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Märkte am Mittag

Die Märkte warten auf die Entscheidungen der NotenbankenDie Märkte warten auf die Entscheidungen der NotenbankenDer Dax dümpelt am Mittag weiter unter der Widerstandszone ab 13.190 dahin. Aber auch die Bären zeigen aktuell wenig Interesse, die Bullen herauszufordern. Es sieht so aus, als ob alles auf die letzte Janet-Yellen-Show wartet. Die US-Notenbankchefin gibt heute ihre Abschiedsvorstellung auf einer Pressekonferenz nach einer Zinsentscheidung. Die Marktteilnehmer rätseln im Vorfeld der Entscheidungen, wie die Fed den robusten Arbeitsmarkt, aber gleichzeitig schwache Inflationsdaten bewertet. Wahrscheinlich sind die Erwartungen, Klarheit über den weiteren Zinspfad zu erhalten zu ambitioniert.

Generell ist das Umfeld für den Dax ja nicht unfreundlich, nachdem Dow Jones und S&P 500 gestern neue Allzeithochs generierten und auch heute nicht weit dieser Rekordwerte handeln. 

Auch EURUSD stützt weiter den deutschen Leitindex. Das Paar sieht im Stundenchart eher angeschlagen aus. 

Überraschend Rückenwind hatte im Oktober die Industrie der Eurozone. Ihre Produktion wuchs um 0,2 %, was die Analysten überraschte. Es wurden -0,2 % erwartet. 

Der britische Arbeitsmarkt musste mit etwas mehr Arbeitslosen zurechtkommen als prognostiziert. 5.900 Briten mehr waren im November auf Arbeitssuche. Erfreulicher entwickelten sich die Durchschnittslöhne, die um 2,3 % zum Vorjahr zulegten und somit die Annahme unterstützen, dass der Preisdruck im Vereinigten Königreich hoch bleiben dürfte und somit weitere Zinserhöhungen durch die Bank of England nur eine Frage der Zeit sind. Bei der morgigen Zinssitzung wird es aber wohl eher keinen Zinsschritt geben. 

EURGBP gab entsprechend etwas nach, GBPUSD legte etwas zu. Dies wiederum beeindruckte den FTSE 100 nicht. Der Index legte deutlich zu. Man könnte fast meinen, dass der Brexit am Markt keine große Rolle spielt.

Sehr schwache Einzelhandelsumsätze werteten gegen Mittag USDBRL deutlich auf. das Paar findet bei 3,3330 aktuell einen starken Widerstand.

Kein Halten kennt heute vor allem Ripple. Die Digitalwährung hat ihren Wert seit Wohenbeginn fast verdoppelt. Regierungen und Notenbanken laufen gegen die Kryptowährungen dagegen langsam Sturm. Südkorea will Gewinne aus Spekulationen mit Digitalwährungen besteuern, wobei ich mich frage, muss man diese Gewinne bisher nicht versteuern? Warum nicht? Australiens Notenbankchef Philip Lowe meinte, die derzeitige Faszination für Kryptowährungen fühle sich wie ein spekulativer Wahn an. 

Bei den Einzelwerten sticht heute Nordex hervor. Die Aktie setzt sich an die Spitze des TecDax. Es ist aber eine Erholung auf sehr niedrigem Niveau.

Deutlich unter Druck kam Innogy, nachdem die Prognose gesenkt wurde.

Am Nachmittag wird in den USA der Verbaucherpreisindex veröffentlicht (14.30 Uhr), bevor 20 Uhr die Entscheidung der Fed erfolgt. Janet Yellen gibt 20.30 Uhr ihre Pressekonferenz.

Märkte am Morgen

Inzwischen ist der Dax-Bär immerhin ein wenig erwacht...Inzwischen ist der Dax-Bär immerhin ein wenig erwacht...Aufgrund technischer Probleme bei der Eurex startete der Dax mit deutlicher Verspätung. die ersten Kurse lagen unter dem Xetra-Schluss gestern Abend. Insgesamt zeichnet sich vor der Veröffentlichung des Ergebnisses der FOMC-Sitzung am Abend ein zurückhaltender Handel ab. Auf der Unterseite gibt es bei 13.085 die erste Unterstützung. Auf der Oberseite hat sich um 13.200 eine mächtige Wand aufgebaut. Erst, wenn der Dax diese überwindet, ist der Weg für eine Jahresendrally frei. 

EURUSD konnte sich in der Nacht leicht erholen, ohne dass die Bären wirklich geschlagen werden. Zunächst scheint der Support bei 1,1710 aber zu halten. Aktuell gerät das Paar allerdings schon wieder unter Druck, so dass hier zunächst kein Störfeuer für den Dax zu erwarten ist. Der deutsche Verbraucherpreisindex stieg in der endgültigen Fassung wie prognostiziert um 1,8 % zum Vorjahr. Dass dies auf das Handeln der EZB Auswirkungen hat, ist wohl eher nicht zu erwarten. Unter 1,1710 könnte der EURUSD die 1,1550/10 zum Ziel haben. 

Uneinheitlich handelten in der Nacht die asiatischen Märkte. Während der Hang Seng im späten Handel deutlich zulegte, gab der Nikkei nach. Vor allem Technologiewerte standen auf der Verkaufsliste.

Insgesamt waren die Bewegungen in Asien vor dem Sitzungergebnis des FOMC am Abend moderat. Allgemein wird erwartet, dass die Fed die Zinsen um 0,25 % anhebt. Spannender scheint für die Marktteilnehmer die Frage zu sein, wie oft die Notenbank die Zinsschraube im kommenden Jahr betätigt. Bisher waren die Marktteilnehmer von dreimal ausgegangen. Nach den jüngsten Daten vom Arbeitsmarkt rechnen einige nun sogar mit vier Anhebungen. Allerdings zeigte die Inflation zuletzt weiter geringe Dynamik. Dies könnte die Fed auch dazu bewegen, einen flacheren Zinspfad zu bevorzugen. Am Nachmittag werden in den USA die Verbraucherpreisdaten veröffentlicht. 

Nach der gestrigen Korrektur hat sich Rohöl wieder etwas erholt. Der API Rohöl-Bericht von gestern Abend wies deutlich gesunkene Lagerbestände in den USA aus. WTI handelt weiter über dem Support 56,90.

In den USA ist die Mehrheit der Republikaner  im Senat auf eine Stimme geschrumpft, nachdem sich in bei der Nachwahl in Alabama der Demokrat Douglas Jones durchsetzte. Damit dürfte zukünftige Vorhaben von Donald Trump noch schwieriger umsetzbar sein. 

Bei den Unternehmen hat Aurubis für das laufender Geschäftsjahr ein Ergebnis, das Vorjahr entspricht prognostiziert. Auf das Ergebnis dürfte aber eine verstärkte Investitionstätigkeit drücken.

Im Wirtschaftskalender stehen heute 

10.30 Uhr Arbeitsmarkt Großbritannien

11.00 Uhr Industrieproduktion Eurozone

14.30 Uhr Verbraucherpreisindex USA

16.30 Uhr Rohöl-Lagerbeständer

20.00 Uhr Zinsentscheidung FOMC

20.30 Uhr Pressekonferenz mit Janet Yellen.