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Börse am Nachmittag

Die Lage in Katalonien scheint sich wieder zuzuspitzenDie Lage in Katalonien scheint sich wieder zuzuspitzenDie Lage in Katalonien spitzt sich offenbar zu. Die Separatisten haben inzwischen zur "Verteidigung der Republik" aufgerufen. Carles Puigdemont hat seinen für morgen geplanten Auftritt vor dem Senat in Madrid abgesagt.

An den Aktienmärkten gab es heute Gewinnmitnahmen, was aber nicht zwingend an Katalonien und auch nicht an der wohl wahrscheinlichen Nominierung von John Taylor als Fed-Chef gelegen haben dürfte. Denn EURUSD ist deutlich gestiegen. Dies passt nicht. Mehr im Video am Abend. 

Die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA sind im September um 2,2 % gestiegen. Die Kernrate legt um 0,7 % zu. Beides über den Erwartungen. 

Die US-Verkäufe von Neubauten konnten sich konnten sich mit 667k mehr als sehen lassen. Erwartet wurden 555k. Das war ein 10-Jahres-Hoch. 

Die Rohöl-Lagerbstände sind in den USA überraschend gestiegen, aber die Benzinvorräte dafür deutlich gesunken.

Die Bank of Canada hat die Zinsen wie erwartet unverändert gelassen. Im geldpolitischen Statement sieht die Notenbank Risiken, durch die Neuverhandlung des Freihandelsabkommens NAFTA. Zwar laufe die Konjunktur gut, aber der Arbeitsmarkt bliebe unterausgelastet. 

Schwache Zahlen gab es vorher von Sprint Corp und Alaska Air, deren Aktie um über 8 % einbrach. Sprint dagegen trotzdem im Plus. Dort winkt ja eine Fusion mit T-Moblie US.

Die Beschäftigten von airberlin sind wie befürchtet die Verlierer der Pleite ihres Arbeitgebers. Während Lufthansa die Filetstücke übernommen hat und glorreichen Zeiten als Quasi-Monopolist entgegensieht, reicht es nicht mal, um die vielen Mitarbeiter, die wie ein getragenes Kleidungsstück aussortiert wurden, in einer Transfergesellschaft aufzufangen. Wenn man sich die jüngere Geschichte von airberlin anschaut, kann man gar nicht anders als an ein schönes Beispiel zu glauben, das zeigt, dass Kapitalismus nie sozial ist. Übrigens, die, die weiter in ihrem Job arbeiten dürfen, müssen bei Eurowings auf bis zu 40 % ihres bisherigen Einkommens verzichten. Hatten airberlin-Mitarbeiter zu hohe Bezüge? Davon war bisher nichts zu hören. Die Lufthansa ein soziales Unternehmen? Wo alles auf Rendite getrimmt wird, kann man das nicht erwarten. leider. Ursächlich für das Aus der Transfergesellschaft war nicht nur die Weigerung der Lufthansa, sich zu engagieren, auch Bund und Länder konnten sich nicht über eine entsprechende Finanzierung einigen. So zahlt nun also der Bund Arbeitslosengeld und die Zukunft der Mitarbeiter ist ungewiss. Für viele wird es wohl in Zeiten der Konsolidierung in der Luftfahrt auf eine Umschulung hinauslaufen 

In Katalonien haben die Separatisten zur "Verteidigung der Republik" aufgerufen. Eine Republik, die ja angeblich offiziell noch gar nicht existiert. Carles Puigdemont erscheint morgen nicht vor dem Senat in Madrid, sondern  will das katalanische Parlament über Artikel 155 abstimmen lassen.  Irgendwie klingt das alles nicht wirklich gut.

Börse am Mittag

Auch ein starker ifo Geschäftsklimaindex sorgt beim Dax für keine große ReaktionAuch ein starker ifo Geschäftsklimaindex sorgt beim Dax für keine große ReaktionAuch ein starker ifo-Geschäftsklimaindex hat den Dax nicht bewegt, seine Range nach oben zu verlassen. Im Gegenteil: Die Spitzen sind heut noch niedriger ausgefallen als in den letzten Tagen. Dass das Dreieck nach Süden attackiert wurde, hat aber auch keine wirkliche Bedeutung. Insgesamt bleibt nur festzustellen, dass die Handelsrange noch schmaler ist als in den vergangenen Tagen. 

Starke Daten gab es auch von der italienischen Industrie. Die Industrieproduktion stieg im August um 8,7 %

Auch EURUSD überzeugt nicht unbedingt mit Dynamik. Bisher war auf der Oberseite bei 1,1780 Schluss. Selbst ein nachhaltiger Bruch des Widerstands könnte sich als Fake herausstellen, wenn man bedenkt, dass mit John Taylor wohl bald ein Falke auf den Chefsessel der Fed rückt. 

Neben dem deutschen Geschäftsklima stand noch das britische Wirtschaftswachstum für das 3. Quartal auf dem Programm. Das BIP legte nach vorläufigen Zahlen mit 0,4 % etwas mehr zu als erwartet. EURGBP hat danach mit etwas Verzögerung einen ordentlichen Abverlauf hingelegt und verlor bisher gut 80 Pips. 0,8855 dürfte ein Wichtiger Support sein, bevor die 0,8750 drohen könnte.

Weiter unter Druck bleibt NZDUSD. Das Par hat das nächste Ziel 0,6818 bald erreicht.

Die Credit Suisse hat die Konjunkturerwartungen für die Schweiz im September von 28 auf 32 Punkte angehoben. Die Korrektur im Swiss Market Index setzte sich heute fort, wenn auch nicht besonders stark. Der Ichimoku im Stundenchart deutet darauf hin, dass der Support bei 9.167 halten könnte. Ob dies aber eine Atempause wird oder eine nachhaltige Erholung folgt, ist unsicher. EURCHF bleibt äußerst bullisch. Der Schweizer Franken ist als sicherer Hafen aktuell nicht gefragt. 

Bei den Einzelwerten legte Lufthansa nach guten Quartalszahlen deutlich zu.

Aurubis stand dagegen deutlich unter Druck, nachdem bekannt wurde, dass sich Salzgitter von Anteilen trennen will. 

Heute wurde der Handel der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi wieder aufgenommen. Der Kurs liegt mittags bei knapp 5 € - ein Plus von über 2.000 %!

Die US-Märkte bekommen von VISA Rückenwind. Der Kreditkartenanbieter überzeugte mit einem Gewinn von 90 Cent je Aktie (erwartet 85 Cent) und einem Umsatz von 4,9 Mrd US-Dollar (4,63 Mrd. $). Auch Coca Cola und Boeing konnten ordentliche Zahlen melden. 

Am Freitag kommt es zum nächsten Kapital im schwierigen Verhältnis Spanien zu seiner nordöstlichen Region Katalonien. Das Parlament soll über die Entmachtung der dortigen Regionalregierung debattieren und votieren. Inzwischen hat sich auch der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont angekündigt. Er will vor dem Parlament sprechen. Ist dies eine Möglichkeit, die festgefahrene Situation zu entkrampfen?

Der Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas ist mit der Wahl Xi Jinpings zu Ende gegangen. Epochales für die Wirtschaft habe ich nicht vernommen. Vor allem Software-Entwickler dürften im Reich der Mitte aber volle Auftragsbücher haben, wenn sie denn ethisch bereit sind, Chinas Plan, ein digitaler Überwachungsstaat werden zu wollen, umzusetzen. Generell ist China zu einem Staat der totalen Überwachung. Für jemanden, der als einer der ersten in der DDR auf die Straße gegangen ist, ist dies eine gruselige Vorstellung. 

Börse am Morgen

Beim Wettbewerb um den kommen Fed-Chef könnte eine Vorentscheidung gefallen sein. Beim Wettbewerb um den kommen Fed-Chef könnte eine Vorentscheidung gefallen sein. Der Dax startet heute leicht im Minus und kann die guten Vorgaben des Dow Jones nicht nutzen. Der Dax handelt um 13.000 Punkte. Der Ichimoku im Stundenchart lässt eher eine Korrektur vermuten, die aber ähnlich wie die gestrigen Versuche auf der Oberseite nicht weit kommen muss. Wirklich kritisch wird es für den Dax wohl erst unter 12.908 Punkten. 

Der Dow Jones handelte im Hoch bei 23.484 Punkten und markierte damit ein neues Allzeithoch. Danach setzten Keine Gewinnmitnahmen ein. Zur Geschichte des gestrigen Tages gehört aber auch, dass S&P500 und Nasdaq gestern eher einen schwachen Tag erlebten. Diese beiden Indizes stehen jeweils an Supports und zeigen erstmals seit längeren Schwäche. Dabei ist die US-Berichtssaison gestern sehr freundlich verlaufen. Schwache Zahlen kamen nachbörslich von AMD. Die Aktie stürzte nachbörslich um 11 % ab. Die Aktie von Texas Instruments gab trotz guter Zahlen und einem positiven Ausblick 1,5 % ab. Schwache Zahlen lieferte AT&T.

Die Märkte scheinen aber eher auf die Entscheidung zu warten, wer nun Nachfolger von Janet Yellen bei der Fed wird. Donald Trump traf sich gestern mit Senatoren der Republikaner. Dabei hat es eine informelle Abstimmung zwischen Trumps Favoriten Jerome Powell und John Taylor gegeben haben. Senator Tim Scott sagte später, dass zwar kein Gewinner bekanntgegeben wurde, aber dass wohl Taylor gewonnen hat. Das wäre für die Marktteilnehmer eher nicht so gut, denn vom Stanford-Volkswirt wird eine wesentlich straffere Geldpolitik erwartet. Über Janet Yellen wurde auch kurz gesprochen, aber über die aktuelle Notenbank-Chefin wurde nicht abgestimmt, was wohl bedeutet, dass sie Im Februar ihren Platz räumen muss. 

In Asien gab es wenig Veränderung. Nur der Nikkei gab nach einen Start mit neuem Rekordhoch deutlich nach. Hier dürfte es sich um Gewinnmitnahmen gehandelt haben.

Sichere Häfen werden weiter nicht gesucht. USDJPY handelt weiter knapp unter 114. Gold droht unter den Support bei 1.274 zu rutschen.

In Australien bleib die Verbraucherpreisinflation mit 0,6 % in Q3 unter den Erwartungen (0,8 %). AUDUSD wurde unter das Monatstief bei 0,7733 gedrückt. 0,7620 bzw. 0,7535 dürften kommende Ziele sein, auch in Anbetracht der Tatsache, dass wohl ein möglicher zukünftiger Fed-Chef John Taylor den US-Dollar starken dürfte. 

EURUSD schob sich am Abend mal kurz über die 1,1780, fiel aber schnell wieder zurück und handelt unverändert.

Gute Quartalszahlen lieferte am Morgen die Lufthansa. Die Übernahme von airberlin hat aber auch die Kartellwächter der EU auf den Plan gerufen. Es ist wahrscheinlich, dass die Airline Strecken abgeben müsse. EU Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat bereits dahingehend geäußert. Gute Zahlen lieferten auch Salzgitter und Klöckner & Co. 

Renault profitierte von der starken Nachfrage in Europa und Asien, was den Umsatz um 16 % steigen ließ. 

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