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Marktgeschehen

Der deutsche Service-Sektor hat ein wenig an Dynamik eingebüßtDer deutsche Service-Sektor hat ein wenig an Dynamik eingebüßtHinweis: In den USA gilt seit gestern wieder Winterzeit. Die Wall Street öffnet also wie gewohnt 15.30 Uhr MEZ.

Der deutsche Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex ist in der endgültigen Fassung mit 54,7 Punkten doch etwas niedriger ausgefallen als noch in der Vorabveröffentlichung (55,2). Auch die Indizes in Frankreich, Italien und Spanien fielen schwächer als gedacht aus. Trotzdem präsentierte sich der Eurozonenindex mit 55,0 etwas stärker als in der ersten Lesung. Überraschend.

Die Investoren der Eurozone sind wieder optimistischer geworden. Das Sentix-Investorenvertrauen steigt wieder auf ein neues 10-Jahres-Hoch: 34,0 Punkte nach 29,7- Was für ein Sprung! 

Der Erzeugerpreisindex der Eurozone  legte im September um 0,6 % zu. Erwartet 0,4 %. Mal sehen, ob das irgendwann auch mal auf die Verbraucherpreise durchschlägt.

Das ifo-Wirtschaftsklima der Eurozone hat sich für das 4. Quartal auf 37 Punkte aufgehellt. Im Vorquartal waren es 35,2 Punkte. 

Bei der Fed wird die nächste Personal-Entscheidung nötig. Der Gouverneur der New York Fed, William Dudley, will noch in dieser Woche seinen Rücktritt verkündet, meldet CNBC

Die Inflation bleibt auch in der Schweiz mager. Im Oktober betrug die Teuerung 0,1 %. Auf Jahresbasis sind es 0,7 %. Die Schweizer Nationalbank wird wohl noch lange ihre lockere Geldpolitik fortsetzen. 

Gute Wirtschaftsdaten meldet die Tschechische Republik. Die Industrieproduktion wuchs im September um 4,4 % zum Vorjahr. Die Einzelhandelsumsätze legten um 6,2 % zu. Beides deutlich über den Prognosen. 

Deutlich unter Druck gerät wie erwartet die Aktie der Deutschen Telekom. Neben Prosiebensat1 ist auch adidas am Ende des Dax zu finden. Das Unternehmen leidet und Analystenabstufungen. Spitzenreiter im Dax sind RWE, Fresenius Medical Care und Merck.

Im Euro Stoxx 50 finden sich neben der Deutschen Telekom und adidas die französischen Banken Societe Generale und BNP Paribas am Tabellenende.  Auch andere Banken sehen heute nicht besonders stark aus. Hintergrund ist auch eine eventuelle Staatspleite Venezuelas. Das Land schichtet gerade seine Verbindlichkeiten um. Dort sind vor allem auch spanische Banken engagiert. Dies drückt auch auf den IBEX. Auf der Gewinnerseite stehen Nokia und Sanofi

An der Wall Street legt Qualcomm deutlich zu. Chiphersteller Broadcom will das Unternehmen übernehmen und bietet je Aktie 60 $ in bar plus 10 $ in Aktien. Insgesamt ist Broadcom bereit, 130 Mrd. Dollar zu investieren. 

Märkte am Morgen

Kaum verändert startet der Dax in den MontagKaum verändert startet der Dax in den MontagKaum verändert startet der Dax in die neue Woche. Überraschend gute Zahlen lieferten die deutschen Industrieaufträge, die im September um 1 % gestiegen sind. 9.55 Uhr wird der deutsche Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex gemeldet, 10 Uhr der aus der Eurozone. Es ist die zweite Lesung, weshalb das Überraschungspotential gering bleiben sollte. 10.30 Uhr wird das Sentix-Investorenvertrauen veröffentlicht. 

Der Dax muss auf der Oberseite über das Allzeithoch 13.505, um das nächste Ziel bei 13.630 anvisieren zu können. Unterstützungen dürften bei 13.410 und 13.350 Punkten stehen. Solange der Dax nicht über das Allzeithoch kommt, könnte auch eine neue Seitwärtsrange in diesem Bereich  stattfinden. Wirklich schlechte Nachrichten gibt es nicht, so dass eine größere Korrektur eher nicht zu erwarten ist. 

EURUSD stört den Dax aktuell nicht und strebt aktuell eher unter die 1,16 und damit zum Tief von Ende Oktober bei 1,1575 und zum eigentlichen nächsten Ziel auf der Unterseite bei 1,1510.

Unter Druck könnte heute die Deutsche Telekom-Aktie kommen. Die Fusion zwischen T-Mobile US und Sprint ist endgültig geplatzt. 

Auch Asien startete oft mit leichten Abgaben,  die aber meist im Handelsverlauf wieder kompensiert wurden. Der Nikkei geriet anfangs durch einen etwas festeren Yen unter Druck. Der Gouverneur der Bank of Japan hatte erklärt, geduldig bei geldpolitischen Lockerungen vorgehen zu wollen. USDJPY konnte sicher aber schnell wieder stabilisieren. Dass US-Präsident Donald Trump den Japanern unfaire Handelspraktiken vorgeworfen hat, störte die Märkte erst einmal nicht. 

In Saudi Arabien sind mehrere einflussreiche Mitglieder unter Korruptionsverdacht verhaftet worden. Darunter waren auch einige Prinzen. Beobachter sehen die Aktion eher als einen Schlag gegen die Opposition und eine Stärkung der Macht des Kronprinzen Muhammad Bin Salman. Er gilt als Befürworter weiterer Ölförderreduzierungen. Ölminister Khalid al-Falih beklagte sich am Wochenende über zu viel Öl am Markt. Die Ölpreise legten weiter zu. WTI handelt bei knapp 56 $ und könnte weiter vor dem Sprung über die 60 $-Marke stehen. Gegen das Erreichen der runden Markt spricht die Zahl der aktiven Ölförderanlage in den USA, die überraschend um 7 auf 729 gefallen ist. 

Auf der anderen Seite sind unter den Festgenommenen auch Großinvestoren in westliche Unternehmen, was am Markt für Verunsicherung sorgen könnte.