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Marktgeschehen des Tages

Der US-Arbeitsmarkt konnte die hochgesteckten Ziele nicht ganz erreichen.Der US-Arbeitsmarkt konnte die hochgesteckten Ziele nicht ganz erreichen.Der US-Arbeitsmarkt hat die hohen Erwartungen des Marktes nicht ganz erfüllt. Es wurden zwar immerhin 261.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, aber es wurden 310.000 erwartet. Trotzdem: Die Arbeitslosenquote sank auf das neue 17-Jahres-Tief 4,1 %. In der ersten Reaktion legte EURUSD trotzdem erstmal zu. Das US-Handelsbilanzdefizit ist etwas deutlicher ausgefallen als erwartet. Die Wall Street tritt vor der Startglocke etwas auf der Stelle. Insgesamt überwiegen aber die positiven Nachrichten. Mit Jerome Powell ist Kontinuität bei der Fed garantiert, Apple dürfte nach den guten Ergebnissen ebenfalls stützen. Bleibt die Steuerreform, die aus Marktsicht nicht ganz so gut aussieht wie erhofft. 15 Uhr wird noch der ISM-Dienstleistungsindex gemeldet.

Der ISM Dienstleistungsindex mit 60,1 Punkten sehr stark - 27-Monats-Hoch. 

In Europa fehlten heute die Impulse für große Bewegungen. So bröckelten die Kurse bis zum Mittag etwas ab, ohne dass das Chartbild beispielsweise des Dax wirklich unfreundlich aussah. Rückenwind kam von Evonik, das neben guten Quartalzahlen auch einen positiven Ausblick geben konnte.

Etwas stärker nach unten geht es für den Eurostoxx 50, nachdem die Societe Generale und die Axa enttäuschende Quartalszahlen lieferten. Auch die Erste Group Bank lieferte ein bescheidenes Ergebnis. Positiv wurde aufgenommen, dass die französische Regierung ihre Beteiligung an Renault reduziert. Der Autobauer kauft die Aktien selbst zurück. Air France-KLM konnte den Gewinn kaum steigern. Hohe Kosten aus der Pensionsvereinbarung mit dem Kabinenpersonal drückten aufs Ergebnis. 

Wenig erfreulich ist die Entwicklung auf den spanischen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Menschen ohne Arbeit stieg im vergangenen Monat um 56.800. Ähnliche Zuwächse gab es zuletzt im Februar. Allerdings steigen die Arbeitslosenzahlen in dieser Zeit immer deutlich, weil die Tourismussaison zu Ende ist. 

In Sachen E-Mobilität wollen die deutschen Autobauer BMW, Daimler, Ford und VW kooperieren und gründeten für den Aufbau eines Ladenetzes das Joint Venture lonity. 

Keine guten Zahlen gab es aus Kanada, wo die Zahl der Erwerbstätigen zwar um 35.300 überraschend deutlich gestiegen ist. Gleichzeitig stieg aber die Arbeitslosenquote von 6,2 auf 6,3 %. Das Handelsbilanzdefizit fiel mit 3,18 Mrd. CAD etwas deutlicher aus als erwartet. 

In Großbritannien überzeugte der Dienstleistungssektor. Der Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex legte im Oktober überraschend auf 55,6 Punkte zu (erwartet 53,3).

Märkte am Morgen

Gerome Powell - Foto: Federal ReserveGerome Powell - Foto: Federal ReserveDonald Trump hat wie erwartet Jerome Powell als Chairman der Federal Reserve nominiert. Sollte der Senat zustimmen, was zu erwarten ist, wird er im Februar Janet Yellen an der Spitze der Fed ablösen. Powell dürfte die vorsichtige Straffung der Geldpolitik fortsetzen. 

Sehr gut Zahlen kamen gestern Abend von Apple. Der Absatz des iPhone konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmal erhöht werden. Insgesamt stieg der Umsatz im 3. Quartal um 12 % zum Vorjahr, der Gewinn um 19 %. was deutlich über den Analystenschätzungen lag. 

Der Dax Future startet kaum verändert in den Tag, nachdem im späten Handelsverlauf der Dow Jones gestern nochmal leicht auf ein neues Allzeithoch bei zulegen konnte und dies heute morgen auf 23.543 ausbaute. Der Dax handelt knapp unter dem Allzeithoch. Der Ichimoku des Stundenchart  zeigt eine bullische Tendenz. 

Entscheidender Impuls des Tages dürfte die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten, der Non Farm Payrolls, sein (13.30 Uhr). Hier wird nach dem aufgrund der Auswirkungen des Wirbelsturms Harvey schwachen September ein starkes Wachstum um 300.000 Stellen erwartet. Außerdem dürfte der ISM Dienstleistungsindex (15 Uhr) im Fokus der Marktteilnehmer stehen. Aus Europa stehen keine wichtigen Wirtschaftstermine an. 

Die Steuerpläne der Trump-Administration sehen besonders für Unternehmen deutliche Steuersenkungen vor, hatten aber auch einen Wermutstropfen dabei: Die im Ausland geparkten Dollars sollen zukünftig mit 12 % besteuert werden. Insgesamt hatten sich die Marktteilnehmer noch mehr Entlastung gewünscht. Dadurch gab der US-Dollar gestern vorübergehend leicht nach. Heute korrigiert EURUSD wieder unter die 1,1660. Ein Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends bei 1,1625 könnte zu neuen Tiefs Richtung 1,1510 führen. 

Rohöl konnte sich gestern Abend noch deutlich erholen und verhinderte somit die gestern im Video angedachte Vollendung  einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Aus fundamentaler Sicht dürfte weiterhin die Aussicht auf eine weitere Drosselung der Produktion durch die OPEC und Russland stützen. 

In Asien blieb der Handel in Japan wegen eines Feiertages geschlossen. Der chinesische Caixin  Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex fiel mit 51,2 Punkte etwas positiver aus als erwartet. In Australien enttäuschten im September stagnierende Einzelhandelsumsätze.