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Handelsstreit und Zinssorgen belasten am Morgen

Veröffentlicht am 05.11.2018

Die unklare Situation im Handelsstreit zwischen China und den USA sowie sorgen um steigende Zinsen sorgten in Asien für einen zurückhaltenden Wochenstart. Hinzu kam ein schwacher Einkaufsmanagerindex in China.

Der Dax nimmt die schwachen Vorgaben aus Asien auf, verteidigt aber den Support um 11.500 noch. Wichtiger wird wohl der Bereich um 11.430/10. Ein Bruch würde den Dax wohl auf 11.250 oder gar 11.050 zurückwerfen. Die Wolkenunterkante bei 11.350 könnte aber auch als Support dienen.

Oben sind als Widerstand die 11.585 und das Hoch der letzten Woche bei 11.685 erste Widerstände. Der Ichimoku ist nich bullisch, allerdings dürfte der Tenkan (blau) den Kijun (orange) nach unten kreuzen. Danach ist das Szenario eher neutral zu bewerten. 

EURUSD startet kaum verändert bei knapp 1,14. Oben gibt es Widerstand bei 1,1430. Unten Unterstützung bei 1,1301.

Ausstehende Termine

09:00    Arbeitslose In Spanien

10:30    Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex Großbritannien

10:30    Sentix-Investorenvertrauen Eurozone

14:10    Rede von Steven Poloz (Bank of Canada)

16:00    ISM Diensteistungsindex USA

Leicht ging es für GBPUSD nach oben. Hier stützen Meldungen, dass die wichtige Irland-Frage in den Brexitverhandlungen gelöst werden könnte. die EU soll Großbritannien nun doch eine Zollunion angeboten haben, meldet die "Times". Ein Statement aus Brüssel liegt noch nicht vor. 

Der chinesische Caixin Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex ist im Oktober von 53,1 auf 50,8 Punkte gefallen und zeigt, der China offenbar ein Wachstumsproblem hat. Vor 13 Monaten war der Index zuletzt schwächer. Der Index ist insgesamt ziemlich volatil, Ist aber insgesamt seit Anfang des Jahres auf dem Rückzug. 

Der Shanghai Composite startet mit leichten Abgaben in die Woche, konnte aber bisher die 2.650 verteidigen. Der Ichimoku bleibt damit im Stundenchart bullisch. 

Ansonsten belasteten die schwachen US-Vorgaben vom Freitag. Außerdem sind die widersprüchlichen Aussagen aus dem Weißen Haus zum Handelsstreit der USA mit China ein Stimmungskiller. Während US-Präsident Donald Trump Hoffnung auf eine baldige Einigung machte, sieht Wirtschaftberater Larry Kudlow noch einen weiten Weg vor beiden Partnern. 

Chinas Präsident Xi Jingping will sein Land für internationale Investoren weiter öffnen und Handels- sowie Investitionshemmnisse weiter abbauen. Zölle sollen gesenkt und Zollverfahren vereinfacht werden. Außerdem soll es höhere Strafen für die Verletzung geistigen Eigentums geben. Strafen gab es allerdings schon bisher. Leider werden Vergehen gegen das geistige Eigentum in China kaum verfolgt. Dann nutzen solche Strafen eher wenig. Außerdem äußerte Xi den Willen Chinas, den Abschluss von Handelsverträgen mit EU, Japan und Südkorea zu beschleunigen. 

Die große Welle von Startups in China dürfte deutlich abebben. Die speziell auf Neugründungen ausgerichteten Fonds haben im 3. Quartal ihre Investitionen um 70 % zum Vorjahr heruntergefahren. 

Ziemlich heftig gebeutelt wurde davon der Hang Seng, der wieder unter die 26.240 fiel und so seinen überkauften Status abbaute. Auch der Index aus Hongkong bleibt aber  zunächst eher bullisch, weil über der Wolke des Stundencharts.

USDCNH erholte sich nach der kräftigen Korrektur am Donnerstag und Freitag wieder etwas Die Wolke des Stundenchart wartet aber erst bei 6,93. Ein Bruch wäre bullisch und könnte einen erneuten Versuch Richtung 7 nach sich führen. 

In Japan sorgt sich der Markt um steigende Finanzierungskosten, nachdem die 10-jährigen US-Staatsanliehen mit rund 3,21 % auf einem recht hohen Niveau verharren. Das Verlaufshoch bei 3,26 % bleibt in Reichweite. Der Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, hat hingegen die Fortsetzung der lockeren Geldpolitik bekräftigt. Die schleppende Inflation mache dies nötig. 

Der Nikkei zeigte leichte Abgaben, konnte aber bisher die 21.820 verteidigen. Ein Bruch könnte hier eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation nach unten auflösen. Dazu würde auch ein Bruch der Wolke des Stundencharts erfolgen. Es wäre ein ziemlich bärisches Szenario, das einen weiteren Test der 20.800 nahelegt. Vorher gibt es aber nochmal im Bereich 21.500/400 Unterstützung.

USDJPY handelt kaum verändert und hat damit den Widerstand bei 113,40/55 noch nicht aus dem Spiel genommen. Darüber warten 114,55 als Ziel. Support bei 112,60

Rohöl handelt nahezu unverändert nahe seiner Tiefs. Unterstützung gibt es bei 61,85/60,00.

Gold ebenfalls stabil. Die 1.240 konnte aber noch nicht überwunden werden. Die Zinssorgen sind dafür auch keine gute Ausgangsposition. Support gibt es bei 1.227/25/18/12.

Siemens Healthineers hat im 4. Quartal bereinigt etwas mehr verdient als erwartet. Das Ergebnis vor Steuern fiel bereinigt um 2 % auf 674 Mio. Euro. Der Umsatz bleibt mit 3,704 Mrd. Euro unter den Erwartungen (3,729 Mrd. Euro). 

Kaufland will weiter keine Produkte von Unilever ordern. Die vom Lebensmittelkonzern angestrebten Preissteigerungen betragen laut Kaufland bis zu 27 %, berichtet der "Tagesspiegel".