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Wirtschaftsnews

Stand 22.03.2019, 15:40 Uhr

Der EU-Austritt von Großbritannien wurde gestern auf den EU-Gipfel zunächst bis 14. April verschoben. Eine weitere Verlängerung bis zum 22. Mai gibt es, sollte das Unterhaus bis zum 12. April doch noch dem Brexit-Deal zwischen Großbritannien und EU zustimmen.  Eine Verlängerung über den 22. Mai hinaus kann es nur geben, wenn Großbritannien an den Europawahlen teilnimmt.

Etwas, das mich schon lange wundert, hat der Chef des ifo-Institutes, Clemens Fuest, jetzt kritisiert. Seiner Ansicht nach fokussiert sich die Automobilindustrie aktuell viel zu stark auf elektrische Antriebe und vernachlässigt andere alternative Antriebsarten, wie die wasserstoffbasierte Brennstoffzelle oder Verbrennungsmotoren mit synthetischen Kraftstoffen. 

Offiziell wird das US-BIP erst am 28. März veröffentlicht. Donald Trump hat uns per Twitter aber heute schon mal wissen lassen, dass das BIp 2018 um 3,1 % gewachsen ist - so stark wie seit 14 Jahren nicht, meint Trump. Diese Vorveröffentlichungen von Trump werden am Markt übrigens schwer kritisiert, weil sie den Handel beeinflussen. Deshalb ist es beispielsweise Medien streng verboten, Daten vor Ablauf der Sperrfrist zu veröffentlichen. 

Die deutschen Reallöhne sind 2018 um immerhin 1,8 % zum Vorjahr gestiegen. Die Nettolöhne stiegen mit 3,1 % so stark wie seit 7 Jahren nicht mehr.

Neuer Schlag für Boeing: Die indonesische Airline Garuda hat die Bestellung von 49 Boeing 737 MAX zurückgezogen.

Deutsche und Commerzbank könnten laut Bild nach einer Fusion 500 Filialen schließen. Es wäre jede dritte Filiale in Deutschland. Außerdem soll ein Personalabbau von 30.000 Stellen besprochen worden sein. Unsichere Zeiten also für die Belegschaft der Großbanken. Commerzbank-Chef Martin Zielke versprach aber, bei den Sondierungen möglichst zügig zu einem Ergebnis kommen zu wollen, damit die Zeit der Unsicherheit so kurz wie möglich bleibt.

Gute Quartalszahlen lieferte heute Hapag Lloyd. Die Aktie legte vorbörslich deutlich zu. Gute Zahlen gab es gestern Abend auch von Nike. Dies unterstützt heute die Aktien von adidas. 

US-Präsident Donald Trump soll Medienberichten zufolge mit den Zugeständnissen China bei den Importversprechen für US-Waren nicht besonders zufrieden sein. Er wünscht sich eine Verdreifachung der versprochenen Importe von US-Produkten.

Nachdem ja Donald Trump der Meinung ist, man sollte die völkerrechtswidrige Annexion der syrischen Golanhöhen durch Israel anerkennen, hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vor einer Verschärfung des Nahost-Konflikts geäußert. Manchmal ist es gut, auf den türkischen Präsidenten zu hören. In dieser Beziehung kennt er sich deutlich besser aus als Trump.

Stand 21.03.2019, 16.35 Uhr

Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat heute einen ungeordneten Austritt ihres Landes nicht mehr ausgeschlossen. Schuld daran ist aber nicht sie, sondern das störrische Parlament, dass ihrem Deal nicht zugestimmt hat und auch sonst ie gesagt hat, was es denn will. Nun, ganz stimmt das dann wohl nicht. Theresa May hat immer nur über eigene Vorschläge abstimmen lassen, extrem auf Zeit gespielt und so dem Parlament eigentlich die Wahl "Friss oder stirb" gelassen. May hat nie versucht, jenseits der Brexit-Hardliner eine Mehrheit gesucht. Wahrscheinlich hätte sie so eine Suche in ihrer eigenen Partei auch nicht überlebt. Sie wird aber auch so wohl nach dem Austritt kaum Regierungschefin bleiben. May hofft übrigens immer noch, dass das Parlament in letzter Minute zustimmt. Ansonsten gäbe es einen Brexit ohne Deal, denn entscheiden sei, dass der Wille des Volkes umgesetzt wird. Ob das das Volk mehrheitlich wirklich so wollte, ist freilich eine Frage, die das Volk ebenfalls nie beantworten durfte.

Die US-Frühindikatoren legten im Februar um 0,2 % zu, etwas mehr als erwartet (0,1 %)

Das Eurozonen-Verbrauchervertrauen lag im März mit -7,2 Punkten etwas besser als im Vormonat (-7,4). Erwartet wurden jedoch -7,1 Punkte.

Mit einem Nettogewinn von 1,14 Mrd. Euro blieb HeidelbergCement knapp unter den Erwartungen für 2018. Erwartet wurden 1,16 Mrd. Euro. Dabei machte das Unternehmen 18,1 Mrd. Euro Umsatz. 

Gute Zahlen lieferte gestern Abend Micron Technology. die Aktie beflügelte auch die Halbleiterwerte in Asien. 

Erkenntnisse über mögliche Sicherheitsrisiken bei der Verwendung von Technologie des chinesischen Technologiekonzerns Huawei sollen nicht nur den US-Geheimdiensten vorliegen. So soll der Bundesnachrichtenschutz schon 2011 davor gewarnt haben, dass die Verwendung von Huawei-Komponenten Risiken einer nachrichtendienstlichen Ausspähung in sich birgt. Darüber berichtete gestern die Süddeutsche Zeitung

Stand 20.03.2019, 19.35 Uhr

Die Fakten zu den Fed-Entscheidungen gibt es unter den Wirtschaftsdaten

US-Präsident Donald Trump hat den Abbau von Zöllen gegenüber China davon abhängig gemacht, dass China vorher einen Deal erfüllt. Damit ist die Befürchtung zur Gewissheit geworden, dass Trump von China einseitige Zugeständnisse erwartet. Offenbar will China diese nicht liefern.

Italien will am Samstag eine Absichtserklärung zur Teilnahme am chinesischen Projekt der "Neuen Seidenstraße" unterzeichnen. Italiens Premier Guiseppe Conte glaubt, dass Italien vom Projekt stark profitieren wird. Die Chinesen sorgen tatsächlich für hohe Investitionen in den Ländern. In Asien setzt inzwischen trotzdem Ernüchterung ein. Der Nutzen für die einheimische Bevölkerung ist im vergleich zum nutzen und dadurch gewonnen Einfluss Chinas auf die Regionen sehr gering.

GBPUSDGBPUSDEU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rechnet in dieser Woche mit keiner Entscheidung über den Brexit-Termin. Es wird wirklich eine Hängepartie bis zum letzten Tag. Großbritanniens Premierministerin Theresa May bittet die EU, den Brexit-Prozess um drei Monate zu verlängern. Als Begründung fiel ihr leider nichts besseres ein, als dass sie den Brexit-Vertrag nochmal dem Parlament zur Abstimmung vorlegen will. Ein bisschen abenteuerlich, weil ja Unterhaus-Sprechen John Bercow bereits ablehnte, über den gleichen Vertrag nochmal abstimmen zu lassen. Gleichzeitig hat die EU Nachverhandlungen ausgeschlossen. May will die weiter mit einem Deal verlassen und lehnt ein 2. Referendum ab. Oppositionsführer Jeremy Corbyn fordert genau dies: ein bestätigendes Referendum. Nur dafür werden wahrscheinlich drei Monate nicht reichen. Cable schmiert bis zum Nachmittag bis 1,3150 ab und versucht sich nun (14.30 Uhr) zu stablisieren.

Später hat EU-Ratspräsident DonaldTusk eine kurzfristige Fristverlängerung für Großbritannien von einer Zustimmung des britischen Parlamentes abhängig gemacht. Dabei werde das Abkommen nicht noch mal geöffnet. 

Laut US-Medien soll es im Weißen Haus einen Bericht geben, der schockartige Autozölle rechtfertige. Dies soll allerdings in Regierungskreisen nicht positiv aufgenommen worden sein. Man wolle zunächst Nafta 2.0 über die Bühne bringen. Dafür benötigt man einen überparteilichen Konsens. Wahrscheinlich deshalb gerieten heute Autowerte in Europa unter Druck. 

Ein sehr zurückhaltender Ausblick auf 2019 hat die Aktie von BMW in den frühen Handelsstunden um 5 % einbrechen lassen. BMW will bei E-Technologie weiter flexibel sein und auf reine E- und Hybrid-Technologie setzen. Im Konzern wird aktuell in den USA und Europa eher kein großer Schwenk Richtung E-Mobilitiät gesehen. Es seien bei BMW aktuell keine betriebsbedingten Kündigungen geplant.

Osram steht unter Druck, nachdem CEO Olaf Berlien andeutet, dass die Ziele für 2019 in Gefahr sind.

Französische Ermittler haben klare Parallelen zwischen den Abstürzen der Boeing 737 MAX von Lion Air im Oktober und dem jüngsten Absturz in Äthiopien gefunden. Die verunglückte Lion Air-Maschine soll schon am Tag zuvor Probleme bereitet haben. Dort konnte der Pilot aber eine Katastrophe noch durch das Abschalten des automatischen Kontrollsystems verhindern. Tragisch ist, dass offenbar niemand verhinderte, dass diese Maschine am kommenden Tag wieder startete.

Hm, Israel will Erdgas in die EU liefern. Ok, warum nicht. Dafür traf sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu heute mit dem zypriotischen Präsidenten Anastasiadis und dem griechischen Ministerpräsidenten Tsipras. Kann man auch nachvollziehen, sind ja EU-Länder. Aber was hatte US-Außenminister Mike Pompeo damit zu tun. Es soll eine Pipeline gebaut werden, die ab 2025 Gas an die EU liefern. warum war Handelskommissarin Malmström nicht dabei? Man könnte glatt vermuten, dass es Israel und den USA darum geht, die EU auseinander zu dividieren. 

Google hat eine cloud-basierte Gaming-Plattform angekündigt. Das Unternehmen wurde außerdem von de rEU zu einer Wettbewerbsstrafe in Höhe von 1,49 Mrd. Euro verdonnert. Mit dem Dienst "Ad Sensefor Search" wurden andere Anbieter unerlaubterweise verhindert. 

BAyerBAyerDie Bayer-Tochter Monsanto wurde in einem Glyphosat-Prozess von der Jury für schuldig gesprochen, mit ihrem Unkrautvernichter Round Up ursächlich für die Krebserkrankung eines 70-jährigen Mannes verantwortlich gewesen zu sein. Bayer bricht zum Handelsauftakt um fast 10 % ein.

Bei FedEx soll es gestern schon vor der Veröffentlichung ziemlich mäßiger Zahlen zu großen Verkaufsorder gekommen sein, berichtet CNBC. Gab es da Insider?

Medien berichten, dass es offenbar im geldpolitischen Rat der Bank of Japan Mitglieder gibt, die bezweifeln, dass sich die japanische Inflation in den kommenden drei Jahren in Richtung der angestrebten 2 % bewegt.

Die Europäische Volkspartei (EVP) hat die Suspendierung der Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban beschlossen. Die Ungarn hatten angekündigt, in einem solchen Fall die konservative Gemeinschaft sofort verlassen zu wollen. 

Stand 19.03.2019, 18.00 Uhr

Bloomberg berichtete heute, dass chinesische Verhandlungsführer der Handelsgespräche mit den USA offenbar unzufrieden mit den bisherigen Ergebnissen sind. So soll es bisher keine Garantien geben, dass die USA die eingeführten Zölle wieder abschaffen. Der Markt hat nun offenbar die Sorge, dass die Chinesen von ihren bisherigen Zusagen wieder abrücken. Die Wall Street grenzt die gerade gemachten Gewinne schnell wieder ein. 

Bei den EU-Außenministern ist eine wachsende Angst zu sehen, dass China versuchen könnte, Europas Staatengemeinschaft  durch wirtschaftliche und finanzielle Anreize zu spalten. Ein Beispiel dafür ist die "Neue Seidenstraße". Heute wollen die Außenminister in Brüssel über eine gemeinsame Strategie gegen diese Bedrohung sprechen. 

GBPUSDGBPUSDEuropa-Staatsminister Michael Roth (SPD) kann sich eine Zustimmung der Bundesregierung zu einer Verlängerung des Brexit-Prozesses nur vorstellen, wenn die Briten einen plausiblen Plan verlegen. Auch der französische Premierminister Emmanuel Macron hat sich gegen eine Verlängerung des Brexitprozesses ausgesprochen, wenn es lediglich um Zeitschinden geht. Cable bewegt sich heute kaum

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dafür plädiert, dass sich die Bundesregierung in die Fusionsgespräche zwischen Deutscher und Commerzbank nicht mit einem Votum einmischen sollte. Ein möglicher Zusammenschluss sei ein privatrechtlicher Vorgang.

Viscom steht am Vormittag unter Druck, nachdem die Geschäftszahlen für 2018 einen deutlichen Gewinnrückgang zeigten. 

Fiat Chrysler ist heute gefragt, nachdem Peugeot Interesse am italienische-amerikanischen Autobauer bekundet hat.

Instagram hat von Facebook ein neues Shopping-Feature spendiert bekommen. Partner-Zahldienst wird PayPal

Auch heute hat die chinesische Notenbank wieder den Markt mit Liquidität geflutet. 50 Mrd. Yuan flossen in 7-tägige Reverse Repros. 

Stand 18.03.2019, 20.30 Uhr

John Bercow, der charismatische Sprecher des britischen Unterhauses, hat eine dritte Abstimmung zum von Premierministerin Theresa May ausgehandelten Brexit-Deal mit der EU ausgeschlossen. Bercow beruft sich auf eine Regel aus dem 17. Jahrhundert, nach der es nicht zulässig ist, dem Parlament wieder und wieder die gleiche Frage vorzulegen. Eine neue Abstimmung sei nur möglich, wenn es klare Veränderungen am Vertragstext gäbe. Dies hat die EU bisher abgelehnt. Damit ist erst einmal guter Rat teuer. Ein ungeordneter Brexit ist noch wahrscheinlicher geworden und Theresa Mays Hinhaltetaktik dürfte gescheitert sein. Leidtragende der ziemlich irren Strategie der Premierministerin sind nicht nur die Briten. Auch die EU dürfte bei einem ungeregelten Brexit einer harten Übergangszeit entgegensehen. Ganz bitter dürfte eine dann wohl wahrscheinliche harte Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland sein. Hier werden in diesem Falle neue Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten befürchtet. 

Schlechte Nachrichten hatte die South China Mornong Post heute in Sachen Handelsdeal zwischen China und den USA. Laut Informationen des Blattes aus Hongkong soll das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping im Juni stattfinden.

Eine Fusion von Deutscher und Commerzbank hat heute zu vielen Wortmeldungen gebracht. Die Bundesregierung erklärte, man wolle ihre Stellung dazu von der Sicherung der Arbeitsplätze abhängig gemacht. Die Nord LB sieht eine Fusion skeptisch. Es würde kein einziges Problem der beiden Banken gelöst werden. Auch die DZ Bank glaubt, dass es am Ende zu keiner Fusion kommen. Das Kartellamt glaubt nicht, dass es zu kartellrechtlichen Problemen käme. Allerdings könnte die neue Großbank zu einem Risiko für den Finanzmarkt werden. Independent Research sieht überheupt keinen positiven Effekt. Im Gegenteil: Die Integration der IT würde dafür sorgen, dass sich das neue Geldhaus jahrelang mit sich selbst beschäftigen würde.

Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich das Grundprinzip des Förderns und Forderns bei Hartz IV bewährt. Dies dürften die Betroffenen wahrscheinlich anders sehen. 

Apple hat heute ein neues iPad Air und ein iPad mini vorgestellt. Der Kurs der Aktie stieg um 1 %.

Sixt nutzte heute auch kein gutes Jahresergebnis. Sowohl Umsatz, als auch Überschuss legten deutlich zu. Auch die Dividende wurde erhöht. Trotzdem gab die Aktie um 2 % nach. 

Die chinesische Notenbank hat auch heute wieder Liquidität in den Markt gepumpt. Diesmal waren es 60 Mrd. Yuan, die durch 7-tägige Reverse-Repros in den Markt gelangten.

Chinas Präsident Xi Jinping besucht in der kommenden Woche Europa. Deutschland steht nicht auf dem Besuchsprogamm. Dafür aber Frankreich, Italien und Monaco. Besonders der Besuch Italiens dürfte spannend werden, denn die Südeuropäer wollen sich gern an der "Neuen Seidenstraße" beteiligen. Die USA haben Italien schon mal vorsorglich vor einem solchen Schritt gewarnt.

Und nochmal China. Die dortigen Firmen sollen immer mehr in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Nach der Abschwächung des Wachstums scheint den Unternehmen das Geld auszugehen. Sie sollen immer öfter versuchen, längere Zahlungsfristen zu erreichen 

Viele glauben ja, dass das eigentliche Problem Chinas eine mega Immobilienblase ist. Damit könnten sie recht haben, denn Satellitenbilder zeigten jetzt, dass die Nachtbeleuchtung in fast 30 % aller Städte in China gedämpft ist meldet die South China Morning Post. Dazu wurden Bilder aus den Jahren 2013 und 2016 ausgewertet. Die Stadtplaner wollen davon nichts wissen. 2020 gibt es eine Volkszählung. Sollten sich dann die Vermutungen bestätigen, dass 938 Städte wirklich schrumpfen, könnten die Immobilienpreise ins Bodenlose fallen. 

Belgien will bis 2025 aus der Atomenergie aussteigen