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Markt-News

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone ist mit 113,4 Punkten auf den höchsten Stand seit 17 Jahren gestiegen. Einzig die Verbraucher bleiben skeptisch. Na ja, das sind sie eigentlich schon immer gewesen. Nur 2000 gab es mal beim Verbrauchervertrauen mal eine positive Stimmung. 

Die Schweizer Konjunktur brummtDie Schweizer Konjunktur brummtAnsonsten überzeugte am Vormittag das KOF Konjunkturbarometer in der Schweiz. 109,1 Punkte bedeuten ein 7-Jahres-Hoch. Was doch ein etwas schwächerer Franken so bewirken kann... 

Nachdem Mario Draghi zuletzt EURCHF allerdings wieder auf Talfahrt geschickt hat, versucht das Paar sich heute etwas zu erholen. Der Support bei 1,1565 hat gehalten. Auf der Oberseite ist bei 1,1635/60 mit Widerstand durch die Wolke im Stundenchart zu rechnen.

Der deutsche Verbraucherpreisindex kann im Oktober keine Teuerung ausweisen. Auf Jahressicht geht die Teuerung von 1,8 auf 1,6 % zurück. EURUSD näher sich wieder der 1,16. Die 1,1510 dürfte weiter wahrscheinlich bleiben. Die EZB kann die Zinsen noch lange nicht anheben, auch wenn das die Politik in Deutschland gern anders sieht. Was man der EZB vielleicht vorhalten kann ist, dass ihre Maßnahmenbisher die Inflation nicht zurück in den Zielbereich gebracht haben. Aber da hat die EZB kein Alleinstellungsmerkmal. 

PCE-Kernrate Preisindex in den USA 1,3 % zum Vorjahr - wirklich hoch ist die Inflation also nicht, was die Fed aber wohl nicht davon abhalten kann, die Zinsen im Dezember und danach drei weitere Male in 2018 zu erhöhen. 
Die US-Amerikaner sind aktuell in ziemlich guter Konsumlaune: Privatausgaben im September +1 %. Das macht aber offenbar auch keine Inflation. Privateinkommen steigen um 0,4 %

Übernahmegerüchte lassen Mattel heute um über 8 % steigen. Aktuell sind aber keine Kaufinteressenten namentlich bekannt. 

Eine Unbekannte für diese Woche bleibt, wer Nachfolger von Janet Yellen bei der Fed wird. US-Präsident Donald Trump will die Personalie am Donnerstag verkünden. Am Freitag teilte er in einer Videobotschaft mit, dass die Öffentlichkeit sehr beeindruckt sein werden. Na schauen wir mal, in welche Richtung sich die Märkte beeindrucken lassen. 

Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta hat die Neuwahlen mit 98,26 % der Stimmen gewonnen. Die Wahl wurde von der Opposition boykottiert. 

Stand: 17:45 Uhr

Börse am Morgen

Zum Brückentag wird wenig Bewegung im Dax erwartet. Zum Brückentag wird wenig Bewegung im Dax erwartet. In Deutschland ist heute Brückentag. Morgen feiert ganz Deutschland Reformationstag. Vor 500 Jahren hat Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche Wittenberg genagelt. Für den Dax könnte dies heute heißen: Wenig Bewegung bei überschaubarem Handel. So startet der deutsche Leitindex dann auch fast unverändert. 

Von den deutschen Einzelhandelsumsätzen kommt kein Rückenwind. Sie waren im September mit einem Wachstum von 0,5 % schwächer als erwartet (0,7 %). Immerhin glich dies der Vormonat aus, der von -0,4 auf -0,2 % revidiert wurde.

9 Uhr liefert Volkswagen die Ergebnisse des 3. Quartals der Marken VW und Audi. 11 Uhr wird die Wirtschaftsstimmung der Eurozone veröffentlicht. 13.30 Uhr (in den USA ist noch Sommerzeit) gibt es die persönlichen Einkommen und Ausgaben in den USA, bevor der deutsche Verbraucherpreisindex um 14 Uhr veröffentlicht wird. 21 Uhr liefert Mondelez International Quartalszahlen.

EURUSD versucht sich ein bisschen zu stabilisieren. Solange das Paar aber unter der 1,1645 beibt, haben die Bären weiter die Chance au 1,1510.  Spannend wird, wie es in Katalonien weitergeht, nachdem die spanische Regierung die Region unter Zwangsverwaltung gestellt hat. fügt sich die katalanische Verwaltung oder gibt es da einen neuen Konflikt? 

Die Ratings vom Wochenende brachten vor allem Bestätigungen. Italiens Bonität wurde von Standard & Poor´s um einer Stufe auf BBB angehoben. Deutschland behält AAA. 

In den USA sind die News zum Wochenauftakt dünn.- So könnten sich die Marktteilnehmer weiter mit der Frage beschäftigen, wer Nachfolger von Fed-Chefin Janet Yellen wird. 

Während man ja in Deutschland zum Teil so tut, als gäbe es die schwache Inflation in der Eurozone gar nicht, sieht das nicht nur der Süden ganz anders. Jan Smets ist belgisches EZB-Ratmitglied und warnt vor dauerhaft schwacher Inflation. Sie könne dazu führen, dass sich die Menschen daran gewöhnen und zum Beispiel geringere Lohnabschlüsse verhandeln. Es sei daher richtig, dass die EZB das Ende ihres Anleihekaufprogrammes offen lässt. Der Aufschwung in der Realwirtschaft sei zu einem guten Teil auf die Geldpolitik der EZB zurückzuführen.  Generell heißt dies aber auch, ohne die Geldspritze der EZB würde es weiter düster in der Eurozone aussehen. Mario Draghi hatte deshalb ja auch letzte Woche seinen Appell erneuerte, alle Staaten der Eurozone müssten endlich ihre Reformanstrengungen intensivieren. Zu sehr ruhen sich die Regierungen auf der Geldpolitik der EZB aus. 

In Asien zeigten sich die Märkte uneinheitlich. Der Nikkei handelt leicht im Minus, nachdem die EInzelhandelsumsätze im September mit 2,2 % Wachstum zum Vorjahr unter den Erwartungen (2,3 %) blieben. Immerhin wurde die Marke von 22.000 Punkten knapp verteidigt. Etwas deutlicher unter Druck steht die Börse in Shanghai, nachdem die chinesische Börsenaufsicht überraschend viele neue IPOs zugelassen hat. Dies mährt die Befürchtung, dass sich Anleger zurückhalten, damit sie bei den Börsenstarts ausreichend Liquidität zur Verfügung haben. In Sydney stabilisierte sich die Börse wieder etwas, nachdem sie infolge einer Regierungskrise und wahrscheinlichen Neuwahlen am Freitag unter Druck stand. Auch AUDUSD versucht sich an einer Stabilisierung. Ein Bruch der 0,7670/75 könnte die Chance eines Bodens und einer nachhaltigen Erholung bringen. Noch ist aber die die 0,7575/35 nicht vom Tisch.

Der Ölpreis bleibt weiter fest. Die Marktteilnehmer spekulieren auf eine Ausweitung der Förderbegrenzungen durch die OPEC und Russland. 

Chinesische Bitcoin Betreiber versuchen die Einschränkungen in Chine zu umgehen, indem sie Geschäftstelen in Japan und Hongkong öffnen. Auch in Südkorea und Singapur sollen Niederlassungen entstehen. Bitcoin haben gestern mit 6.317 $ ein neues Allzeithich markiert.