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Märkte am 4. März

Veröffentlicht am 04.12.2018

Während die europäischen Märkte  noch rech zurückhaltend agierten, kamen in den USA Konjunktur heute Konjuktursegen auf. Der Zinsspread zwischen 2- und 10-Jahres-Anleihe näherte sich bis auf 0,1 % an. Eine Invertierung ist wahrscheinlicher geworden. Wenn Kurzfristige Anleihen höhere Zinsen kosten als die langfristige, gilt dies als Anzeichen einer bevorstehenden Rezession. Entsprechend panisch agiert der Markt.

Morgen gibt es in den USA keinen Handel. Dass es in Asien und Europa eine starke Erholung gibt ist eher nicht zu erwarten. 

04:30    Zinsentscheidung Australien

Die Zentralbank in Australien hat den Leitzins unverändert bei 1,5 % gelassen. AUDUSD bewegte dies kaum. Das Paar bleibt über der 0,7340 und könnte damit weiterhin einen Test der 0,7465/95 anstreben, Dem Ichimoku im Stundenchart fehlt allerdings etwas Dynamik.

Märkte am Morgen

Ziemlich ruhig war es bisher aus China, wenn es um einen  Handelsdeal mit den USA geht. Während sich die Nachrichten aus dem Weißen Haus fast überschlagen, herrscht in Peking ziemlich wenig Gesprächsbedarf. Dies lässt die Marktteilnehmer zunehmend daran zweifeln, ob die gestrigen Aufschläge wirklich gerechtfertigt waren, zumal die US-Amerikaner auch nicht unbedingt bedingungslos optimistischen klingen. Der Dax startet deutlich tiefer an der 11.400 und ist damit wieder ein seiner Range zwischen 11.260 und 11.400/50. Noch hält zwar der Kijun bei 11.385, aber sehr freundlich sieht das Chartbild für die Bullen nicht mehr aus. Heute könnte der Markt mit besonderen Interesse auf ein Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Managern deutscher Autohersteller blicken. Ansonsten dürften die Impulse aus dem Wirtschaftskalender eher gering bleiben. 

EURUSD startet freundlich, muss aber die 1,1400 überwinden um Chancen auf eine Fortsetzung der Erholung Richtung 1,15 zu haben. Dies wiederum könnte dann den Dax zusätzlich belasten. 

Die Börsen in Asien reagierten unterschiedlich auf die Stille aus China. Der Shanghai Composite präsentierte sich stabil, ohne die Hürde bei 2.677/703 ernsthaft anzugehen. Auch der Hang Seng agierte nicht unfreundlich, traut sich aber noch nicht über die 27.340. Spannender war in China der Yuan, der recht deutlich aufgewertet wurde. Schon gestern zeigte sich USDCNH deutlich unter Druck. 

In Japan gab es nach der Rally der letzten Tage eine deutlich Korrektur. Der gestrige Ausbruch des Nikkei über die 22.550 zeigte sich am Ende als nicht besonders nachhaltig. Erster wichtiger Support ist bei 21.910/00 zu sehen. USDJPY fällt unter 113,15 zurück und belastet den Aktienmarkt zusätzlich. 

Rohöl (WTI) konnte die 52,50 verteidigen und könnte damit weiterhin vor einem Test der 54,75/55,90 stehen. Gold hat seine Erholung fortgesetzt und hat die nächste Zielmarke bei 1.238 erreicht. Kommt es zu einem nachhaltigen Bruch des Widerstands, könnte 1.265 das Ziel sein. Es wäre ein Zeichen der Kraft der Bullen. der Dailychart würde sich deutlich robuster zeigen. 

09:15    Verbraucherpreisindex Schweiz

Sinkende Energiepreise sorgen für eine sinkende Inflation in der Schweiz. der Verbraucherpreisindex ist im November um 0,3 % zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr bleiben nur noch +0,9 %. Erwartet wurden -0,1 und +1,0 %. EURCHF nicht unfreundlich, aber bisher hat das Paar die 1,1355 nicht überwinden können. Support gibt es bei 1,1295.

In Spanien ist überraschend die Zahl der Arbeitslosen um 1.800 gesunken. Erwartet wurden +34.200!

Der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof hat untersucht, ob es möglich sei, dass Großbritannien den Brexit-Antrag einseitig zurückziehen kann und ist zur Überzeugung gelangt, dass dies möglich sei. 

10:30    Baugewerbe-Einkaufsmanagerindex Großbritannien

Der britische Baugewerbe-Einkaufsmanagerindex legt zum zweiten Mal in Folge etwas zu und steht im November bei 53,4 nach 53,2 im Vormonat. Erwartet wurden nur 52,5. EURGBP scheitert ein weiteres Mal an der 0,8940. Bei einem Bruch der 0,8880 würden die Aufwärtsbewegung endgültig  beendet sein. Ein Test der 0,8840 wäre dann wohl unausweichlich. 

Die Eurozonen-Erzeugerpreise sind im Oktober um 0,8 % gestiegen und damit deutlicher als erwartet (0,5%). 

Märkte am Mittag

Nach der ersten Euphorie ist wieder Sachlichkeit am Markt eingekehrt. Die Marktteilnehmer sehen den Waffenstillstand im Handelskrieg zwischen den USA und China inzwischen wesentlich sachlicher. Mal von einigem Überschwang in den Worten Donald Trumps abgesehen, kamen aus den USA vor allem Statements zum technischen Ablauf der Pause für neue Strafzölle. Es soll zwischen dem 1. Januar und dem 1. April keine Zollerhöhungen geben. Die angeblichen Zugeständnisse Chinas wurden aus Peking bisher nicht bestätigt. Unter der neuen Sachlichkeit am Markt leiden vor allem Autowerte, die vorher größter Profiteur waren. Und so wundert es nicht, wenn der Dax am Vormittag ordentlich Federn lassen musste. Der deutsche Leitindex fiel inzwischen unter die 11.400. Die gestern freundliche Stimmung war damit von kurzer Dauer. Solange die 11.260 nicht unterschritten wurde, ist das Bild nun neutral. Darunter könnte ein Retest des Jahrestiefs bei 11.015 erfolgen. Neue Hoffnung für die Bullen gibt es wohl erst über 11.585. 

Besser sieht es im S&P 500 aus, der den Support bei 2.770 verteidigte und die Chance hat, die 2.820 erneut zu attackieren. Dass er heute deutliche Gewinne einfährt, dürfte angesichts des morgigen Tages, an dem die NY Stock Exchange und die Nasdaq geschlossen bleiben, eher ausgeschlossen sein. Weitere Unterstützungen gibt es bei 2.755/48. 

EURUSD versuchte über die 1,14 zu kommen. Nachhaltig ist dies nicht gelungen. Ein Grund könnte sein, dass Italiens Regierung der EU-Kommission einen überarbeiteten Haushalt vorlegen will. Details sind nicht bekannt. 

Außerdem scheint ein Gutachten des Generalanwaltes des Europäischen Gerichtshofes, nachdem es möglich ist, dass Großbritannien den Brexit-Prozess jederzeit beenden und in der EU verbleiben kann, die Märkte zu erfreuen. Warum ist nicht ganz klar, weil Premierministerin Theresa May einen Verbleib in der EU ausgeschlossen hat, aber EURGBP gab heute nach und scheiterte somit erneut an der 0,8940. 

14:30    Arbeitsproduktivität Kanada

Kanadas Arbeitspoduktivität blieb im 3. Quartal mit einem Plus von 0,3 % unter den Erwartungen (0,4 %). USDCAD verteidigt die Unterstützung bei 1,3160. Unter 1,3245 dürften die Bären trotzdem weiter im Vorteil bleiben. 

Russland lässt wieder Schiffe mit Ziel auf ukrainische Häfen im Asowschen Meer wieder die Meerenge von Kertsch passieren. 

16:00    Rede von John Willims (NY Fed)

Der Notenbänker hat sich für die Fortsetzung gradueller Zinsschritte ausgesprochen, gleichzeitig aber eingeschätzt, dass die Wirtschaft möglicherweise schneller abkühlen könnte als bisher erwartet. Das Basisszenario sei aber weiter positiv

Verlierer im Dow Jones ist heute Caterpillar, eine Konjunktur-sensible Aktie. 

Im Rennen um den Parteivorsitz in der CDU hat sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble klar zugunsten von Friedrich Merz positioniert. Merz wäre die beste Wahl, umd das Land wieder zur Mitte hin zu stabilisieren.

Die NATO hat Russland erstmals vorgeworfen gegen den INF-Vertrag zu verstoßen. Vorher kamen solche Vorwürfe schon aus dem Weißen Haus. Russland soll neue Marschflugkörper entwickelt haben, die nach dem Vertrag verboten sind.

Videoanalyse am Abend 

22:30    API Rohöl-Lagerbestand

Ausblick auf Mittwoch

Nationaler Trauertag für den am Wochenende verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George H. W. Bush + New York Stock Exchange und Nasdaq bleiben geschlossen!

01:30    BIP Australien

02:45    Caixin Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex China

09:30    Rede von EZB-Präsident Mario Draghi

09:55    Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex Deutschland

10:00    Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex Eurozone

10:30    Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex Großbritannien

11:00    Einzelhandelsumsatz Eurozone

16:00    Zinsentscheidung Bank of Kanada

20:00    Beige Book