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Märkte am Mittag

Ziemlich bewegungsarm zeigte sich der Markt am VormittagZiemlich bewegungsarm zeigte sich der Markt am VormittagDer Dax versuchte sich am Vormittag zwar zu stabilisieren, aber zu mehr hat es nicht gereicht. Die Range ist sehr überschaubar, eine kurze Korrektur Richtung Support bei 13.004 konnte schnell gestoppt werden. Insgesamt bleibt der Dax aber angeschlagen. Bisher hat er nicht mal den Versuch unternommen sein Aufwärtspotential Richtung 13.190 zu testen. Irgendwie sieht es so aus, als ob die Bullen erstmal in die Feiertage gegangen sind. 

Vielleicht gibt es ja am Nachmittag noch einen Impuls aus den USA. Von den Daten dürfte sich 14.30 Uhr ein Blick auf den Philly Fed Herstellungsindex lohnen. Das BIP erfährt hingegen schon die dritte Veröffentlichung fürs 3. Quartal und dürfte kaum eine Überraschung bieten. Die US-Future sind zumindest mal mittags im Plus, wenn auch nur ein bisschen. Der Dow Jones hat zum Beispiel seinen Support bei 24.680 verteidigt. Positiv könnte in den USA wirken, dass einige Unternehmen bereits angekündigt haben, Teile der Gewinne aus der Steuerreform als Boni an die Mitarbeiter auszuzahlen. Manche wollen in neue Arbeitsplätze investieren. Entsteht da doch ein neuer Schub für Wachstum? Auf jeden Fall stehen die Zeichen für die US-Indizes wohl etwas freundlicher als für den Rest der Welt. Trotzdem wenn es mit der Steuerreform gelingt, noch einen Wachstumsschub auf die ohnehin stark laufende Konjunktur aufzusatteln, dann könnte das auch einen Schub für Dax & Co. bringen.

Ein wenig korrigiert hat EURUSD. Das Paar ist bisher nicht über die 1,1880/95 gekommen und fällt am Mittag etwas zurück. 

Nach ruhigem Vormittagshandel legt der US-Dollar allgemein am späten Mittag etwas zu. So kommen auch Gold und Rohöl  wieder etwas unter Druck. 

Einen ordentlichen Schub erhielten heute Vormittag Ripple . Die Digitalwährung kostete erstmals fast 1 US-Dollar. Auf manchen Plattformen kostete sie schon mehr als 1 US$. 

Insgesamt war die Nachrichtenlage heute Vormittag sehr dünn.

Märkte am Morgen

Steigende Zinsen, ein teurer Euro und die Gefahr, dass Investoren in die USA abwandern - Der Dax hat es auch heute nicht leicht.Steigende Zinsen, ein teurer Euro und die Gefahr, dass Investoren in die USA abwandern - Der Dax hat es auch heute nicht leicht.Nach dem gestrigen Abverkauf startet der Dax heute nahezu unverändert in den Tag, Charttechnisch ist der Dax damit weiter in einer schwierigen Lage und könnte, bei einem nachhaltigen Bruch des Aufwärtstrends bei 13.070  sogar bis 12.845/11 durchgereicht werden. Vorher dürfte Unterstützung bei 13.010/12.965 zu erwarten sein. Auslöser für die Kurskorrektur dürfte die Angst sein, dass die US-Steuerreform Investoren von Europa in die USA umleiten könnte und der Wirtschaftsstandort Deutschland aufgrund recht hoher Steuern an Attraktivität einbüßt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der neue US-Unternehmenssteuersatz von 21 % nicht etwa ein besonderes Steuerdumping wäre. Er liegt nur knapp unter dem Durchschnitt der entwickelten Ländern (22.5 %). 

Die Vorgaben aus den USA und Japan zeigen zumindest keine deutliche Erholung. Die US-Märkte handelten gestern fast unverändert. Ähnlich sah es in der Nacht auch in Asien aus. Sollte der Dax trotzdem eine Erholung schaffen, so dürfte diese bei 13.170 ersten Widerstand erfahren.

Keine Hilfe ist aktuell vom Euro zu erwarten. Die Gemeinschaftwährung zeigt sich gegen den US-Dollar stabil und steht am Widerstand 1,1880/95. Ein Bruch aktiviert zunächst das Ziel am November-Hoch bei 1,1961. Darüber würde das Jahreshoch 1,2092 in den Fokus rücken.

Auch steigende Zinsen an den Anleihemärkten dürften es den Dax-Bullen heute schwer machen. 

Unter Druck steht Cable, nachdem Vize-Premier Damian Green zurücktreten musste. Ihm wird sexuelle Belästigung vorgeworfen. Green galt als wichtiger Vertrauter von Premierministerin Theresa May.

Die Bank of Japan hat den Leitzins wie erwartet bei -0,1 % gelassen und setzt auch die Wertpapierkäufe in unverändertem Volumen fort. Eine kurze Korrektur im USDJPY wurde sofort wieder gekauft. Das Paar könnte sich weiter Richtung 113,75 bewegen. 

In Neuseeland stieg das BIP im 3. Quartal um 0,6 % und damit ein wenig stärker als erwartet. NZDUSD legte leicht auf gut 0,70 zu.

Weiter bullisch bleibt Rohöl. WTI stieg inzwischen über 58 $ und könnte so sein Jahreshoch bei gut 59 $ anvisieren.

Auch Gold zeigt sich weiter stabil und erholte sich fast an die 1.270-$-Marke. Der Aufwärtstrend sieht allerdings weiter recht wacklig aus. Bei einem Bruch würden wohl wieder die Bären übernehmen. Gegen Gold könnten die steigenden Zinsen auf Anleihen sprechen. 

Heute gibt es nochmal wichtige US-Daten. 14.30 Uhr werden das BIP für das 3. Quartal in endgültiger Lesung und der Philly Fed Herstellungsindex veröffentlicht. Außerdem werden Verbraucherpreisindex, Einzelhandelsumsätze und Arbeitsmarktdaten aus Kanada gemeldet. Mit Spannung dürften auch die Ergebnisse der Neuwahlen in Katalonien erwartet werden. Die Wahllokale schließen un 20 Uhr. Mit ersten belastbaren Ergebnissen wird erst am späten Abend gerechnet.