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Märkte am 30. November

Veröffentlicht am 30.11.2018

Buenos AiresBuenos AiresNeue Hiobsbotschaften von deutschen Unternehmen und schwache Daten aus China sorgten heute erneut für Verluste im Dax.

Auch die Wall Street zeigte sich zurückhaltend. Man wartet zunächst auf die Ergebnisse eines Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsidenten Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels. 

Bei den Wirtschaftsdaten sorgten die Daten aus Italien für lange Gesichter, während der Chicago Einkaufsmanagerindex das robuste Wachstum der US-Wirtschaft bestätigt.

In der kommenden Woche rückt mit der Veröffentlichung des Beige Book und den Non Farm Payrolls schon die nächste FOMC-Sitzung in den Fokus.

00:30    Arbeitsmarktdaten Japan

Die Arbeitsmarktdaten in Japan enttäuschten leicht. Das Job/Bewerber-Verhältnis sank leicht von 1,64 auf 1,62. Analysten hatten für Oktober 1,65 Punkte erwartet. Die Verbraucherpreise sind im November in Tokio nur um magere 0,8 % zum Vorjahr gestiegen. Vor einem Monat waren es noch 1,5 %. Die Kernrate verharrte bei 1,0 %. Dass die Bank of Japan bald die Geldpolitik strafft, ist eher unwahrscheinlich.

00:50    Industrieproduktion Japan

Deutlich expandiert ist die japanische Industrieproduktion. Sie wuchs im Oktober nach vorläufiger Schätzung um 2,9 %. Erwartet wurden 1,2 %.

USDJPY bewegt sich kaum und verteidigte gestern die 113,20/15. Unter dieser Marke könnte das Paar zum Monatstief 112,30 zurückfallen. Bullisch wird es erst wieder über 112,65. dann mit Ziel 114,25, dem Monatshoch. Der Nikkei folgt dem allgemeinen Trend und schiebt um 22.300 seitwärts. Der Ichimoku des Dailycharts drehte von bullisch auf neutral. 

02:00    ISM Einkaufsmanagerindizes China

Chinas verarbeitendes Gewerbe hat im November den Wachstumspfad verlassen. Der staatliche Einkaufsmanagerindex ist auf 50,0 Punkte gesunken. Erwartet wurden 50,2. Dagegen hielt sich der Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex mit 53,4 Punkten ganz gut, auch wenn er unter den Erwartungen (53,8)  blieb. Der Shanghai Composite verteidigte die 2.560 und wartet ebenfalls auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping.

Markt in Asien

Insgesamt sind die Blicke in Asien auf den G20-Gipfel in Argentinien gerichtet. Größere Bewegung gab es vor allem in Australien, wo der Bankenmarkt unter Druck geriet. Der S&P/ASX nähert sich immer mehr dem Verlaufstief 5.590, nachdem die korrektive Erholung brach. Der Bruch würde ein 2-Jahres-Tief bedeuten. Der Wochenchart zeigt bei 5.500 eine wichtige Unterstützung. 

08:00    Nationaler Hauspreisindex Großbritannien

Der Hauspreisindex ist im November um 0,3 % gestiegen. GBPUSD im allgemeinen Trend kaum verändert. Die 1,2730 wurde bisher verteidigt. Ein Bruch mit Zielen bei 1,2700/585/350 bleibt durchaus denkbar. Ob wir neue Tiefs sehen, könnte sich in der kommenden Woche entscheiden, wenn das Unterhaufs über den Brexit-Deal abstimmt. Ausgang ungewiss. Auch EURGBP zeigt aktuell keine Bewegungsfreude und traut sich nicht über die 0,8925/40. Ein neuerlicher Test der 0,8880 dürfte hier wahrscheinlich sein. 

08:00    Einzelhandelsumsätze Deutschland

Der deutsche Einzelhandelsumsatz enttäuschte im Oktober. Er sank um 0,3 % (erwartet +0,4%). Überraschend deutlich sind die Importpreise im Oktober gestiegen. Statt 0,4 % gab es ein Plus von 1 %. Im Oktober war auch die Inflation mit 2,5 % relativ hoch. Offenbar hatten daran teurere Importe einen Anteil.

09:00    KOF Frühindikator Schweiz

Auch in der Schweiz deutet einiges auf die Abkühlung der Konjunktur hin. Der KOF-Frühindikator fiel auf 99,1 Punkte. und lag damit im November deutlich unter dem Vormonat (100,2). EURCHF scheiterte am Morgen am Widerstand 1,1355. Ein Wiedersehen mit der 1,1300 ist wohl die wahrscheinlichste Option. Der Ichimoku ist allerdings im Stundenchart noch bullisch, weshalb man einen Ausbruch Richtung 1,1435/50 nicht ausschließen kann. 

11:00    Verbraucherpreisindex Eurozone (vorläufig)

Der Verbraucherpreisindex ist im November um 2 % zum Vorjahr gestiegen und liegt damit nahe des Ziels der EZB. Allerdings bleibt die Kernrate weiter sehr schwach. Sie stieg um 1 % (erwartet 1,1 %). Preistreiber sind weiter Lebensmittel und Energie, wobei Energie in Zukunft wohl weniger Preistreiber sein wird. EURUSD weiter über der 1,1350, aber mit dem Bruch des Kijun (orange ) im Stundenchart. Ein Bruch der Unterstützung könnte die Chance auf eine Erholung endgültig zunichte machen und neue Teifs anvisieren. Weitere Unterstützungen sind bei 1,13 und 1,1215 zu finden. Oben hat sich an der 1,14 ein neuer Widerstand aufgebaut. 

11:00    Arbeitslosenquote Eurozone

Die Arbeitslosenquote der Eurozone verharrte im Oktober bei 8,1 %. Analysten rechneten mit einem leichten Rückgang auf 8,0 %. Der Dax macht heute keine gute Figur. "Schuld" dürften einige Einzelwerte sein, die ordentlich unter Druck geraten. Neben Daimler und der Deutschen Bank geht es bei ThyssenKrupp, Covestro und HeidelbergCement um mehr als 2 % nach unten. Mit dem Bruch der 12.260 könnte die Region 11.095/50/15 wieder in den Fokus rücken. Der Ichimoku ist im Stundenchart wieder bärisch. 

14:30    BIP Kanada

Die Kanadische Wirtschaft hat eine Verschnaufpause eingelegt und schrumpfte im September um 0,1 % (erwartet +0,1). Für Q3 wurde ein Wachstum von 0,5 % (nach 0,7 %) ermittelt. Im Jahresvergleich stieg das BIP um 2,1 % (nach 2,4 %). Die Rohstoffpreise sind weiter gesunken. Im Oktober fielen sie um 2,4 % und damit weniger als befürchtet (-5,2 %). USDCAD stabilisiert sich weiter über der 1,3255. 

15:45    Chicago Einkaufsmanagerindex

Der Chicago Einkaufsmanagerindex präsentierte sich im November mit 66,4 Punkten äußerst robust.  Wier sahen ein 11-Monats-Hoch. Erwartet wurden 58,6. Der Index bestätigt den Eindruck, dass die Konjunktur in den USA weiter auf Hochtouren läuft, während sich das Wachstum in anderen Wirtschaftsräumen abkühlt. Der S&P 500 zeigt am Nachmittag eine Gegenbewegung nach der im europäisch geprägten Handel etwas unter Druck geriet. Der Widerstand 2.750/55 wurde aber noch nicht gebrochen. Der Markt schaut weiter auf mögliche Ergebnisse vom G20-Gipfel in Argentinien. 

19:00    Baker Hughes-Bohrlöcher

In den USA gibt es 887 aktive Bohrlöchern und damit 2 mehr als in der Vorwoche. Der Rohölpreis weiter seitwärts, WTI zwischen 49,45 und 52,50.

G20-Gipfel in Buenos Aires (bis Samstag)

News

Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde auf Ihrer Reise zum G20-Gipfel in Buenos Aires von einem technischen Defekt der Regierungsmaschine aufgehalten. Sie musste in Köln/Bonn notlanden. Erst nach einer Übernachtung am Rhein geht es nun heute mit rund 12 Stunden Verspätung zum Gipfel. Ein krimineller Hintergrund für den wohl gefährlichen Zwischenfall, bei dem die Bordkommuniktaion ausgefallen ist, wird inzwischen ausgeschlossen. 

Italiens BIP ist im 3. Quartal nach 2. Lesung um 0,1 % geschrumpft. Im Jahresvergleich bleibt ein mageres Plus von 0,7 %.

Die italienische Arbeitslosenquote ist im Oktober überraschend deutlich von 10,3 auf 10,6 % gestiegen. Erwartet wurden 10,1 %.

Deutlich unter Druck geriet heute Vormittag Daimler, nachdem die HSBC die Aktie abgestuft hat. Die Aktie droht, neue Jahrestiefs zu finden. 

Auch die Deutsche Bank steht wieder unter Druck. Die Polizei setzt ihre Razzia fort. Es geht dabei um die Sicherung umfangreichen Datenmaterials. Gegen die Bank wird im Zuge der Panama-Papers ermittelt. Bedenklich stimmt, dass die Staatsanwaltschaft  auch Vorfälle im Jahr 2018 untersucht, was darauf schließen lässt, dass die Deutsche Bank bis heute Kunden dabei hilft, Vermögen im Ausland zu verstecken. 

Morgan Stanley rechnet damit, dass Preise für Autos aufgrund des Handelskrieges zwischen den USA und China steigen werden. Grund ist eine globale Wertschöpfungskette, bei der jede Unterbrechung zu Inflation führe.

Das Weiße Haus will am kommenden Dienst mit Volkswagen, Daimler und BMW sprechen, meldete das Handelsblatt. Ursprünglich war ein Treffen schon für diese Woche geplant. 

TIPS (Target Instant Payment Service) heißt der neuste Dienst der EZB, der heute gestartet wurde. Er soll sekundenschnelle Zahlungen möglich machen und Zahlugnsdinesteistern wie VISA, Mastercard oder Google Pay Konkurrenz machen. 

Südkoreas Notenbank hat die Zinsen wie erwartet von 1,5 auf 1,75 % angehoben. Auf USDKRW hatte dies kaum Auswirkungen.

Im Handelsstreit zwischen China und USA will die Volksrepublik einlenken und zukünftig Urheberrechte besser schützen. Dafür soll der Oberste Gerichtshof zum Jahreswechsel mit mehr Befugnissen ausgestattet werden. 

Chinas Regierung hat seine Fischern angewiesen, während des G20-Gipfels die Seegrenzen anderer Länder zu respektieren. Das scheint sonst nicht so zu sein. 

China will sich zukünftig an internationalen Friedensmissionen beteiligen und stellt dafür 8.000 Soldaten zur Verfügung. 

In der Nacht wurde das Hamburger Wohnhaus von Vizekanzler Olaf Scholz durch unbekannte attackiert. Es wurde mit Farbbeuteln beschädigt. Außerdem versuchten die Täter ein unbesetztes Wachhäuschen anzuzünden. Der Finanzminister ist aktuell mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Reise zum G20-Gipfel in Buenos Aires.

Die Ukraine hat eine Einreisesperre für russische Männer im Alter zwischen 16 und 60 Jahre verhängt. Die bei den Ereignissen vom Sonntag festgenommenen ukrainischen Matrosen sollen in ein Moskauer Gefängnis verlegt worden sein. 

Ausblick auf kommende Woche

Samstag

10:00    Rede von Thomas Jordan (Vorsitzender der Schweizer Nationalbank)

Sonntag

22:30    AIG Produktionsindex Australien

Montag

00:50    Investitionstätigkeit Japan

01:30    Bruttogewinne der Unternehmen, Baugenehmigungen Australien

02:45    Caixin Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe China

09:15    Einzelhandelsumsätze Schweiz

09:30    SVME Einkaufsmanagerindex Schweiz

09:55    Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Deutschland

10:00    Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Eurozone

10:30    Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe Großbritannien

16:00    ISM Einkufsmanagerindex USA

Dienstag

04:30    Zinsentscheidung der Reserve Bank of Australia (keine Änderung erwartet)

10:15    Rede von Mark Carney (Bank of England)

10:30    Baugewerbe-Einkaufsmanagerindex Großbritannien

Mittwoch

01:30    BIP Australien

02:45    Caixin Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex China

09:55    Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex Deutschland

10:00    Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex Eurozone

10:30    Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex Großbritannien

14:30    ADP Arbeitsmarktdaten USA

16:00    ISM Dienstleistungsindex USA

16:15    Red von Fed-Chairman Jerome Powell

16:30    Rohöl-Lagerbestände USA

20:00    Beige Book

Donnerstag

01:30    Einzelhandelsumsätze Australien

08:00    Industrieaufträge Deutschland

16:00    Industrieaufträge USA

16:00    Ivey Einkaufsmanagerindex Kanada

Freitag

08:00    Industrieproduktion Deutschland

11:00    Eurozonen-BIP

14:30    Non Farm Payrolls - Arbeitsmarktdaten USA

14:30    Arbeitsmarktdaten Kanada

Samstag

03:00    Handelsbilanz China