Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Markt am Mittag

Der Dax schob am Vormittag seitwärtsDer Dax schob am Vormittag seitwärtsNach oben ist der Dax nicht sehr weit gekommen und nach unten fehlt die Dynamik auch. So schleppt sich der deutsche Leitindex eher seitwärts. Auf der Unterseite hat am Vormittag der Kijun im Stundenchart (orange) bei 12.965 Unterstützung gegeben. Auf der Oberseite war bei knapp 13.100 Feierabend. Ein Trend ist nicht zu erkennen. 

Die Bären könnten auch aus fundamentaler Sicht etwas besser dastehen als die Bullen. Aktuell dürfte es zumindest für Anleger aus dem Dollarraum attraktiv sein, das Kapital wieder in den USA anzulegen. Die zukünftig niedrigen Steuern machen es möglich. 

In den USA scheint man sich dabei an die dividendenstarken Werte zu halten. Wer solide wirtschaftet kann zukünftig mehr verteilen, weil die Steuerlast sinkt. Technologieunternehmen, die Gewinne komplett reinvestieren sind da erst einmal out. So hält sich dann der Dow Jones auch weiter gut, während der Nasdaq 100 schon bessere Tage erlebt hat. 

Die ganz große Flucht in den Dollarraum gibt es aber nicht, wie EURUSD verrät. Das Paar bewegt sch kaum. Der Widerstand bei 1,1880/95 will einfach nicht brechen. Nach unten steht ein nachhaltiger Bruch des Aufwärtstrends im Bereich des Möglichen, wobei mit 1,1810 schnell der nächste Support bereitstehen würde. 

Spielte zwar für den Euro keine Rolle, ist aber durchaus interessant: Die belgische Regierung hat ihre Inflationserwartungen für 2018 von 1,2 auf 1,6 % angehoben. 

Die Daten des Vormittags spielten eher keine große Rolle. Der Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex aus Deutschland verpasste mit 54,3 Punkten recht deutlich die Vorabschätzung (54,9). In der Eurozone wurde hingegen die 56,2 die erste Lesung bestätigt. In Großbritannien ist die Stimmung mit 53,8 Punkten deutlich schlechter als erhofft (55,0). GBPUSD im Korrekturmodus. Bisher hat der Support bei 1,3385 gehalten. Die kurze Erholung gestern, als so etwas wie Optimismus aufkam, dass die Scheidung zwischen EU und Großbritannien geordnet ablaufen könnte, war schnell wieder vorbei. Außer optimistische Reden von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Premierministerin Theresa May gibt es nicht viel, das Optimismus rechtfertigen würde. 

Am Nachmittag folgt dann noch der ISM Dienstleistungsindex aus den USA.

Eine Kaufempfehlung hat die Deutsche Bank für Evotec ausgesprochen. Die Aktie legt deutlich zu, wobie das bei der Performance der letzten Wochen relativ ist.

Sehr stark zeigte sich das südafrikanische BIP. Es wuchs im 3. Quartal um 2 % zum Vorquartal. USDZAR ist sowieso auf dem Weg nach Süden. Der Support bei 13,46 wurde heute gleich zweimal getestet. Wichtiger dürften die 13,2380 und 13,11 werden.

Außenpolitisch warnten heute die Türkei und Deutschland die USA, ihre israelische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Die Türken erinnerten daran, dass eine Anerkennung Jerusalems durch die USA internationalen Vereinbarungen und UN-Resolutionen widersprechen würde. Dieser Schritt würde laut Präsident Recep Tayyip Erdogan alle Friedensbemühungen untergraben und neue Spannungen schüren.

Das Oberste Gericht Spaniens hat überraschend die europäischen Haftbefehle gegen den abgesetzten Katalanischen Ministerpräsidenten Carles Puigdemont und vier seiner Minister aufgehoben.

Marktgeschehen am Morgen

Der Dax tritt am Morgen auf der Stelle und handelt um 13.070 nur wenige Punkte im Plus. Der deutsche Leitindex bleibt also in seiner Seitwärts-Range.

Ebenfalls kaum verändert zeigt sich EURUSD. Das Paar scheiterte in der Nacht auf der Oberseite bei 1,1880. Richtig Abwärtsdruck will aber auch nicht entstehen.

Die Vorgaben aus der Nacht sind auch nicht übertrieben freundlich. Wieder war es der Technologiesektor, der ordentlich unter Druck geriet. Das sorgte dann bei den meisten asiatischen Indizes ebenfalls für Verluste.
Weiter unter Druck bleibt Rohöl, aber auch sichere Häfen waren nicht gefragt. Hier zeigte der US-Dollar seine aktuelle Stärke.

An Daten ist der Caixin-Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex zu erwähnen. Er fiel mit 51,9 Punkten besser als erwartet aus. Besorgniserregende Nachrichten kamen aus China, wo das Wirtschaftswachstum in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr in 20 der 31 Provinzen rückläufig war. 

Australiens Notenbank hat die Zinsen wie erwartet überändert gelassen. Die Eínzelhandelsumsätze aus Down Under legten im Oktober um 0,5 % zu., AUDUSD legte deutlich zu und könnte bei einem nachhaltigen Bruch der 0,7645 den Bereich um 0,7730/60 anlaufen. 

Perfekt zum Weihnachtsgeschäft passend ist Amazon seit heute auch in Australien vertreten. 

Kurz vor 10 Uhr wird der Dienstleistungs-Einkaufsmmanagerindex aus Deutschland veröffentlicht. 10 Uhr ist dann die Eurozone, 10.30 Uhr Großbritannien dran. Das Highlight ist der ISM Dienstleistungsindex aus den USA, der 16 Uhr erscheint.