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Die Fed bleibt auf Kurs

Veröffentlicht am 09.11.2018

Die Fed hat wie erwartet den Leitzins in der Spanne 2,00 bis 2,25 % unverändert gelassen und ihre Strategie der schrittweisen Zinserhöhungen bekräftigt. Dabei attestierte sie der US-Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt ein robustes Wachstum. Nur die Unternehmensinvestitionen nehmen nur noch modert zu. Die Inflation erwarten die Notenbänker weiter um den Zielbereich von 2 %. Große Risiken sehen sie offenbar nicht. Mit der nächsten Zinserhöhung rechnen die Marktteilnehmer weiterhin im Dezember

Der Dax startet etwas schwächer als gestern Abend. Solange der deutsche Leitindex über der 11.430 verharrt, bleibt die Situation neutral. Darunter könnte es ein Wiedersehen mit der 11250/050 geben. Auf der Oberseite ist der Dax recht weit vom wichtigen Widerstand 11.800 entfernt. Erst darüber dürfte eine Jahresendrally zu erwarten sein. Der Ichimoku des Stundencharts ist aktuell bärisch. 

Für Druck könnten heute erneut Nachrichten aus den Unternehmen sorgen. ThyssenKrupp meldete mögliche hohe Belastungen durch mögliche Kartellabsprachen bei Grobblech und Qualitätsstahl. Das Bundeskartellamt ermittelt.

Die Allianz hat ein insgesamt erfreuliches Ergebnis präsentiert. Mit 4,55 je Aktie stieg es um 29 %.

Der S&P 500 sieht insgesamt freundlicher aus und kam nur leicht vom Widerstand 2.820 zurück. Hier ist ein Ausbruch über die Marke weiter möglich und hätte das Potential zur Jahresendrally. 

Die europäischen Indizes zeigen sich insgesamt schwächer also die amerikanischen, wie auch der Eurostoxx 50 zeigt, der seine Korrektur von gestern ebenfalls moderat fortsetzt. Umkehr.  

Wenn man berücksichtigt, dass auch die asiatischen Märkte her nach unten tendieren, führt aktuell die Wall Street ein Eigenleben. Ansonsten ist aktuell eine Jahresendrally eher nicht in Sicht. 

EURUSD gibt deutlich nach und steht vor einem erneuten Test des Doppelbodens und Jahrestiefs 1.1301. Ein Bruch könnte 1,1115 zum Ziel machen. Wichtig wird heute für das Paar der Erzeugerpreisindex aus den USA.

Frankreichs Industrieproduktion ist im September um 1,8 & gesunken. Erwartet wurden 0,3 %.

In Asien sorgen sich die Anlager weiterhin um den Handelskonflikt zwischen China und den USA, der nach wie vor nicht gelöst wurde. Chinas Inflation verharrte bei 2,5 % zum Vorjahr und spielte am Markt keine Rolle. 

Die Regierungsvorgabe, dass zukünftig die Hälfte aller Kredite an Privat-Unternehmen vergeben werden muss, kam in Shanghai nicht gut an. Der Shanghai Composite gab nach und entfernte sich vom wichtigen Widerstand 2.650. Noch präsentiert sich der Ichimoku aber neutral. Supports könnten bei 2.560/522/450 zu finden sein.

Noch stärker ging es im Hang Seng nach unten. Hier standen vor allem Ölwerte unter Druck, denen der niedrige Ölpreis zu schaffen macht. Hier könnten 25.080 und 24.555 das Ziel sein. 

USDCNH brach gestern die 6,9310. Der Ichimoku verliert zwar etwas an Dynamik, bliebt aber bullisch. Die scharfe Korrektur von letzter Woche ist schon zum größten Teil kompensiert. 

Der Rohölpreis leidet unter dem starken US-Dollar und gibt weiter nach. WTI nun schon fast an der von mir regelmäßig beschriebenen 60 $-Marke. Die Ichimoku zeigt wenig Dynamik und könnte für die Einleitung eines Versuchs einer Bodenbildung sprechen. Von der Nachrichtenseite gibt es ja Meldungen, nach denen die OPEC die Förderung drosseln möchte. Das sollte eigentlich stützen.

In Australien sind die Wohnungbaukredite im September um 1,0 % gesunken. Erwartet wurden -0,9 %.

Die Reserve Bank of Australia sieht aktuell keinen Anlass, die Zinsen zu erhöhen. Ein Zinsschritt sei nur angemessen, wenn die Arbeitslosenquote weiter fällt und die Inflation sich nachhaltig im Zielkorridor 2 bis 3 % bewegt. 

Auch der Aussie hat mit 0,73 einen wichtigen Widerstand nicht brechen können und korrigierte in der Nacht leicht. Support ist im Berich 0,7180/60 zu erwarten. Große Abwärtsdynamik zeigt AUDUSD aber aktuell nicht. Der Dailychart zeigt sich aktuell neutral. Sollte der Ausbruch über 0,73 noch gelingen, könnte die 0,7465/95 das Ziel sein. 

USDJPY kam von seinen Hochs ein wenig zurück, was die recht deutliche Korrektur des Nikkei nicht vollständig erklärt. 

Gold gab nach dem Fed-Statement weiter nach, konnte sich aber an der Unterstützung 1.218 stabilisieren. 

Walt Disney konnte im 4. Quartal ein Rekordergebnis einfahren.  Der Gewinn stieg um 33 % auf 2,32 Mrd. US-Dollar. Der Umsatz legte um 12 % zu. 

Italien bekommt nun auch Gegenwind vom Internationalen Währungsfonds. Der dortige Kapitalmarktchef Tobias Adrian fordert Italien auf, Haushaltsdisziplin zu wahren. Die aktuelle Politik der Italiener wirke sich negativ auf die Italienische Wirtschaft aus. 

Die französische Staatsanwaltschaft hat gegen die Schweizer Großbank UBS eine Strafe von 3,7 Mrd. Euro gefordert. Der Bank wird Steuerbetrug vorgeworfen. Auch in den USA steht ein Rechtsstreit ins Haus. Hier geht es um den Verkauf von hypothekenbesicherte Wertpapiere.

Der Deutsche Bundestag hat gestern Abend beschlossen, das Kindergeld ab Juli 2019 um 10 Euro pro Kind und Monat anzuheben. 

US-Präsident Donald Trump hat berichtet, dass es in Florida den Verdacht auf Wahlbetug gibt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Konkrete Fakten blieb der Präsident aber wie so oft schuldig.

Die koreanische Pop-Band BTS hat für einen Eklat im Verhältnis Südkorea - Japan gesorgt. Ein Bandmitglied trug bei einem Auftritt im japanischen Fernsehen ein den Atombomben-Abwurf auf Hiroshima verherrlichendes T-Shirt. Die Sendung wurde daraufhin abgebrochen. Das geplante Treffen zwischen Südkoreas Präsidenten Moon Jae-in und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe wurde abgesagt. BTS ist eine der angesagtesten Bands im asiatischen Raum.

Ausstehende Termine

10;30    BIP, Industrieproduktion Großbritannien

14:30    Erzeugerpreisindex USA

16:00    Verbraucherstimmung Uni Michigan

19:00    Baker Hughes Plattform-Zählung