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Marktnews vom Tage

Aktuelles vom MarktAktuelles vom Markt

Gute Nachrichten vom US-Wachstum. Das BIP ist nach der ersten Schätzung im 3. Quartal um 3 % gestiegen. Erwartet wurden "nur" 2,5 %. Die US-Konjunktur brummt also. Die realen Verbraucherausgaben stiegen mit 2,4 % ebenfalls deutlicher als prognostiziert (2,2). Der Preisindex legt um 2,1 % zu, damit scheint auch die Inflation anzuziehen. Die Fed darf sich bestätigt fühlen. EURUSD taucht unter 1,16

Das von der Uni Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen bleibt mit 100,7 leicht unter dem bärenstarken Vormonat und auch knapp unter den Erwartungen. Ein wirkliches Problem stellt dies jedoch nicht dar.

Gerüchte, Donald Trump würde aktuell Jerome Powell als Fed-Chef favorisieren, stärkte EURUSD nur kurz. 

Dass das katalanische Parlament für die Unabhängigkeit der Region votiert hat, spielte am Markt nur eine untergeordnete Rolle. Nur der IBEX und spanische Anleihen gingen in die Knie. Der spanische Senat hat die Kontrolle Kataloniens inzwischen an die Zentralregierung übertragen und so die Autonomie Kataloniens aufgehoben. Ministerpräsident Rajoy kann somit nun die katalanische Regierung absetzen. Die EU hat erklärt, Katalonien nicht als unabhängigen Staat anzuerkennen. 

Das mit der Inflation ist so eine Sache. während der Eurozonen-Kern-VPI ja weiter sehr niedrig ist, was die zögerliche Reduzierung der Anleihekäufe der EZB erklärt, gibt es in Deutschland durchaus Anzeichen für eine anziehende Inflation. Die Importpreise legten beispielsweise im September um 0,9 % zu. 

Das französische Verbrauchervertrauen blieb im Oktober mit 100 Punkten knapp unter den Erwartungen (101).

Schweden hat starke Einzelhandelsumsätze gemeldet. Sie stiegen im September um 0,8 %.

Die russische Notenbank hat den Leitzins wie erwartet von 8,5 auf 8,25 % gesenkt-

Japans Verbraucherpreisindex legte im September um 0,7 % zum Vorjahr zu. Auch die Kernrate blieb bei 0,7 %. Hier wurden 0,8 % erwartet.

Australien Erzeugerpreisindex blieb mit 0,2 % Wachstum im 3. Quartal deutlich unter den Erwartungen.

Gemischte Quartalszahlen lieferte Volkswagen. Der Umsatz verfehlte die Erwartungen. Der Ausblick wurde aber leicht angehoben. Das bereinigte Ebit überzeugte dagegen. Der Nettogewinn halbiert sich. Die Aktie legte dennoch deutlich zu. 

UBS hat das Kursziel der Banco Santander auf 6,35 € angehoben und die Bank mit Buy eingestuft. Dies nutzt der Aktie aber nichts. Die Lage in Katalonien drückt den Wert zum Mittag um 1,4 %

Praxair profitiert von positiven Aussagen von Jefferies. Die Analysten erhöhen das Kursziel um fast 10 % auf 176 $ - Buy.

Total profitiert von positiven Geschäftszahlen. Der Gewinn wurde um knapp 40 % auf 2,72 Mrd. Dollar gesteigert. Der Umsatz stieg um 15 % auf 43,04 Mrd. Dollar. 

Colgate-Palmolive konnte im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten erfüllen. 

Merck&Co bliebt mit 10,3 Mrd. $ Umsatz unter den Erwartungen (10,55 Mrd $). Der Gewinn lag mit 1,11 $ je Aktie etwas über den Schätzungen. Die Jahresprognose wurde zwar angehoben, dies überzeugte den Markt aber nicht. 

Exxon Mobil lieferte knapp über den Erwartungen liegende Quartalszahlen. Angesichts der widerigen Umstände. die der Hurrikan Harvey mit sich brachte ein gutes Resultat. 

Auch AbbVie gibt Grund zur Freude. Zwar traf man beim Umsatz mit 7 Mrd. $ "nur" die Erwartungen, aber mit 1,41 $ überzeugte der Gewinn. Noch mehr freute sich der Markt über die Anhebung von Ausblick und Dividende. 

Goodyear Tire & Rubber lieferte ebenfalls gute Quartalszahlen, senkte aber die Jahres-Prognose, was der Markt mit -6 % abstrafte. 

Stand 17.40 Uhr

Märkte am Morgen

Google und die anderen großen Technologiekonzerne dürfte die Bullen auch heute bei Laune halten. Google und die anderen großen Technologiekonzerne dürfte die Bullen auch heute bei Laune halten. Gute Quartalszahlen der großen Technologieunternehmen Alphabet, Amazon, Microsoft und Intel haben in Asien für einen freundlichen Kursverlauf gesorgt, der auch nach Europa schwappen könnte. Auch der Dax startet nach seinem gestrigen fulminanten Ausbruch wieder im Plus und könnte also die Rally fortsetzen. Zwar dürfte die Dynamik ein wenig nachlassen, aber generell zeigt sich der Ichimoku am Morgen weiter bullisch. Fundamental bleibt die Lage zweigeteilt, wenn gleich die Unsicherheit EZB nun aus dem Spiel ist. Auf der Seite der Bullen bleiben gute Wirtschaftsdaten, welche die Märkte stützen, gepaart mit einer weiteren Geldschwemme durch die EZB, deren Ende nicht in Sicht ist. Dies wiederum dürfte EURUSD weiter belasten. Ein Kursziel könnte die 1,1510 sein. Dies sollte den Dax weiter beflügeln.

Obacht sollten die Bullen aber auf die Entwicklung in Katalonien geben. Es ist wohl ziemlich sicher, dass die spanische Zentralregierung heute den viel besprochenen Artikel 155 ziehen und die katalanische Regierung damit entmachten wird. Der Teil der Katalanen, welche die Unabhängigkeit befürworten, werden wohl machtvolle Demonstrationen dagegensetzen, die Regierung Puigdemont könnte die Unabhängigkeit ausrufen. Wie sich katalanischen Behörden verhalten, ist die größte Unbekannte. Theoretisch könnte sie der spanischen Zentrale zumindest Teilen die Gefolgschaft verweigern. Dass könnte den Aktienmarkt zumindest vorübergehend bremsen. 

In Australien konnte der S&P/ASX die gute Stimmung an den restlichen Marktplätzen nicht abbilden, weil der kleine Kontinent in eine handfeste Regierungskrise stürzt. Der oberste Gerichtshof hat festgestellt, dass mehrere Parlamentsabgeordnete ihr Mandat abgeben müssen, weil sie eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen. Dies ist Parlamentariern in Australien aber nicht erlaubt. Die konservative Regierung hat so ihre Mehrheit verloren. Es drohen Neuwahlen. Wie sonst auch üblich, hatte der Schock aber eine kurze Halbwertzeit und Börse in Sydney erholte sich schnell. Sicherlich auch, weil AUDUSD unter Druck bleibt und in den Bereich 0,7575/35 strebt. Außerdem dürfte die gute globale Konjunktur für wachsende Nachfrage am Rohstoffmarkt führen. 

Das hat dann auch den Ölpreis beflügelt. WTI hat es nun bis zum letzten großen Widerstand vor der 55 $-Marke, bis 52,85 geschafft und wartet auf den Ausbruch.

Genau das ist nun die Hoffnung der Bären am Aktienmarkt: Steigende Rohstoffpreise bei deutlich stärkerem US-Dollar. Das könnte die Margen in vielen Industriezweigen schmälern. Zugegebenermaßen ist die Hoffnung nicht groß, zumindest nicht größer als die vielen Ideen der letzten Monate, warum es jetzt mal einen große Korrektur geben muss. Aber immerhin: Es gibt weiter auch bärische Aspekte. 

Übergeordnet stehen aber aktuell gute Konjunkturdaten. Auch heute startet die Berichtssaison in Europa mit guten Zahlen. Die Schweizer Großbank UBS wusste genauso zu überzeugen wie der schwedische Autobauer Volvo

Linde hat die Erwartungen des Marktes überboten und den Ausblick bestätigt. Für die Fusion mit Praxair gibt es inzwischen die Zustimmung von vier Kartellbehörden.

US-Präsident Donald Trump hat den Gesundheitsnotstand ausgerufen. In den USA sterben täglich 150 Menschen  an den Folgen des Missbrauchs von rezeptpflichtigen Schmerzmitteln oder Heroin. Trump machte die Bekämpfung der Drogensucht, die weit in die Mitte der Gesellschaft reicht, zu einer nationalen Aufgabe. Es ist eine beklemmende Situation, die sich dort offenbart, die der US-Präsident ungewohnt präsidial angeht. Man kann ihm nur die Daumen drücken, dass es ihm gelingt, dieses Problem zu lösen. Es wird wohl ein harter, langer Kampf werden. 

Quartalszahlen gibt es am Mittag noch von Merck & Co, , Exxon Mobil und Chevron. Außerdem gibt es 14 Uhr bei der deutschen Börse eine Telefonkonferenz für Analysten und Investoren. Dies dürfte nach dem Rücktritt von CEO Carsten Kengeter ziemlich interessant werden. Außerdem heute aus den USA: Die 1, Veröffentlichung des US-BIP für das 3. QUartal (14.30 Uhr).