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Marktgeschehen

US-Konjunktur: Rekorde! (16.18 Uhr)

Das CB Verbrauchervertrauen hat nochmal ein 17-Jahres-Hoch gebildet. Mehr als 129,5 Punkte gab es zuletzt Ende 2000. Auch der Richmond Fed Herstellungsindex zeigt sich mit 30 Punkten außergewöhnlich stark. Das gab es zuletzt im April 2010. Vorher zog schon der Case Shiller Hauspreisindex um 6,2 % zum Vorjahr an. Das Warenhandelsdefizit ist allerdings größer geworden; 68,3 Mrd $ nach 64,1 Mrd $. 

Der Dow Jones hat schon wieder ein neues Allzeithoch gebildet. 

Überraschend deutlich sind die Erzeugerpreise in Kanada gestiegen. Der Erzeugerpreisindex legte im Oktober 1,0 % zu. Erwartet wurden 0,5 %). Auch der Rohstoffpreisindex gewann mit 3,8 % deutlicher als erwartet (2,0 %). USDCAD bleibt aber trotzdem auf Erholungskurs. Der US-Dollar zeigt heute gegenüber allen Hauptwährungen Stärke.

Der designierte Fed-Chef Jerome Powell hat vor dem US-Senat keinen Zweifel daran gelassen, dass die Fed die Zinsen weiter graduell anheben und die Bilanz schrumpfen wolle. Dies war so erwartet wurden. Einige Analysten wollen herausgehört haben, dass Powell gegenüber einer Lockerung der Regulierung für Finanzmärkte offenen ist als seine Vorgängerin Janet Yellen.

Amazon  kostet inzwischen 1.200 $ und man kann sich fragen, wo will die Aktie eigentlich noch hin. Wer gestern Abend die ARD gesehen hat weiß, dass Amazon sich inzwischen einen ganzen Instrumentenkasten gebaut hat, mit dem man den Markt beherrschen kann. Kartellbehörden scheinen allerdings bisher wenig Neigung zu verspüren, dem Konzern ketten anzulegen. Glänzende Aussichten, weshalb Goldman Sachs das Kursziel auf 1.450 $ anhebt. Heute macht die Rally zum Auftakt der Wall Street erstmal Pause.

Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihren geschäftsführenden Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) für dessen ja zur Verlängerung der Genehmigung für den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat gerügt. Das Handeln des Ministers entsprach nicht der Geschäftsordnung der Bundesregierung. Ändern tut dies nichts, denn die Zustimmung in Brüssel ist nicht mehr rückgängig zu machen.

Dax zeigt sich stabil (13.15 Uhr)

Der Euro gibt etwas nach, was der Dax aber kaum nutzen konnte.Der Euro gibt etwas nach, was der Dax aber kaum nutzen konnte.Der Euro ist am Vormittag etwas unter die Marke von 1,19 gerutscht, was den Dax ein wenig stabilisierte, ohne, dass der deutsche Leitindex wirklich Land gewinnen konnte. 

Grund für den etwas schwächeren Euro könnte die Geldmenge M3 in der Eurozone sein. Sie stieg im Oktober nur um 5 % zum Vorjahr. Analysten hatten 5,1 % erwartet. 

Das deutsche GfK-Konsumklima entsprach mit 10,,7 Punkten den Erwartungen. 

Die OECD hat die globalen Wachstumserwartungen für 2017 von 3,5 auf 3,6 % und für 2018 von 3,6 auf 3,7 % angehoben. Deutlich nach oben wurden die Erwartungen für Deutschland angehoben. Im Jahr 2017 soll es jetzt ein Wachstum von 2,5 % (bisher 2,0) geben. Für 2018 erwartet die Organisation +2,3 % (bisher 2,0 %). Auch die Eurozone, USA und China sollen stärker wachsen als bisher gedacht. 

 Sehr schwach zeigten sich die spanischen Einzelhandelsumsätze. Sie gingen im Oktober um 0,1 % zum Vorjahr zurück. Erwartet wurde ein Anstieg von 2,6 %. 

Der alljährliche Banken-Stress-Test der Bank of England kam zu dem Schluss, dass die britischen Banken auch auf einen harten Brexit gut vorbereitet sind. Cable zeigte sich davon recht unbeeindruckt

Auch in Schweden halten sich die Verbraucher zurück. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Oktober um 0,1 %. Erwartet wurden +0,2 %. EURSEK legte etwas zu, 

Bitcoin handeln am Mittag nahe der 10.000 $ Marke. Und dann? Gibt es dann doch mal stärkere Gewinnmitnahmen? Wir werden sehen. 

Aus Südafrika gibt es Meldungen, nach denen Präsident Zuma die Notenbank aufgerufen hat, ein wohl geplantes Downgrade der Kreditwürdigkeit des Landes durch die Ratingagenturen zu verhindern. USDZAR bleibt unter 13,80 und Könnte 13,2380 anvisieren. Der Ichimoku zeigt im 4H-Chart ein bärisches bild, aber aktuell keine starke Dynamik.

Rolls Royce-Motorenchef Eric Schulz soll neuer Vertriebschef bei Airbus werden. Die Rolls Royce-Aktie gibt am Vormittag deutlich nach und handelte im frühen Handel zeitweise unter dem September-Tief 860,50 Pence. Insgesamt wirkt die Aktie angeschlagen. Weiteres Korrektur-Potential bis 790 Pence kann nicht ausgeschlossen werden. 

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer glaubt nicht, dass es in der SPD eine Mehrheit für eine Neuauflage der Großen Koalition gibt. 

Am Nachmittag spricht der designierte Fed-Chef Jerome Powell vor dem Senat (15.45 Uhr). 16 Uhr wird das CB-Verbrauchervertrauen gemeldet.

Europa startet leicht freundlich in den Tag (10.15 Uhr)

Die euroäischen Märte treten am Morgen auf der StelleDie euroäischen Märte treten am Morgen auf der StelleDer Dax hat sich in den ersten Stunden des Tages nur wenig von seinen Schlusskursen gestern entfernt. Auch in Europa klagen Händler über wenig Inspiration. Der Dax bleibt in seinem Dreieck. Dazu unterstützt weiter die 12.847. Widerstand gibt es bei 13.190. Erst ein Ausbruch aus dieser Range dürfte neue Trends produzieren. Belastend für den exportlastigen Dax bleibt der starke Euro. EURUSD kam zwar etwas von seinen gestrigen Hochs weg, handelt aber immer noch bei 1,19 und damit auf einem recht hohen Niveau. Eine Entscheidung im US-Senat für eine Steuerreform könnte so auch den Dax freuen, denn es sollte den US-Dollar stärken.

 Rückenwind für den Euro gibt es allerdings von den deutschen Importpreisen. Der Importpreisindex stieg im Oktober überraschend deutlich um 0,6 %. Der Wirtschaftskalender bietet heute keine Impulse aus Europa. Mit Spannung dürfte die Anhörung des designierten neuen Fed-Chefs, Jerome Powell, im US-Senat, erwartet werden (15.45 Uhr). Außerdem gibt es 16 Uhr das CB-Verbrauchervertrauen. 21.45 Uhr spricht US-Finanzminister Mnuschin.

Asien mit leichten Verlusten (9.55 Uhr)

Die asiatischen Märkte zeigten sich zum Auftakt zurückhaltend. Händler vermissten große Themen, die weiteres Kaufinteresse unterstützen würden. In China drückte zunächst die Sorge einer stärkeren Regulierung gegen Schattenbanken auf die Kurse. Allerdings konnte sich der Shanghai Composite gegen Handelsschluss deutlich erholen und schloss im Plus. Dem Nikkei fehlte erneut die Inspiration, aus seiner Seitwärtsrange auszubrechen. USDJPY hat sich über 110,90 stabilisiert, ohne dass im Stundenchart schon eine Umkehr zu erkennen wäre. 

Ölwerte unter Druck (9.40 Uhr)

Produtkionsdrosselung durch die OPEC könnte auf der Kippe stehen. Produtkionsdrosselung durch die OPEC könnte auf der Kippe stehen. Weiter unter Druck bleibt der Ölpreis, dessen Bewegung auf 59 $ erst einmal zum Fehlausbruch wurde. Sorgen macht den Händlern offenbar, dass Russland eine Verlängerung der Förderreduzierung durch Russland nicht mitgetragen werden könnte. Von den russischen Förderern wurde zuletzt Unmut darüber geäußert, dass sich Russland schon deutlich vor Auslaufen der aktuellen Vereinbarung mit der OPEC zu einer neuen Deckelung der Fördermenge verpflichten will. Sollte es der OPEC nicht gelingen, die Russen im Boot zu behalten, könnte auch die Einigkeit der OPEC an sich schnell als sehr brüchig erweisen. In den USA läuft die Produktion sowieso auf Hochtouren. Die Zahl der Bohrlöcher legt nach einer kleinen Delle im Herst wieder kontinuierlich zu. Der Rohölpreis (WTI) bewegt sich nahe des gestrigen Tiefs bei 57,53 $).

Nachlese US-Markt (9.30 Uhr)

Ziemlich zurückhaltend blieb der Markt trotz des guten Starts zum Weihnachtsgeschäft mit einem Black Friday. Einer der Gründe waren fallende Ölpreise, die auf den Energiewerten lasteten. Dazu kamen Sorgen, Nordkorea könnte erneut einen Raketentest durchführen. Profitieren konnte der Einzelhandel. Insgesamt bewegten sich die US-Märkte eher seitwärts, schafften aber trotzdem zwischenzeitlich neue Allzeithochs oder bewegten sich zumindest in der Nähe der Rekorde. Generell bleibt der Markt also freundlich, ein bisschen scheint aber die Luft aus der Rally zu sein. UnitedHealth traf in seinen Prognosen für 2018 die Analystenerwartungen. Ein Umsatz von 223 bis 225 Mrd. US$ und ein Gewinn zwischen 10,55 $ und 10,85 $ je Aktie schien dem Markt aber zu wenig. Die Aktie fällt nachbörslich.