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Marktnews vom Tage

Die Einkaufsmanagerindizes weisen weiter kräftiges Wachstum aus. Die Einkaufsmanagerindizes weisen weiter kräftiges Wachstum aus. Die Daten des Vormittag waren insgesamt unspektakulär. Der deutsche Einkaufsmanagerindex PMI war in seiner endgültigen Fassung mit 60,6 Punkten einen Tick stärker als in der ersten Schätzung (60,5). Der Eurozonen PMI blieb dagegen mit 58,5 Punkten 0,1 Punkte unter der ersten Schätzung. 

Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt robust. Die Zahl der Arbeitslosen fiel saisonbereinigt um 11.000 (erwartet 10.000). Nicht saisonbereinigt ging sie sogar um 60.000 auf 2,389 Mio. Arbeitslose zurück. Die Arbeitslosenquote fiel auf 5,4 %. Saisonbereinigt bleibt sie unverändert bei 5,6 %. 

Die Bank of England hat die Zinsen wie erwartet von 0,25 auf 0,5 % erhöht. GBPUSD kam deutlich unter Druck. Die Bank of England gibt in ihrem Statement keinen Hinweis auf weitere Zinsschritte. 
Insgesamt sieht die Notenbank erhebliche Risiken durch den Austritt aus der EU, welche die Notenbank aber nicht vollends ausgleichen kann. Sie erwartet für Oktober eine Inflation von mehr als 3 %, die dem schwachen Pfund geschuldet sei. Die Bank of England wolle nun zunächst die Auswirkungen des Zinsschrittes genau beobachten. Notenbankchef Mark Carney erklärte später, dass zwei weitere Leitzins-Erhöhungen notwendig seien, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Die Zeit sei gekommen, "den Fuß vom Gaspedal zu nehmen".

Positive Nachrichten gab es vom britischen Baugewerbe PMI, der mit 50,8 Punkten den Sprung zurück über die Expansionsschwelle 50 schaffte. 

Stark gestiegen ist die US-Non-Farm-Produktivität: Im 3. Quartal legte sie um 3 % zu (erwartet 2,4 %).

Starke Quartalszahlen lieferte Alibaba. Die Chinesen übertrafen Gewinnerwartungen mit 1,29 $ je Aktie deutlich (erwartet 1,05 $). Auch der umsatz überzeugte mit 8,29 Mrd. $ (Prognose: 7,8 Mrd. $)

Bitcoin setzen ihren Höhenflug fort und handeln heute erstmals über 7.000 $. Nach einem Hoch bei 7.354 & setztem aber deutliche Gewinnmitnahmen ein. 

Die Tschechische Notenbank hat die Zinsen von 0,25 auf 0,5 % erhöht. Dies hatte der Markt erwartet. 

Märkte am Morgen

Die Bank of England könnte heute die Zinsen anheben.Die Bank of England könnte heute die Zinsen anheben.Nach einem guten Start setzten gestern an der Wall Street Gewinnmitnahmen ein, welche die asiatischen Märkte aufnahmen und leicht im Minus landeten. Gründe dafür sind nicht reichlich gesät. Die meisten Markteilnehmer führen eine gewisse Zurückhaltung vor der Entscheidung des US-Präsidenten über den zukünftigen Chair der Fed an. Heute soll das Rätsel gelöst werden.

Der Dax startet heute morgen im Stundenchart mit einem überkauften Status und einem leichten Gap nach unten. Theoretisch könnten Gewinnmitnahmen bis 13.350 einsetzen. Generell bleibt der deutsche Leitindex aber bullisch. Ein Ziel auf der Oberseite könnte die 13.633 sein. Dass dieser Ausbruch heute stattfindet, hängt aber eben daran, welcher Kandidat das Steuer bei de Fed übernimmt. Dass der Dax heute erneut ziemlich losgelöst vom Restmarkt agiert ist wohl eher unwahrscheinlich. Die gestrige heftige Aktion war wohl eher der Tatsache geschuldet, dass die Marktteilnehmer den Tag Pause nachgeholt haben. 

Mal von der Fed-Personalie abgesehen gibt es wenig Störfeuer für die Bullen. Auch gestern gab es aus den USA sehr gute Daten zu vermelden und das Statement der Fed zur Zinsentscheidung enthielt eine vorsichtige Sorge über die Inflationsentwicklung, was einige Marktteilnehmer offenbar so interpretierten, dass die Fed vielleicht die Zinsentwicklung doch etwas vorsichtiger angehen könnte. Der Mehrheit sollte aber eigentlich klar sein, dass es in der Fed eine Mehrheit gibt, welche die Fed mittels schrittweiser Anpassung der Zinsen an ein Normalmaß fitmachen wollen für künftige Krisen. Nach Hochkonjunktur kommt nun mal immer eine Sättigungsphase mit anschließender Rezession. Darauf will man in Washington vorbereitet sein. Deshalb hat sich auch die für eine eher lockere Geldpolitik stehende Janet Yellen zuletzt immer wieder für weitere Zinsschritte stark gemacht. Die Zinserhöhung im Dezember dürfte weiter sehr wahrscheinlich bleiben. 

EURUSD setzte gestern seine Seitwärtsbewegung fort und agiert immer noch im Widerstandsbereich um 1,1655/60. Der Ichimoku im Stundenchart zeigt durchaus Chancen für eine Erholung bis 1,1705/25. Dies könnte auch die Dax-Bullen mal innehalten lassen. Natürlich hängt auch im EURUSD viel vom der Personalie an der Spitze der Fed ab. Wird es John Taylor, könnte dies das Paar deutlich belasten, denn aktuell geht ein Mehrheit davon aus, dass Fed-Gouverneur Jerome Powell die Nachfolge von Janet Yellen antritt. Dies wäre eine wahrscheinlich die Fortsetzung der bisherigen Geldpolitik, was der Tatsache widerspricht, dass Donald Trump angekündigt hat, eine beeindruckende Entscheidung getroffen zu haben. Die Verkündung soll 20 UIhr stattfinden

Vorher geht es um die Steuerreform, deren Entwurf heute, 14 Uhr, dem Abgeordnetenhaus vorgelegt wird. Ob sie eine Mehrheit findet ist unklar. Die Finanzierung der Steuerentlastungen soll nicht alle Abgeordneten der Republikaner überzeugen. 

Gute Zahlen kamen gestern Abend von Facebook. Die Werbeeinnahmen sind weiter gestiegen. Mark Zuckerberg warnte allerdings davor, dass die Erträge sinken könnten, weil das Unternehmen mehr in die Sicherheit der Internetplattform stecken müsse. Die anfänglich sehr positiven Reaktionen wurden dadurch gedämpft.

Rekorde gab es bei Tesla. Das Unternehmen bestätigte den Ruf als großer Kapitalvernichter und fuhr den größten QUartalsverlust seiner Geschichte ein. Bei der Produktion des Modell 3 könnte es monatelange Verzögerungen geben und das geplante Wachstum könnte vielleicht nicht gehalten werden, warnte CEO Elon Musk. 

Ein weiteres Highlight ist heute die Zinsentscheidunng der Bank of England. Erstmals nach 10 Jahren könnte heute wiedermal eine Zinserhöhung anstehen. GBPUSD und EURUSD halten im Vorfeld inne, nachdem GBP in den Tagen zuvor deutlich zugelegt hat. Die Zinsentschedung wird 13 Uhr veröffentlicht. 13.30 Uhr gibt BoE-Gouverneur Mark Carney eine Pressekonferenz. Die Zinserhöhung dürfte eingepreist sein. Interessant dürfte sein, ob die Bank of England damit ähnlich wie die Fed einen Zinserhöhungszyklus startet. 

Gute Quartalszahlen kamen von Fresenius Medical Care und Fraport. Am Abend stehen Starbucks und Apple im Fokus.  Am Vormittag gibt es außerdem die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und der Eurozone sowie die deutschen Arbeitsmarktdaten (9.55 / 10 Uhr). In den USA wird die Non Farm Produktivität (13.30 Uhr) gemeldet. Wichtiger ist aber der Entwurf zur Steuerreform (14 Uhr), der Enttäuschungspotential hat (die Unternehmenssteuersenkungen sollen nur schrittweise kommen) und dann die offizielle Ernennung des nächsten Fedchefs (20 Uhr).