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Video vom 19. Februar

Ohne Impulse aus dem Wirtschaftskalender und in Abwesenheit der Wall Street blieb das Handelsvolumen heute dünn. Der Markt tätigte im Dax leichte Gewinnmitnahmen. Charttechnisch wirkte sich dies nicht gerade bullisch aus, aber aufgrund des heutigen geringen Handelsvolumens sollte man dies nicht überbewerten.

Aktuelle News unter dem Video

Börse im Überblick

19. Februar, 17.30 Uhr

Die Deutsche Bundesbank erwartet für das 1. Quartal ein etwas beschleunigtes Wirtschaftswachstum in Deutschland. Nach 0,6 % werden nun 0,7 % erwartet.

Auch das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung erwartet ein weiter kräftiges Wachstum, aber keine Überhitzung. Die Gefahr einer Rezession in Deutschland liege für den Zeitraum bis Ende April nahe null Prozent.

Daimler muss sich wohl auf neues Ungemach aus den USA einstellen. Medienberichten zufolge geht aus vertraulichen Unterlagen, die an die Öffentlichkeit gelangten hervor, dass in der Abgasaffäre beim schwäbischen Konzern eine weitere verdächtige Funktion im Fahrzeugkontrollsystem gefunden wurde. Analysten sehen darin allerdings keine Überraschung. Die Risiken wurden von Daimler bereits bei der Vorstellung des Jahresberichts berücksichtigt. Trotzdem versah die Aktie heute das Tabellenende im Dax.

Positiv wird heute die Aktie der Deutschen Bank gesehen. Das Geldhaus will weltweit 250 Stellen im Investmentbanking abbauen.

Der Stahlsektor zeigte hingegen trotz der Drohungen aus den USA, die Stahl- und Aluminum-Importe erschweren zu wollen, keine Schwäche.

In Russland blieben die Einzelhandelsumsätze mit 2,8 % Wachstum zum Vorjahr unter den Erwartungen. Die Arbeitslosenquote steigt wie erwartet von 5,1 auf  5,2 %

Auch wenn die USA heute Feiertag haben und die Börse geschlossen ist, gibt es Nachrichten von der Wall Street. Goldman Sachs sieht aktuell starke Aktivitäten der im S&P 500 gelisteten Unternehmen Aktien zurückzukaufen. Der Buyback-Desk der Bank war in der vergangenen Woche so aktiv wie nie zuvor. Dies zeigt vor allem eines: Die Liquidität der Unternehmen ist offenbar gut, die Lust Investitonen in Zukunftsprojekte zu tätigen, dagegen scheinbar eher gering.

Weiter auf Erholungskurs sind Digitalwährungen oder wie Bundesbankchef Jens Weidmann sagt: Krypto-Token. Wie auch immer: Bitcoin sind aktuell wieder auf dem Weg zum Wochenendhoch 11.300 $. Über 11.725/30 könnte die Reise bis gut 13.000 weitergehen. Der Ichimoku ist zwar im 4H-Chart noch ein bisschen zögerlich, aber nicht unfreundlich. 

Nach dem Rücktritt des bisherigen CDU-Generalsekretärs Peter Tauber, schlug CDU-Chefin Angela Merkel die bisherige saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kamp-Karrenbauer zu seiner Nachfolgerin vor. 

Der Krieg in Syrien, in den ja seit einiger Zeit auch die Türkei mit ganz eigenen Interessen involviert ist, könnte im Norden bald um eine Kriegspartei reicher werden. Syrische Regierungstruppen wollen den in der Region Afrin unter Druck geratenen Kurden zu Hilfe kommen, meldet die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Die kurdische YPG hat die Zentralregierung von Machthaber Baschar al Assad um Hilfe im Kampf gegen die Türkei gebeten. Ankara drohte dagegen, wenn die syrische Armee eingreife, könne niemand die Türkei stoppen. Die Türkei ist immer noch NATO-Mitglied und führt in Syrien aktuell einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg durch. Kritiker der Aktion werden in der Türkei offenbar massiv eingeschüchtert. So hat die Polizei laut Angaben des Innenministeriums seit Beginn der Invasion 786 Personen festgenommen.

19. Februar, 09.20 Uhr

Freundliche Vorgaben gibt es für den Dax zum Wochenauftakt. Japans Exporte sind deutlicher Gestiegen als erwartet. Außerdem profitierte der Nikkei von von einem schwächeren Yen. So startet der Dax freundlich und überwand den Widerstand bei 12.485. Ob der deutsche Leitindex sehr weit kommt, muss man mal abwarten, denn der Wirtschaftskalender ist heute leer gefegt und auch die USA fallen als Impulsgeber infolge eines Feiertages aus. 

Auch EURUSD stützten den Dax nach der Korrektur, die am Freitag startete. sie könnte heute weitergehen. Allerdings dürfte fehlendes Volumen heute die Korrektur eher an Dynamik verlieren lassen.

Rohöl legte zum Handelsstart leicht zu, fiel aber später zurück. In den USA wurden in der vergangenen Woche 7 aktive Bohrlöcher mehr gezählt, was aber wohl den Ölpreis eher nicht beeinflusst hat. 

Japans Handelsbilanzdefizit war im Januar mit 943 Mrd. Yen etwas geringer als befürchtet. Verantwortlich waren die mit 12.2 % zum Vorjahr gestiegenen Exporte. Mehr zu Yen und Nikkei hier.

US-Handelsminister Wilbur Ross will die US-Stahl und Aluminiumindustrie stützten und Importe erschweren. Eine der angedachten Maßnahmen sind generelle Einfuhrzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Dies verstößt zwar gegen die Regeln der Welthandelsorganisation, aber darum scheren sich die Amerikaner ja seit der Amtsübernahme von Donald Trump nicht mehr.  Das chinesische Handelsministerium hat schon mal mit Gegenmaß0nahmen gedroht.

Griechenlands Kreditwürdigkeit wurde von Fitch hochgestuft. Nach B- steht das Land nun bei B. Gleichzeitig wurde der Ausblick mit positiv angegeben.