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Tagesbericht

Starke Konjuntkur und eine hawkische Fed beflügeln den US-DollarStarke Konjuntkur und eine hawkische Fed beflügeln den US-DollarDer Dax hat nach seinem morgendlichen Gap weitere 150 Punkte zugelegt. Schlüssel zum Erfolg der Bullen ist dabei ein anhaltend schwacher EURUSD.

Das Paar profitiert von starken US-Daten und der Tatsache, dass die Inflation in der Eurozone weiter mit der Lupe gesucht werden muss. In den USA überzeugten heute die ADP-Daten. 235.000 neue Stellen wurden von der Privatwirtschaft im Oktober geschaffen. Die Delle im September rührte nur vom Hurrikan Harvey her. 

Der ISM Einkaufsmanagerindex PMI mit 58,7 auf hohem Niveau, aber unter den Erwartungen. Als erster Support könnte der Kijun (orange) bei 23.425 dienen. 

Die Rohöllagerbestände sind deutlicher gefallen als erwartet. Das hilft dem Ölpreis aber gerade nicht.

Gute Daten kamen auch aus Europa. Der britische Einkaufsmanagerindex für das herstellende Gewerbe überzeugte mit 56,3 Punkten, während der Schweizer SVME Einkaufsmanagerindex mit 62,0 Punkten auf den höchsten Stand seit gut 6 Jahren stieg. 

Das Britische Pfund konnte somit zumindest vorübergehend gegen den Euro weiter Stärke zeigen, auch, weil Marktteilnehmer für morgen mit einer Zinserhöhung durch die Bank of England rechnen. Am Nachmittag konnte sich EURGBP aber wieder etwas stabilisieren.

EURCHF schafft es aktuell nicht über die 1,1650/60. Noch ist nicht sicher, ob das Paar die Oktober-Rally wieder aufnehmen kann. 

Der Dow Jones startete freundlich in den Handel der Wall Street. Mit der Startglocke setzten aber leichte Gewinnmitnahmen ein, die aber bisher charttechnisch nicht wirklich ins Gewicht fielen. Von der Fed werden heute keine Überraschungen erwartet. Spannend sind heute Abend, nach 21 Uhr, die Quartalszahlen von Facebook und Tesla, wobei der markt davon ausgeht, dass besonders Facebook gute Zahlen veröffentlichen wird. Außerdem wartet man mit Spannung auf Donald Trumps Entscheidung über den kommenden Chef der Federal Reserve. Sie ist für morgen angekündigt. Heute muss sich Donald Trump erst einmal um die Sicherheit kümmern und Symbolpolitik machen: Die Greencard-Verlosung soll abgeschafft werden, nach dem gestern ein Attentäter in New York mehrere Menschen mit einem Pickup zu Tode gefahren hat. 

Unter den Einzelwerten legen in Frankfurt die Autowerte deutlich zu. Händler hoffen auf gute Absätze der deutschen Marken in den USA. 

Stand: 16:30 Uhr

Europäische Märkte am Morgen

Weiter nach oben geht es mit den Märkten am MorgenWeiter nach oben geht es mit den Märkten am MorgenDer Dax holt nach dem Feiertag in Deutschland die freundliche Tendenz des gestrigen Tages nach und startet kraftvoll bei rund 13.350 Punkten. Gut möglich ist, dass nach diesem gewaltigen Anstieg über den Tag eher eine Seitwärtsbewegung oder gar leichte Gewinnmitnahmen zu erwarten sind. Übergeordnet dürfte aber die freundliche Stimmung überwiegen. Ziel könnte die 161,8 % Linie aus dem Fibonacchi Retracement sein, die bei 13.633 Punkten liegt. 

In Spanien erfolgte die Machtübernahme der Zentralregierung in Katalonien bisher reibungslos. Die US-Konjunktur präsentierte sich gestern einmal mehr in blendender Verfassung. 

Die Zinsentscheidung der Fed dürfte keine große Rolle spielen. Der Markt ist sich ziemlich sicher, dass es im Dezember den nächsten Zinsschritt gibt. Bleibt die Unbekannte, wer denn neuer Fed-Chef wird. Dies dürfte die Märkte dann morgen im Verlaufe des Tages bewegen. 

Aus Europa kamen gestern freundliche Zahlen. Sowohl das EU-BIP als auch der europäische Arbeitsmarkten wussten zu überzeugen. Der Eurozonen-Verbraucherpreisindex verlor in der Kernrate deutlich an Dynamik. Die lockere Geldpolitik der EZB wird noch lange kein Enddatum kennen. 

EURUSD hält isch dann auch weiter unter 1,1645/55, hat sich aber über die Wolke gehangelt, was beim Verlauf der Wolke nicht ganz so schwer war. Trotzdem, der Ichimoku ist nun freundlicher und könnte eine Erholung möglich machen, was wiederum eine Konsolidierung des Dax begünstigen würde. Über allem schwebt aber eben die morgige Entscheidung von Donald Trump zur Personalie an der Spitze der Fed.  Je nach dem, welches Gerücht am Markt die Runde macht, könnte das Paar in die eine oder andere Richtung ausschlagen und so auch den Kursverlauf des Dax beeinflussen. Da aktuell wohl Jerome Powell Favorit ist, könnte vor allem John Taylor für heftige Reaktionen auf der Unterseite sorgen, wenn denn er plötzlich zum Favoriten würde. Dies wäre schön für die Dax-Bullen. 

Die gute Weltkonjunktur und die Aussicht, dass sich die OPEC und Russland über eine Ausweitung der Förderbegrenzung verständigen könnten. lassen den Rohölpreis weiter steigen. Bei 55,20 gibt es allerdings einen größeren Widerstand. 

Unter Druck könnte heute die Telekom-Aktie geraten, nachdem Mehrheitseigner Softbank wohl das Ziel einer Fusion von Sprint mit T-Mobile US aufgegeben hat. 

Gute Zahlen kamen am Dienstag von Airbus. Das Unternehmen konnte den Gewinn deutlich steigern. Auch BP lieferte positive Zahlen. Dagegen zeigten sich die Anleger über die Bilanz von BNP Paribas. Die bank übertraf die Gewinn-Erwartungen nur wegen eines Anteilsverkaufes an SBI Life.

Wichtige Daten liefert heute 10.30 Uhr Großbritannien mit dem Einkaufsmanagerindex des herstellenden Gewerbes. 13.15 Uhr kommen in den USA die ADP-Arbeitsmarktdaten heraus. 15 Uhr steht der ISM Einkaufsmanagerindex auf dem Programm, bevor die Fed um 20 Uhr ihre Zinsentscheidung bekanntgibt. 

US-Märkte am Dienstag

Trotz bärenstarker US-Daten (Chicago Einkaufsmanagerindex und CB-Verbrauchervertrauen) blieb es gestern bei moderaten Gewinnen in den USA-Indizes. Der Dow Jones blieb bis zur Schlussglocke unter der Wolke im Stundenchart, konnte aber in der Nacht den leichten Abwärtstrend der letzten Tage brechen und sieht vor der Zinsentscheidung der Fed rechtfreundlich aus.

Heute Abend sollte das Überraschungspotential eher gering sein. Die Fed wird voraussichtlich die Zinsen unverändert lassen und weiterhin eine Zinserhöhung im Dezember sowie drei weitere im kommenden bevorzugen. Eine Zinserhöhung heute Abend dürfte die Märkte auf dem völlig falschen Fuß erwischen und könnte heftige Marktreaktionen verursachen. Die Wahrscheinlichkeit aber eben doch sehr gering. 

Spannender ist die zweite Entscheidung rund um die Fed. Sie muss Präsident Donald Trump treffen. Nach seiner Aussage wird sie großartig sein, was sonst. Aber wer wird denn nun Chair der Federal Reserve? Jerome Powell? Das käme an den Märkten wahrscheinlich gut an. Oder wird es doch der Ökonom John Taylor, der eine striktere Zinspolitik bevorzugt? Dies dürfte die Märkte weniger erfreuen. Im Rennen sollen auch noch ex-Fed-Gouverneur Kevin Warsh und Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn sein. Und dann ist ja da auch noch die amtierende Chefin, Janet Yellen. Ihr werden zwar kaum Chancen ausgerechnet, aber wer weiß... Der Präsident ist ja doch immer mal für eine Überraschung gut.  Morgen wissen wir mehr. 

Deutlich zulegen konnte USDCAD, nachdem Kanadas BIP im September um 0,1 % sank.

Bei den Einzelwerten überzeugten der Pharmakonzern Pfizer und der Lebensmittelkonzern Mondelez. Apple profitierte weiter von den guten Absatzzahlen aus China. Der iPhone- und iPad-Hersteller ist auch für deutliche Abverkäufe bei Qualcomm verantwortlich, nachdem es Meldungen gab, dass Apple zukünftig auf Komponenten von Qualcomm verzichten könnte. Positive Zahlen konnte United States Steel melden. Gewinn und Umsatz legten zu, weil man höhere Preise durchsetzen konnte. Nicht so gut läuft es bei Electronic Arts. Der Ausblick für das kommende zweite Quartal enttäuschte die Anleger.

Nach der Schlussglocke um 21 Uhr melden heute Facebook, Qualcomm und Tesla Quartalszahlen. 

Märkte in Asien und Australien 

Asiens Märkte haben am Mittwoch ihre Erholung fortgesetzt. Deutliche  Gewinne konnte der Nikkei verbuchen. Neben einem schwächeren Yen sorgte vor allem Sony für Kauflaune, nach dem der Konzern gute Quartalszahlen melden konnte. 

Chinas Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs. Der Caixin PMI traf die Erwartungen der Analysten (51,0 Punkte), was den Shanghai Composite kaum bewegte. Ansonsten blickt auch der Markt in Fernost auf Washington und die für morgen erwartete Entscheidung, wen Donald Trump zum nächsten Fed-Chef nominiert. 

Am Dienstag werteten die Marktteilnehmer die Entscheidung der Bank of Japan positiv, ihre expansive Geldpolitik fortzusetzen.

Shanghai Composite und Hang Seng konnten sich trotz eines mäßigen ISM Einkaufsmangerindex gut behaupten. 

In Sydney gab es Gewinnmitnahmen. Immerhin weist der ASX/S&P nach sechs Verlustmonaten im Oktober wieder mal eine positive Bilanz aus.