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Marktgeschehen am Mittag

Die schwachen Industriedaten aus Deutschland haben den Dax nicht beeindruckt. Der deutsche Leitindex konnte sich über den kurzfristigen Abwärtstrend schieben, kam aber nicht sonderlich weit. Bei 13.085 machten die Bullen schlapp. So bleibt es bei der Hängepartie zwischen Bullen und Bären. Ein Sieger ist einfach nicht zu finden. 

Das BIP aus der Eurozone stieg im 3. Quartal um 0,6 %. Dies hatten schon frühere Veröffentlichungen ausgewiesen. Im Vergleich auf das Vorjahr wurde das Wachstum leicht auf 2,6 % angehoben, was die Märkte nicht beeindruckte.

Weiterhin Stärke zeigt der US-Dollar. EURUSD fiel leicht auf 1,1780. Gold findet keinen Halt und nähert sich dem nächsten Support bei 1.251 $.

Die Bitcoin-Kurve wird immer steiler...Die Bitcoin-Kurve wird immer steiler...Die Stärke im US-Dollar bekommen auch die meisten digitalen Währungen zu spüren, nur Bitcoin nicht. Sie handeln zwischenzeitlich schon bei 14.870 $. Interessant ist die Frage, was eigentlich passiert, wenn dann der Future-Handel an den US-Börsen gestartet ist. Platzt die Spekulationsblase dann oder wird sie noch weiter aufgeblasen? Anfangs könnte letzteres eintreten. Die Fallhöhe wird auf jeden Fall immer größer.

Bei den Einzelwerten sticht unter anderem Hapag Lloyd ins Auge. Das Bankhaus Lampe hat eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Die Aktie steigt um mehr als 4 %. 

Die Commerzbank wird zukünftig bei der Wertpapierabwicklung mit der HSBC kooperieren und dafür ihre Wertpapierabwicklung aus dem Unternehmen auslagern.  Anleger sehen dies positiv.

Martin Schulz hat sich auf dem SPD-Parteitag für die Umwandlung der EU in die Vereinigten Staaten von Europa mit einem gemeinsamen Verfassungsvertrag ausgesprochen. Der Prozess soll bis 2025 dauern. EU-Länder, die dem Vertrag nicht zustimmten, müssten die EU verlassen.

Am Nachmittag stehen im Wirtschaftskalender der Ivey Einkaufsmanagerindex aus Kanada (16 Uhr) und eine Rede von Mario Draghi (17 Uhr)

Märkte am Morgen

Die deutsche Industrie enttäuschtDie deutsche Industrie enttäuschtDer Dax startet freundlich in den Tag und etablier sich zunächst wieder über der 13.000. Noch haben die Bullen im  deutschen Leitindex aber nicht allzu viel geschafft, der noch hat der Kurs nicht mal den kurzfristigen Abwärtstrend nachhaltig überwunden. Gelingt dies, könnte ein Test der 13.190 anstehen. Der Ichimoku dreht langsam auf freundlich.

Keinen Rückenwind gibt es von der deutschen Industrieproduktion, die im Oktober um 1,4 % einbrach. Den Markt beeinflusst dies nicht sonderlich. 11 Uhr wird das BIP aus der Eurozone veröffentlicht. Außerdem dürfte der Markt schon den großen US-Arbeitsmarktdaten entgegenfiebern, die morgen veröffentlicht werden. 

EURUSD startet knapp unter 1,18 und stützt damit die Ambitionen der Dax-Bullen. Ziele um 1,1710 bleiben damit realistisch, 

In der Schweiz stieg die Arbeitslosenquote von 3,0 auf 3,1 %. Saisonbereinigte fiel sie dagegen von 3,1 auf 3,0 %. EURUCHF ohne Tendenz.

Uneinheitlich zeigte sich der asiatische Markt. Während sich der am vortag deutlich eingebrochene Nikkei sich genauso deutlich wieder erholte, standen der koreanische Kospi in der Shanghai Composite erneut unter Druck, In China soll vor allem der Smog belasten, der Einschränkungen in der Wirtschaftlichen Aktivität nach sich ziehen wird. 

Der australische S&P/ASX legte zu, obwohl die Handelsbilanz enttäuschte, die Exporte gingen im Oktober um 3 % zurück. Der Handelsbilanzüberschuss betrug nur 0,105 Mrd. AUD statt der erwarteten 1,41 Mrd. AUD. 

Weiter unter Druck bleibt Rohöl, das auf seinem Weg zum nächsten größeren Support bei 54,80 das Etappenziel 55,75 erreicht hat. 

Dem IWF macht das starke Wachstum des chinesischen Finanzsektors sorgen. Es könne zu einer Bedrohung der Finanzstabilität werden. 

Lange Gesichter gab es bei Home Depot. Das Unternehmen kündigte ein 15 Mrd. $ starkes Aktienrückkaufprogramm an und bekräftigte die Prognose, kam aber trotzdem unter Druck.

Wer schon immer mal wissen wollte, wie sicher Donald Trump im Sattel sitzt, bekam dazu gestern ein Bild aus dem Repräsentantehaus. Eine Resolution zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahren wurde mit 364 zu 58 Stimmen abgelehnt. Auch die Mehrheit der Demokraten war also gegen so einen Schritt. 

Wegen der Vertuschung von Abgasmanipulstionen wurde in den USA ein VW-Manager zu 7 Jahren Haft verurteilt.

Die nordkoreanische Regierung glaubt, dass ein Krieg auf der Halbinsel unausweichlich ist. Die Frage sei nur noch, wann er beginnt, sagte ein Regierungssprecher in den Meiden des Landes.