Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Märkte am Mittag

Die Stimmung am Aktienmarkt dreht.Die Stimmung am Aktienmarkt dreht.Der Dax hat den Ausgang nach Süden genommen und düfte jetzt in den Bereich 13.200/190 fallen, um dort den kurzfristigeren Aufwärtstrend zu testen. Auch die US-Indizes dürften eher schwach in den Tag starten. Als Hauptgrund dürfte die wohl nicht so schnell kommende Steuerreform herhalten. Dazu kommen die zu erwartenden Zinserhöhungen in den USA, die Reduzierung des Anleihekaufprogrammes der EZB, die Absage an eine Ausweitung der lockeren Geldpolitik, na ja, und dass alle guten Nachrichten schon lange eingepreist sind.
Außerdem legt sich Saudi Arabien mit seinen Nachbarn zumindest verbal an. Neben dem Iran ist auch der Libanon ins Blickfeld gerückt, nach dem der sunnitische Ministerpräsident Hariri zurückgetreten ist. Die Saudis scheinen mehr Einfluss der schiitischen Hisbollah zu fürchten. Das kommt alles am Markt nicht besonders gut an.

Die Quartalszahlen der Dax-Unternehmen waren überwiegend gut. Nur ProSiebenSat1 bekommt seine schwachen Werbeeinnahmen nicht in den Griff und wurde vom Markt abverkauft. Interessanterweise konnte Konkurrent RTL seine Ergebnisprognose leicht anheben. Die Aktie konnte ihr Niveau fast halten. 

Dass die EU-Kommission die Wachstumsprognose für die Eurozone und ihre großen Mitglieder deutlich angehoben hat, wurde vom Markt nicht beachtet.

Die Angst vor Verzögerungen bei der Umsetzung der Steuerreform haben auch den USD-Dollar unter Druck gesetzt.  Die starken Vorschuss-Lorbeeren sorgen nun für die Notwendigkeit, einiges der Trump-Euphorie doch mal langsam auszupreisen. EURUSD schob sich mittags im Hoch bis 1,1639.

Auch die für die US-Wirtschaft positiven Handelsvereinbarungen Donald Trumps mit China haben bisher keinen neuen bullischen Impuls setzen könne. Der Energiesektor, die Luftfahrt und Elektronik sollten einen Vorteil aus den Vereinbarungen ziehen. 

So steht die Wall Street vor der Startglocke auch deutlich im Minus. Neben den schon besprochenen Themen dürften nachbörslich die Bilanzen von Walt Disney und News Corp eine Rolle spielen. 

Märkte am Morgen

Die deutschen Exporte sinken etwas weniger als befürchtetDie deutschen Exporte sinken etwas weniger als befürchtetDer Dax startet heute in seiner gestrigen Range zwischen 13.350 und 13.410 Punkten. Die Vorgaben aus Asien geben dabei keine klare Richtung vor. Die deutsche Handelsbilanz weist für den September einen Überschuss von 21,8 Mrd. Euro aus, wobei die Exporte mit 0,4 % etwas weniger stark sanken als befürchtet. 

Bei den Einzelwerten hat SIEMENS Gemisches gemeldet. einen ordentlichen Plus beim bereinigten Gewinn stehen maue Umsätze entgegen. Kompensiert werden konnte dies mit guten Auftragseingängen. Wieder in die Gewinnzone ist die Commerzbank zurückgekehrt, die nach 23 Cent je Aktie Verlust im Vorjahr für das 3. Quartal 38 Cent Gewinn aus wies. Zum Teil drücken die Bank aber noch hohe Kosten, etwa bei der Risikovorsorge. Die Deutsche Post konnte die Erwartungen trotz Gewinn und Umsatzsteigerung nicht ganz erfüllen. Der Nettogewinn überzeugte, während sich der Markt beim Umsatz und operativen Gewinn etwas mehr erhoffte. Die Deutsche Telekom präsentierte eine positive Bilanz und hat den Jahresausblick zum zweiten Mal in diesem Jaht angehoben. Nicht so gute Zahlen konnte Merck liefern. Das Gewinnwachstum rührte vor allem von einem Einmaleffekt durch den Verkauf der Biosimilars-Geschäfts her. Der Umsatz stagnierte. Außerdem hatte das Unternehmen mit einem stärkeren Euro zu kämpfen. Die Prognose dürfte die Anleger eher enttäuschen. ProSiebenSat1 hat die Umsatz- und Ergebnisprognose deutlich nach unten korrigiert. Dies dürfte allerdings nicht sonderlich überraschend gekommen sein, wird die Aktie aber wohl trotzdem unter Druck setzen. 

Neben den zahlreichen Unternehmensberichten gibt es heute kaum Impulse aus dem Wirtschaftskalender. 

EURUSD hilft dem Dax aktuell eher nicht. Das Paar hält sich über 1,16 und erholt sich weiter leicht. Aktuell scheint die Unsicherheit, ob die Steuerreform in den USA gelingt, den Dollar zu schwächen. 

In Japan startete der Nikkei mit einem neuen 25-Jahres-Hoch, um später scharf zu korrigieren . Auslöser war ein steigender Yen, was wohl vor allem am Inhalt des Sitzungsprotokolls der Bank of Japan liegt. Éine von Neu-Ratsmitglied Goushi Kataoka geforderte Ausweitung der lockeren Geldpolitik zur Stützung der Inflation ist demnach nicht mehrheitsfähig. Ein weiterer Grund könnten die schwachen Maschinenaufträge gewesen sein, die im September um 8,1 % einbrachen. Erstaunlich war, dass die Korrektur erst Stunden nach den Ereignissen einsetzte. 

In Australien  legte der S&P/ASX ebenfalls anfangs zu und konnte die Gewinne im Verlaufe des Handels halten. Wie in Australien wiesen auch Hang Seng und Shanghai Composite einen freundlichen Handelsverlauf auf, was auch von der etwas stärker anziehenden Inflation herrühren dürfte. Der chinesische Verbraucherpreisindex stieg im Oktober um 1,9 % zum Vorjahr. 

Die US-Märkte präsentierten sich gut behauptet. Die meisten Unternehmen aus dem S&P 500 haben inzwischen berichtet. Insgesamt präsentierten sich die Unternehmen in guter Verfassung. Heute berichten u. a. nach Börsenschluss Walt Disney und News Corp. In der Nacht zeigte auch der Dow Jones den Flash Crash, den es im Nikkei zu sehen gab.