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16. Februar, 16.45 Uhr

Eine Reihe von US-Wirtschaftsdaten zeigten erneut, dass die US-Konjunktur brummt. Die Import und Exportpreise weisen aber auch gleichzeitig auf eine anziehende Inflation hin. Dagegen blieben die Inflationsprognosen der Uni Michigan unverändert. Die Wall Street startet mit ruhigem Handel.

Schwache Einzelhandelsumsätze wurden heute auch Großbritannien gemeldet. Die Verluste im GBP hielten sich aber in engen Grenzen. EURGBP gab am Nachmittag sogar leicht nach.

Kanadas Industrie konnte nicht überzeugen. Die Umsätze sanken im Dezember um 0,3 %. USDCAD agierte volatil und testete auf der Oberseite schlussendlich die 1,2555. Der Widerstand hielt zunächst. 

Die Erholung war wohl eher der allgemeinen Dollar-Stärke zu verdanken. So gab auch EURUSD Verlauf des Handelstages auf die Wolke bei 1,2430 nach. Hier kam es zu einer Stabilisierung. 

EU-Wettbewerbskommissar Günther Öttinger fordert von Deutschland nach dem Brexit ein größeres finanzielles Engagement. 3 bis 3,5 Mrd. Euro mehr soll die größte Volkswirtschaft aufbringen, um den Ausfall des Vereinigten Königreiches zu kompensieren und zusätzliche EU-Ausgaben zu finanzieren. Öttinger ist übrigens Deutscher...

Die Funke Mediengruppe hat eine Umfrage unter der SPD-Basis veranstaltet. Demzufolge wollen 66 % der SPD-Mitglieder für eine Neuauflage der großen Koalition stimmen.

16. Februar, 9.50 Uhr

Die asiatischen Vorgaben waren heute dünn, denn in China und Korea wird das chinesische Neujahrsfest gefeiert. So gab es bei den größen östlichen Börsen nur in Japan und Australien Handel.

Der S&P/ASX aus Sydney konnte dabei kein neues Wochenhoch generieren und handelte leicht im Minus

Der Nikkei legte deutlich zu. Dies hatte allerdings mehr regionale Gründe, die wohl nicht auf den Dax übertagbar sind. Anders als zuletzt am Markt befürchtet, hat die japanische Regierung für zwei zu vergebende Posten als stellvertretende Gouverneure der Bank of Japan Fachleute nominiert, welche die ultralockere Geldpolitik der BoJ befürworten. Vorher war schon Gouverneur Haruhiko Kuroda für eine zweit Amtszeit nominiert worden. Damit dürfte die ultralockere Geldpolitik in Japan fortgesetzt werden, glaubt der Markt.

Interessant ist, dass USDJPY davon nicht profitieren konnte. She auch hier.

Der Dax startet mit einer leichten Erholung droht aber in eine Seitwärtsrange zwischen 12.272 und 12,481 zu geraten. Aktuell sieht das Chartbild ziemlich richtungslos aus. 

EURUSD war am Morgen schon bei 1,2550, hat bisher aber die 1,2540 als Widerstand noch nicht nachhaltig überwunden. Sollte dies gelingen, wären 1,2875 möglich.

Die Wall Street konnte am fünften tag in Folge Gewinne verbuchen. In der Nacht überwand der Dow Jones die 25.200 und könnte nun die 25.700 in Angriff nehmen

Der neuseeländische Einkaufsmanagerindex legte im Januar auf 55,6 Punkte zu, nachdem er im Dezember mit schwachen 51,2 Punkten festgestellt wurde. NZDUSD Hat das Jahreshoch fast erreicht. 

Die Dollarschwäche verteuert Rohöl weiter. Das Barrel kostet im WTI  nun fast 62 $ und könnte isch bis 63 $ erholen.

Die Allianz verdiente im vergangenen Jahr mehr als der Konzern selbst erwartete. Daran konnten auch die enormen Belastungen aus Naturkatastrophen, Wechselkurseffekten und der US-Steuerreform nichts ändern, die den Ertrag im 4. Quartal deutlich schrumpfen ließen. Aktionäre dürfen sich auf eine höhere Dividende von 8 Euro (nach 7,60 €) freuen. Beim Ausblick blieb das Unternehmen leicht unter den Prognosen. Die Aktie startet mit leichten Verlusten.

Gute Geschäftszahlen gab es von Renault. Außerdem hat Unternehmenschef Ghosn seinen Vertrag verlängert. 

Wichtigster Termin heute ist der Einzelhandelsumsatz aus Großbritannien (10.30 Uhr). Dazu gab es gestern Abend im Video eine ausführliche Einschätzung. Cable hat in der Nacht weiter zugelegt, ohne dass sich das Chartbild grundlegend geändert hat. 

12.55 Uhr liefert Coco Cola Quartalszahlen.

15. Februar, 17 Uhr

Der Philly Fed Herstellungsindex ist mit 25,8 Punkten sehr positiv ausgefallen. Die Preis- und Beschäftigungs-Komponente sind deutlich gestiegen. Nicht ganz so gut präsentierte sich die NY Empire State Herstellungsaktivität mit 13,1 nach 17,7 Punkten. Der Erzeugerpreisindex steigt im Januar wie erwartet um 0,4 %. Die Kernrate (außer Lebensmittel und Energie) legt aber mit 0,4 % doppelt so stark zu wie erwartet. Industrieproduktion im Januar richtig schlecht: -0,1 %. Auch der Vormonat wurde nach unten revidiert. Marktberichte weisen darauf hin, dass sich die Schwäche ausschließlich auf Minen-Outputs zurückzuführen ist. Die Märkte reagieren auf diese Datenflut nicht.

Die Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sind in Kanada im Januar um 10.700 gestiegen. USDCAD konnte sich am Nachmittag stabilisieren. Ob die Korrektur schon wieder vorbei ist, entscheidet sich am Kijun des Stundencharts bei 1,2555.

Die Fusion von Linde und Praxair geht nicht ganz so reibungslos über die Bühne wie erhofft, Die EU-Wettbewerbskommissare wollen, dass die Unternehmen Aktivitäten, die sie aus wettbewerbsrechtlichen Gründen veräußern müssen, an einen oder mehrere starke Wettbewerber verkaufen, zitiert das Handelsblatt Verhandlungskreise.

In Südafrika wurde Cyril Ramaphosa zum neuen Präsidenten gewählt. Der 65-jährige ist bereits seit Dezember neuer ANC-Vorsitzender. Ramaphosa will die Korruption bekämpfen und die Wirtschaft ankurbeln, Sie soll um 5 % pro Jahr wachsen. Dafür will er auch das Programm "Black Economic Empowerment", dass die schwarze Bevölkerungsmehrheit an Unternehmen besser beteiligen soll, lockern. Er selbst soll Medienberichten zufolge durch das Programm sehr reich geworden sein und rund 430 Mio. Euro Vermögen haben. Im Apartheidstaat war er Gewerkschaftsführer und Generalsekretär des ANC und damit ein treuer Weggefährte Nelson Mandelas. Der Rand freut es. USDZAR auf fast 3-Jahres-Tief

15. Februar, 12 Uhr

Der Dax ist heute morgen sehr freundlich gestartet und hat die guten Vorgaben aus den USA übernommen. 

Die Wall Street überraschte gestern mit steigenden Kursen, obwohl der Verbraucherpreisindex eine etwas dynamischere Inflationsentwicklung zeigte. Auch die schlechten Einzelhandelsumsätze spielten keine Meinung. Marktteilnehmer äußerten die Ansicht, dass eine etwas steilere Zinskurve den Aktien nicht schaden würde. Dies sahen die Märkte freilich noch wenige Tage vorher ganz anders. 

14.30 Uhr werden heute weitere wichtige Daten aus den USA gemeldet: Erzeugerpreisindex, NY Empire State Herstellungsaktivität und Philly Fed Herstellungsindex.

Der Handelsüberschuss in der Eurozone ging im Dezember leicht auf 25,4 Mrd. Euro zurück. Im November waren es 26,3 Mrd. Euro. 

Überraschend stark ist die Arbeitslosenquote in Frankreich zurückgegangen. Nach 9,6 % betrug sie im 4. Quartal nur noch 8.9 %

In Spanien ist der Verbraucherpreisindex auf Jahressicht um 0,6 % gestiegen, etwas mehr als erwartet (0,5 %). Von großem Inflationsdruck kann man da nicht sprechen. EURUSD schaute heute schon mal kurz über die 1,25. Bei 1,2525/40 ist mit Widerstand zu rechnen. Die scharfe Erholungsbewegung führte zu einem kurzfristig überkauften Status, wie der große Abstand von Tenkan (blau) und Kijun (orange) zeigt.

Der schwache US-Dollar sorgt weiter für deutlich steigende Rohstoffpreise. WTI hat sich am Ende aber noch nicht nachhaltig über die 61,15 gewagt. Ein Bruch würde Potential bis 63 $ bieten. Allerdings kommt Gegenwind von der fundamentalen Seiten. Die US-Fracker haben die Produktion über den Bedarf ausgeweitet. 

In Australien entsprechen die Arbeitsmarktdaten weitgehend den Erwartungen. 16.000 neue Stellen wurden geschaffen. Die Arbeitslosenquotefiel leicht auf 5,5 %. AUDUSD legte weiter zu, scheiterte aber zunächst am Widerstand 0,7965. Der Ichimoku im Stundenchart zeigt sich überkauft.

In Asien zeigten sich die Märkte, an denen gehandelt wurde, freunlich. Auch der Nikkei zeigte sich stärker, obwohl der Yen weiter Stärke zeigt. Neben dem schwachen US-Dollar wird der Yen von einem eher den Falken zugeordneten Kandidaten für den geldpolitischen Rat der Bank of Japan gestützt. Der markt ist nicht davon überzeugt, dass die Bank of Japan ihre ultralockere Geldpolitik ewig fortsetzt. Dabei bieten die Daten aus Japan kaum Anhaltspunkte für eine Änderung der Geldpolitik.

Während Shanghai und Seoul schon in den Neujahrsfeierlichkeiten sind, wurde in Hongkong nochmal halbtags gehandelt. Der Hang Seng  schaffte es dabei kraftvoll über die Wolke des Stundencharts bei 31.115.

Cisco Systems bot gestern ein nicht ganz einheitliches Bils. Während der Umsatz in Q2 die Erwartungen knapp verfehlte, lag der Gewinn mit 63 Cent je Aktie über den Erwartungen (59 Cent). Das Unternehmen gab einen ambitionierten Umsatzausblick, blieb aber bei der EPS-Schätzung am unteren Ende der Prognosen. Cisco will das Aktien-Rückkaufprogramm um 25 Mrd. US-Dollar ausweiten. Nachbörslich kamen die Zahlen gut an. 

Trotz der Belastungen durch den A400M, dessen Serienreife sich immer wieder verzögerte, hat Airbus im 4. Quartal prächtig verdient. Der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen legte von 1,55 Mrd. auf 2,46 Mrd. Euro zu. Netto blieben 1,02 Mrd. Euro übrig. Im Vorquartal wurden noch 816 Mio. Euro Verlust gebucht. Der Umsatz blieb mit 23,81 Mrd. Euro deutlich unter den Erwartungen. Die Dividende soll um 15 Cent auf 1,50 Euro je Aktie erhöht werden. 2018 soll das EBIT nochmal um 20 % steigen. Währen ddie Produktionsrate des A400M gesenkt werden soll, will Airbus den Ausstoß an A320 auf 70 erhöhen. Die Triebwerksprobleme des Neo sollen der vergangenheit angehören. Insgesamt waren die Anleger zufrieden. die Aktie legt deutlich zu. 

Auf der ganzen Linie enttäuschende Zahlen lieferte dagegen Nestlé.

Peugeot Citroen stärkt seine deutsche Tochter Opel und verlagert weitere Projekte in das Entwicklungszentrum nach Rüsselsheim. Opel scheint endlich wirklich eine neue Chance zu bekommen. Die Zahl der Kompetenzzentren im Stammsitz von Opel soll sich nach Angaben des Konzerns verdoppeln. 

Die von US-Präsident Donald Trump angedachten Importsteuern auf ausländische Waren verstießen nach Ansicht des DIHK-Präsidenten Eiric Schweitzer gegen die Regeln der Welthandelsorganisation WTO. Die Frage ist freilich, ob das den US-Präsidenten interessiert...

Bei einem Amoklauf an einer Schule im US-Bundesstaat Florida gab es mindestens 17 Tote.

In Südafrika ist endlich der mit Korruptionsvorwürfen konfrontierte Präsident Zuma zurückgetreten. USDZAR mit dem nächsten Korrekturschub.

14. Februar, 17.30 Uhr

Das BIP der Eurozone wurde in der 2. Lesung für Q4 mit 0,6 % bestätigt. Das stärkste Wachstum gab es übrigens in Litauen (1,5 %). Lettland und Italien lieferten nur 0,3 %. In Deutschland waren es 0,6 %. Die Industrieproduktion legte im Dezember um gute 0,4 % zu.

Mehr bewegten jedoch die Daten aus den USA. Der Kern-Verbraucherpreisindex bleib mit 1,8 % über den Erwartungen. Dazu sorgten die Einzelhandelsumsätze mit einer Stagnation der Kernrate im Januar für einen bärischen Ausschlag im EURUSD und Indizes. Später drehten beide Instrumente wieder ins Plus. Gewinner waren die Finanztitel, die von steigenden Zinsen profitieren würden. Die Analysten von Goldman Sachs glauben nicht, dass die heutigen Daten die Geldpolitik der Fed verändern. Evenutell ist dies der Grund, weshalb die Märkte die erste Bewegung zügig wieder auspreisten. Da EURUSD inzwischen wieder bei 1,24 handelt, tut sich der Dax weiter schwer

Die Wachstumsprognose der Fed ist im GDP-Tracker  von 4 auf 3,2 % für Q1 gefallen.

Die schwedische Riksbank hat den Leitzins unverändert bei -0,5 % gelassen, hat aber Zinserhöhungen für das zweite Halbjahr signalisiert. Im EURSEK verursachte dies eine kurze Zuckung nach unten. Insgesamt hatte die Entscheidung aber kaum Einfluss auf den heutigen Handelverlauf

Das ungarische BIP ist im 4. Quartal nach vorläufigen Zahlen um 4,4 % zum Vorjahr gewachsen. EURHUF legte heute trotzdem zunächst zu. Am Nachmittag kamen dann die Gewinnmitnahmen. Der Dailychart zeigt eine intakte Erholungsbewegung. 

Beim Bargeld-Symposium der Deutschen Bundesbank bekannten sich Notenbänker der Bundesbank, der EZB und der Schweizer Nationalbank zu Bargeld. Grundtenor war, dass Bargeld auch in Zukunft unverzichtbar bleibe. Videos der Reden und Diskussionen gibt es auf der YouTube-Seite der Deutschen Bundesbank.

EZB-Direktor Yves Mersch berichtete, dass im letzten Jahr ungewöhnlich viele Länder Anträge auf Einschränkung der Bargeldnutzung gestellt haben. Mersch erklärte, dass die EZB verpflichtet sei, den Status von Banknoten als gesetzliches Zahlungsmittel zu verteidigen. Die Länder aus denen, Anträge zur Einschränkung der Bargeldnutzung kam waren laut Mersch Belgien, Bulgarien, Dänemark, Portugal und Zypern. Komisch: Bulgarien und Dänemark sind doch gar keine Euroländer... Nach welchen Maßstäben die EZB Einschränkungen zulässt, erklärt Yves Mersch in seiner Rede, die ebenfalls auf der YouTube-Seite der Deutschen Bundesbank zu sehen ist.

Die Rohöl-Lagerbestände sind in den USA mit 1,841Mio Barrel weniger deutlich gestiegen als erwartet (2,825 Mio.). Gleichzeitig stiegen aber die Benzinvorräte mit 3,599 Mio Barrel dreimal so stark als erwartet. WTI legt trotzdem zu, was an der Schwäche des US-Dollar liegen könnte. Bullisch wirkt auch, dass es in Venezuela zu außerplanmäßigen Produktionsausfällen kommt.

Der ifo-Index für das Weltwirtschaftsklima ist im 1. Quartal von 17,1 auf 26 Punkte und damit auf ein 10-Jahres-Hoch gestiegen.

Die OECD hat die Staaten aufgefordert, Energie stärker zu besteuern, um so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Das Weiße Haus hat mit der Cleveland-Fed-Chefin Loretta Mester eine anerkannte Geldpolitikerin als Vizechair der Federal Reserve vorgeschlagen. Mester arbeitete vor ihrer heutigen Tätigkeit rund 30 Jahre als Ökonomin bei der Philadelphia Fed. 

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildrim hat den USA gedroht, notfalls auch gegen den NATO-Partner zu kämpfen, sollten die USA weiter die kurdische YPG in Syrien unterstützen. 

Am Donnerstag will das südafrikanische Parlament ein Misstrauensvotum gegen Präsident Jacob Zuma durchführen. Da bricht der Rand wirklich in Jubel aus! Ein Ende der Vetternwirtschaft des Zuma-Regimes wäre für den Markt offenbar eine große Erleichterung. 

Um fast 10 % brach die Groupon-Aktie nach enttäuschenden Quartalszahlen ein. Der Gewinn von 7 Cent je Aktie verfehlte die Erwartungen (9 ct.). 

14. Februar, 09.35 Uhr

Der Dax startet wenige Punkte im Plus. Zum einen dürfte heute Vorsicht am Markt herrschen. Um 14.30 Uhr werden die US-Verbraucherpreise veröffentlicht. Außerdem dürfte ein recht starker EURUSD den Dax ausbremsen. Aktuell kommt das Paar immerhin etwas zurück, nachdem in der Nacht schon 1,2392 notiert wurden. Dies lässt auch den Dax zulegen. Der Dax nach der ersten Stunde mit Gewinnen, die er aber bisher nicht nachhaltig bestätigen konnte

Die morgendlichen Daten aus Deutschland bieten keinen zusätzlichen Impuls. Der Verbraucherpreisindex fiel im Januar um 0,7 %. Auf Jahresbasis sind es aber weiter 1,6 %. Damit wurde die Vorabschätzung bestätigt. Fürs BIP gab es die erste Lesung für das 4. Quartal. 0,6 % entsprechen den Analysten-Erwartungen. Das Vorquartal wurde auf 0,7 % nach unten revidiert. 

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Beschäftigten in Deutschland im 4. Quartal um 1,5 % auf ca. 44,7 Mio. gestiegen. 

11 Uhr werden noch das BIP und die Industrieproduktion aus der Eurozone erwartet

Ein sehr schwaches Wachstum wurde aus Japan gemeldet. Das BIP wuchs hier in Q4 nur um 0,1 %. Auf Jahresbasis blieben nur 0,5 % Wachstum übrig. Im Vorquartal waren es noch 2,2 % zum Vorjahr. Trotzdem ist das BIP im Jahr 2017 insgesamt um 1,6 % gestiegen - so viel wie seit sieben Jahren nicht mehr. Der Nikkei leider unter einem schwachen USDJPY, was Exportchancen schmälert.

in Neuseeland wurden die Inflationserwartungen von 2,0 auf 2,1 % angehoben, was NZDUSD fast an den Widerstand bei 0,7340 führte. In der Spitze setzten jedoch Verkäufe ein, die das Paar wieder in seine Aufwärtsrange zurückwarfen. Erster Support ist an der Wolke bei 0,7270 zu erwarten.

In Australien ist das Westpac Konsumklima um 2,3 % gesunken. Den Aussie-Bullen fehlt weiter Dynamik. AUDUSD handelt zwar über der Wolke, schafft es aber nicht einen Impuls an die 0,7910 zu setzen. Tendenz eher neutral.

Deutlich erholt zeigt sich der Hang Seng. Besonders das Schwergewicht Tencent beflügelte den Markt. Kurz vor dem Neujahrsfest zeigt sich der chinesische Markt robust.

Dafür sorgten sicher auch die Vorgaben aus den USA, wo der Future des Dow Jones in der Nacht weiter gestiegen ist. 

US-Präsident Donald Trump erwägt weitere Strafzölle gegen China. Die US-Stahl- und Aluminiumindustrie werde durch chinesische Dumping-Importe Dezimiert.

Bundesbankchef Jens Weidmann warnt die Banken vor Engagements in Bitcoin. Nennenswerte Investitionen von Banken und Privatanlegern könnten ein Risiko für die Finanzstabilität darstellen und wären daher mit einem hohen Eigenkapital zu hinterlegen. Digitales Zentralbankgeld sieht der Präsident der Bundesbank skeptisch. 

Weiter schwach bleibt der Rohöl-Preis, nachdem die API-Daten gestern Abend deutlicher als erwartet gestiegene Öl-Lager in den USA zeigten. 

Ein enttäuschendes Ergebnis wies ThyssenKrupp für das vergangene Quartal aus. 0,12 € je Aktie lagen zwar über dem Vorjahresquartal (1 Ct), aber deutlich unter den Erwartungen (39 ct.). Auch der Umsatz enttäuschte auf ganzer Linie. Immerhin schrumpften die Auftragseingänge nicht ganz so stark wie befürchtet. Die Aktie kann sich nach einem schwachen Start schnell erholen. Sie Stand zuletzt sowieso stark unter Druck und verlor seit Ende Januar rund 15 %.

Credit Suisse musste im Zuge der US-Steuerreform im 4. Quartal einen Verlust nach Steuern verbuchen. Vor Steuern kam die Bank letztes Jahr immerhin aus den roten Zahlen. Sie verdiente lnapp 1,8 Mrd. CHF. Die Einnahmen der Großbank stagnierten im 4. Quartal. 

Bei Merck & Co musste eine klinische Studie  mit einem experimentellen Medikament gegen Alzheimer abgebrochen werden. Es sei unwahrscheinlich, dass ein positives Nutzen/Risiko-Verhältnis nachgewiesen werden kann. 

Baidu hat schwache Umsätze für das 4. Quartal gemeldet. Mit 3,62 Mrd. $ lagen sie knapp unter den Erwartungen. Der Gewinn fiel mit 2,29 $ trotzdem überraschend gut aus. 

13. Februar, 17.30 Uhr

Nach der gestrigen Erholung gibt es heute an der Wall Street zum Auftakt Zurückhaltung. Marktteilnehmer scheinen auf den Verbraucherpreisindex zu warten, der morgen in den USA veröffentlicht wird. Es herrscht Angst, dass die Inflation weiter anziehen könnte und so die Fed zu schnelleren Zinserhöhungen treiben könnte.

Die Internationale Energieagentur (IEA) bestätigt die Einschätzung der OPEC: Es gibt einen starken Anstieg der Ölproduktion außerhalb der OPEC. Die IEA vermutet, dass der schnelle Anstieg, der vor allem von den USA getrieben werde, stärker zulegen werde als die Nachfrage.  Dies findet der Rohölpreis nicht wirklich witzig und fällt wieder unter 59 $ (WTI)

Britischer Verbraucherpreisindex im januar: +3,0 % zum Vorjahr - erwartet +2,9 %
Erzeugerpreisindex input im Januar +0,7 % zum Vormonat - wie erwartet. Dies hatte auf GBPUSD überschaubare Auswirkungen.

Ein kleines Plus kann heute die Aktie von PepsiCo verbuchen, nachdem die Quartalszahlen über den Erwartungen der Analysten ausfielen. Die Gewinne werden aber schnell wieder vom nicht besonders konstruktiven Marktumfeld kassiert. 

Bloomberg berichtet unter Bezug auf einen Whistleblower, der bei einer großen Investmentfirma arbeiten soll, dass die jüngste Abverkaufswelle durch eine Manipulation des VIX möglich wurde. Mit ausgeklügelten Algorithmen könne man den Vix bewegen, ohne auch nur einen einzigen physikalischen Handel durchführen zu müssen. Investoren auf der ganzen Welt verloren in der vergangenen Woche Milliarden Dollar durch den Abverkauf der Indizes. Darüber informierte ein Anwalt aus Washington die wichtigsten Regulierungsbehörden in den USA: Hauptgrund für die Zurückhaltung am Aktienmarkt war die plätzlich deutlich gestiegene Volatilität. An der Chicagoer Börse hießes, man kenne die Vorwürfe und halte sie für unglaubwürdig. Der Brief soll ungenaue Aussagen, Missverständnisse und sachliche Fehler enthalten. 

Die Türken spielen heute mal wieder den Halbstarken. In der Ägäis rammt ein Küstenwachboot des NATO-Mitglieds Türkei ein Patrouillenboot vom NATO-Mitglied Griechenland, zumindest nach Darstellung der Griechen. Später droht Präsident Erdogan dem NATO-Partner USA in Sachen Nordsyrien mit einer "osmanischen Ohrfeige". Hoch lebe die NATO!

Der niederländische Außenminister Ziklstra ist zurückgetreten. Er hatte behauptet, Putin habe Pläne für ein "Groß-Russland". Inzwischen musste der nationalliberale Politiker zugeben, dass dies eine Lüge war.

13. Februar, 9.30 Uhr

Die asiatischen Märkte konnten die Gewinne der Wall Street nicht ausbauen. So startet auch der Dax-Future unter dem Schluss von gestern Abend. Der Ausbruch über die 12.360 blieb aus. Die Erholung steht auf tönernen Füßen. Mehr zum Dax hier.

Nicht wirklich hilfreich ist EURUSD. Die Marktteilnehmer fokussieren sich wieder mehr auf die extremen Schulden, die durch das Infrastrukturprogramm in den USA nochmal kräftig zu steigen drohen, wobei nicht mal sicher ist, ob die Republikaner diesen zusätzlichen Schulden in Höhe von 200 Mrd. US-Dollar zustimmen. EURUSD präsentiert sich am Morgen bullisch und hat die 1,23 überwunden. Über 1,2335/40 könnte das Paar die 1,24 anvisieren. Support gibt es von der Wolke bei 1,2250.

In der Schweiz hat der Erzeugerpreisindex die Bullen von EURCHF ausgebremst. Die Erzeugerpreise stiegen im Januar um 0,3 % und damit stärker als erwartet.

Auch der Yen legte deutlich zu und setzte den Nikkei unter Druck.  

In Shanghai gab es zwar einen freundlichen Tagesschluss, aber auch hier wurde der Handel deutlich unter Hochs geschlossen. 

In Australien lag das NAB Unternehmensvertrauen mit 12. Punkten leicht über den Erwartungen. AUDUSD setzt seine Aufwärtsbewegung fort. Sie ist sehr korrektiv und könnte jeder Zeit nach unten aufgelöst werden. nachhaltig wird die Erholung wohl erst über 0,7910. Für den Aussie spricht die aktuelle US-Dollar-Schwäche

Die US-10-Jahres-Anleihe präsentiert sich aktuell stabil, ohne dass die Abwärtsrisiken aus der Welt wären. Die aktuelle Bewegung ist sehr korrektiv und könnte sich nach unten auflösen. Dies würde neuen Druck auf die Aktienmärkte ausüben. 

Auch der Bund Future kann sich von seinen Tiefs nicht nachhaltig erholen (tiefere Kurse bedeuten steigende Zinsen).

Rohöl (WTI) fiel gestern nach dem Hoch bei 60,50 wieder zurück. Unter 59 $ droht eine weitere deutlich Korrektur bis 55 % (she. auch das Video von gestern).

Gold profitiert vom schwächeren US-Dollar.

Airbus hat sein Ergebnis in Q1 deutlich verbessert, blieb aber unter den Analystenschätzungen. Trotzdem startet die Aktie freundlich.

TUI steigerte die Umsatzerlöse in Q1 und konnte den Nettoverlust deutlich reduzieren. Das kommt am Markt durchaus an. 

Amazon will in seiner Konzernzentrale in Seattle mehrere 100 Stellen abbauen.  Diw gute Konjunkturelle Lage des Unternehmens scheint also den Angestellten nicht zugute zu kommen. Zumindest nicht allen. 

Im Wirtschaftskalender fällt heute vor allem der Verbraucherpreisindex aus Großbritannien auf (10.30 Uhr). Quartalszahlen gibt es von PepsiCo (12 Uhr).

Andrea Nahles bekommt als designierte Nachfolgerin von Martin Schulz. Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange bewirbt sich um den SPD-Vorsitz. 

Der ANC hat Präsident Zuma "abberufen". Sehr demokratisch klingt das jetzt nicht, wenn eine Partei einen Präsidenten abberuft, USDZAR bewegt dies jedoch nicht. 

 

12, Februar, 17 Uhr

Die Erholung an den Aktienbörsen steht aus wackligen Beinen. Der Dow Jones begann zwar nicht unfreundlich, schaffte es aber bisher nicht über 12.530 Punkte.

Nicht positiv konnte der Infrastrukturplan, den die US-Regierung heute vorgestellt hat, wirken. Die Ausführungen entsprechen etwa dem vom Markt erwarteten. Problem: Washington beteiligt sich an Projekten nur bis zu einem Fünftel (200 Mrd. $). Der Rest soll aus den Bundesstaaten und von privaten Investoren kommen. Man könnte auch sagen, Trump lässt für die Erfüllung seiner übertriebenen Wahlversprechen andere bluten.

Dazu  erholen sich aktuell die US-Anleihen leicht. Allerdings legt die Vola nach einer leichten Korrektur zum Wochenstart wieder leicht zu.

Im EURUSD blicken die Händler heute weniger auf steigende Zinsen als auf die immense Staatsverschuldung. Das Paar stabilisiert sich über 1,22.

Der Chef des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater, Ray Dalio, hat eine beeindruckende Kehrtwende in der Einschätzung der Märkte hingelegt. Sprach er noch vor knapp zwei Wochen in Davos von einer Goldilocks-Periode, in der es Wachstum ohne Inflation gäbe, warnt er nun vor anziehender Inflation und fallenden Märkten. Und so einem Mann vertrauen viele Ihr Geld an?

Streit zwischen der EU und der Türkei vor Zypern. Die Türken blockieren ein Gasbohrschiff mit Kriegschiffen. Wow - NATO-Schiffe bedrohen ein Schiff aus der EU. Grotesker geht es nicht mehr.

Die OPEC reagiert auf die gestiegene Öl-Produktion in den USA und hebt die tägliche Angebotsprognose um 1,4 Mrd. Barrel an. 1,3 Mrd. davon kommen aus den USA. Nach einer kurzen Erholung gibt Rohöl wieder nach

Die Marke Volkswagen hat den Absatz im Januar 2018 weltweit um 7,1 % zum Vormonat gesteigert.

 

Der Dax startete am Morgen freundlich in die Verfallswoche. Mehr hier

Freundliche Vorgaben gab es aus Asien. Während in Japan Feiertag war, legten alle Börsen zu. Allgemein waren die Händler aber von der schwachen Erholung eher enttäuscht. Nach der starken Erholung der US-Märkte im späten Freitagshandel hatte man mehr erwartet.

Nachdem Rohöl (WTI) am Freitagabend nochmal unter Druck kam, könnte isch das "schwarze Gold" wieder etwas erholen. Die neuen Tiefs entstanden, nachdem am Freitag die Zahl der Bohrlöcher ind en USA veröffentlicht wurde. Die Fracker haben demzufolge ihre Produktion deutlich ausgeweitet. 

Ein Grund für die Erholung am Montagmorgen könnte der etwas schwächere US-Dollar sein. Euro und Gold legen auch zu. 

Laut eines Haushaltsentwurfes aus dem Weißen Haus, der heute vorgestellt wird, rechnen die USA für die kommenden zehn Jahre mit einem Wachstum von jeweils rund 3 %. Das klingt schon fast ein bisschen nach Planwirtschaft. 

Aus der Schweiz kommen die einzigen relevanten Wirtschaftsdaten. Der Verbraucherpreisindex ging im Januar wie erwartet um 0,1 % zurück. Aufs Jahr beträgt die Teuerung nur noch 0,7 % nach 0,8 % im Dezember. EURCHF schafft es zunächst nicht über die Wolke bei 1,1535. 

Gut informierte Kreise haben berichtet, dass die japanische Regierung den Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, für eine weitere Amtszeit vorschlagen möchte. 

Carl Zeiss Meditec präsentierte im 1. Quartal weiter gestiegene Umsätze. Der Gewinn sank jedoch von 38 auf 32 Cent je Aktie. Die Aktie gerät anfangs unter Druck, lässt sich aber von Gesamtmarkt anstecken und kompensiert den Verlust schnell. 

Airbus gerät unter Druck, nachdem das Unternehmen erneut über Probleme mit den Pratt & Whitney-Triebwerken in den A320neo berichten musste. 30 % der Aggregate seien fehlerhaft.

Novartis soll in Griechenland Beamte bestochen haben. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen. 

9. Februar 

17 Uhr

Die Wall Street startet freundlich in den Handel. Trotzdem bleibt das Chartbild des Dow Jones angeschlagen. Die Flagge wurde bereits gebrochen, doch die Dynamik bleibt noch verhalten. Trotzdem ist ein erneuter Abverkauf nicht vom Tisch.

US-Präsident Donald Trump hat das Haushaltsgesetz unterschrieben. Eine längere Haushaltssperre ist damit vom Tisch. 

Sehr schwache Arbeitsmarktdaten aus Kanada. Die Zahl der Beschäftigten ging im Januar um 88.000 zurück. Die Arbeitslosenquote steig um 0,1 auf 5,9 %. Und das, obwohl auch Beteiligungsquote am Arbeitsmarkt von 65,8 auf 65,5 % fiel. Besonders Teilzeitkräfte verloren ihren Job. Bei den Vollzeitstellen fanden dagegen 49.000 Menschen mehr eine Anstellung. USDCAD zeigte sich volatil, ohne nachhaltig auszubrechen. Das Paar bleibt aber über der Wolke und über dem Widerstand 1,2555. Die Fortsetzung der Erholung bleibt also wahrscheinlich. 

Die britischen Industriedaten sind nicht wirklich gut ausgefallen. Zwar wuchs die Produktion des verarbeitenden Gewerbes (Miottelstand, der rund 80 % der Industrie ausmacht) wie erwartet um 0,3 %. Nimmt man aber den Rest hinzu, ergibt sich für die Industrieproduktion im Dezember ein Minus von 1,3 % Erwartet wurden nur -0,9 %. Aufs Jahr gesehen stagnierte die britische Industrieproduktion. Cable gibt im Verlaufe des Tages deutlich nach.

Dies lag vor allem an EU-Brexit-Chefunterhandler Michel Barnier, der große Differenzen zwischen EU und Großbritannien sieht, wenn es um eine Übergangsphase für die Briten beim Austritt aus der EU gibt. Ein Übergangsabkommen sei keine Selbstverständlichkeit. 

Der Vize der Bank of England, Ben Broadbent, sieht kein Problem, die Zinsen in einem Jahr mehrfach anzuheben.

Die britische NIESR-BIP-Schätzung liegt mit 0,5 % Wachtum unter dem Vormonat (0,6 %) 

Die russische Zentralbank hat wie erwartet den Leitzins von 7,75 auf 7,5 % gesenkt. USDRUB erhielt keinen neuen Impuls

Sehr schwach zeigten sich die brasilianischen Einzelhandelumsätze. USDBRL konsolidiert heute seitwärts. Die Chancen auf eine Fortsetzung der Erholung bleiben intakt. 

Amazon will in den USA laut Informationen des Wall Street Journal einen eigenen Paketdienst aufbauen und so den Etablierten Paketdiensten Konkurrenz machen. Die Amazon-Aktie kann dadurch nicht profitieren, aber UPS musste zum Handelsstart deutliche Verluste hinnehmen, die allerdings teilweise schnell wieder kompensiert wurden. 

Noch-SPD-Chef Martin Schulz verwirrt erneut alle. Wie über die SPD-Zentrale verlautbart wird, will er nun doch nicht Außenminister werden. 

9. Februar, 10 Uhr

Die Schweizer Arbeitslosenquote verharrte saisonbereinigt wie erwartet bei 3 %.  EURCHF bleibt unter Druck

In Deutschland ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im November um 5,6 % zu Vormonat auf 1.771 gestiegen.

Frankreichs Industrieproduktion stieg im Dezember um 0,5 %. Erwartet wurden lediglich 0,1 %.

In Italien wuchs die Industrie sogar um 1,6 % zum Vormonat. Die Konjunkturzahlen aus Europa bleiben also gut. 

Die neue GroKo will den Handel mit Kryptowährungen regulieren. Dafür soll eine Aufsicht über den Handel geschaffen werden. Nach der gestrigen Erholung taxieren Bitcoin heute wieder etwas schwächer. Support gibt es um 7.540/7.220

Das Norwegische BIP schrumpft in Q4 überraschend um 0,3 %. Erwartet wurden +0,5 %. EURNOK legt deutlich zu. 

Sell off hieß es gestern Abend an der Wall Street. Der Dow Jones verlor über 4 % und damit buchte damit einen Tagesverlust wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Dow Jones-Analyse hier. "Schuld" waren einmal mehr steigende Anleihe-Renditen und eine hohe Volatilität.

Dabei bleiben die Wirtschaftsdaten weiter gut. U. a. News Corp und Nvidia meldeten gestern überzeugende Quartalszahlen. 

Der scheidende Gouverneur der New York Fed, William Dudley, hat sich für eine weitere Zinserhöhung im März ausgesprochen. EURUSD verteidigte gestern die 1,2230 Ein Absturz Richtung 1,2160 bleibt möglich, denn eine dynamische Erholung blieb bisher aus. Der US-Dollar zeigt weiter Stärke,

Chinas Verbraucherpreisindex stieg im Januar um 1,5 % zum Vorjahr und traf damit die Analystenschätzungen. USDCHN zeigt aktuell keine klare Tendenz

Schwacher Industrieaktivitätsindex für den Tertiärsektor, der überraschend um 0,2 % fiel. Analysten hatten mit +0,2 % gerechnet. USDJPY verteidigt die Range zwischen 108,30 und 109,70

Die asiatischen Börsen konnten sich nach schwachem Start meist erholen. Der Nikkei wurde am Wochentief bei 21.061 aufgefangen

Australiens Wohnungsbaukredite gingen im Dezember um 2,3 % zurück. Es waren -0,9 % erwartet. AUSUSD konnte sich etwas stabilisieren, ohne, dass eine nachhaltige Erholung zu erkennen wäre. AUDUSD bleibt im Abwärtstrend

Mexikos Zentralbank hat die Zinsen wie erwarten von 7,25 auf 7,5 % angehoben. USDMXN gab nur leicht nach und stabilisiert sich bei 8,80. 

Weiter unter Drück bleiben Rohstoffe. Rohöl (WTI) schiebt bei 60,50 seitwärts. Eine Erholung ist aber noch nicht zu sehen. Die 59 $-Marke bleibt ein Thema

8. Februar, 17 Uhr

Bank of England ändert Geldpolitik nicht, gibt aber Zeichen, dass weitere Zinserhöhungen kurz bevor stehen könnten. Entscheidung einstimmig. Mehr zu EURGBP hier Gouverneur Mark Carney glaubt an einen sich verfestigenden Inflationsdruck und bevorstehenden Lohnanstieg sowie eine Steigerung der Produktivität.

Kanadas Baubeginne lagen mit 216,2k knapp über den Erwartungen. USDCAD bleibt eher auf bullischen Pfaden.

Gute Daten auch vom US-Arbeitsmarkt. Die Anträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf 221.000.

Aus Mexiko wurde der Verbraucherpreisindex veröffentlicht. Er stieg im Januar um 5,55 % (zum Vorjahr), knapp über den Erwartungen. Interessanter dürfte für die Marktteilnehmer die Zinsentscheidung um 20 Uhr sein. Es wird eine Zinserhöhung um 0,25 auf 7,5 % erwartet. USDMXN profitiert im Vorfeld aber von der US-Dollarstärke. she auch hier

Umsatz bei T-Mobile US mit 10,76 $ knapp unter der Erwartungen (10,8 Mrd $), Gewinn mit 0,48 $ je Aktie deutlich drüber (37 ct.), Aktie leicht im Minus

Twitter überrascht mit 0,19 $ Gewinn je Aktie in Q4 (erwartet 14 ct). Auch der Umsatz mit 731,6 Mio deutlich über den Erwartungen. Die Aktie legt deutlich zu. 

Der Chef der Banque de France, Francois Villeroy de Galhau, glaubt, dass die EZB im Falle einer Rezession in der Eurozone mit der Geldpolitik überfordert sei. Man müsse die Währungsunion stärken, damit die Risiken beherrscht werden können. 

Die französische Regierung hat ihre Freude über die erfolgreichen Koalitionsgespräche in Deutschland zum Ausdruck gebracht. Europa-Staatssekretär Lemoyne meinte, Frankreich brauche solide Partner, die erneut die Initiative ergreifen könnten. Europa stehe an einem Wendepunkt.

Griechenland hat eine 7-jährige Anleihe am Kapitalmarkt platziert. Medienberichten zufolge rechnet man in Athen mit einem Zinssatz von 3,75 %

Der Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, sieht die Zeit, um über eine Ausstiegsstrategie aus der lockeren Geldpolitik zu sprechen, für noch nicht gekommen. 

8. Februar , 11 Uhr 

Der deutsche Handelsüberschuss nahm im Dezember wieder etwas ab. Die 21,4 Mrd. Euro lagen über den Erwartungen. die Importe stiegen im Dezember um 1,4 %, Die Exporte lagen überraschend mit 0,3 % im Plus. Der Dax konnte sich bisher nicht befreien

Gute Quartalszahlen hat die Commerzbank vorgelegt. Die Aktie gehört zu den Gewinnern im Dax.

Auch die italienische Unicredit überzeugte und legte die beste Quartalsbilanz seit 10 Jahren vor.

Trotz eines unter dem Vorjahr gebliebenen Umsatzes und eines negativen Nettoergebnisses kamen auch die Zahlen der Heidelberger Druck gut an. Die Aktie legt fast 10 % zu. 

Spaniens Industrieproduktion ist im Dezember um 6,1 % zum Vorjahr gestiegen. Der IBEX hat an der 9.865 schwer zu kämpfen. 

Bundesbankchef Jens Weidmann hat erneut gefordert, die Anleihekäufe der EZB schnell zu beenden. Die aktuellen Lohnsteigerungen sollten für eine steigende Inflation sorgen. EURUSD bleibt bärisch und ist auf dem Weg zur 1,2160. Ein Bruch dieser Marke könnte zu einem Test der unteren Begrenzung des Aufwärtstrends führen (aktuell etwa 1,20).

Die Reallöhne sind 2017 in Deutschland um 0,8 % gestiegen, berechnete das Statistische Bundesamt.

Druck kam von der US-Notenbank FedJohn Williams, Gouverneur in San Francisco, sprach sich für weitere Zinserhöhungen aus. Aufgrund der guten Aussichten für die Wirtschaft sei dies notwendig, um eine Überhitzung zu verhindern. 

Chinas Handelsbilanzüberschuss hat sich im Vergleich zum Vormonat mehr als halbiert. Die Importe zogen um 36,9 % an, die Importe immerhin auch um 11,1 % zum Vorjahr. Das nutzte dem Shanghai Composite nichts. Er korrigierte auf den Widerstand bei 3.265/60. Ein nachhaltiger Buch hätte wohl die 3.155 zur Folge.

Der Rohölpreis konnte von den verstärkten chinesischen Importen nicht profitieren. Immerhin setzte im WTI eine Stabilisierung ein

In Australien ist das Geschäftsvertrauen leicht von nach oben revidierten 8 auf 6 Punkte gefallen. Der Aussie setzt seine Korrektur zum US-Dollar fort

Die Reserve Bank of New Zealand hat den Leitzins bei 1,75 % gelassen.  Die Entscheidung hatte keine Auswirkungen auf NZDUSD. Allerdings macht sich weiter die Dollarstärke bemerkbar. Der Kijun des Tageschart wurde gestern Abend noch gebrochen und könnte den Kiwi nun zur Wolkenunterkante bei 0,71 führen. 

Tesla fährt einen Rekordverlust ein und überzeugt die Anleger trotzdem. Es war noch schlimmeres befürchtet. Der Umsatz überzeugte. 

Der Dow Jones konnte gestern Abend seine Hochs nicht verteidigen. Nun droht sogar eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation die den Dow auch unter wieder unter die 24.000 drücken könnte.

Auch die Einigung im Senat auf einen Zwei-Jahres-Haushalt hat den Dow dann nicht mehr beflügelt