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Börsengeschehen

Dax hält sich über 13.000, aber richtig Power zeigen die Bullen noch nicht (14.15 Uhr)

Am Vormittag zeigte sich der Markt recht ruhig.Am Vormittag zeigte sich der Markt recht ruhig.Das deutsche Aktienbarometer konnte sich am Vormittag über 13.000 Punkten halten. Im Handelsverlauf kreuzte im Ichimoku des Stundencharts der Tenkan den Kijun, was ein freundliches Zeichen ist. Trotzdem bleibt das Chartbild noch angeschlagen, denn der Dax vermag es bisher nicht, die Wolke bei 13.080/110 ernsthaft zu attackieren. Über diesem Widerstand würde die 13.190/215 warten. Erst ein Überwinden dieser Widerstandrally könnte den Startschuss zu einer Jahresendrally geben. Auf der Unterseite bleibt die 12.845/11 wichtig. Ein Bruch des Tiefs der letzten Woche dürfte wohl die Hoffnung auf ein schnelles Comeback auf Allzeithoch-Niveau zunichte machen. 

Keine große Hilfe bekam bisher der Dax vom EURUSD. Das Paar startete zwar schwach in die Woche, konnte sich aber um 1,1850 stabilisieren. Trotzdem: Ein Bruch des Aufwärtstrends und ein Test der 1,1810 ist nicht ausgeschlossen. Der Ichimioku zeigt zudem mit einer dicken Wolke, dass es um 1,1857/900 weiter einen wichtigen Widerstand gibt. 

Interessant könnte werden, ob die US-Staatsanleihe am Nachmittag weiter nachgibt. Dies könnte den Dollar stärken, dürfte aber auch besonders für US-Aktien nicht gerade stützend wirken, weil dies für steigende Zinsen sprechen würde.

An Daten gab es gute Zahlen vom spanischen Arbeitsmarkt. Nur 7.300 Arbeitslose mehr wurden im letzten Monat gezählt. Befürchtet wurden +54.300.  Das Sentix Investorenvertrauen verlor im Dezember einige Punkte und landete nach 34,0 nur noch bei 31,1 Punkten. Dies ist allerdings weiterhin ein historisch hoher Wert. 

Der britische Baugewerbe PMI überzeugte mit 53,1 Punkten und schaffte immerhin ein 5-Monats-Hoch. EURGBP setzte daraufhin die Korrektur fort und brach den Support bei 0,8790. Damit rückt die 0,8733 in den Fokus.

Bei den Aktien legt Bayer zu. Das Kinderkrebsmittel Larotrectinab wurde erfolgreich in den USA getestet. 

Die US-Märkte werden wohl sehr freundlich in den Tag starten. Der Dow Jones steht vorbörslich schon wieder auf Allzeithoch-Niveau. Der Stundenchart sieht aber etwas überkauft aus.

In der CSU ist der lähmende Machtkampf beendet. Markus Söder soll Anfang 2018 das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen. Der scheidende Regierungschef, Horst Seehofer, bleibt Parteivorsitzender.

Die SPD soll sich im Präsidium auf Koalitionsverhandlungen mit der Union verständigt haben. Der Beschluss sei einstimmig gefallen, meldeten verschiedene Medien. 14 Uhr gibt es eine Pressekonferenz im Willy-Brandt-Haus.

Starker Wochenauftakt (9.15 Uhr)

Die Steuerreform ist durch den US-Senat. Die neue Handelswoche beginnt freundlich.Die Steuerreform ist durch den US-Senat. Die neue Handelswoche beginnt freundlich.Nachdem der US-Senat in der Nacht zum Samstag die Steuerreform gebilligt hat, hat der Markt in der Nacht mit Erleichtung reagiert. Die Future der US-Indizes legten deutlich zu. Dow Jonses und S&P 500 schafften es auf neue Allzeithochs. Die Steuerreform ist aber noch nicht durch das komplette Gesetzgebungsverfahren. Es liegen jetzt Entwürfe des Repräsentantenhauses und des Senats vor, die nun zu einem Gesetz zusammengefügt werden müssen. Danach geht dieses Gesetzt nochmal durch beide Kammern. Experten glauben aber, dass diese Hürde deutlich niedriger ist, als die nun überwundenen

Auch der Dax kann sich deutlich erholen und handelt wieder über 13.000 Punkte. Allerdings hat er die Wolke im Stundenchart noch nicht überwunden, so dass eine gewisse Vorsicht für die Bullen wohl nicht verkehrt ist. Über der Wolke, die bis 13.110 reicht, wartet der starke Widerstand 13.190/215. Erst über dieser Marke hätten die Bullen einen recht freien Weg.

Unterstützt wird der Dax von einem schwächeren Euro. EURUSD fällt kurzzeitig unter den Aufwärtstrendkanal.  Ein weiterer Support ist bei 1,1810 zu finden.

Auslöser für die Stärkung des US-Dollar dürften steigende Zinsen bei den US-Anleihen sein, von denen der Markt glaubt, dass sie auch auf die Eurozone überschwappen könnte. Dies wiederum stärkt Werte aus der Finanzindustrie. Auf der anderen Seite bieten Anleihen damit vielleicht auch bald eine zinsstarke Alternative zu Aktien, was die Rekordjagd an den Aktienmärkten beenden könnte. Zum Auftakt des Computerhandels gibt der Dax wieder leicht nach. 

In Asien hielt sich der Jubel über den vielleicht ersten großen Wurf der Trump-Regierung in Grenzen. Zwar begann auch der Nikkei mit deutlichen Gewinnen, Ein Teil wurde aber schnell wieder abgegeben, und dass, obwohl USDJPY deutliich zulegen konnte. Unternehmenssteuer zu senken, könnte eine Trend werden. Auch in Japan gibt es Regierungspläne, die Unternehmenssteuern auf 20 % zu senken. Man will Lhnerhöhungen und Produktiviätssteigerungen belohnen. 

Wenn der Ölpreis ein guter Indikator ist, dann scheint sich die Euphorie über die wirtschaftlichen Aspekte der Steuerreform in Grenzen zu halten. Die breite Bevölkerungsmehrheit wird kaum entlastet, wird also eher nicht mehr konsumieren. Entlastet wurden vor allem die Reichen. So soll Das Imperium Donald Trumps nach Expertenschätzungen in den kommenden 10 Jahren bis zu 1 Mrd. US$ Steuern sparen. WTI fällt jedenfalls wieder knapp unter die 58-$-Marke und zeigt, dass die Vermutung, dass sich die Euphorie über die Verlängerung des Fördermoratoriums bis Ende 2018 in Grenzen hält. 

Gold leidet unter dem starken US-Dollar und nähert sich wieder der Unterstützung bei 1.270 $.  Darunter würde bei 1.264/60 mit Support zu rechnen. 

 Bitcoin bleiben volatil, aber insgesamt sehr freundlich. In der Nacht gab es bei 11.800 ein neues Allzeithoch. 

Auf Korsika haben die nationalistischen Parteien gut 45 % der Stimmen erhalten. Sie wollen umfassende Autonomie für die französische Mittelmeerinsel. Korsika ist eine der ärmsten Regionen Europas.

Der Wirtschaftskalender ist heute recht leer. 10.30 Uhr wird der britische Baugewerbe PMI veröffentlicht. 16 Uhr erscheinen die Industrieaufträge aus den USA. Highlight der Woche sind die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag.