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Märkte zögern vor Zwischenwahlen in den USA

Veröffentlicht am 05.11.2018

Vor den Zwischenwahlen in den USA halten sich die Marktteilnehmer zurück. Große Bewegungen oder gar Trends waren bisher nicht auszumachen. 

Der ISM Dienstleistungsindex aus den USA präsentierte sich besser als erwartet, aber unter dem Vormonatswert.

Die Daten aus Europa deuteten auf ein nachlassendes Wachstum hin. 

Der ISM Dienstleistungsindex der USA zeigte sich im OKtober mit 60,3 Punkten über den Erwartungen (59,3), blieb aber auch unter dem Vormonat. Trotzdem waren das gute Nachrichten. Die Zinssorgen dürfen auch etwas abnehmen, der der Teilindikator für die Preise fiel von 64,2 auf 61,7.

Die Zwischenwahlen morgen in den USA dürften zu einem wahren Krimi werden. Die Meinungsforscher sehen den Vorsprung der Demokraten schrumpfen. Aktuell sollen die Demokraten noch einen hauchdünnen Vorsprung haben. Fast jeder fünfte Amerikaner ist aber noch unentschlossen. 

Der S&P 500 startet bisher wenig bewegt in den Handel an der Wall Street. Der Ichimoku im Stundenchart ist eher bärisch. Ziel wäre dann 2.700/690. Oben steht das Hoch der letzten Woche bei 2.766 im Weg. 

Schwächer lief es im Nasdaq 100. Da ging es unter anderem für die Großen, wie Apple, Amazon und Alphabet deutlich nach unten. Aktuell testet der Index die Unterstützung bei 6.875. Aus Ichimokusicht könnte die lange Wolkenlinie bei 6.780 ein interessantes Ziel sein. Der Tenkan (blau) dreht aber seitwärts, was die Unsicherheit der Bären verrät.

Der Dax ist nachbörslich etwas auf dem Rückzug. Auch hier ist ein echter Grund schwer auszumachen. Wichtig ist für die Bullen erst einmal, dass die 11.430 hält, sonst drohen 11.250/050.

EURUSD mit einem kleinen Erholungsschub, ohne dass sich das Chartbild deutlich verändert hätte. Das Paar wird über 1,1430 bullisch. Ein Retest der 1,1301 bleibt weiterhin möglich. 

Wahrscheinlich werden sich die Marktteilnehmer vor dem Ergebnis der Kongresswahlen nicht eindeutig positionieren. Auch die Fed ist vor allem, was Hinweise auf die zukünftige Zinspolitik betrifft, ein Grund für die Zurückhaltung der Märkte. Was die Wahlen betrifft, deren Ergebnis in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch erwartet wird, ist nicht klar, was die Händler wirklich tun, wenn die Demokraten das Repräsentantenhaus gewinnen. Donald Trump meint ja, dass dies einen schweren Markteinbruch bedeuten würde. Analysten glauben dies jedoch eher nicht, zumal damit gerechnet wird, dass der Senat auf jeden Fall republikanisch bleibt. Die Handelspolitik kann der Kongress sowieso kaum beeinflussen. Eventuell wird für Trumps Wirtschaftförderung auf Pump etwas schwieriger, sollten die Dems ein der beiden Kammern für sich Gewinnen. Sollte Donald Trump weiter durchregieren können, dürften die Marktteilnehmer darüber wahrscheinlich nicht traurig sein. 

Die EU-Kommission hat die Briten in Sachen Brexit von ihrer rosaroten Wolke wieder herunterkommen lassen und ließ durch einen Sprecher verkünden, dass es bei den Verhandlungen noch keinen Durchbruch gab. EURGBP reagiert bisher nicht. Das Paar zeigt weiter eher Schwäche.

Am Tag des Beginns der neuen Sanktionen der USA gegen den Iran ist der Rohölpreis ein wenig gestiegen. Wirklich Dynamik entwickelte sich aber nicht. WTI hat es bisher  nicht mal geschafft, die 63,60 zurückzuerobern. Immerhin zeigt sich der Ichimoku im Stunden-Chart nun neutral. Bullisch wird es aber erst über 64,60. So bleibt auch die 60 $-Marke durchaus ein Thema.

Auch Naturgas hat heute deutlich zugelegt. der Grund: Meteorologen haben einen ungewöhnlich kalten November vorhergesagt.

Die europäische Ausgabe vom Magazin "Politico" will erfahren haben, dass die EU am 21. November Disziplinarmaßnahmen gegen Italien verhängt, weil das Land für 2019 eine Neuverschuldung über das vereinbarte Maß hinaus plant. Möglich sind Geldbußen in Höhe von 0,5 % des BIP bzw. in Höhe von maximal 9 Mrd. Euro. Die Gesamt-Staatsverschuldung beträgt aktuell rund 130 % des BIP. Erlaubt sind in der EU nur 60 %. EU-Währungskommissar Pierre Moscovici bezeichnete die Meldung allerdings als "Fake News",

Ein neuer Auftritt von Noch-Verfassungsschutzpräsident Maaßen, bei dem er u. a. wilde Verschwörungstheorien gegen seine eigene Person vor Kollegen aus anderen EU-Staaten äußerte, war dann auch Horst Seehofer zu viel. Der Innenminister versetzte Maaßen in den einstweiligen Ruhestand. Ein Nachfolger scheint noch nicht in Sicht. 

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