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Markt am Mittag

Im europäisch geprägten Handel hat sich der Dax auf der Unterseite der übergeordneten Seitwärtsrange aufgehalten. Nach einem Start unter der kurzfristigeren Range und dem damit verbunden Bruch der Unterstützung bei 12.958 fiel der deutsche Leitindex bedrohlich nach an die Supportzone 12.847/11. Die anschließende Erholung endete am ehemaligen Support 12.960, der nun erster Widerstand auf der Bullenseite ist. Aktuell verharrt der Dax knapp über 12.900.

In einem interessanten Bereich befindet sich auch EURUSD. Das Paar versucht, die 1,1810 nach unten zu durchbrechen und könnte damit weiteres Potential bis 1,1710 generieren. Keine Rolle spielten dabei offenbar Aussagen von EZB-Direktor Yves Mersch, der eine Trendumkehr bei Inflation und Löhnen sieht. Gleichzeitig kritisierte er die Einführung von Bitcoin-Futures an einigen Börsen. Er finde es bedauerlich, dass staatliche Stellen Instrumente für eine Spekulation auf solche Währungen zuließen. Für Mersch sind Bitcoins übrigens eher Rohstoffe. Die Digitalwährung generierte heute bei 12.815 $ ein neues Allzeithoch. 

Der Rohölpreis kommt gehörig unter Druck.Der Rohölpreis kommt gehörig unter Druck.Außerdem stach am Vormittag eine deutliche Schwäche im Rohöl ins Auge. WTI ist dabei auf dem Weg weiteren Boden zu verlieren. Aktuell bricht die Unterstützung bei 56,90, so dass die Bären 54,80 anvisieren könnten. 

An Daten gab es den Verbraucherpreisindex aus der Schweiz, der mit -0,1 % im November alles andere als glänzte. Die Inflation bleibt in der Eidgenossenschaft gering. Immerhin stieg sie nach 0,7 nun um 0,8 % zum Vorjahr. EURCHF handelt seitwärts. Aktuell scheinen die Bullen noch keine Attacke auf die 1,20 reiten zu wollen. 

Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung sind Steinhoff zum Verhängnis geworden. CEO Joost tritt zurück und die Aktie ist im freuen Fall. 

Schlechte Nachrichten für den Stellenmarkt in Deutschland: General Electric will hierzulande rund 1.000 Stellen streichen, meldet "Les Echos".

Deutlich gestiegen Autoverkäufe im November helfen der Daimler-Aktie angesichts des insgesamt bescheidenen Marktumfeldes nichts. 

Marktgeschehen am Morgen

Schwache Vorgaben bringen auch den Dax unter DruckSchwache Vorgaben bringen auch den Dax unter DruckSchwache Vorgaben aus den USA und Asien lassen auch den Dax schwach starten. Das deutsche Aktienbarometer startet deutlich unter der 13.000 und könnte so einen Test der 12.847/11 anvisieren.

In den USA setzte sich die Verschiebung des Interesses von den Tech-Werten hin zur Old Economy fort. 

Überraschend gute Zahlen kommen von den Auftragseingängen der deutschen Industrie. Sie stiegen im Oktober um 0,5 %

In Asien kam der Nikkei fast 2 % zurück. Nicht nur der stärkere Yen war dafür wohl verantwortlich. Als Ursachen wurde schwächere Rohstoffpreise, aber auch neue geopolitische Risiken, nachdem die USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt haben und damit scharfe internationale Reaktionen ausgelöst haben. Der Nahost-Konflikt ist um eine Facette reicher. Etwas, das die Region gar nicht gebrauchen kann.

In Australien wurde AUDUSD u. a. von einem schwachen BIP ausgebremst, wobei der größere Teil der Korrektur schon vor der Veröffentlichung der Daten erfolgte .

EURUSD handelt weiter über 1,1810. Der Stundenchart ist aber weiter angeschlagen. Tiefere Kurse mit Ziel 1,1710 sind nicht auszuschließen. Ob dies dem Dax hilft, ist nicht klar. Es könnte sich in den kommenden Tagen eine Verschiebung von US-Kapital zurück in die Heimat fortsetzen um an den US-Märkten von den Segnungen der möglicherweise bald inkraft tretenden US-Steuerreform zu profitieren. 

Kein Halten gibt es für Bitcoin, die inzwischen auch die 12.000er Marke überrannt haben. Es gibt viele gute Nachrichten einzupreisen. Auch die Börse in Tokio denkt über Bitcoin-Future nach.

Nach einem Treffen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Justin Trudeau, äußerte China Interesse am Ausbau der Handelsbeziehungen. Kanada sucht nach den festgefahrenen NAFTA-Verhandlungen neue Handelspartner. 

Wichtigster Termin im Wirtschaftskalender sind heute die ADP-Arbeitsmarktdaten (14.15 Uhr)