoxx50, der kaum von der Stelle kommt.

Überblick am Morgen

Die Weltkonjunktur scheint eine Pause einzulegen.. Oder ist es sogar wirklich der Anfang vom Ende des weltweiten Wachstums? Japan lieferte in der Nacht zumindest Daten, die darauf hindeuten, dass Sand ins Getriebe kommt. Das BIP sank dort im 1. Quartal um 0,2 % und blieb damit unter den Erwartungen (0,0 %). Immerhin deutet die Industrieproduktion mit +1,4 % im März darauf hin, dass es sich nur um eine vorübergehende Wachstumsdelle handeln könnte. Der Nikkei wusste dann auch nicht so recht, wie sich dazu verhalten sollte und schob seitwärts. USDJPY konnte die 110,40 zunächst nicht überwinden. Auch der sichere Hafen Gold konnte leicht profiteren und stabilisierte sich über 1.290.

EURUSD verteidigt noch die 1,1820, wobei eine wirklich Erholung bisher nicht stattgefunden hat. Weitere Supports dürfte es um 1,1755/00/555 geben. Widerstände dürfte heute bei 1,1885/910/945 zu erwarten sein. Ein Impuls könnte 11 Uhr vom Verbraucherpreisindex aus der Eurozone kommen. Es handelt sich allerdings um die 2. Lesung. Der VPI aus Deutschland bestätigte die 1,6 % aus der ersten Lesung. 

Der Dax startet in seiner Range zwischen 12.922 und 13.045. Auch der Ichimoku des Stundencharts ist völlig neutral. Die Frage, in welche Richtung der Ausbruch erfolgen könnte ist aktuell schwer zu beantworten. Vielleicht geben ja am Nachmittag die US-Daten einen Aufschluss. Auf der Unterseite dürfte für den Dax die 12.840 eine ziemlich wichtige Marke sein. Oben wartet bei 13.135 weiterer Widerstand.

14.30 Uhr werden in den USA die Baugenehmigungen und -beginne veröffentlicht. 15.15 Uhr gibt es die Industrieproduktion und 16.30 Uhr die Rohöl-Lagerdaten der Regierung. 

Die API-Rohöl-Lagerdaten stiegen deutlich an (+4,854 Mio Barrel), was den Ölpreis nur kurz beeindruckte. Zu groß sind die geopolitischen Sorgen.

Bei den Gesprächen zwischen EU und Iran wurde deutlich, wie wenig selbstbewusst Europa auftreten kann. Europa ist komplett von den USA abhängig und kann so dem Iran nicht mal zusagen, dass man den Handel mit dem Land aufrechterhalten kann.

Dazu kommen wieder schärfere Töne aus Pjöngjang. Nordkorea hat die für heute geplanten Gespräche mit Südkorea abgesagt, weil der Süden unbedingt ein Militärmanöver mit den USA abhalten muss. Ohne Frage eine Torpedierung der Friedensbemühungen in der Region.

Insgesamt zeigten sich die Märkte in Asien kaum verändert. Der Hang Seng konnte beispielsweise das Abwärts-Gap zum Start bis zum Schluss geradeso wieder schließen. 

In Australien schwächelt weiter der Konsum. Die Westpac Konsumstimmung wies für Mai unverändert -0,6 % aus. Dies setzten AUDUSD aber nur kurz unter Druck. Insgesamt versucht sich das Paar an einer Stablisierung. Ob sie gelingt, entscheidet sich wohl erst über 0,7525.

Börse im Überblick, 15. Mai

Überblick am Nachmittag

Die US-Einzelhandelsumsätze sind im April um 0,3 gestiegen und damit unter den Erwartungen (+0,4 %) geblieben. Der NY Empire State Herstellungsindex konnte hingegen mit 20,1 überzeugen. Es war der zwölfte positive Wert in Folge. Eine solche Serie gab es zuletzt 2014. Die Industrie-Lagerbestände stagnierten hingegen. Es war für März mit +0,2 % gerechnet worden.

Der US-Dollar ist am Mittag deutlich stärker geworden. EURUSD fällt wieder unter 1,19. Fällt das bisherige Verlaufstief bei 1,1822, steht vor der 1,1560 noch die 1,1760 als Support zur Verfügung.

Nach Aussagen ihres Gouverneurs Haruhiko Kuroda, erwägt die Bank of Japan nicht, ihr Renditeziel für 10-jährige Staatsanleihen anzuheben. Es bleibt bei 0 %. USDJPY legte aber nur durchschnittlich zu. Auch gegen andere Währungspaare gewann der US-Dollar bis zum Nachmittag rund 0,5 %. Grund dürfte vor allem sein, dass in den USA die Zinsen für 10-jährige Anleihen auf über 3 % gestiegen sind. 

Weiter im Sinkflug bleibt die Türkische Lira. Präsident Erdogan hat seinen Wählern versprochen, nach seiner Wiederwahl mehr Kontrolle über die Geldpolitik ausüben zu wollen. 

Wegen der Produktionsprobleme beim Modell 3, welche die Margen unter Druck bringen werden, hat Morgan Stanley das Kursziel für Tesla deutlich von 376 auf 291 $ gesenkt. 

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu soll dem israelischen Botschafter in der Türkei empfohlen haben, eine Weile in die Heimat zu reisen. 

Überblick am Mittag

Die Reihe der schwachen Daten aus Europa ging weiter: Die Zahl der Arbeitslosen steigt in Großbritannien um 31.200. Erwartet wurden +13.300. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 4,2 %. Immerhin hat sich die Zahl der Erwerbstätigen im 3-Monats-Durchschnitt trotzdem um 197.000 erhöht. Schwach fallen die Durchschnittseinkommen inkl. Bonuszahlungen im März aus: +2,6 statt der erwarteten 2,7 %.
Da wird es für GBPUSD nicht leichter, den massiven Widerstand bei 1,3610 u knacken. Die Option eines Bruchs der 1,3450 Richtung 1,3285 bleibt somit ein mögliches Szenario.

Und auch die Eurozone liefert nur Gemischtes. Die Industrieproduktion stieg im März um 0,5 % (erwartet 0,6 %). Das BIP stieg in Q1 um 0,4 %, wie erwartet. Die ZEW Konjunkturerwartungen mit 2,4 immerhin knapp über den Erwartungen (2,0)
Das macht dann aber Deutschland ordentlich kaputt: mit -8,2 Punkten (erwartet wurden -8,0 Punkte). Der Pessimismus überwiegt also inzwischen bei den institutionellen Anlegern, und dass obwohl die aktuelle Lage mit 87,4 gerade zu rosig eingeschätzt wird. 

Der Dax bleibt über 12.920. Wirklich freundlich sieht das Bild aber weiterhin nicht aus. Aber so richtig scheinen die Bären ihre Chance noch nicht gekommen zu sehen.

Der Schweizer Erzeugerpreisindex legt im April um 0,4 % zu, etwas mehr als erwartet (0,3 %).

EURCHF an der Wolken-Unterkante des Stundenchart. Unter 1,1925 gibt es Support bei 1,19 und 1,1865. Unter letzterer Marke sind die Bullenträume von 1,20 und mehr zunächst passé. Der Ichimoku ist bärisch, aber es sieht noch nicht so aus, dass hier eine sehr dynamische Abwärtsbewegung zu erwarten ist. Tenkan (blau) und Kijun (orange) sind dafür etwas weit auseinander. Oben wird die entscheidende Marke die 1,20 werden. Erst wenn die Bullen diese Marke Nachhaltige überwunden und verteidigt haben, könnte die Schweizer Nationalbank aufatmen.

Die vorübergehende Dollarschwäche scheint beendet zu sein. Das spürt auch Gold, das wieder klar Richtung 1.300 unterwegs ist. Grund dürften steigende Zinsen sein. Auch die deutsche 10-Jahres-Anleihe zeigt steigende Zinsen. Investieren wird also auch hierzulande teurer . Keine gute Nachricht für den Dax.

Die Türkische Lira kam heute wieder unter Druck. Möglicher Grund könnte sein, dass Moody´s den Daumen für den Ausblick der türkischen Banken gesenkt hat.

Auch in den USA lassen sich die Umsätze nicht beliebig ausbauen. Home Depot mit 24,9 Mrd. $ unter den Erwartungen. Der Gewinn mit 2,08 $ knapp drüber.

Überblick am Morgen

Die Wall Street handelte gestern freundlich, konnte die anfänglichen Gewinne aber nicht komplett verteidigen. Ein Belastungsfaktor dürfte der kontinuierlich steigende Öl-Preis sein, der in der Nacht allerdings erst einmal etwas konsolidierte. 

Auch die Gespräche über ein Handelsabkommen zwischen den USA und China verlaufen wohl nicht ganz so, wie es sich die USA vorstellen. Zumindest erpresste US-Handelsminister Wilbur Ross die Verhandlungspartner gestern mit einem Ultimatum: Sollte der Deal bis 1. Juni nicht unter Dach und Fach sein, werden Stahlzölle verhängt. Auf der anderen Seite setzt sich US-Präsident Donald Trump für die Lockerung von Sanktionen beim chinesischen Telekommunikationshersteller ZTE ein.

Die US-Zinsen sind wieder leicht gestiegen, nachdem Cleveland-Fed-Chefin Loretta Mester äußerte, dass die US-Leitzinsen eventuell über 3 % steigen müssten. Dies würde die Liquidität am Markt deutlich zurückfahren. Am Morgen stieg der Zins der 10-jährigen US-Anleihe wieder über 3 %.

Der US-Dollar beendete gestern Nachmittag seine Korrektur. EURUSD fiel wieder unter 1,1935. Außerdem steht die 1,1900/880 als Support bereit. Gestern scheiterte das Paar an der 1,20. Hier dürfte nun der erste relevante Widerstand zu erwarten sein. 

Das deutsche BIP wuchs im 1. Quartal nur um 0,3 % (erwartet 0,4 %). Im Vergleich zum Vorjahr steht ein Plus von 1,6 statt der erwarteten 1,8 %. 

Weitere wichtige Termine sind heute: 

10.30 Uhr Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien

11.00 Uhr Anhörung zum Inflationsbericht der Bank of England

11.00 Uhr ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone

14.30 Uhr Einzelhandelsumsätze USA

Der Dax startet leicht im Minus. Es bleibt dabei, dass der deutsche Leitindex über die 13.045 müsste, um seine Erholung fortzusetzen. Aktuell könnte das Chartbild aber eher auf eine Topbildung mit Korrektur hindeuten. Unter 12.920 warten die 12.840 und 12.680 als Support.

Die Berichtssaison bot am Morgen unterschiedliche Daten. Die Commerzbank konnte insgesamt ein ordentliches Ergebnis präsentieren, dass die Analystenbefürchtungen immerhin übertraf. Der NEttogewinn stieg von 217 auf 250 Mio. Euro. Weniger gut dürften die Zahlen von Merck ankommen. Mit einem bereinigten Ebitda von 1,02 Mrd. Euro traf das Unternehmen zwar die Erwartungen, aber die Umsätze konnten die Erwartungen mit 3,69 Mrd. Euro knapp nicht erfüllen. Der Nettogewinn brach von 523 Mio auf 341 Mio Euro ein.  Die Allianz enttäuschte beim Umsatz, während die Deutsche  Wohnen den Nettogewinn auf 250 % steigerte. Die Zahlen der Metro liegen unter dem Vorjahr, bleiben aber über den Erwartungen. RWE  macht ein Drittel weniger Gewinn als im Vorjahr. Analysten befürchteten jedoch noch schlimmeres. Der Umsatz enttäuschte allerdings mit einem deutlichen Rückgang von 12,5 auf 11,4 Mrd. Euro. 

Die Daten aus China boten ein gemischtes Bild. Zwar legte die Industrieproduktion um April um gute 7,0 % zum Vorjahr zu (erwartet 6,4 %), aber die Anlageinvestitionen konnten mit ebenfalls  7 % nicht überzeugen. Erwartet wurden 7,4 %. Auch die Einzelhandelsumsätze blieben mit +9,4 % unter den Erwartungen. Der Shanghai Composite zeigte sich in der Nacht kaum verändert.

Nach mageren Jahren hat Toshiba die Wende geschafft. Noch letztes Jahr gab des herbe Verluste. Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr konnte nun ein Rekord-Nettogewinn verbucht werden. 

Der Nikkei  konnte seine anfänglichen Gewinne nicht halten und handelt im Minus, obwohl USDJPY wieder zulegte. Das Paar findet bei 110,40 und 111,00 die nächsten Widerstände

Mehrere Länder, darunter Südafrika und die Türkei, haben ihre Botschafter aus Tel Aviv abgezogen. Hintergrund ist die Gewalt, mit der die israelische Armee ebenso gewaltsame Proteste der Palästinenser an der Grenzanlage am Gazastreifen auflöste. Die Türken beorderten auch ihren US-Botschafter in die Heimat.

Börse im Überblick, 14. Mai

News vom Nachmittag

Anders als der Dax, der heute keine Impulse für die Bullen  erhielt, konnte die Wall Street freundlich starten. Die Anleger glauben an eine Entspannung im Handelsstreit mit China. Am Wochenende hatte signalisiert, sich auch für eine Lösung für den chinesischen Telekommunikationskonzern ZTE stark zu machen. 

EURUSD hat heute zugelegt, nachdem der französische Notenbankchef Villeroy de Galhau Zinserhöhungen ins Spiel gebracht hat. Demnach könnte die erste Zinserhöhung etwa 4 Sitzungen nach dem Ende der Anleihekäufe erfolgen. Was an dieser Meldung so neu ist, erschließt sich mir allerdings nicht. Auf jeden Fall legten die Anleihe-Renditen zu. 

Der Rohölpreis bleibt weiter auf dem Vormarsch. Die Analysten der Commerzbank glauben, dass Sanktionen gegen den Iran das Marktgleichgewicht gefährden. Es könnte zu einem Angebotsengpass kommen. 

Der Internationale Währungsfonds hat Deutschland empfohlen frühzeitig gegen hohe Immobilienpreise vorzugehen.

St. Louis-Fed-Chef James Bullard glaubt nicht, dass Kryptos richtige Währungen sind. Währungen müssten zuverlässig und im Wert stabil sein, meinte der Notenbänker. Bullard sieht bei zunehmender Größe die Möglichkeit, dass Kryptos zu einem Problem werden könnten.

Die vom Iran an die EU gesetzte Frist von 60 Tagen zur Rettung des Atomdeals wird in Europa skeptisch gesehen. Eine Möglichkeit dies zu diskutieren gibt es schon morgen. Dann treffen sich in Brüssel nämlich die Außenbeauftragte der EU, Federica Mogherini sowie die Außenminister Deutschland, Frankreichs, Großbritanniens und des Iran. 

Bei Protesten gegen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem kamen in Gaza mindestens 37 Menschen ums Leben. 

Mittags-Überblick

Der Dax hat das Aufwärts-Gap schnell geschlossen und konnte sich seitdem nicht nennenswert erholen. Im Gegenteil der Ichimoku im Stundenchart droht nun bärisch zu werden. Ein nachhaltiger Bruch der Wolke bei 12.920 Punkten sollte noch keine große Umkehr bringen, aber die Alarmglocken sollten bei den Bullen schrillen. Unter 12.840 droht eine weitere Korrektur bis 12.680.

Auf der Oberseite gibt es nur Perspektiven, wenn es dem deutschen Leitindex gelingt, das Freitagshoch bei 13.045 zu überwinden. Vor dem Allzeithoch bei 13.600 wäre aber auf jeden Fall noch die 13.135 im Wege. Auch bei gut 13.400 dürfte noch Widerstand warten. 

Auch kein Rückwind kommt von EURUSD. Das Paar profitiert von Dollar-Schwäche. So legt der Euro zu, obwohl die Regierungsbildung in Italien alles andere als gute Nachrichten für die Eurozone bereithält. Widerstand ist vor allem bei 1,2030 auszumachen. 

Einen neuen Anlauf auf die 1,20 unternahm heute Vormittag EURCHF, scheiterte aber bei 1,1980 ziemlich heftig. Support gibt´s bei 1,1960/25

Airbus-CEO Harald Wilhelm hat seinen Rückzug vom Posten für 2019 angekündigt. Am Markt wurde dies mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Die Aktie verliert rund 2 %.

Nach dem bei K+S nach den schwachen Zahlen zunächst Kursabgaben zu beobachten waren, konnte sich die Aktie wieder Stabilisieren, nachdem CEO Lohr prognostizierte, dass sich die Salzpreise in den USA erholen dürften. Auch in Europa gäbe es keinen Preisdruck. Die Aktie steht damit wiedermal an der 25-Euro-Marke. Hier gibt es einen starken Widerstand. Bei Überwindung könnte ein Rally einsetzen, die bei 28,65 ersten Widerstand zu erwarten hätte.

Die Zahl der Erwerbstätigen ist in Deutschland im 1. QUartal 2018 auf 44,3 Mio, also um 1,4 % zum Vorjahr gestiegen. 

Der OECD-Frühindikator für den Euroraum ist im März von 100,1 auf 100,0 Punkte gefallen.

Putzige Wahlbündnisse gab es bei den Parlamentswahlen im Irak. So stellt laut AFP ein schiitisch-kommunistisches Bündnis in 6 der 18 Provinzen den Wahlsieger.

08.10 Uhr

Die Vorgaben aus Asien sind freundlich, Auch die Future der US-Indizes zeigen nach oben.

Die Berichtssaison aus Deutschland bietet eher Enttäuschendes von Innogy und K+S.

Italien könnte vielleicht bald eine Euorpa-kritische Regierung bekommen. die linkspopulistische 5-Sterne-Bewegung und die nationalistische Lega wollen unter anderem die Europaverträge neu verhandeln. Das klingt für neuen Ärger für ein einiges Europa.

Der Dax startet mit einem Aufwärtsgap auf 13031 und damit unter dem Freitagshoch. Danach gibt es zunächst Gewinnmitnahmen. Charttechnisch sieht der Ichimoku im Stundenchart nicht unfreundlich aus, aber sollten die Bullen nicht schnell neue Verlaufshochs anvisieren, könnte es auch zu einem Test des ersten Supports bei 12.922 kommen. Die Nachrichten sind zumindest nicht unbedingt sehr bullisch. Unter 12.840 könnte ein Rückschlag bis 12.680 erfolgen. Über 13.045 wäre das nächste Ziel 13.135 Punkte.

EURUSD startet stabil in den Tag. Support gibt es im Bereich 1,1935/30, 1,1880/20. Widerstand dürfte bei 1,2030 zu erwarten sein. Angesichts der drohenden europakritschen Regierung in Italien könnten die Bullen es aber schwer haben. 

Daten gab es in der Nacht keine und auch heute ist der Wirtschaftskalender, abgesehen von einigen Reden, ziemlich leer.

Fortschritte gibt es beim Handelsabkommen Nafta. Laut kanadischem Ministerpräsident Trudeau bewegen sich KAnada, Mexiko und die USA aufeinander zu. Möglicherweise gibt es auch bei Zöllen und auch Quoten auf Stahl und Aluminium einen Durchbruch..

Börse im Überblick, 9. Mai

17.15 Uhr

Die US-Rohöl-Lagerbestände sind in der vergangenen Woche um 2,197 Mio. Barrel gesunken. Das deutete sich schon nach den gestrigen API-Daten an. Wahrscheinlich war der Preisauftrieb heute auch eher mit den Daten als mit dem US-Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran zu erklären. Haute zuckte WTI dann nur mal kurz über die 71 $-Marke. Die Daten wurden dann so erwartet . 

Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen könne sich in Deutschland auf Steuererleichterungen freuen. Finanzminister Olaf Scholz sieht angesichts deutlicher Steuermehreinnahmen genügend Spielraum. 10,8 Mrd. Euro sollen verteilt werden. Auch die Bundeswehr darf auf mehr Geld hoffen. Gleichzeitig sagte der Minister den Unternehmen zu, dass die Bundesregierung alles tun wird, um ein unternehmerische Engagement im Iran zu schützen. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Bundeswehr einen "unbefriedigenden Zustand attestiert. Konsequenzen scheint dies aber nicht zu haben, zumindest nannte die Kanzlerin keine.

US-Außenminister Mike Pompeo hat bei seinem Besuch in Pjöngjang drei US-Amerikaner frei bekommen. Sie sind mit dem Minister auf der Heimreise.

14.35 Uhr

Der Erzeugerpreisindex aus den USA stieg im April mit 0,1 % weniger als erwartet. das könnte auch EURUSD weiter stützen. Das Paar fiel bis 1,1823 und erholt sich seitdem leicht. Erster Widerstand ist um 1,1935/50 zu erwarten.

In Kanada legten die Baugenehmigungen im März überraschend deutlich  um 3 % zu. Erwartet wurden 2,0 %. USDCAD fällt zurück in die Range zwischen 1,2805 und 1,2915. Der gestrige Ausflug an die 1,30 war demzufolge ein Fehlausbruch. 

Unterschiedliche Daten gab es aus großen europäischen Volkswirtschaften. Während die Industrieproduktion in Frankreich im März um 0,4 % schrumpfte. legte die spanische im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 5,1 % zu. Italiens Einzelhandelsumsätze schrumpften im März um 0,2 %. Erwartet wurden +0,1 %

Weitgehend gute Quartalszahlen und ein Ausblick, der Anleger zufriedenstellen dürfte, sorgte für einen ordentlich Kurssprung der Siemens-Aktie. Sie legte am Vormittag um 4 % zu, Positiv kam wohl an, dass Siemens mit einem nicht unwesentlichen Personalabbau seine Sparziele vorantreiben will. Die Aktie zeigt nun ein klar bullisches Muster und ist aus der Wolke des Wochenchart ausgetreten. Erster Widerstanddürfte bei knapp 120 € zu erwarten sein. 

Unter Druck steht weiter die Lufthansa-Aktie, nachdem CEO Carsten Spohr erklärte, das Wachstum sei weitgehend ausgeriezt. Man arebite am Rand der Kapazität. Es sei noch 1 bis 1,5 % mehr Verkehr möglich. Außerdem drückt ein für 2018 erwarteter dreistelliger Millionenverlust von Eurowings auf das unternehmen. 

Sehr enttäuschend empfanden die Anleger offenbar die Zahlen von PROSIEBENSAT.1. Die Aktie ziert das Tabellenende des MDAX. Damit wurde die technische Aufwärtsbewegung beendet und der Abverkauf, der im Mai 2017 einsetzte, könnte sich fortsetzen. Weiter schwach zeigte sich der Umsatz, der von 910 im Vorjahr auf 881 Mio Euro sank. Der Ausblick geht für dieses und das nächste Quartal von einem rückläufigen EBIDTA azus.

Die EU will trotz drohender Sanktionen der USA am Atomdeal mit dem Iran festhalten. Dazu gehört auch, Sanktionen abzubauen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte, die EU wolle den positiven Einfluss auf die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran sicherstellen. Wie das genau gegen drohende Sanktionen der USA gehen soll, ist nicht bekannt. Unternehmen, die in den USA Handel treiben dürften sich peinlich genau an die US-Sanktionen halten müssen. Siemens erklärte schon mal genau dies tun zu wollen. Sollten diesem Beispiel weitere Konzerne folgen, könnte sich für den Iran die Frage nach dem Nutzen des Atomdeals stellen. 

Völlig unklar ist wie sich die Maßnahme der USA auf die geopolitische Lage in der Region auswirkt. Sowohl Saudi Arabien als auch Israel haben die Kriegsrhetorik gegen den Iran verstärkt. Vorfürfe Israels, der IRan würde Truppenbewegungen vollziehen, die auf einen Angriff auf Israel hindeuten, sind bisher von unabhängiger Seite nicht bestätigt worden.

Der Rohölpreis ist am Vormittag gestiegen. WTI wird deutlich über 70 $ gahandelt. Brent handelt über 75 $

US-Außenminister Pompeo beendet einen erfolgreichen Trip nach Nordkorea. Laut US-Präsident Donald Trump hat man sich auf einen Termin und Ort eines Gipfeltreffens zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un geeinigt.

08.30 Uhr

Die USA haben gestern den Atomdeal mit dem Iran aufgekündigt. Wenn die Welt gestern etwas erneut vor Augen geführt bekommen hat, dann dass die USA kein verlässlicher Partner mehr in der Welt sind. Europa, Russland und China wollen das Abkommen retten. Ob dies gelingt, ist nicht sicher.

Der Markt hat auf die erwartbare Nachricht gelassen reagiert. Vielleicht zu gelassen, denn US-Präsident Donald Trump hat dem Iran schon mal die härtesten Sanktionen angekündigt. Generell dürfte dies US-Unternehmen nicht wesentlich treffen, denn Geschäfte mit dem Iran gab es kaum. Auch in Europa dürften sich die Einbußen in Grenzen halten. Europäische Unternehmen, wie Siemens, sind zwar Geschäfte mit dem Iran eingegangen, aber die Handelsbeziehungen haben noch ein sehr bescheidenes Volumen. 

Dass der Handel mit ausgebaut wird, ist eher unwahrscheinlich, denn wer mit den USA Handel betreiben will, muss sich auch an Sanktionen, welche die USA verhängen halten. Die USA sind immer noch einer der wichtigsten Handelspartner Europas. Hoffnung könnten Aussagen von Finanzminister Mnuchin geben, dass Unternehmen Ausnahmegenehmigungen für Geschäfte mit dem Iran bekommen können. 

Der Dax Future geht heute kaum verändert in den Handel. Charttechnisch hat der deutsche Leitindex damit die Unterstützung 12.840 verteidigt und könnte nun den Sprung über die 13.000 wagen. Ein Ziel bleibt die 13.135. Neben der 12.840 bietet die 12.655 Support. Ob Europa die Aufkündigung des Atomdeals durch die USA auch so gelassen wie die Asiaten sieht, muss man aber erst einmal abwarten. 

Von der Berichtssaison kommen unterschiedliche Signale. Während Evotec die Markterwartungen verfehlte, konnten beispielsweise Henkel und Fraport mit seinem Zahlenwerk überzeugen.

Das Ergebnis von Siemens liegt über den Erwartungen. Allerdings konnte der Umsatz nur geradeso überzeugen. Trotzdem wurde der Ausblick angehoben. 

Gemischte Zahlen gibt es von der Deutschen Telekom. Während der Umsatz unter dem Vorjahr lag, konnte das Ergebnis weitestgehend überzeugen. 

In China zeigen die rabiaten Handelsschranken der USA bereits wirkung. So ist der Mobiltelefonhersteller ZTE von Zuliefererketten abgeschnitten, so dass das Unternehmen aktuell offenbar keine Handys mehr zusammenbauen kann. Chinas Regierung hat die Bauern ermuntert, mehr Soja anzubauen, um die Importe aus den USA zu reduzieren. Man bereitet sich offenbar darauf vor, dass der Handelskonflikt zwischen dem Reich der Mitte und den USA nicht schnell gelöst werden kann. Der Shanghai Composite zeigte sich in der Nacht fast unverändert. 

EURUSD bleibt unter Druck und handelt nahe des Supportbereichs 1,1820/755.

Der Wirtschaftskalender liefert heute, 14.30 Uhr, den Erzeugerpreisindex aus den USA. 16 Uhr gibt es die Rohöl-Lagerbestände. WTI ist nach dem gestrigen kurzfristiegen Abverkauf schnell wieder zu den Preisen vom Nachmittag zurückgekehrt. Eine weitere Erholung Richtun 74,80 beibt damit eine realistische Option.

Deutlich über den Erwartungen stieg das Nettoeinkommen in Japan. 2,1 % zum Vorjahr sind ein deutlicher Sprung. Im Vormonat waren es nur 1,0 %. Schwächer fielen mit 105 Punkten die Frühindikatoren aus. Vor einem Monat waren es noch 106 Punkte. Der Nikkei gab in der Nacht leicht nach. Solange der Index über knapp 22.000 Punkten bleibt, ist eine Fortsetzung der Rally nicht unmöglich. Positiv für die Bullen dürfte der anziehende Kurs bei USDJPY sein. Ein Retest der 110 sollte möglich sein, auch wenn der Ichimoku gerade wenig Dynamik entwickelt. 

Börse im Überblick, 8. Mai

16.55 Uhr

Wieder gibt es gute Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Der JOLTS-Report weist für den März 6,55 Mio. offene Stellen aus, 530.000 mehr als erwartet. Eine so hohe Zahl wurde seit 2001 nie registriert. Diese Zahl könnte aber auch bedeuten, dass die Unternehmen nicht mehr ausreichend Fachkräfte finden was ein Risiko für das Wachstum sein könnte. 

Der S&P500 bleibt vor dem Auftritt von US-Präsident Donald Trump (20 Uhr MESZ) in Deckung. 

Vorher gab es schon die Baubeginne aus Kanada, die mit 214.400 im April knapp unter den Erwartungen blieben. USDCAD hat die Seitwärtsrange verlassen und setzt seine Rally fort.  An der runden 1,30 könnte weiterer Widerstand warten. Übergeordnet könnte die 1,3130, das Jahreshoch ein interessantes Ziel sein.

Weiter unter Druck bleibt die Türkische Lira. USDTRY schoss heute auf das neue Rekordhoch bei 4,3033. Das muss nicht das Ende der Fahnenstange sein, denn der Ichimoku im Stundenchart bleibt bullisch. 

Börsenanalyst Rocco Gräfe hat sich mal mit der These "Sell in May" beschäftigt. Es gibt Theorien, die sind wirklich über jeden Zweifel erhaben....

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bereite seine Bürger offenbar weiter auf einen Krieg mit dem Iran vor. Der Iran dürfe nicht das Mittelmeer erreichen, meinte der Regierungschef. Teheran würde dann dort Stützpunkte bauen und alle bedrohen. Es ist nicht die erste Äußerung Netanjahus, welche dazu dienen könnte, die israelischen Bürger auf einen militärischen Konflikt vorzubereiten. Gestern wartet der rechtskonservative Politiker vor iranischen Raketenangriffen auf Stellungen im Norden Israels. Die Angriffsziele seinen aber nur militärische Stützpunkte, keine Wohngebiete, Rätselraten besteht über die Glaubwürdigkeit solcher Meldungen aus Jerusalem. Kürzlich wollte Israel Beweise dafür haben, dass Iran sein Atomprogramm weiterführe. Internationale Organisationen, wie die IAEO, wiesen die Behauptungen zurück.

Derweil stellen sich europäische Konzerne auf neue Sanktionen gegen den Iran ein. Wir wissen ja: Verhängen die USA Sanktionen, gelten die für alle, die in den USA Geschäfte machen wollen. 

Griechenland hat mit einem verstärkten Migrantenstrom aus der Türkei zu kämpfen. Allein im April kamen 3.986 Menschen über den Grenzfluss Evros. Vor einem Jahr waren es nur 262.

13:35 Uhr

Vor der mit Spannung erwarteten Entscheidung des US-Präsidenten über den Atomdeal mit dem Iran, haben die Marktteilnehmer am Vormittag Gewinne mitgenommen. 

Der Dax gab rund 0,4 % nach, hält sich aber immer noch über dem Support bei 12.840 Punkten. Sollte Donald Trump die Vereinbarung mit dem Iran kündigen oder neu verhandeln wollen, wird es wohl schwer für die Bullen. Wichtige Unterstützungen dürften bei 12.655 und 12.485 zu finden sein. Sollte der Atomdeal von den USA ratifiziert werden, könnte der Dax im Gegenzug auch schnell die 13.135 anvisieren.

Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass der Deal keinen Bestand hat. Dies dürfte den Ölpreis deutlich nach oben treiben. Im WTI sind 74,80 $ das erste Ziel. Zur Zeit ist allerdings kein Aufwärtsmomentum auszumachen.

Deutlich steigende Ölpreise dürften die Inflation treiben. Besonders in den USA könnte sich die Fed genötigt sehen, die schrittweisen Zinserhöhungen mit einem schnelleren Takt zu versehen, Dies würde EURUSD wohl weiter unter Druck setzen. 1,1825/760 bleiben also ein realistisches Ziel. Vielleicht rückt auch die 1,1560. Nicht ausgeschlossen ist auch, dass Israel einen Krieg gegen den Iran beginnt, bei dem nicht sicher ist, ob isch daraus ein Flächenbrand in der Region und mit ein bisschen Pech, nämlich wenn die Amerikaner und Russen eingreifen, auch mehr entstehen kann. In der Regel flüchten die Märkte in solchen Situationen in sichere Häfen, zu denen in Krisenzeiten auch der US-Dollar zählt. 

Keine Rolle am Markt spielte die deutsche Industrieproduktion, die im März um gute 1 % stieg.

Weiter in der Krise ist der britische Immobilienmarkt. Der Halifax Hauspreisindex weist für den April nur eine Steigerung von 2,2 % zum Vorjahr auf. Erwartet wurden 3,3 nach 2,7 %.

Der Chairman der Fed, Jerome Powell, hat dem Markt zugesagt, zukünftige Zinserhöhungen klar zu kommunizieren, um Marktverwerfungen zu vermeiden. 

Gold bleibt aufgrund des starken US-Dollars weiter unter Druck. Angesichts der Inflationsgefahr im Falle der Abkehr der USA vom Atomdeal mit den USA ist nicht mal sicher, ob globale Risiken den Goldpreis deutlich gewinnen lassen würden. Wichtiger Support wartet bei 1.300 $. Freundlicher wird es erst über 1.318.

Nach überzeugenden Quartalszahlen gehörte Beiersdorf zu den Gewinnern. Die Aktie legte heute Vormittag rund 2,2 % zu und zeigt im Dailychart ein dynamisches Bild. Wenn der Gesamtmarkt nicht dazwischen funkt, könnte die Aktie durchaus die Hochs aus Dem Dezember bei knapp 102 Euro anpeilen.

Bei SIEMENS sind Werksschließungen vorerst vom Tisch. Der Konzern will den Standort Görlitz erhalten und Leipzig verkaufen. Nur in Offenbach will man sich perspektivisch zurückziehen. 

Nach Informationen des SPIEGEL untersucht das Kraftfahrbundesamt Hinweise über Manipulationen am Audi A6-Diesel

08:35

Fed-Chairman Jerome Powell hält heute, 9.15 Uhr, eine Rede. 16 Uhr hält der Wirtschaftskalender den JOLTS-Report aus den USA bereit. 

Außerdem wird US-Präsident Donald Trump heute, 20 Uhr, bekanntgeben, wie die USA mit dem Atomdeal mit dem Iran weiter verfahren wollen. Die Mehrheit der politischen Beobachter rechnen damit, dass Trump den Deal aufkündigen wird. Gleichzeitig nimmt die Kriegsrhetorik gegen den Iran aus Israel zu. Iran habe Raketenstellungen nach Syrien verlegt, um israelische Militärstellungen im Norden anzugreifen. Dies werde man nicht hinnehmen und alle Stellungen zerstören und auch Teheran angreifen, hieß es aus Jerusalem. 

Die könnte den Ölpreis weiter nach oben treiben, was auf die Indizes wohl bärische Auswirkungen hätte. Gestern Abend gab es im Rohöl allerdings erst einmal eine Gegenbewegung, die im WTI genau auf der Unterstützung 69,50 endete. Aus geopolitischer Sicht bleibt aber wohl die 74,80 eine ziemlich realisitsche Option. Sollte Trump am Atomdeal festhalten, könnte der Ölpreis aber auch deutlich fallen, was die Aktienmärkte jubeln lassen würde. 

Immer mehr Japaner könnten von ihrem Lohn nicht mehr leben. Obwohl Japan weiterhin eine sehr niedrige Arbeitslosenquote hat, stieg die Zahl der Sozialhilfeempfänger in den letzten 10 Jahren um 50 %.

In Neuseeland sind die Inflationserwartungen für die kommenden 2 Jahre von 2,1 auf 2,0 % gesunken. Der Kiwi  hält sich knapp über 0,70 und könnte bei einem Bruch der 0,6970 den Bereich 0,6815/780 anvisieren. 

Offenbar als Reaktion auf die US-Strafzölle versucht China die Binnennachfrage zu stimulieren. Dazu wurde die Mehrwertsteuer von 17 auf 16 % gesenkt. 

Enttäuschende Zahlen lieferte die Deutsche Post, die sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsergebnis die Prognosen verfehlte. Immerhin blieb der Ausblick unverändert. 

Evonik konnte den Nettogewinn verdoppeln, konnte aber die hohen Erwartungen an den Umsatz nicht erfüllen. 

E.ON mit einem EBIT von 1,3 MRd. Euro über den Erwartungen (1,2 Mrd.). Insgesamt enttäuschende Zahlen lieferte die Munich Re. Zalando steigerte den Umsatz deutlich, machte aber trotzdem 15 Mrd Euro Nettoverlust.

08.05 Uhr

Nachdem derDax gestern nochmal ordentlich zugelegt hat, steht nun die 13.000 im Fokus. Darüber hätte der deutsche Leitindex Potential bis 13.135 Punkte. Die Vorgaben aus den USA und Japan könnten aber für eine Pause in der Rally sprechen, denn sowohl die Wall Street als auch der Nikkei gaben in der letzten Session Gewinne wieder ab. Wichtige Supports beim Dax wären die 12.840 und die 12.655. Zum Auftakt zeigt sich der Dax-Future kaum verändert gegenüber gestern Abend.

Rückenwind bekommen die Aktienmärkte aus China, wo die Exporte nach dem leichten Rückgang im Vormonat wieder deutlich steigen. Um 12,9 % stiegen sie zum Vorjahr. Auch die Exporte legten um 21,5 %. Insgesamt ergab sich ein Handelsbilanzüberschuss von 28,78 Mrd. Dollar. Der Shanghai Composite konnte in der Nacht deutlich zulegen. Auf der Unterseite gibt es einen soliden Boden bei 3.042 Punkten. Oben ist bei 3.222 Widerstand zu erwarten. 

Weiter auf niedrigen Niveau handelt EURUSD. Das Paar hält sich zwar über der 1,19, bleibt aber unter der Wolke, die bei 1,1935/60 einen ersten Widerstand bildet. Erst über 1,2030 könnte eine nachhaltige Stabilisierung erfolgen. Im Dailychart spricht er Ichimoku für eine mögliche Stabilisierung. Tenkan und Kijun drehen seitwärts. Eventuell ist aber noch ein Test der 1,1825 möglich. Solange die Erholung nicht weiter als bis zum Kijun erfolgt (1,2135/50) kann das Paar anfällig für eine neue Verkaufswelle.

Der deutsche Handelsbilanzüberschuss stieg im März auf 22 Md. Euro. Dies lag vor allem an den schwachen Importen, die um 0,9 % sanken. 

In der Schweiz sank die Arbeitslosenquote im April von 2,9 auf 2,7 %. EURCHF bleibt weiter in seiner Seitwärtsrange.

Schwach sind die Einzelhandelsumsätze in Australien ausgefallen, die im März stagnierten. AUDUSD schiebt sich korrektiv seitwärts, was einen weiteren Abwärtsschub favorisieren dürften. Ziel könnte dann 0,7375 sein. Der Dailychart kommt allerdings langsam in den überverkauften Bereich. 

Die Ausgaben der japanischen Haushalte sind im März um 0,1 % gesunken. Erwartet wurden +0,7 %. Die beeindruckte USDJPY nicht. Das Paar schob in der Nacht seitwärts. Dennoch ist eine gewisse Abwärtstendenz nicht zu übersehen. Oft gibt USDJPY einen Hinweis auf den Weg der Aktienindizes. 

Börse im Überblick, 7. Mai

17.30 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Befürwortern einer schnellen Bankenunion den Wind aus den Segeln genommen. Ohne einen vorherigen Abbau der bestehenden Risiken, werde es eine Bankenunion geben. Auch bei der Reform des Rettungsfonds ESM in einen Europäischen Währungsfonds gehen der Kanzlerin einige Forderungen zu weit. Merkel beharrt darauf, dass der ESM immer unter voller Kontrolle der nationalen Parlamente bleibt. 

15.45 Uhr

Air France-KLM muss sich einen neuen Chef suchen. Jean-Marc Janaillac trat heute als Konzernchef zurück. Ihm gelang es nicht, den seit Monaten schwelenden Tarifkonflickt bei Air France zu schlichten. Ein von ihm eingebrachtes Kompromisspapier wurde von den Gewerkschaften abgelehnt. Air France wird seit Wochen massiv bestreikt. 

Einige Analysten haben ihre Preisprognosen für Rohöl deutlich nach oben korrigiert. Bei der ING hat man den Durchschnittpreis um gut 10 % auf 66,50 $ angehoben. Die HSH Nordbank rechnet bei der Nordsee-Sorte Brent bis Mitte 2019 mit einem Preis von 80 $. Heute enterte das europäische Öl die 75-$-Marke.

Die Pleite der Air Berlin kommt den Steuerzahler richtig teuer zu stehen. Auf Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen teilte die Regierung mit, dass vom 150-Mio.-Euro-Kredit aus dem September bisher nur 61 Mio. Euro zurückgeflossen sind. Auch die Einschätzung, dass die meisten Air Berliner schnell einen neuen Job bekommen, scheint nicht richtig zu sein. Bisher hat nicht mal die Hälfte der ehemals gut 8.000 Mitarbeiten einen neuen Arbeitsplatz. Hoffnung gibt es noch, dass einige 100 Mitarbeiter bei EasyJet unterkommen. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am 18. Mai nach Sotschi, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. 

Politisch korrekt: Daimler hat je 100.000 € Spenden an die CDU und an die SPD überwiesen. Na ja, die Autoindustrie hat ja durchaus Grund, den beiden "Volksparteien" dankbar zu sein. 

11.20 Uhr

Der Schweizer Verbraucherpreisindex zeugt weiter von einer schwachen Inflation. Er stieg im April um 0,8 % zum Vorjahr und blieb damit noch unter den Erwartungen (0,9 %). EURCHF erfreut sich trotz Euroschwäche weiterhin einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau. Klar, der Schweizer Franken ist ebenfalls sehr schwach. Das Paar bewegt sich aktuell zwischen 1,1925 und 1.20. Die magische 1,20 war bisher eine zu starke Barriere.

USDCHF hat dagegen die Parität überwunden und kämpft mit dem Widerstand 1,0040. Darüber käme ein 1-Jahres-Hoch bei 1,01 in Betracht. 

Das Sentix-Investorenvertrauen ist in der Eurozone auf 19,2 Punkte gefallen. Im April waren es noch 19,6. Erwartet wurden 21,2 Punkte. 

Etwas stärker als im Vormonat fiel der russische Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex aus. Er stieg im April von 53,7 auf 55,5 Punkte. USDRUB nach den steilen Gewinnen im April aktuell in einer Konsolidierungsphase. Ob die Rally fortgesetzt wird, dürfte von der politischen Stimmung abhängen. Aktuell könnte sich ein Top bei 65 RUB ausgebildet haben. Der Tenkan (blau) aus dem Ichimoku dreht aber wieder nach oben, so dass hier Vorsicht geboten ist. 

EURGBP kämpft mit der Unterseite der Wolke im Stundenchart. Verlieren die Euro-Bullen den Kampf, könnte die 0,8755 ein wichtiger Support sein. Darunter wäre 0,6880/70 das Ziel. Der Dailychart ist aber noch bullisch. 

BASF startet schwach in die Woche, was aber vor allem daran liegt, dass die Aktie heute ex-Dividende gehandelt wird. Charttechnisch gibt es über 89,50 die Chance auf einen Angriff auf die 100 €-Marke

Die Commerzbank hebt das Kursziel für Sixt von 93 auf 125 € an und die Aktie setzt ihre bullische Bewegung aus der Vorwoche fort.

08.40 Uhr

USDJPY kam in der Nacht unter Druck. Dem Protokoll der Zinssitzung von vor 6 Wochen war zu entnehmen, dass einige Notenbänker dafür waren, mögliche Nebeneffekte der lockeren Geldpolitik zu untersuchen. Das Währungspaar erholte sich aber schnell wieder.

Allerdings hat das Paar damit die Verluste aus der Vorwoche noch nicht kompensiert, was den Nikkei, der nach einigen Tagen Pause wieder gehandelt wurde, unter Druck setzte. Das japanische Wirtschaftsbarometer korrigierte zum Wochenstart scharf, wurde aber am Kijun (orange) gut aufgefangen. Jetzt gilt es die 22.525 zu überwinden, um die Rally fortzusetzen. 

Ansonsten gab es in Asien meist starke Wochenstarts, wobei man Anschlusskäufe vermisste. Die meisten Indizes kamen von ihren Hochs wieder zurück.

Positiv dürfte gewirkt haben, dass sich chinesische Medien über die Handelsgespräche mit den USA insgesamt positiv äußerte. 

Weiter bullisch bleibt Rohöl. Die Sorte WTI stieg erstmals seit November 2014 über 70 $ und könnte nun die 74,80 anvisieren. 

Gute Zahlen gab es von der Hannover Rück, die insgesamt die Prognosen deutlich übertraf. Das Ergebnis hätte noch besser ausfallen können, wäre da nicht die US-Steuerreform, die das Unternehmen rund 20 Mio. Euro gekostet hat. 

Großbritanniens Börsen bleiben heute feiertagsbedingt geschlossen.  

Börsen für Kyptowährungen scheinen sich langsam aus Asien zurückzuziehen. Als Grund werden regulatorische Unsicherheiten genannt. 

08.15 Uhr

Der Dax startet heute Morgen freundlich,nach dem die US-Indizes am Freitag zu einer deutlichen Erholung ansetzten. Die Arbeitsmarktdaten waren nicht schlecht, aber nicht so gut, dass sich die Fed genötigt sehen müsste, die Geldpolitik schneller zu straffen besonders die Löhne wachsen weiter langsam.

Der Dax startet über 12.840 Punkten und könnte so seine Erholung fortsetzen. Der Ichimoku im Stundenchart präsentiert sich zumindest weiterhin freundlich. Auch im Tageschart bleibt das Bild weiterhin freundlich. Ziel könnte die 13.135 sein.  Eine wichtige Supportzone dürfte bei 12.685/55 liegen. 

EURUSD bleibt unter Druck, was den Dax zusätzlich stützen dürfte. Das Paar arbeitet weiter am Bruch der 1,1935. Gelingt dies per Stundenschluss, sollte die 1,1825/760 ein Ziel sein

Deutschlands Industrieaufträge enttäuschten allerdings erneut und fielen im März um 0,9 %. Weitere wichtige Daten gibt es heute nicht. 

Börse im Überblick, 4. Mai

16.20 Uhr

Das war ja mal ein Paukenschlag! Der kanadische Ivey Einkaufsmanagerindex steigt im April überraschend auf 71,5 Punkte - ein Sieben-Jahres-Hoch! Erwartet wurden 60,2 Punkte. Den Loonie beflügelt das aber kaum. USDCAD verharren seit Wochen in einer Range zwischen 1,28 und 1,2915.

Wer heute nach Bewegung im Markt sucht, sucht meist vergeblich. Die Volatilität ist fast überall ziemlich überschaubar. Eine Ausnahme machen Ripple. Während viele Kryptowährungen heute unter Druck stehen gehts hier nach oben. Schafft´s Ripple mal wieder über die 1? Das Hoch vom 25. April bei 0,9649 dürfte nochmal Widerstand bieten. Darüber könnte Platz bis 1,1885 sein. Der Dailychart sieht jetzt zwar nicht extrem bullisch aus, aber insgesamt machen Ripple doch einen recht stabilen Eindruck, auf den an aufbauen können. Auf jeden Fall handelt die Kryptowährung über der Wolke. Das ist schon mal tendenziell eher bullisch. 

14.50 Uhr

In den USA wurden im April außerhalb der Landwirtschaft 164.000 neue Stellen geschaffen. Das sind 25.000 weniger als erwartet. Gleichzeitig wurde der Vormonat aber um 32.000 Stellen nach oben revidiert. Die Arbeitslosenquote fällt von 4,1 auf 3,9 %. Schwach entwickeln sich weiter die Stundenlöhne, die im April nur um 0,1 % stiegen. 

Der Markt dürfte nun wieder im Zwiespalt sein. Zum einen sind da gute Daten, die dafür sprechen, dass der Arbeitsmarkt weiter robust wächst. Das spricht für eine gut laufende Konjunktur. Auf der anderen Seite dürfte die Fed diese Zahlen als Bestätigung ihrer Geldpolitik sehen, was bedeutet, dass dem Markt in den kommenden Wochen weitere Liquidität entzogen wird...
...oder aber doch nicht, denn die Lohnzuwächse bleiben doch erstaunlich niedrig. Dies dürfte die Inflation kaum deutlich voranbringen.

EURUSD legt leicht zu, ohne charttechnisch eine neue Ebene zu erreichen. Von den vormittäglichen Tiefs geht es 30 Pips nach oben zu den Hochs am Morgen. Mal sehen, ob der Markt noch eine Reaktion zeigt.

Aus der Berichtssaison kommen gute Zahlen von Alibaba. Der chinesische Onlinehändler verdiente mit 91 ct je Aktie mehr als erwartet (84 Cent).. Auch der Umsatz überzeugte mit 9,87 Mrd. Dollar.

Laut Bloomberg untersuchen die US-Börsenaufsicht SEC und die Finanzregulierungsbehörde CFTC wegen möglicher Manipulationen am US-Aktienmarkt ein. 

Reuters berichtet, China habe den USA ein weitgehendes Entgegenkommen im Handelsstreit angeboten. So sollen Einfuhrzölle gesenkt und mehr US-Waren importiert werden. 

11.00 Uhr

Die Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindizes kamen für eine zweite Lesung überraschend schwach herein. In Deutschland gab es 53,0 statt der erwarteten 54,1 Punkte. In der Eurozone waren es 54,7 nach 55,0 in der ersten Lesung. 

Der Dax kommt aktuell nicht so recht vom Fleck und könnte eher nach unten tendieren. Support gibt es bei 12.650.

Und irgendwie läuft es nicht mehr so mit dem Wachstum. Die Eurozonen-Einzelhandelsumsätze steigen im März nur um 0,1 %.

BASF  konnte trotz leicht gesunkener Umsätze das Ergebnis im 1. Quartal deutlich ausbauen. Die Jahresprognose wurde bestätigt. Die Aktie kommt nicht so recht voran. So könnte hier immer noch eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation drohen. Ein Bruch der 79 €-Marke dürfte sehr bärisch sein. Noch ist aber auch der Ausbruch über 89,50 denkbar. Dann ist auch ein Angriff auf die 100 €-Marke denkbar.

Einer der großen Gewinner am Morgen ist Lanxess nach ganz passablen Zahlen und einem optimistischeren Ausblick. Charttechnisch ist im Dailychart allerdings noch nicht viel gewonnen. 

08.10 Uhr

Der Dax startet am Morgen freundlich in den letzten Handelstag der Woche. Der deutsche Leitindex verteidigt zunächst die Unterstützung bei 12.655. Ein Ausbruch über 12.837 könnte den Weg Richtung 13.000 und höher frei machen. Der Ichimoku gebietet aktuell im Stundenchart aber Vorsicht, denn der Tenkan (blau) hat den Kijun (orange) nach unten gekreuzt. 

Als Impulse könnten heute diese Termine wichtig werden

09:55 Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex Deutschland

10:00 Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex Eurozone

11:00 Einzelhandelsumsätze Eurozone

14;30 Große US-Arbeitsmarktdaten (Non Farm Payrolls)

Die US-Indizes konnten gestern nach schwachem Start ihre Verluste eingrenzen. Der S&P500 konnte sich nach einem Ausflug unter die 2.600 schnell über die 2.624 zurückkämpfen und könnte bei einer Überwindung der Wolke bei 2.642 die Chance auf eine Umkehr signalisieren. Um das Signal zu bestätigen, wäre eine Überwindung der 2.658 wünschenswert.

EURUSD schiebt sich aktuell wenig volatil knapp unter der 1,20 seitwärts. Unter 1,1935 könnte die Korrektur Richtung 1,1825 fortgesetzt werden. Über 1,2060 steigen die Chancen auf eine Bodenbildung.

Der chinesische Caixin Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex lag mit 52,9 über den Erwartungen (52,2). Der Shanghai Composite kommt nicht so recht vom Fleck, verteidigt aber die 3.040. Somit bleibt eine Fortsetzung der Korrektur durchaus denkbar. Weitere Supports  liegen bei 3.016/2.975/35.

Auf dem Weg der Erholung bleiben Bitcoin. Mit genau 9.800 gab es ein neues Verlaufshoch. Im Ichimoku des Stundencharts will sich aber nicht so recht Dynamik einstellen. Trotzdem, kann die 23,6 % Linie des Fibonacchi Retracement bei 9.255 verteidigt werden, wäre ein Test des Bereiches 11.300/540 durchaus denkbar. 

Die Umsätze der Lanxess AG sind im 1. Quartal mit 2,57 Mrd. Euro zwar gegenüber dem Vorjahr gestiegen, blieben aber knapp unter den Analystenschätzungen. Das EBITDA machte dagegen mehr Freude und übertraf mit 375 Mio. Euro die Erwartungen. Außerdem wurde der Ausblick deutlich angehoben. 

Auch bei BMW enttäuschen die Umsätze. Mit 22,69 Mrd. Euro liegen wie über 1 Mrd. unter dem Vorjahr. Das EBIT lag mit 2,73 Mrd. Euro zwar über den Erwartungen, aber ebenfalls unter dem Vorjahr. Der Nettogewinn mit 2,3 Mrd. knapp über dem Vorjahresquartal.

Die HSBC musste einen 3 % niedrigeren Vorsteuergewinn zum Vorjahr vermelden. Trotz eines neuen Aktienrückkaufprogrammes über 2 Mrd. US-Dollar kam die Aktie in Hongkong unter Druck. Goldman Sachs senkte daraufhin das Kursziel von 800 auf 790 pence.

Ex VW-Chef Martin Winterkorn wurde in den USA im Zuge der Ermittlungen zur Dieselaffäre angeklagt. Dem ehemaligen Manager könnte eine saftige Geldbuße sowie ein langer Haftaufenthalt drohen. Allerdings ist Winterkorn nicht in den USA und muss aktuell wohl keine Auslieferung aus Deutschland fürchten. 

Nach einer TUI-Studie fühlen sich immer mehr europäische Jugendliche von Migration bedroht. Inzwischen äußert fast jeder Dritte junge Europäer Unbehagen. 

Börse im Überblick, 3. Mai

16.00 Uhr

Schnell noch ein paar Daten aus den USA:
Die US-Handelsbilanz wies mit 49 Mrd. Dollar ein etwas kleineres Defizit aus als gedacht (50B), Dabei sind die Exporte im März leicht gestiegen, die Importe leicht gesunken.

Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft stieg in Q1 mit 0,7 % etwas langsamer als erhofft (0,9 %). Die Lohnstückkosten stiegen in Q1 um 2,7 %, was ebenfalls enttäuschend war (3,1 %). 

Der ISM Dienstleistungsindex präsentiert sich mit 56,8 Punkten recht schwach. Erwartet wurden 58,1 nach 58,8 Punkten. 

Der S&P500 schaute schon mal kurz bei 2.610 vorbei. Ein Bruch würde Potential bis mindestens 2.584 freigeben. Der hier gezeigte 4H-Chart ist bärisch. Weitere interessante Ziele könnten 2.551 und 2529 sein.

Tesla gerät deutlich unter Druck, Zwar konnte das Unternehmen etwas bessere Zahlen als befürchtet vorweisen (der Verlust wurde im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt), aber die gestrige Telefonkonferenz mit den Analysten präsentierte inen CEO Elon Musk, der kritische Fragen in einem erstaunlich schroffen Ton abbügelte. Dabei wird Tesla wohl auch in Zukunft auf Investoren angewiesen sein. Dass das Unternehmen irgendwann man profitabel sein kann, ist aktuell wohl eher nicht zu sehen. 

Ich beende die heutige Berichterstattung. Bis morgen.

13.40 Uhr

Ein Blick auf EURUSD. Das Paar hat am Vormittag überraschend leicht zugelegt, obwohl die Inflation in der Eurozone weiterhin ziemlich mager ausfällt. Der Verbraucherpreisindex legte im April um 1,2 % zum Vorjahr zu. Die Kernrate fiel auf 0,7 %. Erwartet wurden 1,3 bzw. 0,9 %. Woher Bundesbankchef Jens Weidmann seinen Optimismus nimmt, dass es Mitte nächsten Jahres die erste Zinserhöhung durch die EZB sehen könnten, ist mir angesichts solcher Zahlen und einem offensichtlich verlangsamten Wirtschaftswachstums in der Eurozone ziemlich schleierhaft. Support bleibt das gestrige Tief bei 1,1935. Auf der Oberseite hat es der Euro aber nicht weit geschafft. Die 1,20 hielt hier schon stand. Darüber gäbe es weiteren Widerstand bei 1,2060. Ein Bruch der 1,1935 könnte das Paar bis 1,1820 führen.

Interessant dürfte werden, wie die Wall Street heute das Ergebnis der FOMC-Sitzung verarbeitet. Bisher sieht es ja fast so aus, als ob der Markt von einem eher dovishen Szenario ausgeht. Generell will die Fed aber an ihrer Politik der schrittweisen Normalisierung der Geldpolitik festhalten. Insgesamt dürfe es also dabei bleiben, dass die Liquidität am Markt abnimmt. Dies wiederum dürfte die Indzes treffen. So ist es auch keine Wunder, dass der S&P500 weiter eher nach unten Tendiert. Ein Ziel könnte die 2.610 sein.

Nach einer Abstufung des Ratings der Türkei durch S&P ist die türkische Lira wieder deutlich unter Druck geraten. Bei USDTRY sendete der Ichimoku im Tageschart sogar ein neues Kaufsignal. Ziel offen, denn der Kurs bewegt sich auf Allzeithochniveau.

Adidas gerät nach schwachen Umsatzzahlen für Q1 unter Druck. Die Aktie testete den wichtigen 200-Euro-Support

11.05 Uhr

Der britische Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe konnte sich zwar etwas erholen, blieb mit 52,8 Punkten unter den Erwartungen (53,5). GBPUSD zeigt nach der Veröffentlichung keine neuen Trends. Das Paar ist nach dem Bruch des Aufwärtstrends weiter unter Druck und droht, unter den Support bei 1,36 zu fallen. Die Idee einer Korrektur bis 1,3285 bleibt damit bestehen, auch wenn man im Ichimoku des Dailychart durchaus Anzeichen zu einer korrektiven Bewegung nach oben zu sehen sind. Insgesamt bleibt das Paar aber bärisch. 

In Australien sind die Baugenehmigungen im März um 2,6 % gestiegen. Erwartet wurde nur 1,0 %. Auch der Handelsüberschuss lag mit 1,527 Mrd. AUD deutlich über den Prognosen (0,65B). AUDUSD versucht sich an einer Erholung. Der erste Widerstand bei 0,7530 wurde bisher aber nicht geknackt. Gelingt dies könnte eine Erholung bis 0,7585 erfolgen. Der Dailychart könnte ebenfalls für eine Konsolidierung sprechen. Von einer nachhaltigen Erholung dürfte das Paar aber weit entfernt sein. Der Kijun des Tageschart liegt 0,7650. Alle Kurse darunter sind eine technische Gegenbewegung in einem intakten Abwärtstrend. 

Fresenius Medical Care verbuchte im 1. Quartal bei Nettogewinn und Umsatz jeweils einen Rückgang um 10 %, was bei den Anlegern nicht gut ankam. Die Aktie verliert nach gutem Star etwas, liegt aber im Vergleich zum gestrigen Schlusskurs weiter deutlich im Plus.

Vonovia hat bei gering steigenden Mieteinnahmen ein Quartalsergebnis leicht unter dem Vorjahr eingefahren. Dies kam am Markt nicht gut an. Die Aktie gibt etwas nach. 

08.30 Uhr

Der Dax startet heute ein paar Punkte unter dem Schlussstand des Future gestern Abend. 

Die Fed wurde am Ende vom Markt doch falkenhaft gesehen, weil sie die Inflation nun mittelfristig nahe des Ziels bei 2 % sieht. Auf der anderen Seite hat die Fed aber kommuniziert, dass sie alles im Griff hat und eine Überschießen der Inflation über 2 % offenbar nicht so dramatisch sieht. Außerdem äußerte sich der FOMC in der Prognose zum Wachstum vorsichtiger.

EURUSD agierte unentschlossen und handelt weiter unter 1,20, aber über dem Support bei 1,1935. Ein Bruch ist möglich, wenn die Marktteilnehmer die hawkishen Elemente des Statements höher gewichten. Ziel könnte dann 1,1825 sein. 

Der Dax bröckelt im vorbörslichen Handel auf den Support bei 12.750. Darunter wäre es eminent wichtig, die 12.650 zu verteidigen, sonst wäre der gestrige Ausbruch ein Fehlausbruch. Über 12.837 wären weiterhin Kurse über 13.000 möglich. 

An Terminen gibt es heute u. a. 14. Uhr den Verbraucherpreisindex und 16 Uhr den ISM Dienstleistungsindex aus den USA.

Wer sich für das GBP interessiert, sollte 10.30 auf den britischen Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex schauen.

20.35 Uhr

Das Fed-Statemant war überraschend dovish. Offenbar kann die Fed mit einem Überschießen der Inflation über 2 % eine weile leben. Am überraschendsten ist für mich die sehr zurückhaltende EInschätzung im Wirtschaftsausblick. Es kann also sein, dass die Fed die Zinsen erst am 1. August anhebt und insgesamt bei 3 Zinserhöhungen in diesem Jahr bleibt. 

Börse im Überblick, 2. Mai

17.00 Uhr

Komische Bewegungen macht gerade Rohöl. Die Lagerbestände sind um 6,218M Barrel gestiegen. Trotzdem verteidigt WTI  die 66,90 locker. Der Ichimoku im Stundenchart ist aber angeschlagen. Eine Erholung bis 6950 ist wohl aktuell eher nicht zu erwarten. Unter 66,90 könnte der Bereich 65,55/25 in den Fokus rücken. 

14.30 Uhr

ADP: Neugeschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft im April: 204.000. Der US-Arbeitsmarkt bleibt also robust. Das wird EURUSD wohl eher weiter unter Druck setzen, wobei inzwischen schon viel eingepreist sein dürfte. Auch was eine wahrscheinliche Zinserhöhung in den USA im Juni betrifft. Wenn die Fed dies heute Abend kommuniziert, dürfte es wohl eher den Erwartungen entsprechen.
Aktuell kämpft EURUSD weiter mit der 1,20

11.30 Uhr

Eurozonen BIP 0,4 in Q1. Dies wurde so erwartet. Auch die Arbeitslosenquote lag mit 8,5 % im Rahmen der Erwartungen. Vorher gab es die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe (2. Lesung):
Deutschland wie erwartet 58,1
Eurozone mit 56,2 etwas über den Erwartungen.
Der Dax überwindet die 12.750 und muss nun diese Hürde verteidigen. Gelingt dies, sind auch Kurse über 13.000 möglich.

Der britische Baugewerbe-Einkaufsmanagerindex überzeugte mit 52,5 Punkten (erwartet 50,5). EURGBP kämpft seit Tagen an der 0,8830. Mit 0,8850/900 sind die nächsten Widerstände aber auch nicht weit. Möglich ist aber auch eine Korrektur mit Doppeltop-Bildung bei 0,8830. 

Gemischtes aus der Schweiz: Die Ezinzelhandelsumsätze fielen im März überraschend um 1,8 % zum Vorjahr. Analysten hatten ein kleines Puls erwartet. Der SVME Einkaufsmanagerindex zeigte sich hingegen im April mit 63,6 Punkten bärenstark. EURCHF ist erstmal an der 1,20 gescheitert. Ob es einen weiteren Versuch gibt, könnte sich am Support bei 1,1925 entscheiden

Der polnische Verbraucherpreisindex stieg im April um 1,6 % zum Vorjahr und ließ EURPLN auf die 4,2490 korrigieren. Generell ist das bullische Bild aber noch intakt. Ziel könnte zunächst 4,3330 sein,

8.40 Uhr

In den letzten zwei Tagen gab es einige Daten und Nachrichten. Hier noch schnell ein Überblick:

Die deutschen Einzelhandelsumsätze sind im März um 0,6 % gesunken. Dafür wurde der Vormonat revidiert. Auch auf Jahressicht kam mit +1,3 % ein besser als erwartetes Ergebnis heraus.

Während der italienische Verbraucherpreisindex im April nicht um 0,5 % zum Vorjahr zulegte (erwartet 0,7 %), verharrte der deutsche Index bei 1,6 %.

Die US-PCE-Kernrate Preisindex legte im März wie erwartet von 1,6 auf 1,9 % zu. Die Fed dürfte dies in der schrittweisen Normalisierung der Geldpolitik bestärken.

Chinas ISM Einkaufsmanagerindizes lagen mit 51,4 für das verarbeitende Gewerbe und mit 54,8 Punkten für Dienstleistungen über den Erwartungen. Der Caixin Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist mit 51,1 Punkten etwas höher als vor einem Monat (51,0). USDCNH legt deutlich auf zeitweise 6,36 zu. 

Der britische Einkaufsmanageindex für das verarbeitende Gewerbe blieb 53,9 Punkten deutlich unter den Erwartungen (54,9). GBPUSD hat inzwischen den Aufwärtstrend gebrochen und könnte auf dem Weg zur 1,3285 sein

In der Schweiz enttäuschte das SECO-Konsumklima mit 2 Punkten. Erwartet wurden 5. USDCHF bleibt im Aufwärtstrend. Ein Sprung über die Parität scheint möglich

Das kanadische BIP fiel im Februar mit 0,4 % etwas stärker aus als erwartet. USDCAD schafft es aktuell nicht über 1,29.

In Australien ließ die Reservebank of Australia den Leitzins mit 1,5 % unverändert. AUDUSD geriet weiter unter Druck. Mögliche Ziele könnte bei 0,7375/25 liegen.

Neuseelands Arbeitsmarkt präsentierte sich gemischt. Die zahl der Erwerbstätigen ist über den Erwartungen um 0,6 % gewachsen. Die Arbeitskosten legten allerdings lediglich um magere 0,3 % zu. Die Arbeitslosenquote sank von 4,5 auf 4,4 %. Auch der Kiwi  musste weiter Federn lassen. nächster Support liegt bei 0,6970.

Nach API Rohölbericht sind die Lagerbestände ziemlich stark um 3,427 Mio. Barrel gestiegen. WTI schiebt sich zwischen 66,90 und 69,55 in einer recht breiten Range seitwärts

8.00 Uhr

Abwartend könnte heute Trumpf am Markt sein. Eine Entscheidung für oder gegen Strafzölle auf europäischen Stahl und Aluminium ist von US-Präsident Donald Trump auf den 1. Juni vertragt worden. Das macht die Situation für die Unternehmen der Branche nicht sicherer, denn man weiß weiter nicht, womit man zukünftig planen kann. Am Nachmittag gibt es in den USA die ADP-Arbeitsmarktdaten (14.15 Uhr). Am Abend, 20 Uhr, gibt die Fed ihre Zinsentscheidung bekannt. Es wird heute noch nicht mit der nächsten Zinserhöhung gerechnet. Vorher gibt es die endgültige Fassung des Einkaufsmanager-Indizes aus Deutschland (9.55 Uhr) und der Eurozone (10 Uhr)

Der Dax-Future startet heute einige Punkte über dem Schluss am Montag, ohne dass dadurch eine neue charttechnische Lage eingetreten wäre. Auf der Oberseite muss der Dax über 12.634/60, um zumindest mal eine Chance zu haben, die 12.750 anzutesten. Wichtigster Support auf der Unterseite dürfte die 12.485 sein, wo im Stundenchart die Wolkenunterkante verläuft. Noch ist der Kurs aber über der Wolke, womit die Bullen nicht abgeschrieben sind. 

Die Daten der letzten Tage boten allerdings keinen Grund für einen starken Ausbruch noch oben. Am wichtigsten war sicher der ISM Einkaufsmanagerindex aus den USA, der zwar mit 57,3 weiterhin ein solides Wirtschaftswachstum anzeigt, aber eben auch 2 Punkte unter dem März stand und damit doch deutlich enttäuschte. 

EURUSD präsentiert sich am Morgen weiter schwach und handelt knapp unter 1,20. Um 1,2030 verläuft im Stundenchart der Kijun, der erster Widerstand sein dürfte. Hartnäckig dürfte die 1,2060 sein. Nächster Support dürfte um 1,1935 zu erwarten sein. 

 

Börse im Überblick, 27. April

Das US-BIP ist nach erster Lesung im 1. Quartal um 2,3 % gestiegen, erwartet wurden 2,0 %, befürchtet deutlich weniger.
Der Arbeitskostenindex stieg um 0,8 %, was über den Erwartungen liegt. Die Verknappung des Arbeitsmarktes wirkt sich also zunehmend auf die Kosten aus und dürfte dann auch auf die Preise durchschlagen.

PCE Kernrate Preisindex lag bei 2,8 %. Erwartet wurden 2,5 %.

Das sollte den US-Dollar insgesamt weiter stärken. Allerdings gab es auch einen Wermutstropfen: Der reale Konsum stieg nur um 1,1 % (erwartet 1,2 %)

Der Dax nähert sich dem Widerstand bei 12.650/60. Ob die Rally weitergeht, muss man mal abwarten. Die Zinsängste könnten wieder zunehmen.

Erstaunliches von der Wirtschaftsstimmung der Eurozone. Nach einer Erhebung der EU-Kommission blieb sie im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 112,7 Punkten. Erwartet wurden 112,0. Besonders stark zeigte sich die die Stimmung in der Industrie, die trotz der ganzen Ängste um mögliche Zölle von 7,0 auf 7,1 Punkte stieg. Erwartet wurden 5,8 Punkte. Stärker war auch das Verbrauchervertrauen das von 0,1 auf 0,4 Punkte stieg. Die Dienstleister wurden dagegen etwas pessimisitscher (15,9 -> 14,9 Punkte). Auch das Geschäftsklima kühlte leicht ab. 

Die Zahl der Arbeitslosen fiel in Deutschland saisonbereinigt nur um 7.000 statt um die prognostizierten. 15.000. Die Zahl der Arbeitslosen sank nicht saisonbereinigt auf 2,384 Mio. Menschen, was aber über den erwarteten 2,365 Mio. liegt. Die Arbeitslosenquote verharrt saisonbereinigt bei 5,3 %. Offiziell fiel sie von 5,5 auf 5,3 %. Insgesamt ist laut statistischem Bundesamt die Zahl der Erwerbstätigen um rund 600.000 zum Vorjahr auf 44,4 Mio. gestiegen. 

Frankreichs Konsumausgaben stiegen im März nur um 0,1 %. Erwartet wurden 0,4 %. Der Verbraucherpreisindex legte um 1,6 % zum Vorjahr zu.

Spaniens BIP stieg im 1. Quartal wie erwartet um 0,7 %. Der Verrbaucherpreisindex enttäuscht dagegen mit 1,1 % Wachstum zum Vorjahr. Es wurden 1,2 % erwartet. Die Spanier bleiben damit weit unter dem Ziel der EZB.

Das britische BIP enttäuschte mit nur 1,2 % Wachstum im 1. Quartal. Erwartet wurden 1,4 %.

Der Präsident der Schweizer Nationalbank, Thomas Jordan, hält den Schweizer Franken trotz der jüngsten Abwertung für überbewertet.

Deutliche Gewinne gab es bei den schwedischen Einzelhandelsumsätzen. Mit +1,2 % lagen sie deutlich über den Prognosen (0,5 %).

Die Russische Zentralbank hat den Leitzins unverändert bei 7,25 % gelassen.

Sony hat den Nettogewinn mit 490,8 Mio. Yen versiebenfacht. Der Umsatz legte um 12,4 % zu, was unter den Analystenschätzungen lag. Sorgen macht die Mobiltelefonsparte.

Starke Zeichen der Entspannung werden von der koreanischen Halbinsel gemeldet. Nord- und Südkorea wollen noch 2018 das offizielle Kriegsende verkünden. Aktuell herrscht zwischen beiden koreanischen Staaten nur ein Waffenstillstand. Die Halbinsel soll komplett denuklearisiert werden. Südkoreas Präsident Moon Jae In will noch in diesem Jahr die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang besuchen.

08.10 Uhr

Gute Quartalszahlen unter anderem von Amazon, Microsoft und Intel dürften auch den Dax freundlich in den Tag starten lassen. Außerdem zog gestern die Wall Street global die Märkte nach oben, nachdem die Anleihezinsen wieder etwas gesunken sind. Außerdem dürfte sich am Markt die Einsicht breit machen, dass die ultralockere Geldpolitik in vielen Ländern noch eine Weile anhält.

Der deutsche Erzeugerpreisindex konnte im März nicht überzeugen und stagnierte. Der Markt erwartete ein leichtes Wachstum von 0,1 %.

Der Dax startet mit einem leichten Plus in den Tag und handelt um 12.580 Punkte. Damit bleibt ein Test der 12.650/60 möglich. Darüber wartet die aus meiner Sicht eminent wichtige 12.750. Erst über dieser Marke dürfte ein Ausbruch über die 13.000 realistisch sein. 

Wichtig dürfte dabei heute das US-BIP werden, dessen erste Prognose für das 1. Quartal 2018 heute, 14.30 Uhr,  veröffentlicht wird.

EURUSD bewegt sich weiter auf niedrigem Niveau um 1,21. Mit dem Bruch der 1,2130 hat das Paar die Chance eröffnet, unter die 1,20 zu fallen. Neben der 1,2090 ist nach dem Ichimoku im Tageschart vorher vor allem bei 1,2030 Unterstützung zu erkennen. 

Das französische BIP legte im 1. Quartal nur um magere 0,3 % zu. Erwartet wurden 0,4 %. Außerdem wurde das Jahres-BIP für das Vorquartal deutlich von 2,5 auf 0,7 % revidiert, so dass nun nur noch ein Jahres-Wachstum von 0,3 % übrig bleibt. 

Nachdem die EZB und die schwedische Riksbank gestern andeuteten, dass die Inflation noch lange nicht in den gewünschten Bereich steigen wird, senkte in der Nacht auch die Bank of Japan die Inflationsprognose und glaubt nun, dass man bis 2020 nur 1,8 % statt der bisherigen 2,0 % schaffen wird.  Die Notenbank ließ am Morgen ihre Geldpolitik unverändert.

Gemischte Zahlen gab es aus Japan. Während die Industrieproduktion im März mit 1,2 % deutlich über den Erwartungen wuchs, enttäuschten die Einzelhandelsumsätze mit +1,0 %. Die Arbeitslosenquote verharrte auf 2,5 %.

Neuseelands Handelsbilanz weißt mit -86 Mio NZD überraschen ein Defizit aus. Erwartet wurden für den März 270 Mio NZD Überschuss.

Australiens Erzeugerpreisindex präsentierte sich mit 0,5 % Wachstum im 1. Quartel leicht über den Erwartungen (0,4 %)

Airbus legte heute Morgen bessere Zahlen als befürchtet vor. Statt des erwarteten Verlust von -15,7 Mio Euro gab es beim EBIT ein Plus von 14. Mio Euro. Der Umsatz sank zwar  von 11,4 Mio Euro, lag aber mit 10 Mio. Euro ebenfalls über den Erwartungen. Der Nettogewinn sank von 409 Mio. im Vorjahresquartal auf 283 Mio. Euro.

Unter den Erwartungen blieb dagegen das Ergebnis von Daimler

Gute Nachrichten gibt es von den Fusionsverhandlungen zwischen T-Mobile US und Sprint. Laut Reuters könnte bereits Anfang nächste Woche eine Einigung erzielt werden. 

Geschichte wurde in der Nacht auf der koreanischen Halbinsel geschrieben, als mit Kim Jong Un zum ersten Mal seit 1953 ein nordkoreanischer Führer wieder einen Fuß auf südkoreanischen Boden setzte. 

Börse im Überblick, 26. April

Die EZB hat die Geldpolitik und ihr geldpolitisches Statement komplett unverändert gelassen. Die EZB hat festgestellt, dass sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone unerwartet verlangsamt hat. Noch könne die EZB nicht genau feststellen, ob es sich um den Beginn eines Abschwungs oder nur um eine Normalisierung des Wachstums handle. Hier seien noch weitere Untersuchungen nötig, so der EZB-Präsident Mario Draghi.   Die Inflation ist noch nicht zum Aufwärtstrend zurückgekehrt. Der EZB-Chef stellte fest, dass sich die Inflation voraussichtlich bis zum Ende des Jahres um 1,5 % bewegen wird. Draghi mahnte von den Mitgliedsstaaten erneut Reformen an. Auch bei der Bankenunion müssten unbedingt Fortschritte gemacht werden. Der Italiener teilte die Ansicht von Journalisten, dass das Projekt auf der Stelle tritt.

 Aufträge langlebige Wirtschaftsgüter in den USA für März: 2,6%. Leider stagnierte aber die Kernrate (erwartet 0,5 %). Insgesamt waren die Daten also enttäuschend. Das US-Warenhandelsdefizit hat sich von 75,88B auf 68,04B $ verringert.

Volkswagen hat im ersten Quartal den Umsatz mit 58,23 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr (56,19 Mrd. Euro) etwas gesteigert. Das operative Ergebnis (4,21 Mrd. Euro) liegt trotz der ganzen Skandale nur knapp unter dem Vorjahreszeitraum. 

Nokia leidet unter einem enttäuschenden Nettogewinn. 

Die Quartalszahlen aus den USA lagen weitgehend über den Erwartungen. 

General Motors verzeichnete zwar einen Gewinneinbruch, konnte aber wenigstens die Analystenerwartungen übertreffen. 

Die Bundesregierung geht davon aus, dass die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium ab 1. Mai auch die EU treffen werden. Man rechnet nicht mehr damit, dass die US-Administration Ausnahmen macht. Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland bzw. der EU und den USA morgen bei ihrem Besuch in Washington mit US-Präsident Donald Trump ansprechen. Dass sie erfolgreicher sein wird als Emmanuel Macron dürfte sehr fraglich sein, denn Trump scheint die deutsche Kanzlerin nicht besonders hoch anzusehen. Nach Marktgerüchten will Berlin angeblich die Neuverhandlung der Industriezölle zwischen den USA und der EU anbieten. Das ist insofern überraschend, weil dieses Angebot ja eigentlich nur von der EU kommen kann. Dies betonte bisher auch die Bundesregierung immer wieder.

Die schwedische Riksbank hat den Leitzins mit 0,5 % unverändert gelassen. Die Schwedische Krone kam unter Druck, weil die Notenbank signalisierte, eine Straffung der Geldpolitik frühstens Ende des Jahres anzugehen. Bisher gingen die Märkte davon aus, dass der erste Impuls im Laufe des zweiten Halbjahres erfolgen könnte.

Deutliche Preiszuschläge gibt es bei Rohöl, nachdem das Treffen von US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, im Zusammenhang mit dem Atomabkommen mit dem Iran keine Annäherung brachte. Nach dem Ende der Sanktionen stieg der Iran zum sechstgrößten Öl-Produzenten der Welt auf. Dieses Öl, könnte nach neuen US-Sanktionen auf dem Weltmarkt fehlen. 

Im Nahen und Mittleren Osten verschärfen sich die Töne. Aus dem Iran kommt die Botschaft, dass man aus dem Atomdeal aussteigen werde, wenn die USA sich aus dem Abkommen zurückziehen. Man werde auch keine Nachverhandlungen akzeptieren. Das kann man jetzt doof finden, aber wenn man mal neutral herangeht: Warum sollte ein Vertrag nochmal nachverhandelt werden? Wie will man Verlässlichkeit erreichen, wenn man einfach mal Verträge neu verhandelt, wenn sie einem einseitig nicht mehr gefallen? Israels Verteidigungsminister Liebermann droht vorsorglich, dass, wenn der Iran Israel angreifen, sollte, das Land alle Stützpunte in Syrien zerstören und Teheran angreifen würde. 

Wie wenig verlässlich Töne aus dem Weißen Haus sind, beweist heute einmal mehr der Hausherr: Plötzlich ist sich Donald Trump nicht mehr sicher, ob er Kim Jong Un treffen will. Es sei möglich, dass das Treffen nicht stattfindet, so der Präsident.

08.10 Uhr

Gute Vorgaben aus der Berichtssaison in den USA haben den Dax vorbörslich freundlich aussehen lassen. Vor allem Facebook überraschte mit einem deutlichen Gewinnsprung. Auch VISA präsentierte ein seht gutes Ergebnis.

Diese erste Tendenz hielt aber nicht mal bis zum Start des Futures um 8 Uhr. Wie zuletzt häufig verkaufen die Märkte die Gewinne schnell wieder verkauft. Der Hintergrund: Gute Daten dürften die Zentralbanken dazu bewegen, die Geldpolitik rascher zu straffen. Auch wegen aufgrund der hohen Nachfrage in der Hochkonjunktur steigenden Rohölpreisen, die auch die Inflation ankurbeln dürften. Dazu kommen einige enttäuschende Quartalsberichte aus Deutschland.

Der Dax findet auf der Oberseite einige Widerstände, von denen 12.485/500/555 die nächsten sind. Bei 12.555 würde der Dax aus der Wolke treten und die Bären wären zurückgeschlagen. Insgesamt muss man attestieren, dass der Ausflug unter die 12.390 ein Fehlausbruch war und der deutsche Leitindex  in einer neutralen Zone zwischen 12.390 und 12.660 handelt. 

Wenn man sich die US-Indizes anschaut sieht man, dass sie in den vergangenen Stunden von ihren Hochs wieder zurückgekommen sind. Auch diese Tatsache sollte die Dax-Bullen zur Vorsicht mahnen. 

13.45 Uhr veröffentlicht die EZB heute Ergebnisse der geldpolitschen Sitzung, die Präsident Mario Draghi um 14.30 Uhr näher erläutert. Außerdem gibt es 14.30 Uhr die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter. Außerdem geht heute die Berichtssaison mit einer Unmenge an Daten weiter.

Das deutsche GfK-Konsumklima sinkt im Mai von 10,9 auf 10,8 Punkte.  Erwartet wurden 10,9.

EURUSD leicht über dem Tief von gestern Abend weiter angeschlagen und wohl eher auf dem Weg zu tieferen Kursen. Erstes Ziel bleibt wohl weiter die 1,2130.

Gute Quartalszahlen gab es von Covestro. Mit einem EBITDA von 1,06 Mrd. Euro und einem Umsatz von 3,78 Mrd. Euro übertraf der Konzern die Analystenschätzungen, wenn auch beim Umsatz nur sehr knapp. 

Schwachen Zahlen kommen von der DWS-Group, deren verwaltetes Vermögen um 3 % sank. Der Nettogewinn schrumpfte um ein Drittel.

Die Deutsche Bank will Kosten in verschiedenen Bereichen auf den Prüfstand stellen. Im Unternehmens- und Investmentbanking sind Einschnitte geplant. Das Bankhaus will sich in Zukunft auf ihr Geschäft in Europa konzentrieren und das Engagement in Asien und den USA zurückfahren. Auch das Aktiengeschäft, vor allem Geschäfte mit Hedgefonds kommt auf den Prüfstand. Die Quartalszahlen lagen überwiegend unter den Erwartungen. 

Die Lufthansa präsentiert überraschend deutlich unter den Erwartung liegende Quartalszahlen. Das EBIT war mit 26 Mio. Euro nur gut halb so hoch wie erhofft. Auch der Ausblick wurde leicht nach unten korrigiert.

Alibaba-Gründer Jack Ma warnt chinesische Unternehmen davor, sich zu sehr auf US-Chips zu verlassen. Der Chip-Markt werde von den USA kontrolliert. Es bestehe aber die Gefahr, dass die USA plötzlich nicht mehr liefern. Deshalb glaubt Ma, dass jedes Land seine eigene Chip-Produktion haben sollte. In China gibt es auch von Regierungsseite Bestrebungen, eine Chip-Produktion aufzubauen. So könnte endlich die US-Sanktionspolitik auch mal ein Bummerang für die US-Wirtschaft werden. Bisher war es meist so, dass vor allem die Wirtschaft im Ausland betroffen war. In der Halbleiterbranche kommen die chinesischen Pläne allerdings nicht gut an. Man befürchtet sinkende Margen. 

Am morgigen Freitag treffen sich Südkoreas Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zu einem Gipfeltreffen an der Grenze beider koreanischer Staaten.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron glaubt, dass die USA das Atomabkommen mit dem Iran aus innenpolitischen Gründen aufkündigen werden. 

Börse im Überblick, 25. April

Die Bundesregierung hat das Wachstum des BIP für 2018 von 2,4 auf 2,3 % gesenkt. 

Das deutsche Bauwesen floriert weiter. Im Februar legten die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe um 9,9 % zum Vormonat zu. Zum Vorjahr errechnete das Statistische Bundesamt einen Zuwachs von 13 %.

Die Rohöl-Lagerbestände sind in den USA überraschend um 2,17 Mio Barrel gestiegen. Die Auswirkungen auf den Ölpreis hielten sich aber in Grenzen.

Aus der Berichtssaison kommen erneut überwiegend gute Quartalszahlen. So konnte beispielsweise Boeing die Analystenschätzungen deutlich übertreffen und hat die Prognose erhöht. Comcast schaffte ein kleines Plus.  Am Abend berichten weitere wichtige Unternehmen, darunter Facebook, Visa, AT&T, Qualcomm und PayPal.

Nicht so gut lief es bei Glaxosmithkline, Der Konzern musste im 1. Quartal einen Gewinneinbruch von fast 50 % hinnehmen, hält aber überraschend an seiner Jahresprognose fest. Für die Anleger war dies wohl eher nicht überzeugend. Die Aktie gerät ordentlich unter Druck.

Ein Bieter-Wettstreit zwischen Comcast und 21st Century Fox treibt heute die Sky-Aktie an. Sie gewinnt gut 3 1/2 %.

Der Erfolg deutscher Unternehmen geht weiterhin weitgehend am deutschen Anleger vorbei. 53.7 % der Anteile an den 30 Dax-Unternehmen gehörten Ende letzten Jahres ausländischen Anlegern, meldet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Damit hat sich der Anteil im Vergleich zum Vorjahr sogar noch um 1,3 % erhöht. Ausländische Aktionäre strichen 2017 19,4 Mrd. Euro Dividenden ein (+18 %). Inländische Anleger mussten sich mit 12,9 Mrd. Euro (+9 %) zufriedengeben. 

Im Kampf gegen die Inflation hat die Türkische Zentralbank den Late Liquidity Window Satz überraschend deutlich von 12,75 auf 13,5 % erhöht. Was gut gegen die Inflation und die schwache Lira ist, erzürnt aber den Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Hohe Zinsen gefährden schließlich das türkische Wirtschaftswachstum.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich für einen Dialog mit Russland inklusive wechselseitigem Abbau von Sanktionen ausgesprochen. 

Eine Neuverhandlung des Iran-Atomdeals, wie ihn Emmanuel Macron in Washington vorgeschlagen hat, ist offenbar nicht mit den anderen EU-Staaten abgestimmt gewesen, wie Bloomberg heute berichtet. Der Iran und auch Russland wiesen dieses Ansinnen inzwischen zurück.

Bekommt Italien doch bald eine Regierung? Die Sozialdemokraten signalisierten ihre Bereitschaft zu Verhandlungen mit dem Wahlsieger, der Fünf-Sterne-Bewegung. Bedingung wäre die Beendigung aller Sondierungen mit der rechtsextremen Lega, sagte der amtierende Chaf der Sozialdemokraten, Maurizio Martina.

08.40 Uhr

Nach den starken Abverkäufen an der Wall Street haben die asiatischen Märkte uneinheitlich agiert. Gute Quartalszahlen der US-Konzerne wurden teilweise von enttäuschenden Ausblicken begleitet. Außerdem macht den Anlegern der Rentenmarkt Sorgen. Auch in der Nacht zeigten sich die US-Futures angeschlagen, auch wenn der Druck erst einmal nachließ. Der Nikkei profitierte vom schwachen Yen. In Australien und Neuseeland war Feiertag.

Der Dax konnte sich gestern in der letzten Stunde etwas erholen und startet in etwa auf dem Niveau des Schlusskurses von gestern Abend. So hält aktuell der Support bei 12.390. Ein Bruch könnte den Dax Richtung 12.160/060 führen. Weitere Supports sind bei 12.335/290/255 zu erkennen. Auf der Oberseite gibt es bei 12.470/500/555 Widerstand. 

Aus dem Wirtschaftskalender gibt es keine Impulse. Aber die Berichtssaison in den USA läuft auf Hochtouren.

Weiter Stärke zeigt der US-Dollar. EURUSD fällt wieder unter die 1,2215 und ist damit auf dem Weg auf 1,2130. Allerdings hat der Tenkan (blau) im Stunden-Ichimoku den Kijun (orange) noch nicht gekreuzt, was den Bären noch etwas  Vorsicht abverlangt. Insgesamt bleibt der Chart aber in einem bärischen Muster. Aus fundamentaler Sicht könnte die geldpolitische Entscheidung der EZB  eine Rolle spielen. Die Frage ist, ob der Markt wirklich glaubt, dass Mario Draghi morgen den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik verkündet. Die Wahrscheinlichkeit ist wohl recht gering. 

Amgen und Texas Instruments legten gestern Abend gute Quartalszahlen vor. 

Die Linde AG blieb im 1. Quartal mit 4,04 Mrd. Euro knapp unter dem Umsatz vom Vorjahr. Das Konzernergebnis stieg mit 1,081 Mrd. Euro trotzdem deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 1,017 Mrd. Euro gerechnet. Die Marge stieg von 23,7 auf 26,7 %. Eventuell könnten den Marktteilnehmer nicht gefallen, dass der Ausblick unverändert blieb. 

Einen deutlichen Gewinnsprung legte die Credit Suisse hin. Der Nettogewinn stieg im 1. Quartal um 16 %, der Gewinn vor Steuern legt um 57 % zu. Die Analystenschätzungen wurden klar übertroffen. 

ExDividende werden heute die Deutsche Post und Innogy gehandelt.

Zur Beilegung des Handelskonflikts mit China wird Donald Trump eine Delegation unter Führung von Finanzminister Steven Mnuchin nach Peking entsenden. 

In China hat die Polizei mehrere hundert Computer beschlagt nahmt, mit denen illegal Bitcoins geschürft wurden. Für die Aktion soll fremder, geraubter Strom genutzt worden sein. Kryptowährungen kamen in der Nacht deutlich unter Druck. 

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat sich für einen Dialog mit den Golfstaaten ausgesprochen. Dazu soll ein regionales Dialogforum geschaffen werden. Man müsse die hegemonischen Illusionen überwinden, die zu fürchterlichen Kriegen geführt hätten. 

Börse im Überblick, 24. April

Der ifo Geschäftsklimaindex enttäuscht mit 102,1 Punkten. Erwartet wurden 102,8. Die Berechtnungsgrundlage des ifo wurde verändert. Die Basis ist nun 2015 (statt 2005) und das Dienstleistungsgewerbe wird in den Index integriert. Deshalb dürfte es etwas Unsicherheit über die Bewertung der Zahlen geben. Wenn man den Vormonat auf die neue Rechenmethode umrechnet (103,3), ist der Index im April gesunken.

Der CBI-Index für die Auftragstrends in der britischen Industrie verharrt im April bei 4 Punkt. Dies wurde so auch erwartet.

Der Case/Shiller-Hauspreisindex legte im Februar mit 6,8 % zum Vorjahr deutlich zu. Erwartet wurden nur 6,3 %

Das CB Verbrauchervertrauen war im April mit 128,7 noch etwas stärker als im Vormonat - zweithöchster Wert seit Anfang 2001.

Die Neubauverkäufe überzeugten im März mit 694k (erwartet 625k). Das ist ein 10-Jahres-Hoch.

Der Richmond-Herstellungsindex ist mit -3 unterirdisch, aber wen interessiert schon Richmond?

Keine Entwarnung kommt von den US-Anleihen. Die 10-Jahres-Anleihe legt am Nachmittag wieder auf knapp 3 % zu. Das bremst dann auch die Aktienmärkte aus, die sich am Vormittag erholten. 

Gute Quartalszahlen kommen von Eli Lilly. Das Unternehmen verdiente mit 1,34 $ / Aktie mehr als erwartet (1,13 $). Auch der Umsatz lag mit 5,7 Mrd. $ deutlich über den Prognosen (5,51 Mrd. $). Auch Verizon, Coca Cola, 3M, United Technologies, Lockheed Martin und Caterpillar überzeugten. Nur bei Biogen und NextEra Energy enttäuschten die Umsätze. 3M kommt unter Druck, weil der Ausblick zurückhaltend ausfällt.

Fresenius Medical Care profitiert heute von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank. Das Kursziel wurde deutlich angehoben 

08.40 Uhr

Der Dax startet auch heute freundlich, ohne, dass er charttechnisch viel erreicht hat. Weiter bleibt die Hürde 12.647/60. Ein Bruch würde dem Dax Potential bis 12.750 einräumen. 

Am Vormittag könnte der ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland (10 Uhr) einen entscheidenden Impuls geben. Dabei kann es zu einiger Konfusion kommen. Das ifo-Institut hat die Berechnungsgrundlage geändert. Es wurden die Dienstleistungen in den Index integriert. Außerdem wurde die Basis von 2005 auf 2015 verschoben. Dadurch wurde der Wert für März auf 103,2 Punkte revidiert (vorher 114,7). Konsens ist 104,7. Einige ausländische Analysten haben aber auch noch Prognosen von über 114 Punkten herausgegeben. Es könnte also um 10 Uhr einige Konfusion geben. In der Mittagszeit berichten dann mehrere große US-Konzerne über das 1. Quartal. In den USA dürften 16 Uhr das CB-Verbrauchervertrauen und die Neubauverkäufe zu beachten sein. Außerdem dürften die Anleihe-Renditen im Fokus stehen. 

EURUSD handelte in der Nacht schon unter 1,22. Die aktuell läufende Stabilisierung wird wohl nicht nachhaltig werden. Der US-Dollar dürfte weiter zu Stärke neigen. Erstes Ziel dürfte 1,2130 sein.

Gestern Abend konnte Alphabet die hohen Erwartungen des Marktes noch übertreffen und schob sich nachbörslich ins Plus.

Der australische Verbraucherpreisindex blieb im 1. Quartal mit +0,4 % unter den Erwartungen des Marktes (0,5 %). 

In Shanghai und Hongkong profitierten die Börsen davon, dass die chinesische Regierung an ihrer poraktiven Steuer- und Geldpolitik festhalten will. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wünschte das Politbüro der Kommunistischen Partei mutige Reformschritte und eine weitere Öffnung des chinesischen Marktes.

Die Börse in Tokio profitierte vom schwachen Yen. 

Nachdem die USA die Frist zur Beendung der Beziehungen zum russischen Aluminium-Konzern Rusal bis Oktober verlängert haben, viel der Aluminiumpreis deutlich. Rusal steht auf der jüngsten Sanktionsliste der USA. Der Konzern gehört dem Oligarchen Oleg Deripaska. Der Aktienmarkt in Asien regierte freundlich auf die Nachricht.

Trotz erschwerender Währungseffekte konnte SAP die operative Mage von 22,7 auf 23,5 % erhöhen. Der Konzernumsatz ging zwar von 5,285 auf 5,262 Mio. Euro  zurück, dafür legte das Betriebsergebnis um 3 % auf 1,235 Mio Euro. Die Jahresprognose wurde nach oben korrigiert. Gleichzeit erwartet man aber stärkere Herausforderungen durch den starken Euro.

Der Chef von Swatch Nick Hayek hat Amazon vorgeworfen, nicht genug gegen den Handel von Produktfälschungen zu tun. Der chinesische Konkurrent Alibaba sei da besser.

Börse im Überblick, 23. April

Die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland konnten die Erwartungen übertreffen. Dabei bleibt das verarbeitende Gewerbe mit 58,1 Punkten knapp unter dem Vormonat. Dienstleistungen mit 54,1 knapp drüber. Der Gesamtindex mit 55,3 knapp über dem Vormonat (55,1)

In der Eurozone gab es einen ziemlich enttäuschenden Index für das Verarbeitende Gewerbe. 56,0 bleiben deutlich unter den Erwartungen (56,6) und dem Vormonat (56,6), Dank einer guten Stimmung im Dienstleistungsbereich (55,0 - erwartet 54,8) konnte der Gesamtindex die Erwartungen (54,9) mit 55,2 übertreffen. Damit ergibt sich keine Änderung gegenüber dem Vormonat.

Zusammenfassend bedeutet das, in Deutschland und der Eurozone glauben die Manager weiter an ein solides Wachstum

Trotzdem bleibt die Stimmung am Markt gedämpft. Besonders machen die steigenden Renditen am Anleihemarkt Sorgen. Gegen Mittag geben die Renditen aber nach, dies könnte zu einer Entspannung am Aktienmark führen. 

Die Deutsche Bundesbank rechnet für das erste Quartal mit einem verlangsamten Wachstum der deutschen Wirtschaft. trotzdem halte die Hochkonjunktur an. Begründet wird diese Einschätzung mit den besonders im Februar deutlich gestiegenen Aufragseingängen. Die Bundesbank glaubt weiter, dass sich der Lohndruck erhöhen wird. Die zunehmenden Knappheiten am Arbeitsmarkt würden sich in den kommenden Jahren stärker in der Lohnentwicklung niederschlagen. 

Chicago Fed National Activity Index im März mit 0,1 Puntken ziemlich schwach. Erwartet wurden 0,27 nach 0,98 Punkten. Auf die Historie betrachtet, besorgt das Ergebnis aber eher nicht. Immerhin gab es zum siebten Mal in Folge einen positiven Wert. Das gelingt eher selten.  

Die Markit-Einkaufsmanagerindizes aus den USA präsentieren sich stark:
Verarbeitendes Gewerbe 56,5 (erwartet 55,2)
Dienstleistungen: 54,4 (erwartet 54,3)

Die Verkäufe bestehender Häuser im März mit 5,6 Mio auch knapp über den Erwartungen (5,55M). Da kann man nicht meckern.

Die starken Wirtschaftsdaten aus den USA nutzen den Indizes allerdings nichts. In den  Zinsfutures beginnen die Marktteilnehmer inzwischen eine vierte Zinserhöhung für dieses Jahr einzupreisen.

Kanadas Großhandelsumsätze enttäuschten im Februar mit -0,8 % (erwartet +0,3 %).

US-Präsident Donald Trump hat per Twitter ein Zustandekommen des Freihandelsabkommens NAFTA davon abhängig gemacht, ob es gelingt, die Grenze zwischen Mexiko und den USA wirksam zu sichern. Der Peso gibt deutlich nach. 

Fresenius SE profitierte von der abgesagten Akron-Übernahme und gewann am Morgen 2 %. Später kündigte Akron eine Klage an, um Fresenius zur Übernahme zu zwingen. Alle Voraussetzungen seinen erfüllt. Nur die Freigabe durch die FTC sei noch ausstehend. Dies sieht Fresenius freilich ganz anders. Akron verliert heute über 25 %. 

Fresenius Medical Care geriet wegen eines zurückgenommenen Umsatzausblicks unter Druck.

Gute Zahlen lieferte Philips. Der Konzern bestätigte gleichzeitig für 2018 einen Umsatzanstieg um 4 bis 6 %.

Nach der Gewinnwarnung vom Freitag setzt sich der Abverkauf der METRO-Aktie fort. 

Mäßige Zahlen gibt es von Halliburton. Der Gewinn lag mit 41 Cent ja Aktie zwar über den Erwartungen (40 Cent). Der Umsatz enttäuschte aber mit 5,7 Mrd $ 8erwartet 5,75 Mrd. $). Nimmt man die bisher sehr hohen Erwartungen des Marktes, dürfte das Ergebnis eher nicht gefallen. 

Der Rechtsprofessor der Heidelberger Universität, Hanno Kube, stellt in einem Rechtsgutachten fest, dass die geplante gestaffelte Abschaffung des Solidaritätszuschlages grundgesetzwidrig ist. 

08.10 Uhr

Der Dax startet etwas stärker als zum Schluss am Freitag, ohne charttechnisch entscheidend Boden zu gewinnen. Weiterhin bleibt aber der Ausbruch nach oben möglich. Widerstand gibt es bei 12.647/60. Darüber könnte der Dax die 12.750 anvisieren. Sollte der Dax den korrektiven Abwärtstrend nach unten verlassen, also den Bereich 12.500/480 brechen, wären 12.390/290/55 als Unterstützungen zu sehen. Der Ichimoku im Stundenchart verhält sich neutral.

Weiter unter Druck bleibt EURUSD. Ein Bruch der 1,2265 könnte bevor stehen. Weiterer Support ist bei 1,2215/130 zu erwarten. 

Nach den schwachen Vorgaben aus den USA vom Freitag zeigte sich der asiatische Aktienmarkt kaum verändert. Die Wall Street geriet am Freitag unter Druck, nachdem die US-Staatsanleihen deutlich gestiegen sind. Weitere Tendenzen der politischen Entspannung auf der koreanischen Halbinsel spielten offenbar keine Rolle. 

Gute Quartalszahlen kamen von der UBS, die aber für das zweite Quartal mit niedrigeren erträgen aufgrund saisonaler Effekte rechnet. Der Erfolg im ersten Quartal rührte vor allem von Sondereffekten her.

Wichtigste Termine sind heute die vorläufigen Veröffentlichungen der Einkaufsmanagerindizes für Deutschland (9.30 Uhr), Eurozone (10 Uhr) und USA (15.45 Uhr). 16 Uhr stehen außerdem die Verkäufe bestehender Häuser in den USA auf dem Programm. 

Börse im Überblick, 20. April

Auch heute kam lange Zeit kaum Bewegung an den Märkten auf, bis die Wall Street doch ein wenig tiefer driftete. Die Erholung folgte aber auf dem Fuße. Die News vom Tage:

In der Eurozone hat sich im April überraschend das Verbrauchervertrauen aufgehellt. Es stieg von 0,1 auf 0,4 Punkte. Erwartet wurden 0. 

Der deutsche Erzeugerpreisindex stieg im März nur um 0,1 %. Erwartet wurden 0,2 %

Kanadas Einzelhandelsumsätze stiegen im Februar um gute 0,4 % (erwartet 0,3 %). Allerdings enttäuschte gleichzeitig die wichtigere Kernrate, Sie stagnierte.  Der Verbraucherpreisindex blieb im März mit 2,3 % zum Vorjahr unter den Erwartungen (2,4 %). Die Kernrate zeigte sich mit 1,4 % sehr mager. Eine Zinserhöhung dürfte damit nicht so schnell kommen. Der Loonie gibt nach. 

Der Gouverneur der Bank of England. Mark Carney, sieht es nicht als zwingend notwendig, schon bei der Sitzung im Mai die Zinsen zu erhöhung. Es wäre zwar möglich, aber es gäbe noch weitere Zinssitzungen in diesem Jahr, meinte der Kanadier in britischen Diensten.  GBP beeinflusste diese Aussage heute allerdings kaum. 

Weiter schwach bleibt der japanische Verbraucherpreisindex. Er stieg im März um 1,1 % zum Vorjahr. Die Kernrate lag wie erwartet bei 0,9 %. Der industrieaktivitätsindex für den Tertiärsektor stagierte im letzten Monat. Erwartet wurden +0,1 %.

US-Präsident Donald Trump hat sich via Twitter heute über angeblich künstlich erhöhte Rohöl-Preise beklagt. Die Ölpreise geben aber nur wenig nach.

Gute Zahlen gab es von General Electric. Der Gewinn lag mit 16 Cent je Aktie deutlich über den Erwartungen (12 Cent). Auch der Umsatz überzeugte mit 28,7 Mrd. US-Dollar. Der Konsens lag bei 27,52 Mrd. Die Aktie Gewinnt mehr als 4 %.

Auch Honeywell International ist nach guten Quartalszahlen gefragt. 

Nicht so gut lief es für Schlumberger. Der Umsatz blieb im 1. Quartal mit 7,8 Mrd. $ knapp unter den Erwartungen (7,81 Mrd.). Der Gewinn mit 38 Cent je Aktie knapp drüber (37 Cent). Die Aktie verliert über 1 1/2 %. 

Der schwache Ausblick von Taiwan Semiconductor Manifacturing  drückt auch auf Halbleiterwerte in Europa. So verliert heute Infineon in einem insgesamt wenig volatilen Handel über 1%. An der Nasdaq kommt Apple unter Druck.

Nach einer deutlichen Korrektur der Jahresprognose gerät die Aktie der METRO AG unter Druck und verliert fast 4,5 %. Auslöser für die vorsichtigere Prognose ist ein unter den Erwartungen liegendes Russland.-Geschäft.

Eine Hand wäscht die andere: Russland hat der Übernahme von Monsanto durch Bayer genehmigt. Im Gegenzug eröffnen die Leverkusener in Russland ein Forschungszentrum. Ausstehen tut noch die Genehmigung aus den USA.

Weiterer Schritt auf dem Weg zur politischen Entspannung auf der koreanischen Halbinsel. Die Staatsführungen beider Länder sind nun über eine telefonische Hotline verbunden. 

 8.15 Uhr

Der Dax startet heut nahezu unverändert in den Handel. Die erste wichtigere Unterstützung bei 12.535 konnte damit bisher verteidigt werden. Unter dem Supportbereich, der bis 12.510, also unter die Wolke im Stundenchart, geht, könnte eine Korrektur bis 12.310 einsetzen.  Vorher könnte es nochmal um 12.460 Unterstützung geben. Auf der Oberseite findet der Dax knapp über dem Hoch dieser Woche (12.646) bei 12.660 weiteren Widerstand. Darüber wären 12.750 möglich. Der Markt sieht sich weiter unterschiedlichen Signalen ausgesetzt. Zum einen sind da weiter die Bestrebungen der USA, das Verhältnis zu Nordkorea zu normalisieren, sowie eine insgesamt bisher positiv verlaufende Berichtssaion, zum anderen könnte Zeichen  anziehender Inflation, die Zinssorgen erhöhen. Heute Mittag verfallen an der Eurex die Optionen auf Aktienindizes (kleiner Verfall).

EURUSD verteidigt aktuell weiter den Support bei 1,2335. Darunter könnte die 1,23 eine wichtige Marke werden, an der auch der langfristige Aufwärtstrend brechen könnte. Das Ziel könnte dann schnell die 1,2215 sein. Auf der Oberseite gibt es bei 1,2400/15 Widerstand.

Termine gibt es heute kaum. 12.30 gibt es Quartalszahlen von General Electric.

Die USA wollen ihre Technologiebranche  vor Einflüssen aus China schützen, indem sie Investitionen von dort unterbinden.  Dies führte gestern zu Verlusten vor allem in den Technologiewerten. Dazu gab Taiwan Semiconductor Manifacturing, nachbörslich einer der großen Halbleiterhersteller, eine Umsatzwarnung heraus. Die Umsätze könnten im zweiten Quartal 10 % unter den Analystenschätzungen liegen. 

Der Philly Fed Herstellungsindex zeigte ein mögliches Anziehen der Inflation an, was die Zinskurv e steiler werden ließ. und ebenfalls moderat auf die Märkte drückte und den US-Dollar stärkte.

In Asien und Australien gab es kein einheitliches Bild. Besonders in China dominierten die Minuszeichen, während an vielen anderen Marktplätzen kaum große Kurssprünge zu registrieren waren. 

Trotz der augenblicklichen Schwäche des Schweizer Franken will die Schweizer Nationalbank an ihrem Leitzins von -0,75 % festhalten. Es sei immer noch nötig, erklärte der SNB-Vorsitzende Thomas Jordan bei Bloomberg.

Nach den Worten des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Casper prüft die Behörde aktuell wegen des Datenskandals bei Facebook. die Einleitung eines Bußgeldverfahrens.

Börse im Überblick, 19. April

Ziemlich schlechte Einzelhandelsumsätze hatte das Vereinigte Königreich zu vermelden. Die Umsätze sanken im März um 1,2 %, die Kernrate um 0,5 %. Erwartet wurden -0,5 bzw. -0,4 %. 

Der Philly Fed Herstellungsindex hat mit 23,2 Punkten die Erwartungen (20,8) übertroffen und zeugt von weiterhin stabilem Wachstum. 

Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft wurde für den letzten Monat von der Organisation ADP für Kanada mit  42.800 angegeben. Vor einem Monat waren es 32.700 neue Stellen.

Gute Quartalszahlen haben die Aktie des Schweizer Konzerns ABB heute um fast 5 % steigen lassen. Dass Nettoergebnis legte um 20 % zum Vorjahr zu. 

Danaher übertraf mit einem Gewinn von 99 Cent und einem Umsatz von 4,7 Mrd. Dollar die Erwartungen der Analysten. Auch die Bank of New York MellonCorp. und die Blackstone Group konnten mit den Quartalszahlen überzeugen. 

Philip Morris enttäuschte mit einem Umsatz von 6,9 Mrd. $ (erwartet 7,04 Mrd. $). Der Gewinn ja Aktie mit 1 $ über den Erwartungen (90 Cent.). Die Aktie bricht um über 14 % ein.

Procter & Gamble konnte mit 16,3 Mrd. $ Umsatz und 1 $ je Aktie Gewinn die Erwatungen erfüllen. Mehr aber eben auch nicht. 

Die Rating-Agentur Moody´s sieht Russland für die neusten Sanktionen der USA gut gerüstet und behält das Rating für die Kreditwürdigkeit unverändert. bei Ba1. Das Ausblick ist positiv.

Russland hat wegen der US-Stahlzölle bei der WTO Beschwerde eingelegt.

Gerade hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg die neuen EU-Datenschutzrichtlinien begrüßt. Wie ernst es dem Unternehmen mit dem Datenschutz ist, sieht man nun. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte der Konzern, dass die strengen EU-Datenschutzrichtlinien künftig nur noch für EU-Bürger gelten. Bisher galten die irischen Gesetze für ziemlich alle Nutzer weltweit, außerhalb der USA und Kanadas. . Zukünftig stehen die rund 1,5 Mrd. Nutzer in Afrika, Lateinamerika, Asien, und Australien schlechter da als ihre "Freunde" in Europa. Im Prinzip beweist Facebook damit nochmal, dass Facebooks Wert nicht in Werbeeinnahmen, sondern in der möglichst ungezügelten kommerziellen Ausnutzung der Userdaten liegt. Überraschend ist diese Erkenntnis aber eigentlich nicht. Zuckerberg ist halt nicht der nette Mann von nebenan.

Der Vorstandsvorsitzende der DZ-Bank, hat die ausufernde Praxis von Bonuszahlungen im Bankenwesen kritisiert. Wie passt ein Bonus für überdurchschnittliche Leistungen zu einer unterdurchschnittichen Performance, fragte der Banker.

Die Baskische Separatistenorganisation ETA will sich am ersten Maiwochenende auflösen.

Kuba hat einen neuen Präsidenten. Nachfolger von Raul Castro wird Miguel Diaz-Canel. Der 57-jährige war lange im kubanischen Jugendverband aktiv. Zuletzt war er seit Anfang 2013 Erster Vizepräsident des Staatsrates. Es dürfte also ein ziemlich reibungsloser Übergang werden. Auf jeden Fall repräsentiert der Neue eine jüngere Generation. Ob dies auch zu weiteren Reformen im Land führt, wird man abwarten müssen. 

Medienberichten zufolge steht in Syrien die nächste Katastrophe kurz bevor. Das Regime von Baschar al-Assad soll islamistischen Rebellen in der Nähe von Damaskus mit einer Militäroffensive gedroht haben, wenn sie nicht innerhalb von 48 Stunden abziehen. Wie meist werden diese "Freiheitskämpfer" wohl die Zivilbevölkerung als Schutzschild nehmen, was Assad wahrscheinlich nicht davon abhalten wird, äußerst brutal und Menschen verachtend vorzugehen.  Es bleibt dabei: Im Syrienkonflikt gibt es keine Guten...

 8.45 Uhr

Insgesamt freundliche Vorgaben aus Asien haben den Dax knapp über 12.600 Punkten starten lassen. Damit bleibt die Chance auf einen Test der 12.660 und 12.750 bestehen. auf der Unterseite bieten 12.550/30/00 Support.

EURUSD bleibt weiter seitwärtsgerichtet und handelt unter 1,24. Das sollte dem Dax etwas Druck nehmen.

Als gutes Zeichen für die Konjunktur wurde am asiatischen Markt der steigende Ölpreis gesehen. Die US-Produktion hat ihre Ausweitung gedrosselt, so dass steigende Nachfrage nun direkt auf den Ölpreis durchschlägt. Anleger sehen dies als positives Zeichen.

Ebenfalls stützend wirken weiter die guten Zahlen aus der US-Berichtssaison. Auch die Zahlen von American Express und Alcoa lagen gestern Abend über den Erwartungen. American Express verzeichnete dabei einen Gewinnsprung von gut 30 %.

Das Beige Book der Fed bot keine grundlegend neuen Erkenntnisse und beeinflusste den Markt daher kaum. Weiterhin wuchsen die Wirtschaft und Beschäftigung, wobei der Arbeitsmarkt angespannt ist. Die Preissteigerungen fallen moderat aus.

Auch New York Fed-Chef William Dudley sieht keine Dynamisierung der Inflation, weshalb eine aggressivere Straffung der Geldpolitik nicht notwendig sein.

In Neuseeland sind die Verbraucherpreise um 0,5 % und damit knapp über den Erwartungen gestiegen.

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im März nur um 4,800 gestiegen. Es wurden +20.300 erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 5,5 %

Den wichtigsten Termin gibt es heute, 14.30 Uhr. Dann wird in den USA der Philly Fed Herstellungsindex veröffentlicht. Außerdem gibt es 10.30 Uhr die Einzelhandelsumsätze aus Großbritannien.. In den USA steht eine Reihe an Quartalszahlen an.

Außerdem könnte heute Merck KGaA im Fokus stehen. Das Unternehmen verkauft seine Consumer Health-Sparte an Procter & Gamble. Der Deal spühlt 3,4 Mrd. Euro in die Kassen uns soll vor allem zum Schuldenabbau genutzt werden. Die Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen.

Im US-Bundesstaat Kalifornien gibt es Untersuchungen gegen Tesla. Das Unternehmen soll Unfallstatistiken geschönt haben. 

Strafzölle werden nicht nur in den USA ein Thema. China spricht zwar gern vom freien Handel, schotte seine eigene Wirtschaft aber gern ab. Neue Zölle von 25 % werden ab 20. April auf synthetischen Gummi erhoben. 

Börse im Überblick, 18. April

Der Verbraucherpreisindex in der Eurozone stieg im März noch etwas weniger als in der ersten Schätzung erwartet, nämlich um 1,3 % zum Voejhar (erste Lesung 1,4 %). 

Auch der britische Verbraucherpreisindex blieb mit 2,5 % unter den Erwartungen (2,7 %). Der Erzeugerpreis input fiel im März um 0,1 % zum Vormonat. Da scheint die Inflation im Vereinigten Königreich also doch etwas weniger Dynamik haben, als es zuletzt den Anschein hatte. 

EURGBP schießt über die 0,87 und dreht in den Bullen-Modus. Widerstände dürfte es bei 0,8750/90 geben. Auf GBP dürfte drücken, dass nach den heutigen Daten eine baldige weitere Zinserhöhung durch die Bank of England unwahrscheinlicher geworden ist.

Die Bank of Canada hat den Leitzins wie erwartet unverändert bis 1,25 % gelassen. USDCAD zieht deutlich an und testet erneut die 1,2625.
Erstaunlich ist dies, weil die Bank of Canada im Statement eher hawkish klingt. So glaubt man, dass sich die temporären Gründe für die niedrige Inflation fast aufgelöst haben und das Inflationsziel 2 % fast erreicht ist.

Südafrikas Verbraucherpreisindex blieb im März mit 3,8 % zum Vorjahr unter den Erwartungen (4,1 %). Auch die Kernrate enttäuschte mit 4,1 %. Trotzdem geriet USDZAR unter Druck. Positiv fielen die EInzelhandelsumsätze aus, die im Februar um 4,9 % zum Vorjahr stiegen.

Die Rohöl-Lagerbestände sind in den USA um 1,071 Mio Barrel gesunken. Erwartetn wurden -0,5 Mio. WTI schießt über die 68-$-Marke

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat ein Entgegenkommen der EU im Handelsstreit mit den USA ausgeschlossen. Angesichts der Protektionistischen Bestrebungen in den USA scheint die EU eher auf die Belebung anderer Handelsbeziehungen zu setzen. So hat die EU Handelsabkommen mit Japan und Singapur unterzeichnet.

Die US Bancorp konnte nicht an die bisher guten Daten aus der Berichtssaison anknüpfen. zwar konnte die Bank die Gewinnprognose (95 ct.) mit 96 ct. je Aktie knapp übertreffen. Der Umsatz enttäuschte mit 5,47 Mrd $ aber. Erwartet wurden 5,53 Mrd. $

Besser lief es bei Morgan Stanley, die mit 1,45 $ je Aktie die Prognose (1,25 $) deutlich übertraf. Auch der Umsatz überzeugte mit 11,1 Mrd. Dollar.

Abbot Laboratories konnte die Erwartungen mit einem Gewinn von 59 Cent je Aktie und einem Umsatz von 7,4 Mrd. Dollar knapp übertreffen. 

Das Vertrauen der Deutschen in selbstfahrende Autos ist sehr überschaubar, wie eine Umfrage Bitkom und TÜV herausfand. Zwar glauben 60 % der Befragten, dass selbstfahrende Autos mehr Sicherheit bringen, gleichzeitig befürchten aber 68 % technische Probleme. 63 % haben Angst vor einem Hackerangriff.

Angela Merkel wird den US-Präsidenten Donald Trump am 27. April treffen. Ein Thema sollen die neuen Sanktionen gegen Russland sein, die Deutschland für kontraproduktiv hält. Sie könnte erhebliche konjunkturelle Auswirkungen haben. Am Freitag will schon Olaf Scholz für Ausnahmen werben. 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat überraschend vorgezogene Neuwahlen für den 24. Juni 2018 gefordert. Das Land benötige stabile Verhältnisse argumentierte Erdogan. Mit den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen soll gleichzeitig ein Einführung des Präsidialsystems in der Türkei abgeschlossen werden. Mit Spannung warten politische Beobachter auf die Entscheidung zum immer noch geltenden Ausnahmezustand. Sollte dieser um drei weitere Monate verlängert werden, würden die Wahlen im Notstand abgehalten werden. Ob so freie Wahlen mit gleichen Chancen für alle politischen Kräfte gewährleistet werden können, dürfte zumindest nicht sicher sein. Aber das ist wohl auch nicht so wichtig. Mit den Neuwahlen fällt die Position des Regierungschefs auf den Präsidenten, was die Machtfülle für Erdogan deutlich ausweitet. Wie der türkische Präsident der EU erklären will, dass diese Quasi-Diktatur mit den Werten der EU vereinbar sein könnte, bleibt schleierhaft.

 8.25 Uhr

Gute Vorgaben aus den USA und Asien lassen heute auch den Dax freundlich starten. Der deutsche Leitindex beginnt den Tag über 12.600 Punkten und könnte damit die Wolkenoberkante im Dailychart bei 12.660 attackierten. Ein weiteres Ziel ist die 12.750, die ein wichtiger Widerstand werden könnte. Auf der Unterseite wartet bei 12.530/00 erster Support. Gestützt wird der Markt durch die bisher sehr positiv verlaufende Berichtssaison in den USA

EURUSD hat sich in der Nacht stabilisiert und handelt um 1,2375. Ein erneuter Ausbruchsversuch über die 1,24 könnte die Dax-Bullen behindern. Widerstände sind außerdem bei 1,2425/75 zu erwarten. Support dürfte bei 1,2345/00 zu erwarten sein. 

Am Vormittag stehen die Verbraucherpreise in Großbritannien (10.30 Uhr) und der Eurozone (11 Uhr9 im Wirtschaftskalender. 16 Uhr verkündet die Bank of Canada das Ergebnis ihrer geldpolitischen Sitzung und 16.30 Uhr veröffentlicht die US-Regierung die Erdöl-Lagerbestände. Außerdem geht die US-Berichtssaison weiter:

12:55 Morgan Stanley Q1
??:?? US Bancorp Q1
13:45 Abbott Laboratories Q1
22:00 American Express Q1
22:10 Alcoa Q1

Deutlich zurückgegangen sind mit -1,047 Mio. Barrel die API-Rohöl-Lagerbestände in den USA, was den Preis für WTI wieder über die 67-$-Marke hob. 

IBM lieferte gestern Abend leicht über den Erwartungen Quartalszahlen, wurde aber nachbörslich trotzdem abverkauft. Der Gewinn lag bei 2,45 $ je Aktie, der Umsatz bei 19,1 Mrd. Dollar. Die Anlager könnten sich am wenig inspirierenden Ausblick gestört haben, der einen Gewinn von 13,80 $ für 2018 vorsieht, 4 Cent unter den Erwartungen. 

Einen Verlust von 50 Cent je Aktie musste Unitied Continental ausweisen. Die Analysten erwartten einen Gewinn von 38 Cent. 

Japans Handelsbilanzüberschuss lag im März mit 797 Mrd. Yen deutlich über den Erwartungen. Hauptursache waren leicht rückläufige Importe. Die Exporte stiegen mit 2,1 % weniger als erwartet (4,7 %). Um deutliche 10,8 % ist der Handelsüberschuss mit China gestiegen.

Nach Aussagen von Präsident Donald Trump haben die USA direkte Gespräche mit Nordkorea auf sehr hoher Ebene gestartet. Die Washington Post will erfahren haben, dass sich der designierte Außenminister Mike Pompeo am Wochenende heimlich mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un getroffen haben soll. Dieser Bericht wurde inzwischen von Donald Trump bestätigt (14.30 Uhr). 

Börse im Überblick, 17. April

Die ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland waren mit -8,2 Punkten richtig schlecht. Erwartet wurden -0,8 %. Schlechter war der Index zuletzt im November 2012. Auch die aktuelle Lage blieb mit immer noch guten 87,9 unter den Erwartungen (88,0).
Wenn man mal davon ausgeht, dass die Konjunkturdaten ja bisher eher gut sind, kann man in etwa messen, wie viel Angst die Anleger haben, dass sich die Hochkonjunktur langsam dem Ende nähern könnte. Genügend belastende Elemente werden ja auch aus Washington geliefert. 
Die Konjunturerwartungen für die Eurozone blieben mit 1,9 Punkten auch deutlich unter den Erwartungen. 
Nichts desto trotz haben die Marktteilnehmer den Dax nicht aufgegeben und kauften ihn zum Mittag knapp über die 12.500, aber nicht ganz bis zum hoch vom Freitag (12.531). Damit bleibt es erstmal bei der Hängepartie. Entscheidung könnte durch die Quartalszahlen nahen, die gleich aus den USA zu erwarten sind. Sinnvoll wird da aber sein, dass man die Reaktion der Wall Street abwartet, denn bei den guten Zahlen anderer Großbanken nahmen die Anleger am Freitag trotzdem Gewinne mit. Gestern Abend hatte sich allerdings die Stimmung nach den guten Zahlen von Netflix aufgehellt. Es ist also ein Würfelspiel, wenn man schon jetzt vorhersagen will, die die Märkte auf welche Daten reagieren werden. Es bleibt dabei: Der Markt ist nervös und das zu recht, wenn man an die Unberechenbarkeit des US-Präsidenten denkt. I
Auf der Oberseite würde bei nachhaltiger Überwindung der 12.531 Widerstand bei 12.603 warten. Unten gibt´s Support um 12.385 und 260. Darunter wären die Bären am Zug,

Unterstützung für den Dax kommt sicher auch von einem schwächeren Euro.

Die US-Baugenehmigungen lagen im März mit 1,354M über den Erwartungen (1,330M). Auch die Baubeginne mit 1,319M über den Prognosen (1,27M). Die Industrieproduktion wuchs im März um 0,5 %. Analysten erwarteten +0,3 %.

Gute Daten auch aus Kanada. Die Industrieumsätze legen im Februar um beachtliche 1,9 % zu.

Die britischen Arbeitsmarktdaten gaben durchaus Grund zur Freude. Die Zahl der Arbeitslosen legte zwar um 11.600 zu, blieb damit aber knapp unter den Befürchtungen (13.330). Die Arbeitslosenquote sank von 4,3 auf 4,2 %. Nicht so erfreulich ist die Lohnentwicklung, die inkl. Bonuszahlungen im Februar nur um 2,8 % zum Vorjahr stieg. Erwartet wurden 3,0 %.

Der IWF hat seine weltweite Wachstumsprognose für die nächsten beiden Jahre unverändert gelassen. Für einige Industrieländer wurde die Institution aber optimistischer. So erwartet der IWF für die USA jetzt für 2018 ein Wachstum von 2,9 % (bisher 2,8) und für 2019 von 2,7 % (2,5). In der Eurozone soll die Wirtschaft 2018 um 2,4 statt um 2,2 % wachsen, in Deutschland um 2,5 statt 2,3 %. Für 2019 werden jeweils unverändert 2 % Wachstum erwartet.

Schwächster SDAX-Wert ist am Mittag die Deutsche Beteiligungs AG, die nach einer Gewinnwarnung mit -4,5 % abgestraft wurde. 

Noch schlimmer erwischt es Drägerwerk. Der TecDax-Wert schmiert bis zum Mittag um fast 10 % ab, nachdem die DZ Bank das Kursziel von 72 auf 55 € absenkte. Auch die NordLB senkt den Daumen und kassiert das Kursziel 92 €. Nun wird das Ziel 72 € ausgerufen. Gleichzeitig erfolgt die Abstufung von Buy auf Hold.

UnitedHealth liegt mit 3,04 $ je Aktie Gewinn über den Erwartungen. Auch der Umsatz überzeugt mit 55,2 Mrd. $ überzeugte. Das unternehmen hob den Ausblick an. 

Auch Johnson&Johnson konnte die Erwartungen mit 2,06 $ je Aktie Gewinn und 20 Mrd. $ Umsatz übertreffen.

Sehr stark waren die Zahlen von Goldman Sachs. Der Gewinn lag mit 6,95 $ je Aktie deutlich über den Erwartungen (5,58 $). Auch der Umsatz (10,04 Mrd. $) weit über den Prognosen (8,74 Mrd.)

Bei Netflix wurde nach den guten Daten von mehreren Analysten das Kursziel angehoben. Die Aktie legt vorbörslich deutlich zu.

China öffnet seine Wirtschaft weiter. Zukünftig ist es ausländischen Autobauern erlabt, sich an mehr als zwei Unternehmen im Reich der Mitte zu beteiligen. 

US-Finanzmiister Steven Mnuchin wird heute zitiert, die gestrigen Twitter-Äußerungen von US.Präsident Donald Trump zu angeblichen Währungsmanipulationen Chinas und Russlands seien als Warnung zu verstehen. Und ich rätsel immer noch, um welche Währungsmanipulation es sich eigentlich handelt. Der Yuan hat seit Anfang 2017 deutlich zugelegt und der Rubel ist ein Opfer US-amerikanischer Politik. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angekündigt. Ein Termin wurde jedoch noch nicht vereinbart.

Der britische Kriegs-Reporter Robert Fisk ist als erster westlicher Journalist für den angesehenen "Independent" in der syrischen Stadt Duma gewesen und hegt Zweifel an dem angeblichen Giftgasangriff der Syrer. Dieser mutmaßlich Angriff führte am Wochenende zu einem Militärschlag der USA, Großbritanniens und Frankreichs gegen angebliche Einrichtungen, in denen chemische Waffen entwickelt oder gelagert werden sollen. 

 8.25 Uhr

Uneinheitliche Vorgaben kommen aus dem nächtlichen Handel. Während der Nikkei und der australische S&P/ASX auf der Stelle traten, zeigten sich die US-Futures positiv.

Gestern Abend hat Netflix bei den Neuabonnenten überraschend gute Zahlen geliefert, was die Aktie nachbörslich deutlich beflügelte. 7,4 Mio neue Abonnenten kamen hinzu. Der Gewinn legte um 63 % auf 64 Cent je Aktie zu. Der Umsatz stieg um 40 % auf 3,7 Mrd. US-Dollar.

Aus China kamen hingegen eher mäßige Zahlen, die aber offensichtlich vom Markt unproblematisch gesehen wurden. Das BIP stieg im März um 6,8 % zum Vorjahr, was den Erwartungen entsprach. Dabei zeigte die Industrieproduktion mit +6 % ein abgekühltes Wachstum. Auch die Anlageinvestitionen enttäuschten mit +7,5 %. Positiv kamen die EInzelhandelsumsätze mit +10,1 % an. Der Shanghai Composite  litt wohl auch unter der Zinserhöhung um 5 basispunkte bei der einjährigen Kreditfaszilität. Auch die USA dürften eher zu Skepsis beitragen. Dort wird über weitere Handelsbeschränkungen für chinesische Produkte nachgedacht.

Der Dax startet mit einigen Punkten im Plus innerhalb der gestrigen Range. Ob es heute für einen nachhaltigen Sprung über die 12.500 reicht oder eine Korrektur unter die 12.380 ansteht, muss der Markt noch beantworten. 

Bei EURUSD bleiben wohl die Bullen in Vorhand. Allerdings hat das Paar die 1,2395 noch nicht überwunden.  Darüber warten weitere Widerstände bei 1,2425 und 1,2475/80. Auch der Ichimoku im Stundenchart zeigt nicht an, dass die Bullen in den nächsten Stunden sehr viel Dynamik entwickeln könnten. 

Neue Impulse gibt es am ehesten von den ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone, die 11 Uhr veröffentlicht werden. Aus den USA gibt es 14.30 Uhr die Baugenehmigungen und -beginne. 15.15 Uhr wird die Industrieprodution veröffentlicht. Außerdem geht die Berichtssaison weiter:

11:55 UnitedHealth 
12:40 Johnson & Johnson 
13:30 Goldman Sachs 

22:00 IBM Q1
22:05 United Continental Q1

In Großbritannien werden 10.30 Uhr die Arbeitsmarktdaten gemeldet.

In Japan stagnierte die Industrieproduktion im Februar. Erwartet wurde ein kräftiges Wachstum von 4,0 %. Im Januar musste noch ein Einbruch um 6,8 % vermeldet werden. 

Bayer erhöht das Kapital. Die Investmentgesellschaft Temasek zeichnet dafür 31 Mio. neue Aktien im Bruttoemissionswert von 3 Mio Euro. 

China hat sich mit US-Staatsanleihen eingedeckt. Der größte Gläubiger der USA hält so viele Anleihen wie seit sechs Monaten nicht mehr. 

Nach Erkenntnissen der USA und Großbritanniens soll Russland eine großflächige Cyberattacke verübt haben. Betroffen sollen auch Privat-Rechner gewesen sein. 

Börse im Überblick, 16. April

Die US-Einzelhandelsumsätze sind im März um gute 0,6 % gestiegen. Die Kernrate (ohne Autos) legte allerdings nur um die prognostizierten 0,2 % zu.

Der NY Empire State Herstellungsindex schaffte es nur auf 15,8 Punkte. Erwartet wurden 18,8 Punkte nach 22,5.  Die Expansion der Wirtschaft hat also nicht ganz das erwartete Tempo.

Die US-Lagerbestände wuchsen im Februar wie erwartet um 0.6 %

Erstaunlich schwach präsentierte sich der Schweizer Erzeugerpreisindex, der im März um 0,2 % sank. Erwartet wurden +0,4 %.

New York Fed-Chef William Dudley ist sich noch unklar, wie viele Zinsanhebungen in diesem Jahr richtig sind. Der bald scheidende Gouverneur der mächtigen Regional-Fed glaubt, dass drei bis vier Zinsschritte angemessen sein. 

Die Bank of Amerika übertraf mit einem Gewinn von 62 ct. je Aktie und einem Umsatz von 23,1 Mrd. US$ die Analystenerwartungen. Beim Umsatz war es aber sehr knapp (23,06 Mrd. $). Mit Blick auf die Reaktion der Märkte in der letzten Woche könnte das den Marktteilnehmern nicht reichen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich für einen zügigen Aufbau einer Batteriezellen-Fertigung für E-Autos in Europa ausgesprochen. Schon bis zur Sommerpause soll es erkennbare Fortschritte geben. Die Produltion soll in mehreren EU-Staaten stattfinden. 

Die Opel-Mitarbeiter bekommen aktuell zu spüren, wie die neue Mutter PSA zu Arbeitnehmer-Rechten steht. Eine Investitionsentscheidung für das Werk in Eisenach hat man zurückgestellt, weil es einen Tarifstreit mit der IG Metall gibt. Na ja, wir wollen doch mal nicht von Erpressung reden. Aber ein bisschen kling das schon danach...

Deutlich unter Druck geriet Netflix. Das Unternehmen liefert heute Abend Quartalszahlen. 

Die US-Sanktionen gegen Russland könnten die europäische Aluminium-Produktion schwer treffen. In Russland drohen nach Ansicht des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft die Abschaltung ganzer Produktionsstandorte und ein Produktionsausfall in der weiterverarbeitenden Industrie. Besonders heikel könnte es für Rusal, der für 40 % der europäischen Aluminium-Importe steht. Man rechnet damit, dass die EU-Unternehmen aus Angst vor Verstößen gegen die Sanktionsauflagen Aluminium aus anderen Ländern importieren werden., beispielsweise aus den USA Dies könnte die Preise steigen lassen und würde vor allem der US-Wirtschaft helfen. US-Sanktionen gelten grundsätzlich auch für alle Unternehmen und Institutionen, die in den USA Geschäfte machen wollen. Wie kritisch es ist, wenn man mit den "falschen Partnern" Geschäfte macht, musste gerade die chinesische Telekom-Firma ZTE erfahren, die auch Geschäfte mit dem Iran macht und so gegen US-Sanktionen verstoßen hat. Das Unternehmen wurde von einem texanischen Gericht zu einer Strafe von mehr als einer Mrd. Dollar verdonnert, weil dieses chinesische Unternehmen, die US-Gesetze in China nicht eingehalten hat. US-Regierungssprecherin Sanders hat heute erklärt, die USA würden weitere Sanktionen erwägen.

Die Hans-Böckler-Stiftung warnt für Deutschland vor einer Rezession in den kommenden drei Monaten. Auslöser könnte die Verunsicherung der Wirtschaft bezüglich der US-Handelspolitik sein.  Die mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit wird vom stiftungseigenen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung für den Zeitraum bis Ende Juni mit 32,4 % angegeben. Einen Momnat vorher waren es noch 6,8 %.

Das Institut der deutschen Wirtschaft sieht das Wachstum für dieses und nächstes Jahr dagegen bei jeweils gut 2 %. Das Wachstum  wird vor allem vom starken Konsum getragen.

Der IWF erwartet für 2018 und 2019 eine breitangelegte Expansion der globalen Wirtschaft. Morgen, 15 Uhr wird die Organisation ihren ökonomischen Ausblick veröffentlichen. 

Jeden Tag eine Hass-Mail gib uns: Heute behauptet Donald Trump via Twitter: Russland und China würden ausnutzen, dass die Fed die Zinsenanhebt und ein "Währungsabwertungsspiel" spielen. Komisch, der Yuan  hat seit Jahresbeginn 4,2 % an Wert verloren. Auch die Verluste des Rubels sind wohl eher hausgemacht: Die zahlreichen Sanktionen gegen Russland leiteten in den letzten Tagen eine Kapitalflucht aus Russland ein. Aber das interessiert die Trump-Fans wahrscheinlich nicht so sehr. Und so reitet Trump weiter die Wut-Welle: Schuld sind immer die anderen.

Langsam scheint sich im Westen die Einsicht durchzusetzen, dass man für eine Lösung im Konflikt in Syrien auch mit dem amtierenden Präsidenten Bashar al-Assad sprechen muss. Zumindest erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert für die Bundesrepublik, dass man bereit sei, mit  Assad zu sprechen. Ob die Haltung, dass eine langfristige Zukunftslösung nur ohne Assad denkbar sei, sehr hilfreich ist, muss sich zeigen. Normalerweise sollten das die Syrer in einer Wahl entscheiden. 

 8.45 Uhr

Oft ist es ja so, dass nach einem befürchtete Ereignis Erleichterung eintritt und die Märkte mit einer Rally antworten. Am Wochenende schossen die USA gemeinsam mit ihren Verbündeten Großbritannien und Frankreich Raketen auf drei Ziele in Syrien. Eine Eskalation der Krise blieb aus. 

Die Märkte in Asien reagierten auch nicht unfreundlich, die ganz große Rally blieb aber aus. Grund dürfte China sein. Der Hongkong-Dollar zeigte sich ziemlich schwach, was Anleger mit einer Abwanderung von Liquidität aus dem Markt begründeten. Dazu macht die schwache Handelsbilanz Chinas Sorgen. Trotz des Defizits stieg nämlich der Überschuss beim Handel mit den USA. Plötzlich belastet die Angst vor einem Handelskrieg wieder. So ging es in Japan und Australien leicht nach oben, während die Börsen in Shanghai und Hongkong dicke Minuszeichen tragen

Der Dax startet freundlich um 12.500 Punkte. Schafft er den Ausbruch über diese runde Marke, wären 12.610 ein mögliches nächstes Ziel. Wie stark China den europäischen Markt belastet, muss man abwarten. In den USA könnte außerdem dein TV-Auftritt von FBI-Chef James Comey belasten. Er hatte am Wochenende Donald Trump als moralisch ungeeignet für das Amt des US-Präsidenten bezeichnet. Auf der Unterseite gibt es unter der 12.435 im Bereich 12.300/260 Support.

An Daten gibt es heute erst am Nachmittag Impulse. In den USA werden 14.30 Uhr die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Der deutsche Großhandelsumsatz stagnierte im März. Erwartet wurden +0,4 %.

EURUSD startet seitwärts unter dem Widerstand 1,2445 in die Woche. Auf der Oberweite gibt es bei 1,2385/95 und 1,2425/75 Widerstand. Support findet das Paar bei 1,2285/15.

Covestro (2,20 je Aktie) und Airbus (1,50 € je Aktie) werden heute Ex-Dividende gehandelt. 

Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettunger hat der Bundesregierung Zögerlichkeit bei der Unterstützung der Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa vorgeworfen. Man benötige möglichst schon beim EU-Gipfel im Juni erste Beschlüsse um die Versäumnisse der Vergangenheit bis zur Europawahl im Frühjahr 2019 nachzuholen. Die Bundesregierung sieht vor allem die Bankenunion und die Reform der Eurozone kritisch.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, die Beiträge über den gesetzlichen Rahmen hinaus zu senken. Die Krankenkassen hätte zu große Rücklagen. 

Sowohl die USA als auch Mexiko sehen gute Fortschritte bei den Neuverhandlungen des Handelsabkommens NAFTA. Positiv äußerten sich unter anderem US-Handelsminister Wilbur Ross und Mexikos Präsident Einrique Peña Nieto.

Die USA wollen heute neue Sanktionen gegen Russland verkünden. Die sollen wegen Russlands Unterstützung des Assad-Regimes verhängt werden. 

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian warnt vor einem Erstarken des IS im Osten Syrien. man solle nicht vergessen, dass die eigentlichen Feinde die Islamisten seinen, so der Chefdiplomat.

Börse im Überblick, 13. April

 Die Amis gehen mit überraschend schwachen Daten ins Wochenende. Das Konsumklima der Uni Michigan bleibt mit 97,8 Punkten recht deutlich unter den Erwartungen (100,6). Trotzdem darf man immer noch von einem hohen Niveau sprechen. 

Der JOLTS-Report weist für den Februar 6,052M freie Stellen aus, rund 58.000 weniger als erwartet. Auch das sind jetzt nicht wirklich schlechte Zahlen.
Die Wall Street nimmt Gewinne mit, wobei die Korrektur bisher nicht dramatisch ist. 2.655 könnte im SPX500 ein wichtiger Support sein.

 Der Handelsbilanzüberschuss der Eurozone blieb im Februar mit 18,9 Mrd. Euro unter den Erwartungen (20,2 Mrd. Euro)

Deutlich unter den Erwartungen blieb der polnische Verbraucherpreisindex, der im März nur um 1,3 % zum Vorjahr stieg. 

Für Bundesumweltministerin Svenja Schulze sind technische Nachrüstungen für Dieselfahrzeuge nicht vom Tisch. Die SPD-Politikerin glaubt, dass man sich der Debatte um Nachrüstungen nicht verweigern darf, wenn man Fahrverbote in den am stärksten von Feinstaub belasteten Städten verhindern will. 

Deutz gehört heute zu den großen Gewinnern, nachdem das Unternehmen sehr gute Quartalszahlen veröffentlichte.

JPMorgan Chase überzeute mit einem Gewinn von 2,37 $ je Aktie (erwartet 2,28 $) Der Umsatz lag mit 27,9 Mrd. Euro ebenfalls besser als gedacht (27,63 Mrd. $). Auch die Citigroup und Wells Fargo überzeugten mit ihren Quartalszahlen. 

Die Deutsche Bank stuft Netflix von Halten auf Kaufen hoch und erhöht das Kursziel von 240 auf 350 $. Auch Wells Fargo hebt das Kursziel deutlich an: Von 285 auf 340 $

Roll Royce muss eine Reihe Triebwerke am Boeing 787 Dreamliner überprüfen. Es betrifft ein Viertel der weltweiten Dreamliner-Flotte. Einige Teile seinen nicht so haltbar wie erwartet. Rolls Royce-Chef Warren East bedauerte die damit einhergehenden Einschränkungen im Flugplan und die Unanehmlichkeiten für die Passagiere. Die Überprüfung der Triebwerke wird Kosten über die bisher kalkulierten 340 Mio Pfund hinaus verursachen. Die Aktie des Unternehmens kommt dementsprechend unter Druck. 

Goldman Sachs glaubt nicht an Tesla und prognostiziert, das der Aktie ein Wertverlust von bis zu einem Drittel bevorstehen könnte. Die Anleger interessiert dies freilich nicht. 

Als Gegenmaßnahme gegen die Sanktionen der USA gegen Russland will Moskau die Arbeitsgenehmigungen für Amerikaner beschränken und  Sanktionen in den Bereichen Atomenergie und Luftfahrt verhängen.

 8.45 Uhr

Keine neuen Impulse gab es in der Nacht. Überraschend war das Handelsdefizit der Chinesen. Die Exporte gingen im März überraschend um 2,7 % zurück, während die Importe um 14,4 % zum Vorjahr stiegen. Macht im März ein Defizit von 4,98 Mrd. $. Mit den USA ergibt sich allerdings wieder ein Handelsüberschuss von 58,3 Mrd. $ und ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen 

Der Dax startet etwas über dem gestrigen Tageshoch, bleibt aber unter den Widerständen 12.460/500. Drüber wäre 12.600/660/750 ein mögliches Ziel. Die Frage ist, ob der Ausbruch heute gelingt. Entspannung im Syrien-Konflikt gibt es nicht und so dürfte der Markt auch auf die Entwicklung rund um einen möglichen Angriff des Westens (neben den USA wollen auch Großbritannien und Frankreich teilnehmen) schauen. 

Von der Konjunkturseite dürfte heute der Auftakt der Berichtssaison im Vordergrund stehen:

12.50 Uhr JP Morgan

14.00 Uhr Citigroup und Well Fargo.

Ex-Dividende wird heute Puma gehandelt (12,50 €)

Der Verbraucherpreisindex aus Deutschland bestätigt die erste Veröffentlichung für März. Er legt 1,6 % zum Vorjahr zu. EURUSD beginnt unverändert bei 1,2330. Der Ichimoku im Stundenchart ist eher bärisch, aber insgesamt ist das Bild doch eher neutral zu werten. Auch hier wird man wohl auf einen neuen Impuls warten müssen. Unterstützt wird das Paar von der 1,2285, wo auch der langfristige Aufwärtstrend liegt. und bei 1,2215. Widerstand gibt es bei 1,2345/50 und 1,2385/95.

An Entspannung glauben die Marktteilnehmer beim möglichen Militärschlag auf Syrien. Die Anlegen gehen inzwischen nur noch von einem symbolischen Schlag gegen wenige Ziele aus. Die Russen dürften vorab informiert worden sein. Aus dem US-Verteidigungsministerium wurde bekannt, dass es sich um bis zu acht Ziele handeln könnte. Eine finale Entscheidung steht weiter aus. Nach Deutschland hat auch Japan eine Teilnahme an einem Militärschlag gegen Syrien ausgeschlossen. 

Börse im Überblick, 12. April

Die Eurozonen-Industrieproduktion ist im Februar um 0,8 % geschrumpft. Das lag unter den Erwartungen der Analysten (0,1 %) und ist irgendwie trotzdem keine Überraschung, wenn man die Daten der letzten Wochen aus den Mitgliedsstaaten berücksichtigt.

 Der Dax, der sich nach den Daten kaum bewegte, legte zu, als Donald Trump einen neuen Tweet verfasste. Niemand hätte einen Zeitpunkt für einen Angriff genannt. Es könne bald geschehen oder eben nicht so bald. Der Präsident beklagte, dass sich noch niemand dafür bedankt habe, dass die USA die Region vom IS befreit hätten. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat inzwischen eine deutsche Beteiligung an einem möglichen Angriff auf Syrien ausgeschlossen. 

Die EZB hat im Protokoll der letzten Zinssitzung angemerkt, dass die jüngste Aufwertung des Euro bisher noch keine Auswirkungen auf die Güterpreisinflation hatte. Sie könnte die Inflation zukünftig aber negativ beeinflussen. Eine Ausweitung der Anleihekäufe ist vom Tisch, aber die Kommunikation eines Endes des Programms APP sei noch zu früh, so die EZB. Sollte es erforderlich sein, ist die EZB bereit, andere Maßnahmen zu ergreifen, um das Inflationsziel zu erreichen.

Unterschiedliche Signale gibt es von den Import- und Exportpreisen in den USA. Der Importpreisindex stagniert, während der Exportpreisindex um 0,3 % zulegt. Erwartet wurden jeweils 0,2 %

Deutlich unter den Erwartungen blieben die brasilianischen Einzelhandelsumsätze. Sie fielen im Februar um 0,2 %. Erwartet wurden +0,8 %.

Gute Zahlen lieferte Puma für´s erste Quartal. Der Ausblick für 2018 wurde leicht angehoben. Die Aktie handelte mittags rund 1,7 % im Plus.

Blackrock bleibt im 1. Quartal deutlich über den Erwartungen.

Dagegen bietet Delta Air Lines mäßige Umsatzzahlen. Mit 9,8 Mrd $ bleiben sie unter den Erwartungen (9,83 Mrd. $). Der Gewinn lag im ersten Quartal mit 74 ct./Aktie knapp über den Erwartungen (73 ct.). Dafür prognostiziert die Airline für 2018 ein EPS von 6,35 - 6,70 $, Der Markt erwartete lediglich 6,25 $ je Aktie. Die Aktie legt dynamisch zu.

Das EU-Parlament sieht Demokratie und Rechtsstaat in Ungarn gefährdet. Die für den Bericht zuständige Grünen-Abgeordnete Judith Sargentini fordert wegen der Gefährdung von Grundwerten der EU Sanktionen gegen Ungarn.

Die EU hat die Sanktionen gegen den Iran um ein Jahr verlängert.

IWF-Chefin Christine Lagarde sieht das chinesische Mammutprojekt "Neue Seidenstraße" kritisch. Armen Ländern könnten durch das Infrastrukturprojekt zu hohe Schulden aufgebürdet werden. 

China ist mit den Verhandlungen über einen faireren Handel mit den USA unzufrieden. Die Gesprächsversuche mit der US-Administraion seien bisher dürftig, schätzt das chinesische Handelsministerium ein. 

In Neuseeland wird die Regierung nach Angaben der Premierministerin Jacinda Ardern zukünftig keine neuen Genehmigungen für die küstennahe Erdöl- und Gasförderung vergeben. 

 8.45 Uhr

Das Weiße Haus versuchte gestern den Tweet von Donald Trump wieder einzufangen. Regierungssprecherin Sarah Sanders meinte, alle Optionen liegen auf dem Tisch, was heißen sollte, ein Raketenangriff auf Syrien sei nur eine Option von vielen. Die Märkte in Asien schoben dann seitwärts. Auch der Dax startet nahezu unverändert zu gestern. Charttechnisch ungünstig für die Bullen ist, dass der Start unter 12.310 erfolgt. So bleibt die Option für eine Fortsetzung der Korrektur auf dem Tisch.. Ziele sind 12.206 und 12.160. Über etwa 12.350 hätte der Dax die Chance Richtung 12.460/500 auszubrechen.

Das FOMC-Sitzungsprotokoll bewegte den Markt kaum. Die Notenbänker der Fed sind weiter von ihrer Politik der graduellen Zinserhöhungen überzeugt. Einige denken darüber nach, den Markt darauf vorzubereiten, dass die Fed auch bereit ist, die Zinsen so anzuheben, dass eine Abkühlung der Konjunktur stattfinden würde. Besonders die Fiskalpolitik könnte zu Überhitzungserscheinungen führen. So rechnet die Fed mit einem verlängertem überdurchschnittlichen Wachstum. Ein Abwärtsrisiko ist für viele ein Handelskrieg. Zölle auf Stahl und Alu wird hingegen für den Ausblick als unterheblich angesehen. 

EURUSD brach den Aufwärtstrend dieser Woche und könnte nun aus charttechnischer Sicht Richtung 1,2285 und 1,2215 korrigieren. Auf der Unterseite wären bei 1,2385/395/425/475 zahlreiche Widerstände zu berücksichtigen.

Der gestern deutlich gestiegene Ölpreis hält sich auf hohem Niveau um 67 $.

In Australien sind die Inflationserwartungen für die kommenden 12 Monate im März von 3,7 % im Vormonat auf 3,6 % gefallen. Die Wohnungsbaukredite fielen mit -0,2 % etwas weniger als vom Markt befürchtet.

Die Volkswagen-Truck- und Bussparte möchte mit dem LKW- und Bushersteller Hino Motors aus Japan zusammenarbeiten. Mehrheitseigner dort ist Toyota. Ein langjähriger Kooperationsvertrag, der viele Themenfelder umfasst wurde unterzeichnet.

Gerresheimer hat insgesamt überzeugende Zahlen für das 1. Quartal veröffentlicht. Das EBITDA lag allerdings mit 54,9 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr (59,9 Mio.) Analysten rechneten allerdings nur mit 54,3 Miod. Der Umsatz stieg um 10 Mio auf 299,2 Mio Euro. Das bereinigte Konzernergebnis wurde mit 58,1 Mio. Euro mehr als verdreifacht. Der Ausblick für 2018 wurde bestätigt. Dies könnte den Anlegern zu wenig sein. 

Das US-Finanzministerium hat die Sanktionen gegen die Schweizer Sulzer AG aufgehoben und eine Lizenz erteilt, die erlaubt, dass der von den Sanktionen gegen Russland betroffene  Hauptaktionär Viktor Vekselberg seine Beteilung auf unter 50 % abbaut. 

Großbritannien wird sich mit U-Booten an einem möglichen Raketenangriff auf Syrien beteiligen. Nach wie vor gibt es keinen Beweis, dass die Assad-Armee wirklich Chlorgas auf Duma geworfen hat. Auch hier werden erstaunlich voreilig Schlüsse gezogen, die zwar auf der Hand liegen, aber eben eigentlich noch bewiesen werden müssen. Möglich, dass es diese Beweise gibt, aber warum legt man sie dann der Öffentlichkeit nicht vor? In einer Demokratie sollte doch der Wähler wissen, warum seine Regierung so handelt wie sie handelt, oder nicht?

Börse im Überblick, 11. April

Die US-Verbraucherpreis verhalten sich im Rahmen der Erwartungen. Verbraucherpreisindex im März wie erwartet 2,4 % zum Vorjahr, Kernrate 2,1 %. Vor einem Monat waren es 2,2 und 1,8 %.
Das Real-Einkommen stieg mit 0,4 % zum Vormonat deutlicher als erwartet (0,2 %)

Auf EURUSD hat dies eher keine Auswirkungen. Das Paar bleibt auf Erholungskurs. Auch der irre Tweet von Donald Trump an Russland hat das Paar nicht bewegt. Darin hat der US-Präsident einen Raketenangriff auf Syrien angekündigt und bezweifelt, dass die Russen alle Raketen von Himmel holen werden. 

EZB-Präsident Mario Draghi sieht die Inflation in der Eurozone auf gutem Weg. Der EZB-Rat sei sicher, dass die Effekte, welche zur aktuell weiter niedrigen Inflation beitragen temporär sind. Die Inflation wrde zum Ziel knapp unter 2 % zurückkehren. In gewissem Maße geschehe dies schon. Sorgen machen den Notenbänken drohende Zölle. Sie könnten das Vertrauen der Anleger  belasten, denn wer würde schon in Unternehmen investieren, die von Zöllen bedroht sein könnten. Die Zentralbank wolle mögliche Auswirkungen genau beobachten. 

Großbritanniens Produktion des verarbeitenden Gewerbes enttäuscht im Februar mit einem Rückgang von 0,2 %. Erwartet wurden +0,2 %. Zum Vorjahr ergibt sich statt 3,3 % nur ein Plus von 2,5 %, Den FTSE 100 störte dies aber nicht. Der Aktienindex aus London zeigt sich am Vormittag freundlich. EURGBP zeigt gar keine Reaktion.

Das britische Handelsbilanzdefizit bleibt mit -10,2 Mrd. GBP unter den Befprchtungen (-12 Mrd. GBP)

Italiens Einzelhandelsumsätze sind im Februar um 0,4 % gestiegen. Erwartet wurden nur 0,3 %.

Weiter unter Druck bleibt heute die Türkische Lira. Als Hauptbelastungsgrund sehen die Anleger die explosive Lage in Syrien. 

Weiter gefragt bleibt in diesem Zusammenhang Gold, das sich mittags dem Widerstand 1.348 nähert.

In China scheint sich der Markt für ausländische Investoren weiter zu öffnen. nach den Worten von Notenbankchef Yi Gang ist eine Handelsverbindung zwischen den Börsen von Shanghai und London geplant.

Öl-Lagerbestände in den USA nehmen um 3,306 Mio. Barrel zu. Auch die Benzinvorräte steigen. Die Korrektur im WTI bleibt gering, denn es gibt aktuell doch mehr Gründe mit einer Verknappung des Öl-Angebotes zu rechnen. Stichworte bleiben Russland und der Iran.  Russland ist schon von Sanktionen schwer getroffen. Der Iran könnte bald folgen, wenn ich die Zeichen aus Washington richtig interpretiere. Über 67,10 könnte sich der Preis in den Bereich 74,75/76,72 bewegen. Ein Preis, den auch Saudi Arabien gern sehen würde. Ironie des Schicksals: Über Riad wurden mehrere Raketen abgefangen. Auch das soll den Öl-Preis beflügelt haben. 

Auch der Russische Rubel bleibt unter Druck. Hier scheinen die neuen US-Sanktionen zu wirken und Kapital aus dem größten Land der Erde flüchten lassen.

Bei den Einzelwerten gibt heute die Aktie der Sulzer AG aus der Schweiz deutlich nach. Das Unternehmen meldete, dass die US-Banken die Konten aufgrund der neuen Sanktionen gegen Russland eingefroren haben. Grund sollen Geschäftsbeziehungen zwischen Sulzer und Viktor Vekselberg sein, Der Russe gehört zu den neu auf der Sanktionsliste aufgetauchten.

An der Wall Street profitiert heute Lockheed Martin von der geopolitischen Lage.

Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen warnt vor einer neuen Form der Wirtschaftsspionage. Durch den Kauf von Unternehmen müsse man heute nicht mal mehr einen Spionageangriff starten. Technologieklau auf legal sozusagen. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel will bis 2025 in Deutschland Vollbeschäftigung erreichten. Die Frage ist allerdings weiterhin, was eigentlich Vollbeschäftigung bedeutet. 

IWF-Chefin Christie Lagarde sieht der Gefahr, dass das weltweite Handelssystem auseinander brechen könnte. Es wäre ein "unentschuldbares, kollektives Politikversagen".

 8.55 Uhr

Nahezu unverändert startet der Dax in den Handelstag. Aus Asien gab es keine einheitlichen Vorgaben. In Japan, Korea und Australien gab es leichte Gewinnmitnahmen, während in Shanghai und Hongkong noch die Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA gefeiert wurde.
Der Dax sieht weiter bei 12.460/500 ersten Widerstand. Darüber dürften die 12.603/660/750 für weiteren Widerstand sorgen.

Auf der Unterseite spielen die 12.310/210 und die 12.160 eine Rolle.

An Terminen gibt es auch heute nicht viel. 14.30 Uhr wird in den USA der Verbraucherpreisindex veröffentlicht. 20 Uhr erscheint dann bei der Fed das FOMC-Sitzungsprotokoll.
EURUSD bleibt auf Erholungskurs. Der Weg der Bullen bleibt aber mit einigen Widerständen gepflastert: 1,2385/425/75. Untern gibt´s bei 1,2345/300/285/215 Support.

In der Nacht enttäuschte das Westpac-Konsumklima in Australien mit -0,6 %. In China blieb der Verbraucherpreisindex mit 2,1 % zum Vorjahr deutlich unter den Erwartungen (2,6 %). 

Chinas Notenbankchef Yi Gang hat eine Abwertung des Yuan ausgeschlossen. Darüber wurde zuletzt am Mart spekuliert. USDCNH gab nach den Aussagen leicht nach, erholte sich aber später wieder.

Die API Roh-Lagerbestände stiegen um 1,756M Bärrel. Der Ölpreis gab leicht nach.

Bei den Einzelwerten dürfte der Blick auf die Telekom gehen, nachdem in den USA über die Wideraufnahme von Fusionsgesprächen zwischen T Mobile US und Sprint berichtet wurde. 

Japanische Wissenschaftler haben am Meeresboden vor der Insel Minami-Torishima große Vorkommen Seltener Erden entdeckt, die angeblich den Weltbedarf für rund 100 Jahre decken sollen. 

Weiter belastend bleibt die Zuspitzung im Syrien-Konflikt, wo sich die USA wohl schon intensiv auf einen Militärschlag gegen das Assad-Regime vorbereiten. Gestern Abend wurden Berichte öffentlich, nach denen in Großbritannien eine große Zahl strategischer Bomber aus den USA gelandet wären. 

Börse im Überblick, 10. April

Der US-Erzeugerpreisindex legt im März um 0,3 % zu. Erwartet wurden nur 0,1 %. Auch die Kernrate legt um 0,3 % zu. 

Vorher hatte der österreichische EZB-Rat Ewald Nowotny überraschend eine Erhöhung des Einlagenzinssatzes von -0,4 auf -0,2 % ins Spiel gebracht. EURUSD legte daraufhin deutlich zu. Die Frage ist allerdings, ob Nowotnys Meinung auch nur annähernd eine Mehrheit findet. Ich denke mal, aktuell eher nicht.

Kanada meldete für den März 225.200 Baubeginne, was über den Erwartungen (219k) lag. Dafür enttäuschten die Baugenehmigungen im Februar mit -2,6 % zum Vormonat.

Frankreichs Industrieproduktion legte im Februar um 1,2 % zu. Analysten erwarteten jedoch 1,5 %.

Auch in Italien enttäuschte die Industrie und schrumpfte im Februar um 0,5 %. Auf Jahressicht stand ein Plus von 2,5 %, was deutlich unter den erhofften +4,8 % lag.

In Norwegen bleibt besonders die Kerninflation schwach. Der Kernverbraucherpreisindex stieg im März um 1,2 % zum Vorjahr und blieb deutlich unter den Erwartungen (1,5 %), Der Verbraucherpreisindex verharrte bei 2,2 % (erwartet 2,5 %).

Der OECD-Frühindikator zeugt von einem stabilen Wachstum. Er verharrt bei 100,1 Punkten. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. So sank der Indikator für die Eurozone von 100,5 von 100,4 Punkte. Auch Großbritannien und Deutschland müssen mit einem etwas abgeschwächten Wachstum rechnen. Etwas mehr Dynamik wird dagegen in Brasilien, Indien und Russland erwartet.

Deutlichen Preisauftrieb gab es heute beim Rohöl. Anleger glaube, dass die neue Sanktionspolitik der USA das Öl-Angebot verknappen wird. Neben den Maßnahmen gegen russische Oligarchen und Konzerne könnte bald auch wieder der Iran betroffen sein. US-Präsident Donald Trump könnte hier bald das Atomabkommen kündigen.

Bayer legt heute deutlich zu, nachdem es Nachrichten gibt, dass die US-Behörden die Übernahme von Monsanto genehmigt haben. Dies will das Wall Street Journal erfahren haben. Die EU-Kommission hatte bereits zugestimmt.

Volkswagen legte deutlich zu, nachdem der Konzern personelle Veränderungen im Vorstand nicht ausschloss. Auch der Vorstandsvorsitzende Müller sei von solchen Überlegungen nicht ausgenommen. Auch bei Porsche könnte es Veränderungen in der Führung geben. Das Ghandelsblatt will erfahren haben, dass die Ablösung Matthias Müllers schon beschlossene Sache sein. Nachfolger soll VW-Markenchef Herbert Diess werden. Der erfahrene Manager kam vor drei Jahren von BMW. Auch Personalchef Blessing soll vor der Ablösung stehen.

Weiterhin große Angst vor einer massiven Kapitalflucht aus Russland belastet den Rubel. So richtig klar ist nicht, wohin die Kapitalflucht geht. Der gestern massiv unter Druck gestandene russische Aktienindex MOEX kann sich heute leicht erholen, ohne dass man aktuell den Eindruck hat, dass die Korrektur schon abgeschlossen ist. Weiterer Druck ist hier wohl durchaus einzuplanen. Der RTS fiel hingegen weiter, wenn auch moderat.

Medienberichten zufolge soll China bereit sein, die Einfuhrzölle auf Autos zu halbieren.

US-Handelsdirektor Peter Navarro sieht "offen Türen" für Verhandlungen zwischen China und den USA.

US-Präsident Donald Trump hat eine Reise nach Peru und Kolumbien abgesagt. Das Weiße haus begründete dies mit der Lage in Syrien. 

Ein US-Entwurf zu einer Resolution über die Lage in Syrien wird von Russland im UNO-Sicherheitsrat wie erwartet blockiert.

 8.40 Uhr

Versöhnliches gab es in der Nacht vom Asien-Gipfel, wo Chinas Staatspräsident Xi Jingping geringere Zölle auf Autos sowie verbesserten Markt- und Investitionszugang versprach. Dies kam an den asiatischen Märkten gut an. was auch den Dax freundlich starten lässt.

Nachdem der Dax gestern im Tagesverlauf in volatilem Handel einen Teil der Gewinne wieder abgegeben hat, startet der deutsche Leitindex heute knapp über dem gestrigen Tageshoch. Ein Test der 12.460 bleibt damit weiterhin möglich.

Aber auch heute kann es volatil bleiben. Zum einen verschlechtert sich das Verhältnis zwischen den USA und Russland immer stärker. Donald Trump hat nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien nicht nur dem Assad-Regime, sondern auch Russland mit Konsequenzen gedroht.  Was dies genau bedeutet, bleibt zunächst unklar. Mit Sorge dürften die Anlager auch schauen, wie sich die russische Börse weiterentwickelt, nachdem es gestern dort einen herben Einbruch gegeben hatte.

Belastet wurden die Märkte gestern Abend auch von den Durchsuchungen der Büroräume von Donald Trumps Anwalts Cohen. Es wurden Dokumente beschlagnahmt, die im Zusammenhang mit einer angeblichen Affäre zwischen Donald Trump und der Pornodarstellerin Stormy Daniels stehen. 

Der Wirtschaftskalender bietet dagegen kaum Impulse. 14.30 Uhr wird in den USA der Erzeugerpreisindex veröffentlicht.

Die könnte EURUSD bewegen. Das Paar schiebt aktuell seitwärts. Wichtiger Support dürfte um 1,2300/285 sowie bei 1,2215 liegen. Auf der Oberseite werden die Bullen bei 1,2345/85 und 1,2425 konfrontiert.

Der Warnstreik der Gewerkschaft verdi betrifft heute morgen nicht nur die gestern genannten Flughäfen in Frankfurt, München, Köln und Bremen. Auch in Berlin-Tegel wird gestreikt. An anderen Flughäfen, wie z. B. in Hamburg, soll es auch zu Unregelmäßigkeiten kommen. In Sachen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird die Deutsche Telekom bestreikt. 

Ex-Dividende wird heute Henkel gehandelt. Die Dividende beträgt 1,79 €

Dass sich die Wirtschaftsstimmung abschwächt, war zuletzt  in einigen Wirtschaftsregionen zu sehen. In Neuseeland und Australien trübt sich das Unternehmensvertrauen ein. In Neuseeland wurde das NZIER Unternehmensvertauen für  Q1 mit -11 % angegeben.  Es war das zweite Quartal in Folge, in dem geringere Investitionen in die Unternehmen flossen. Das australische NAB Unternehmensvertrauen sank von 9 auf 7 Punkte.

In Japan sind die Werkzeugmaschinenbestellungen um 28,1 % zum Vorjahr gestiegen. Vor einem Monat waren es allerdings noch 39,5 %. Schwächt sich auch in Japan das Wachstum ab? Eine Frage, die man erst nach mehreren Monaten zuverlässig beantworten kann. 

China hat bei der Welthandelsorganisation WTO Beschwerde gegen US-Zölle auf Metalle eingelegt.

Den Sinkflug fortgesetzt hat an der Börse in Hongkong die Aktie des russischen Aluminium-Herstellers Ruasal. Die Schwäche am russischen Markt rührt von den neusten Sanktionen der USA gegen russische Oligarchen und Firmen, die dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nahe stehen sollen,

China will offenbar seine militärische Präsenz im Pazifik ausbauen. Das Reich der Mitte soll deshalb  bereits erste Gespräche mit Vanuatu wegen des Aufbaus einer Militärbasis geführt haben, melden Medien.

Derweil wird unter Berufung auf "informierte Kreise" darüber berichtet, dass Unterhändler aus Nordkorea und den USA geheime Gespräche geführt haben. Nordkorea soll dabei eine Bereitschaft zur Abrüstung gezeigt haben. 

Börse im Überblick, 9. April

Sentix-investorenvertrauen für die Eurozone sinkt überraschend deutlich von 24 auf 19,6 Punkte. Erwartet wurden 21,2.

Der britische Halifax Hauspreisindex ist im März um 2,7 % zum Vorjahr gestiegen. Das liegt deutlich über den Erwartungen, bleibt aber weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2014 bis 16. Erst letzten Monat gab es mit 1,8 % ein neues 5-Jahres-Tief

Bloomberg meldet, das China aktuell die Abwertung des Yuan prüft, um im Handelsstreit mit den USA Druck zu erzeugen, Damit würde China seine Wettbewerbsfähigkeit nicht nur gegen die USA, sondern global verbessern. Diese Währungsmanipulstionen sind deshalb eigentlich nicht erlaubt. Das Problem ist, dass sich die USA ja auch nicht unbedingt an Regeln halten. auch wenn die Kritik der USA an den Handelspraktiken Chinas als auch derer in Europa nicht völlig aus der Luft gegriffen sind. USDCNY erholte sich am Morgen sichtbar

Die Türkische LIra bleibt im Sinkflug. Für einen Euro gab es heute erstmal 5 Lira.

Die EZB moniert in ihrem Jahresbericht, dass nicht alle nationalen Notenbanken der Eurozone ihren Staaten Zinsen für deren Einlagen abverlangen. Für die EZB offenbar ein Fall von monetärer Staatsfinanzierung und daher nicht erlaubt. 

Wegen Streiks auf den Flughäfen Frankfurt, München, Köln und Bremen muss Lufthansa für morgen rund die Hälfte aller Flüge streichen. 

US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow glaubt nicht, dass der Handelssteit mit China negativ auf die Märkte wirkt. Er geht davon aus, dass die Chinesen der Vernunft folgen werden. Außerdem sieht Kudlow gute Fortschritte bei den NAFTA-Verhandlungen

Donald Trump trifft sich am Abend (Ortszeit) mit seinen Militärberatern, um über eine Antwort auf den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien zu diskutieren. Spät am Abend, also in der europäischen Nacht, ist eine Kabinettssitzung angesetzt. Der republikanische Senator Lindsey Graham sieht in Syriens Machthaber Assad einen Kriegsverbrecher, den man gemeinsam mit seinen engsten Mitstreitern als legitimes militärisches Ziel einstufen und täten dürfe.

 8.10 Uhr

Die Sorgen um einen Handelskrieg zwischen den USA und China treten weiter in den Hintergrund. Und so starten die Märkte freundlich in die neue Woche. Der Dax schiebt sich wieder nah an die 12.310/30 und könnte sich bei einem Bruch der Widerstandsregion Richtung 12.460/500 erholen. Die plötzliche Korrektur des US-Markts am Freitagabend bleibt somit etwas rätselhaft, scheint aber zumindest im europäischen Handel keine große Wirkung zu entfalten. Sie erinnert und aber daran, dass die Märkte weiter sehr nervös und volatil bleiben. Auf der Unterseite finden wir bei 12.160 und 12.070 ersten Support.

EURUSD agiert weiter knapp unter dem Widerstand 1.2285. Weitere Widerstände liegen bei 1,2300/15/45/85. Support gibt es bei 1,2250/15. Darunter könnte sich die Dollarstärke der letzten Woche manifestieren.

Deutschlands Handelstätigkeit hat im Februar überraschend nachgelassen. Die Exporte schrumpften um 3,2, die Importe um 1,3 %. Analysten erwarteten kalender- und saisonbereinigt +0,2 bzw. +0,3 %. Der Handelsüberschuss schrumpfte auf 19,2 Mrd. Euro. 

Die Schweizer Arbeitslosenquote sank von 3,2 % auf 2,9 %. Saisonbereinigt verharrte sie auf 2,9 %.

Der Wirtschaftskalender bietet heute keine Highlights. Es ist gut möglich, dass der Handel zunächst dem FOMC-Sitzungsprotokoll der Fed entgegenfiebert. Es wird am Mittwochabend veröffentlicht.

Bei den Einzelwerten dürfte die Deutsche-Bank-Aktie im Fokus stehen, nachdem Christian Sewing zum neuen Vorstandschef aufrückte. Der bisherige Chef John Cryan trat a, Wochenende zurück.

Nach Ansicht der Internationalen Handelskaummer (ICC) sollte die EU in Sachen Zölle den USA entgegenkommen. Der Generalsekretär in Deutschland meinte, Trump gehe es wohl weniger um Stahl und Aluminium als viel mehr um der EU viel höheren Zölle auf Autos.

Derweil hat US-Präsident Trump die Hoffnung geäußert, dass China seine Handelsbarrieren letztendlich abbauen wird und ein Abkommen zum Schutz geistigen Eigentums erreicht werden kann. China hat hingegen angekündigt, mit allen Mitteln und bis zum bitteren Ende gegen die drohenden US-Handelsbeschränkungen kämpfen zu wollen. 

In Indien und Pakistan sieht die Politik Kryptowährungen weiter skeptisch. In Indien warnte die Regierung die Bevölkerung vor der Spekulation mit Bitcoin & Co. In Pakistan erinnerte die Regierung daran, dass die Spekulation mit Kryptowährungen dort verboten ist.

Börse im Überblick, 6. April

Die Zahl der Beschäftigten ist nach der Statistik des US-Bureau of Labor Statistics nur um 102.000 Stellen gestiegen. Erwartet wurden +190.000.  Die Arbeitslosenquote verharrt bei 4,1 %. Erwartet wurde hier , dass sie auf 4,ß % fällt. Die durchschnittlichen Lohnsteigerungen bewegten sich mit 0,3 % im Rahmen der Erwartungen.

Besser als erwartet viel der Stellenaufbau in Kanada aus, wo im März 32.300 neue Stellen geschaffen wurden. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 5,8 %. Der kanadische Ivey Einkaufsmanagerindex lag mit 59,8 Punkten knapp unter den Erwartungen. 

Die Lufthansa-Aktie profitierte heute von einer Kaufempfehlung der UBS. Wacker Chemie wurde von Kepler Cheuvreux zum Kauf empfohlen. 

Bei Daimler bleibt der Wachstrumsmarkt Nummer 1 China. Der Absatz stieg dort um 17,2 % zum Vorjahr. Im Rest der Welt waren es lediglich 1,3%. 

Samsung hat nach dem vorläufigen Ergebnis im vergangenen Jahr den Umsatz um 18,7 und den Gewinn um 57,6 % gesteigert.

Auch LG Electronics meldet überraschend gut Zahlen. Der Betriebsgewinn ist im ersten Quartal um 20 % gestiegen.

Facebook hat nach Angaben der Europäischen Kommission bestätigt, dass vom Datenskandal rund um die britische Firma Cambridge Analytica 2,7 Mio. europäische Nutzer betroffen waren. Facebook hat unterdessen angekündigt, dass ab Montag weltweit alle User informiert werden, deren Daten von Cambridge Analytica missbräuchlich verwendet worden sein könnten. 

Die "BILD" will aus der Bundesagentur für Arbeit erfahren haben, dass jeder zehnte Hartz IV-Empfänger ein Syrer ist.

 8.40 Uhr

Der Markt bleibt einigermaßen unberechenbar. Nachdem die Wall Street über den Tag ihre Gewinne vom Vortag halten konnte, kam es nachbörslich zu Gewinnmitnahmen. Der Markt bleibt also ziemlich unberechenbar. Besser gesagt, Donald Trump ist halt immer für eine Überraschung gut: Nachdem das Weiße Haus die schärfe aus dem Handelskonflikt mit China gerade herausgenommen hatte, legte Donald Trump am Abend nach und erklärte, weitere Strafzölle gegen China im Umfang von 100 Mrd. Dollar zu prüfen. 

Chinas Medien reagierten promt und  werteten die Nachricht als "lächerlichen Einschüchterungsversuch". Der Ton bleibt also rau und eine echte Deeskalation, wie gestern am Markt noch erhofft und eingepreist, ist nicht wirklich in Sicht. 

Generell hätten die Handelsstreitigkeiten auch Auswirkungen auf andere Regionen der Welt. So zeigte sich auch der Deutsche Bauernverband besorgt. Die amerikanische Wirtschaft müsste sich bei einem Ausfall des chinesischen andere Märkte suchen, was dort das Angebot steigern und damit die Preise fallen lassen würde. 

Der Dax startet daraufhin heute deutlich unter dem gestrigen Future-Schluss bei rund 12.200 Punkten, also immerhin über 12.160. Wichtiger Widerstand bleibt bei 12.310. Die Markt konnte gestern letztendlich nicht nachhaltig überwunden werden. 

EURUSD gab die abendliche Erholung in der Nacht wieder ab und handelt unter 1.2240. Das Ziel 1,2155/25 bleibt damit intakt.

Erneut enttäuschend sind die Zahlen aus der deutschen Industrie. Die Produktion legte im Februar wieder den Rückwärtsgang ein und schrumpfte um 1,6 % zum Vormonat. Klar, der Februar hatte weniger tage als der Januar, aber der Markt erwartete trotzdem ein Wachstum von 0,2 %. Immerhin wurde der Januar von .0,1 auf +0,1 % revidiert. 

Auch heute könnte es einen nervösen, volatilen Handelsverlauf geben. Um 14.30 Uhr werden die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Zwar deuteten die ADP-Daten vom Mittwoch auf robuste Daten hin, aber die überraschend gestiegenen Anträge auf Arbeitslosenhilfe gestern sorgten für leichte Zweifel, dass die Daten heute sehr stark ausfallen. Schwächere Daten als die erwarteten 193.000 neuen Stellen könnten den Markt annehmen lassen, dass sich das Konjunktur-Wachstum verlangsamen könnte.

Aus Japan wurden uneinheitliche Daten veröffentlicht. Die Ausgaben der privaten Haushalte sanken überraschend deutlich um 1,5 % zum Vormonat,. während die Durchschnittseinkommen um 1,3 % zum Vorjahr stiegen, was über den Erwartungen lag (0,5 %). Trotzdem dürften die Lohnsteigerungen in Japan zu gering sein um eine höhere Inflation zu entfachen. 

Die Daimler-Aktie wird heute exDividende gehandelt. 3,65 € ja Aktiewerden ausgeschüttet.

Nachdem Daimler-Chef Zetsche gestern Erklärte, dass die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China keine Auswirkungen auf sein Unternehmen hätten, kommt die Investmentgesellschaft Aliiance Bernstein zu einem anderen Untersuchungsergebnis. Daimler und auch BMW produzieren in den USA auch Autos für den chinesischen Markt und wären von chinesischen Gegenmaßnahmen sehr wohl betroffen. 

Morphosys hat in Japan die Zuslassung für ein Mittel gegen mittelschwere bis schwere Formen der Schuppenflechte zugelassen bekommen. 

Eine Facebook-Managerin gab gestern Einblick in die Welt des sozialen Netzwerkes und damit in die Sicherheit der Daten der Facebook-Nutzer. Sie scheint nicht existent zu sein, denn laut  Sheryl Sandberg ist dem Unternehmen nicht bekannt, welche persönlichen Informationen Cambridge Analytica genutzt hat. Facebook legt zu jedem Nutzer genaue Profile an, um ihn mit den individuell passenden Informationen und vor allem die passende Werbung zu platzieren. Dass diese Profile mit Dritten geteilt werden, sollte jeden Facebook-Nutzer alarmieren. Auf der anderen Seite, ein Leben ohne Facebook, Instagram und What´s App? Aber genau das zeigt auch die Macht des Netzwerkes von Mark Zuckerberg.  Es ist nicht damit zu rechnen, dass andere Internetgiganten anders mit den persönlichen Daten umgehen. Schließlich ist der eigentliche Wert dieser Firmen der riesige Schatz an persönlichen Daten. Eigentlich keine neue Erkenntnis, weshalb es doch einigermaßen erstaunlich ist, dass die Politik erst jetzt ein wenig aufgeschreckt ist. Der deutsche Kartellamtspräsident Andreas Mundt wirft Facebook vor, seine Marktmacht ausgenutzt zu haben. 

In Berlin spitzt sich der Streit um den Familiennachzug bei Flüchtlingen zu. Uniion und SPD interpretieren den Koalitionsvertrag unterschiedlich. Einige Beobachter sehen hier Zündstoff, der die GroKo scheitern lassen könnte.