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Demokraten gewinnen das Repräsentantenhaus

Veröffentlicht am 07.11.2018

Die Republikaner mussten bei den Kongresswahlen Hochrechnungen zufolge eine empfindliche Niederlage hinnehmen und verloren ihr Mehrheit an die Demokraten. Damit wird die Durchsetzung von Gesetzesvorhaben der Trump-Administration deutlich erschwert. Die Senatswahlen verliefen für die Demokraten dagegen enttäuschend hier könnte die Mehrheit der Republikaner von einem auf vier Sitze steigen. 

Die Märkte reagieren auf das Ergebnis gelassen. Die Mehrheit der Händler hatte diesen Wahlausgang erwartet. Viele Umfragen deuteten auf einen Machtwechsel im Repräsentantenhaus. 

Der Dax erholt in seiner Range zwischen 11.430 und 11.690. Oben gibt es einen weiteren wichtigen Widerstand bei 11.800. Ein Bruch der Unterstützung dürfte den Dax Richtung 11.250/050 drücken. Insgesamt hat sich also nicht viel geändert. Die Unsicherheit wegen der Wahlen ist zwar nun weg, aber nun richten sich die Blicke auf die Fed, die morgen ihre geldpolitischen Entscheidungen bekanntgibt. Zur Zeit sieht es so aus, als ob sich der Dax weiter stabilisiert.

EURUSD zog gestern Abend über die 1,1430 und präsentierte sich in der Nacht durchaus volatil. Das Ausbruchslevel ist nun die erste Unterstützung, oben hielt bisher der Widerstand bei 1,1475/95. Darüber könnte die 1,1610 in den Fokus rücken. Zumindest, bis die Fed die Karten vielleicht neu mischt. 

Die deutsche Industrieproduktion ist im September um 0,2 % gestiegen. Erwartet wurden 0,1 %.

Fraport hat die Analystenerwartungen knapp übertroffen, enttäuschter aber mit dem Ausblick leicht.

Adidas steigerte das Betriebsergebnis im 3. uartal deutlich auf 901 Mio. Euro. Die Umsätze stiegen mit 5,87 Mrd. Euro nur leicht und blieben knapp unter den Erwartungen. Gleichzeitig erhäte das Unternehmen den Ausblick. 

Munich Re konnte im 3. Quartal deutlich mehr verdienen als von Analysten prognostiziert. Das operative Ergebnis viel auf 1,04 Mrd Euro und blieb damit aber doch deutlich über den Erwartungen. Die Prämieneinnahmen stiegen von 12,04 auf 12,79 Mrd. Euro. 

BMW blieb im 3. Quartal mit einem Gewinn vor Steuern von 1,75 Mrd. Euro unter den Erwartungen des Marktes (1,81 Mrd. Euro). Im Vorjahr waren es allerdings noch 2,38 Mrd. Euro. Der Umsatz mit 24,7 Mrd. Euro gut 1 Mrd. höher als vor einem Jahr.

Sehr volatil zeigte sich die 10-jährige Staatsanleihe aus den USA, die insgesamt leicht nachgab. Mit der Mehrheit im Repräsentantenhaus können die Demokraten zukünftig das ausufernde Haushaltsdefizit der US-Administration eindämmen. Nichts desto trotz wird die Fed ein wichtiges Wort bei der Zinsentwicklung mitsprechen. 

Der britische Halifax-Hauspreisindex stieg im Oktober um 1,5 % zum Vorjahr. Erwartet wurden 1,2 %. Cable setzt seine Erholung Richtung 1,3260 fort. Support im Bereich 1,3065/30.

Die asiatischen Märkte zeigten meist im Minus. Das wichtigste Thema dort ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Hier wird sich durch die neuen Mehrheitsverhältnisse im US-Kongress nicht viel ändern. Beim der Handelspolitik kann das Repräsentantenhaus nicht viel mitreden. 

Der Shanghai Composite zeigte sich volatil, schaffte es aber weiterhin nicht, sich nachhaltig von der 2.650 abzustoßen. Der Ausbruch blieb aus, die Verluste aber sehr moderat. So bleibt eine Fortsetzung der Erholung möglich, schließlich gibt es Signale, dass die US-Administration und China einen neuen Versuch unternehmen wollen, ihren Handelsstreit beizulegen. Positive wurde aufgenommen, dass die People´s Bank of China zukünftig Unternehmen bei Finanzierungsschwierigkeiten besser unterstützen will. Gouverneur Yi Gang räumte ein, beim Versuch, die Verschuldung einzudämmen, über das Ziel hinausgeschossen zu sein. 

Auch der Nikkei kam im Verlaufe der Handels von seinen Höchstständen wieder zurück und droht unter die Wolke des Stundencharts und damit auf 21.820 zufallen. Widerstand ist vor allem bei 22.550 zu finden. 

Die Zahl der Erwerbstätigen ist in Neuseeland im 3. Quartal um 1,1 % gestiegen. Erwartet wurden nur +0,5 %. Die Arbeitslosenquote viel von 4,5 auf beeindruckende 3,9 %. Die Inflationserwartungen blieben im vergangenen Quartal unverändert bei 2 %. NZDUSD legte im Vorfeld er Zinsentscheidung der Reserve Bank of New Zealand deutlich zu. Nach dem Überwinden der 0,6725 steht nun die 0,6850 im Fokus. Technisch tendiert der Ichimoku im Stundenchart zu einem überkauften Status. im Daily bleibt es aber sehr bullisch. Am Abend gibt es die Zinsentscheidung der RBNZ. 

Die API Rohölbestände sind weiter deutlich gestiegen. Nach 5,7 Mio. Barrel waren es diesmal 7,8 Mio. Barrel. Die kurzfristige Erholung wurde zum größten Teil wieder verkauft. Die 60-$-Marke im WTI bleibt im Fokus. 

Gold zeigte auch etwas Volatilität, ohne einen entscheidenden Trend zu finden.  Über 1.240 bleibt die 1.265 ein Ziel. Unten bleibt die 1.208 ein wichtiger Support, was sich vor allem im Dailychart gut zeigt. 

Eine US-Bundesrichterin hat Qualcomm verurteilt, seine branchenrelevanten Patente auch an Konkurrenten zu lizenzieren. Bisher hatte der Konzern nur Lizenzen an Smartphonehersteller gegeben. Die Qualcomm-Standards sind in der Smartphone.Industrie weit verbreitet, weshalb Qualcomm die Lizenzen nun auch an andere Chiphersteller zu fairen und angemessenen Bedingungen zur Verfügung stellen. Beobachter sehen darin einen schweren Schlag für das Geschäftsmodell von Qualcomm.

Die Welt hat übrigens herausgefunden, dass auch deutsche Unternehmen kräftig Wahlspenden in die USA fließen ließen. Ihre US-Tochterfirmen spendeten dem Bericht zufolge mindestens 2,63 Mio. US$. 60 % davon gingen an die Republikaner. Unter den 17 Unternehmen spendete dem Bericht zufolge BASF am meisten. Wahlkampfspenden durch US-Unternehmen sind übrigens verboten, weshalb Geld aus der Belegschaft gesammelt wird. Nur Einzelpesonen dürfen spenden.

Wegen des Giftgas-Anschlages auf den russischen Doppelagenten Sergej Skripal erwägen die USA neue Sanktionen gegen Russland, teilte das US-Außenministerium mit. 

Einen Rückschlag scheint das Verhältnis zwischen den USA und Nordkorea zu bekommen. Das für diese Woche geplante Treffen zwischen US-Außenminister Mike Pompeo und einer nordkoreanischen Delegation wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. 

Ausstehende Termine

10:00    TÜV Report: u. a. wie schnitten die einzelnen Modelle der Hauptuntersuchung ab?

11:00    Einzelhandelsumsätze Eurozone

16:00    Ivey Einkaufsmanagerindex Kanada

16:30    Rohöl-Lagerbestände USA

21:00    Zinsentscheidung Neuseeland

22:01    Quartalszahlen Qualcom

22:15    Quartalszahlen News Corp